Samstag, 31. Januar 2009

Marathon: Trainingsvorbereitung

Oh Mann, ich mache wirklich drei Kreuze, wenn diese verf***** Woche morgen gegen 23.59 Uhr ihren Rücktritt erklärt und den Weg frei macht für neue, verheißungsvolle Wochentalente. Dass die Eintracht heute mal wieder ohne Punkte nach Hause fährt, ist eigentlich nur das Tüpfelchen auf dem „i“. Montag und Dienstag war ich (völlig sinnfreier Weise) krank, und seitdem bin ich eigentlich nur während kurzen Pausen nicht im Büro. Im Budget 2009 ist auf der Zielgeraden noch mal alles schief gelaufen, was auch nur irgendwie schief gehen konnte und ganz plötzlich stand/steht dann auch schon wieder ein Monatsabschluss auf dem Plan. Und Tagesgeschäft gibt es leider auch im Januar nicht zu knapp. Aber der Stress ist eigentlich völlig nebensächlich; der negative Höhepunkt kam, als ich Donnerstag nach der Arbeit zu meinem Auto zurückkam, und folgendes auf der Windschutzscheibe vorfand:Ein Strafzettel! Für das Parken auf dem ABB-Parkplatz! Ausgestellt vom hauseigenen Sicherheitsdienst! GEHT’S NOCH??? 60 Franken soll ich dafür zahlen, dass ich zur Arbeit komme. Manchmal macht mir diese Firma die Entscheidung, sie zu verlassen, wirklich SEHR leicht!!! Ach ja, à propos: das Projekt LH-Seeheim habe ich heute von meiner Seite gecancelt. Das ist schon ein sehr professioneller Laden. Aber gut, kein Thema um es hier breitzutreten...

Denn Sinn und Zweck dieses Blogs ist es ja nicht, Euch die Ohren (bzw. Augen) vollzuheulen, sondern knallhart auf die theoretische Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon 2008 einzugehen.

Die ganze beginnt eigentlich mit der Entscheidungsvorbereitung, am Marathon teilzunehmen. Warum ich am Marathon teilnehmen wollte, weiß ich eigentlich selbst nicht mehr genau. Letztlich war es die Mischung aus der exzessiver Langeweile mit ich mich hier rumgeplagt hat, verbunden mit dem Wunsch wieder etwas fitter zu werden und letztlich natürlich hat es mich gereizt, mit so einer Herausforderung mal meine Grenzen auszutesten. Naja, letzteres ist mir ja auch bestens gelungen; auch wenn ich nicht erwartet hätte, dass ich diese Grenze schon so früh erreichen würde :-) Dass es dann ein Lauf über 42,195 Kilometer wurde, war maßgeblich die „Schuld“ von Marc, der den Berlin-Marathon 2003 gelaufen war und mich eines Abends mit dem Gedanken anfixte. Eine Woche später bekam ich von Andrea das Marathon-Buch geschenkt, welches ich auf der Zugfahrt gen Schweiz mehr oder weniger verschlungen habe. Insgesamt habe ich es bestimmt 2-3 Mal gelesen, die schwierigen Kapitel (vor allem Laufen in Pulsbereichen, Energiebereitstellung & Sauerstoffversorgung und Superkompensation) habe ich jeweils mindestens 20 wenn nicht sogar 30 Mal gelesen! Und am Ende dann sogar verstanden :-) Das übrigens auch nicht zuletzt aufgrund der Consulting-Dienstleistungen von Elena, Marc und Robin! An dieser Stelle noch mal vielen Dank dafür!!!

Anyway, allein die ganze Theorie aufzunehmen war wirklich total cool; zumal ich das eigentlich schon immer verstehen wollte, mir aber schlichtweg die Motivation gefehlt hat. Erst nachdem die Entscheidung für den Marathon gefallen war, und ich mich angemeldet hatte, ging die eigentliche Vorbereitung los...

Die bestand zunächst mal aus dem Einkaufen des entsprechenden Equipments (was sich ja letztlich mehr oder weniger durch den gesamten Blog zog). Der wohl wichtigste Einkauf war aber der Fahrradtachometer, mit dem ich dann meine 10 Kilometer-Heimstrecke abmessen konnte. Das Ding war sozusagen der Anlasser für den aktiven Einstieg ins Training!

Mein Trainingsplan selbst war dann eigentlich mehr oder weniger komplett aus dem Buch übernommen. Ich entschied mich als Zielzeit 4:00 Stunden auszuwählen, das erschien mir (naiverweise) als machbar. Der Plan beschrieb nur die letzten 3 Monate vor dem Wettkampf, und erforderte zu diesem Anfangszeitpunkt (also in meinem Fall am 26. Juli) die Fähigkeit, 10 Kilometer in 57:50 Minuten laufen zu können. Ich hatte also (da ich im März angefangen habe) rund 5 Monate Zeit, um mir diesen Fitnessgrad anzueignen. Klang damals (und klingt eigentlich auch heute noch) nicht gerade nach einem Ding der Unmöglichkeit!Leider machte ich von Anfang an einen entscheidenden, taktischen Fehler – der (neben meiner generellen Unfähigkeit) maßgeblich zum Scheitern meines Projekts beitrug. Denn ich entschloss mich, ausschließlich 10-Kilometer-Läufe zu nutzen, um mich auf das besagte Mindest-Fitness-Level zu bringen. Damals erschien mir das absolut logisch, heute habe ich keine Ahnung mehr warum ich das so entschieden habe. Erst als ich Fabians „Achilles Verse“-Buch las und der Autor ganz easy mit 30-Minuten-Läufen in sein Training einstieg, stellte ich mir die Frage: Du Volltrottel, warum hast DU das eigentlich nicht gemacht?

Nun, auf die aktive Umsetzung meines Plans will ich ja erst in meinem nächsten Post eingehen. Aber soviel sei schon mal vorweggenommen (da erzähle ich auch keinem was Neues, gell?): ich hatte in den ersten 3-4 Wochen Regenerationszeiten von 5-6 Tagen, später waren es dann nurnoch 2-3 Tage aber das hätte ich sicher alles optimieren können, indem ich einfach die ersten Wochen langsam angefangen hätte. 2 Kilometer laufen, am nächsten Tag wieder 2, dann mal ein Tag Pause, dann mal 5 Kilometer, etc… Ich hätte davon vermutlich nichtmal Muskelkater bekommen; so hatte ich praktisch 5 Monate Dauermuskelkater oder andere Muskelquerelen. Die Muskelprobleme konnte ich zwar ignorieren oder zumindest verkraften, aber die Quittung dafür bekam ich jedes Training aufs Neue auf meiner Pulsuhr präsentiert. Der war ja, das kann man wirklich nicht anders sagen – eine absolute Katastrophe (um mal im typischen DSF-Sportreporter-Jargon zu sprechen).

Letztlich habe ich praktisch nicht eine einzige Woche so trainieren können, wie ich es mir vorgestellt habe. Und das ist einzig und allein meine Schuld, da ich meine Leistungsfähigkeit einfach völlig falsch eingeschätzt habe. Ich hatte ja im September Oktober 2007 meine Karriere als Raucher beendet und im Prinzip im März 2008 seit vermutlich 5-6 Jahren nicht mehr regelmäßig Sport gemacht! Im letzten Jahr vor meinem Trainingsstart habe ich vielleicht 3 Mal insgesamt Sport gemacht – wenn überhaupt. Die Chancen als Nicht-Sportler innerhalb von 8 Monaten auf einen Marathon zu trainieren sind sicherlich sehr ambitiös. Die allerdings mit meinem Trainingsplan zu machen ist wohl einfach nur als naiv zu bezeichnen! Neben den Läufen sah mein Plan auch andere Einheiten vor: Schwimmen, Krafttraining, Radfahren, Koordination. Schwimmen und Radfahren hätte ja eigentlich den Sinn von Regeneration/Kompensation (RECOM) gehabt, aber so konnte ich sie eigentlich nie durchführen. Denn zur „Entspannung“ Radfahren oder Schwimmen wäre gar nicht möglich gewesen. Letztlich habe ich sie dann als ganz normale Trainingseinheiten genutzt; waren aber trotzdem mehr oder weniger die einzigen Lichtblicke...

Umso weiter das Training fortschritt, umso offenkundiger wurden letztlich die Defizite. Spätestens während dem 25-Kilometer-Lauf in Seeheim wurde mir klar, dass ich niemals in meinem Leben einen Marathon würde laufen können! Und mein Plan sah ja eigentlich noch zwei Läufe über 32 und einen Lauf über 35 Kilometer vor! Wenn ich daran denke, kann ich eigentlich nur lachen! Oh Mann, ich lach grad wirklich :-)

Die Wettkämpfe waren ebenfalls gemäß dem Buch geplant, mit der kleinen Modifikation, dass ich einen 32km-Lauf ausfallen lassen und stattdessen einen zweiten Halbmarathon laufen wollte. Das wären in meiner Planung der Darmstadt-(Halb)Marathon und der Greifenseelauf gewesen. Letztlich konnte ich keinen laufen, was zumindest beim Greifenseelauf ziemlich ärgerlich war; da ich mich schon frühzeitig angemeldet und bezahlt hatte!

Aber neben all der schlechten Nachrichten gab es zumindest auch eine positive: denn wenigstens den prestigeträchtigsten Wettkampf habe ich gemeistert: den 9. Willi-Nickel-Stadtlauf am 14. Juni 2008 in Pfungstadt („Mitten in der Pfungstäder Innenstadt!“ wie die auf Homepage euphorisch betont wird) habe ich erfolgreich absolviert. Wobei erfolgreich relativ ist! Aber teilgenommen hab ich, dafür gibt es Zeugen!!! To be continued in 2009!!!

Tja nun, alles in allem kann ich sagen, dass die Auswahl meines Trainingsplans wohl als ein einziges, großes Missverständnis zu bezeichnen ist. Als wäre die Planung nicht schon schlimm genug, war die praktische Umsetzung dann so richtig dilettantisch. Darauf gehe ich dann aber in meinem nächsten Post ein; für heute hab ich mich selbst genug gedemütigt :-)

Wenn es gut läuft, kommt das Thema schon morgen, aber das hängt davon ab wie lang ich mich bei meinem Lieblingsarbeitgeber rumärger und ob der Parkplatz-Sheriff morgen vielleicht Nägel mit Köpfen macht und meine Karre direkt abschleppen und zu einem kleinen Würfel pressen lässt! Abwarten und Bier trinken… Spätestens bis Dienstag werde ich mich aber melden!

Montag, 26. Januar 2009

Wettbewerbsverzerrung I

Wie gestern schon angekündigt, wird mein heutiger Beitrag für den ein oder anderen eher unangenehm werden. Auf derlei Einzelschicksale kann ich allerdings keine Rücksicht nehmen! Ich habe diese Kiste hier jetzt mal bewusst „Wettbewerbsverzerrung I“ (mit der Betonung auf EINS) genannt. Denn ich fürchte was ich hier und heute präsentieren kann, ist nur die Spitze des Eisbergs der Unsportlichkeit diverser WNSL-2009-Teilnehmer. Meinem investigativen Enthüllungsjournalismus sei Dank; jetzt kommt alles auf den Tisch! Und ich brauche sicherlich nicht erwähnen: selbstverständlich ist es meine journalistische Aufgabe und Pflicht, auch die negativen Seiten der WNSL-Vorbereitung zu beleuchten!

Den Fall vom Joscha habe ich schon mal angedeutet; der wird sich in den nächsten Monaten mehreren einwöchigen Doping-Kuren unterziehen. Ich sag mal so: der Joscha ist ein wirklich schlechter Verlierer. Ich erinnere da nur an den Fall, an dem Joscha uns zwei Tage lang vorenthalten hat, wie man bei Fifa 2005 sprintet! Und er hat über uns gelacht; GELACHT HAT ER!!! Anyway, jetzt zu erwarten, dass sich der Joscha irgendwelchen legalen Mitteln bedient, um den Wettkampf fair zu bestreiten, wäre mehr als blauäugig! Ich habe ihn auf jeden Fall auf der Rechnung ganz weit oben und lasse mich entsprechend vom Tobi mehr oder weniger täglich über Joscha’s Wohlbefinden informieren!

Mindestens genauso ärgerlich ist aber, dass jetzt auch der Markus (die Sau!) versucht, uns zu hintergehen. Der Kollege hat sich nämlich für die kalten Wintermonate tatsächlich einen Hometrainer beschafft, auf dem er jetzt in aller Regelmäßigkeit trainiert. Samstag Abend vor unserem Casino-Besuch habe ich ihn sogar in flagranti erwischt:
Davon abgesehen ist der Junge vor zwei Wochen in die Vorbereitung mit der SKG Bickenbach (wie Hoffenheim – nur größer!) gestartet; er arbeitet also im Gegensatz zu uns im Rahmen eines organisierten und professionellen Trainingsplans. Als wäre das nicht schlimm genug, hat er dort sogar in der ersten Laufeinheit mehr gemacht, als gefordert! Ich sach nur: der will es wirklich wissen!!! Als Tüpfelchen auf dem „i“ achtet er jetzt sogar auf seine Ernährung. Er wiegt seine Eisportionen genauestens ab und verweigert sogar Fast Food & Snacks (wie z.B. Erdnüsse). Das entscheidende ist: damit geht er nicht offen um, sondern diese 3 wichtigen Informationen habe ich allesamt von der Conny erfahren. Ohne ihre Hilfe hätte das, im Juni ein ziemlich böses Erwachen geben können! Conny & ich werden das auf jeden Fall im Auge behalten. Besonders perfide: der Junge lässt keine Gelegenheit ungenutzt, zu behaupten, dass er vom Laufen unvermittelt Krämpfe bekommt und somit eigentlich keine Chance hat. Na klar Markus, und Christoph Daum hatte damals auch ein ABSOLUT REINES GEWISSEN...

Leider nicht viel besser sind die Meldungen aus Mannheim, wo es eine weitere Person gibt, die grade dabei ist seine Ernährung umzustellen. Glücklicherweise hat auch er eine sehr gesprächige Freundin; sodass ich jetzt nicht nur über die Tatsache informiert bin, dass Fabian neuerdings „Ernährungspunkte“ sammelt, sondern ich jetzt auch ein ausgemachter Experte in jener Punktberechnung bin! Neben seiner Ernährungsumstellung zockt der Fabian regelmässig Fußball und ganz nebenbei ist er auch im Fitnessstudio angemeldet - wo er zumindest sicherlich öfter aufläuft als ich damals in meiner Mannheimer Fitcom-Zeit...!

In Weiterstadt bei meinem Schwager ist die ganze Sache noch dreister. Von ihm höre ich seit Wochen eigentlich bei jedem Treffen, dass er derzeit nicht trainieren kann, wegen Problemen an der Patellasehne. Ja ne, st klar, bei meiner Feier mit dem „Marathonzeit-Sticker“ auflaufen aber dann angeblich nicht auf einen 8,4-Kilometer-Stadtlauf trainieren können; ich glaube kein Wort! Sieht mir am ehesten nach einem ganz billigen Versuch aus, die Quote zu erhöhen! Fakt ist: Marc wird entweder gar nicht antreten, oder aber topfit. Ich würde eher mal mit letzterem rechnen.

Jonas war immerhin so offen, zuzugeben, dass er schon mitten drin ist in seinem Trainingsplan. Selbstverständlich alles rein gedanklich; nicht aktiv – sagt zumindest der Jonas. Es gibt allerdings genug Anlass, an dieser Aussage zu zweifeln. Zum einen gibt es glaubwürdige Aussagen, dass Jonas einmal wöchentlich zum organisierten Fussballspielen geht. Und ganz nebenbei hat er von uns allen wohl die meiste Erfahrung vorzuweisen, was die Teilnahme an kurzen Stadtläufen betrifft. Ob beim Norderney-Lauf (wo er allerdings meist nicht mitläuft, weil er vorher zuviel Fischsuppe gegessen hat) oder dem 3-Brücken-Lauf in Bonn – der Junge ist ein alter Hase in Sachen Wettkampfvorbereitung und wird in Pfungstadt sicherlich auf den Punkt fit sein. Es empfiehlt sich in jedem Fall, den Jonas im Juni in den engeren Favoritenkreis aufzunehmen!

Auch von Tobi gibt es überwiegend besorgniserregende Nachrichten! Zwar laboriert der Junge noch an den Folgen einer Hautirritation an der Stirn; ausgelöst durch einen kleinen Plastiksaugnapf. Das hält ihn aber nicht davon ab, schon jetzt voll in seinen Trainingsplan einzusteigen. Er geht zweimal die Woche laufen; und einmal kicken! Diese Informationen konnte ich ihm telefonisch (durch mein energisches Nachhaken) entlocken. Zudem betont Tobi, dass er (Zitat) „das mit Abstand geilste Equipment der Welt“ hat. Wenn man seinen Aussagen glauben darf, machen ihn seine Handschuhe und seine Mütze unschlagbar. Ob ihm das im Sommer allerdings nutzt, bleibt abzuwarten. Anyway, es zeichnet sich immer mehr ab, was ich schon länger befürchte: der 13. Juni 2009 wird zu einer Materialschlacht werden!

Die einzige Person, von der man nichts, aber auch GARNICHTS hört, ist die Elena. Und das ist– das muss ich betonen – eine absolut besorgniserregende Nachricht. Denn das kann eigentlich nur bedeuten, dass sie sich 24 Stunden am Tag hochkonzentriert auf den Showdown in Pfungstadt vorbereitet. Problematischerweise ist sie zurzeit in Berlin; also völlig „out of control“. Niemand kann überwachen, wie viel sie wirklich macht. Wäre nett Jonas, wenn du da regelmäßig vorbeischauen könntest um zu checken, wie sich das Profil von Elenas Laufschuhen von Woche zu Woche verändert! Spätestens wenn sie wieder in Bonn ist (wie sieht es damit eigentlich aus?) können Tobi, Joscha und Jonas die ganze Sache vermutlich ein bisschen besser überwachen! So oder so: nicht zuletzt aufgrund ihres Sportstudiums ist sie am 13. Juni mehr als nur eine Geheimfavoritin!

Fazit: Ihr seid allesamt ziemlich hinterfotzige Wettkämpfer, aber zumindest konnte ich Euer falsches Spiel jetzt mal ansatzweise beleuchten. Ich kann nur betonen, dass man hier niemand vertrauen kann und nichts von dem glauben sollte, was einzelne Teilnehmer so alles von sich geben. Das ist wie früher in der Schule am Tag der Klausur: „Ey ohne Witz, ich hab NICHTS GELERNT, absolut NULL GEMACHT.“ Und 10 Tage später hiess es dann: „Huch, 14 Punkte, obwohl ich NICHTS gemacht habe! Verstehe ich gar nicht...“ Das wird beim WNSL nicht anders sein; es wird sicherheitshalber von allen Seiten tiefgestapelt! Ständiges Misstrauen ist in jedem Fall angebracht!!! Glaubt auch nicht den Quatsch, den jetzt wieder einige hier als Kommentar reinposten werden. Alles Tiefstapelei; sonst nichts!!! Und zusammenfassend bleibt mir eigentlich nur zu sagen: Ich bin von Euch allen menschlich tief enttäuscht! Und Ihr könnt sicher sein: ich werde Keine(n) von Euch unterschätzen!!!

Anyway, sowas lasse ich mir natürlich nicht bieten. Daher werde ich in jedem Fall sehr bald in mein Training einsteigen. Eigentlich wollte ich schon diese Woche laufen, aber ich habe im Gegensatz zum Tobic keine Handschuhe – und ohne Handschuhe ist es mir einfach zu kalt. Ich werde mich also zunächst mal ans Schwimmen halten; momentan bin ich ein bisschen am Kränkeln. Aber Mitte der Woche beginnt dann die Vorbereitung zu meinen beiden Missionen „Neue persönliche Bestzeit“ und „Den Abschaum hinter mir lassen“. Meine Ernährung werde ich auch wieder ein bisschen anpassen; allerdings nicht noch mal so einen Schwachsinn wie Alkoholverzicht durchziehen! Denn das war wirklich reichlich sinnlos…

Tja nun, die nächsten Tage werde ich (wie letzte Woche angekündigt) in diesem Blog das Thema Marathon abschließen – um mich dann endlich mental und körperlich voll und ganz dem Willi-Nickel-Stadtlauf 2009 widmen zu können!

So, das war es für heute. An dieser Stelle will ich dann noch mal die Chance nutzen, und dem Joscha ausdrücklich alles Gute wünschen! Hau rein, mein Bub – meine Theorien über die Unzerstörbarkeit von „em eeschte kölsche“ Immunsystem hatte ich dir ja schon mal dargelegt. Ich bin weiterhin von ihr überzeugt!

Nichts geht mehr...

Da die Vorbereitung auf einen Willi-Nickel-Stadtlauf natürlich nicht so trainingsintensiv ist, wie auf einen handelsüblichen Marathon, habe ich heutzutage viel mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens. Was spricht also dagegen, mal etwas zu berichten, was mit Laufen nichts zu tun hat. Konkret rede ich von meinem Versuch, mir ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen. Zu Weihnachten habe ich nämlich von Conny und Markus das Startkapital für einen Besuch des Casinos in Wiesbaden geschenkt bekommen.

Nachdem ich den Morgen und Mittag bei Ben verbracht habe (der sich ob meiner Anwesenheit auch schonmal mehr gefreut hat), traf man sich am späten Samstagnachmittag im Bangert um ein köstliches Abendessen einzunehmen und dabei (emotional aufgepusht) Handball zu schauen. Wie immer hatte der Gegner sein Temperament nicht im Griff und vor allem haben uns die Schiri’s wieder beschissen. Wobei: das war alles ein Witz gegen die letzten 10 Sekunden im Spiel heute gegen Norwegen. So was lächerliches hab ich ja noch überhaupt nie gesehen!

Egal, extremstens in Schale geworfen (Fotos gibt es davon leider – oder Gott sei Dank – nicht) machten wir uns gegen 19 Uhr auf den Weg in die hessische Landeshauptstadt um die Spielsucht wieder aufleben zu lassen. Ganz nebenbei war das die Chance, meine finanzielle Zukunft etwas besser zu betten.

Zumal meine Eltern wohl derweil beschlossen haben, mein Erbe komplett zu verprassen. Kaum ist man mal 5 Tage nicht zu Hause, schon kaufen die sich nen Neuwagen. Echt unfassbar. Ich ruf morgem mal beim Herrn Zwegat an... Die haben einfach zu viel Zeit, das ist wirklich das Problem. Als ich mein Marathon-Training abgebrochen habe, hatte ich plötzlich auch zu viel Zeit. Und was hab ich gemacht? Aus reiner Langeweile mein Vermögen in Sportwetten und Elitepartner investiert. Naja...

Das Casino Wiesbaden ist untergebracht im „Kurhaus“, einem prunkvollen, überragenden, schlossähnlichem Gebäude mit sehr schöner Parkanlage. Anbei mal ein paar Fotos:

und noch eins:Oh Mann, pervers - ich könnte tausende Bilder von dem geilen Bau hier reinstellen:Bei diesem Bild denke man sich jetzt einfach mal die Leuchtpylonen weg, und stelle sich stattdessen hässliche, rote-weiße Fahnen von REWE vor!

Denn als wir gegen 20 Uhr am Casino ankamen, war die Verwunderung zunächst mal groß. „REWE Mitte“ hatte dort an jenem Abend seine „Jahresversammlung“. Zu diesem Zweck hatte der tolle FC-Sponsor den Eingangsbereich mit etlichen seiner hässlichen Banner plakatiert. Das hat nicht nur das (durch die Außenbeleuchtung) phänomenale Ambiente massiv beeinträchtigt, sondern in uns zunächst die Sorge ausgelöst, dass an diesem Abend nur Zutritt für die „geschlossene Gesellschaft“ sei. War aber nicht so, so dass wir unbeschadet eintreten konnten. Im Foyer musste man sich erstmal quer durch die feiernde Rewe-Belegschaft arbeiten, was sich als absolute Freak-Show herausstellte. Irgendwelche Fleischerei-Meister-Stiernacken mit weißem Hemd (mit REWE-Schriftzug) und roter REWE-Krawatte. Oh Mann, das war phasenweise schon sehr unterhaltsam (wobei wir an diesem Abend noch EINIGE schlechter gekleidete Personen antreffen sollten). Markus hatte zwischendurch die Hoffnung, dass die REWE an jenem Abend in Wiesbaden die Poldi-Finanzierung unter Dach und Fach bringen wollte. Aber ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: der Abend hat REWE mehr gekostet als eingebracht!

Die Eingangskontrolle ging trotz intensiver Ausweiskontrolle deutlich schneller als in jedem Bundesligastadion; was aber hauptsächlich daran lag, dass es nicht ganz so voll war. Wobei mich schon interessiert, was für bundesweite Daten die in ihrem Computer so alles abgleichen. Hätte mich nicht gewunder, wenn die Dame angekommen wäre mit einem: "Na, Herr Gröpler. In der 10. Klasse nur 9 Punkte in Erdkunde; was war denn da los?". Genauso wenig hätte es mich gewundert, wenn sie mir direkt noch meine neuesten Kontoauszüge ausgehändigt hätte. Naja, egal: in die "Datei Gewalttäter Sport" haben sie offensichtlich nicht reingeguckt; denn Conny und Markus durften beide rein! Drinnen im Spieltempel erwartete uns dann (wie die Außenansicht schon erahnen ließ) ein sehr festliches Ambiente mit Kronleuchtern, gedämmtem Licht und insbesondere einer disziplinierten, seriösen Ruhe. Es ist völlig anders, als man es aufgrund von Bond- oder irgendwelchen LasVegas-Filmen erwarten würde. Und zwar "anders" im positiven Sinne! Das hatte fast schon Bibliothek-Charakter. Einzig die weibliche Computerstimme hörte man alle paar Sekunden von einem der Tische ein „Nichts geht mehr“ hauchen! Wir enterten zunächst mal die Bar und tranken uns ein bisschen Mut an, um dann direkt mit der Sichtung der einzelnen Tische zu beginnen. Vor allem versuchten wir die Taktiken der einzelnen Leute nachzuvollziehen; leider erfolglos. Warum der eine Typ ziemlich apathisch zwischen den Tischen rumgelaufen ist und gesetzt hat, um dann kurz später zu seinem Sitzplatz zurückzugehen und sich mysteriöse Notizen zu machen, haben wir bis heute nicht verstanden. Naja, ein Fall für Mulder & Scully!

Mindesteinsatz für Roulette war 2 Euro; für BlackJack 10 Euro. Damit war für uns eigentlich alle klar, dass an jenem Abend für uns kein Kartenspiel auf dem Plan stand! Zumal Rainman nicht zum vereinbarten Treffpunkt im Bangert erschienen ist; wir also auf uns allein gestellt gewesen wären!

Nach einem weiteren Drink machten wir dann einen Roulette-Einführungskurs, bei dem ich Trottel tatsächlich die Proberunde gewann und als Prämie Spielchips für 8 Euro ausgehändigt bekam! Conny holte sich den dritten Platz und bekam 4 Euro. Und der Markus… hat auch mitgespielt!

Diese 12 Euro setzten wir am nächsten Tisch auf 6 einzelne Zahlen, hatten aber leider kein Glück und mussten zum Geldtauschen. Gesagt, getan, hatten wir dann kurz später die Taschen voller Chips und waren bereit, viel, VIEL Geld zu verdienen!

Erstaunlicherweise schlug mein erhöhtes Spielsucht-Risiko nicht im Geringsten an. Ich habe tatsächlich schon nach wenigen Minuten festgestellt, dass REINES Glückspiel einfach nichts für mich ist. BlackJack hätte ich natürlich machen können, aber wie gesagt war mir das einfach zu teuer. Da kam dann halt doch der Controller in mir raus. Und wannimmer ich mal 6 Euro auf irgendwas gesetzt habe, rechnete ich sofort aus wie viel Minuten ich dafür in Turgi im Büro sitzen muss. Das trieb mir wirklcih den Schweiß auf die Stirn und machte mir das Setzen natürlich nochmal viel schwerer. Dem Markus erging es nicht anders, der hielt auch bei Einsätzen ab 5 Euro schön die Luft an während die Kugel rollte. Letztlich tauschten wir beide am Ende des Abends den gleichen Betrag zurück, den wir auch eingetauscht hatte.

Am besten erwischte es definitiv Conny. Und die ging nicht nur mit einem passablen Gewinn raus, sondern Markus und ich schienen unsere Nervosität auch kein Stück auf sie zu übertragen. Völlig abgeklärt stand die vor ihrem Lieblingstisch und schaffte es, fast nur dann zu setzen, wenn sie auch gewann. Unfassbar: kalt wie ne Hundeschnauze hat sie so ihren Einsatz innerhalb kürzester Zeit verdoppelt. RESPEKT!!!

Markus, der Gutmensch, gab sogar 2 Euro Trinkgeld an einen Croupier. Diese beziehen übrigens von der Spielbank Wiesbaden (ebenso wie die Angestellten an der Kasse, Bar, etc..) kein Grundgehalt. GARNICHTS. O Euro! Sie werden ausschließlich aus Trinkgeldern der Gäste bezahlt. Für die Berechnung dieses Trinkgeldes gibt es ein ungeschriebenes Gesetz (prozentual vom Gewinn), an das sich aber eigentlich alle halten! Entsprechend verdienen die Croupiers also auch nur Geld, wenn die Kundschaft gewinnt. Ergo: sie haben ein Interesse an gewinnenden Kunden; was natürlich dem Interesse der Spielbank komplett entgegenläuft. Deswegen werden die 3 Croupiers pro Tisch auch von einem Ober-Kontrolleur und tausenden von Kameras überwacht! Die Croupiers sind in jedem Fall absolut nett und haben (ebenso wie 95% der sonstigen Casino-Besucher) keine elitären Allüren. Selbst mit einem 2-Euro-Einsatz fällt man dort nicht als jemand auf, der im Casino nichts zu suchen hat.

Eher fällt man dort durch die Kleidordnung auf, die für Herren ein Sakko, ein Hemd und eine Krawatte (de facto) zwingend erfordert. Wenn man aber so die individuellen Interpretationen des Begriffs „Sakko“ sieht, dann relativiert sich der Sinn einer Kleiderordnung schon ein bisschen. Als Erkenntnis bleibt, dass ein Sakko und eine Krawatte Menschen nicht unbedingt schick machen! Aber gut, über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich (nicht) streiten!

Nach zwei Stunden passivem und zwei Stunden aktivem Gezocke verließen wir dann das Casino. Für Eintritt, Parken und diverse Getränke hatten wir knapp 70 Euro ausgegeben – insgesamt. Also gut 20 Euro pro Person! Für so einen lustigen, interessanten und natürlich exklusiv-abwechslungsreichen Abend ist das ein mehr als akzeptabler Preis. Dort herrscht eine extrem angenehme Atmosphäre, die Leute (Mitarbeiter wie Spieler) sind größtenteils völlig normal, man erlebt den Reiz und den Nervenkitzel des Spiels und ist in einem Umfeld, dass man halt nirgendwo sonst findet! Ich kann wirklich nur jedem von Euch empfehlen, das mal zu machen! Es ist einfach nur total cool!An dieser Stelle dann auf jeden Fall ein herzliches Dankeschön an Conny & Markus für den Abend. Wir fanden es glaub ich alle einen absoluten Knaller-Abend! VIELEN DANK!

Für Markus und mich hatte es noch den positiven Nebeneffekt, dass wir nachweislich nicht spielsüchtig sind (*hüstel*); wir unserer Karriere bei BWIN also problemlos wieder aufnehmen können!

So, ich hoffe ich habe nichts Wichtiges vergessen! Falls doch, kann ich nichts dafür. Der Tobi ist schuld, der hier einfach anruft und mich stundenlang vom Schreiben abgehalten hat. Ach ja, eins hab ich doch vergessen: vor dem einen Tisch habe ich auf dem Boden 5 Cent (in Cash!) gefunden und eingesteckt. Ich bin also durchaus mit einem Gewinn rausgegangen – Eintritt und Getränke mal nicht eingerechnet! So, ich hoffe es ist auch vertretbar, dass es im Blog ausnahmsweise mal nicht um Sport ging. Dafür kann ich jetzt schon ankündigen: morgen lasse ich hier eine riesige journalistische Bombe platzen. Vorausgesetzt mir flattern bis morgen Abend nicht noch irgendwelche „einstweiligen Verfügungen“ ins Haus, werde ich (gleich zu Beginn der WNSL-Vorbereitung) einen ersten großen Skandal aufdecken! Man darf gespannt sein!

Donnerstag, 22. Januar 2009

There´s a party - Rückblick 15. November 2008

Zu schade eigentlich, dass man hier keine Musik einspielen kann. Sonst hätte ich Euch diesen Hit von DJ Bobo im hinterlegt und dem Blog damit ein wenig schweizer Flair verschafft! Naja wie schon gesagt: ZU SCHADE!!!

Trotzdem gab es da ne Feier, die auch eigentlich ziemlich lustig war; mal davon abgesehen dass Ihr alle zugegen wart! Aber okay, es kann nicht immer alles perfekt sein. Besonders erfreulich war das Erscheinen vom „Rheingeschwader Bonn“. Anne, Elena, Joscha, Jonas und natürlich Tobi hatten sich allesamt in einem (!) Punto auf die Reise gen Hessen gemacht. Es war beeindruckend mit anzusehen, wie sich 5 Menschen in so einem Auto verkeilen können. Respekt, da hätte es gar keinen Anschnallgurt mehr gebraucht!

Nach einem eher durchwachsenen Bundesligaspieltag (kein Wort über dieses Spiel!!!), den wir im Bangert erlebten, ging es dann zurück in die Odenwaldstrasse wo peu à peu mehr Leute eintrudelten um meine läuferisches Versagen zu begießen und nebenbei die Grillsaison 2008 abzuschließen. Ein Dank an dieser Stelle an den familiären Catering-Service; vielen Dank für Eure Hilfe, liebe Eltern!!!

An dieser Stelle kann ich eine kleine Auswahl der besten Bilder des Abends veröffentlichen. Aus Gründen der Anonymität habe ich die Person auf dem Bild aber unkenntlich gemacht; ich verrate auch nicht wer es war:







Oh Mann, wenn ich die Bilder sehe, könnte ich mich grad wieder krank lachen. Für alle die nicht dabei waren: diesen unterhaltsamen Fleck hat... äh... der Typ auf dem Bild... sich zugefügt, indem er sich den kleinen Plastiksaugnapf einer "Ferrero Kinder Bueno" - Sonnenschutzblende (fürs Auto) circa 30 Sekunden land auf seine Strin geklebt hat. Naja, der Cleverste war er halt noch nie...

Umso überraschender war, dass er und der Rest des Bonner Anhangs mir ein überagendes Geschenk bereitete. Die Mädels und Jungs haben tatsächlich meinen Blog (wie er bis vorgestern bestand) kopiert, formatiert (sicher kein Spaß, oder?) und mir als Buch gebunden. Vielen, vielen Dank dafür. Das hat mich wirklich riesig gefreut und mir die Woche danach viele lustige Erinnerungen beschert. Ich hatte das komplette Ding echt innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Das ist insofern bemerkenswert, als dass z.B. „Nachtzug nach Lissabon“ seit etwa einem Jahr auf Seite 119 aufgeschlagen auf meinem Nachtisch vergammelt. Da ist inzwischen so ne hohe Staubschicht drauf, dass selbst erfahrene Archäologen einige Schwierigkeiten damit hätten, es zu bergen! Anyway, wie schon gesagt habe ich mich riesig über das coole Buch gefreut, auch wenn ich eines wirklich mal loswerden muss: was ist eigentlich der Autor für ein ERBÄRMLICHER PIENSER???

Zurück zur Feier: eigentlich hätte es ein ja netter (Achtung: Insider!!!), harmonischer Abend werden können. Allerdings glaubten einige Leute wohl, meine sportlichen Leistungen vollständig in den Dreck ziehen zu müssen. So lief mein kleines Patenkind Ben mit einem Pulli auf, auf dem der Satz „Mein Papa ist ein Finisher“ angeheftet war. Besagter Vater besaß sogar die Dreistigkeit, auf gleiche Weise seine Zeit vom Berlin-Marathon 2003 zur Schau zu tragen! Junge, das ist 5 Jahre her – die Bedingungen haben sich seitdem nunmal geändert: heute schafft das nicht mehr jeder dahergelaufene (bzw. dahergejoggte) Trottel!!!

So weit so schlecht; allerdings bin ich ja ein friedlicher, toleranter Mensch der eigentlich durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Dass dann aber plötzlich Kritik an meinen Leistungen beim Willi-Nickel-Stadtlauf (WNSL) aufkam, brachte das Fass zum Überlaufen. Alles Weitere ist schnell erzählt: es war viel Bier im Spiel; zu viel für einige, die den Fehler begingen, mich für den WNSL 2009 herauszufordern. Ähhhh, pffff! Bitte??? Soll ja wohl ein Witz sein? Wieviel Runden Vorsprung braucht Ihr???

Spontan sagten folgende Personen zu, am diesjährigen Willi-Nickel-Gedächtnis-Lauf (so heißt das Ding eigentlich richtig) teilzunehmen: Tobias K., Jonas S., Joscha D., Elena M., Fabian G., Markus S. und Marc D.! Joscha hat sich aus zu diesem Zweck am Montag in eine einwöchige Medizinische Betreuung verabschiedet. Rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Uniklinik Freiburg, Señor Fuentes, etc… Ihr wisst ja wies läuft; die Sache sollte klar sein!!! Seine Teilnahme im Juni ist noch nicht so ganz sicher, aber das sehen wir dann. Er ist im übrigen der einzige der von seiner vorschnellen geäußerten Willenserklärung noch zurücktreten darf. Für alle anderen gilt das nicht!!!

Die Quoten für das Ereignis werde ich dann in den letzen Wochen vor dem Event errechnen und Euch mitteilen. Wenn ich im letzten halben Jahr was gelernt hab, dann dass man beim Zocken nicht gewinnt; sondern immer die Bank. So gesehen sollte es für mich als Buchmacher ja mehr oder weniger von selbst laufen!

Übrigens: familienintern laufen schon die ersten Wetten gegen mich. Meine Schwestern haben meiner Mutter (die möglicherweise auch mitlaufen wird) schon eine sehr motivierende Prämie geboten, wenn sie mich beim WNSL 2009 überrundet! Ich kann mir zwar absolut nicht vorstellen, dass das passieren könnte. Aber ich hätte bis vor 8 Monaten auch nicht geglaubt, dass mich ein 70jähriger Barfüssiger überrundet. Also sollte ich vielleicht lieber meine Klappe halten!

Ich mache das zwar nur ungern, aber es ist eben auch meine journalistische Aufgabe und Pflicht die negativen Dinge eines Wettkampfes zu thematisieren. Daher hier noch mal der Link zum WNSL 2008-Bericht, sowie dem Pressespiegel! Damit auch jede/r gleich schon mal weiß worauf er/sie sich einlässt und es dann später kein Geheul gibt!!! Ich bin ja sehr gespannt, ob ich dann nächstes Jahr mit diesen T-Shirts hier in Serie gehen kann...



So, bitte einmal Kalender rausholen und notieren: Der 10. (war das nicht 2008 schon der zehnte???) Willi-Nickel-Stadtlauf startet am 13. Juni 2009!!! Das ist natürlich ein Samstag. Allen von Euch die mitlaufen werde ich wie angekündigt die Anmeldung spendieren. Inklusive (vermute ich zumindest) einem feschen T-Shirt und einem Freigetränk der Pfungstädter Brauerei (z.B. Weizen alkoholfrei). Den Bonnern habe ich an jenem Wochenende vom 12.-14. Juni die Gästezimmer gebucht; das sollte also kein Problem sein! By the way: Liebe Bonner und Bonnerinnen: von Eurem letzten Besuch sind anscheinend noch ein paar Rechnungen offen. Einige haben wohl das Frühstück nicht bezahlt und in den Minibars fehlten auch ein paar Sachen! Klären wir dann einfach im Juni!

Alle Läufer und Nichtläufer (unter Euch) sind dann am 13. Juni 2009 abends in die Odenwaldstrasse eingeladen um bei hopfenhaltigen Elektrolytgetränken und Kohlenhydraten (vom Schwein und vom Rind) dieses sportliche Großereignis aufzuarbeiten und ausklingen zu lassen. Diesmal brauch ich dann auch nicht ne Stunde um den Grill zu befeuern; VERSPROCHEN!!!

So, das war es für diese Woche auch schon wieder mit dem Bloggen. Morgen Abend wird es zu ner Nachtschicht bei mir kommen und Freitag fahr ich direkt nach der Arbeit in deutsche Gefilde. Am Wochenende werde ich dann mit Conny und Markus die (Spiel-)Bank in Wiesbaden sprengen. Ja, Ihr habt richtig gehört: Zocken. Echt cool, kaum gewöhnt mir Conny meine BWIN-Spielsucht einigermaßen ab; schon fixt sie Markus und mich wieder neu an. Naja, das verstehe wer will… Mal gucken was ich mit der ganzen Kohle dann mache. Als erstes werde ich wohl Kaka zur Eintracht holen; da wurde ja die Woche über schon mal grob abgesteckt, wie hoch man mindestens bieten sollte. Wenn noch was übrig bleibt, werde ich mir wahrscheinlich noch Godesberg kaufen; kann ja so teuer nicht sein…

So, 0:10 Uhr – auf in die Schlaflosigkeit! Nachdem ich eben Michel Friedmann bei „Hart aber Fair“ erleben durfte, werde ich wahrscheinlich noch schlechter schlafen als sowieso schon. Mein Güte, was für ein bigottes A********!!!

Gut Nacht!

Dienstag, 20. Januar 2009

....es geht wieder los - Blog reloaded!

So, Tag zusammen!!!

Jaja, es ist schon eine Weile her und der ein oder andere weiss schon gar nicht mehr, wie meine Stimme klingt. Daher dachte ich mir, lasse ich diesen Blog zumindest mal wieder halbwegs aufleben!

Wie schon in meinen letzten Posts (die unglaublicherweise ganze 4 Monate her sind) angekündigt, werde ich hier zunächst mal das Thema Marathon abschliessen. Ich lasse also zunächst meine Vorbereitung, bzw. meinen Trainingsplan revue passieren. Danach gehe ich auf die aktive Umsetzung des Plans; also auf mein Training (oder wie man es nennen will), ein. Es folgen ein paar Infos zum Frankfurter Marathon 2008, den ich Versager ja bekanntlich leider nicht geschafft habe, gefolgt von einem finanziellen Rückblick auf das Abenteuer Marathon (in dem Thema blüht ein Controller natürlich auf...). Last but not least ziehe ich dann ein allumfassendes Gesamtfazit zu meinem erbärmlichen Versuch, einen Marathon zu laufen!

Dann endlich kann sich dieser Blog den sportlich wirklich wichtigen Dingen und vor allem den ECHTEN HERAUSFORDERUNGEN widmen. 42 Kilometer rennen kann schliesslich jeder. Aber dem mentalen Druck standzuhalten, einen 8,6-Kilometer langen Gewaltlauf durch die sengende Hitze Pfungstadts zu überstehen; das sind die WIRKLICHEN psychischen und physischen Grenzen, an die menschliche Lebewesen stossen können!

Die Vorbereitung gilt also ab sofort diesem Event. Also: geistig; nicht körperlich. Mit dem körperlichen kann ich noch ein paar Wochen warten – schliesslich bin ich jetzt Leistungssportler, da ist es auch kein Problem, dass ich in den letzten 4 Monaten KEIN EINZIGES Mal Sport gemacht habe. Ich klotz dann einfach in den letzten Wochen ran – wird schon passen! „Wird schon passen“ ist ja eh seit jeher mein Lauf-Motto…

So, morgen startet dann meine Marathon-Aufbereitung – mit einem Rückblick auf den erfreulichsten Teil der ganzen Quälerei: das gesellige Beisammensein am 16. November 2008 (oder wann das war...). Tja nun, in jedem Fall ein fröhliches: Willkommen zurück bei „Lauf – du Pienser!“

Pünktlich zum Amtsantritt von Barack Obama kann ich hier noch einen kleinen Beitrag von unserem Quoten-Schwaben Fabian posten, der mich heute im Büro mal wieder an den Rande des totlachens gebracht hat(ich lach mich immer noch tot...). Ach ja, meine Kollegen halten mich jetzt wirklich ALLE für bescheuert:



Wem das gefällt, der sollte sich auch dringend noch das hier reinziehen. Wie Fabian mich aufgeklärt hat, ist das Ding vom gleichen Typ und mindestens genauso der Knaller:



Anyway, machts gut und hoffentlich hören wir uns hier von jetzt an wieder öfter!

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