Sonntag, 28. Juni 2009

Pressespiegel WNSL 2009 - Part II

Oh Mann, oh Mann, OH MANN!!!! Es ist nicht eines von vielen Highligts, es ist DAS HIGHLIGHT!!! Und das gibt es direkt zum Beginn der Saison! Es geht zum dritten Mal innerhalb von 6 Jahren zum DFB-Pokal-Duell ins Furunkel am Frankfurter Ostend!!! Ohmannohmannohmann, ich bin jetzt schon sowas von heiß!!! Warum kann nicht jetzt einfach schon der 31. Juli sein???
Ich glaube mit so nem Kracher ist noch nie ein Trainer bei Eintracht Frankfurt in die Pflichtspiele gestartet. Und wenn da was schief gehen sollte, dann ist das Thema "Skibbe" in Frankfurt wohl schon vor dem ersten Liga-Spiel durch...Oh Mann, noch nen ganzen Monat warten - das halte ich nicht aus!!!Um mich ein bißchen abzulenken, kann ich heute das Thema "Pressespiegel" abschliessen; leider äußerst unspektakulär! Denn wie schon letztes Jahr hat die "Pfungstädter Woche" (alias "PfuWo") mal wieder kaum ein Wort über den WNSL verloren. Es gibt nur ein mickriges Kinderphoto mit einem lieblosen Text. Tolle Berufsgruppe, Joscha!!! Hier ist dieser journalistische Gourmet-Happen:
Joah, und viel mehr gibt es zur Presse eigentlich auch nichts zu sagen. Außer natürlich dass es schade ist, dass dieser prestigeträchtige Lauf keine weitere Erwähnung bei Presse, Funk & Fernsehen findet. Nichtmal das Seeheimer "Wochenblatt" hat sich dazu geäußert; Shame on you!!!

Dafür gibt es aber in den nächsten Tagen eine Zusammenfassung der Ereignisse vom 13. Juni 2009. Mein kleines Schwesterchen (die rasende Reporterin Karla Kolumna) hat alles gefilmt (naja FAST alles) und ich habe mir dieses Wochenende die Zeit damit vertrieben, das ein bißchen zusammenzufriemeln! Auf das Ergebnis darf man gespannt sein :-)

AUF NACH OF! TREFFPUNKT FFM/SÜDBAHNHOF!

DIE NUMMER EINS AM MAIN SIND WIR!!!

Samstag, 27. Juni 2009

Walter Frosch

Vorab: vielen Dank an Marc fürs Weiterleiten dieser Info, und natürlich auch an die unbekannte Person der Weiten des Internets, die diese Infos zusammengetragen hat:
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Wenn man nicht gerade aus Hamburg oder Kaiserslautern kommt oder sich intensiv mit den Legender der deutschen Fußballgeschichte beschäftigt, wird einem der Name Walter Frosch wohl auf Anhieb eher nichts sagen. Allerdings ist das ein Zustand der schnellstmöglich behoben werden sollte, denn über diesen Mann gibt es JEDE MENGE zu berichten!

Die reinen Daten seiner Fußballerkarriere scheinen wenig spektakulär: in jeweils ungefähr 60 Spielen verteidigte der gelernte Schornsteinfeger aus Ludwigshafen zwischen 1974 und 1979 in der 1. und 2. Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern und den FC St. Pauli; nach dem Zwangabstieg spielte er noch bis 1982 für Pauli im Amateurbereich weiter.

Ein knallharter Abwehrrecke, der auch ganz gerne mal die eine oder andere Gelbe Karte in Kauf nahm. Als Walter Frosch in der Zweitliga-Saison 1976/77 in 37 Einsätzen sage und schreibe 27-mal gelb sah, entschied sich der DFB, die Gelbsperre in den Regelkatalog aufzunehmen. Bemerkenswert: in seiner ganzen Karriere mußte er kein einziges Mal mit eienm Platzverweis vom Platz!

Doch viel erwähnenswerter sind die Anekdoten des durchaus talentierten Ex-Fußballers. Sein erster Bundesligatrainer in Kaiserslautern, Erich Ribbeck, bescheinigte ihm schon früh: "Wenn Sie solider leben würden, könnten Sie viel höher spielen!" Und auch Frosch weiß heute: "Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe!"

So wird erzählt, daß Frosch am Abend vor dem Bundesligaspiel Kaiserslautern gegen Schalke 04 "beim Griechen nur zwei, drei Ouzo trinken" wollte. Doch als immer mehr Freunde dazustießen, wurde es immer später und er immer voller. Als Frosch am nächsten Tag um 13 Uhr zum Spiel auf dem Betzenberg erschien - nachdem er nachts um 3 Uhr noch selbst einen "400m-Lauf - um 10 Liter Bier" initiert hatte, den er trotz 100m-Vorsprung seiner Freunde selbstverständlich gewann - erklärte er seine fies geröteten Augen auf Nachfrage des Trainers Ribbeck mit "Bindehautentzündung!".

Im Spiel sollte er dann gegen Erwin Kremers, seines Zeichens immerhin damaliger Nationalstürmer und einigermaßen schnell, verteidigen und löste das auf seine ganz eigene Weise: "Den habe ich am Anfang dreimal über die Bande gehauen, daß da Feierabend war. Nach 18 Minuten wurde er ausgewechselt. In den letzten zehn Minuten bin ich noch fünfmal nach vorne gelaufen, habe immer geschrien, dass ich den Ball haben wollte, und war froh, dass ich nicht angespielt wurde. Die Fans waren begeistert. Standing Ovations, Froschi bester Mann. Ribbeck meinte hinterher: 'Naja, von Ihrer Bindehautentzündung hat man ja nicht viel gemerkt.'"

Bereits während seiner Profikarriere soll Walter Frosch über 60 Zigaretten am Tag verqualmt haben. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Tagesdosis wurde er vom Bundestrainer Derwall sogar zur B-Nationalmannschaft eingeladen. Des Rauchers Antwort: "Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl."

Nach zwei Jahren Betze paßte der Lebemann Frosch seine Arbeitsstelle seinem Lebensstil an und wechselte zum FC St. Pauli nach Hamburg, wo er auch heute noch lebt, und eine Art Legendenstatus innehat. Nach 5 Krebsoperationen ist Frosch nun zwangsweise rauchfrei, hat aber immer noch starkes Verlangen, wie er der Bild-Zeitung in einem Interview verriet: "Ich würde lieber eine rauchen als vögeln."

Walter Frosch betreibt heute passenderweise die Stadion-Gaststätte von Victoria Hamburg.

Donnerstag, 25. Juni 2009

WNSL 2009 - Statistik

Der Jonas war nicht nur so fleissig, seinen WNSL-Bericht zu schreiben. Sondern darüber hinaus hat er sich auch die Mühe gemacht und ein bisschen Statistik zum Willi-Nickel-Stadtlauf zu erstellen! Konkret hat er die am 13. Juni von uns erbrachte Mechanische Leistung errechnet.

Sein dazugehörtiges File habe ich mit grösstem Vergnügen entgegengenommen. Wunderbar, endlich das machen was Controller am besten können. Laien würden es als „Zahlen fälschen“ bezeichnen; ich nenne es „Zahlen anders interpretieren“!

Um Jonas Berechnungen zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis zu bringen, war sicherlich einiges an „Nacharbeit“ notwendig. Entsprechend habe ich meinen heutigen Tag genau darauf ausgerichtet: also direkt mal heute nen halben Tag Urlaub genommen, alle Rolläden runtergemacht, Telefon ausgestöpselt, Handys auf lautlos, ein paar Kannen Kaffe gekocht und das ein oder andere Tütchen Power-Gel untergerührt! Und schon konnte es losgehen!!!

Zu meiner unfassbaren Überraschung war dies aber gar nicht nötig. Denn laut Jonas Berechnungen hatte ich beim WNSL 2009 tatsächlich die grösste mechanische Leistung erbracht. Ja gut, *räusper* daran hatte ich eigentlich auch nicht wirklich gezweifelt. Mir war schon während und kurz nach dem Lauf klar, dass ich einmal mehr unfassbares geleistet hatte. Im Grossen und Ganzen muss man allerdings sagen, dass die Assumptions vom Jonas vielleicht nicht in allen Belangen perfekt waren. Wohlgemerkt, meine waren sogar fast richtig, also am Sieg meinerseits kann es keine Zweifel geben (der Rechtsweg ist ausgeschlossen!!!), aber ich glaube dem Markus hast du mit seinem Gewicht schon ziemlich geschmeichelt. Auch sonst sind die Angaben vielleicht etwas wage, aber bevor wir jetzt alle nach ihrem Gewicht fragen, nehmen wir einfach mal die vorhandenen Daten. Ich habe noch ein paar kleine Anpassungen gemacht und komme zu folgendem Ergebnis:

1. 4565 -> 282,85 Watt
2. Jonas -> 273,67 Watt
3. Fabian -> 242,08 Watt
4. Markus -> 230,33 Watt
5. Joscha -> 213,82 Watt
6. Tobi -> 205,19 Watt
7. Marc -> 200,76 Watt

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass der Tobi eine schlechte Leistung gebracht hat. Aber wenn man eben das Kampfgewicht von ner jungen Katze hat, dann ist es klar, dass man die paar Kilos auch locker über den Pfungstädter Asphalt schweben lassen kann! Zur genutzten Formel:

Mechanische Leistung =
Masse*Erdbeschleunigung*Hubhöhe*Schrittanzahl/Laufzeit

Die Erdbeschleunigung ist - das weiß sicher noch jeder aus der Schule - 9,81m/s². Als Schrittanzahl wurde aus pragmatischen Gründen die Annahme 1 Schritt = 1 Meter festgelegt. Bevor jetzt irgendwelche anderen Zahlendreher kommen: JA ICH WEISS, dass ich von diesr Auslegung relativ gesehen profitiere! Aber unterm Strich ist das völlig egal...

Weiter habe ich mir – mit mathematisch deutlich kleinerem Aufwand – unsere Durchschnittsgeschwindigkeiten errechnet:
1. Sebastian Vettel (in Silverstone) -> 223,39 km/h
2. Uwe Bernd (1. Mann) -> 19,19 km/h
3. Regina Blatz (1. Frau) -> 15,67 km/h
4. Tobi -> 12,61 km/h
5. 4565 2008 -> 11,55 km/h
6. Markus -> 10,89 km(h
7. Jonas -> 10,79 km/h
8. 4565 2009 -> 10,73 km/h
9. Fabian -> 10.64 km/h
10. Marc -> 10,42 km/h
11. Elena -> 9,97 km/h
12. Joscha -> 9,83 km/h
13. Laufschwein -> 9,52 km/h

Wenn ich mir die Geschwindigkeiten so anschaue, dann frage ich mich (bzw. den Joscha) ja schon: bist du sicher, dass du zwischendurch auch gegangen bist? Ich kann das ja fast mal nicht glauben, dass da grössere Laufpassagen drin sind! Sonst wärst du da ja mal locker 13-14 km/h gelaufen! Mannmannmann, der Junge wird uns wahrscheinlich schon im nächsten Jahr alle fertig machen!

Aus den Geschwindigkeiten folgend (um ausnahmsweise mal wieder die ursprüngliche Idee dieses Blogs zu thematisieren), sind hier die Zeiten, die wir mit der WNSL-Leistung bei einem Marathon gelaufen wären. Sollte klar sein, dass wir das Tempo allesamt auch noch weitere 34 Kilometer (bzw. der Joscha 38 Kilometer) hätten gehen können; kein Frage:

1. Dem Haile sein Weltrekord -> 2:04 Stunden
2. Uwe Bernd -> 2:12 Stunden
3. Regina Blatz -> 2:42 Stunden
4. Tobi -> 3:21 Stunden
5. 4565 2008 -> 3:39 Stunden
6. Markus -> 3:52 Stunden
7. Jonas -> 3:55 Stunden
8. 4565 2009 -> 3:56 Stunden
9. Fabian -> 3:58 Stunden
10. Marc -> 4:03 Stunden
11. Elena -> 4:14 Stunden
12. Joscha -> 4:17 Stunden
13. Laufschwein -> 4:26 Stunden

Nicht zu glauben: wir haben alle erlebt, wie dieser Uwe Bernd mehrmals an uns vorbeigezogen ist - und vor allem: in WELCHEM TEMPO. Wenn man sich überlegt: selbst dieses Tempo konstant beim Marathon zu laufen reicht noch nicht aus, um den Weltrekord zu machen! Da fehlen immer noch sage und schreibe 8 Minuten!!! Ähhhh, wie soll das bitte gehen?

Ein Wort noch zu Marc: wenn man bedenkt, dass der Junge erst vor einigen Jahren noch einen Marathon in 3:54 Stunden gelaufen ist (und er mit seiner WNSL-Zeit hochgerechnet nur auf 4:03 Stunden kommt), dann lässt sich gut erkennen, dass der 13. Juni 2009 nicht gerade der Höhepunkt seiner läuferischen Leistungsfähigkeit war!

Soviel für heute zum Thema Statistik. Ich denke mal es ist jetzt auch genug gesagt; Zweifel daran dass ich die beste (mechanische) Leistung gebracht habe, dürften endgültig ausgeräumt sein. Alles ist gut!!!

Eine abschließende (dann doch nicht so gute) Bemerkung muss ich dann aber noch zu meinem Lieblingsland loswerden: wenn es in Deutschland so weitergeht wie es sich in den letzten Tagen andeutet, dann sollte ich vielleicht doch lieber noch das ein oder andere Jahrzehnt hier unten bleiben! Die OECD erwartet bis Ende 2009 in Deutschland 5,1 Millionen Arbeitslose, gestern wurde eine neue Rekordverschuldung beschlossen und angeblich liebäugelt man damit, zur Finanzierung den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf 19% anzuheben... GEHT’S NOCH??? Wenn jetzt auch noch Guido Westerwelle Aussenminister wird, dann bleibe ich sicher hier in der Schweiz! Da muss ich mich zumindest nicht mehrmals täglich für Spaß-Guido schämen und bekomme beim Einkaufen sogar die deutsche Mehrwertsteuer zurück!

Neben diesen politischen Trauermeldungen gibt es noch eine weitere Hiobsbotschaft. Die Berufsakademie Mannheim gibt es nicht mehr (sie heißt jetzt: „Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim“). Und dann kann es auch kein Wunder sein, dass ich keinen Job finde, wenn ich mich mit dem Zeugnis einer Hochschule bewerbe, die es nicht gibt!

Dienstag, 23. Juni 2009

WNSL 2009 - Wettkampf II (Gästeblog)

So! Ich beginne meinen Post mal wieder mit meinem Lieblingswort, wobei MEIN Post eigentlich falsch ist. Denn hier und heute kommt es zu einer absoluten Premiere bei "Lauf du Pienser": dem Beitrag eines Gastautoren!

Der Kollege Jonas aus Bonn hat sich dazu herabgelassen ein paar Worte (oder ein paar mehr...) über seine Eindrücke vom WNSL-Wochenende zu verlieren! Wer sich nicht mehr erinnern kann, wie der Jonas aussah; es ist der Typ links im orangefarbenen Pullover:Sehr cool, vielen Dank Junge! Und dann will ich auch jetzt nicht viel weiter rumquatschen. Ungekürzt und unzensiert:
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WHO THE FUCK IS WILLI-NICKEL?
Von Jonas

Nach einem solch perfekt organisiertem Wochenende steht es dem Matthi auch zu, seinen Wunsch erfüllt zu bekommen: ein Beitrag zu seinem Blog. Auch wenn dieser der härtesten Zensur ausgesetzt sein sollte und jedes meiner Wort verfälscht wird. Aber wir sind hier ja nicht bei der New York Times, gell Jermaine...

Wie schreibt man denn überhaupt einen solchen Lauftext? Laut Matthi ist dies ja quasi die einzige Möglichkeit sich bis zum Marathon zu quälen. Beim lieben Matthias fällt hierbei dann aber auf, dass er den Blog eher dazu nutzt einem gewissen Kreis Mitmenschen seine Tageserlebnisse zu erzählen, als das er seine Trainingsqualen dokumentiert. Sei es drum, das andere funktioniert und ist immer gut zu lesen! Von kaum einem anderen Menschen wusste ich letztes Jahr so detailliert was ihm widerfahren ist, ob man das hingegen auch wissen möchte steht auf einem anderen Blog. Dem pointierten Schreibstil von Matthi kann ich kaum Paroli bieten, aber ich kann viel und lange schreiben!

Zurück zum Lauftext oder auch direkt hinein in den Lauf, denn der Gedanke den ich während des Wettkampfes hegte ist bezeichnend für das ganze Wochenende „Warum tue ich mir das an?“. Nicht das ich das Wochenende an sich meine, das war schlicht genial, aber es gab doch immer wieder Szenen in denen diese Frage aufkam:

- Im Biergarten sitzend über Apfelschorle nachdenkend
- Beim Frühstück auf ausgewogene Ernährung achtend
- So viele Bananen essend, das es für eine Tierparkfütterung gereicht hätten
- Powergel... (Ohne Worte)
- Magnesiumkuren trinkend, obwohl das Bier im Kühlschrank stand
- Die Auswahl des Laufdresses auf die Temperaturen anpassend
- Beängstigt mir die Startnummer am Körper statt am Shirt zu befestigen
- Usw. usw.

Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen „Läufer“ gesehen.

Angekommen in Pfungstadt war mir eigentlich direkt klar, das die meisten Kinder die dort am Start waren fitter sind als ich. Als sich dann noch zwei dürre Kiddies eine Runde neben uns warmgelaufen haben, dachte ich es reicht, ich steige aus. War das ganze nicht von einer Brauerei organisiert? Wo war der Grill, wieso gab es keinen Schnaps und wieso waren die T-Shirts in XL erst vergriffen und wurden dann wiedergefunden nachdem ich demütig das Shirt in L entgegen genommen hatte. Das schlechte Gewissen und der guten Vorsatz abzunehmen waren direkt wieder in meinem Kopf. Und wieder die Frage: „Was mache ich hier?“.

Im gleichen Moment sah ich jedoch auch Licht am Horizont, naja zumindest ein klein wenig. Die Startunterlagen wurden in einem Teamumschlag überreicht! Nun war mir klar, dass egal was nachher passieren würde, meine Schmach auf die ganze Truppe zurückfallen würde. Sogar auf Tobi!

Nach einer folgenden kurzen Aufwärmrunde im Auto standen wir dann tatsächlich, auf den Punkt vorbereitet, in Pfungstadt, es konnte losgehen, alles war perfekt. Nur leider hatten wir für den falschen Lauf gemeldet, bzw. viel schlimmer WURDEN für den falschen Lauf gemeldet! Diese Fremdbestimmung beim anmelden von Laufevents ist eine recht zweifelhafte Praxis! Wobei es mir die Chance gibt ganz eventuell zurückzuschlagen. Das hingegen würde mich auch eine Stufe mit 4565 stellen… Mal sehen was passiert… man sieht sich immer zweimal im Leben!

Joschas Start zum 4,8 km Lauf und die damit verbundene Leistung toppten dann problemlos alles andere. Ich habe den Jungen ja noch in seiner Vorbereitung erlebt und dort war regelmäßig nach 3 km Schluss. Und das war ganz sicher nicht geblufft, das Schnauben einer alten, ungeölten Dampflok klang harmonisch gegen das was aus Joscha herauskam. Umso großartiger fand ich die Runden die er in den Pfungstadt Asphalt gebrannt hat. Das war wirklich ganz großes Kino! Nicht ohne Grund war „der Vorläufer“ für einen Oscar nominiert.

Danach kam es nun zum harten Ausscheidungsrennen über 8,4 km, sechs Runden Schmerz, Hass und Erniedrigung. Kurz vor dem Start suchte ich mir die Hinterläufe von Matthi um meine Tatik von Beginn an durchziehen zu können, am Matthi bleiben und ihn kurz vor Ende wegchecken. Der Startschuss fiel und plötzlich rast der Junge los. Ich dachte kurzzeitig tatsächlich, das Matthi sich den größten Bluff der Sportgeschichte ausgedachte hatte. Mit dem Tempo der ersten fünf Meter wäre er locker auf dem Treppchen gewesen. Gott sei Dank ließ er die Katze noch einmal im Dorf und erkannte rechtzeitig, dass Freunde wichtiger sind als sportliche Erfolge; das sollte allerdings nicht allen anwesenden WNSL-Finishern-2009 so gehen.

Die folgenden Runden waren bullenheiß, viel zu anstrengend und eigentlich nur davon geprägt regelmäßig überrundet zu werden. Ich war schon recht froh, dass es der Sieger nicht schon in der ersten Runde geschafft hatte! Besonders froh war ich allerdings darüber, dass es keiner barfuss geschafft hat; eine solche Demütigung kann und will ich mir nicht zumuten!

Das Rennen plätscherte so vor sich hin, bis sich Markus an der Eberstädter kurz überlegte ein Eis holen zu gehen. Ihm scheint dann aber eingefallen zu sein, dass er das besser nach dem Rennen macht und daher lieber schon mal vor läuft. Zweitbester Bluff des Tages!

König der Pokerspieler ist und bleibt aber der Tobi. Fast beleidigt wirkte er als wir aus der Schweiz heimkehrten und Matthi über seinen Leistungsstand in Kenntnis setzten. „Was habt ihr denn für einen Scheiß erzählt“, waren seine Worte. Dabei hatten wir nur klar und deutlich formuliert, dass wir uns Sorgen machen von Tobi überrundet zu werden. Diese Sorge stellte sich als mehr als berechtigt heraus. Von Beginn an wart Tobi nicht mehr gesehen und erst beim Thema Überrundung wurde klar dass er noch mitläuft. Elena selber war davon betroffen, was mich zu der Feststellung bringt, dass Tobi von dem Begriff Gentleman noch nichts gehört haben kann! Du kannst doch nicht einfach eine Frau schlagen und sie dann auch noch erniedrigen! Pfui Spinne!

Für Matthi und mich bestätigte sich das Problem Knoben in der vorletzten Runde. „Überrundet der uns noch?“, nach dieser Frage entschied ich mich für eine Taktikänderung: Prio 1: nicht von Tobi überrundet werden, Prio 2: vor Matthi ankommen. Das meine Körner noch für beides reichen sollten war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar und ich bin meinem Körper im nachhinein dafür sehr dankbar.

Die Akte Knoben möchte ich mit folgender Auszeichnung schließen: Bester Bluff des Tages! Damit gemeint ist jedoch nicht die bestätigte Favoritenrolle, sondern seine Anmerkung, dass er uns niemals überrundet hätte.

Ansonsten kann ich, wie Kollege Matthi auch, zu dieser Leistung nur gratulieren! Das war richtig stark!

Das Ende des Laufes war dann auch das Ende der Qualen. Mit meiner Zeit war ich mehr als zufrieden, die wohl erst durch den Hauseigenen Fanclub möglich geworden ist. Unterstützung und Verpflegung an der Strecke waren absolut top!

Dies scheint mir auch die richtige Stelle zu sein für die grandiose Verpflegung im Hause der Odenwaldstraße zu danken. Eine solche Gastfreundschaft, bei der man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat fehl am Platze zu sein (selbst wenn man morgens Leute mit Lockenwicklern in der Küche antrifft), habe ich selten erlebt. Vielen, vielen Dank dafür, ich freue mich schon auf das nächste mal!

Auch nach dem Lauf kam meine Frage noch einmal auf „Warum tue ich mir das an?“. Es war der Zeitpunkt, als mir Matthi mein viertes Steak auf den Teller legte...

Vielen dank für ein richtig geiles WNSL Wochenende!

Mittwoch, 17. Juni 2009

WNSL 2009 - Wettkampf I

Oh Mann, es gibt echt Profi-Fußballvereine, die noch ne Spur lächerlicher sind, als die Fußballhure aus dem Kraichgau. Und damit meine ich gar nicht mal das Projekt „Rasen Ballsport Leipzig“ – den neuesten Versuch von „Red Bull“ –Besitzer Mateschitz die Fußballkultur dieser Welt ein weiteres Stückchen zu zerstören! Vielmehr rede ich vom TSV 1860 München. Dem Verein der seine Anhänger (aufgrund der fantastischen letzten Saison) mit einer Preiserhöhung belohnt. Die Stehplatzdauerkartenpreise steigen von 114 auf 145 Euro – das ist eine Erhöhung von gerade mal 25%. Aber dafür bietet der Verein auch im Fall der Erfolglosigkeit eine Geld-zurück-Garantie! Sollte der TSV am Ende der Saison in der unteren Hälfte der Tabelle stehen, gibt es 5% des Dauerkarten-Preises zurück. Respekt, das wären immerhin rund 7 Euro! Für eine weitere Drexx-Saison zahlen die Fans dann also nurnoch rund 20% mehr als dieses Jahr. Ein wirklich fairer Deal!!!

Aber egal, wie immer gibt es natürlich viel wichtigere Dinge im Leben als Fußball – also zumindest momentan; in der Sommerpause! Da wäre zum Beispiel der Willi-Nickel-Stadtlauf 2009, der ja bekanntlich am vergangenen Wochenende stattgefunden hat.

Ausgangspunkt dieses hochklassigen Sportevents war eigentlich schon der Freitag. Da rückte nämlich die Laufkonkurrenz aus Nordrhein-Westfalen an – soweit sie nicht schon seit Mittwoch da war! Zur Einstimmung auf das Wochenende ging es abends in den Bayrischen Biergarten in Seeheim! Schon da war die Laune eigentlich ausgezeichnet, was aber zweifelsohne nicht am „Darmstädter Pils“ (tüah!!!) gelegen hat. Eigentlich ein absolutes Wunder, dass wir es bei diesem Getränk überhaupt so lange dort ausgehalten haben! Aber immer noch besser so als anders. Ich hatte nämlich zwischenzeitlich die Befürchtung, dass wir an jenem Freitag-Abend alle vor einem Glas Wasser im Biergarten sitzen würden, jeder mit dem Versuch etwas NOCH leichteres zu trinken als die anderen. So gesehen war es doch ziemlich entspannt. Und mal ehrlich: ich denke mal wir hätten uns an dem Abend auch locker alle 10 Bier in den Kopp schütten können – den Lauf am Samstag hätte es nicht beeinträchtig. Klingt nach nem Plan für das nächste Jahr!

Der Samstag war bei mir dann schon vom Frühstück an geprägt von absoluter Wettkampfnervosität. Ich konnte kaum ruhig rumsitzen und wäre am liebsten direkt losgelaufen. Stattdessen stand dann aber eine intensive Sportler-Ernährungskur auf dem Plan. Ich denke mal Profiläufer wie Uwe Bernd oder Haile Gebrselassie hätten sich komplett krankgelacht, wenn sie uns in den beiden Stunden vorm Lauf gesehen hätten. Wir stopfen uns zu mit Bananen, PowerRiegeln, PowerGel und kohlensäurefreien Getränken – nur um dann später auf der Strecke rumzuschleichen, als wollten wir die ganze Veranstaltung ins Lächerliche ziehen! Für einen dermaßen amateurhaft vorgetragenen 8,4-Kilometer-Lauf war unser Treiben vielleicht doch ein wenig übertrieben!

Aber gut, soweit sind wir ja noch lange nicht: Im Laufe des Nachmittags trudelten alle Teilnehmer inklusive Anhang im Trainingscenter Odenwaldstrasse ein. Einzig die Sanne wurde schmerzlich vermisst; sie konnte krankheitsbedingt nicht erscheinen – ich denke das ist eine akzeptable Begründung. Dafür dass wir aber neben Sanne auch auf ihren Backkünste verzichten mussten, kann ich kein Verständnis aufbringen. Das nächste Mal gibt’s dann zwei Kuchen, gell?

Von Sanne mal abgesehen waren alle schön brav am Start. Da wären zum einen die Bonner: Anne, Elena, Jonas, Joscha & Tobi. Daneben natürlich die Sektionen Mannheim (Fabian, Corneli & Clemens) und Weiterstadt (Ben, Andrea & Marc) und last but not least die Einheimischen: der MFC Bangert (Conny & Markus) sowie natürlich Renate und Heinz.

Nachdem wir fleißig rumgetrödelt hatten, ging dann um viertel vor 4 alles ganz schnell. Hals über Kopf brachen wir auf nach Pfungstadt, wo wir sehr pünktlich zum Start von Joscha aufliefen. Er hatte sich also tatsächlich dazu durchgerungen, den Jedermanns-Lauf zu absolvieren. ÜBERRAGEND JUNGE – ich fand das echt ÜBERTRIEBEN COOL!!! Die Leistung war ebenfalls sehr ansprechend – zumindest in den Passagen in denen er die „Joscha Ultras“ passierte war er reichlich schnell unterwegs!

Und so war es dann auch Joscha, der am Samstag die mit Abstand beste Zeit von uns allen lief. Unter 30 Minuten, da kam nicht mal der Tobi ran! Auf dem Bild besonders gut zu sehen, was für ein Genießer der Joscha doch ist. Mit geschlossenen Augen und einem entspannten Lächeln im Gesicht kam er Runde für Runde an uns vorbei! Was hatte der einen Spaß:Umso grösser die Freude von Joscha wurde, umso kleiner wurde sie bei uns anderen Läufern. Ich würde mal behaupten, eigentlich hatte niemand mehr so richtig Lust auf den Lauf. Das Gefühl kannte ich noch sehr gut von letztem Mal, da wollte ich es eigentlich auch spontan sein lassen!

Dennoch hieß es dann gegen 16.55 Uhr: ab in die Startaufstellung. Zwar wurde meine Lust immer kleiner, aber wenigstens passierte endlich mal was und man musste nicht mehr sinnlos warten, sich dehnen, komische Getränke runterwürgen und sich mithilfe von 20-Meter-Strecken warmlaufen. Mit dem Startschuss verflog dann meine ganze Unlust – von der ersten Sekunde des Laufes war ich plötzlich total heiß aufs Laufen! Gleich zu Beginn formierten sich die WNSL-Finisher zu einem sehr kleinen und sehr langsamen Grüppchen. Alle WNSL-Finisher? Nein!!!

Denn leider hatte der Tobi keine Lust, sich zu integrieren. Ganz im Gegenteil: er grenzte sich in der Zeit zwischen 17.00 Uhr und 17.50 Uhr vollkommen aus. So hatte der Rest der WNSL-Finisher schon nach etwas 500 Metern einen (etwa ebensogrossen) Respektsabstand.

Zum Lauf vom Tobi braucht man ansonsten eigentlich nicht allzu viel sagen. Die Bilder sagen alles. So gut gelaunt guckt der Junge auch, wenn er grade von nem 4:0-Heimsieg gegen Gladbach aus dem Stadion heimschlendert:Tête de la Course
Er konnte es kräftemäßig sogar aufbringen, vergnügt in die Kamera zu winken – ohne zu schwitzen und ohne zu atmen. Fabian war es auch aufgefallen:Fazit: der Tobi nutzte seine knapp 40 Minuten um uns mal allen ordentlich die Grenzen aufzuzeigen, und mit einem nicht unerheblichen Vorsprung den internen Sieg des WNSL-2009-Finisher-Hauptlaufs einzufahren! Respekt Junge, das war eine starke (und - vor allem aufgrund der vermeintlichen Lockerheit - sehr beeindruckende) Leistung!

Etwas spannender wurde es dann um die Plätze. Denn die 6 anderen Kämpfer liefen relativ lang gemeinsam – VIEL GEMEINSAMER konnte man eigentlich nicht laufen. Ich glaube genau an dieser Stelle mutmaßte einer von uns (Jonas?) dass die Läufer hinter uns wahrscheinlich gerne an uns vorbeigelaufen wären; wir aber die komplette Strasse versperrt hatten:Le Peloton
Elena verloren wir zwar schon ein paar Minuten früher (was ich überhaupt nicht mitbekam), aber sie hat sich dann andere Freunde gesucht:Erst ab Runde 4 ereignete sich dann beim Rest der Truppe sowas wie ein echtes Ausscheidungsrennen. Wenn auch anders als man es vom Radeln in L´Alpe d’Huez kennt. Denn dort passiert ja eigentlich immer, dass jeweils einer von der Gruppe abreißen lässt. Bei uns war es aber umgekehrt: Denn es ließ nie immer nur einer abreißen, sondern immer der ganze Rest der Gruppe. Erst machte sich Markus (mit einer etwas eigenartigen Taktik) von dannen, dann Jonas, gefolgt von mir und zuletzt war es Fabian, der Marc allein zurückließ! Naja, sagen wir mal FAST ALLEIN:Dieser letzte Ausriss war besonders perfide vorgetragen, da Fabian an der letzten Wende auf der Eberstädter Strasse loszog, nachdem er Marc gefragt hatte, ob das die letzte Runde sei! Nur etwa 500 Meter vorher hatte Fabian Marcs Frage - ob er „noch Körner“ habe – für alle laut hörbar verneint! Pfui Fabian!!! Pfui-Pfui!!!

Gar nicht „pfui“ war hingegen die Leistung des „WNSL-Finisher“-Supporters Club. Bei jedem Passieren der Hofeinfahrt, wo sich die Mitglieder häuslich eingerichtet hatten, wurde ordentlich akustischer Terror gemacht und ganze nebenbei auch noch überlebensnotwendiges Wasser gereicht.Als ich dann nach 46:59 Minuten die Ziellinie überquerte, war ich trotz der nicht gerade berauschenden Leistung einigermaßen stolz. Mein persönliches Ziel (unter 48 Minuten) hatte ich geschafft und circa 100 Meter vor dem Ziel mit einem Endspurt sogar noch die Stütz-Strumpf-Lady kassiert! Im Nachhinein ärger ich mich ein bisschen darüber, wie ich den Lauf angegangen bin. Denn am Anfang hätten wir das Tempo vielleicht doch etwas höher angehen sollen. Ich hatte (wie gesagt im Nachhinein) das Gefühl, dazu wäre ich in der Lage gewesen. Da ich aber zu viel Angst hatte, später irgendwann einzubrechen – passte ich mich dem Tempo der Gruppe an. Markus erzählte mir später, dass es ihm ähnlich ging. Ich hoffe mal, dass wir das nicht alle gemacht haben? Dann hätten wir uns wirklich mal nach allen Regeln der Kunst selbst ausgebremst...

Egal, kein Grund zum Ärgern. Auch wenn es zwischenzeitlich nicht immer so aussah – der Lauf hat mir wirklich Spaß gemacht. Besonders erfreulich war, dass die WNSL-Finisher nicht ganz leer ausgegangen sind. Elena erspurtete (*hüstel*) für „uns“ einen zweiten Platz bei den Frauen – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!Die größte Freude nach dem Lauf war allerdings (zumindest bei mir) die Vorfreude auf das abendliche Grillen inklusive unzähliger geplanter, alkoholischer Ernährungsplanvergehen! Und diese Vorfreude ist auf dem obligatorischen Team-Foto auch allen anderen deutlich anzusehen:Mit einem feucht-fröhlichen und reichlich lustigen Abend ging dann dieser sportliche Tag zu Ende. Besonders lustig in Erinnerung geblieben ist mir Joschas Geschichte, wie er den völlig überforderten Streckenposten nach der Uhrzeit fragte! Dazu vielleicht demnächst noch mal mehr...

Am Sonntag nach dem Frühstück standen dann ruhige RECOMP-Einheiten auf dem Plan. Die einen liefen im Christian-Stock-Stadion zum großen Match Gut-gegen-Böse auf. Anbei der Synchron-Formationstanz von Fabian (Gut) und Markus (Böse):Andere bevorzugten den Besuch des Jugenheimer Schwimmbads, von wo es aber kaum Bilder gibt, da Bilder machen dort nicht sonderlich gern gesehen wird. Pffff, Jugenheimer halt. Die ham alle einen an der Klatsche!!! Nach diesem Abschließenden Sportprogramm verbrachten wir noch 1-2 Stunden auf dem Balkon damit, rumzusitzen und über müde Beine und die Hitze zu klagen, bevor dann endlich alle Schmarotzer aufbrachen und unser Haus wieder in ein friedliches Heim verwandelten!

Bliebe eigentlich nurnoch allen Akteuren dieses Wochenendes zu danken: zum einen natürlich den Läufern die verhinderten, dass ich dieses Jahr wieder allein auf die Strecke musste (Elena, Fabian, Jonas, Joscha, Marc, Markus & Tobi). Dazu natürlich auch die zahlreichen und lautstarken Supporters (Andrea, Anne, Ben, Clemens, Conny, Corneli, Heinz & Renate). Und den beiden Letztgenannte dann nochmal ein besonderer Dank für 3 Tage Catering & Logistik vom Feinsten - ÜBERRAGEND!!! Last but not Least sei zu betonen, dass wir die Sanne schmerzlich vermisst haben; aber Sanne: spätestens nächstes Jahr bist du natürlich dabei. DENN:

NACH DEM WNSL IST VOR DEM WNSL!

39:59 MINUTEN SIND ZU UNTERBIETEN!

NOCH 360 TAGE

Dienstag, 16. Juni 2009

Bildergalerien WNSL

Unfassbar, soeben erhalte ich einen Anruf aus Berlin. Die Nummer hatte ich die letzten Wochen und auch gestern schon auf dem Display, heute war ich erstmals da als sie anriefen. Ein Institut war dran, dass gerne die Person im Haushalt sprechen wollte, die a) Volljährig ist und b) als nächstes Geburtstag hat. Kurz nachgerechnet: das müsste ich sein! So wollte man nun mit mir gerne eine Umfrage zum Thema "Hamburg" machen. Die Dame sagte, dass die Umfrage bei 90% der Befragten weniger als eine Minute dauert; na dann... Nachdem ich ein paar persönliche Fragen beantwortet habe, sagt sie: "Hm, jetzt passen Sie doch in die Zielgruppe; das Gespräch würde dann doch 15 Minuten dauern". Langsam hatte ich aber sogar Interesse daran, also willigte ich auch hier ein. Es folgten zwei Fragen: 1.) "Sind Sie der Meinung dass Privates und Berufliches nicht strikt getrennt sein, sondern ineinander übergehen sollten?" 2.) "Üben Sie Ihre Arbeit mit dem Ziel aus, etwas Neues zu schaffen?" Nachdem ich beide Fragen mit "Nein" beantwortet hatte, war die Umfrage für mich beendet. Offensichtlich bin ich durch das Idiotenraster gefallen, oder eben genau das nicht! War wahrscheinlich eine Erhebung unter Erfindern, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben!!! Anyway, war auf jeden Fall ne Riesen-Umfrage zum Thema "Hamburg"!

Aber jetzt zu den ernsten Dingen des Lebens: damit sich jeder ausführlich an den fantastischen Bildern zu unserer Laufleistung erfreuen kann, hier mal sämtliche Bilderalben, die ich zum Thema gefunden habe!

Bei allen Alben äußerst bemerkenswert (um nicht zu sagen SONDERBAR): der Tobi ist mit Abstand auf den meisten Bildern zu sehen - und das obwohl er von uns allen am kürzesten auf der Strecke war! Das finde ich so nicht in Ordnung; hätte ich gewusst, dass man öfter fotografiert wird, umso weiter man vorne ist, wäre ich natürlich auch schnell(er ) gelaufen!

Bilder „TSV Pfungstadt“: KLICK

Bilder Thomas Zöller (von dem stammt auch das „Echo“-Bild): KLICK

Bilder „Pfungstädter Laufcup“ (sind hauptsächlich die vom Zöller): KLICK

Und natürlich last but not least, die Fotos von meiner Mutter:
WNSL 2009
Falls jemand möchte, dass eines oder mehrere Bilder aus dem Album gelöscht werden, dann gebe er/sie mir bitte bescheid! Ich kümmer mich umgehend darum!!! Und falls es jemand gibt, der das ganze Album auf einen Schlag haben möchte, kann er sich ebenfalls bei mir melden, ich werde es dann irgendwo zum download ablegen und Euch den Link schicken!

Die Videos meiner Schwester werde ich einer strengen Zensur unterziehen und dann auch mal was zusammenbasteln. Da ich ein ganz großer Profi im Programm "Movie Maker" bin, dürfte das Werk bis spätestens Weihnachten fertig sein! Weihnachten 2010 - versteht sich...

Den Bericht zum Lauf werde ich in den nächsten beiden Tagen schreiben - wenn es gut läuft ist er morgen Abend hier parat!

Montag, 15. Juni 2009

Pressespiegel WNSL 2009 - Part I

Da das Wochenende bei mir zu einem nicht unerheblichen Schlafdefizit geführt hat, gibt es heute noch keinen Bericht, sondern mal den ersten Teil des „WNSL-2009-Pressespiegels“.

Gestern stattete ich der Verwandtschaft in Weiterstadt noch einen kleinen Besuch ab, und traf dort Marc, der die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung las. Zu meiner Verwunderung berichtete Marc, dass die FASZ komischerweise nichts über den WNSL geschrieben hatte. Wir konnten uns das beide nur dadurch erklären, dass die FAZ heute dann vermutlich ein „Spezial“ zum Willi-Nickel-Stadtlauf rausgebracht hat. Ich kläre das nachher mal ab!

Im Gegensatz zu den Frankfurter Medien, waren die Darmstädter ziemlich fleißig! Ebenso wie letztes Jahr gab es auch in diesem Jahr einen Artikel – sogar mit Bild:

Zudem gibt es natürlich die obligatorischen, offiziellen Ergebnisse, wobei es eine Sauerei ist, dass sie in der Hauptkategorie Frauen nur die Erste und nicht auch die Vize-Siegerin genannt haben:

Soviel für heute mal zu den Pressestimmen. Sobald die lokale Presse (jaaaa, es geht NOCH lokaler als das „Darmstädter Echo“) den WNSL 2009 beleuchtet, werde ich das hier wieder einstellen. Wobei die Resonanz in den Seeheimer und Pfungstädter Dorfblättchen letztes Jahr relativ erbärmlich war – allzu viel sollte man also nicht erwarten!

Erbärmlich fand ich übrigens auch, dass heute auf center.tv den ganzen Tag NICHTS über den WNSL kam. Wieso gucke ich das eigentlich den ganzen Tag, wenn der Joscha seine neue Macht nicht nutzt, um mal eben nen eigenen Bericht einzuschieben? Pffff… Naja, ich denke mal bis morgen hat er sich soweit hochgearbeitet, dass er es nachreicht!!!

Aber die Arbeit von Presse und anderen Medien kann der Qualität von persönlichen Erlebnisberichten ja sowieso nicht das Wasser reichen. Daher wird es baldmöglichst meine Eindrücke der letzten 3 Tage geben. Und wie schon erwähnt, seid Ihr alle herzlich dazu eingeladen, einen eigenen Beitrag zu leisten (Stichwort: Gästeblog). Kein MUSS, aber wer will ist natürlich herzlich willkommen. Ich kann hier jeden als Autor freischalten, oder aber ihr schickt mir Eure Werke. Wenn es denn überhaupt jemand gibt...

Morgen habe ich definitiv einen langen Arbeitstag. Zudem steht morgen um 17.30 Uhr wieder ABB-Kicken auf dem Programm. Und als wäre das noch nicht genug, ist morgen auch noch mein Waschtag. Ich werde also morgen Abend definitiv keine Zeit haben, um meinen Bericht zu schreiben. Aber Mittwoch könnte das klappen!

Freitag, 12. Juni 2009

Die Stunde des Siegers

Du erträgst die Erniedrigung,
mit einem Lächeln im Gesicht!
Doch was mal aus dir werden soll,
DAS weißt du nicht!
Der eine hat´s, der andere nicht,
doch das hast du nicht so gemacht!
Dein Weg führt dich in dunkle Straßen,
hörst du wie man über dich lacht?

DIE STUNDE DES SIEGERS kommt für jeden irgendwann,
ooooooooooh-hooo!
für dich, für mich - für jeden irgendwann!
ooooooooooh-hooo!
DIE STUNDE DES SIEGERS, nutze sie,
und zeig Ihnen wer du bist!
*** zensiert ***
*** zensiert ***

NOCH 1 TAG!!!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Schonung für Samstag - Noch 2 Tage

So, mittlerweile ist der Topfavorit in Seeheim eingetroffen. Schwer zu sagen wie fit er wirklich ist, aber auffällig ist: der Typ ist jetzt wirklich SAUnervig und seine Star-Allüren sind allgegenwärtig. Mannmannmann, die Vorfreude auf Sonntag - wenn der Junge wieder abreist - ist schon jetzt riesig.

Auch der Tobi plagt sich übrigens mit diversen gesundheitlichen Problemen rum. Wobei beim Thema Verletzung (ebenso wie beim Thema Wettkampfvorbereitung) Fabians eiserne Regel greift. Egal was die Kölner auch sagen: GLAUBT IHREN LÜGEN NICHT!!! Wobei es der Fabian – das muss man ganz klar sagen – mit seinem Misstrauen vielleicht ETWAS übertreibt. Er hat nämlich angekündigt, dass er am Samstag vor dem Lauf in Seeheim nichts essen wird. Seine Bananen, PowerRiegel und auch das Wasser wird er sich selbst mitbringen. Zu groß ist seine Sorge, sich vorher noch eine vorsätzliche Lebensmittelvergiftung im Hause meiner Eltern einzufangen! Junge, wäre vielleicht das Beste, wenn du dir auch für abends dein Bier und das Grillgut selbst mitbringst. Gilt natürlich nicht für dich, Sanne!!!

Von meiner gesundheitlichen Situation gibt es übrigens erfreuliches zu vermelden. Als ich gestern Morgen aufgestanden bin und die Schmerzen nach wie vor anwesend. Daher beschloss ich spontan, auf meinen Start am Samstag zu verzichten. Umgekehrte Psychologie; ich dachte mir dass das Knie vielleicht darauf reinfällt. Und genau so scheint es zu sein. Seit gestern Vormittag – sinnigerweise seit dem Baby-Turnen – scheint mein Knie besser zu werden. Zwar ist es immer noch so lädiert, dass ich damit heute sicherlich nicht am WNSL teilnehmen würde, aber ich habe ja auch noch 2 Tage. Gelaufen bin ich natürlich nicht mehr, auch heute nicht. Und auch morgen werde ich das nicht tun. Die nächsten beiden Tage steht noch Schonung auf der Tagesordnung. Und am Samstag werde ich dann morgens nach dem Aufstehen oder aber spontan unmittelbar vor dem Lauf entscheiden ob ich dabei bin oder nicht. Wenn der Verbesserungsprozess die nächsten beiden Tage aber so weitergeht wie von gestern auf heute, dann schätze ich die Chancen auf meine Teilnahme mal auf 99%!

Wie eben erwähnt: laufen war ich heute also nicht. Tobi und Markus hatten hingegen angekündigt, heute einen Laufversuch zu tätigen. Tobi wollte die Beeinträchtigung durch oben erwähnte Verletzung austesten, Markus hingegen wollte sich überhaupt mal wieder ein bisschen bewegen! Ich hatte mich von vornherein ausgeklinkt – wie gesagt: Schonung!

Aber auch der Lauf von Tobi und Markus fiel dann heute letztendlich ins Wasser, um nicht zu sagen ins „Pfungstädter Edel Pils“. Mit diesem – unserem besten Freund – vergnügten wir uns nämlich bis heute morgen um halb sechs im Bangert. Nebenbei konnte wir in der UEFA-Champions-League mit Liverpool ins Viertelfinale einziehen. Dort wartete dann aber das Aus auf uns; realistischerweise scheiterten wir an Chelsea. Allerdings konnten wir dieses Duell leider alles andere als ausgeglichen Gestalten. In der Addition von Hin- und Rückspiel schieden wir sang- und klanglos mit 0:10 aus!

Als Tobi und ich uns dann bei helllichtem Tage und Vogelgezwitscher auf den Weg nach Hause machten, stand Markus und Tobis Plan eigentlich noch, heute im Stadion ein paar Runden zu absolvieren. Letztlich ließen sich die Pienser dann aber von ihrer Müdigkeit und dem eher mäßigen Wetter (um es mal nett auszudrücken) von ihrer Idee abbringen. Somit wurden die Laufversuche auf morgen verschoben; mal gucken ob es dann dazu kommt!

Eine erfreuliche Nachricht gibt es übrigens von wetter.com – sofern man dieser Wetter-Mafia Glauben schenken möchte. Jedenfalls hat sich tatsächlich erstmals das Wetter von einem auf den anderen Tag nicht geändert. Und es soll angeblich trocken und warm werden – auch abends. Sowohl der Lauf als auch die spätere Feier sollten also sehr angenehm werden; zumindest was das Wetter betrifft!

Ansonsten wird der Lauf sicherlich nicht besonders angenehm werden. Jedenfalls für die meisten von uns!!! Aber als Gastgeber hat man ja auch mitunter die Aufgabe, seine Gäste zu unterhalten. Und für Unterhaltung werde ich am Samstag zwischen 17 Uhr und 17.50 Uhr zweifelsohne sorgen!!!

Teilnahmegebühr für den Willi-Nickel-Stadtlauf: 6,. Euro
Blasenfreie, bequeme Laufschuhe 99,- Euro
Freunden etwas bieten: UNBEZAHLBAR!!!

So, jetzt muss ich den 3 Kleinen hier noch mal eben auf der WII die Grenzen aufzeigen. Morgen kommt dann auch der Rest vom Bonner Gesindel. Dann wird sich auch entscheiden ob Joscha den Jedermannslauf (bis zum Ende) läuft. Seien wir gespannt!!! Nochmal der Hinweis an alle: morgen Abend geht es nach Seeheim in den Biergarten. Also wer Lust hat, ist selbstverständlich eingeladen. Auch Mannheimer und Weiterstädter!!!

NOCH 2 TAGE!!!