Sonntag, 22. Februar 2009

Und er bewegt sich doch - Back in the Game!!!

So sieht’s aus. BACK IN THE GAME ist in jederlei Hinsicht das Stichwort! Denn nicht nur ich bin zurück in meinem Lauftraining, sondern was noch viel wichtiger ist: die glorreiche SGE hat Ihre Ausgangsposition in der Tabelle am gestrigen Nachmittag maßgeblich verbessert. Allerdings ist dies hier (verdammt noch mal) kein Fußball-Blog. Aber um das gestrige Spiel kurz zusammenzufassen kann ich mich eigentlich (endlich mal) aus meinem letztjährigen Blog-Eintrag selbst zitieren:Naja, ein paar Abstriche müsste man wohl bei dem Uerdingen-Teil machen. Gestern hätte gepasst: „Nun ja, eine mittelmäßige Mannschaft hätte es gestern aber nicht geschafft, gegen uns zu verlieren. Selbst der KFC Uerdingen hätte uns wohl locker mit 3:1 nach Hause geschickt!“. Anyway: Orange KAos FFM – AUSWÄRTSSIEG!!!Der ganze Auftritt in Karlsruhe war eigentlich ziemlich glatt und ziemlich orange. Für mich war es ein durchweg gelungener Tag, abgesehen davon, dass Journalisten einfach nur eine so bemitleidenswerte, jämmerliche Berufsgruppe sind. Aber wie schon gesagt: das soll hier nicht das Thema werden. Dazu gibt es ja bekanntlich den separaten Mainiacs-Blog.Als kleines Fazit bleibt aber: ich habe diese Saison 4 Auswärtsspiel der Eintracht gesehen und dabei 10 Punkte mitgenommen. Das bedeutet, ich war bei allen 3 Auswärtssiegen dabei und was der Punkt in Köln wert ist, haben wir alle spätestens gestern erleben können! Noch mal Respekt und Glückwunsch an die Kölner, die mich den gestrigen Nachmittag über mit gefühlten 652 SMS "beglückten"...

Neben der Eintracht hat auch der FC Bury einmal mehr gewonnen; langsam wird die Sache beängstigend; der britische FCB steht mittlerweile auf einem Aufstiegsplatz!!! Und Andy Bishop hat schon wieder getroffen. Schlaflose Nächte, Joscha?Nun aber zum (aktiven) sportlichen Teil: da gestern Abend in Riniken kein Schnee mehr lag, beschloss ich, heute nicht im ABB-Fitnessraum in Turgi laufen zu gehen, sondern direkt mit meinem Outdoor-Training einzusteigen. Die Entscheidung veranlasste mich dazu, gestern Nacht um halb eins noch mal ins Büro zu fahren, um eine kurze Mail zu verschicken. Das hätte ich sonst nämlich für heute geplant, wenn ich eh in Turgi bin. Meine Fahrt nach Turgi und von dort zurück wurde begleitet von einer Polizeikontrolle, die skurriler kaum hätte sein können. Aus rechtlichen Gründen kann ich darauf jetzt aber nicht eingehen.

Als ich dann heute Nacht wieder nach Hause kam, war ich dann ob meines Plans mehr als stolz. Es war zwar kalt, aber ein paar Minuten joggen zu gehen, traute ich mir trotzdem zu. Als ich dann heute morgen aber vom kratzen eines Schneeschiebers geweckt wurde, erschien mir mein Plan plötzlich doch nicht mehr optimal. 2 Sekunden später war der Rollladen oben und ich erblickte den Hausmeister, wie er gerade 10 Zentimeter Neuschnee zu eliminieren versuchte! Oh Mann: Mordsplan!!!

Mir ging es mittlerweile aber ums Prinzip, sodass ich beschloss loszulaufen, sobald es aufgehört hatte zu schneien! Als es dann zumindest etwas weniger schneite, startete ich meinen ersten Lauf seit rund 6 Monaten. Diesmal werde ich mich nicht von Anfang an übernehmen, deshalb beschloss ich, für heute nur 15 Minuten zu laufen. Auf Asphalt ging das auch alles ganz gut, da dort kaum Schnee lag. Am Wald hatte es dann aber eine etwa 10 Zentimeter hohe Schneeschicht, die es etwas schwieriger machte. Auf die Fresse zu fliegen konnte ich zwar verhindern, aber das war teilweise schon eine ziemliche Herausforderung. Zudem geht das Laufen bei so tiefem Schnee (ähnlich wie beim Kicken auf einem tiefen Rasen) ziemlich in die Beine. Somit war ich bei Ende meines Laufes (16:34 Minuten Laufzeit) dann auch ordentlich fertig.

Heute lief ich mit meinen „Brooks“ und eigentlich war alles in Ordnung. Allerdings wäre es auch ziemlich traurig, wenn bei einem 15-Minuten-Lauf wieder Blasen aus den Füssen sprießen würden. So gesehen will ich es mal nicht überbewerten. Für den WNSL habe ich allerdings einen anderen Favoriten, den ich laufen will. Das verrate ich aber jetzt nicht, sonst bricht einer von Euch hier am Ende noch ein und zerstört den Schuh...

Ich war – wie schon gesagt – ziemlich am Ende. Sowohl von der Luft her, als auch von den Muskeln. Die nächsten Wochen werde ich mich jetzt langsam aber sicher in meinen Distanzen steigern und irgendwann dann hoffentlich auch mit dem Tempo. Wie lang mein heutiger Lauf war, weiß ich nicht genau, es werden sicher nicht mehr als 2,5 Kilometer gewesen sein, eher sogar nur zwei!

Die Woche über werde ich vermutlich wieder 1-2 Mal schwimmen gehen und dann zwischendurch auch sicherlich noch mal einen Lauf einstreuen; wann, wie und wie lang ich das mache, werde ich dann sehen! Jetzt widme ich mich mal meinem prall gefüllten Kühlschrank und erfreue mich an Live-Fußball auf Teleclub! Sobald es etwas Wichtiges zu berichten gibt, melde ich mich wieder!

[Copyright der Bilder ultras-frankfurt.de]

Ach ja, eins muss ich nochmal betonen: AUSWÄRTSSIEG, AUSWÄRTSSIEG!!!

Freitag, 20. Februar 2009

Outtakes -1-

Da es nicht viel zu erzählen gibt, erzähle ich heute konsequenterweise einfach mal nicht viel. Am Sonntag steige ich (wenn ich es denn mache) wieder in mein Lauftraining ein. Dafür werde ich den Fitnessraum meines Arbeitgebers in Anspruch nehmen. Ich bin schlichtweg zu weich um mich bei derartigen Temperaturen aus dem Haus zu wagen. Ganz davon abgesehen, dass sich bein Blick aus meinem Küchenfenster derzeit folgendes Bild ergibt. Bei dem Schnee flieg ich ja alle 20 Meter auf die Fresse – SPÄTESTENS!Allerdings habe ich heute trotzdem die Möglichkeit, mein Lauftraining voll und ganz in den Mittelpunkt dieses Blogs zu stellen (wie es ja ursprünglich auch mal angedacht war). Der Joscha hat ja mal gefordert, ich solle hier mehr selbst erstellte Videos post; und da er mittlerweile in einem Zustand ist, in dem das Lesen sehr schwer fällt, gehe ich auf diesen Wunsch natürlich sehr gerne ein! Vor allem da ich gestern beim Stöbern tatsächlich auf ein paar alte Videos gestossen bin, die ich irgendwann auf einem meiner Läufe (um genau zu sein auf diesem hier)mal aufgenommen habe. Diese will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Ich würde mal sagen, der Titel „Outtakes“ ist nicht ganz abwegig - denn die Leistungs ist jetzt nicht gerade Rekordverdächtig... Ich habe jetzt einfach mal alle Videos aneinandergereiht; dank Fabians IT-Support habe sogar ich Volltrottel das technisch geschafft!

Am Anfang habe ich die Cam damals immer hochkant genommen; erst zum Ende hin habe ich sie dann auch öfters mal quer gehalten. Ich entschuldige mich also schon im Voraus für die Nackenstarre, die Ihr vom gucken bekommt. Ach ja: und ich fange – stilistisch nicht einwandfrei – jedes Video mit dem Wort „So“ an. War mir damals beim Laufen gar nicht aufgefallen, aber bei meinem nächsten Lauf mit Kamera werde ich es natürlich abstellen!
Tja nun (klingt irgendwie besser als "so"), morgen fahre ich mit Thomas aus Basel nach Karlsruhe um ein paar sportliche Missverständnisse gerade zu rücken! Die 3 Punkte in Karlsruhe sind fest eingeplant, und das dürfte eigentlich auch nicht so schwer werden: der FC Bury hat letzte Woche schließlich einmal mehr vorgemacht, wie man auswärts gewinnt. Das hier ist übrigens nicht das gleiche Bild wie vor 2 Wochen. Es haben zwar wieder nach einem 0:1-Halbzeitrückstand Andy & Andy getroffen und somit das Spiel gedreht. Aber letztes Mal war es gegen Luton, und diesmal (wie man sieht) gegen Grimsby!Ich kann nur hoffen, dass wir es morgen ähnlich tun. Ansonsten wird das noch zu einer reichlich ungemütlichen Saison. Ich bin wie immer eher pessimistisch, aber dafür habe ich sonst morgen auf der Rückfahrt auch noch genug Zeit. Lustig wird es in jedem Fall. Weniger als 5´000 Gäste werden vermutlich nicht nach Karlsruhe kommen und erfreulicherweise wurde das Spiel vom Waldhof gegen Kassel abgesagt. Wäre also gut möglich, dass die Mannheimer uns auch in diesem Jahr wieder mit ihrer Anwesenheit beglücken... Die Staatsmacht hat übrigens ähnliche Regeln aufgestellt wie letztes Jahr; aber diesmal immerhin etwas freundlicher formuliert. Sei´s drum: ACAB – Acht Chemnitzer am Bierstand!!!

Nach dem Kick bei den Badensern geht es dann direkt danach wieder zurück in die Schweiz, schließlich muss ich am Sonntag für meine erneuten Gehversuche topfit sein. Topfit ist das Stichwort; ich gehe jetzt ins Bett!ORANGE KAOS FFM - AUSWÄRTS- & DERBYSIEG!!!

Dienstag, 17. Februar 2009

Trainingsstatus - Vol. 2

Unfassbar, da hat man EINMAL im Leben ein kleines technisches Problem, schon quängelt der Fabian rum! Aber allein für die Originalität des Kommentars, bleibt mir garnichts anderes übrig, als den alten äh.. "Post"... zu lassen wie er war und einen neuen zu kreieren!

Quängeln scheint aber eh zu Fabians Lieblingsbeschäftigung geworden zu sein. Aber bevor ich jetzt auf das jämmerliche Rumgepiense von Fabian, Jonas und Tobi eingehe, widme ich mich erstmal dem wichtigsten Part des Tages: herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum Geburtstag, kleines Schwesterchen! Ich muss allerdings betonen, dass die Auswahl dieses Geburtstages nun wirklich mehr als unglücklich ist; bitte fürs nächste Mal beachten! Denn heute hat nicht nur Corneli Geburtstag, sondern auch unser allerseits geliebter Staat namens „Kosovo“. Tja nun, ich sagen mal nichts dazu; nur so viel: es liegt allein in der Hand von Serbien, wie viel weitere Geburtstage hinzukommen! KOSOVO IS SERBIA; und wird es auch immer bleiben!!!

Aber jetzt mal ein paar Worte zu den drei Kleinen. Ist schon putzig, wie Ihr Euch aufregt. Wo ist das Problem an 70 Fragen in meinem Quiz? Dass Ihr Volleulen kaum eine davon beantworten könnt, war mir doch sowieso klar; da es größtenteils Fragen sind, die eine gewisse Grundintelligenz erfordern. Und wenn Euch das zu schwierig ist, dann braucht Ihr ja nicht teilzunehmen. Es gibt Leute die bereits abgegeben haben und die sich über ausbleibende Konkurrenz sehr freuen würden. Äh... „Melanie“ hat sogar explizit gefordert, dass keine weiteren Fragebögen mehr angenommen werden. Wie auch immer, festzuhalten ist in jedem Fall: wenn viele Leute darauf verzichten, eine Lösung einzuschicken, könnten schon die richtige Beantwortung der „5er-Bremse“-Fragen ausreichen um einen hochattraktiven Preis abzugreifen! Aber egal, die Preise sollten ja nicht im Vordergrund stehen; schließlich entstammen wir einer wenig materiell veranlagt Generation!

Aber nun wieder zum eigentlichen Thema dieses Blogs: mein Post „Wettbewerbsverzerrung“ scheint erfreulicherweise zu einem Umdenken der Athleten geführt zu haben! Nachdem ich damals auf die geheimen und hinterhältigen Trainingseinheiten diverser Wettbewerber aufmerksam gemacht, so ist nun festzustellen, dass plötzlich (und endlich) mit offenem Visier gekämpft wird!

Namentlich zu nennen wären hier die vorbildlichen Sportsmänner Fabian, Tobi und Markus. Das geschulte Auge merkt: die im zweiten Absatz genannten Querulanten konnten so alle ihren schlechten Ruf zumindest teilweise wieder rehabilitieren. Alle außer Jonas; der bleibt vorerst geächtet, was ziemlich böse für ihn enden könnte. Denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, beim WNSL 2009 niemand von Euch mehr als zweimal zu überrunden (Stichwort: soziale Verantwortung); aber im Fall von Jonas sehe ich davon nun ab!

Wie schon gesagt: die andere beiden, sowie Markus, gehen derweil sehr offen mit ihrer hohen Trainingsintensität um. Besonders lobend zu erwähnen ist hierbei der Schlafzimmer-Radler Markus. Er hat - aus freien Stücken – zugegeben, zweimal die Woche in Seeheim laufen zu gehen; wohlgemerkt neben dem Training in Bickenbach, das ebenfalls zweimal stattfindet! Der Junge scheint sich übrigens metergenau auf die 8,4 Kilometer auf dem Pfungstädter Asphalt vorzubereiten. Denn folgendes konnte ich unter freundlicher Mithilfe von... äh... „Carla“ (aka „Melanie“) vorletzte Woche im Bangert konfiszieren: Ja, so sieht’s aus! Der Markus misst seine Laufstrecken via „Google Maps“ ab und läuft sie dann in aller Regelmäßigkeit! Besonders dreist an der Route: er passiert dabei mein Elternhaus, was ich eigentlich nur als reine Provokation auffassen kann. Aber okay, halten wir ihm zugute, dass er offen damit umgeht!

Damit wären wir auch schon beim zweiten, der endlich keinen Hehl mehr daraus macht, dass er mehr Sport treibt als arbeitet – dem Fabian. Da der Service in Bezug auf Kost und Logis in Seckenheim aber immer phänomenal ist, wollte ich hier eh nie den Eindruck von Kritik aufkommen lassen. Nichtsdestotrotz, Sanne hat ein paar kompromittierende Fotos machen können, die sie mir (unter technischer Durchführung von Fabian) am Samstag-Abend zukommen ließ: Nicht zu übersehen ist die beängstigend professionelle Ausrüstung; da merkt man halt schon, dass der Fubu in Sachen Equipment nichts dem Zufall überlässt und ziemlich tief in die Tasche gegriffen hat - ausschliesslich Markenklamotten. Nochmal betont sei: es ist gut möglich, dass das Material am 13. Juni 2009 zum entscheidenden Faktor wird. Neben der Ausrüstung fällt aber auch auf, welch entschlossenen, konzentrierten und ehrgeizigen Blick der „Man in tights“ da an den Tag legt. Wenn das nicht die Zielstrebigkeit in Person ist, dann weiß ich auch nicht mehr!

Last and least wäre da noch der Tobi aus dem schönen Bonn. Auch ihm kann man neuerdings nicht mehr vorwerfen, mit seiner WNSL-Planung hinter dem Berg zu halten. Ob das jetzt aber als positiv zu werten ist, darüber kann man diskutieren! Denn statt der heimlichen Stille kommen jetzt neuerdings großsspurige Sprüche aus der ehemaligen Bundeshauptstadt. Zunächst mal hat er angekündigt, dass er den Lauf mindesten als Drittplatzierter beenden möchte; Platz 4 wäre bereits eine Enttäuschung. Das überraschte mich nicht sonderlich; schließlich halte ich es für absolut möglich, dass der Topic hinter mir und noch einem (oder einer – gell, Elena?) anderen von Euch Hanseln keuchend im Ziel ankommt. Ein gesicherter Platz im Mittelfeld erschien mir für seine begrenzte sportliche Leidensfähigkeit doch sehr realistisch. Erst später offenbarte er dann, dass er nicht von unserer kleinen, geselligen Runde sprach, sondern von allen Teilnehmern am Hauptlauf. Nun, das kann eigentlich nur bedeuten, dass er a) mittlerweile komplett den Verstand verloren hat, oder b) er es tatsächlich ernst meint und mit echten Ambitionen aufläuft. Auch wenn ich eher zu Variante „A“ tendiere, so sollte man „B“ besser nicht ganz außer Acht lassen. Zumal er ja – ich berichtete – zweimal die Woche laufen geht und zudem über das „überragendste Equipment der Welt“ verfügt. Nehmen wir die ganze Sache mal positiv: Tiefstapelei kann man dem Jungen wirklich nicht vorwerfen!

Und damit man mir dann nicht irgendwann auch „Wettbewerbsverzerrung“ vorwirft, noch ein kurzes Update zu meinem Trainingsplan – ist ja schließlich auch mein Blog: ich gehe derzeit zweimal die Woche schwimmen und werde spätestens am Sonntag in mein Lauftraining einsteigen. Spätestens wenn ich meinen Rhythmus einigermaßen gefunden habe, kann es für Euch beim WNSL nurnoch darum gehen, den Rückstand auf mich möglichst klein zu halten. Ganz nebenbei verzichte ich unter der Woche sogar auf jede Art von Alkohol; wenn auch zugegebenermaßen aus finanziellen Gründen. By the way, hier mal ein brandaktuelles Photo (5 Minuten alt) von meinem Kühlschrank:Hier zum Vergleich wie ein Kühlschrank an Tagen aussah, wenn Joscha und Tobi sich zu einem Besuch in Mannheim bequemt haben:Ab Freitag könnte das auch wieder so ähnlich aussehen; denn ich werde meinen Hartz-IV-Monat auf feige und unsportliche Art und Weise umgehen; am Freitag werde ich nach Waldshut einkaufen gehen. Ich habe einfach keine Lust mehr auf das komische Zeug, das sich noch in meinem Vorratsschrank befindet. Dazu übrigens noch ein paar kurze Infos. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, kommt der „Momente der Sehnsucht“-Tee doch nicht von Tobi und Joscha; die beiden haben mir damals „Bäuchlein“-Tee geschenkt; wer das Photo vom damaligen Kühlschrank gesehen hat, der weiß auch warum „Bäuchlein“-Tee damals dringend nötig war. Woher der „Momente der Sehnsucht“-Tee kam, wird aber wohl für immer ein Rätsel bleiben. Meine Mutter hat ihn angeblich nicht angeschleppt; damit muss er sich schon in der Schwetzinger Vorstadt in meinem Besitz befunden haben. Also entweder gehörte er dem heutigen Geburtstagskind (nicht dem Kosovo), oder aber Corneli’s ehemaliger Mitbewohnerin. So oder so, die Entscheidung, die Ware dem Recycling zuzuführen, ist mir nicht allzu schwer gefallen... Macht´s gut, Ihr Momente der Sehnsucht!Am Freitag meld ich mich noch mal mit einem kurzen Ausblick aufs Wochenende und meinen Wiedereinstieg ins aktive Läuferdasein! Bis dahin: macht mir keine Schande und trainiert nicht so viel!!!

Trainingsstatus

Donnerstag, 12. Februar 2009

Das Superquiz

Ja, wer glaubt, dass mein gestriger Post lang war, der täuscht gewaltig. Alles Ponyhof gegen diesen monströsen Beitrag! Denn heute warte ich mit einem sehr anspruchsvollen und mindestens ebenso umfangreichen Quiz auf. Bevor ich dazu komme, aber noch ein paar Worte in eigener Sache: ganz offensichtlich habe ich mein Handyladegerät in Seeheim vergessen; hier kann ich es zumindest nicht finden. Dem kläglichen Fiepen zu urteilen, wird sich mein Handy nicht mehr allzu lange wach halten können. Ab morgen werde ich also (bis Freitag Abend) unter meinem deutschen Handy nicht mehr erreichbar sein. In dringenden Fällen (von denen ich allerdings nicht ausgehe) versucht es einfach auf meinem schweizer „Natel“

So, jetzt aber zu diesem phänomenalen Superquiz. Ich nenne es übrigens bewusst NICHT Sportquiz - schliesslich soll die Sache keinen unseriösen Touch annehmen (Stichwort: "Cheyenne Lacroix"). Wer in den letzten 12 Monaten fleißig und aufmerksam in diesem Blog mitgelesen hat, kann jetzt richtig abräumen!!! Insgesamt gibt es 70 Fragen, die (bestenfalls richtig) zu beantworten sind. Sie unterscheiden sich in die Kategorien: Tierwelt, Equipment, Läufe, Ausgleichssport, Freunde & Familie, Fußball, Gesundheit und Sonstiges! Einige der Fragen kann man zwar auch beantworten, ohne diesen Blog gelesen zu haben; aber bei den meisten erscheint mir das doch eher unmöglich!

Die Fragen haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade; einige sollten relativ einfach sein; andere wiederum dürften ziemlich knifflig sein; hoffe ich! Die Anzahl der erreichbaren Punkte pro Frage ist abhängig von der jeweiligen Schwierigkeitsstufe! In einigen Fällen können sogar Bonuspunkte erspielt werden; indem die Antwort mit Zusatzinformationen (ebenfalls hier aus dem Blog) ausgeschmückt wird; ich verrate aber nicht im Voraus bei welchen Fragen es Bonuspunkte zu holen gibt! Hier anbei jetzt also alle Fragen; zum Beantworten habe ich ein Excel-File vorbereitet; in dem sogar ein kleines, typisch schweizerisches Bürospiel integriert ist ("Durch diese hohle Gasse muss er kommen..."). Hier klicken zum Download! EDIT: sehe eben, der Download funktionert nicht immer; in manchen Fällen wird ein Premium-Account gefordert. Ich versuche das zu ändern, aber ggf. bitte per Mail bei mir melden. Dann schick ich das File zu!

Und los geht´s:

TIERWELT:
1.) Auf meinen Läufen hatte ich permanent mit den Attacken meines vierbeinigen Intimfeindes zu rechnen. Dabei handelt es sich um den Hund eines Bauernhofes, den ich auf meinen Läufen zweimal passierte. Welchen Namen gab ich diesem Hund? Tipp: ich meine NICHT „Bello“.
2.) Bei einem meiner Läufe wurde mein Puls nachhaltig zerstört, weil mich Passanten nach dem Weg zu einem Zoo fragten. In meinem Bericht machte ich mich damals ein wenig über die Qualität dieses Zoo’s lustig. Welche Tiere erwähnte ich explizit, die es dort definitiv NICHT gibt?
3.) Im Juni starb das zweifelsohne großartigste Tier dieser Welt – unser Miezekater! Wie heißt er? An welchem Tag starb er genau?
4.) In einem meiner Läufe machte ich versehentlich ein Tier scheu, und bekam dafür den Anschiss eines Bauern, den ich auch noch in 500 Metern Entfernung hören konnte! Wohlgemerkt: hören, nicht verstehen - er hat nämlich auf schweizerdeutsch geflucht! Was für ein Tier hatte ich aufgeschreckt?

EQUIPMENT:
1.) Um mein Blasenproblem zu lösen, lief ich eine Vielzahl von verschiedenen Laufschuhen. Insgesamt waren es 5 an der Zahl. Nenne möglichst viele Hersteller, dieser 5 Modelle!
2.) Dem Hersteller meines Getränke-Halter-Laufgürtels war das Wort „Flasche“ im deutschen offensichtlich nicht bekannt. Welche Bezeichnung nutze das Unternehmen stattdessen in der Produktbeschreibung?
3.) Im Kampf gegen mein Blasenproblem lernte ich (neben viel Unsinn) auch ein fantastisches Produkt kennen; die vermutlich besten Blasenpflaster der Welt! Von welchem Unternehmen kommen sie?
4.) Einen Grossteil meines Equipments bekam ich geschenkt; von wem bekam ich das Marathon-Buch geschenkt; von wem die Kompressionsstrümpfe?
5.) Meinen Tachometer, die Quelle all meiner sportlichen Erfolge, erwarb ich bei „Migros“ in Brugg; wo wollte ich das gute Ding aber ursprünglich kaufen?
6.) Der Autor meines "Achilles Verse"-Buchs hat diverse Werke geschrieben. Eines davon nennt sich "Das …-…-Manifest". Was für ein Manifest?

LÄUFE:
1.) Welche Startnummer hatte ich beim Willi-Nickel-Stadtlauf 2008?
2.) Meine Seeheimer Runde lief ich zweimal nicht allein, sondern zu zweit. Welche beiden Personen bequemten sich je einmal dazu, mich zu begleiten?
3.) Meine Intervalle machte ich vornehmlich im Stadion eines Nachbarortes auf der blauen Tartanbahn; wie heißt der Verein?
4.) In welchem Ort war der Start des „Greifenseelauf 2008“?
5.) Von einem meiner Läufe in Riniken berichtete ich, dass ich ihn in weiblicher Begleitung gelaufen habe. Wer war die Glückliche, die mit mir unterwegs war? Stichwort: Sturm der Liebe!
6.) Welchen Sinn haben „Intervallläufe“? Nenne mindestens drei von mir genannte Punkte!
7.) Ins Marathon-Training startete ich mit dem Ziel, den Wettkampf in 4 Stunden zu laufen. Erst später formulierte ich 6 kleine „Einzelziele“. Nenne mindestens 4 davon!
8.) Welche Ortschaften werden im Streckenprofil meiner 10-Kilometer-Standard-Runde explizit genannt?

AUSGLEICHSSPORT:
1.) Das Schwimmen wurde für mich zu einer angenehmen und gern gewählten Abwechslung zum Laufen. Wie heißt der Ort, in dem mein Schwimmbad steht?
2.) Anne, Elena, Jonas, Joscha und Tobi gehen gemeinsam in mein Schwimmbad. Anne wohnt in Turgi, ist doppelt so alt wie Jonas und hat ein Jahresabo für das Schwimmbad. Sie mietet ein „Kästli“ um ihre Sachen darin zu verstauen. Elena und Anne sind zusammengerechnet dreimal so alt wie Tobi. Er wohnt in Windisch (links), hat keine Dauerkarte, teilt sich aber ein „Kästli“ mit Elena, die ebenfalls keine Dauerkarte besitzt. Elena studiert Sport in Brugg, wo sie auch wohnt! Sie ist 3 Jahre jünger als Anne. Joscha ist 21 Jahre alt und damit neun Jahre älter als Jonas. Da er gar nichts besitzt, braucht er kein „Kästli“. Joscha arbeitet hauptberuflich beim DSF und moderiert dort das „Sportquiz“. Da er weit entfernt wohnt (in Riniken) hat er keine Zeit für ein Aufbaustudium! Dekadenterweise wäre er gerne in die Sauna gegangen, aber da er versehentlich zu viel Geld nach Deutschland überwiesen hat, kann er das nicht finanzieren! Last but not least Jonas: Jonas hätte gerne ein Eis, was aber niemanden weiter interessiert! Er wohnt in Umiken, hat dieses Jahr zum zweiten Mal die zweite Klasse wiederholt und nimmt sich (zur Feier des Tages) ebenfalls ein „Kästli“. Wie hoch ist der Cash-Out der 5 Freunde beim Betreten des Schwimmbads?
3.) Im Frühling stand regelmäßig das ABB-Kicken in Turgi auf dem Programm. Der Sportplatz liegt in unmittelbarer Nähe von ABB. Um genau zu sein, ist er beheimatet zwischen den Bahngleisen und….? Was?
4.) Einen Ausgleichssport der besonderen Art erlebte ich während einem ABB-Workshop, auf dem wir (als Team-Building-Event) in einem Kletterpark waren. Wo war das noch mal genau?
5.) Einmal ließ ich mich sogar dazu herab, eine Einheit „Koordination“ durchzuführen. Beim Begriff „Koordination“ handelt es sich um das Zusammenspiel von 3 „Komponenten“: welche sind das?
6.) An einem Tag im Monat ist das Schwimmbad – zwecks Grundreinigung – geschlossen. Welcher Tag ist das?
7.) Eigentlich hatte ich es öfter geplant; letztlich machte ich es nur einmal intensiv: Radfahren! Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit absolvierte ich meine „L’Alpe d’Huez“-Etappe?
8.) Auch in meiner hessischen Heimat war ich einmal schwimmen; um genau zu sein in Weiterstadt. Mit wem trieb ich dort gemeinsam Wassersport?

„FREUNDE“ & FAMILIE:
1.) Als ich Fabian und Sanne beim Umziehen aus dem Mannheimer Ghetto nach Seckenheim half, zerstörte ich (grob fahrlässig) einen Einrichtungsgegenstand. Um was handelte es sich dabei?
2.) Zu einem einwöchigen Trainingslager machte ich mich mit meinen beiden Bonner Personal-Trainern auf nach Holland. Wie heißt die Ortschaft, in der wir uns zu diesem Zweck niederließen?
3.) Welche ehemalige Frankfurter Sport-Studentin konnte ich durch intensive Überzeugungsarbeit in den Beraterstab meiner Marathon-Experten aufnehmen?
4.) Zwecks Ausgleichssport ließen sich Conny und ich eines schönes Tages von Markus im Mini-Golf demoralisieren! Wo fand dies statt?
5.) Als Sanne Geburtstag hatte, gratulierte ich Ihr selbstverständlich in meinem Blog. Dabei bezeichnet ich sie (bevor ich das im Lauf des Satzes relativierte) als weltbeste…?
6.) Tobi zog sich auf tragische Art und Weise schwere Verletzungen der Stirnhaut zu. Dies gelang ihm mit einem kleinen Kunststoff-Saugnapf. Wofür wäre dieser eigentlich gedacht gewesen?
7.) Als es um das Thema Ernährung ging, kündigte ich bereits frühzeitig ein paar Aussetzer von meinem Alkoholverzicht an. Einer davon war eine Familienfeier; was für eine Feier war das genau? Wo fand sie statt?
8.) Meine Eltern haben sich (unter Chiffre „LesParents“) zu einem einzigen Kommentar bequemt. In diesem werden ein Land und zwei Ortschaften explizit genannt; welche sind das?
9.) Marc war die Person, die mich letztlich mit der Marathon-Idee anfixte. Er hatte bereits einen Marathon erfolgreich hinter sich gebracht. Um welchen Marathon handelte es sich dabei und in welchem Jahr war das?
10.) Fabian nahm mich einst nach dem Spiel der glorreichen SGE in Köln mit dem Auto zurück nach Seeheim. In welcher Strasse hatte er das Auto am Stadion dreisterweise geparkt?
11.) Um zwei meiner Kollegen die wunderschönen hessischen Landschaften zu zeigen, machte ich einst einen Ausflug mit Dejan und Elias von der ABB in Turgi. Auf dem Weg nach Frankfurt machten wir einen Zwischenhalt in der Pfalz; wo und zu welchem Zweck?
12.) Waldshut war des Öfteren der Ausgangspunkt unangenehmer Wochenenden! Während der Blogzeit kamen 3 verschiedenen Personen mit dem Zug in Waldshut an, um mir einen Besuch abzustatten. Einmal war das Tobi; aber wer waren die anderen beiden?
13.) Die meiste Unterstützung während meines Daseins als Leistungs(!)sportler erfuhr ich vom „Matthiosos“-Fanclub! Welche Personen umfasst dieser Fanclub?
14.) Während des Marathontrainings startete ich auch meine Partnersuche im Internet („Solventer Herr sucht…“). Wie heißt der von mir ausgewählte Anbieter?
15.) Während eines starken (totale Verharmlosung) Gewitters, machte ich kurzerhand mein Testament! WER sollte nach meinem Ableben WAS bekommen?

FUSSBALL:
1.) In meiner Trainingsplanung ging ich darauf ein, dass ich auf einige Spiele der Eintracht verzichten musste. Ein Spiel betonte ich aber stets, auf jeden Fall besuchen zu wollen. Welches war das und wo fand es statt?
2.) Trotz höchster Laufintensivität konnte ich sogar ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft live und vor Ort im Stadion besuchen. Um welche Partie handelte es sich, wo fand es statt wie war das Endergebnis?
3.) Bei einem meiner Bonn-Besuche war ich im Sportpark-Nord zu einem Heimspiel des Bonner SC zugegen; wer war der Gegner in diesem NRW-Klassiker?
4.) Ein Spieler aus Gelsenkirchen wurde für die EM 2008 in den vorläufigen Kader der deutschen nominiert – nicht gerade zu meiner Freude. Mit welchem Spitznamen (aus dem Forum von Eintracht Frankfurt) bezeichnete ich den Spieler? Ich meine wirklich den Spitznamen (4 Buchstaben); nicht meine allgemein gängige Beleidigung!
5.) Von meinem kleinen Patenkind Ben wurden im Rahmen dieses Blogs Fotos in Devotionalien zweier Bundesligavereine gemacht. Um welche beiden Vereine handelte es sich?
6.) Im Rahmen meiner BWIN-Spielsucht erwähnte ich explizit einen Verein, auf den ich mein Geld setze, wenn ich es „sinnlos verschwenden will“. Welcher Verein war das?
7.) In meiner Blog-Zeit war ich nicht nur EINMAL zu einem Spiel im Kölner Stadion. Wieviele Tore sah ich dabei insgesamt (bis heute, 11.02.2009)?
8.) Fabian schaffte es mit der „Neukreation“ eines bekannten Fangesangs sogar bis in die Bild-Zeitung. Wie lautete sein „Schlachtruf“?
9.) Zeitweise besuchte ich auch Heimspiele des FC Basel. Eines davon war ein CL-Quali-Spiel gegen Vitoria Guimaraes. Welche persönliche Verbindung habe ich zur Ortschaft „Guimaraes“?
10.) Während einem meiner Bonn-Besuche wurden Tobi und ich Zeitzeuge davon, wie der FC Bury in einem Blitz-Turnier drei europäische Spitzenteams schlug. Welche waren es?

GESUNDHEIT:
1.) Zwei der notwendigen Tests im Rahmen meines Gesundheitschecks konnte ich nicht auf Anhieb ableisten! Welche beiden waren das?
2.) Wieviel beträgt meine maximale Herzfrequenz (HFmax), bzw. auf welchen Wert einigte ich mich mit mir selbst?
3.) In einem Post ging ich auch auf das Thema Ernährung ein, und hier unter anderem auf die Notwendigkeit von Vitaminen. Ich betonte, dass man das Vitamin B12 nur dann braucht wenn man…? Wenn man was?
4.) In meiner Theorie-Einheit zum Thema „Energie“ bezeichnete ich einen Stoff als „einzig echten Energieerzeuger“, da nur er zu einer Muskelkontraktion führt? Wie heisst das Zeug? Abkürzung reicht NICHT aus!
5.) Wann habe ich aufgehört zu rauchen?
6.) Nach meinem längsten Lauf (über knapp 25 Kilometer) nahm ich ein Entspannungsbad in Seeheim. Wie hieß das (leider nicht perfekt wirkende) Wunderzeug, das ich in die Badewanne kippte?

SONSTIGES:
1.) Auf zwei Bildern in meinem Blog ist das Kennzeichen meines Autos zu erkennen. Wie lautet es?
2.) In einem meiner Posts verkündete ich: „Wenn …. eine Frau wäre, würde ich sie heiraten!“. Von wem oder was war die Rede?
3.) Im Frühling/Sommer 2008 unterzog ich mich einer Fortbildung bei ABB. Was war das Thema?
4.) Wieviele Trinkbecher wurden während dem Frankfurt-Marathon 2008 verbraucht?
5.) Einmal drohte ich Euch mit der absoluten Höchststrafe (Beendigung der Freundschaft) für den Fall, dass jemand von Euch eine (bzw. zwei) bestimmte Sendung(en) im Fernsehen anschaut! Um welche Sendungen handelte es sich?
6.) Was heißt „Nein Danke“ auf polnisch?
7.) Was zahlte ich in Summe für mein Projekt „Marathon“?
8.) Einmal beschrieb ich hier eine Straftat meinerseits. Ich habe eine (wohlgemerkt: kostenlose) Zeitung aus einem Briefkasten geklaut. Welches Medium versuchte ich auf diese Weise zu ergattern; welches bekam ich letztlich?
9.) Einst philosophierte ich darüber, wie viele Wörter ich bisher in meinem Blog geschrieben hatte. Ich wollte geschriebene Wörter zu gelaufenen Kilometern in Relation stellen. Jonas gab die genaue Antwort. Wie viele waren es damals?
10.) Im Februar 2008 erklärte ein europäisches Land seine Unabhängigkeit. Ich verurteilte dies ausdrücklich (zwar eher per Mail, aber mitunter auch hier), konnte allerdings auch durch meine Blogeinträge keinen ausreichenden, außenpolitischen Druck ausüben. Um welches „Land“ handelt(e) es sich?
11.) Ein anderes Volk hingegen schaffte es nicht, seine Unabhängigkeit durchzusetzen. Diesem wiederum hätte ich es tausend Mal mehr gegönnt. Um welches Volk handelt es sich? Tipp: es geht NICHT um die „Odenwälder Befreiungsfront“!
12.) Wer war (der Legende nach) der erste Marathon-Läufer der Welt?
13.) Wieviele Posts habe ich im Jahr 2008 veröffentlicht?


So, das wäre es dann auch schon; wenn ich mich nicht verlesen habe, sind das genau 70 Fragen. Aber ich habe keine Lust das jetzt nochmal nachzuzählen! Von diesem Moment an liegt es nun an Euch, die Fragen zu beantworten und (mit ein bisschen Glück) den Jackpot abzuräumen…

Einsendeschluss ist der 15. April 2009! Bis dahin müssen die ausgefüllten Fragebögen (ausgespült und mit Verschluss) bei mir im Email-Postfach liegen. Später eintreffende Einsendungen können nicht berücksichtigt werden; der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Ich behalte mir übrigens das Recht vor, nur einen Fragebogen pro Haushalt in die Auswertung einfliessen zu lassen. Hängt davon ab ob es überhaupt mehr Teilnehmer als Preise gibt :-)

So, und jetzt – kurz vorm Schlafengehen – noch einmal was um sich ein bisschen über meine derzeitige Wahlheimat lustig zu machen. Heute Abend spielte die Schweizer Nationalmannschaft gegen Bulgarien in Genf 1:1. Das ist jetzt noch gar nicht so lustig; insbesondere in Anbetracht der deutschen Leistung gegen Norwegen. Viel interessanter ist hingegen die Zuschauerzahl. Das Spiel in Genf besuchten 9´500 Zuschauer; der schweizer Fußballverband hatte im Vorfeld der Partie 10´000 Freikarten in Genf verteilen lassen! Der Reporter traf es auf den Punkt: „Dieser Kick waren vielen Schweizern sogar geschenkt noch zu teuer“ Dem ist wohl nichts hinzufügen. Ist halt ein total fußballverrücktes Volk hier!

So, am Wochenende komme ich nach Deutschland; bin aber nur Freitags Abends in Seeheim. Samstags mach ich Sightseeing in Marburg und auf Sonntag penn ich in Mannheim (aka „Seggene“)! Bevor dann ab Montag den 16. Februar 2009 das Projekt „WNSL 2009“ gestartet wird!

ES GEHT WIEDER LOS, DA BIN ICH WIEDER!!!

Dienstag, 10. Februar 2009

Fazit: Marathonversuch 4565

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, noch mal ein kleiner gesellschaftlicher Abstecher: die UBS (eine der größten Banken der Welt) hat heute ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2008 veröffentlicht. Insgesamt „erwirtschaftete“ man im vergangenen Jahr einen Verlust von 19.3 Milliarden Schweizer Franken. Das ist eine „193“ mit 8 Nullen! Um die Zahl mal etwas anschaulicher zu machen: das ist mehr als das hundertfache meines Jahresgehalts; das muss man sich mal vorstellen...Ich denke also, man tritt niemand bei der UBS zu nahe, wenn man das abgelaufene Jahr aus Sicht der Bank als „eher durchwachsen“ bezeichnet! Soweit, so schlecht. Schuld an diesem Rekordverlust ist aber natürlich nicht die UBS selbst, sondern die Häuslebauer in Kalifornien & Florida – die ein paar Häuser zu viel gebaut und dadurch die gesamte Weltwirtschaft in eine Krise geschickt haben! Shame on you!!! Da die Bank für die negative Entwicklung nun mal nichts kann, haben sich natürlich auch die leitenden Manager nichts vorzuwerfen. Was spricht also dagegen, das Management mit einer Bonuszahlung für das fantastische Jahr 2008 zu belohnen? Nichts; genau das dachte sich auch die Bank und entschied, an sein Management eine Erfolgsprämie in Höhe von 2.16 Milliarden Schweizer Franken auszuschütten! Das ist eine „216“ mit 7 Nullen (womit wir meinem Gehalt dann auch schon ein ganzes Stück näher gekommen wären).Nun mag sich der geneigte Leser fragen: wenn man einen Verlust von knapp 20 Milliarden Franken macht, wie finanziert man denn dann Bonuszahlungen in Höhe von rund 2 Milliarden Franken? Ganz einfach: durch eine Milliardenhilfe vom schweizer Staat, bzw. besser gesagt durch eine Milliardenhilfe der Steuerzahler! Allerdings wollte die Bank wohl im Gegenzug für diese peinliche Situation ihren guten Willen zeigen und ihr Kostenbewusstsein stärken. Heute wurde verkündet: im Jahr 2009 können sich 10.000 Banker der UBS einen neuen Job suchen! Das ist dann wohl „soziale Verantwortung“ der ganz besonderen Art!Den Ausblick auf 2009 beherrscht aber ein völlig anderes Thema; wen interessieren schon Milliardenverschwendungen an unfähige Mitarbeiter oder 10.000 kleine Bank-Handlanger, die ihren Job verlieren? „Oberste Priorität“ so der Vorstand heute „hat das Ziel, 2009 im Investmentbanking wieder profitabel zu werden.“ Die Aktie dankt und gewinnt heute innerhalb von einer Stunde 5% an Wert. Können eigentlich Vorstände der UBS tagsüber in den Spiegel schauen? Und nachts gut schlafen? Mannmannmann, was für ignorante H*rensöhne!!!

Aber egal, es kann eh nicht mehr lange dauern bis auch der letzte normale Mensch das Vertrauen in die Wirtschaft verloren hat. Warum also lange darüber aufregen? Davon abgesehen gibt es doch auch so viele schöne Themen im Leben, wie z.B. den Marathon! Darüber wird viel zu wenig geredet; was ich dann heute zumindest mal wieder ändern möchte!

Denn mit diesem Post ziehe ich mein Gesamtfazit zum Versuchs, einen Marathon zu laufen! Auf den ersten Blick ist schnell gesagt, was mir von dieser Erfahrung geblieben ist: ein Hüftschaden (in Verbindung mit "Tractusreiben über Trochanter major mit konsekutiver Perarthropathia coxae"), ein Schuldenberg von 1783 Euro und diese formschöne Urkunde:Trotzdem brauche ich eigentlich nicht lange darüber nachzudenken, ob sich mein kläglicher Versuch jetzt gelohnt hat oder nicht. Denn hier habe ich mich längst festgelegt: ich bereue nichts! Allerdings ist es natürlich auch so, dass ich nicht durchweg positiv auf diese komplette Übung hier zurückschaue. Es gab einiges was suboptimal war, das wurde mir im Lauf meines Trainings mehr und mehr klar! Letztlich hatte ich zwei Probleme, die anfangs relativ übersichtlich daherkamen, sich aber immer weiter vergrößerten. Im Prinzip so lang, bis der Abbruch auf Anraten meines Arztes die logische Konsequenz war:

Das erste Problem war meine körperliche Wehleidigkeit, die mich in ihrem Umfang (das kann ich nur immer wieder betonen) ebenso überrascht wie enttäuscht hat. Da ich diesen Punkt aber in meiner theoretischen und praktischen Trainingsaufbereitung zur Genüge breitgetreten habe, will ich mich auf das andere Problem konzentrieren, das aber in gewisser Weise mit meinem körperlichen Versagen verbunden ist: die Zeit!

Schon frühzeitig wurde mir bewusst, dass der Faktor Zeit beim ganzen Training definitiv kritisch werden würde. Wenn ich das nächste Mal einen Marathon laufen will, nehme ich mir auf jeden Fall 6 Monate Urlaub – ansonsten ist das einfach viel zu stressig. Es gibt zwar hunderttausende Marathon-Läufer, die das ganze Projekt nebenher zu Job und sonstigen Verpflichtungen durchführen. Aber ich gehöre eben nicht zu denen…

Das Training war äußerst zeitintensiv. Im Prinzip gab es keinen Tag, an dem ich nicht irgendwie mit dem Thema Marathon beschäftigt war. In den meisten Fällen war es natürlich sportliche Betätigung, aber in aller Regelmäßigkeit waren es auch Arztbesuche, Entspannungsbäder, Material-Einkäufe oder eben einfach nur das Blogen!

Vor allem das Schreiben wurde letztlich immer mehr zu einer lästigen Pflichtaufgabe. Denn erfreuliches gab es von meiner Seite ja schon relativ früh nichts mehr zu vermelden. Und wie man sich bestimmt vorstellen kann, ist es mit der Zeit ziemlich demütigend, wenn man ständig und immer wieder niederschreiben muss, dass eigentlich nichts so funktioniert wie man es sich wünscht! Abgesehen davon, dass es demoralisierend war, wurde der Blog auch mehr und mehr zu meinem großen Zeitdieb.

Ich habe praktisch jeden Tag bis spät abends (oder früh morgens) vor dem Rechner gesessen und meine Erlebnisse niedergeschrieben. Das war phasenweise schon ziemlich anstrengend, zumal es gar nicht so einfach ist, ein so langweiliges Thema wie Laufen, einigermaßen unterhaltsam zu machen – vor allem dann nicht wenn man physisch müde ist. Anfangs liess sich das noch verbergen, aber mit zunehmender Gesamt-Erschöpfung wurde meine Motivation immer kleiner und die Qualität dieses Blogs litt maßgeblich darunter; was ich aber erst später (nachdem ich das Buch geschenkt bekommen und gelesen hatte) realisierte. Besonders anstrengend waren aber die Posts über die ganzen Theorie-Themen; in denen ich ja selbst ein totaler Amateur war. Die ganzen Sachen mit meinem Spatzenhirn zu verstehen war schon hart, aber das dann auch noch so umzuformulieren, dass sogar Ihr absoluten Vollpfosten das checkt, war teilweise wirklich ein Ding der Unmöglichkeit!

Gleiches Problem habe ich übrigens auch mit diesem Thema hier. Wenn ich alles thematisieren wollte, könnte ich dieses Fazit wahrscheinlich 15 Word-Seiten lang schreiben. Aber es ist nicht nur ein ziemlich unangenehmes Thema, sondern auch zum Lesen nicht sonderlich spannend und unterhaltsam. Ich versuche mich also kurz zu fassen :-)

Mein Leben, bestehend aus Arbeit, Laufen, Blogen, Freunden und Familie unter einen Hut zu bringen wurde mit zunehmender Trainingsintensität immer schwieriger! Im Lauf der Zeit wurde dann auch totale Nebensächlichkeiten zum Problem; z.B. Wäsche waschen. Mein alle 14 Tage stattfindender Waschtag wurde mehr und mehr zu einem logistischen Problem. Zumal mein Dasein als Sportler die zu bewältigenden Wäschemengen massiv erhöhte! Andere Haushaltstätigkeiten stellte ich sogar mehr oder weniger komplett ein. Staubsaugen, aufräumen und vor allem Geschirr abwaschen machte ich mit der Zeit immer weniger. Im Büro reihte ich eine 35-Stunden-Woche an die nächste; wenn überhaupt! Meine „To do“-Stapel wurden höher und höher. Es hat zwar niemand etwas gesagt, aber viel länger hätte ich mein limitiertes Arbeitspensum dort wohl nicht mehr durchziehen können. Der Spruch in meinem Marathonbuch („Keine Zeit gibt es nicht, das ist ein heiliger Grundsatz beim Marathontraining.“) konnte mir nurnoch ein sarkastisches Lachen abgewinnen!

Und eigentlich wollte ich ja auch nicht mein ganzes Leben diesem einen Lauf im Oktober in Frankfurt unterordnen. Eigentlich wollte ich die Zeit mit Freunden und Familie (vor allem Baby Ben) nicht einschränken. Wenn man aber (mindestens) 350 Kilometer von allen wegwohnt, dann ist das nicht immer ganz leicht. Die Wochenenden habe ich eigentlich entweder in Deutschland bei Euch verbracht, oder aber komplett mit Training (und dem was dazugehört) verplant. Richtige „Rumschlack-Freizeit“ hatte ich vom Zeitpunkt der Anmeldung an, überhaupt nicht mehr. Wobei ich auch betonen muss: nach meinem Trainingsabbruch, hatte ich plötzlich wiederum viel zu viel Freizeit. Ich habe von einem Tag auf den anderen kein einziges Mal mehr trainiert, sondern nurnoch rumgeschlackt und meine Zeit (und mein Geld) komplett in Bereiche wie Elitepartner und BWIN gesteckt; jeweils mit eher überschaubarem Return on Investment! Egal, zurück zum Thema!

Spätestens in den letzten Wochen vor dem „Aus“ wurde die ganze Sache dann endgültig zu einer Belastung! Denn der ganze Stress war kurz davor, mir über den Kopf zu wachsen. Ich bekam definitiv zu wenig Schlaf, ich war permanent körperlich erschöpft und hatte zudem kaum eine Minute Zeit um einfach mal nur abzuschalten! Die normalen Wochentage waren mit Arbeit, Training und Blogen komplett ausgefüllt und meine Wochenenden und Urlaube in Deutschland bis zur letzten Minute durchgeplant (was aber nicht bedeuten soll, dass ich sie deswegen nicht trotzdem genossen habe!)

Meine Läufe machte ich längst nicht mehr (wie gefordert) im ausgeruhten Zustand, sondern ich fing wieder an zu laufen, sobald es einigermaßen ging. Auf meinen langen Läufen merkte ich außerdem, dass ich mich ziemlich nah an den Rande meiner Leistungsfähigkeit brachte. So fing es dann auch an, dass ich den Glauben an mich selbst verlor. Das meine ich gar nicht selbst bemitleidend, sondern einfach nur als Feststellung. Ich wusste, dass ich den Marathon nicht schaffen würde, bzw. es sicher nicht allzu gesund gewesen wäre, das durchzuziehen!

Als ich zu meinem finalen Arzttermin ging, hoffte ich darauf, dass er mir empfehlen würde, die Geschichte sein zu lassen. Als er es dann tatsächlich tat, war ich regelrecht erleichtert. Erleichtert darüber, dass die ganze körperliche Qual endlich vorbei war, dass ich endlich wieder Freizeit hatte und vor allem: dass sich das Thema erledigt hatte, ohne dass ich selbst aufgegeben hätte! Das hätte ich nämlich niemals gemacht!!! Anyway: am Tag, als ich (bzw. mein Arzt) die Aufhör-Entscheidung traf, ging es mir Abends zum ersten Mal nach langer Zeit wieder wirklich gut!

Das erste was ich gemacht habe, war übrigens abwaschen :-) Und danach habe ich aufgeräumt! Man muss nur auf nen Marathon trainieren; dann fangen solche Sachen plötzlich an, Spaß zu machen! Die Erleichterung dass alles vorbei war, war zwar ziemlich cool, viel größer war allerdings die Enttäuschung, dass ich wohl niemals in meinem Leben einen Marathon laufen werde. Diese Enttäuschung besteht nach wie vor; was mir vor allem letzte Woche auffiel, als ich die Daten zum Frankfurt-Marathon zusammentrug. Hm, und jetzt fuckt mich das ganze schon wieder ab! Bevor jetzt hier negative Stimmung aufkommt, gehe ich besser über zu den positiven Aspekten des Projektes „42,195“.

Denn Spaß hat mir nicht nur das Abwaschen am ersten Tag nach Trainings-Abbruch gemacht. Ich hatte eigentlich jede Menge Spaß bei der ganzen Aktion. Die Menge an Spaß war auch deutlich größer als die an Ärgernissen; auch wenn man das nicht glauben würde, wenn man mein Fazit bis hierher gelesen hat!

Den meisten Spaß hatte ich natürlich immer und immer wieder bei meinen sportlichen Gehversuchen. Egal ob es kurze oder lange Läufe waren, langsame, schnelle oder Intervallläufe. Das Laufen selbst bereitete mir eigentlich ohne Einschränkung Spaß, auch wenn mir das in vielen Fällen erst nach dem Lauf so richtig bewusst wurde :-) Klar haben die Blasen mich wahnsinnig gemacht, natürlich hatte ich mehr als nur Respekt vor der dem Killer-Köter, zweifelsohne hatte ich 6 Monate lang mehr oder weniger permanent Muskelkater. Aber was ist das schon in Relation zum Glück das man erlebt, wenn man wieder langsam in sowas wie einen „sportlichen Rhythmus gelangt“? Nach den ersten Wochen der Eingewöhnung, konnte ich tatsächlich Lernfortschritte erkennen, ergo: den Aufbau von Kondition. Es waren zwar nur ganz kleine Schritte, aber für jemanden wie mich (auf dem Nullpunkt jedmöglicher menschlicher Fitness) ein absolutes Glücksgefühl! Vom Fitnesszustand meiner aktiven Badminton-Zeit bin ich zwar Lichtjahre entfernt, aber verglichen mit dem Start dieses Projekts bin ich heute regelrecht ausdauertrainiert!

Über meine anderen sportlichen Betätigungen während des Training brauche ich ja gar nicht reden. Das Kicken war (auch wenn ich es hasse zu verlieren) eigentlich immer ein Fest. Das Schwimmen ebenso! Die Intervalle haben mich fast zum kotzen gebracht, aber danach fühlt man sich einfach nur als könnte man Bäume ausreißen! Absolut unbeschreiblich...

Neben den Läufen fand ich auch die Theorie total interessant und ich bin schon auch ein bisschen stolz darauf, dass ich den ganzen Quatsch jetzt ziemlich gut kapiere; „ziemlich gut“ für einen Laien wohlgemerkt. Bis vor einem Jahr wusste ich über Ausdauertraining NICHTS. Ich hatte keine Ahnung wie aerobe und anaerobe Energiebereitstellungen funktionieren, ich wusste nicht, was Laktat genau ist. Mir war nicht klar, wofür der Körper überhaupt „Kohlenhydrate“ braucht und Wörter wie „Superkompensation“ hatte ich sogar überhaupt noch nie gehört! Das hat sich jetzt geändert und mittlerweile vertrete ich fast die Meinung, dass sowas zum Allgemeinwissen gehört. Ist aber natürlich immer eine subjektive Wahrnehmung...

Meine Ausrüstung zum Laufen ist im Laufe der Zeit immer professioneller geworden. Ich würde fast behaupten, dass ich heute zum Laufen perfekt ausgestattet bin. Mit dieser Ausrüstung gibt es dann wirklich absolut keine Entschuldigung mehr, warum ich nicht laufen gehen könnte. Außer im Moment: denn das einzige was mir tatsächlich fehlt, sind Laufhandschuhe und eine Laufmütze; aber an dem Zustand änder ich in den nächsten Tagen etwas! Einen großen Teil meines Equipments bekam ich von Euch geschenkt; an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür! Vor allem meine Eltern und Andrea haben mich mit allem möglichen Zeug unterstützt. Aber auch Fabian, dank dem ich eine Tube „Eimermachers Pferdesalbe“ mein Eigentum nennen darf! Ebenso wie eine Tube „Teufelskralle – Muskel- und Gelenkgel“; um mal nur zwei der vielen Produkte zu nennen...

Aber auch über Eure sonstige Unterstützung habe ich mich immer riesig gefreut. Conny & Markus explizit zu nennen, als Supporter und Wasserträger (es war nicht die erste, sondern die vierte (!) Runde) beim Willi-Nickel-Stadtlauf 2008. Aber auch Eure Anrufe und Mails mit guten und (mitunter auch) schlechten Wünschen, sowie Eure Tipps, Anregungen und Nachfragen bezüglich meines Trainings haben immer zu meiner Erheiterung beigetragen!

Und last but not least bleibt natürlich auch noch der Blog, an dem ich oben ja nur wenig gute Wörter gelassen habe. Wobei das natürlich nur die eine Seite der Medaille war. Auf der anderen Seite war das Schreiben natürlich auch sehr motivierend. Ich weiß nicht wie oft ich mich selbst mit meinem Sportprogramm belogen hätte, wenn ich hier nicht der totalen Überwachung ausgeliefert gewesen wäre. Ich hatte SO OFT übelste Lust, meine Läufe frühzeitig abzubrechen (wegen Blasen, Muskeln oder Knochen), aber wannimmer ich diesen Punkt während dem Laufen mit mir selbst diskutiert habe, kam ich zum Entschluss: „Nee, lass mal lieber. Da lachen sie im Blog wieder über dich!“. Ich wollte ja nicht als Pienser rüberkommen, was mir zugegebenermaßen aber nur selten gelang :-) Besonders interessant: wannimmer ich aus Sorge vor Blog-Häme auf die Zähne biss und weitertrainierte, dachte ich komischerweise an eine bestimmte Person: den Jonas! Keine Ahnung warum ausgerechnet Jonas. Offensichtlich habe ich tief in mir ein Selbstwertgefühl, das hauptsächlich davon angetrieben wird, von dem Jungen keinen dummen Spruch gedrückt zu bekommen!

Vom motivierenden Effekt mal ganz abgesehen, war aber der generelle Spaß am Schreiben natürlich das Entscheidende. Wenn es mir nicht so ein Freude gemacht hätte, über meine Lauferlebnisse zu berichten, dann hätte ich das sicher nicht in der Ausführlichkeit dieses Blogs getan. Und das besondere war halt auch, dass ich praktisch immer irgendetwas zu berichten hatte. Im Prinzip gab es keinen einzigen Lauf, während dem sich nicht irgendein neues (und zumeist kurioses) Thema ergeben hätte; es war wirklich nicht zu fassen. Meine obige Aussage, das blogen sei zu einer „lästigen Pflichtaufgabe“ geworden, ist daher auch nicht zu wörtlich zu nehmen. Wäre es wirklich lästig gewesen, hätte ich es ja nicht gemacht. Es hat mir zweifelsohne Spaß gemacht! Andererseits muss ich auch betonen: meine 4monatige Blog-Pause kam auch nicht ganz von ungefähr! Ich habe dann einfach mal eine Pause gebraucht...

Mein Marathon-Buch hat ja empfohlen, „ein Trainings-Tagebuch zu führen, da es einerseits motiviert und zudem eine interessante (und später amüsante) Lektüre darstellt.“ Interessant ist bekanntlich relativ, aber motiviert hat mich die Sache zweifelsohne und amüsieren tut mich das heute auch; wenn auch nicht in der Weise, wie es eigentlich bei einem Lauf-Tagebuch gedacht sein sollte! Schließlich blicke ich heute nicht amüsiert auf meine jämmerlichen Leistungen am Anfang zurück und denke mir: „Ach Junge, 10km gelaufen und rumgeheult? Na da lachste doch heute drüber!“. Vielmehr habe ich, als ich mein „Lauf, du Pienser“-Buch gelesen habe gemerkt, dass in diesem Blog schon der ein oder andere Knaller enthalten ist; auch wenn es natürlich ein Unding ist, über seine eigenen Witze zu lachen! Deswegen lasse ich das jetzt auch...

FAZIT: die ganze Geschichte hat mir definitiv mehr Spaß als Ärger bereitet; darüber dass ich den Wettkampf nicht mitlaufen konnte, bin ich auch heute noch sehr traurig, aber bevor ich mit 40 ein künstliches Hüftgelenk habe, verzichte ich doch lieber auf rund 42 Kilometer pure Freude. Das Laufen ist mir wirklich ans Herz gewachsen, was ich hoffentlich auch in der Zukunft beibehalten kann. Zum Projekt „4565 versucht einen Marathon“ ist alles gesagt – dieser Blog hat somit keine weitere Daseinsberechtigung!!!

In den nächsten Tagen geht es hier allerdings nochmal ums Thema Marathon; um genauer zu sein um das Thema „Lauf, du Pienser“. Spätestens am Donnerstag wird es hier einen Fragebogen mit einer Vielzahl von Fragen zu diesem Blog geben! Wer möchte, kann an diesem Quiz teilnehmen und mir seine Antworten per Email zukommen lassen (Einsendeschluss wird verkündet). Die drei Teilnehmer mit den meisten Punkten erhalten bei der WNSL-Feier am 13. Juni 2009 einen attraktiven Preis (die Preise sind wirklich attraktiv!!!). Es empfiehlt sich also, die Sache ernst zu nehmen!

Vom Quiz mal abgesehen, verkommt diese Seite dann in Zukunft zum Willi-Nickel-Stadtlauf-2009-Blog; ist ja auch ein schöner und vor allem sehr prestigeträchtiger Wettkampf!

Sonntag, 8. Februar 2009

Die Schweiz sagt JA!!!

Da ich heute keine Lust habe, mein Marathon-Fazit zu ziehen, kann ich ausnahmsweise mal wieder ein bisschen politisch werden - wunderbar! Denn dieses Land hier hat in den letzten Wochen mal wieder ein bisschen am Rassismus-Rad gedreht. Am heutigen Tag waren die Schweizerinnen und Schweizer dazu aufgerufen, über das EU-Personenfreizügikeitsabkommen zu entscheiden. Dabei ging es im Wesentlichen darum, ob auch auf die Länder Bulgarien und Rumänien das Schengen-Abkommen (seit Dezember 2008 in der Schweiz in Kraft) anzuwenden ist. Die Rechten haben – wie immer – ordentlich mobil gemacht und diesmal als Symbol für das Böse, schwarze Krähen (oder sind das Raben?) gewählt:Letztes Jahr wurde (ebenfalls von der SVP) zu einem ähnlichen Thema noch Schafe verwendet. Mal sehen welches bemitleidenswerte Tier für die nächste Kampagne der Schweizer Volkspartei missbraucht wird:Ich persönlich hätte erwartet, dass die Schweizer mit „Nein“ auf die Schengen-Erweiterung antworten. Umso überraschender und erfreulicher ist, dass sie es nicht getan haben. Und die 40% Gegenstimmen sind eigentlich auch nicht wirklich dramatisch; zumindest wenn man bedenkt, auf was für Ergebnisse die Iren im Rahmen von Volksabstimmungen zur EU kommen. Und selbst bei Deutschland hätte ich Zweifel an mehr als 50% pro EU...

Aber á propos kriminelle Ausländer: die Post in Riniken wurde (wie mittlerweiel bekannt ist) von zwei Brasilianern (!) überfallen. Derartige Nachrichten sind übrigens ein total relaxtes Gefühl, wenn die eigene Bank zum Zeitpunkt des Überfalls ein Gesamt-Vermögen von 65 Franken für einen verwaltet! Im Nachhinein gesehen habe ich doch wieder alles richtig gemacht! Ich kann aber auch nochmal betonen, dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe. Da ändern auch all Eure komischen SMS nichts dran :-) Im Übrigen hab ich ein wasserdichtes Alibi. Denn wie jeder weiß (außer dem Fabian, der ständig in der Zeit anruft) bin ich jeden Tag von 18 - 19 Uhr mit den "Simpsons" beschäftigt. Und die lass ich doch wegen ein paar hunderttausend Franken nicht extra ausfallen!Davon mal abgesehen: wenn ich Kohle brauch, geh ich doch nicht extra den ganzen Weg (200m)zur Post! Da lauf ich einfach rüber zum Volg und überfall den. Hat zwei Vorteile: ich kann vorher von meinem Balkon aus checken, ob es auch genug Geiseln hat. Und ich kann bei der Gelegenheit auch gleich noch Lebensmittel erbeuten. So gesehen sind die ganzen Vorwürfe einfach nur lächerlich...

Naja, trotzdem: da die Gerüchte um meine Komplizenschaft immer lauter wurden, beschloss ich am Donnerstag, möglichst schnell das Land zu verlassen; schließlich genieße ich in der EU juristische Immunität. Den Freitag nahm ich spontan frei und verließ das Büro gegen 16 Uhr um pünktlich in Hahn zu sein. Hahn ist ein Ortsteil der Gemeinde „Pfungstadt“, ich begab mich also in unmittelbare Nähe zum Ort des großen Lauf-Showdowns 2009. Allerdings war ich nicht dort, um schon mal die Ideallinie des WNS-Laufs auszuloten, sondern um mir den Kick der SKG Bickenbach beim SV Hahn anzuschauen. Da all meine Scouts (am Geissbockheim) unterwegs waren, nahm ich mir die Zeit um mir mal persönlich ein Bild vom Markus Fitnesszustand zu machen. In Hahn angekommen, erfuhr ich das Bickenbach den Kick „mangels Masse“ abgesagt hatte. Also fuhr ich nach Bickenbach um dort beim Training zuzuschauen. Der Markus war aber auch dort nicht zugegen, sondern (wie ich erfuhr) lag krank zu Hause. Echt peinlich, fängt der tatsächlich JETZT schon an, sich für den 13. Juni zu schonen. Naja, der Junge will ganz offensichtlich NICHTS anbrennen lassen...

Freitags morgens war ich dann beim Friseur, um mir – pünktlich zum Start meines Trainings – eine aerodynamischere Frisur zuzulegen. Von 10 bis 15 Uhr besuchte ich Baby Ben, der unglaublicherweise immer noch von Tag zu Tag süßer wird! Ganz davon abgesehen, dass er mittlerweile ein sehr passabler Fußballer ist. Der Kleine wird uns alle reich machen; was für´n Fest!!! Ab 16.30 Uhr gingen dann im Bangert die Vorbereitungen zu Markus Geburtstagsfeier los, an der ich tatkräftig eingespannt war; wobei meine Tätigkeit maßgeblich darin bestand, regelmäßig den Kühlstatus des Bieres zu überprüfen – darin war ich aber auch ein ganz Großer! Es folgte eine sehr lustige Geburtstagsfeier, die bis in die frühen Morgenstunden ging; glaub ich...

Samstag ging es dann gemeinsam mit Conny, Kilian und dem Quotenkölner Markus nach Frankfurt ins Waldstadion wo zunächst mal um Alfred „Don Alfredo“ Pfaff (einen der Meistermacher 1959) getrauert wurde:Das anschließende Benefizspiel entschied die Eintracht gegen den 1. FC Köln mit 3:1* für sich (*Ergebnis geändert; echtes Ergebnis der Redaktion bekannt). In Anbetracht der Tatsache, dass die Eintracht 90. Minuten lang in Unterzahl agierte (ab der 75. Minute sogar mit 2 Mann weniger) war das Ergebnis vollkommen in Ordnung! Auffällig war mal wieder wie anstrengend es im Stadion ist. Die Menge an Gehirnamputierten ist in einem durchschnittlichen Stadion halt signifikant höher als z.B. im Theater oder Museum. A propos „Gehirnamputierte“: dem Tobias möchte ich an dieser Stelle die Möglichkeit bieten, zu erläutern, warum Manasseh Ishiaku der bessere Stürmer ist als Sergiu Radu! 500 Zeichen im Kommentarfeld hast du frei – aber dafür brauchst du sicherlich viel weniger! Ich zähl dann nach...

Den Rest des Abends verbrachte ich damit, Conny und Markus die Grenzen in Wii-Mario-Kart aufzuzeigen. Naja, war jetzt nicht die ganz grosse Herausforderung… Da die beiden es aber einfach nicht einsehen wollten, zog sich die ganze Übung relativ lang hin. Deshalb konnte ich auch am heutigen Sonntag nicht wie geplant laufen gehen. Eigentlich wollte ich (als Startschuss in mein Lauf-Training) mal wieder meine kleine Seeheimer Runde drehen, und die neue, windschnittige Frisur austesten! Aber letztlich war das Bett heute morgen dann doch etwas komfortabler und zudem hatte ich praktisch das ganze Wochenende nur Grippe-Ereger-Träger um mich rum und bin selbst kurz davor krank zu werden. Da muss man es ja nicht übertreiben! Innerhalb der nächsten 14 Tage will ich aber dann auf jeden Fall ins Laufen einsteigen...

Morgen und übermorgen hab ich es stressig, spätestestens Mittwoch Abend kommt dann aber mein endlich letzter Post zum Thema Marathon – versprochen!!!

[Copyright der Stadionbilder: sge4ever.de; Copyright der Fascho-Bilder: udc.ch]

Donnerstag, 5. Februar 2009

Cash-Problem gelöst? Von wegen...

Aller finanziellen Probleme zum Trotz; ich kann versichern und schwören, dass ich damit nichts zu tun habe (auch nicht als Drahtzieher)! Es mag zwar gerade liquiditätstechnisch nicht so blendend aussehen, aber sowas mache ich dann doch eher selten; und wenn dann lass ich mich natürlich nicht erwischen (was für Amateure...):Ist aber schon wirklich interessant, was so 200 Meter von meiner Wohnung passiert - ohne dass ich auch nur irgendwas davon mitbekomme! Ein Kollege (der von meinem kleinen Überweisungs Faux-Pas weiss), hat dann auch Zweifel an der Begründung mit der ich gestern schon um 16.30 Uhr das Büro verliess! Zitat: "Geld ins Ausland zu schaffen ist das eine...sich ein wenig dabei zu vertun das andere....aber dann, trotz angebotener Hilfestellung, unter dem Vorwand, am Nachmittag eine Präsentation vorbereiten zu müssen ins heimische Riniken zu fahren und die lokale Haus- und Hofpost zu überfallen...da hört der Spass doch mal auf".

Tja nun, wenn ein bisschen Gras über die ganze Sache gewachsen ist, unternehme ich vielleicht auch mal nen Versuch. Fluchtwagen brauch ich nicht, wohne ja nur ein paar Meter weg. Und perfekterweise könnte ich die Kohle dann vielleicht auch direkt auf mein Konto einzahlen lassen. Naja, sehen wir dann...

Ein schönes Wochenende wünscht Euch das "criminal mastermind"
4565

Quelle: Sonntagszeitung.ch

Dienstag, 3. Februar 2009

"Was macht das zusammen?" - Marathon-Kosten

Ja, da bin ich schon wieder! Mit meinem Dasein als verarmte Persönlichkeit habe ich mich bereits bestens arrangiert. Aus Kostengründen verzichtete ich heute auf die Kantine (womit ich 8,60 Franken sparte) und ging stattdessen Schwimmen. Das ist aufgrund meiner Dauerkarte völlig kostenlos, nur der Spind (Schwyzerdütsch: Chästli) kostet 50 Rappen pro Benutzung. Und um die 5 Franken Pfand (Schwyzerdützsch: Depot) hinterlegen zu können, plünderte ich heute Morgen meine Waschkasse. Die ganze Schwimmaktion hatte neben der Kostenersparnis auch den positiven Nebeneffekt, dass ich sportlich aktiv war. Nachdem ich vorletzte Woche schon zweimal während der Mittagspause schwimmen war, kann man mittlerweile wohl getrost behaupten, dass meine Vorbereitung auf den WNSL 2009 begonnen hat! Übrigens: ich kann bald schon das nächste Kapitel zum Thema „Wettbewerbsverzerrung“ bringen – irgendwie könnt Ihr es wohl einfach nicht lassen...

Als weiteres Kosteneinsparungspotential habe ich heute mal meinen Vorratsschrank etwas genauer unter die Lupe genommen; mit zweifelsohne bemerkenswerten Entdeckungen. Was ich da so alles habe, ist wirklich hochinteressant; noch viel interessanter ist aber, seit WANN ich das Zeug habe. Ich könnte das vermutlich teilweise an Antiquitätenhändler verkaufen, absolut unglaublich. Unangefochtener Spitzenreiter ist definitiv eine Packung „Pfanni Kartoffelpüree“, mindestens haltbar bis Dezember 2004. Das bedeutet sogar, dass dieses Zeug ganze zweimal mit mir zusammen umgezogen ist – unfassbar!

Zwar theoretisch noch haltbar, aber trotzdem kurios ist eine Packung Tee, für die ich mich eigentlich nur schämen kann. Sie kommt aus dem Hause „Messmer“ und die Sorte nennt sich: „Momente der Sehnsucht – Jasmin-Kirsche / lieblich-leicht“!!! Das ist kein Witz, der heisst wirklich so! Mir war allerdings schleierhaft, wie es diese Ware bei mir in die Wohnung geschafft hat. Als ich eben am Telefon Joscha von diesem seltenen Fund erzählte (der mich übrigens mit dem Satz: „Brauchste Kohle, oder was?“ begrüßte), hatte er aber die Lösung parat! Er & Tobi haben mir mal ein… äh… lustiges, nützliches und ganz reizendes Geschenkpaket gemacht. Und in diesem Warenkorb war vermutlich auch der Tee enthalten. Joscha empfand es als sehr kränkend, dass ich den Tee bisher nicht getrunken habe. Aber man muss es ganz anders sehen: auch das Zeug ist sage und schreibe zweimal mit mir umgezogen; ich hänge also sehr daran und hebe ihn mir einfach für die ganz besonderen Momente (der Sehnsucht) auf!!!

Gegessen habe ich heute übrigens Linsen. Sonst nix, nur Linsen. Da ich in meinem Leben noch nie Linsen gekauft hatte, war ich nicht minder darüber verwundert, sie in meinem Schrank zu finden. Allerdings kam ich in dem Fall selbst auf die Lösung: die haben mit Sicherheit damals Rebecca & Ashley gekauft, als ich ihnen hier Asyl gewährt habe! Das „date of expiry“ (05.2008) untermauerte diese Vermutung! Ja, das Zeug ist zwar abgelaufen, aber hat trotzdem noch geschmeckt. Und das Beste ist: es ist sogar noch eine Portion für morgen da :-)

Das Thema Kosteneinsparung scheint übrigens derzeit sehr verbreitet zu sein. Mein Arbeitgeber hat heute sein neues „cost cut program“ kommuniziert. Es nennt sich „Target Ten“ und zielt darauf ab, die admin costs um 10% zu senken. Ich sage dazu jetzt mal gar nichts... :-)

Aber was rede ich hier eigentlich? Es geht ja weder um meine finanziellen Probleme, noch um die meines Arbeitgebers. Denn heute möchte ich das Thema Marathon mal unter dem Gesichtspunkt „Was kostet der Quatsch eigentlich?“ analysieren!

Da ich ja (wie erwähnt) kleinlich wie ein Schwabe Haushaltsbuch führe, kann ich darüber genauestens Auskunft geben. Die Frage warum ich das eigentlich mache (die ich mir im Übrigen auch schon oft selbst gestellt habe) hätte sich dann jetzt beantwortet: um auf Themen wie diese perfekt vorbereitet zu sein!!!

Die Gesamtkosten meiner Freizeitaktivitäten in 2008 sahen wie folgt aus: Auffällig ist, wie kostensparend es sein kann, nicht integriert zu sein. Ich habe nur etwa die Hälfte fürs Weggehen ausgegeben, wie einst angenommen. Auch beim Urlaub war ich sehr sparsam, was aber letztlich daran lag dass ich einmal mehr keinen richtigen Urlaub gemacht habe. Die eine Woche in der ich in Cadzand betreutes Wohnen für zwei Pflegefälle machte, kann man sicherlich nicht als Urlaub bezeichnen. Auch der großartigste Fußballverein der Welt hat mich weniger gekostet, als budgetiert. Dafür bin ich aber offensichtlich zu gutmütig, was Geschenke angeht *hüstel*. In 2009 gibt es dann mal keine Weihnachtsgeschenke, okay?

Besonders schändlich wird es dann aber was die Sportwetten angeht; hätte ich im Mai meine Karriere beendet, wäre alles super gewesen. Aber die Kurve hab ich nicht so ganz gekriegt! Nun gut, ein kleines Laster wird man mir ja schon zugestehen können! Bei den sonstigen Freizeitkosten schlägt im Oktober vor allem mein Engagement bei Elitepartner zu buche. Jaja, Matchingpunkte sind teuer…

Den aber mit Abstand größten (und schlimmerweise unbudgetierten) Posten stellt der Marathon dar. Unbudgetiert ist der Kerl natürlich deswegen, weil ich diese schwachsinnige Idee nicht schon letztes Jahre hatte, sondern sie meinem kranken Hirn erst im Februar 2008 entstieg.

Insgesamt hat mich der Spaß sage und schreibe 1'872 Euro gekostet – dafür dass ich ihn letztlich nicht mal gelaufen bin, ist das eigentlich schon ein stolzer Preis. In diesem Betrag ist dafür aber auch alles enthalten, was irgendwie mit meiner damaligen, sportlichen Karriere in Verbindung zu bringen war. Alle meine Power-Riegel und Power-Gels sind darin enthalten; ebenso wie ich z.B. meine Schwimmbadbesuche oder den neu gekauften Fahrradtachometer unter der Kostenart „8600 – Marathon“ verbucht habe.

Die Kosten teilen sich letztlich in 4 Hauptgruppen auf: 1.) Laufkleidung, 2.) Medizinische Versorgung, 3.) Antrittsgelder, 4.) Sonstiges Equipment

Die Kleidung besteht natürlich hauptsächlich aus den vielen, vielen Laufschuhen, die ich mir in den 6 Monaten gekauft habe; immerhin 4 Paare! Eigentlich hätte mir (neben meinem sowieso existenten Paar) ein weiteres Paar gereicht. Aber durch die ganze Blasenthematik kaufte ich mir immer wieder neue. Wobei ich über „City Sport Lörrach“ meine Asics habe einschicken lassen; dafür ist die Gutschrift immer noch offen. Ich habe heute mal wieder nachgefragt… Daneben fallen unter die Kleidung natürlich auch meine diversen neu gekauften Laufhosen oder die immer und immer wieder anderen, neuen (angeblichen) Anti-Blasen-Socken. Gesamtkosten: etwa 650 Euro!

Die medizinische Versorgung war der zweifelsohne teuerste Part überhaupt. Das lag maßgeblich an meinem erbärmlichen, gebrechlichen Körper, der (wehleidig wie er ist) nicht mal zwei Tage am Stück Ruhe gegeben hat! Am teuersten war mein letzter Arzttermin, 470 Franken. Der Typ dachte wahrscheinlich, wenn er schon meine Marathon-Karriere beendet, kann er auch gleich noch mal richtig tief in meine Kasse greifen. Die Einlagen (420 Franken) waren dagegen schon fast günstig, mein Gesundheitscheck in Riniken (280 Franken) geradezu ein Schnäppchen! Last but not least, war die Fussknochenwurzelköpfchenentzündungsbehandlung (was für ein phänomenales Wort) mit 180 Franken mehr oder weniger ein Witz! Mit allem anderen medizinischen Gedöns (Blasenpflaster, „Retterspitz äußerlich“, Blasenpflaster, Blasenpflaster, Entspannungsbäder, Voltaren, Blasenpflaster, etc…) komme ich insgesamt auf einen Betrag von etwa 1000 Euro.

Die Anmeldegebühren sind schnell aufgezählt. Den Marathon hatte ich direkt gezahlt; das waren die ersten Kosten, die überhaupt aufgelaufen sind; 50 Euro. Den Greifenseelauf hatte ich leider auch weit im Voraus bezahlt; das waren 50 CHF. Für beide Wettkämpfe gab es (bei verletzungsbedingter Nicht-Teilnahme) die Möglichkeit, den Start um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Das hätte mir aber auch nichts genutzt; die Möglichkeit, das Geld zurückzubekommen gab es leider nicht! Die Teilnahme am Willi-Nickel-Stadtlauf 2008 kostete 6 Euro. Darin enthalten war sogar ein formschönes T-Shirt (ihr werdet es dieses Jahr selbst in Händen halten) und ein Freigetränk der Pfungstädter Brauerei, von dem ich allerdings keinen Gebrauch machte. Die Gesamtkosten für die Teilnahme (und Nicht-Teilnahme) an Läufen beliefen sich also auf rund 90 Euro.

In der Gruppe „Sonstiges Equipment“ kann man damit alles zählen, was sich in obige 3 Kategorien nicht einordnen lässt. Dazu zählt z.B. das Hunde-Abwehrspray, die (rege genutzte) Gymnastikmatte, der Fahrrad-Tachometer, die Nippelpflaster :-) oder die Unmengen an Power-Gels, Power-Riegeln und Mineralstoff-Tabletten! Damit es vom Betrag her aufgeht (und das MUSS es bei Controllern), behaupte ich einfach mal, dass das ganze Zeug circa 132 Euro gekostet hat!

Natürlich darf man nicht vergessen, dass ich einiges an Equipment schon von Anfang an hatte, wie z.B. die Pulsuhr oder das einzige paar Laufschuhe, von dem ich keine Blasen bekam. Darüber hinaus bekam ich freundlicherweise jede Menge an Zeug von Familie und Freunden geschenkt, z.B. die Kompressionsstrümpfe und den Flaschen-Gürtel (bzw. Flask-Gürtel). Aber andererseits habe ich ja auch z.B. mein Trainingslager in Cadzand nicht als Marathonkosten, sondern unter Urlaub verbucht. Was natürlich totaler Blödsinn ist, da in Holland das Laufen (neben Heineken) im Mittelpunkt stand...

Wenn man den zeitlichen Verlauf der Kosten betrachtet, mag man sich wundern, warum noch Kosten im November und Dezember aufliefen; da war mein Training schließlich schon längst vorbei! Der Grund ist sehr einfach: die meisten Rechnungen für meine Arztbesuche kamen schlichtweg so spät! Das ist zwar einerseits sehr verwunderlich, aber andererseits: wenn ich die gleichen Stundensätze verrechnen könnte, wie schweizer Ärzte, dann wäre ich auf die Zinsen auch nicht angewiesen... Nun gut: ich will mich nicht darüber beschweren!

Oh Mann, jetzt ist das schon wieder so ein Riesenpost geworden. War eigentlich nicht geplant; und deswegen beende ich die Sache hier jetzt auch abrupt! Das nächste Mal wenn ich mich hier melde, werde ich definitiv zum letzten Mal auf das Thema Marathon eingehen. Denn dann steht mein finales Gesamt-Fazit an!

Ach ja, Joscha. Wie am Telefon angekündigt, hier für dich noch eine Zusammenfassung vom heutigen Fernsehspiel auf Sat1 ( „Steig mir aufs Dach, Liebling“ D 2009): am Ende der Geschichte krallt sich Lilly ihren Traummann (Kai) statt ihn mit ihrer besten Freundin (Sabine) zu verkuppeln. Viel mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen! Verpackt wurde die ganze Sache natürlich in einer tiefgründigen Story und vorgetragen mit beispielloser, schauspielerischer Klasse! Naja, ich hoffe du hast den Abend etwas sinnvoller verbracht – z.B. mit einer Online-Klatsche durch den FC Bury!?!

Diese Woche melde ich mich nicht mehr. Morgen Abend bin ich in Baden, übermorgen muss ich packen (und dann vielleicht mal zu einer menschlichen Zeit einen Schlafversuch unternehmen) und Freitag geht es zurück nach Deutschland, wo abends der Geburtstag vom Maggus ansteht. Samstag gebe ich mir erstmals seit 9 Monaten wieder ein Heimspiel der glorreichen Eintracht! Ich hoffe natürlich auf den „Bockschuss“, bin aber leider nicht allzu zuversichtlich... Frühestens Sonntag komm ich wieder zum blogen, wird aber eher Mitte nächster Woche werden! In jedem Fall wünsch ich Euch ein schönes Wochenende – die meisten von Euch werde ich ja Freitag und/oder Samstag sehen!

Fakten: 27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon

So, wie angekündigt fasse ich hier und heute mal ein paar Zahlen & Fakten vom „27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon“ zusammen, den ich bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen nicht mitlaufen konnte. Wie klingt das eigentlich? Gesundheitliche Gründe...

Neben den KPI´s präsentiere ich Euch auch noch 2 Videos vom Marathon, die mir (als gemeldetem Läufer) freundlicherweise zugeschickt wurden. Ich kann nur hoffen, dass ich mit dem Einstellen der Dinger (und auch der Bilder) keine Copyrights verletze. Falls doch wäre es cool, wenn Ihr mich mal im Gefängnis besuchen würdet! Edit: da es Stunden dauert, diese Videos hochzuladen, erfreue ich Euch nur mit einem der beiden! Das muss für heute reichen! Edit II: ich werd wahnsinnig, auch nach 3 Stunden ist noch nichtmal das erste Video hochgeladen. Das Ding ist wohl doch ein bisschen zu groß. Damit es jetzt aber zumindest irgendein Filmchen gibt, hier der Link zum Streckenprofil-Video. Das ist zwar eigentlich ziemlich sinnfrei, aber ich bin trotzdem total begeistert davon: *klick*

Oh Shit, ich muss zugeben: es tut mir in der Seele weh, diese ganzen Videos anzugucken. Wenn ich die Bilder vor mir sehe, merke ich wieder, wie gerne ich da mitgelaufen wäre und wie enttäuscht ich jetzt bin. Naja, was will man machen… Und bevor ich sentimental werde, gehe ich jetzt endlich zu den Fakten über:

Gewonnen hat die Übung – welch Überraschung – ein Kenianer. Er heißt Robert Kiprono Cheruiyot und lief den Marathon in 2:07:21 Stunden. Wenn ich gewusst hätte, dass DIE Zeit reicht, wäre ich vermutlich doch mitgelaufen. Denn das hätte ich jetzt auch grad noch geschafft! Zweiter und Dritter wurden ebenfalls Kenianer – wäre vielleicht mal ne Überlegung wert, diese Nation aus rein spannungstechnischen Gründen von derlei Wettwerben auszuschließen!Der Robert setzte sich gegen insgesamt 8´061 andere, gestartete Läufer durch. Ursprünglich gemeldet hatten 9´941 Herren, aber die restlichen 1´879 (immerhin knappt 20%) hatten wohl ihre Turnbeutel vergessen. Ebensogut möglich wäre natürlich, dass sie eine Fußknochenwurzelköpfchenentzündung oder ein „Tractusreiben über Trochanter major mit konsekutiver Perarthropathia coxae“ hatten – das sind ja so die typischen Verletzungen… Von den 8´062 gestarteten Männern kamen 7´828 vor dem Reinigungsfahrzeug im Ziel an! Das sind immerhin 97,1% - RESPEKT!Frauen waren 2´105 gemeldet, 1´686 traten letztlich an (abermals rund 20% Schwund) von denen es 1´641 ins Ziel schafften. Das ist mit 97,3% dann sogar eine noch besser Quote als bei den Männern! Noch mehr RESPEKT! Aus patriotischer Sicht besonders erfreulich: bei den Frauen gewann eine Deutsche: Sabrina Mockenhaupt von „Köln Marathon“.Für alle die keine Lust haben, es im Kopf auszurechnen: insgesamt waren also 12´046 Personen gemeldet, von denen 9´748 angetreten und immerhin 9´469 angekommen sind. Was mit den 279 armen Seelen passiert ist, die nicht angekommen sind, ließ sich leider nicht herausfinden…

Die Teilnehmer kamen aus 71 verschiedenen Nationen, von denen natürlich Deutschland die größte Delegation stellte (91,9%). Auf Platz zwei (129 Teilnehmer) lagen die Franzosen, gefolgt von Großbritannien (122), der Türkei (113) und Österreich (112). Ich gehe allerdings davon aus, dass die 113 Türken durchschnittlich keinen allzu weiten Anfahrtsweg hatten. Aus der Schweiz waren immerhin 65 Leute am Start! Die größte Überseenation stellten die Amerikaner; wobei auch hier davon auszugehen ist, dass der ein oder andere vielleicht in Deutschland lebt! Aus Kenia, dem Land des Siegers, starteten 49 Läufer! Ein Läufer kam von den „United Stated Minor Outlying Islands“ wobei mich eher das Gefühl beschleicht, der Gute hat sich das Land einfach mal ausgedacht...

Noch ein paar Zahlen zum Verbrauch während des Wettkampfs: 22´000 Startnummern, 88´000 Sicherheitsnadeln, 12´000 Schwämme, 565´000 Trinkbecher, 80´000 Bananen, 20´000 Äpfel, 4´780 Liter Tee, 10´000 Trauben, 140´000 Liter Getränke (hm… inklusive Tee?), 20´000 Nüsse & Trockenfrüchte, 13´000 Wärmefolien, 17´000 Medaillen! Quizfrage: mit wie vielen Sicherheitsnadeln wurde jede einzelne Startnummer befestigt?Tja, soviel zu diesem Thema. Das war jetzt mal ein Post geprägt von Zahlen, Daten und Statistiken - dabei geht einem Controller natürlich das Herz auf! Womit ich dann auch schon den perfekten Übergang zu meinem nächsten Post habe. In dem werde ich nämlich ein kleines kostenrechnerisches Fazit dieses Projekts ziehen. Ich werde auf den Cent genau darlegen, was mich die ganze Geschichte gekostet hat – das sind die Tage an denen es sich dann endlich mal auszahlt, dass ich penibelst Haushaltsbuch führe :-)

A propos: derzeit durchlebe ich eine ganz besondere Herausforderung in puncto Kostenbewusstsein. Ich werde im Februar – unfreiwilligerweise – eine kleine „Hartz IV“ – Übung einstreuen. Ich habe letzte Woche versehentlich zu viel Kohle nach Deutschland überwiesen und habe jetzt einen kleinen CHF-Liquiditätsengpass. Ich muss bis Ende Februar mit 65 Franken auskommen: Okay, 20 Franken habe ich auch noch cash, außerdem noch 140 Franken in Reka-Schecks – damit könnte ich an BP-Tankstellen einkaufen :-) Da die Kaufkraft von 65 Franken in der Schweiz in etwa der Kaufkraft von 30 Euro in Deutschland entspricht, werden die nächsten 3 Wochen (oh mein Gott, 3 WOCHEN????) sicherlich lustig! Naja, am Wochenende bin ich in Deutschland; bevor ich verhunger kann ich mir meine Lebensmittel ja dort kaufen...

Ah huch! Jetzt hat sich die ganze Gesichte hier so lang gezogen (das lag nur an den Videos), dass wir mittlerweile längst den 3. Februar haben! Damit an dieser Stelle mal einen herzlichen Glückwunsch und alles Gute an den alten Gelbverbrenner-Finanzhai Markus; der hat nämlich heute Geburtstag! Ich rufe heute Abend mal an; vielleicht habe ich ja Glück und du sitzt dann ausnahmsweis mal nicht auf dem Hometrainer!

[Copyright der Bilder: offizielle "Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon"-CD 2008]