Samstag, 28. Juni 2008
Freitag, 27. Juni 2008
Medizinertour 2008 - To be continued...
Damit geht meine Ärztetour in eine ungeplante Ehrenrunde! Schlimmerweise habe ich noch nichtmal die Rechnung meines Gesundheitschecks bekommen. Wahrscheinlich muss ich dann jetzt spätestens nach meinem Orthopädenbesuch Privatinsolvenz beantragen. Wenn ich nicht direkt nächste Woche „betrieben“ werde oder aber direkt beim Arzt meine Autoschlüssel als Sicherheit dalassen muss!
Naja, ansonsten gibt es sporttechnisch nichts zu berichten. Mit Corneli und Clemens war ich gestern in Zürich. Diese Stadt hat es wirklich geschafft, sein Stadtbild dank den UEAF 2008 – Fanzonen komplett zu verschandeln. An der ganzen Limmat und praktisch am kompletten Zürichsee-Ufer ist der Blick aufs Wasser versperrt – von Imbissbuden. Eine absolute Schande!!!
Umso schicker in Zürich dafür die „Traumelf“ im Züricher Hauptbahnhof! Hier hat adidas einen Spielerkreis aus 11 dreizehn Meter hohen Kickern der EM aufgestellt. Die sind wirklich imposant und allesamt ziemlich gut getroffen! Ein wirkliches Highlight, auch wenn man natürlich betonen muss, dass die Visionen von Tobias und mir was den Verwendungszweck der Zürcher Bahnhofshalle angeht viel, viel spektakulärer sind!!! Trotzdem mal hier ein paar Eindrücke von der Adidas-Thekenmannschaft:


Morgen gehe ich schwimmen. Und um dann aber auch im Thema endlich etwas weiter zu kommen, werde ich Euch auch wieder („Hefte raus; Klassenarbeit!!!“) mit ein bisschen Theorie langweilen müssen. Was mir grade auffällt: könnte vielleicht mal jemand rausfinden, was der Ursprung des wortes Theorie ist? Hat der irgendwas mit Gott zu tun? Danke im Voraus!!! Wie auch immer: damit ich dann bald mal meinen Trainingsplan erklären kann, geht es morgen um das Thema: ENERGIEVERSORGUNG! Ich hoffe mal, es wird nicht zu langweilig. Sonst einfach zwischendurch eine kurze Wortmeldung!
Oh Mann, KNALLER! Soeben lese ich, dass morgen hier in Riniken die schweizer Meisterschaft im Seifenkistenrennen stattfindet! Zitat aus dem Generalanzeiger „Kommendes Wochenende geht in Riniken die Post ab. Gerade als Veranstaltungsort für das Seifenkistenderby mit über 80 Fahrerinnen und Fahrern hat Riniken nationale Bedeutung gewonnen.“ Für mehr Infos: www.sd-riniken.ch. Eieiei – das wird ein Fest. Mal sehen ob ich à la Monte Carlo auch meinen Balkon für das Wochenende für 14'000 Franken vermieten kann. Höre mich morgen mal um...
Donnerstag, 26. Juni 2008
Finale!!! - Off topic
Nachdem ich Corneli & Clemens morgens in Waldshut aufgesammelt hatte, machte sich der kleine deutsche Mob schon am frühen Nachmittag auf den Weg nach Basel. Gegen 14.30 Uhr waren wir dann zu Fuß in der Baseler Innenstadt unterwegs. Das Stadtbild war letztendlich ausschliesslich von den roten Türken und den weißen Deutschen bestimmt. Nur ein paar ganz clevere Jungs (ich schätze mal Offenbacher oder Ossis) hatten sich für den heutigen Tag für das rote Auswärtstrikot der Deutschen entschieden. Ich war im Derbysieger-Shirt am Start, was mir im Lauf des Tages diverse Sympathien und wohlwollende Kommentare einbrachte! Überhaupt waren ganz offensichtlich einige Frankfurter am Start. Natürlich nicht allzu verwunderlich, wenn 100.000 Deutsche Fans am Start sind, aber trotzdem fiel es mir auf...
Bei brennender Hitze konnte das ein oder andere kalte Bier leider nur gelegentlich für Abkühlung sorgen. So schnell hätte ich gar nicht trinken können, wie ich Flüssigkeit ausgeschwitzt hab. Die Fanzonen und größeren Public-Viewing-Plätze waren weitgehend fest in der Hand der Deutschen, ansonsten war die deutsch-türkische Aufteilung in etwa halb/halb. Aufgrund der „deutschen“ Fanzonen dürfte das Verhältnis wohl 60 zu 40 für die BRD gewesen sein. Meine Hoffnung war, dass im Stadion die Aufteilung etwa 50/50 sein würde – meine Befürchtung sah eher eine Überzahl der Döner-Fraktion vor! Betonen muss man übrigens: vor dem Spiel war die Stimmung zwischen Deutschen und Türken absolut brüderlich und freundlich. Ich war wirklich erstaunt, aber es war eigentlich ganz nett das zu erleben...
Um etwa 18 Uhr holten wir dann Clemens Bruder (Christian) vom Bahnhof ab und pilgerten zum Stadion. Dort angekommen war die erste Erleichterung RIESENGROSS – unsere Plätze sahen stark nach Deutschem Block aus. Wobei das letztendlich für so ziemlich jeden Platz im Stadion gegolten hätte. Alle meine Befürchtungen waren komplett unbegründet. Im Stadion war die quantitave Überlegenheit der Deutschen noch viel krasser als in meinen kühnsten Träumen erhofft. Circa 75% der Fans waren Deutsche, circa 20% Türken und 5% waren Schweizer und sonstige Nationalitäten. Ist auf dem Bild hier allerdings nicht so gut zu erkennen; war noch zu früh. Aber da links im Eck sollte sich später der türkische Block formieren:

Die Geschichte war aber eben leider nur der quantitative Teil. Qualitativ zeigten die Türken mal, wie viel Programm man auch mit 6000-7000 Leuten bei einem Quasi-Auswärtsspiel machen kann. RESPEKT!!! Auf Deutscher Seite war die Stimmung eine Schande und es ließ sich wirklich sehr, sehr schleppend an! Der erste, wirklich emotionale Moment war das Absingen der Nationalhymne, wobei man auch hier sagen muss, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass alles Leute das aus tiefster Inbrunst gesungen haben. HALLO? ES GEHT BITTESCHÖN GEGEN DIE TÜRKEN!!! Tschuldigung für das Gewackel, hatte leider keinen Cognac dabei um die Hand ruhig zu stellen. Ach ja, jetzt dürfen alle dreimal raten, wer das Goldkehlchen im Hintergrund ist :-)
Aber zurück zum fehlenden Engagement auf den Rängen: Das Klientel, dass man so im UEFA-EURO-2008-Stadion trifft ist sowieso etwas gewöhnungsbedürftig. Man hat – ebenso wie im normalen Bundesligaspiel – etliche (wenn nicht sogar noch mehr) Trainer und sonstige Fachleute um sich rum. Schlimm ist dann aber, wenn sie ihren Fußballsachverstand schamlos offen legen und z.B. fragen, wer denn der dritte Torhüter der Deutschen sei! Die Leute beschweren sich im übrigen auch, wenn man nach einer Torchance nicht sofort wieder Platz nimmt. Und nicht zuletzt ist es halt ein gottverdammtes Kinopublikum! Ähhm, der menschliche Körper KANN auch 90 Minuten ohne Essen und Trinken auskommen. Man verhungert nicht DIREKT! Grundsätzlich ist es ja in Ordnung – ist ja ihr Geld das sie für überteuerten Billigfraß ausgeben – aber wenn man dann alle 8 Sekunden aufstehen muss, um irgendwen durch die Sitzreihen gehen zu lassen, dann fuckt das einfach übertrieben ab. Ich habe mich – wie immer im Stadion – in Enthaltsamkeit geübt. Wäre noch zu erwähnen, dass ich eine Petition für ein neues Gesetzt starten werde. Für das fehlerhafte hochhalten von Bannern und Spruchbändern sollte es per sofort die Todesstrafe geben. WIE DUMM KANN MAN EIGENTLICH SEIN??? Und zum optischen, bzw. modischen Thema lässt sich sagen: Kein Outfit ist zu peinlich und die Leute schrecken vor nichts zurück, um in jedem Fall aufzufallen! Naja, im Großen und Ganzen ist das Publikum da echt ziemlich anstrengend und leider von der UEFA schon total überzüchtet. Da wird der Jubel durchformatiert dass mir die Faust in der Tasche aufging. Überhaupt die UEFA – es ist wirklich grauenvoll. Da ist alles minutiös durchorganisiert. Nichts gegen Orga, aber wenn halt auf der Videowand kommt: 20:03 Uhr – UEFA 2008 EM Supporters, 20:11 Uhr Player´s warm up, 20:36 Team lineups, usw… da kommt einem schon das große Grauen!!!
Das Spiel ging los um 20.45 Uhr – zumindest für die Türken. Wir ließen uns noch ein wenig Zeit, griffen dann aber gegen 21.05 Uhr ebenfalls ins Spielgeschehen ein. Die Zeit davor war wirklich unglaublich. Ich habe selbst die Eintracht noch nie so verunsichert gesehen; und das soll etwas heißen. Keine Ahnung, ob das nur im Stadion der Eindruck war, oder ob man den auch im Fernsehen bekommen konnte. Aber die Deutschen waren hypernervös, unkonzentriert und total unsicher! Das Türkentor war hochverdient und glücklicherweise der – wenn auch nur zwischenzeitliche – Wachmacher für die Deutschen. Ich stand trotzdem komplett unter Schock und habe mich absolut nicht mehr bewegen können. Wir können doch nicht ernsthaft gegen die verlieren; NICHT GEGEN DIE!!! Ich war zu dem Moment schon sowas von voll mit Aggressionen, dass ich bereit war für meine erste Gewaltstraftat. Letztendlich mit der ersten guten Aktion dann der Ausgleich und ein Jubel der sich das erste Mal gehörig gewaschen hatte! Da war dann auch zu erkennen, welches Potential in diesem deutschen Anhang heute steckte. Es hat praktische das ganze Stadion gefeiert. Zunächst sah es so aus, als wären wir jetzt im Spiel, aber irgendwie verflog dieser Eindruck bald wieder und wir gingen (gut bedient, SEHR gut bedient) mit einem 1:1 in die Halbzeit!
Die Türken waren wirklich stark – ebenso wie ihr Anhang der uns die ersten 70 Minuten locker in Grund und Boden sang. Nur wenn „wir“ wirklich wollten, wurde es auch vernünftig laut. Um die 60. Minute klingelte dann ungefähr jedes Handy im Stadion und ich hörte nur Satzfetzten wie „...hä? Junge, ich zahl hier Roaming-Gebühren; da kann ich dir doch nicht das ganze Spiel kommentieren!!!“. Ganz offensichtlich gab es Übertragungsfehler vom Spiel; wie wir später zu Hause erfuhren, sogar ganze 3 Stück. Nur das Schweizer Fernsehen (an das sich das ZDF dann auch anklemmte) hatte eine Glasfaser-Hausleitung nach Basel und brachte Bilder zu Stande. A propos Bilder: Die Bilder vom Nieselregen in Wien waren auch fett, oder??? Naja, kann man als Entschuldigung wohl einigermaßen durchgehen lassen... War mir übrigens sehr unangenehm, dass ich nur mein schweizer Handy dabei hatte. Ich hoffe, es hat mich keiner versucht anzurufen um eine Live-Reportage zu erhalten!
Die zweite Hälfte war vom ersten Moment an viel entspannter, was daran lag, dass die türkischen Torraumszenen jetzt etwa 110 Meter weiter entfernt waren als noch zuvor. Trotzdem waren die Deutschen immer noch nicht richtig im Spiel und im Prinzip sollte sich das auch bis zum Schluss nicht ändern. Umso überraschender dann das 2:1 durch Klose und Rüstü. Jetzt war das Stadion erstmals richtig am Kochen, zumal wir etwa die 80. Minute hatten und man ja hätte meinen können, dass unseren Kickern jemand von der türkischen Moral erzählt hat. War aber wohl nicht so und so kamen die Schweizer zu ihrem zweiten Tor. Wie schon beim ersten Tor sieht Lehmann nicht gut aus und Lahm lässt sich nicht zum ersten mal düpieren. Den Fehler macht er dafür 6 Minuten später wieder gut – UND WIE. Selbst eingeleitet, taucht er nach einem Doppelpass mit Poldi (?) frei vor Rüstü auf, wartet bis der sich hinlegt und löffelt den Ball links oben ins Eck. Und dann aber: KOLLEKTIVSTES AUSRASTEN. EIN FREAKOUT WIE IN DIE WELT WOHL SELTEN GESEHEN HAT. ES IST EINFACH NICHT IN WORTE ZU FASSEN, WAS IM MOMENT DES TORES UND DEN MINUTEN DANACH LOS WAR. Einfach nur fett und pure Emotionen. Auch ich bin völlig durchgedreht und hab mich in den Armen von sonstirgendwelchen Leuten wiedergefunden. Unglaublich. Nicht so geil wie das 5:1 von Fjörtoft oder das 6:3 von Schur; aber es kam ziemlich nach dran! Einfach nur der helle Wahnsinn und 30.000 Deutsche Fans die halt mal SOWAS von Kopf standen!
Die Jubelfeiern wurden kurz unterbrochen von der grossen Farce des Spiels. Der Kürung des „Man of the match“. Da sieht man halt was passiert, wenn man senile, grenzdebile UEFA-Funktionäre so etwas auswählen lässt. 90jährige demenzkranke Personen können sich eben immer nur an die letzten Momente erinnern. Da werden gerne auch mal 89 Minuten vorher ausgeblendet und Philipp Lahm zum besten Kicker ernannt. Okay, er hat das 3:2 gemacht, das 2:1 vorbereitet und einen (soweit ich das sehen konnte) eigentlich klaren Elfmeter rausgeholt… Aber er hat halt auch 4-5 Mal hinten miserabel ausgesehen, von der ersten Minute an totale Unsicherheit und Nervosität ausgestrahlt und bei beiden Toren (vor allem beim zweiten) ganz schwach ausgesehen.
Schwierig für mich einen besten Mann zu finden. Aber Schweinsteiger hat zumindest die ganze Zeit Programm gemacht. Außerdem hat Frings die Truppe in Halbzeit 2 doch deutlich stabilisiert. Hitzlsperger war noch solide – ich würde mal sagen eine 3-.Aber alle anderen brachten allenfalls eine „ausreichende“ Leistung zu Stande. Wenn überhaupt!!!
Anyway, kurz später (noch ein nervenzerreibender – aber ungefährlicher - Freistoss für die Türken) war dann endlich Schluss und 30.000 Deutsche wurden ein letztes Mal dazu aufgerufen, komplett durchzudrehen. Ich war komplett fertig, körperlich wie mental. Und ich war bis zu den Knochen hin durchgeschwitzt, was nicht nur an der Hitze lag... Es folgte ein durchschnittliches Abfeiern mit der Mannschaft, war aber trotzdem pervers, da man die Mannschaft gar nicht brauchte um total abzudrehen. Trotzdem war es schade, dass mit der Mannschaft in unserem Block gar nichts ging. Das Problem war vor allem, dass die ganzen SUPERFANS um uns rum nicht mal HUMBA kennen und sich entsprechend beim Abbrüllen der Buchstaben nur fragend umgeschaut haben. Oh Mann!!! Aber naja...
Nach dem Spiel – bzw. dem etwa fünfzehnminütigen Feiern im Stadion ging es dann zurück zum Auto. Vorbei an vielen, vielen Türken. Aber es kamen weder Provokationen von Deutschen, noch Aggressionen von Türken. Unterm Strich war es absolut friedlich und am Auto angekommen wünschten uns einige Türken noch viel Glück fürs Finale! Soweit wir es nachts noch im Fernsehen mitbekamen, scheint es ja (von Ostdeutschland mal abgesehen) ziemlich cool und friedlich zwischen Türken und Deutschen zugegangen sein! Wäre ja perfekt!!!
Fazit: Das Spiel war der Knaller. Auch und vor allem durch die schwache Leistung der Deutschen, die erheblich zur Spannung beitrugen. Die Stimmung der Türken war vorbildlich, die der deutschen in bester „We only sing when we´re winning“-Manier. Trotzdem war es dann spätestens nach dem 3:2 bombastisch!!! Sportlich hat mich die Truppe nicht überzeugt, aber es hat ja gereicht. Von daher: Schwamm drüber! Alles in allem war es also ein sehr gelungener Tag, ein cooler Abend und ein absolut fantastischer Ausgang.
Trotzdem komme ich nicht umher zu betonen: Noch 3 Tage, dann ist dieses Kommerz-Fußballfest wieder vorbei und wir können uns alle freuen auf den echten Fußball, echte Fans und echte Emotionen! Am 15. August 2008 ist es soweit und die Bundesliga startet in die neue Saison. Mit dem zurückgekehrten ersten Fußballclub Köln und der glorreichen Frankfurter Eintracht! Dem Fabian sei noch gesagt, dass ich unflätiges Verhalten immerhin gegen 4 Gruppen aus deinem Kommentar begangen habe: Nicht-Frankfurter (Mainzer), UEFA-Funktionäre (die Fifa ist das andere, Fabian!), Schweizer und gegnerische Fans. Kölner habe ich sogar in Ruhe gelassen. Wobei MOMENT: Geht so, über Kölner hab ich mich auch wieder aufgeregt... Aber gut, hat jedenfalls nicht gereicht um in die ZIS zu kommen. Habs nichtmal zum ersten Recall geschafft! Hab mich aber trotzdem über deinen Kommentar totgelacht!
Das letzte Wort gilt heute Abend den großzügigen Spendern, die mir die Karte und damit diesen überragenden Tag ermöglicht haben. Corneli & Clemens: vielen, vielen Dank für dieses perfekte Weihnachtsgeschenk! Es war wirklich ein absoluter Knaller und ein totales Highlight!!!
Dienstag, 24. Juni 2008
FOR WEST GERMANY!!!
Oh Mann, lange halte ich diese Spannung nicht mehr aus. Von mir aus könnte es direkt losgehen. Um 11.14 Uhr werde ich Corneli und Clemens am Bahnhof aufsammeln und dann geht es wohl irgendwann mittags Richtung Basel. Im Gegensatz zu den ganzen Dummschwätzern von Politikern, Integrationsbeauftragten, Journalisten und sonstigen Heuchlern wünsche ich mir nicht in erster Linie ein friedliches Fußballfest, sondern einen Sieg der deutschen Mannschaft!
So geh´n die Türken, die Türken die geh´n so; so geh´n die Türken, die Türken die geh´n so. SO GEH`N DIE DEUTSCHEN, DIE DEUTSCHEN DIE GEH`N SO; SO GEH`N DIE DEUTSCHEN, DIE DEUTSCHEN DIE GEH´N SO!!!
Hier geht´s zwar um Tschechen, ist aber trotzdem nett:
Noch knapp 25 Stunden bis zur Nationalhymne. Oh Mann – ich kann nicht mehr. HURRA, HURRA, DIE DEUTSCHEN DIE SIND DA! Angeblich sollen 100.000 Landsleute morgen Abend in Basel einfallen um gemeinsam die europäische Fußballwelt aus den Angeln zu heben... Es ist angerichtet! MIT SOMBRERO AUF UND DOC MARTENS AN, SO GEHT DIE REISE LOS...
Montag, 23. Juni 2008
Eine Ausgeburt des Teufels - Equipment IV
Sogar der Fabian hat mir heute berichtet, dass er gestern kurz davor war in seinem feierlichen Überschwang 14 Familienpizzen für den Mannheimer Spanisch-Deutschen Kulturverein springen zu lassen. Angeblich konnte er aber aufgrund seiner vom Umzug geplagten Finger das Telefon nicht benutzen. Tja Junge, das kommt davon wenn man zum Umziehen Kisten mit Blasenfaktor 12 benutzt...
Daran dass ich mal wieder ein bisschen was über meine Sportausrüstung erzähle, erkennt der intelligente Leser, dass ich es heute wieder nicht zum Laufen geschafft habe. Die Fußschmerzen werden praktisch immer fieser und da sie direkt am Fußballen sind, trete ich täglich auch noch ungefähr 3000 Mal drauf. Habe mir heute einen Orthopäden empfehlen lassen und werde dort vorstellig, wenn es sich bis morgen Abend nicht gebessert hat! An Laufen wäre heute aber eh nicht zu denken gewesen – das wäre absolut gesundheitsgefährdend gewesen. Es war brütend heiß und sogar im Büro schmolz man einfach nur dahin. Wir haben leider noch keine Klimaanlage und heute waren es dann tatsächlich im ersten Stock 31 Grad Celsius. Im zweiten Stock war es aber noch viel schlimmer… Aber es gibt auch gute Sachen zu berichten: als ich heute nach Hause kam hatte ich die Buchungsbestätigung für eine Ferienwohnung in Holland, die ich vom 18.-25. Juli 2008 mit Tobi und Jonas aus Bonn zwecks eines Lauftrainingslagers beziehen werde. In der gleichen Woche (ab 21. Juli) ist dann auch mal wieder die Eintracht-Sektion Helsinki in Deutschland am Start. Morris gibt sich die Ehre, wofür ich dann den Rest meines Urlaubswochenendes geblockt habe! Dumm nur, dass es noch ewig hin ist bis zum Mitte Juli...
Aber gut, solange nicht gelaufen wird, langweile ich die Bloggemeinde eben mit etwas anderem. Eigentlich wollte ich ja erstmal weiter mit eine bisschen Theorie machen (Energieversorgung, Sauerstoffversorgung, Trainingseffekte), aber diese ganzen Themen sind so komplex, dass mir heute Abend leider die Zeit fehlt, darauf einzugehen. Heute stelle ich Euch daher wieder etwas aus meiner Lauf-Ausrüstung vor; um genauer zu sein ein Paar meiner Laufschlappen! Zwar habe ich mir am Samstag vor dem Umzug ein neues Paar bei Engelhorn in Mannheim gekauft, allerdings konnte ich dieses ja fußbedingt noch nicht laufen. Stattdessen thematisiere ich heute mein zweitneuestes Paar Schuhe, dass ich mir etwa Anfang April gekauft habe.

Auch wenn sie nicht danach aussehen: ich bin mit ihnen tatsächlich schon mehrmals gelaufen. Auch bei Regen und durch schlammigen Boden. Eigentlich absolut unfassbar, dass die noch so astrein aussehen...
Im Großen und Ganzen kann man diese Schuhe mit Fug und Recht als Fehleinkauf bezeichnen; sie sind sozusagen der „Mehdi Mahdavikia“ meines Lauf-Equipments, aber leider kam ich zu diesem Entschluss erst nachdem bereits die Passform-Garantie von Engelhorn (2 Wochen) abgelaufen war. Ich bin mittlerweile mit diesem Schuh etwa 4 Mal meine Hausstrecke und 1-2 Mal sonstige kleine Distanzen gelaufen, aber leider habe ich mir ohne Ausnahme JEDES MAL eine Blase (um genau zu sein immer dieselbe) dabei gelaufen.
Die Passform-Garantie beträgt 14 Tage, in denen man die Schuhe einfach zurückgeben oder umtauschen kann. Leider konnte ich die ersten 4 Tage nach Kauf gar nicht laufen und danach habe ich mir bei der ersten Blase noch nichts gedacht – kommt schließlich bei neuen Schuhen schon mal vor, dass man eine bekommt. Tja, dazu kam, dass ich natürlich auch nicht jedes Wochenende nach Mannheim fahre und daher die Passform-Garantie verfallen ist. Das gleiche Problem droht mit im Übrigen auch mit meinen ganz neuen Schuhen – eventuell laufe ich die in den nächsten 10 Tagen kein einziges Mal. Aber gut, wollen wir den Teufel mal nicht an die Wand malen. Teufel ist das Stichwort, womit wir den Loop zurück zu meinen verhassten Adidas-Schlappen finde. Damit die Kohle nicht komplett rausgeschmissen ist, habe ich verschiedenste Dinge versucht, um die Blasenbildung zu verhindern. Ich bin mit speziellen Laufsocken oder sogar den Kompressionsstrümpfen gelaufen, habe die Adidas-Einlagen rausgenommen, habe meine alten orthopädischen Einlagen reingetan, usw. aber es hat alles nichts geholfen...
Dummerweise hat der rechte Schuh an der Innenseite des Fußballens eine raue Stelle und an ihr schlägt sich der Strumpf wellig auf und reibt auf der Haut. Spätestens nach 4-5 Kilometern konnte man dann praktisch nicht mehr laufen. Ich habe nun schon versucht, diese raue Stelle mit verschiedenem Werkzeug zu glätten, aber das wirklich richtige hatte ich leider nicht zur Hand. Ich werde nun mal mit Schmirgelpapier an die Geschichte rangehen und hoffen dass es dann geht. Zuletzt bliebe noch die Bearbeitung mit irgendeinem Schmierstoff, aber das kann ja auch nicht so ganz der Sinn sein. Naja, ich sehe mal wie es mit Schmirgelpapier klappt und dann muss ich mir gegebenenfalls nochmal Gedanken machen. Wer weiss: da Vanish™ ja bei so ziemlich jedem Problem hilft, könnte es auch in diesem Fall seinen Nutzen haben!?! Ich bin in jedem Fall schon jetzt für jede Art von Tipp dankbar… Bis dahin trage ich die Schuhe gelegentlich in meiner Freizeit und hoffe, dass mein Fuß vielleicht irgendwann ein bisschen „familiar“ damit wird.
Wie geht es die nächsten Tage weiter? Ich gehe nicht davon aus, dass der Fuß sich bessert, mache mir aber auch keine Hoffnungen auf einen baldigen Orthopäden-Termin. Ab morgen Abend habe ich erstmal wieder 3 Tage Urlaub. Am Mittwoch kommen dann meine (kinderlose) Schwester Corneli, ihr Verlobter Clemens, sowie Clemens Bruder zu mir um dann Abends gemeinsam den Baseler St. Jakobs Park zu besuchen wo hoffentlich die Deutsche Nationalelf den Ali’s und Mehmet’s die fußballerischen Grenzen aufzeigen und ins EM-Finale einziehen wird. Das wird sicherlich mal SOWAS von FETT und ich denke praktisch seit Donnerstag an nichts anderes mehr! Aber á propos Finale: Markus, du erinnerst dich hoffentlich noch, dass wir im Fall der Fälle am Sonntag nach Wien fahren? Ich habe schon mal angedeutet, dass es am Montag im Büro bei mir später werden könnte. Von Riniken nach Wien sind es gerade mal 8:30 Stunden (ohne Pause) – Katzensprung würd ich sagen, oder?
Am Tag nach dem Halbfinale gegen unsere türkischen Freunde zeige ich Corneli und Clemens dann noch ein bisschen was von dem Land in dem ich hier nun schon seit 2,5 Jahren lebe. Danach beginnt für mich wieder der sportliche Ernst. Solange ich nicht Laufen kann werde ich JEDEN TAG schwimmen gehen. Keine Ruhetage mehr, bis ich wieder Laufen kann! Den Freitag habe ich mir mal komplett dafür freigehalten, ihn notfalls komplett im Wartezimmer eines Orthopäden zu verbringen. Naja, was man in seinem Urlaub nicht so alles macht... Ich melde mich morgen nochmal; danach wohl erst wieder am Freitag!
Sonntag, 22. Juni 2008
Laktat - Theorie I
Wie eben erwähnt, bin ich die letzten Tage also gar nicht gelaufen; auch am Wochenende nicht. Gestern stand dafür Krafttraining im Überschuss auf dem Programm. Sanne und Fabian haben ihre verwahrlosten Haushalte aufgelöst um innerhalb von Mannheim eine neue, gemeinsame Wohnung zu beziehen. Für die beiden geht es aus der Schwetzinger Vorstadt nach Seckenheim. Im Übrigen ein weiser Entschluss, die Vorstadt endlich zu verlassen; wer will schliesslich schon hier wohnen?
Besonders sportlich wurde die ganze Aktion, da sich Sannes Freunde nicht grade loyal gezeigt haben – genau genommen haben sie sich gar nicht gezeigt. So halfen dann Tobi und ich den beiden Vorstadt-Flüchtlingen und Sannes Eltern beim schleppen. Es ging los mit Sannes Wohnung – danach rüber nach Seckenheim wo der Kram in den gefühlten 11. Stock hochgetragen wurden! Nachdem das erledigt war ging es zurück um Sannes Rest und Fabians Wohnung einzupacken. Abermals ging es zurück nach Seckenheim wo ebenfalls abermals die Sachen hoch in den gefühlten 19. Stock mussten! War zwar ordentlich anstrengend, aber sonst passierte eigentlich nichts Spektakuläres. Ach ja: Scherben bringen Glück und ich schulde den beiden einen neuen Spiegel!
Nach getaner Arbeit machte ich mich auf den Weg in die Schweiz, wo ich Riniken mit einer Null-Stopp-Strategie und einer Welt-Tagesbestzeit von 2:26 Stunden erreichte. Dabei nahm ich den Weg, den tagsüber schon komplett Holland genommen hatte. Als ich morgens nach Mannheim gefahren bin war original jedes zweite Auto auf der A5 ein Holländer auf dem Weg nach Basel. Die haben die Autobahn halt wirklich orange gefärbt… Daher wunderte es mich nicht, dass ich kurz später im Radio erfuhr, dass sich rund 250.000 Niederländer in Basel befinden. Was für eine krasse Menge! In Minute 20 kam ich an meiner Wohnung an und musste mit ansehen wie meine Holländer sich aus dem Turnier verabschiedet haben. Naja, dann sind jetzt zumindest alle Daumen frei für West-Deutschland!
Das eigentliche Thema hier und heute ist aber ein anderes. Schliesslich kann es ja nicht der Sinn sein, dass ich diesen Blog nur nutze, um mich und meine sportlichen Leistungen der Lächerlichkeit preiszugeben. Es gehört eben auch mal dazu, dass Ihr ein bisschen was über Theorie lernt!
Vermutlich hat jeder schon mal etwas von Laktat und/oder Laktattests gehört. Von Fussballspielen oder Trainingslagern kennt man ja auch gut die Bilder, in denen die Leistungssportler ihr Ohrläppchen bluten lassen müssen, damit der Mannschaftsarzt den Laktatwert der einzelnen Spieler bestimmen kann. Aber warum das eigentlich?
Laktat ist ein körpereigener Stoff, der den Zweck hat, das Herz-Kreislauf-System vor einer Überlastung zu schützen. Sobald dem Körper Leistungen abverlangt werden, die ihm zu anstrengend sind, bildet er Laktat, was zu einer Übersäuerung der Muskeln und damit mittelfristig zu einem starken Leistungseinbruch führt. Das „zu anstrengend“ hängt massgeblich von den Bereichen ab, in denen gelaufen wird. Solange der Körper gut mit Sauerstoff versorgt ist (aerober Bereich) bildet der Körper kein Laktat, sobald der zugeführte Sauerstoff nicht mehr ausreicht (anaerober Bereich), holt sich der Körper den fehlenden Sauerstoff aus der Milchsäuregärung womit er gleichzeitig anfängt, Laktat (das Anion der Milchsäure) freizusetzen!
Laktat bildet somit einen eigenen Schutz dagegen, dass der Körper auf einen längeren Zeitraum überbelastet wird und es um Kollaps kommt. Somit hält die Laktatentwicklung einen Sportler jederzeit in seinen Leistungsgrenzen!
Der Laktatwert im menschlichen Körper wird in mmol (Millimol pro Liter Blut) gemessen. Je höher der Laktatwert, desto unökonomischer ist der Stoffwechsel des Körpers. Solange der Laktatwert kleiner oder gleich 4,0 mmol beträgt ist der Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Erst höhere Werte zeigen an, dass die Sauerstoffversorgung nicht ausreicht. Sobald der Sportler die Leistung aber mindert, beginnt auch der Körper direkt wieder mit dem Abbau des Laktats.
Ein Langstreckenläufer sollte in einem Marathon normalerweise einen Wert von 4,0 mmol anstreben, da dies der gerade noch der Bereich ist, in dem die Sauerstoffversorgung ausreicht. Erst auf den letzten Kilometern beim Endspurt sollte sich der Wert erhöhen. Im Vergleich dazu läuft ein 800-Meter-Läufer normalerweise mit einem Laktatwert von 25,0 mmol über die Ziellinie. Aufgrund des Laktats (bzw. aufgrund der Sauerstoffversorgung) sind auch die Interview-Leistungen der Läufer zu erklären. Ein 800-Meter-Läufer pumpt normalerseise noch 1-2 Minuten nach Zieleinlauf Luft, während Marathon-Profis bereits wenige Sekunden nach dem Zieleinlauf Interviews geben können.
Nicht zuletzt bildet Laktat für die Sportmedizin eine optimale Möglichkeit des Fitnessstands eines Sportlers zu bestimmen. So machen praktisch alle Bundesliga-Vereine zum Trainingsbeginn einen Laktattest mit den Spielern. Den Anhand dieses Tests lässt sich optimal und ohne jede Zweifel feststellen, ob die Sportler auch schön brav ihren Sommerpausen-Trainingsplan befolgt haben.
Soviel erstmal zum Thema Laktat. Leider ist es ziemlich kompliziert das Thema zu erklären, solange ich nicht ein paar andere Themen erklärt habe; insbesondere die Energieversorgung und Sauerstoffversorgung des Körpers. Aber hoffentlich komme ich dazu in den nächsten Tagen mal.
Nun schreiben wir die 108. Minute im Spiel gegen die „Petzen von 2006“ gegen die Spanier und ich brauch wohl nicht erwähnen, wem meine Sympathien hier gelten. Weiterhin fällt mal wieder auf, dass Luca Toni wohl die grösste Tussi ist, die bei diesem Turnier am Start ist. Es ist wirklich eine Schande, dass so jemand nicht längst mit gelb-rot vom Platz ist. Aufgrund von Schwalben, Theatralik und Zeitspiel! Naja, ich kann nur das beste hoffen...
¡Viva España!
Freitag, 20. Juni 2008
Pressespiegel - WNSL
So kurvte ich gestern auf dem Heimweg von Andrea und Marc noch eine Runde durch Pfungstadt um eben eine solche „PfuWo“ aus einem Briefkasten zu klauen. Nach einiger Zeit ergab sich dann die Möglichkeit und mit einer Drive-By-Situation kam ich in den Besitz von sogar zwei „Pfungstädter Woche“(n). Zu Hause angekommen stellte sich dann bei Helligkeit heraus, dass ich aber 2 Südhessische Wochen erbeutet hatte – und die hätte ich auch auf unserem Küchentisch zu Hause gefunden. Naja, heute war ich dann noch mal in Pfungstadt und hab mir legal in einer Apotheke eine erschnorrt!
Sehr löblich sei das Darmstädter Echo zu erwähnen, dass sogar einen Bericht zum Lauf bot – bei dem sogar die Unterüberschrift (wie nennt man das?) sehr verheissungsvoll klang: „Seeheimer liegt beim Pfungstädter Stadtlauf vorn“. Allerdings leider nicht ich...
Die Südhessische zeigt zwar hingegen nur ein Bild mit kurzer Unterschrift, doch ist auf diesem Bild vieles interessantes zu sehen. Es wurde gemacht beim Startschuss und zu sehen bin nicht nur ich im Hintergrund (das lange Elend, dass mal wieder in die völlig falsche Richtung guckt) sondern ganz links im Bild auch der alte Kerl der barfuss gelaufen ist (blaues T-Shirt) und mich auch überrundet hat... Zu guter letzt sieht man links neben dem Barfüsser auch eine Frau, die mit Kompressionsstrümpfen läuft. Ich bin also nicht der einzige Mensch auf der Welt, der solche Dinger hat:Was ist seit Mittwoch noch alles passiert? Donnerstag war mein Fuss leider immer noch nicht besser und ich konnte nicht laufen. Dafür war ich morgens mit Ben (und natürlich Andrea) in Weiterstadt beim Babyschwimmen. Der Kleine hat es überlebt – ich auch – somit ist alles gut. Nene, war wirklich total lustig und süss. Meine Schwester hat ein paar Videos gedreht. Nachdem die durch meine Propaganda-Zensur gelaufen sind werde ich vielleicht mal eins veröffentlichen; allerdings bestimmt nicht das auf dem wir singen mussten :-)
Ach ja, und die Familienplanung konnte ich da auch nicht vorantreiben wie der Fabian das so hingestellt hat. Von alleinstehenden Singlemüttern keine Spur, und selbst wenn…. Dannn doch lieber nicht! Ist glaube ich auch einfach nicht die optimale Situation, seine Lebenspartnerin zu finden, wenn man sich in einer Sprache, bestehend aus „GAGAGA“ und „HUIIIII“, bewegt!
Den ganzen Donnerstag über war ich noch bei Ben wo dann auch Abends der deutsche Halbfinaleinzug geguckt wurde. Heute stand dann wieder erstmal Passivsport auf dem Programm: die „Pro Evolution Soccer“-Europameisterschaft mit Markus. Leider schieden wir im Viertelfinale aus… Danach war dann noch mal Action angesagt. Es ging *trommelwirbel* nach Arheilgen zum Mini-Golf spielen, wo der alte Golfer Maggus Conny und mir die Grenzen aufzeigte. Mein Fuss ist immer noch im Arsch und heute habe ich clevererweise die letzte Chance verspielt, mal zu nem deutschen Orthopäden zu gehen. Aber wird schon werden; es wird jeden Tag etwas besser...
Morgen helfe ich Sanne und Fubu beim Umzug – danach geht es in die Schweiz. Am Sonntag muss ich dann allerspätestens wieder mal laufen. Bis dahin sollte das dann auch auf jeden Fall wieder gehen!
Mittwoch, 18. Juni 2008
Die Revanche
Das Endergebnis lautete:
1. 4565 = 87 + 103 = 190
2. Markus = 110 + 89 = 199
3. Fabian = 114 + 105 = 220
Auffällig bei diesem Ergebnis ist, dass die beiden Feinde sich in der zweiten Runde signifikant verbessern konnten, während das bei mir genau umgekehrt war...
Unterm Strich war aber natürlich meine Überlegenheit mit Händen zu greifen und mein Sieg war zu keiner Zeit gefährdet *hüstel*.
Natürlich waren auch die Kollegen vom Fernsehen wieder dabei. Dabei fällt mir auf: Fabian, kann es sein dass du den Grossteil der komprimittierenden Bilder gelöscht hast? Irgendwie fehlen jede Menge Videos und Bilder, die ich gemacht habe...:
Fabian beim Abschlag:
Markus beim Abschlag:
Markus beim Kofferraum-Einlochen:
Gestern und heute habe ich Home-Office gemacht, am Freitag muss ich auch noch mal kurz aber ansonsten habe ich diese Woche jetzt wirklich Urlaub. Gestern Abend habe ich noch ein bisschen Krafttraining im Hause Sterna beim Sperrmüllschleppen gemacht. War in jedem Fall eine gute Trainingseinheit für den Umzug beim Fabian am Samstag.
Eigentlich hatte ich geplant, jetzt um 18 Uhr Laufen zu gehen. Allerdings habe ich seit gestern morgen komische Schmerzen an meinem linken Fussballen. Ein Kollege bereits hat per Ferndiagnose einen Mittelfussbruch diagnostiziert, allerdings würde mich das wundern… Ich denke mal morgen dürfte das weg sein, dann gehe ich morgen vor dem Deutschland-Spiel laufen. Morgen Vormittag gehe ich mit Ben zum Babyschwimmen; wird sicher auch lustig...
Montag, 16. Juni 2008
WNSL - Wettkampf I
Ich stand gegen 9.30 Uhr auf und fuhr nach einem gesunden Frühstück nach Pfungstadt um dort meine Startunterlagen abzuholen. Auf der Homepage des TSV Pfungstadt war so ziemlich keine Info zu finden, wann die Startnummernausgabe erfolgen solle, wann man sich zum Start einfinden solle und vor allem wo!
Immerhin der Ort der Startnummernausgabe war angegeben: die Pfungstädter Volksbank. Also fuhr ich dorthin um festzustellen, dass es dort nichts gab. Ich fuhr noch zur anderen VoBa, doch auch dort war nichts von Startnummern zu sehen! Ich gab auf und besuchte erstmal Conny und Markus. Dort schauten wir gemeinsam im Internet nach und stellten fest, dass die Startnummernausgabe nun an der Lessingschule stattfinden sollte. Da die beiden auch nichts besseres zu tun hatten, fuhren wir nochmals gemeinsam hin. An der Lessingschule wurden wir an die alte Feuerwache verwiesen, dort wiederum vermeldete jemand, dass man die Startnummern bei der Volksbank bekam. Hier schloss sich der Kreis, aber kurz später stellte sich raus, dass die Nummernausgabe definitiv an der alten Feuerwache erfolgen würde. Nach einem kurzen Kaffee waren wir wieder da, wurden aber abermals auf 30 Minuten vertröstet. Diesmal nutzten wir die Zeit für das probeweise Ablaufen der Strecke. Das war schon zu gehen ziemlich übel und zog sich scheinbar endlos. Und von diesen Runden hatte ich später 6 am Stück zu laufen… Immerhin: die Idealline und sämtliche Schikanen kannte ich nun. Zurück an der Feuerwache wurde ich abermals um 10 Minuten vertröstet – erst gegen 14 Uhr erhielt ich dann endlich meine Startnummmer 13 und das obligatorische WNSL-Shirt:
Da ich zu Hause vor Nervosität bekloppt zu werden drohte, verbrachte ich die Zeit bis zum Lauf bei meiner Ersatzfamilie im Bangert. Um 16.25 Uhr (also 35 Minuten vor Startschuss) fuhren wir nach Pfungstadt, wo das Drama seinen Lauf nahm...
Als wir das Auto parkten, trafen wir auf Leute, die nicht nur hochprofessionell gekleidet waren, sondern sich auch noch warmliefen, in einem Tempo, in dem ich den Wettkampf angehen wollte. Anfangs dachte ich noch, das seien Ausnahmen, allerdings wurden es immer mehr, sodass sich sogar Markus zu einem hämischen „Du wirst Letzter!“ hinreissen liess!
Allerdings ist sonst zu betonen, dass sich meine Fans vorbildlich verhielten. Leider waren es nicht viele; die meisten waren dabei wirklich um keine Ausrede verlegen. Da wurde wirklich alles genannt: Strassenfeste, Umzugsarbeiten für die neue Wohnung, vorgeschobene Krankenhausaufenthalte, zu weite Anfahrtswege (Topic; als wären 250 Kilometer aus Bonn für solch einen Anlass zu viel...) oder eben einfach nur sonstige Verpflichtungen. Nun, ich ziehe meine Lehren daraus. Jetzt wo sich am Samstag bei meinen Fans die Spreu vom Weizen getrennt hat, weiss ich wenigstens, auf wen wirklich verlass ist. Vielen Dank jedenfalls an den ersten offiziellen Matthiosos-Fanclub (sozusagen den MFC Bangert). War wirlich cool, dass ihr die ganze Zeit dabei wart. Sowohl beim Ablaufen der Strecke, als auch bei der Vor-Wettkampfphase und nicht zuletzt natürlich während dem Rennen. Ich weiss wirklich nicht, ob ich zu Ende gelaufen wäre, wenn Ihr nicht dabei gewesen wäret!
Ich verabschiedete mich von Conny und Markus und ging direkt zum Startpunkt, wo ich dann 10 Minuten hypernervös auf und ab lief. So gesehen war ich froh, als es endlich losging und sich der Tross aus circa 35 Männer und 20 Frauen in Bewegung setzte. Nach wenigen Minuten war meine Freude aber auch schon wieder vergangen. Denn bereits nach etwa 800 Metern merkte ich, dass ich nichtmal das Leistungsniveau des Durchschnitts mitgehen konnte. Ich versuchte also, mein eigenes Tempo zu laufen, war aber damit immer noch etwas zu schnell. Was ich dringend lernen muss ist, meine Kräfte vernünftig einzuteilen. Bis heute schaffe ich das ja nichtmal bei einem 8.4-Kilometer-Lauf.
Meine Rundenzeiten wurden konstant schlechter. Die ersten Runde lief ich in 6:15 Minuten; die letzte dann in 7:48 Minuten. Schlimm war: bereits Mitte der zweiten Runde war ich komplett fertig und kurz vorm Aufgeben. Ende der vierten Runde brauchte ich dann auch noch Wasser, dass mir vom Fanclub natürlich gerne gereicht wurde!
Ziemlich cool war, dass ich so langsam war, dass der „Sprecher“ sich immerhin dreimal die Zeit nahm, mich persönlich, namentlich zu nennen. So ertönte beim Überqueren der Start/Zielliene jedes Mal ein „Und die Nummer 13, Matthias GRxxxxER – ohne Verein“ im tiefsten Pungschter-Deutsch. Das hat wirklich motiviert...
Als positiven Lerneffekt kann ich mitnehmen, dass es etwas völlig anderes ist, in Riniken zu laufen oder an einem Stadtlauf teilzunehmen. Es liefen alle möglichen Leute herum, ebenso wie Radfahrer. Es parkten Autos ungünstig auf der Strasse und nicht zuletzt hat man viele Konkurrenten um sich herum die einen einfach ablenken!
Allerdings muss ich sagen: meine Beine waren eigentlich ganz gut, mein Rücken vollkommen in Ordnung, die Schuhe machten auch keine Probleme und zu heiss war es ebenfalls nicht. Die Bedingungen waren also gut – ich konnte mich nicht beschweren!
Die 6 Runden absolvierte ich in einer Gesamtzeit von 43:34 Minuten, was zwar eigentlich zu meiner Zufriedenheit war, aber es reichte bei den Männern dann halt doch nur zum vorletzten Platz. Immerhin etwa 5 Frauen liess ich hinter mir. Das klingt eigentlich alles nicht so schlimm, aber das ist halt auch nur die halbe Wahrheit. Ich habe vielleicht schon das ein oder andere Mal hier im Blog ein bisschen übertrieben aber was ich jetzt erzähle ist nichts als die Wahrheit (NADW):
- bereits in Runde zwei wurde ich erstmals überrundet
- der Sieger lief die Strecke in 24 Minuten; ich wie erwähnt etwa mit dem Faktor 2
- es lief ein barfüssiger, alter Mann mit, der mich zweimal überrundete
Alles in allem war es trotzdem eine coole Erfahrung – zumal ich die Nervosität total unterschätzt habe und die beim Marathon wahrscheinlich noch tausendmal grösser sein wird! So gesehen bin ich im Nachhinein dann doch froh, dass ich diese Tortour über mich habe ergehen lassen. Anbei mein Zustand am Zieleinlauf: Hier ein kleines Video von meinem Lauf. Das war das Ende der vierten Runde, als ich zum Wasser holen kam. Ich verbitte mir jeden Scherz über meinen (nennen wir es ) eigenwilligen Laufstil. Ich weiss, dass das ziemlich erbärmlich aussieht, aber was soll ich machen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass das mein Laufstil in müdem Zustand ist, und ich sonst eigentlich runder laufe. Auf Nachfrage bei meinen Fans (dass ich "ja wohl nicht immer so laufe, oder?") bekam ich allerdings nur ein betretenes Schweigen; woraus ich wohl leider die schlimmsten Schlüsse ziehen muss...
Höchst erniedrigend wurde es dann übrigens noch mal auf dem Heimweg – auch das ist nicht gelogen oder übertrieben. Mann kann sagen, dass ich nach dem Zieleinlauf praktisch DIREKT mit Conny und Markus den Weg zum Auto angetreten habe, um die beiden pünktlich zum Anpfiff Schweden-Spanien zu Hause abzuliefern. Wir fuhren dann entsprechend auch direkt von Pfungstadt nach Seeheim rüber. Auf der Hälfte des Weges (etwa 2 Kilometer) kamen uns dann einge Läufer entgegen, die gemeinsam mit mir gestartet waren – unter anderem der Barfüssige und die Siegerin der Frauen. Die waren offensichtlich beim Auslaufen und kamen mir (obwohl ich wirklich UNMITTELBAR nach meinem Zieleinlauf losgefahren war) wieder aus Seeheim entgegen. Es war wirklich deprimierend.
Umso schöner war dafür der Ausgang des Abends, der unter dem Motto „Chill and Grill im Bangert“ stand. Ja, der moderne Leistungssportller sucht die Nähe zu seinen Fans und lässt sich auch nicht lumpen, einen ganzen Abend mit ihnen zu verbringen!
So, das war es erstmal zum Thema Willi-Nickel-Stadtlauf. Nochmals ein Dank an meine Begleiter Conny und Markus, die im Übrigen auch die Bilder und das Video gemacht haben. Ich hab mich echt saumässig gefreut! VIELEN DANK!!!
Mittwoch, 11. Juni 2008
Vorbereitung WNSL - Teil 2
Leider hat mein Rücken auch heute noch geschmerzt, allerdings ist es viel, viel besser als gestern! Daher entschied ich während des Tschechen-Kicks gegen Portugal, dass ich in der Pause bis zum nächsten Spiel noch mal meine 5 Kilometer laufe.
Aufgrund der Rückenschmerzen beschloss ich, nur eine leichte Intensität an den Tag zu legen. Das ganze passierte bei strömendem Nieselregen, der aber warm und absolut angenehm war! Plan war, langsam anzufangen und dann mit der Zeit die Intensität zu erhöhen. Nach nur 50 Metern war aber klar, dass ich keine Chance auf solch einen Langstrecken-Steigerungslauf hatte. Stattdessen entschloss ich, die 5 Kilometer mit vielen verschiedenen Passagen – bestehend aus Laufen, Rennen und Gehen (inkl. Dehnen) – zu absolvieren. Die Alternative wäre gewesen, es ganz zu lassen, da ich mit dem Rücken nicht komplett durchlaufen konnte! Letztendlich schaffte ich aber nichtmal die 5 Kilometer, sondern es waren maximal 3,5 Kilometer – davon auch noch ein grosser Teil den ich gegangen bin. Der Rücken machte am Ende einfach gar nicht mehr mit. Oh Mann, das kann ich jetzt echt so gut brauchen wie ein Loch im Kopp! Die letzten 500 Meter vertrieb ich mir während dem Gehen mit diversen Dehnübungen, sodass ich jetzt im Moment schmerzfrei bin. Ich kann nur hoffen, dass das jetzt so bleibt...
Nun bin ich wieder da und bin ganz froh, dass ich zumindest diese Kurzeinheit gemacht habe – auch wenn mir jetzt natürlich die Zeit bis Samstag brutal wegläuft! Meine Zeit war zwar 32:29 Minuten; gemessen an den vielen Geh-Passagen aber nicht verwunderlich!
Nun freue ich mich erstmal auf Schweiz-Türkei – was nicht nur mir so geht, sondern diesem ganzen Land hier. Die sowieso schon übernationalen Schweizer haben es geschafft, noch mal mehr Fahnen und Fähnchen (bzw. Fähnli) aufzuhängen als sowieso schon. Hier überall redet niemand von irgendwas anderem als dem Kick gegen Türken. Und auch von der Döner-Fraktion habe ich vorhin am Bahnhof etliche gesehen! Mal sehen, das könnte heute Abend zum ersten großen Hassduell während des Turniers werden... Mein ägyptischer Kollege Ramadan ist von den ganzen Diskussionen und den Nachfragen total genervt und hat gestern (damit es sofort jeder weiß) folgende Info an seinen Arbeitsplatz gehängt:
http://www.20min.ch/tools/suchen/story/14400871
Das traurige ist, das ist wirklich wahr. Keine Ahnung was die gegen „uns“ haben, aber gut – kann man nix machen! Zurück zu meinem Sport: Mir verbleiben nurnoch Donnerstag und Freitag zur Vorbereitung. Da ich morgen Abend eingeladen bin, werde ich in der Mittagspause schwimmen gehen. Am Freitag mach ich das entweder nochmal oder ich lasse es bleiben, würde dann aber gar nichts mehr machen können. Fahre ja nach der Arbeit direkt nach Mannheim zum Fubu...
Daher verabschiede ich mich jetzt erstmal wieder. Ich werde mich am Sonntag dann mal melden wie es in Pfungstadt funktioniert hat. Die nächste Woche habe ich 3 Tage Urlaub und 2 Tage Home-Office und werde diese Zeit komplett in Seeheim verbringen! Dankbar wäre ich (ganz im Ernst!) für eine Info, falls jemand mitbekommt, dass der Euro auf einen Kurs von unter 1,595 CHF fällt. Sobald das passiert, bitte kurze SMS an mich. Dafür gibt es dann auch eine Belohnung, die der absolute Knaller ist. Kann ich jetzt aber natürlich nicht verraten, um die Spannung oben zu halten. Zu überwachen ist der Kurs z.B. hier:
http://waehrungen.finanztreff.de/devisen_einzelkurs_uebersicht,b,743,l,276,s,EURCHF.html
So, ich wünsche Euch einen schönen Abend und freue mich darauf, die meisten von Euch am Wochenende und nächste Woche zu sehen!
HOPP SCHWIIZ!!!
Dienstag, 10. Juni 2008
Vorbereitung WNSL - Teil 1
Ich hätte wohl auch sagen können: „Vorbereitung Willi-Nickel-Stadtlauf – Teil 1“ aber Abkürzungen klingen natürlich viel wichtiger; vor allem wenn sie solch einen mystischen Touch haben!
Ein kurzer Rückblick auf das Wochenende. Nach Hause ging es erst am Samstag morgen, wo ich in Mannheim am Bahnhof aufgesammelt wurde. Von dort fuhr ich dann mehr oder weniger direkt nach Weiterstadt um mein Patenkind Ben zu besuchen. Ach ja, Andrea und Marc waren auch da… Danach ging es weiter in den Bangert zur Wohn- und Lebensgemeinschaft Dähn/Sterna wo ich erstmal Essen gemäß Ernährungsplan bekam. Spaghetti (Kohlenhydrate), Hackfleischsoße (Proteine, Fett) und Früchtejoghurt (Vitamine und noch mehr Proteine). Außerdem trank ich jede Menge Wasser, wenn auch vermischt mit Hopfen und Malz. Im Lauf des Abends ging dann endlich auch die EM los, leider mit einer Schlappe meiner Wahlheimat! Seitdem beherrscht die EM eigentlich mehr oder weniger meinen Alltag. Am Sonntag stand dann noch ein Familienfest (theoretisch der Hochzeitstag meiner Eltern, praktisch auch!) auf dem Plan. Seit Sonntag Abend um 19 Uhr bin ich nun wieder in der Schweiz und erfreue mich an der Pause der Fußballpause!
Tja, nun. Die EM ist in vollem Gange und lässt sich dabei ziemlich erfreulich an. Dank der polnischen Medien habe ich im letzten Moment auch noch meine nationalistische Ader geweckt und drücke nun doch auch den Deutschen die Daumen. Vor allem aber natürlich den Holländern und ein bisschen den Tschechen und Schweizern. Zudem bin ich für jede Mannschaft, die gegen Kroatien und Italien spielt!
Die Mafiosi (nicht nur die Italiener, sondern auch die Russen) haben ja schon mal eine herrliche Klatscher erhalten, während (Hup) Holland (Hup) und Deutschland fulminanten Götterfußball gezeigt haben. Mein Sportprogramm in den letzten Tagen war hingegen weder sonderlich ausgedehnt, noch erwähnenswert erfolgreich. Ich bin ja echt mal gespannt, was am Samstag beim Willi-Nickel-Stadtlauf rauskommt. Da die Zeit zwischen den beiden EM-Spielen nicht reicht um meine 10 Kilometer zu laufen, habe ich beschlossen, mich zwischendurch auf 5 Kilometer – dafür aber schnell – zu konzentrieren!
Gestern habe ich diese Distanz dann erstmals hinter mich gebracht. Zielzeit waren 27:56 Minuten, was mit einem einfachen „schändlich“ ziemlich gut umschrieben ist. Wenn ich diese Zeit auf 8,6 Kilometer (WNSL-Distanz) hochrechne, käme ich auf eine Zeit von 48 Minuten. Wenn man nun bedenkt, dass ich zum Ende hin einen üblen Einbruch hatte, kann man nicht davon ausgehen, dass ich die 8,6 Kilometer am Samstag im Schnitt meiner 5 Kilometer gestern werde laufen können. Mein Ziele für Samstag lauten also: 1. Unter 50 Minuten bleiben. 2. Nicht Letzter werden.
Wie ich zumindest erstes Ziel erreichen will, ist mir bisher aber noch schleierhaft. Heute hatte ich eigentlich Krafttraining angesetzt, morgen wieder Laufen und Donnerstag wieder Krafttraining. Dummerweise habe ich mir aber irgendwie den Rücken kaputt gemacht. Ich kann nur hoffen, dass es nur ein Hexenschuss oder ein eingeklemmter Nerv ist und nicht wieder die Bandscheiben. Fakt ist, dass ich bei jeder kleinsten Bewegung einen Schmerz verspüre, als würde mir jemand mit einem rostigen Nagel in ner offenen Wunde rumrühren.
Ich kann beim Laufen z.B. nicht zuerst den rechten Fuß vor den linken setzen, sondern schaffe es nur, das rechte Bein nachzuziehen, was äußerst peinlich aussieht und mich heute auf dem Weg zum Parkplatz ziemlich gequält hat. Beim Dehnen kümmere ich mich normalerweise um sämtliche relevanten Teile meines Körpers; nur einen ignoriere ich hierbei konsequent: meinen Rücken. Die Dehn-Übungen in meinem Buch sehen einfach so peinlich, lächerlich aus, dass ich sie einfach auslasse. In Zukunft werde ich das ändern, da das sicherlich der Grund dafür ist!
Krafttraining ging heute also nicht, stattdessen habe ich die ganze Zeit meinen Rücken mit Dehnübungen versorgt und mit allen möglichen Cremes eingerieben. Leider wird es bisher nicht besser und mittlerweile tut sogar einfach nur sitzen und liegen weh. Bin mir grade nicht so sicher, ob ich morgen überhaupt aufstehen kann…
Sollte morgen wieder alles gut gehen, würde ich meinen Trainingsplan normal fortsetzen. Also morgen zwischen den beiden EM-Kicks die 5 Kilometer laufen und am Donnerstag mich dann mit Krafttraining oder Schwimmen beschäftigen! Am Freitag fahre ich nach der Arbeit direkt nach Mannheim wo ich erstmals die heiligen Hallen von Sanne und Fabian besichtigen werde. Zwischendurch unterbrochen von ein bisschen EM und vielleicht dem ein oder anderen Bierchen. Aber natürlich nicht zu viel; denn am Samstag beginnt dann ja endlich mein lange herbeigesehnter Kampf um Titel….
Freitag, 6. Juni 2008
Jetzt geht´s los!!!
So, melde mich doch schonmal kurz etwas früher. Workshop ist vorbei, war solala. Ging leider etwas länger, daher habe ich in Turgi den letzten Zug nach Mannheim verpasst. Werde also frühestens morgen nach Seeheim kommen.
Der Sport beim Workshop war dann überraschenderweise tatsächlich Klettern. Wir waren im Hochseilgarten Todtnau und ich muss echt zugeben, dass die ganze Sache – nach ein paar Minuten der Überwindung – ziemlich cool war. Fürs Laufen war absolut keine Zeit, da wir praktisch keine Sekunde Pause hatten.
So gesehen gibt es von mir auch nichts zu berichten. Daher verabschiede ich mich, mit einer kleinen Einstimmung auf das Eingreifen der deutschen Elf in die EM 2008 am Sonntag:
Mittwoch, 4. Juni 2008
Soweit gesund - Gesundheitscheck Teil 2
Also, die Ergebnisse von meinem Gesundheitscheck bekam ich heute mitgeteilt. Im großen und ganzen ist bei mir eigentlich alles in Ordnung. Mein Blut wurde getestet auf Cholesterin, rote und weiße Blutkörperchen und auf den Zuckergehalt. Hierbei ergaben sich normale, gesunde Werte. Mein Cardiogramm war ebenso nicht zu bemängeln. Einzig mein Lungenvolumen liegt ein bisschen unter der Norm, allerdings kann das stark Tagesformabhängig sein, wie mein Arzt mir heute erklärte.
Sein Fazit war daher, dass es grundsätzlich für mich unbedenklich ist, einen Marathon zu laufen. Allerdings wies er darauf hin, dass ja kein Belastungs-EKG oder derartiges gemacht wurde und dass zudem die Belastung des Körpers beim Marathon (-Training) so hoch ist, dass er aufgrund der gemachten Tests keinen „Freifahrtschein“ ausstellen könne. Das hatte ich aber auch so geahnt…
Er liess mich allerdings nicht gehen ohne zu betonen, dass meine körperlichen Voraussetzungen nicht gerade für einen Langläufer zu gebrauchen sind, sondern eher für einen Zehnkämpfer! Langläufer sollten eher leichte, drahtige Leute sein und nicht ungedingt athletisch veranlagt wie ich.
Als weiteren Tipp (wobei Tipp untertrieben ist, er hätte wohl am liebsten gehabt, dass ich ein Versprechen abgebe) gab er mir mit auf den Weg, dass ich beim Marathon KEINE Zielzeit anstreben sollte. Bei meinem ersten Marathon sollte ich als Ziel doch ausschließlich haben, „Finisher“ zu werden!
Weiterhin riet er mir davon ab, in meinem Training Schwellen- und Intervallläufe zu machen. Dabei handelt es sich um Läufe in höheren Pulsregionen, die den Körper stärker belasten, dadurch aber auch einen höheren Trainingseffekt haben. Diese beiden Arten von Läufen sind absolut unerlässlich, wenn man seine Zeit verbessern will. So gesehen werde ich auf sie nicht verzichten können.
Zusammenfassend betonte er nochmals, dass ein Marathon nicht optimal trainiert werden kann, da man im Training niemals in der Lage sein wird, seinem Körper die Belastung zuzufügen wie er sie im Marathon erfährt. Dieser Zustand totaler Erschöpfung und Ausgelaugtheit ist nicht trainierbar und daher ist in jedem Fall während des Marathons absolute Vorsicht geboten.
Auch wenn sich das jetzt nicht so wirklich klasse anhört sollte man das Ergebnis nicht als negativ werten. Mein Arzt hat die Sache auch nicht negativ rübergebracht, sondern lediglich warnend. Letztendlich bleibt die Aussage: Meine Voraussetzungen sind suboptimal, aber grundsätzlich ist die Übung unbedenklich“. Clevererweise habe ich vergessen, nach einem Orthopäden zu fragen. Ich werde aber jetzt erst noch mal ein paar Trainingeinheiten verstreichen lassen und dann – wenn notwenig – einen Orthopäden aufsuchen. Im Moment fühlen sich Beine, Füße und Knie gut an!
Ich bleibe sicherlich bei meinem Ziel, den Marathon in einer bestimmten Zeit zu laufen. Alleine das Ziel zu „finishen“ reicht mir einfach nicht. Dazu werden dann auch einige Schwellen- und Intervallläufe notwendig sein – das ist leider unverzichtbar. Trotzdem werde ich mir die Empfehlungen meines Arztes zu Herzen nehmen. Ich werde mein Zeitziel und das dazugehörige Training nicht um jeden Preis erzwingen. Sollte ich merken, dass es nicht reicht, werde ich mein Ziel entweder nach hinten korrigieren oder aber doch nur das „finishen“ versuchen. Aber das sehe ich dann…
Viel erfreulicher als die medizinischen Meldungen aus Riniken sind allerdings die heutigen medizinischen Meldungen aus Bonn / Bad Godesberg. Joscha von den Bonner SC – Sturmtruppen scheint auf dem deutlichen Weg der Besserung zu sein nachdem er uns letzte Woche mit einer absoluten Hiobsbotschaft geschockt hatte. Das freut mich EXTREMSTENS zu hören zumal mir die ganze Geschichte in der letzen Woche tatsächlich die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hat. Sieh zu, dass du umgehend wieder bei voller Gesundheit bist, Junge!!!
So, jetzt muss ich packen. Mein Workshop in Todtnau (Arsch der Welt!) geht von morgen bis Freitag. Auf der Homepage von unserem Event-Veranstalter habe ich heute schlimmerweise gelesen, dass nur wenige Minuten vom Tagungsgebäude der „Kletterpark“ ist. Na da kann ich ja fast mal ahnen, woraus unser Sportprogramm bestehen wird. Klettern, fuck. Das muss doch nicht sein…
Samstag und Sonntag werde ich dann in Seeheim sein, allerdings an beiden Tagen kurze aber schnelle Läufe machen. Erst am Sonntag Abend werde ich wieder hier sein und dann auch erst wieder meinen Blog füttern. Nächster 10Km-Lauf wird am Dienstag (also gestern in einer Woche sein). Am Samstag drauf beginnt dann mein Kampf um Titel – der Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf startet. Das wird ein richtiges Desaster. Trotzdem freu ich mich drauf!
Noch 12 Tage bis zum Vorrundenaus, noch 4 Tage bis zur ersten Gruppenniederlage gegen Polen!
Dienstag, 3. Juni 2008
Wenigstens gewonnen - Kicken VI
Ich muss mich ein wenig kurz fassen, denn meine Wasch-Session läuft immer noch. Was bedeutet, dass ich alle paar Minuten runter rennen muss um die saubere Wäsche aufzuhängen und eine neue Maschine anzustellen. Sagte ich eigentlich schon, dass ich zum Waschen ausschließlich Vanish Oxy Action ™ benutze? Darauf lege ich absolut hohen Wert! Vanish ™ bekommt mehr Flecken raus als jedes andere (herkömmliche) Waschmittel. Selbst die Graßflecken auf meinen Klamotten wenn ich vom Kicken komme sind für Vanish ™ kein Problem. Dieses Produkt hat mein Leben verbessert. Zumal ich jetzt meine Wäsche auch nicht mehr vorbehandeln muss wie es sonst immer der Fall war. Ich liebe Vanish ™. Wenn Vanish ™ eine Frau wäre, würde ich sie heiraten!
Wusstet Ihr eigentlich, dass die Eltern von Meister Proper Geschwister sind? Weiterhin ist der Fuchs von Spee ne tollwütige Schwuchtel!!! Und der Weiße Riese inklusive seinen Fleckzwergen sind allesamt Hurensöhne!!! Ich vertraue beim Waschen auf jeden Fall nurnoch auf Vanish™.
Das Kicken heute war mal wieder einigermaßen niederschmetternd. Zwar hat es heute mal wieder zu einem Sieg gereicht, aber personell waren wir eigentlich so deutlich überlegen, dass man den Feind zu Null wegmachen muss. Wir haben dann ein bisschen durchgewechselt, so dass es etwas ausgeglichener war, aber wir waren trotzdem noch viel stärker. Umso ärgerlicher, dass wir nur verhältnismäßig knapp gewonnen und dabei Tore von etwa dieser Qualität gefangen haben:
Unterm Strich war es ungefähr so schwer gegen uns zu treffen. Und wenn der Gegner die Dinger mal nicht selbst gemacht haben, dann haben wir natürlich gerne nachgeholfen:
Nichtsdestotrotz war ich heute aber zumindest mit meiner Leistung sehr zufrieden. Damit will ich gar nicht mal darauf hinaus, dass ich beachtliche Leistung gebracht habe, sondern ich war vielmehr mit meiner Laufbereitschaft sehr zufrieden. Ich hatte mir heute nämlich als Ziel gesetzt „zu Laufen bis ich kotze“. Ganz soweit kam ich zwar nicht, aber ich habe mir heute definitiv körperliche Schmerzen zugefügt. Ich glaube zwar eigentlich nicht, dass ich irgendwelche masochistischen Veranlagungen habe, aber trotzdem fühlte ich mich dabei (und ich tue das auch immer noch) absolut blendend!
Sinnloserweise bin ich auch dann gerannt, wenn es überhaupt keinen triftigen Grund dafür gab. So bin ich z.B. nach jedem Angriff wie ein Bekloppter zurückgesprintet, auch wenn der Feind kein Anzeichen gemacht hat, zu kontern. Ich hoffe mal, niemand von meinen Mitspielern ist das aufgefallen und die halten mich jetzt für vollkommen bescheuert. Aber das kann ich mir kaum vorstellen…
Aber wenn wir schon mal bei fußballerischen Erfolgen sind. Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass mein absoluter Lieblingsverein auf lokaler Amateurfußballer-Ebene letzte Woche den Aufstieg geschafft hat. Jawohl so ist es: Germania Eberstadt ist von der „ Kia Kreisklasse A Darmstadt“ in die „Bezirksliga West Darmstadt“ aufgestiegen und dabei haben sie die Penner von der Spvgg Seeheim-Jugenheim hinter sich gelassen. Was für ein Fest. Wobei natürlich festzuhalten wäre, dass Germania eigentlich nur mein zweitliebster Amateurverein ist. Noch großartiger ist natürlich die SKG Bickenbach. Das ist nicht nur der einzige Verein für den ich jemals (für ein knappes Jahr) die Fußballstiefel geschnürt habe, sondern insbesondere der neue Verein vom Markus und dadurch natürlich per se zu unterstützen!
So, das war es dann aber auch mit Fußball für heute. Jetzt bin ich zu Hause und erfreue mich an den Schmerzen in meinen Beinen – WIRKLICH! Außerdem freu ich mich, dass mein Waschtag in den letzten Zügen liegt. Im Moment läuft die letzte Maschine, dann bin ich komplett fertig! Ist auch absolut notwendig, da es für mich übermorgen auf einen zweitägigen Workshop in den Schwarzwald geht. Thema: „Die Führungsgrundsätze der ABB Schweiz“. Naaaaa-ja...
Meine Laufschuhe nehme ich auf jeden Fall mit, aber da es am Donnerstag Abend bis 20 Uhr läuft und am Freitag schon um 8 Uhr wieder losgeht, werde ich wohl eher nicht zum Laufen kommen. Da aber ein Teil des Workshops auch Team-Finding mit sportlicher Aktivität sein wird, bin ich wenigstens definitiv nicht ganz untätig. Aber was für ein Sport das sein wird, weiß ich im Moment noch nicht. Muss ich mich wohl überraschen lassen...
Danach geht es für mich mehr oder weniger direkt nach Seeheim, da ich am Wochenende zu einer Familienfeier einberufen wurde. Die Pachteé steigt am Sonntag und irgendwann danach werde ich wieder zurück in die Schweiz fahren. Ist aber nicht so schlimm; schließlich spielt Sonntags Abends nur Deutschland :-) . Ach ja, noch 13 Tage bis zum Vorrundenaus!
Montag, 2. Juni 2008
Wasser & Brot - Ernährung I
Nun, entgegen meiner gestrigen Ankündigung floss auch heute leider kein Blut. Die (diesmal andere) Arzthelferin durfte sich heute versuchen und durchstach vier weitere Male meinen bemitleidenswerten Arm. Blut kam aber kein einziges Mal raus. Die Dame sagte mir, dass sie sowas in 26 Jahren Arzthelferin-Dasein noch nicht erlebt hat. Es blieb uns aber nichts anderes übrig, als die Übung abzubrechen und aufzugeben! Stattdessen hat sie mir dann ein paar tropfen kapilläres Blut aus dem Finger (bzw. 2 Fingern) geholt. Das kapilläre Blut ist zwar nicht für alle Tests zu gebrauchen, aber die wichtigsten Sachen können damit schon ermittelt werden. Was das alles ist, erzähle ich am Mittwoch nach meiner Ergebnisbesprechung.
Das Blut lief also nicht obwohl ich zwischen Sonntag 20 Uhr und Montag 8:50 Uhr locker 3 Liter Wasser getrunken hatte. Entsprechend musste ich heute Nacht mehrmals raus und auch im Büro war ich mehrfach unterwegs. Hab gehört, da soll Granufink helfen… Entsprechend einfach gestaltete sich heute dafür aber die Urinprobe. Somit habe ich die letzten beiden Tests heute mehr oder weniger erfolgreich absolviert und es heißt jetzt warten auf Mittwoch.
Da der heutige Tag ein sportfreier ist, kann ich die Gunst der Stunde mal nutzen und das ein oder andere Wort zu meiner Ernährungsumstellung in den nächsten Wochen und Monaten verlieren!
Grundsätzlich lässt sich dazu sagen, dass ich die ganze Geschichte nicht übertreiben werde. Ich werde auch weiter essen was mir schmeckt, dabei aber zumindest den ein oder anderen Kompromiss mit mir selbst schliessen.
Was der Körper grundsätzlich zu seiner Versorgung braucht sind die folgenden 7 Bausteine der Ernährung:
1. Kohlenhydrate:
Kohlenhydrate sind der wichtigste Energielieferant des Körpers, da sie am leichtesten zugänglich sind. Sie werden in Form von Zucker in den Muskeln und der Leber gespeichert. Wenn der Körper die leichtverfügbaren Kohlenhydrate aufgebraucht hat, liefern zunächst Fette, dann auch Eiweiße die Energie. Die tägliche Ernährung sollte zu 50-60% aus Kohlenhydraten bestehen (z.B. Nudeln, Vollkornbrot, Bananen, Kartoffeln,…).
2. Fette:
Fette sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte der größte Energieträger des Körpers. Sie liefern mehr als die doppelte Menge Energie wie Kohlenhydrate oder Eiweiße. Der unmittelbare Energiebedarf wird aber (dummerweise!) durch Kohlenhydrate gedeckt, da die Fettverbrennung für den Organismus aufwändiger ist. Ey, der Organismus ist so ne dumme, faule Sau!!! Jegliche Energie, die dem Körper über den Bedarf hinaus zugefügt wird, speichert er in Fettdepots. Das lagert er solange ein, bis ein Defizit in der Energiebereitstellung eintritt. Fette sollten 3% der täglichen Ernähung ausmachen.
3. Eiweiße:
Eiweiße, auch bekannt unter dem Begriff Proteine, sind ein unverzichtbarer Bau- und Reparaturstoff der menschlichen Zellen. Sie sind außerdem maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt. Proteine werden im Sport für den Muskelaufbau benötigt und sind in konzentrierter Form daher insbesondere im Kraftsport verbreitet. Enthalten sind Proteine insbesondere in Eiern, Milch, Fisch und Hülsenfrüchten. Idealerweise besteht die tägliche Ernährung des menschlichen Körpers aus 37% Eiweißen.
4. Mineralstoffe:
Mineralstoffe sind keine Energieträger; der Körper braucht sie aber insbesondere zum Aufbau von Knochen (Kalzium, Phosphor) und zur Regulierung des Stoffwechsels (Kalium, Natrium). Magnesium wiederum wird z.B. zum Aufbau und zur Stabilisierung von Muskeln und Knochen gebraucht, Eisen verbessert die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung im Blut. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Mineralstoffe eine grosse Menge von Funktionen haben. Der menschliche Körper ist aber nicht in der Lage, Minerale zu bilden – sie müssen daher über die Nahrung zugefügt werden!
Hier eine Liste mit den wichtigsten Mineralen, ihrem Hauptvorkommen in Lebensmitteln, Ihrer Wirkung und dem jeweiligen Tagesbedarf
http://jumk.de/bmi/mineralstofftabelle.php
5. Vitamine:
Vitamine sind ebenfalls keine Energieträger, werden aber für anderer lebenswichtige Funktionen benötigt. Diese Funktionen können unterschiedlichster Art sein. Vitamin C z.B. stärkt das Immunsystem, hilft gegen Astma und Erkältungskrankheiten. Vitamin E spielt vor allem beim Fettstoffwechsel und beim Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle, hilft aber ebenso der Stärkung des Immunsystems. Die Vitamin-B-Komplexe fördern die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (B1), den Eiweißstoffwechsel und Sauerstofftransport (B2), die Blutbilung und den Zuckerspiegel (B6) und sie bilden rote Blutkörperchen für den Ausdauersport (B12). B12 braucht man also nur, wenn man keine eigenen Plastiktütchen im Kühlschrank der Freiburger Uni-Klinik eingelagert hat! Für den Ausdauersport sind insbesondere Vitamin C, Vitamin E sowie Vitamin B1 wichtig. Da der Körper Vitamine nicht (bzw. kaum) speichern kann, müssen sie täglich neu zugeführt werden.
6. Ballaststoffe:
Ballaststoffe fördern eine geregelte Verdauung und schützt vor diversen Erkrankungen des Enddarms. Ballaststoffe besitzen keinen Brennwert, da sie als Quell- und Füllstoff keinen Energiebeitrag leisten. Bei ihnen handelt es sich um Gerüst- oder Stützsubstanzen von Pflanzen, die der Darmflora von Nutzen sind.
7. Wasser
Last but not least der wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Dieser besteht nicht nur zu etwa 70% aus Wasser, sondern er kann auch nur wenige Tage ohne die Zuführung von Wasser überleben. Wasser hat so vielfältige Funktionen, dass es den Rahmen sprengen würde, hier vereinzelt darauf einzugehen. Als wichtigste Funktionen dienen sie dem Stoffwechsel und VOR ALLEM der Wärmeregulierung des Körpers. Der Mensch sollte stets auch ein Gleichgewicht seiner Wasserbilanz achten (egal ob er zum Blutabnehmen muss oder nicht). Zuviel Wasser kam man fast nicht aufnehmen – deutlich größer ist das Risiko einer Dehydrierung wenn zu wenig getrunken wird.
Auf das Thema Nahrungsergänzungsmittel werde ich hier nicht eingehen da ich mich keinem dieser Mittel bedienen werde. Zwar sind Nahrungsergänzungsmittel nicht (grundsätzlich) verboten, allerdings haben sie ein Image das nicht zu meiner sauberen (muahaha!) Vorstellung von Wettkampf passt. Meine einzigen Drogen und leistungssteigernden Mittel sind Pfungstädter Pils und Erdinger Weißbier!
Anyway, was bedeutet nun obige Wissenschaft für mich. Zunächst mal werde ich mich der obigen Energienverteilung (60% Kohlenhydrate, 37% Eiweiße, 3% Fett) etwas annähern. Ich denke, dass ich dazu ein bisschen weniger Fett zu mir nehmen müsste und ein bisschen mehr Eiweiße. Einschränken werde ich in den nächsten Monaten definitiv meinen Alkoholkonsum. Der ist zwar sowieso schon nicht allzu hoch, allerdings werde ich in Zukunft auch bei Anlässen, die einen höheren Alkoholkonsum ermöglichen würden, etwas kürzer treten. Weiterhin werde ich verstärkt Nudeln essen. Jetzt könnte zwar die Conny anmerken, dass ich sowieso schon jeden Tag Nudeln esse, aber sie könnte es halt auch einfach lassen! In der Kantine werde ich in Zukunft mindestens 3 Mal die Woche Salat essen – das hat aber nicht nur etwas mit der Gesundheit zu tun, sondern auch damit, dass der normale Kantinenfrass einfach so übelst schwer im Magen liegt, dass ich mich normalerweise erst gegen 15 Uhr wieder aus meinem Wachkoma lösen kann.
Kaffee habe ich übrigens letzten Montag von meiner Liste gestrichen und ich werde auch garantiert bis zum Marathon keinen Kaffee mehr trinken. Ich werde außerdem den Konsum von Eis und fetthaltigen Süßigkeiten einschränken (bis einstellen). Weiterhin werde ich zeitnah anfangen, mich auch in meiner Freizeit ein bisschen mehr mit Obst und Gemüse zu versorgen. Aber das wird sicherlich ein schwerer Schritt! Der schwerste und schlimmste Schritt ergibt sich aber aus meiner sommerlichen Trainingszeit. Normalerweise pflegte ich einen Sommer nicht ohne mindestens einmal grillen pro Wochenende zu verbringen. Ich fürchte, dass ich diese Leidenschaft zwar nicht ganz einstellen, aber doch zumindest deutlich einschränken werde müssen. Nur gut, dass ich mit Tobi vorletztes Wochenende schon ungefähr 23 Mal gegrillt habe. Vielleicht hält das den Sommer über…
Übermäßig viel Proteine benötige ich nicht, da ich ja keinen übertriebenen Muskelaufbau beabsichtige. Logischerweise gehört auch bei meinem Training ein gewisser Muskelaufbau dazu, aber eben nicht im Maße wie das z.B. ein BodyBulider tut. Und die 37% Eiweiße in der regulären Ernährung sollten mir da schon vollkommen ausreichen…
So, das war es erstmal zum Thema Ernährung: jetzt müsst Ihr mich leider entschuldigen – ich muss mich meinem Waschtag widmen. Also eigentlich habe ich heute gar keinen Waschtag, sondern erst morgen, aber im Moment ist die Waschküche frei und diese Chance sollte man nicht ungenutzt lassen! Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich meine Wäsche grundsätzlich NUR mit Vanish Oxy Action™ wasche?
Dieses Produkt hat mich vollkommen überzeugt und erfüllt (bzw. übertrifft sogar) alle meine Erwartungen an ein Waschmittel! Ich kann Euch allen nur empfehlen – und Euch gleichzeitig bitten – dieses überragende Produkt von nun an zu benutzen. Es ist wirklich fantastisch! Für mehr Informationen:
Und das gilt natürlich für alle Produkte aus dem Vanish ™ -Sortiment:
So, jetzt will ich Euch nicht länger davon abhalten, in den Laden zu rennen und es zu kaufen. Einige Geschäfte haben bis um 22 Uhr offen, also worauf wartet Ihr noch? Hopphopp!!!!