Dienstag, 30. März 2010

(Demütigender) Trainingseinstieg

Nun, die erfreulichste Nachricht seit Jahren habe ich am Freitag ja bereits publik gemacht. Oh Mann wie sensationell: endlich geht es wieder zurück!! Und obwohl dieser Freitag schon ab 12.44 Uhr eigentlich nicht mehr zu toppen war, hat es die Eintracht tatsächlich geschafft noch einen drauf zu setzen. Soviel Glück kann man eigentlich innerhalb von 12 Stunden garnicht erleben – umso krasser dass ich es trotzdem erleben durfte. Am Samstag hat dann auch noch der FC nachgezogen und Hannover im eigenen Stadion gedemütigt. Und sogar der Bookie des Spiels bei BWIN war ganz offensichtlich FC-Fan:

Eigentlich hätte man meinen können dass ich es am Wochenende richtig hätte knallen lassen. Davon kann aber keine Rede sein. Vielmehr hat mich die totale Frühjahrsmüdigkeit erwischt – wahrscheinlich befeuert von der Tatsache dass endlich der Druck dieser ganzen Jobsuche vorbei ist. Wie auch immer: eigentlich habe ich hauptsächlich geschlafen und in den wenigen Wachstunden fleissig angefangen Umzugskisten zu packen. Ich verliere wirklich keine Sekunde!

Nun gut: die räumliche Entfernung zu Pfungstadt ist also endlich überwunden – das bedeutet dass ich spätestens ab nächstem Jahr dann unter lokalen Bedingungen trainieren kann – was zu einer WEITEREN Leistungssteigerung führen dürfte :-) Was der neue Job aber für den WNSL 2010 bedeutet bleibt erstmal noch abzuwarten. Fakt ist: ich werde vermutlich irgendwann Mitte/Ende Juni umziehen müssen. Natürlich versuche ich einzrichten, dass die Übung nicht grade am WNSL-Wochenende über die Bühne geht, aber so 100%ig ausschliessen kann ich es leider nicht…

Aber davon ausgehend dass unsere Zusammenkunft wie geplant stattfindet habe ich meine Neuer-Job-Wochenend-Euphorie mit in den Montag reingezogen und bin in mein Training eingestiegen. Am gestrigen Montag war ich nach der Arbeit in Brugg auf der Laufbahn – wo ich die vermutlich lächerlichste sportliche Leistung bot, die dieses Stadion jemals erlebt hat. Oh Gott war das peinlich. Ich bin nichtmal 2 Kilometer gerannt – DAS IST KEIN WITZ. Nach 4,5 Runden habe ich total erschöpft mit Seitenstechen und nem vermutlich völlig überhöhten Puls ausgestiegen weil halt auch wirklich GARNIX ging. Mir war schwindlig, ich war kurzatmig, meine Lunge hat gepfiffen – UNFASSBAR!! Das Lungenpfeifen habe ich übrigens auch heute noch. Langsam fang ich wirklcih an mir Sorgen zu machen. Von den 4,5 Runden bin ich zwischendurch sogar ne halbe Runde gegangen. Ich habe keine Ahnung was los war – ich glaube ich bin momentan tatsächlich so unfit wie noch niemals zuvor in meinem Leben!

Naja, so wirklich Sorgen mache ich mir im Hinblick auf den 12. Juni noch nicht. Die Zeit sollte schon noch reichen um mir zumindest ein nötiges Grundmaß an Kondition zuzulegen. Aber ich denke mal dafür muss ich dann mindestens 3 Mal pro Woche auf die Strecke. Schaun wir mal… Heute und morgen werde ich nicht laufen gehen – Quartalsabschluss. Und am Donnerstag werde ich mich dann auf die A5 begeben um im stockenden Osterverkehr nach Seeheim zu fahren. Wie ich mich kenne werde ich auch das WE in Seeheim nicht laufen – aber nächste Woche steige ich dann (eventuell) richtig ins Training ein – gestern war einfach nur ein Ausrutscher...

Da ich die nächsten 5 Tage sicher nicht zum bloggen komme, wünsche ich schonmal ein schönes (verlängertes) Wochenende und seid so gut: trainiert nicht so viel!!!

Freitag, 19. März 2010

Wochenende

So, haben wir es also mal wieder geschafft. Es ist Freitag und ich denke wir sind uns einige: dieses Wochenende haben wir uns ganz besonders verdient. Also, wir alle ausser dem Tobi der sich irgendwo am australischen Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Junge, mach mal was Produktives!!!

So sehr ich mich über das Wochenende freue, so schlimm wird dafür der morgige Tag. Denn da geht es dfür mich mal wieder ins „Herzen von Europa“ wo sich die Eintracht dem großen FCB entgegenstellt. Das wird sicherlich ne ganz grosse Nummer. Die recht Seite dürfte morgen ziemlich leer sein - Ochs und der Sympath Franz sind gesperrt. Und auch der der andere Sympath (Teber) war im letzten Spiel böse und darf nicht mitkicken. Ich denke mal Ribery wird sich vor Langeweile kaputtlachen. Das ist gleichzeitig meine einzige Hoffnung!

Und auf der anderen Seite siehts eigentlich noch viel fieser aus. Arjen Robben hat es morgen mitm Spycher zu tun. MITM SPYCHER!!! Hab grad eben mal gecheckt ob es jemand gibt der die Wette „Spycher muss nach 30 Minuten mit Schleudertrauma ausgewechselt werden“ anbietet. Leider lässt sich darauf aber kein Buchmacher ein – die wissen schon warum… Aber trotz der Vorraussetzungen: ich freu mich übertrieben auf das Spiel. Und sei es notfalls auch nur weil mir BWIN die Klatsche ordentlich vergolden wird :-)

Ansonsten kann ich nur allen empfehlen, mal auf die Uhr zu gucken. Wir haben nämlich den 19. März 2010. Das bedeutet zum einen dass in nichtmal 3 Monaten der Lauf ist und zum anderen dass in 9 Tagen mein phänomenales Trainingsprogramm für den WNSL 2010 beginnt. Nächsten Sonntag (also am ersten Tag nach der Zeitumstellung) wird der Asphalt in Riniken wieder zum Glühen gebracht. Wie ich inzwischen gehört habe, gibt es aber auch schon wieder Streber die längst mit dem Training angefangen haben. Conny hat mir gepetzt dass der Markus schon wieder laufen war – was ihm wiederum garnicht recht war. Jaja, wie letztes Jahr – abends vorher erzählt er sicher wieder dass er nix gemacht hat. Ebenfalls trainiert wird auch schon in Weiterstadt – und zwar bemerkenswerter Weise nicht von Marc. Vielmehr ist es Andrea den der Ehrgeiz gepackt hat und die bereits in der Hochphase des Trainings ist.

Andrea hat mich im Übrigen auf ein Problem hingewiesen dass wir beim WNSL bekommen könnten. Denn fraglich ist ob unsere schlagkräftige Truppe wirklich in der Lage ist aufgrund unserer Teamgrösse einen hopfenhaltigen Preis einzuheimsen. Ich glaube die 3 grössten Teams bekommen pro Teilnehmer ein 5-Liter-Fässchen. Aber letztes Jahr gab es tatsächlich folgende Teams:

1.) Tennis and Friends (23 Teilnehmer)
2.) Klein Gallien (19 Teilnehmer)
3.) Concordia Pfungstadt (15 Teilnehmer)
4.) Wellness-Team (14 Teilnehmer)
5.) Hubert GmbH (11 Teilnehmer)
6.) SSCP (6 Teilnehmer)
…
15.) WNSL-Finisher 2009 (1 Teilnehmer) --> was ne lächerliche Truppe, gell Joscha?

Nun, was auf der Hand liegt: unsere kleine Truppe wird an besagtem 13. Juni so einiges tun – aber sicherlich kein Bier gewinnen. Die Frage ist nun ob und wie wir unser Team so aufpumpen können, dass wir zumindest mal unter die ersten 3 kommen. Ich schätze mal 15-20 Leute brauch man dafür in jedem Fall. Ein paar Leute werden wir in Südhessen sicher noch auftreiben können – dennoch sollten wir uns schonmal mit dem Gedanken anfreunden, dass es unter Umständen keinen „Return on Investment“ in flüssiger Form geben könnte.

Tja nun, für intelligente Vorschläge bin ich wie immer offen. Von meiner Seite wars das für heute. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und werde mich dann vermutlich am nächsten Sonntag das nächste Mal melden – wenn ich meinen Wiedereinstieg ins Training „gemeistert“ habe...

Montag, 8. März 2010

center.tv allez-allez!!!

… center.tv allez-allez!

CENTER.TV, CENTER.TV, CENTER.TV ALLEZ-ALLEZ!!!

Am Wochenende stand der von langer Hand geplante Köln-Besuch auf dem Programm und an der Tatsache dass ich hier und heute schreibe kann man erkennen: ich habe es überlebt. Und das war nicht unbedingt immer zu erwarten. Schon der Samstag-Morgen war reichlich frustrierend als ich nach dem Aufstehen circa 5 Zentimetern Neuschnee entgegenblickte – und es wurde von Sekunde zu Sekunde mehr. Die spanischen, portugisischen und griechischen LKW-Fahrer ohne Sommerreifen entschlossen sich daher kurzerhand dazu, die A3 mit quergestellten Lastwagen zu vollsperren. Erfreulicherweise ist Südhessen so gut infrastrukturiert, dass wir spontan auf die A67 ausweichen konnten. Von den Eisschollen auf den Fahrbahnmarkierungen (die bei jedem Spurwechsel Geräusche machte, als würde sich der Unterboden jeden Moment verabschieden) mal abgesehen, konnten wir uns eigentlich nicht beschweren. Auf der Gegenspur der A67 kam es hingegen etwa 1 Stunde nachdem wir dort vorbeigefahren waren zu einer fiesen Massenkarambolage. Etwa 30 Autos sind da ineinandergerast. Der Grund war bemerkenswerter Weise nicht der Schnee, sondern die tiefstehende Sonne!

Ja ne, ist klar: ständig über den Winter motzen und wenn dann die Sonne kommt ist es auch wieder nicht recht!! Naja, hoffen wir mal das Beste für den Schwerverletzen!! Unsere Reise nach Köln verlief – gemessen an den Witterungsbedingungen – wirklich blendend. Gegen 12 Uhr kurvten wir die Karre ins Parkhaus des „IBIS Center-Süd“, ein fantastisches 1-Sterne-Hoten ganz in der Nähe des Tiebolds Ecks. Hier trafen wir wenige Minuten später auf Elena, Jona, Joscha, Peter und … äh… wer wars noch??? Egal, sehr lustige Truppe die sich von nun an dem leckeren Kölsch hingab und dem Kick des FC gegen den Rekordmeister aus München entgegenfieberte.

Gegen 15 Uhr liefen wir dann im Müngersdorfer Stadion auf, wo der Pöbel auf die Süd ging, während wir uns unseren Plätzen auf der Haupttribüne widmeten! Markus verzichtete allerdings im Lauf des Spiels nicht darauf, mehrmals zu erwähnen dass er eigentlich („jetzt wo ich ein paar Bier im Kopp hab“) viel lieber in der Süd stehen würde. Danke Mann, das nächste Mal sagst du das bitte bevor ich 120 Euro für diese Snob-Plätze raushaue :-) Mannmannmann, und für sowas verkaufe ich extra Teile von meinem Teakholzbestand in Costa Rica…!!

Zum Spiel gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Angeblich ist es 1:1 ausgegangen, was ich aber nicht mit Sicherheit bezeugen kann - ich persönlich habe ein 0:0 gezählt. Wirklich unglaublich: ich habe noch nie in Frankfurt im Stadion irgendwas gegessen oder getrunken. Erstens weil ich diese totale Abzocke nicht unterstütze, aber eben auch weil ich nichts vom Spiel verpassen will. Am Samstag war ich ZWEIMAL draussen um für Getränkenachschub zu sorgen. Jetzt darf mal jeder raten in welchen Minuten die beiden Tore fielen!! Oh Mann – ich bin echt der totale Trottel. Beim Tor für den FC hatte ich sogar noch den Markus mit rausgenommen. Beim zweiten Mal bin ich dann mit den Worten „geht ja nicht, dass du auch noch das zweite FC-Tor verpasst“ alleine gegangen. Naja, es kam alles etwas anders. Für mich war das Spiel also ein ödes 0:0. Immerhin ein Abseitstor von Poldi sowie einen Lattenschuss (Poldi), einen Unterlattenkopfball (Schweinsteiger) und einen Pfostenschuss (Fronck) bekam ich geboten.

Nach dem Kick ging es weiter zu „Oma Kleinmann“ um dort ein Schnitzelchen zu verzehren. Zu diesem Anlass reisten dann sogar noch Anne, Anja, Vivien, Jens und Lars (ich bleibe einfach mal bei den echten Namen…) an. Die mittlerweile 10köpfige Gruppe machte sich dann später noch auf zu…. ja… irgender Cocktailbar in der Zülpicher Straße. Ich war auf jeden Fall schonmal da, aber keine Ahnung wie der Laden heisst.

Im Verlauf des Abends verstärkte sich ein Phänomen immer mehr. Die Schwerkraft der Kölschgläser veränderte sich permanent. Es war echt eine reine Kunst, die Dinger aufrecht auf dem Tisch zu halten. Liegt vermutlich daran dass die Teile total schmal und relativ hoch konzipiert sind. Wer baut auch sowas? Anyway, die Dinger haben ganz plötzlich angefangen, ständig umzufallen. Nachdem es schon weder für den FC noch für die Eintracht zu 3 Punkten gereicht hatte, verlor ich dann auch noch den internen Kölsch-Wurf-Wettbewerb gegen Markus. Zwar konnte ich zweimal in Führung gehen (1:0 und 2:1), aber am Ende setzte sich Markus dann doch deutlich durch. Beim 2:4 hab ich gefrustet aufgehört zu zählen. Naja, halten wir zumindest fest: ich habe ihm in diesem Duell nichts geschenkt!!

Tja nun, ich glaube im Großen und Ganzen waren alle froh als wir dann endlich gegangen sind. Haben wir uns eigentlich verabschiedet oder sind wir einfach abgehauen? Ich weiß nur noch dass der Jens uns auf seinem Angeber-Handy den Weg zurück zum Hotel gezeigt hat. Einschliesslich der Worte „Ach das ist ja ganz nah; da seid Ihr in 5 Minuten!“. Tja nun, vermutlich hätte jeder einbeinige Blinde mit 12 Promille den Weg schneller gefunden als wir. Wir haben dann tatsächlich – für etwa 800 Meter – eine knappe Stunde gebraucht. Das lag aber nur zum Teil an der fehlenden Ortskenntnis. Viel mehr waren wir doch etwas… äh… unkoordiniert. So machten wir zwischendurch Rast um uns einen Döner zu kaufen, hatten aber plötzlich zwei komische, asiatische Falaffel in der Hand die sich wirklich am Rande zur Körperverletzung bewegten. Markus glänzte dann noch damit dass er irgendwelche privaten Autos die vorbeifuhren für Taxis hielt und zielsicher auf eines zuging, verbunden mit den Worten „Komm, lass uns das einfach nehmen!“. Ich konnte ihn aber im Letzten Moment noch vom Einsteigen abhalten. Überglücklich erreichten wir dann irgendwann unser Hotel – zwischendurch hatte ich schon daran gezweifelt dass wir es jemals schaffen.

Über den nächsten Tag lässt sich nicht viel sagen; zumindest nicht viel gutes. Gegen 10 Uhr verliessen wir das Hotel und besorgten zunächst mal ein paar Einheiten „Rheinisches Schwarzbrot“ – um Markus gesundheitliche Existenz auch über diesen Tag hinaus hin zu sichern. Auf dem Heimweg redeten wir maximal 20 Sätze. Bestehend aus 19 Mal: Markus: „Ich hab solche Kopfschmerzen!“, Ich: „Und mir ist schlecht!“. Nur einmal wichen wir aus auf „Was ein geiles Wetter!“, „Aber echt!“. Naja egal, reden war einfach viel zu anstrengend.

In Seeheim hab ich den Brotlieferant wieder im Bangert abgegeben und bin dann für 3 Stunden zum Schlafen zu meinen Eltern gefahren bevor es für mich zurück in die Schweiz ging. War auf jeden Fall ein ziemlich glattes Wochenende mit – wie immer! – äußerst netter Begleitung der Division Godesberg. Auf eine baldige Wiederholung – aber doch auch nicht ZU bald. Jetzt brauch ich erstmal 8 Wochen Urlaub zur Erholung!

So, und damit dieser ganze Text auch eine Berechtigung hat hier im Blog zu stehen kommen wir noch kurz auf den WNSL 2010 zu sprechen. Vom Kollgen F.G. aus Mannheim kam massive Kritik an der Auswahl des Laufes auf. Sein Wunsch wäre es weiterhin den langen Lauf zu meistern. Also Fabian, wie per Sametime schon angekündigt: wir müssen nach dem Jedermannslauf/Jedefraulauf eh 60 Minuten bis zur Siegerehrung (und zur Bierausschüttung) warten. So gesehen kannst du diese Stunde gerne mit der Teilnahme am Hauptlauf überbrücken. Die uneingeschränkte Unterstützung aller „WNSL-Finisher-2010“ während des Laufs wäre dir sicher!