Samstag, 31. Mai 2008

Gesundheitscheck - Teil 1

Oh Mann, oh Mann… Das Wetterspektakel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe ich überlebt – auch wenn ich damit nicht immer gerechnet hätte. Im Übrigen wieder typisch, dass sich keiner Sorgen gemacht hat, sondern alle wieder nur die kapitalistischen Gedanken zum Ausdruck gebracht wurden. Naja, tolle Heuschrecken-Freunde!!! Das Gewitter (oder sagen wir besser: Der Krieg der Sterne) war dann am Freitag auch Tagesgespräch Nummer eins! Aber soweit war ich ja noch lange nicht – vorher musste ich ja noch was hinter mich bringen:

Denn am gestrigen Freitag hatte ich meinen Gesundheitscheck bei Herrn Dr. Lüthi schräg gegenüber von meiner Wohnung. Den Termin hatte ich um 9.30 Uhr – logischerweise war ich vorher also nicht arbeiten. Zunächst mal wurde ich einem Verhör unterzogen, in dem es um mein generelles Wohlbefinden, Krankheiten in der Familie und meine bisherige Lauferfahrung ging. Die Fragen schienen alle Sinn zu machen, auch wenn irgendwie im Subtext mitschwang, dass mein Hausarzt wohl kein Freund von Marathons ist. Er ließ auch verlauten, dass ich nicht unbedingt die körperliche Idealvoraussetzungen für einen Läufer habe, allerdings brachte er das alles nicht negativ rüber.

Für 2-3 Minuten schweiften wir ab in die wissenschaftlichen Tiefen des Marathon-Trainings. Mein Arzt vertritt die Meinung, dass es nicht möglich ist, für einen Marathon wirklich zu trainieren. Anfangs versuchte ich noch (basierend auf den Aussagen meines Buches) dagegen zu argumentieren. Leider muss ich aber zugeben, dass er mit all seien Aussagen vollkommen Recht hatte und auch ich bin jetzt der Meinung, dass es eigentlich nicht möglich ist, sich mit Training WIRKLICH auf einen Marathon vorzubereiten. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich es jetzt lasse… Und nichtsdestotrotz war es ziemlich cool mit dem Herrn darüber zu reden, da er halt einfach (logischerweise) extrem viel Ahnung von der ganzen sportwissenschaftlichen Materie hat...

Der Gesundheitscheck bestand eigentlich aus den üblichen Standard-Tests. Herz abhören, in den Hals gucken, Hals abtasten, etc… Als kleine Zugabe ging es dann weiter mit einem EKG und einer Lungenvolumen-Messung. Die Ergebnisse bekomme ich zwar erst am Mittwoch, aber irgendwie habe ich bei dem Lungenvolumen-Test ein ganz, ganz schlechtes Gefühl. Naja, abwarten...

Abwarten heißt es vor allem, da ich am Montag noch mal da auflaufen muss – einige Tests konnte ich am Freitag nämlich leider nicht machen. Ich konnte weder Blut, noch eine Urinprobe abgeben. Der Grund lag in beiden Fällen daran, dass ich wohl zu wenig getrunken hatte. Nachdem mir die Arzthelferin mehrmals den Arm durchstochen hatte, ohne dass Blut herauskam, fragte sie mich ob ich genug trinke. Ich bejahte das, erwähnte aber, dass ich „heute“ noch nichts getrunken hatte. Daraufhin war die Dame reichlich erstaunt und fragte „Den ganzen Tag nicht?“, worauf ich nur ein „Äh, was heißt den ganzen Tag – ich bin ja eben erst aufgestanden!“ entgegnen konnte. Es vergingen ein paar Sekunden der Ruhe, die wir wohl jeweils nutzten, um zu überlegen, WER von uns beiden jetzt bescheuert ist. Gesagt hat sie dazu aber nichts mehr...

Nun, da ich wohl innerlich total ausgetrocknet war, floss in meinen Venen wohl kein Blut. Aus gleichem Grund ergaben sich auch die blasentechnischen Probleme. Jetzt muss ich dann also am Montag um 9.00 Uhr noch mal hin und habe als Hausaufgabe bekommen, von Sonntag-Abend bis Montag-Morgen nichts anderes zu machen, als Wasser zu trinken. Naja, dat schaff ich schon!

Bei der Terminsuche für Blut&Urinabgabe und die Ergebnis-besprechung wurde es dann noch mal unterhaltsam, als ich sagte, dass ich es jederzeit einrichten könne. Die Frau daraufhin „Schoffet Ihr nöd?“. Echt unfassbar – kaum ist man mal entgegenkommend und zeitlich flexibel schon wird man als deutscher Sozialschmarotzer beschuldigt. Ja, manchmal hat man hier echt ein tolles Standing!

Als ich dann ins Büro kam, erfuhr ich, dass eine kurzfristige Mitarbeiter-Info einberufen wurde, in der verkündet wurde, dass unsere Geschäftführerin die Firma per 1. Juli verlassen werde. Daraus folgend wird es in den nächsten Monaten diverse Organisationsänderungen geben – die mitunter auch dazu führen könnten, dass meine mittelfristige Zukunftsplanung sich jetzt doch noch mal ändert. Naja, sehen wir dann...

Gestern Abend war ich dann noch in Fislisbach, um mir mit Cibi (einem weiteren Kollegen aus der Logistik) ein bisschen Amateurfußball anzugucken. Heute Abend um 18 Uhr schaue ich mir dann das Spiel vom FC Baden gegen den FC Biel an. Bei Baden zockt Elias mit und wenn sie heute gewinnen steigen sie in die Axpo Challenge League (die zweithöchste schweizer Liga) auf. Morgen werde ich dann wieder meine 10 Kilometer laufen – dann hoffentlich mal in etwas höherem Tempo!

Ach ja, hier übrigens noch mein neues T-Shirt, schön oder?

Noch 16 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Alarm!!!

Oh fuck, das ist mehr als ein einfaches Gewitter! Hat von Euch jemand „Der Schwarm“ gelesen? Die Donner laufen jetzt irgendwo unter der Kategorie „Dresden 1945“. Und der Regen kommt mir auch nicht mehr ganz normal vor. Nur gut, dass ich auf nem Berg wohne... Falls mir trotzdem was zustossen sollte: meine Stadionhefte gehen an den Morris, das Lidl-Pfand an den Fabian und mein Cash an die Jugendabteilung der Eintracht!!!

Rückblick, Ausblick und Kicken V

Die letzten Tage mal grob zusammengefasst:

Am Dienstag hatte ich eigentlich geplant, erstmals einen schnellen 10-Kilometer-Lauf zu machen. Ist allerdings daran gescheitert, dass mir bereits nach 200 Metern ohne Ausnahme jeder Muskel und Knochen abseits des Oberschenkels schmerzte. Das war echt ein komisches Gefühl. Oberschenkel, Knie, Schienenbein, Waden, Fuss, Ferse, Zehen, alles…. Teilweise lag es an meinen verdammten Adidas-Blasenschuhen in denen es mit Einlagen dann richtig unangenehm wurde!

Am Dienstag musste ich also feststellen: ich komme um die Konsultation von zwei Ärzten leider nicht herum. Ich werde umgehend sowohl einen generellen Gesundheitscheck bei meinem Hausarzt machen, als auch einen Termin bei einem Orthopäden. Langsam kriege ich nämlich echt etwas Bammel, dass ich meine Füße und Knie gerade kaputt mache…

Bereits gestern habe ich daher zwei Arzttermine ausgemacht – einen davon allerdings für mein Auto (in der Werkstatt Baschnagel in Windisch). Den anderen habe ich bei meinem Hausarzt im Spycherweg (überragender Straßenname!!!) ausgemacht. Da werde ich morgen um 9.30 Uhr antanzen und mir das medizinische OKAY für den Marathon abholen. Bin mal gespannt, was die so alles machen. Soll 45 Minuten dauern, kann also nicht NUR Herzabhören sein (auch wenn die Schweizer generell etwas langsamer sind)!

Ansonsten war heute mal wieder ABB-Kicken. War ziemlich heftig, da wir nur zu fünft waren und daher 2:2 auf ein Tor spielten. Jeweils der Torschütze musste ins Tor gehen und der Torwart wechselte in die jeweilige „Mannschaft“. Das ganze hatte den Vorteil, dass man bei den gefühlten 80 Grad Celsius und der Luftfeuchtigkeit von 85% manchmal ein bisschen im Tor ausruhen konnte. Dennoch gaben wir nach nicht mal 60 Minuten auf, da wir alle einem Herzinfarkt nahe waren. Zumindest aber war dieser Kick technisch und taktisch DEUTLICH ansehnlicher als die letzten beiden Male…

Ach ja, ein Wort noch an die schwäbische Piense: Fabian, ich habe dich ungefähr hundert Mal gefragt, wann denn der Termin zum Umziehen ist, du hast mir nie einen genannt – Gründe seien mal dahingestellt. Es reicht ein einfacher Hinweis mit Datum und Uhrzeit – in den meisten Fällen werde ich es dann einrichten können!

Geil, jetzt fängts hier grad an zu gewittern. Von mir aus kann es hektoliterweise regnen – und das Thermometer darf gerne auch unter 5 Grad fallen – ich bin für jede Art von Abkühlung dankbar. Alter Schwede, 6 Donner und circa 20 Blitze in 2 Minuten. Das könnte ja richtig rund gehen...

So, noch mein obligatorisches Wort zur deutschen Nationalmannschaft: das kleine Ghettokind aus Bonames brauche ich ja nicht mehr zu beleidigen; also lasse ich es. Dennoch kann ich mir weiterhin nicht verkneifen: Noch 18 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND! Wobei ich beim Spiel gegen Kroatien inzwischen sogar „uns“ die Daumen drücke!

Melde mich morgen mit den Ergebnissen vom „El Doctore“ – nächster sportlicher Akt ist am Sonntag – da werde ich dann die 10 Kilometer mal schnell angehen!

Sonntag, 25. Mai 2008

Und gleich nochmal - 10 Kilometer Vol. 11

Puh, das Übel wäre ich also auch wieder los. Habe den Tobi heute nach Waldshut gefahren und am Bahnhof dann auch aufgepasst, dass er wirklich abgefahren ist. Naja, die 5 Tage haben ihm allerdings trotzdem gereicht, um meine Wohnung in ein einziges Chaos zu verwandeln. Hier sieht es wirklich aus wie beim Giertz im Handschuhfach!

Nachdem ich aus Waldshut zurück war, hab ich ein bisschen Formel 1 geschaut und ein erstes Planfeststellungsverfahren für die Aufräumaktion eingeläutet. Insgesamt war ich noch immer ziemlich zerschlagen vom Wochenende – was nicht zuletzt daran lag, dass wir Kölsch-Technisch ein Pensum vorlegten, das man sonst nur von irischen Hafenarbeitern kennt!

Das erste was mir heute morgen nach dem Aufstehen aber in den Sinn kam, war LAUFEN. Deshalb machte ich mich dann heute gegen 16.30 Uhr auf die Socken um wieder meine Hausroute in Angriff zu nehmen. Heute lief ich erstmals mit Einlagen, die meine schäppen Füße ein bisschen nach Innen drücken sollen. Seit meiner vorletzten Lauf habe ich nämlich nach dem Laufen immer Schmerzen am linken Außenfuß. Wohlgemerkt: NACH dem Laufen, komischerweise nicht WÄHRENDDESSEN.

Mit den Einlagen lief es eigentlich ganz gut. Wenn die Fußschmerzen allerdings nicht weggehen sollten, muss ich wohl demnächst mal einen Orthopäden aufsuchen. Naja, ich muss eh bald mal zum Arzt, habe meiner Mama versprochen, vor dem Marathon-Training so nen Fitness-Cardio-Test machen zu lassen. Wer weiß, vielleicht überweist der mich ja dann direkt weiter an nen Orthopäden. Seh ich dann…

Der Lauf heute war (im Gegensatz zu dem mit Tobi zusammen) ziemlich miserabel. Ich war genauso schnell wie am Freitag, hatte aber einen um 8 Impulse höheren Puls. Gründe dafür könnte ich genug finden. Wetter war heiß, die Einlagen ungewohnt, meine Beine nicht richtig regeniert, circa 2 Promille Restalkohol vom Wochenende, Sodbrennen und Magen-Darm-Beschwerden, ...

Die Liste ist wahrlich lang, aber trotzdem nervt es mich, dass ich schon wieder keine konstante Verbesserung feststellen kann. Anbei mal die Graphik mit meinen bisherigen Trainingsergebnissen. Zur Erklärung, der „Verhältnis“-Graph errechnet sich aus dem Produkt aus Minuten und durchschnittlichem Puls, geteilt durch 100.

Für jeden logisch dürfte sein, dass für alle diese Kurven gilt: je tiefer, desto besser!

Folgendes: ich bin Controller und verdiene mein Geld per se damit, dass ich auf teilweise höchst diskutable Art und Weise versuche, irgendwelchen Graphiken positive Trends oder Werte anzudichten. In diesem Fall stehe allerdings sogar ich vor dem Problem, dass ich keine, aber auch absolut keine positive Entwicklung erkennen kann. Entscheidend ist letztendlich die rote Linie, aber bei der kann von Verbesserung (also fallende Kurve) leider keine Rede sein. Naja, ich bin dankbar für jeden, der hier irgendwelche positiven Tendenzen erkennen kann. Ich warte!!!

So, jetzt muss ich langsam mal ins Bett. Muss auch noch ein bisschen fehlenden Schlaf aufholen. Aber werd ich schon schaffen. Jetzt bleibt mir eigentlich erstmal nur, dem Pat-Helmes-Rot-Weiß-Essen-Tobi für den spontanen Besuch hier unten zu danken. War echt glatt dass du da warst und dann bis bald in Bonn oder eben wieder hier unten. Ach ja, eines verzeihe ich dir übrigens nicht: du hast meinen Schreibtischstuhl verstellt. DANKE VIELMALS, das bekomme ich nie wieder so gut hin...

Lauf 11:
Zeit: 1:19 Stunden
Avr- HF: 160 / min
Geschw.: 7,59 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:19 Stunden (+/- 0,0 %)
Avr. HF: 152 / min (+5,3 %)
Geschw.: 7,59 km/h (+/- 0,0 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-4,8 %)
Avr. HF: 157 / min (+1,9 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+5,1 %)

Mit Pacemaker - 10 Kilometer Vol. 10

Wie erwähnt hat sich der Tobi dazu herabgelassen, mich in den letzten 5 Tagen mal mit seiner Anwesenheit zu beglücken. Was wir die letzten Tage gemacht haben, ist eigentlich schnell erzählt und handelt zumeist von Kölsch und/oder Grillfleisch. Theoretisch hatten wir einige touristische Attraktionen auf dem Plan, letztendlich waren wir allerdings nur am Donnerstag in Bern. War solala, da die Stadt irgendwie nur bei richtig gutem Wetter auch Spaß macht. So war es ganz nett, aber leider eben auch nicht mehr…

Am Freitag Mittag konnten wir uns dann dazu durchringen, meine 10 Kilometer-Strecke zu absolvieren. Gegen 16 Uhr ging es bei reichlich warmen Wetter los. Es war eine wirklich nette Abwechslung, diesen Höllenritt mal nicht alleine, sondern in Begleitung zu machen. Alleine wird es dann halt doch irgendwann etwas langweilig… Der ganze Lauf war (zumindest aus meiner Sicht) ziemlich angenehm, da Tobi zwar nicht unbedingt als Pacemaker, aber dafür als Pulse-Maker fungierte. So einen tiefen Durschnittspuls (152) hatte ich bisher noch nie, dazu war die Zeit von 1:19 auch durchaus akzeptabel. Besonders seltsam war der tiefe Puls vor allem deshalb, weil wir eigentlich mindestens 30% des Laufes am quatschen waren. Aber gut…

Tobias absolvierte den Lauf übrigens absolut souverän und ohne erkennbare Schwächen – darüber hinaus trug er aufgrund von skurrilen, zwischenzeitlichen Geh-Passagen sehr zur Belustigung des Autoren bei. Aber mal im Ernst: die 10 Kilometer, untrainiert und mit Handicap an Fuß und Knie: RESPEKT!!!

Danach widmeten wir uns wieder (WOHLVERDIENT!!!) dem, was wir am besten können:

Am Samstag konnte ich mich dann wenigstens noch mal richtig darüber abfucken, was mir Comunio zugelost hat. Soll jetzt keiner mit so nem Blödsinn wie „Ist doch nur ein Spiel“ kommen. Hier geht es um viel mehr… Konsequenterweise habe ich wenigstens in beiden Comunios Dreck zugelost bekommen. Naja, muss ich jetzt wenigstens nicht nur halb rumquängeln!!!

Insgesamt war das ganze Wochenende eigentlich extrem übertrieben glatt – allerdings aus Marathon-Trainings-Sicht nicht allzu relevant. Von daher ein Mantel des Schweigens über die rund 500 Ernährungsplan-Verfehlungen, die ich (bzw. wir) uns am geleistet haben. War aber trotzdem – oder halt gerade deswegen – ziemlich nett!!!

Lauf 10:
Zeit: 1:19 Stunden
Avr- HF: 152 / min
Geschw.: 7,59 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (- 1,3 %)
Avr. HF: 159 / min (-4,4 %)
Geschw.: 7,69 km/h (- 1,3 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-4,8 %)
Avr. HF: 157 / min (-3,2 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+5,1 %)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Eine folgenschwere Entdeckung - Kicken IV

Nun, ich war kurz davor, einfach meinen Bericht von letzen Donnerstag mit „Copy-Paste“ rüberzunehmen, den das Kicken war auch heute wieder absolut grausam. Einzig erfreulich war, dass der heutige Blasen-Belastungstest als bestanden bezeichnet werden kann. Lief absolut schmerzfrei – trotz der kleinen Schuhe.

Alles andere heute war aber einfach nur zum Vergessen! Die Teams waren wieder etwas unausgeglichen zusammengestellt, was mich aber nicht störte, da Herausforderungen ja etwas interessantes sind. Nach zwei Minuten hatte ich aber schon keinen Bock mehr. Wir verlieren SOWAS von brutal dumm – und diesmal kann ich mich (puuuhhh!) davon definitiv ausnehmen. EINFACHSTE taktische Dinge wie „zurücklaufen, nachdem man den Ball verliert“, „ausgeruht wird hinten“ oder „wenn niemand frei steht, dann spielt man halt keinen Ball“ konnte ich heute ohne Übertreibung bestimmt 200 Mal zum besten geben. Geändert hat sich nichts – so ungefähr muss es sein, kleinen Kindern etwas zu vermitteln. Allerdings ist das ein Umstand, den mich im Kreise meiner Kollegen öfter feststellen kann. Heute im Büro war ich schon gegen 10 Uhr wieder kurz vorm Nervenzusammenbruch, weil….na egal! Ich werde mich jetzt nicht in Rage reden… Die letzte Stunde war dann doppelt brutal, da wir von da an mit 3 gegen 4 noch zusätzlich in Unterzahl waren….

Theoretisch haben wir den Kick am Ende sogar gewonnen. Kurz vor Schluss hieß es „Letztes Tor entscheidet“ und wir waren tatsächlich diejenigen, die die Kugel als nächstes ins Tor stolperten. Ob der (circa) 12:25-Niederlage betonte ich aber sofort, dass wir diesen Sieg so nicht annehmen. Ein bisschen Stolz hat man ja auch…

Kurios wurde es dann nach dem Kicken. Da checkte ich kurz meine Trainingsergebnisse auf der Uhr und stellte doch tatsächlich fest, dass mein maximaler Puls während des Kickens bei 201 war. Das ist natürlich insofern eine wichtige Erkenntnis, als dass ich vorher von 200 als HFmax ausgegangen bin. Ich habe also mein komplettes Training bisher falsch aufgebaut. Ich hätte meine bisherigen Läufe in einer Pulsfrequenz von 161 statt 160 laufen dürfen. Das stellt natürlich alles auf den Kopf. Jetzt, wo ich die ganze Zeit falsch trainiert habe, wäre es vielleicht besser, das Training zu beenden und den Marathon abzusagen. Ich werde darüber nachdenken…

Aber mal im Ernst: grundsätzlich ist das natürlich eine fantastische Erkenntnis, da dies bedeutet, dass ich meinen Körper mehr belasten kann, als zunächst angenommen. Allerdings ist natürlich eine HFmax-Erhöhung um einen Punkt ein mittlerer Witz und spielt in meinem Training keine Rolle (nicht im Geringsten!).

So, mittlerweile ist es fast ein Uhr. Ich bin eigentlich nurnoch wach, da ich (an meinem geliebten Waschtag) noch auf eine letzte Maschine warte, die derzeit läuft. Das Zeug muss ich dann noch aufhängen und dann geht es aber sowas von direkt ins Bett.

Morgen ist es dann endlich soweit und mein Pacemaker aus Bonn trifft um 16.14 Uhr in Waldshut ein. Ob er die Fahrt trotz der (exakt) fünfstündigen Kölsch-Versorgungslücke gut überstanden hat, sehen wir dann. Ich bin aber guter Dinge!

Shalalalalalalalala, Jones du H****sohn, H****sohn, JONES DU H****SO-HOHN!!! Noch 26 Tage bis zum Vorrundenaus, Deutschland!!!

Sonntag, 18. Mai 2008

Platz Bello, sonst brennts - Equipment III

Wochenende vorbei – schön wars! Am Freitag Abend (nach der hochspannenden) Wasserkraftwerk-Exkursion ging es nach Seeheim um dort endlich mal wieder mit Conny und Markus ein paar Drinks einzunehmen. Samstag morgen habe ich dann wieder was fürs Marathon-Training gemacht; diesmal Kraft-Training. Habe die Sommerreifen auf mein Auto und den Corsa meiner Eltern gezogen. Danach war ich mal ziemlich platt… Später ging es dann zur Eintracht, wo es zu einem standesgemäßen Sieg gegen den MSV Duisburg kam. Getreu dem Motto „Ich jubel auch nicht, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe, und es kommt Wasser raus“, kündigte ich an, mich erst ab dem 6ten Tor für die Eintracht enthusiastisch zu freuen. Leider sollte es dazu nie kommen, sodass ich das Stadion hochgradig enttäuscht verließ. Die Stimmung hob sich erst wieder, als ich in Weiterstadt bei meinem kleinen Patenkind war. Der Kleine ist echt der Hammer. Seit meinem letzten Besuch hat er sich einige neue Funktionen angeeignet und täglich kommen welche hinzu. Aus gegebenem Grund muss ich allerdings in Erwägung ziehen, mein Amt als Patenonkel niederzulegen. Es könnte zu unüberbrückbaren Differenzen in Erziehungsfragen kommen:

Es ist wirklich unfassbar. Ich verzichte großzügig darauf, Ben einen Eintr8-Strampler zu schenken; und wie wird es einem gedankt??? Echt nicht zu glauben, werde mir das auch nicht mehr lange ansehen, sondern demnächst das Jugendamt einschalten.

Naja, erziehungstechnisch sind sie nicht gerade die besten; als Gastgeber zum Grillen aber umso mehr. Es gab ein pompöses Angebot an Speisen und Getränken, dass sogar Corneli & Clemens aus Mannheim anlocken konnte. Den Abend beendete ich damit, dass ich der Verwandtschaft 20 Euro beim Pokern abnahm; also nicht jedem sondern insgesamt, aber immer noch besser als nichts...

Heute ging es dann zurück in die Schweiz, wo im Prinzip den ganzen Tag putzen angesagt war. Zwischendurch noch ein bisschen Zweitligafußball, was aber auch nicht gerade herzerwärmend war. Die SAP-Außenstelle Sinsheim darf nächstes Jahr in der Bundesliga mitspielen, was die Chancen um ein tausendfaches erhöht, dass ich mich im nächsten Jahr vielleicht doch mal zu einer „Straftat im Rahmen eines Fußballspiels“ hinreißen lasse. Wahrlich ein SCHWARZER TAG FÜR DEN DEUTSCHEN FUßBALL. Einziger Lichtblick war der Abstieg der Offenbacher Kickers, die allerdings als Trost mitnehmen können, dass sie zu den historischen Gründungsmitgliedern der eingleisigen dritten Liga gehören. Ist doch auch was...

Nun aber zum eigentlichen Thema. Wie vor einigen Tagen bereits angekündigt, hatte ich mir vorgenommen, ein Pfeffer-Spray zur Abwehr blutrünstiger Hunde zu beschaffen. Nach einigen eigenen Strapazen, sowie diversen Strapazen meiner Eltern kam ich heute dann endlich in den Besitz des Sprays. Meine Eltern haben es dann schon geschafft, das Wunderzeug in einem Waffenladen in Darmstadt zu ergattern. Ich Pazifist würde sowas ja niemals kaufen, aber meine Eltern sind in der Beziehung halt eiskalt. Im Endeffekt habe ich es ja nun nicht selbst gekauft, aber ich kann von meinen Kauf-Versuchen hier unten berichten, dass man wirklich von den Menschen geächtet wird. Als ich im Geschäft danach gefragt habe, waren die Leute wirklich entsetzt (und hätten wohl am liebsten die Bullen gerufen), dass jemand auch nur auf die Idee kommen könnte, einen Hund mit Pfeffer-Spray zu malträtieren. Aber gut...

Das Zeug dass ich da jetzt habe, nennt sich übrigens „Red Pepper Spray“ und sieht wie folgt aus:

Auf der Packung lässt sich folgendes ablesen:

„Diese Reizstoffsprühgeräte enthalten den natürlichen Wirkstoff OC (Oleoresin Capsicum). Sie dürfen in der BRD von Privatpersonen nur zur Tierabwehr eingesetzt werden (Tierabwehrspray). Bei diesem Verwendungszweck unterliegen sie nicht dem deutschen Waffengesetz und dessen Prüfvorschriften.“ Bedeutet das, dass ich sie zwar nicht in Deutschland, aber in der Schweiz sehr wohl auch gegen Menschen einsetzen kann? Ich denke mal JA und ich dulde keine Art von anderweitigen Belehrungen in den Kommentaren.

Nun, in Zukunft werde ich also meine Läufe mit dieser kleinen, gelben Patrone laufen. Zusätzlich nehme ich aber auch noch das hier mit, schließlich sollte man es immer erstmal im Guten probieren:

Ach ja, nochmals zu betonen für alle, die mich immer noch für einen Unmensch halten. Ich benutze das Spray hoffentlich nie und WENN, DANN nur zur Notwehr, also wenn mich ein aggressiver Wauzi wirklich anfallen und/oder beißen sollte.

Wer oben fleißig aufgepasst hat, hat festgestellt, dass meine Eltern das Zeug gekauft haben. Ich weiß nicht, ob sie evtl. noch ne Rechnung schicken; denn andernfalls könnte ich das Ding wohl unter „Geschenk“ einordnen. Cool, wer hat eigentlich sonst schon mal von seinen Eltern Waffen geschenkt bekommen? Ja-ha, dacht ich mir doch! Wie auch immer: das bisher all mein vorgestelltes Ausrüstungsgut Geschenke sind, ist mittlerweile wirklich auffällig und schlimmerweise zieht sich das wie ein roter Faden durch mein komplettes Zeug. Auch die nächsten Equipment-Sachen sind Geschenke, aber was soll man machen? Ablehnen ist ja auch unhöflich, ne?

Morgen passiert kein Sport – dafür (ENDLICH!!!) die letzte Einheit „E-Technik“. Am Dienstag ist dann wieder ABB-Kicken an der Reihe. Mittwoch kommt dann Tobi, was die Chancen auf Sport in den darauf folgenden Tagen auch nicht gerade vergrößert! Aber das sehen wir dann!

Ach ja, fast hätt ichs vergessen: Shalalalalalalalala, Jones du H****sohn, H****sohn, JONES DU H****SO-HOHN!!! Noch 29 Tage bis zum Vorrundenaus, Deutschland!!!

Freitag, 16. Mai 2008

Noch 31 Tage bis zum Vorrundenaus

Seit heute ist es definitiv: von nun an hasse ich die deutsche Nationalmannschaft!

Fiel es mir in der Vergangenheit schon schwer, Sympathien für sie aufzubringen, so ist es nun endgültig vorbei! "JJ", alias "NADW", alias "Hurensohn" darf mit zur EM fahren. Ich fasse die ganze Nominierung eigentlich nicht, aber das ist der Gipfel der Dummheit, den ein Nationaltrainer jemals anstellen konnte.

Da nehme ich ja lieber Erich Ribbeck oder Berti Vogts zurück!

Ich drücke nun jedem Land bei der EM die Daumen, abgesehen von dem, nördlich der Schweiz. Ich werde am 8. Juni den Polen die Daumen drücken; am 12. Juni den Kroaten (so schwer das auch wird) und am 16. Juni dann den Ösis (wird auch nicht leichter).

Danach hat der Spuk hoffentlich ein Ende - auch wenn meine Hoffnungen nicht allzu gross sind. Naja, vielleicht habe ich ja auch ganz grosses Glück und bin im Zweifelsfall beim Halbfinal-Aus der Deutschen in Basel live dabei. Wäre eine kleine Entschädigung!

Bin immer noch fassungslos und die Frage des WARUM wird mir wohl niemand beantworten können! Im Moment fällt es mir schwer, diesen Post jetzt nicht bis zum Rand mit Beleidigungen zu füllen. Daher breche ich jetzt lieber einfach ab...

Donnerstag, 15. Mai 2008

Klatsche im strömenden Regen - Kicken IV

Das Wichtigste zuerst: Heute hat(te) die weltbeste Risikospielerin Geburtstag. Also weltbeste NACH Conny und circa 4 Milliarden anderen Frauen! Nene, passt schon... :-) In jedem Fall alles Gute und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Sanne! Für obigen üblen Scherz auf deine Kosten biete ich dann freiwillig an, beim Streichen zu helfen. Wird den alten Schwaben Fabian ja dann sicher auch freuen, spart er doch die Investition in die Leiter! Wie auch immer: wir kommen da sicherlich überein….

Aber ich schweife schon wieder ab. Nun zum sportlichen Teil: die verdammte Blase wird nicht nur immer größer, jetzt tut sie auch beim normalen Laufen weh. Was jetzt nicht weiter verwunderlich ist, da ich heute Kicken war; in Schuhen, die mir schon seit ich 18 bin, mindestens eine Nummer zu klein sind. Hätte man auch von selbst drauf kommen können, dass sich das bei schon bestehenden Blasen nicht grade förderlich auswirkt!

Nun, heute gab sich also „Goldfüsschen“ (wie ich seit meinem Dirmsteiner Soccer-Golf-Auftritt zumindest in der Logistik gerufen werde) mal wieder die Ehre. Wobei „Ehre“ geben so positiv klingt, und das ist nicht gerade angebracht. Denn wir haben uns heute auf dem Platz mal richtig zerlegen lassen. Was zwar nicht sonderlich verwunderlich war (schon bei der Mannschaftszusammenstellung war klar, dass wir konditionell absolut unterlegen sein würden), aber umso ärgerlicher, da die Niederlage absolut unnötig und vor allem dumm war.

Leider haben wir durch eklatante Fehler (und davon nehme ich mich AUSDRÜCKLICH nicht aus) so unglaublich dämliche Tore kassiert, dass es nicht in Worte zu fassen ist. Nach 5 Minuten lagen wir seltsamerweise 3:1 vorne, danach änderte sich das aber ziemlich schnell.

Heute hatte ich mal wieder größte Probleme, meine guten Manieren nicht zu verlieren. Selbstverständlich geht es nur um den Spaß an der Freude, aber das bedeutet nicht, dass man sich absichtlich dumm anstellen muss. Ich bin einfach ein viel zu schlechter Verlierer, als dass ich das einfach so hinnehmen könnte. Wenn ich so nen Schund auf der Playstation zusammenkicken würde, hätte ich den Controller wohl schon längst mehrfach mit voller Wucht in nen Heizkörper (oder so) gedonnert.

Aber auch heute war der Controller nicht wirklich zu gebrauchen (ACHTUNG: Wortspiel). Allerdings doch relativ gesehen eindeutig mehr, als der ein oder andere in unserer Schottertruppe. Ich verstehe nicht, wie Leuten egal sein kann, ob sie verlieren. Anders ist das wirklich nicht zu erklären. Denn wir reden hier tatsächlich über EINFACHSTE taktische Dinge, die einzuhalten sind… Aber gut, es steht mir absolut nicht zu irgendwelche Kollegen zu kritisieren. Das ein oder andere Mal fiel es mir aber schwer, dass nicht zu vergessen. Stattdessen immer schön motivierend geklatscht und „Schöngsiguetgsi“ (schweizerdeutsch für: „Sauber, weiter so!) gerufen. Fiel mir aber nicht immer leicht… Dazu kam, dass die ganze Geschichte bei strömenstem Regen stattfand – auf meiner Sporttasche hatte sich ne richtige Pfütze gebildet. Die durchnässten Füße und Schuhe gaben der Blase dann noch den Rest… Naja, war heute mal wieder froh, als es vorbei war. Das Endergebnis dürfte so 10:17 (circa) gelautet haben…

Von der Blase habe ich Sensationsreporter mal wieder ein Photo gemacht. Werde ich aber wieder nicht veröffentlichen. Mal sehen, vielleicht sammel ich die ganzen Bilder, drucke sie alle aus und mach daraus ein Daumenkino. Würde sicher reißenden Absatz finden… Conny hatte schon mal leises Interesse bekundet :-)

So, ab jetzt wird es für die nächsten Tage mal eher ruhig hier. Werde morgen bekanntlich nach Hause fahren – nach der Exkursion zum „Kraftwerk Kapplerhof“ in Baden. Das gehört auch zur E-Technik-Schulung. Kann nur hoffen, dass das dann mal ein wenig interessanter und verständlicher wird. Am Samstag geht es dann zum letzten Mal für diese Saison zur glorreichen SGE nach Frankfurt. Mal wieder ein Kick in dem es um nichts geht. Da hat man in jüngster Vergangenheit nicht unbedingt immer geglänzt. Naja, sehen wir dann. Alles ist besser als Abstiegskampf bis zum letzen Tag, aber das haben wir ja heldenhaft verhindert:

Nach dem Spiel lebe ich dann noch ein wenig meinen Ernährungsplan und nehme an der Grillsaison-Eröffnung im Hause Dippel teil. Freue mich schon drauf, das kleine Baaaaby-Beeeen endlich mal wiederzusehen!

Greetz und entweder bis am Wochenende oder eben bis nächste Woche!

Mittwoch, 14. Mai 2008

Halterlose Strümpfe - Equipment II

Ich komme gerade von der E-Technik-Schulung und mein Kopf brennt immer noch. Ein kleiner Auszug aus dem heutigen Vortrag zum Thema elektrische Maschinen:

„Der prinzipielle Aufbau eines Transformators ist sehr einfach. Zwei Wicklungen umfassen einen geschlossenen Eisenkern, der sie auf diese Weise mit etwa demselben magnetischen Wechselfluss verkettet. Dadurch verhalten sich nach dem Induktionsgesetz die zwei Klemmenspannungen praktisch wie die Windungszahlen der Wicklungen. Der Transformator gibt also die über die Primärwicklung aufgenommene Leistung nach Abzug der inneren Verluste über die Sekundärwicklungen mit niederer oder höherer Spannung wieder ab. Der magnetische Kreis des Wechselfeldes muss mit Rücksicht auf die Wirbelstromverluste aus Blechen geschichtet sein, wozu heute durchwegs kernorientierte 0,3 bis 0,35 mm starke Bleche Verwendung finden. Die gegenseitige Isolation erfolgt heute mit einer sehr dünnen Silikat-Phospahtschicht, die bereits während dese Auswalzens der Bleche aufgebracht wird. Um den Innendurchmesser der Transformator-wicklungen möglichst gut auszunützen, nähert man durch eine 5 – 15 fache Stufung der Blechbreiten den Eisen-querschnitt an die Kreisform an.“

Aha, alles klar… Wir kommen nochmals zurück zum ersten Satz: „Der prinzipielle Aufbau eines Transformators ist sehr einfach“. Ich weiß nicht ob das Ironie, Sarkasmus, Provokation oder einfach nur eine komplette Verarsche sein soll. Warum checken die denn nicht, dass normale Leute sowas nicht verstehen. Im Gegenzug würde ich akzeptieren, dass E-Techniker alle Hochwasserhosen, hässliche Hemden und Birkenstock-sandalen anziehen. Deal? Und selbst wenn es den ein oder anderen Nicht-Techniker gibt, der obige Ausführungen verständlich (bis „sehr einfach“) findet. Dazu kommt, dass praktisch alle Kursteilnehmer vorher einen 8-Stunden-Arbeitstag hatten. Wo bitte soll dieses unnütze Wissen dann noch gespeichert werden?

Das einzig unterhaltsame war mein völlig übermüdeter Tischnachbar Dejan. Die 3stündige Kursdauer vertrieb ich mir mit dem Warten auf den Moment, in dem Dejans Kopf mit einem lauten Krachen auf die Tischplatte donnern würde. Zu seinem Glück war er aber gerade noch in der Lage, den Schlafzustand zu verhindern. Der Junge war übrigens ziemlich sauer auf mich; und zwar zu Recht. Ich hatte total vergessen, dass ich am Sonntag-Abend mit ihm und seinen Leuten in nen Yugo-Club gehen wollte. Echt saupeinlich und unangenehm, aber nach allem, was ich gehört habe, war es wohl besser so. Klang nach einem ziemlich anstrengendem Abend; vor allem für die Leber…

Aber nun zum eigentlichen Thema (mittlerweile habe ich mich auch wieder einigermaßen beruhigt). Heute stelle ich Euch mal meine leistungssteigernden Kompressionsstrümpfe vor.

Dabei handelt es sich um Strümpfe, die extrem fest am Fuß sitzen (sozusagen eine zweite Haut bilden) und bis unter die Kniekehlen gezogen wird. Sie erzeugen von außen einen Druck auf das Gewebe des umschlossenen Bereichs und bewirken so eine verbesserte Durchblutung / Versorgung mit Sauerstoff. Weiterhin stellen sie für Fuß und Bein eine integrierte Klimaanlage dar, da sie im trockenen Zustand wärmen und im feuchten Zustand kühlen.

Auf der Packung des Herstellers stehen folgende Attribute:

-> mehr Sauerstoff

-> mehr Energie

-> schnellere Erholung nach dem Sport

-> keine Blasen

Gut, das mit den Blasen kann ich nicht bestätigen. Schließlich habe ich mir meine große Blase erstmals geholt, als ich mit den Socken unterwegs war – da hatte ich aber auch erstmals meine neuen Schuhe an – und das die Schuld sind, ist nicht von der Hand zu weisen.

Ansonsten lügt die Packung aber nicht. Ich hatte bei dem Lauf einen besseren Puls und meine Beine waren am Ende des Laufs praktisch nicht müde. Ich muss sagen, dass mir ein absolutes Rätsel ist, wie die Dinger funktionieren, aber ich nehme zur Kenntnis, dass sie es tun. Ich hoffe mal, das ist nicht so ein Placebo-Effekt…

Der Verkäufer im Geschäft sprach von einer 5%igen Leistungssteigerung beim Marathon – ein Wert den auch diverse einschlägige Foren bestätigen. Ich glaube es auch, bzw. kann es mir wirklich gut vorstellen! Dieses fantastische Produkt kommt übrigens aus dem Hause CEP-Sportswear. Die geben in ihrer Produktbeschreibung noch diverse wissenschaftliche Erklärungen für Vorteile und die Wirkungsweise der Socken. Das ist für mich aber leider genauso verständlich, wie das „sehr einfache, prinzipielle Aufbau eines Transformators“.

Bisher habe ich die Strümpfe erst einmal angehabt und das auch nur zu Testzwecken. Da sie insbesondere die Regenerationszeit nach langen Läufen verkürzen, möchte ich sie nicht zu inflationär einsetzen, sondern wirklich nur auf Läufen von 15 (und mehr) Kilometern tragen!

Einzig problematisch an den Socken ist, dass man im Sommer nun mal eher kurzbeinig unterwegs ist und diese Socken doch schon ziemlich lächerlich aussehen. Ich muss mir dann überlegen, ob ich mich öffentlich der Lächerlichkeit preisgebe oder lieber in langen Hosen laufe. Naja, seh ich dann! Ein weiterer Nachteil ist, dass man für die Dinger soviel Kohle auf den Tisch legen muss, dass sich ein 500-Einwohner-Dorf in Uganda wohl drei Monate lang davon satt essen könnte. Aber ein Paar reicht mir ja auch erstmal, und das habe ich auch noch von meinen Eltern zu Ostern geschenkt bekommen!

So, bei Rückfragen zu den Socken meldet Euch einfach; andernfalls gehe ich davon aus, dass es verstanden wurde. Am Wochenende frage ich das ab!!!

Schön, dann werde ich mir jetzt noch die letzten 5 Minuten (vielleicht geht’s auch noch länger) vom UEFA-Cup-Finale ansehen. Oh man, Zenith St. Petersburg gegen Glasgow Rangers; das nenne ich ja mal Duell der Giganten. Ich muss schon sagen, dass „Cup der Verlierer“ letztendlich noch ein ziemlich wohlwollender Ausdruck für diese Veranstaltung ist!

Als positiver Abschluss des Tages bleibt noch festzuhalten, dass ich über das Fronleichnam-Wochenende hohen Besuch aus Bonn bekomme. Mein Personal-Trainer konnte mein Gepiense hier im Blog nicht mehr ertragen und wird mein Training jetzt mal im Stile eines Drill-Sergeants aufziehen. Das werden mal ein paar ziemlich FETTE TAGE!!!

Dienstag, 13. Mai 2008

Um mal politisch zu werden...

Den gestrigen Blasen-Pflege-Erholungs-und-Stretching-Abend vertrieb ich mir praktisch ausschließlich mit sinnlosem Fernsehen, wobei ich den Fehler machte, gegen 23.30 Uhr noch „The Texas Chainsaw Massacre“ anzusehen, was für mein sensibles Gemüt eindeutig zu viel war.

@ Sanne & Fabian: ich kann Euer abschätziges Lachen bis hierher hören!!! Die beiden sind nämlich vollständig schmerzfrei was Horror angeht und brauchen sowas glaub ich inzwischen schon zum Einschlafen… Der einzige Lacher entwich mir, als im Abspann erwähnt wurde, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Muahahaha, ich lach mich tot. Okay, vielleicht gab es mal ein Massaker in Texas, vielleicht auch von ner ganzen Familie. Aber das war es dann auch sicherlich. Ich WETTE, dass ansonsten NICHTS, aber auch ABSOLUT NICHTS mehr auf Tatsachen beruht. Aber wahrscheinlich reicht ersteres schon, um als „Basierend auf einer wahren Geschichte“ durchzugehen! Um besser einschlafen zu können, sah ich danach noch eine Folge „Mysteriöse Todesfälle“ auf RTL II. Hats aber auch nicht viel besser gemacht…

Wie schon angekündigt, habe ich mich heute nicht mit Leibesübungen erfreut, sondern einen komplett trainingsfreien Tag eingestreut. Ich machte allerdings so Feierabend, dass ich noch in Brugg das Hundeabwehrspray kaufen konnte. Allerdings konnte ich dann doch nicht – weil es so ein Zeug nicht im normalen Geschäft zu kaufen gibt. Pfff.. scheiß neutrale Pazifisten!!!

Aber mal im Ernst: Da „Hundeabwehrspray“ letztendlich nichts anderes ist, als normales Pfefferspray, darf das Zeug auch nur in Waffengeschäften verkauft werden. Ich werde mich also gedulden, und mir am Samstag in Darmstadt ein solches Ding zulegen. Ach ja, eines sollte noch erwähnt sein, damit mir nicht noch mehr Tierschützer ihre Morddrohungen auf den AB quatschen: Ich will das Zeug nicht benutzen um irgendwelche Hunde anzugreifen. Ich würde es auch nicht gegen kläffende oder an mir hochspringende Hunde benutzen, sondern ausschließlich in dem Fall, dass mich ein Hund wirklich anfällt oder beißt. Die Töle, die gestern kurz davor war, hätte mich mitten auf ner freien Wiese erwischt, wo weit und breit keine Hilfe gewesen wäre. Für DIESE Fälle brauche ich das Spray – sonst für nichts. Im Übrigen empfehle ich jedem, mal bei Google „Hundeabwehrspray“ einzugeben und sich durch diverse Hundefreunde-Foren zu lesen. Es ist echt phänomenal überragend jämmerlich Menschen argumentieren können. Ich bin immer noch fassungslos!

Fassungslos bin ich auch schon seit ein paar Tagen, in denen mich auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit folgendes Plakat anlacht:

Jawohl, es ist mal wieder soweit. Die Schweiz übt wieder mal die faschistische Revolution. Diemal hat sie sich aber nichtmal die Mühe gemacht, ein neues Plakat zu entwerfen. Das Gleiche hat die SVP auch schon vor 2 Jahren mal benutzt. Dieses Mal geht es aber ausnahmsweise (puh!) nicht gegen die Deutschen, sondern gegen Ausländer im Allgemeinen. Ich habe mich längst daran gewöhnt, dass Rassismus und Faschismus populäre Themen in der Schweiz sind, aber heute war dann mal wieder sowas wie ein kleiner Höhepunkt.

Heute flatterte nämlich die “Schweizerzeit“ in meinen Briefkasten. Dabei handelt es sich um eine Zeitung, die politisch wohl so verseucht ist, dass selbst die NPD sich nicht trauen würde, so etwas rauszugeben. Die gute Zeitung ist bis zum Rand gefüllt mit braunem Gedankengut zum Thema „Einbürgerungsstopp in der Schweiz“. Der Zeitung liegt verschiedenstes Propagandamaterial bei und als kleine Zugabe ein Überweisungsträger mit Begünstigtem „Kampfkasse gegen Masseneinbürgerungen“. ALLES KLAR!!!

Diese Zeitung ist wirklich nicht zu beschreiben; man bekommt Gänsehaut wenn man sie nur liest. Ich werde die Links hier zwar nicht posten, aber für weiter Interessierte, einfach mal nach „Schweizerzeit“ oder „SVP“ suchen…

Manchmal kann ich wirklich nicht glauben, wo ich hier bin… Ach ja: KOSOVO IS SERBIA! Wäre das auch mal wieder erwähnt!!!

[Copyright der Bilder: SVP.ch]

Montag, 12. Mai 2008

Doch nur die Kleine - 10 Kilometer Vol. 9

Zunächst Mal: meine nächste Investition, die ich für mein Marathontraining tätigen werde, ist ein Hunde-Pfeffer-Spray. Denn so ein Vieh hätte mir heute mir heute fast nen Herzinfarkt zugefügt. Wobei ich damit wohl noch gut bedient gewesen wäre. Zwischendurch hatte ich auch die Befürchtung, er würde mich anfallen, aufbrechen und bis auf die Knochen abnagen. Bevor ich das nächste Mal laufe, kaufe ich mir auf jeden Fall so ein Spray. Das ist kein Witz; ich laufe nie wieder ohne so Zeug. Da verzichte ich im Gegenzug lieber auf ne Flask mit Getränk…

Aber zurück zum eigentlich Lauf.

Dass ich heute nicht die 15, sondern nur die 10 Kilometer laufen würde, entschied ich bereits nach 3 Kilometern. Die Gründe sind blasentechnischer Natur; und damit meine ich die am Fuß. Nach besagten 3 Kilometern war sie wieder leicht zu spüren (trotz der anderen Schuhe) und mir war klar, dass dies auf den nächsten Kilometern nicht weniger werden würde.

Letztendlich war es gut so, denn nach 8 Kilometern war es dann wieder ziemlich unerträglich. Ich habe heute beschlossen, eine einwöchige Pause zu machen, damit sich das Ding ein bisschen zurückentwickelt. Derweil werde ich mir mal meine neuen Laufschuhe vornehmen, denn ich habe einen Verdacht, woran es liegt, dass ich von ihnen Blasen bekomme. Mehr kann Sherlock Holmes an dieser Stelle nicht verraten (um die Ermittlungen nicht zu behindern!).

Alles in allem war das heute ein ziemlich kurioser Lauf. Hatte ich bisher noch nie meinen Lauf unterbrechen müssen, so erlebte ich heute den „Lauf der Unterbrechungen“. Schon nach 300 Metern gingen meine Schuhe auf und ich musste sie binden, bei Kilometer 6 kam dann die Drecks-Töle ins Spiel, die mich dazu Zwang, etwa 100 Meter zu gehen und damit mit eskalierenden Gesten und ständigem „Ganz ruhig“-Gefasel auf die komplett durchdrehende Bestie einzuwirken. Die Geschichte trieb meinen bis dahin sehr passablen Puls dann auch Schlagartig auf 181 hoch. Danke nochmal, Waldi! Auf Kilometer 7 wurde ich dann von irgendwelchen Eingeborenen nach dem Weg zum „Zoo Hasli“ befragt. Das ist ziemlich lustig; sofern man den Zoo Hasli kennt. Ich sag mal so: da hat irgendne Familie die Idee gehabt, privat einen Zoo aufzumachen und vermutlich einfach ein paar Ratten und Marder in ein Gehege gelockt und das dann zugemacht. Anders ausgedrückt: Zebras gibt´s da nicht gerade! Ergo: wer seinen Feiertag damit verbringt, FREWILLIG in den Zoo Hasli zu gehen, der muss sonst schon ziemlich wenig Spaß im Leben haben. Aber gut, ich habe natürlich trotzdem bereitwillig den Weg erklärt. Ebenfalls noch auf Kilometer 7 bekam ich dann einen fiesen Stein in den Schuh und musste ihn noch mal komplett aus- und wieder anziehen.

Diese ganzen Unterbrechungen sind vor allem deshalb sehr bedauerlich, da ich einen guten Puls und auch eine nicht allzu schlechte Zeit vorzuweisen hatte. Letztendlich war die Zeit die gleiche wie beim letzten Lauf, der Puls aber besser. Ohne die ganzen Unterbrechungen hätte ich erstmals überhaupt in diesem dämlichen Training 3 Verbesserungen zum vorherigen Lauf gehabt (also 3x blau) – so wurde es dann leider nichts…

Morgen fahre ich vielleicht Fahrrad – allerdings steht morgen im Büro einiges auf dem Programm. Ich rechne daher mal nicht mit nem Feierabend vor 20 Uhr. Dann fahre ich sicher nicht mehr. Und sollte ich früher wegkommen, kaufe ich erstmal ein Hundespray! Mittwoch ist wieder E-Technik-Schulung. Mittlerweile bin ich echt froh, wenn ich es hinter mir habe. Letzten Mittwoch (Gasturbinen / Gaskombikraftwerke) hatte ich mal wieder meinen „Ich-versteh-nicht-ein-EINZIGES-Wort“-Tag. Wie auch immer, Mittwoch wird bei mir also sporttechnisch nix passieren. Donnerstag ist Kicken. Freitag fahrer ich nach Seeheim und werde schätzungsweise auch das ganze Wochenende nichts machen. Ich hoffe mal, dass sich die gesunde Haut an meinem Fuß bis Anfang nächste Woche ein bisschen Territorium zurückerkämpfen konnte! Ich sag dann bescheid :-)

Lauf 9:
Zeit: 1:18 Stunden
Avr- HF: 159 / min
Geschw.: 7,69 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (+/- 0,0 %)
Avr. HF: 161 / min (-1,2 %)
Geschw.: 7,69 km/h (+/ 0,0 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-6,0 %)
Avr. HF: 157 / min (+1,3 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+6,4 %)

Allzweckgürtel - Equipment I

Heute gibt es dann ausnahmsweise mal zwei Berichte – stehen doch zwei wichtige Themen an, die ich ungern miteinander vermischen möchte, da sie beide höchste Aufmerksamkeit verdient haben!

Denn heute fange ich endlich mal damit an, Euch meine mittlerweile grosse Menge an Laufutensilien etwas näher zu bringen. Heute stelle ich Euch vor, was ich morgen erstmals benutzen werde: meinen „Trinkflaschen-Lauf-Gürtel“. Um mal ein bisschen Werbung zu machen, das Ding kommt aus dem Hause „Run & Move“ Offiziell heißt es übrigens „Flask Belt Performer“, wobei Flask vermutlich für Flasche steht. Das Wort Flasche scheint das einzige sein, dass die Firma nicht übersetzen konnte. Ansonsten klingt es eigentlich ganz gut:

„Leichter Laufgürtel inkl. 175 ml Flasks. Praktische Tasche für Schlüssel, Taschentücher und nützliche Utensilien. Aufgesetzte Zipper Tasche für Münzen und Autoschlüssel. FLASKS VOR GEBRAUCH GUT AUSSPÜLEN“.

So sieht der Kollege übrigens aus:

Wie Ihr seht hat der Gürtel 4 Flasks. Das ist natürlich absolut pefekt, da man nicht einfach nur 700 Mililiter mit auf den Lauf nehmen kann, sondern auch noch verschiedene Getränke auswählen kann. Also z.B. einmal Hefeweizen, einmal Kaffee, einmal Kanne-Brot-Trunk und einmal Eierlikör. Echt super…

Ich habe den Gürtel (der aus dem Lothar-Leder-Laufshop in Darmstadt stammt) von Andrea, Marc und Ben zu Ostern geschenkt bekommen. Morgen werde ich ihn dann also endlich mal einweihen. Denn morgen stehen die 15 Kilometer auf dem Programm da ich schon nach 10 Kilometern leicht ausgetrocknet bin, ist ein wenig Flüssigkeit unterwegs sicherlich nicht schädlich. Allerdings wäre möglich, dass ich nicht den ganzen Gürtel anziehe, sondern mir einfach nur 2 volle Flasks davon in die Taschen meiner kurzen Laufhose stopfe. Schließlich will ich nicht zu professionell aussehen – zumindest solange ich mein Programm in Schrittgeschwindigkeit absolviere.

Wie auch immer, ich freue mich schon darauf das Teil (oder zumindest Teile davon) auszuprobieren und werde dann morgen ansagen ob und wie es geklappt hat!

Sonntag, 11. Mai 2008

Road to Frankfurt - Part II

Entgegen meinem eigentlichen Plan habe ich heute keine Radtour gemacht. Da ich gestern zu nachgerückter Stunde von der (sehr, sehr schönen) Hochzeitsfeier nach Hause gekommen bin, fiel es mir heute morgen auch etwas schwerer, aufzustehen. Erst gegen 11 Uhr habe ich es aus dem Bett geschafft. Mit Duschen und Frühstücken hat sich das dann bis 13 Uhr hingetrödelt.

Um 14.00 Uhr wollte ich dann Fußballgucken und verschob das Radfahren auf später. Nachdem ich dann den Kölnern beim aufsteigen zugeguckt hab, bin ich zum Putzen übergegangen, was mindestens so anstrengend war, wie die beiden Bergetappen mit dem Fahrrad zu absolvieren. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Kölner in meinem Freundeskreis (im Übrigen deutlich zu viele). Ich hoffe mal, Ihr habt es heute Abend/Nacht alle krachen lassen, wobei ich mir da keine allzu großen Sorgen mache... Auf ein Wiedersehen in Liga eins in 2008/2009. Mit der Chance für mich, ENDLICH mal einen Auswärtssieg der glorreichen SGE beim FC zu erleben...

Da ich vorhin noch zweimal kurz im Büro war, funktioniert es zeitlich heute gar nicht mehr mit dem Radfahren. Dafür habe ich aber mit dem Aufräumen/Putzen (mit dem ich derzeit immer noch beschäftigt bin) aber ein absolut adäquates Sportprogramm absolviert!

Weiterhin habe ich soeben meinen Trainings, bzw. Wettkampfplan vorangetrieben. Neben dem „Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf“ sind noch einige Wettkämpfe von mir zu absolvieren. So gehört beispielsweise 5 Wochen vor dem Frankfurt-Marathon ein Halb-Marathon zwingend dazu. Es gibt einige Läufe, die in der Zeit in Deutschland und der Schweiz stattfinden. Letztendlich blieben 2 Stück in der engeren Wahl: der „Einstein-(Halb)Marathon“ in Ulm, und der „Greifenseelauf“ am Greifensee (wie der Name schon sagt). Letztendlich habe ich mich für den Greifenseelauf entschieden – schon allein aus lokalen Gründen!



Der Greifensee liegt ungefähr 10 Kilometer Luftlinie östlich von Zürich. Der Start ist in Nänikon, das Ziel dann in Uster! Das ist alles schon etwas näher als Ulm, und außerdem ist der Greifenseelauf in der Schweiz wirklich ein bekanntes und geschätztes Event. Und zu guter Letzt muss ich mich ja irgendwann anfangen, ein bisschen mehr mit meiner neuen Heimat zu identifizieren!

Ziemlich unterhaltsam ist die Homepage des Laufes (deren Link Ihr oben rechts findet). Ein paar kleine Auszüge aus der Energieversorgung während des Laufes:

„Das offizielle Verpflegungsgetränk ist Rivella MARATHON“

„Coop offeriert bei km 11,5, km 16,0 und am Ziel Bananen. Außerdem überreicht Coop jedem am Ziel einen knackig-frischen Apfel, sowie jeder Frau auf der Halbmarathondistanz eine Coop-Rose.“

Isostar Energy Gel: Bei Km 16,0 erhalten alle Halbmarathonläufer/innen die Möglichkeit einen Energiekick in Form von leicht verdaulichem Gel zu sich zu nehmen. Anwendung: Den Isostar Energy Gel einnehmen und bei der nächsten Verpflegungsstation (nach 100 m) ausreichend Wasser trinken, damit die Kohlenhydrate rasch zur Verfügung stehen.“

Weiterhin steht noch zur Debatte, dass ich am 19. Juli 2008 am „Citylauf Norderney“ teilnehme. Dazu konnte ich mich heute allerdings noch nicht endgültig entscheiden. Insbesondere der Zeitaufwand für die Anreise steht in einem diskutablen Verhältnis zur Lauflänge. Naja, abwarten und Bier trinken...

Samstag, 10. Mai 2008

Im dritten Anlauf - 10 Kilometer Vol. 8

Nach zwei vergeblichen Versuchen, habe ich am gestrigen Freitag wieder meine Hausstrecke absolviert. Die ersten beiden Versuche waren ziemlich erbärmlicher Natur. Ich hatte beschlossen, am Donnerstag früh morgens zu laufen – und diesmal wirklich FRÜH! Mein Plan war absolut wasserdicht: 5:40 Uhr aufwachen, 6:00 Uhr aufstehen und Kreislauf in Gang bringen, 6:30 Uhr loslaufen, 8:00 Uhr spätestens zurück sein & duschen, 8:30 Uhr Stretching, 9:00 Uhr im Büro auflaufen! Soviel zum Plan, anfangs klappte es auch ganz gut, aber eben nur anfangs...

Um 5.40 Uhr klingelte also der Wecker, was mich ziemlich glücklich machte. Als ich dann um 6.00 Uhr aus dem Bett gekrabbelt bin, habe ich mich einfach nur selbst verflucht, aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch entschlossen. Ich hab mich dann verkabelt und mein Laufzeug angezogen. Gegen etwa 6:03 Uhr war ich also parat, aber ich hatte immer noch 27 Minuten um meinen Kreislauf aufzuwecken. Also lief ich ein bisschen in de Wohnung rum und versuchte was zu essen. Nach 5 Minuten war ich aber schon wieder so müde, dass ich mich hinsetzten musste. Da blieb ich dann auch sitzen bis 6.30 Uhr um dann runter zu gehen und loszulaufen. Das war halt aber echt mal die erbärmlichste Nummer, die jemals zu sehen war. Ich bin sowas von vor mir hingestolpert, dass es schon nicht mehr lustig war. Nach 300 Metern (in denen ich zweimal fast auf die Fresse geflogen wäre – kein Witz) gab auf, lief zurück zu meiner Wohnung und direkt wieder ab ins Bett.

Bei der späteren Fehleranalyse erkor ich dann mein spätes Zu-Bett-gehen als Schuldigen für meine morgendliche Unsportlichkeit. Ich verordnete mir also für den Abend Bettruhe ab 23 Uhr um am Freitag einen neuerlichen Anlauf zu nehmen. Ich war Abends dann in Melligen, wo der FC Fislisbach (trainiert von einem Kollegen von mir) sein letztes Saisonspiel hatte. Der FCF gewann, weshalb noch das ein oder andere Bierchen verhaftet werden musste. Zu Hause war ich um halb zwei und damit hatte ich auch vom Gedanken verabschiedet, 4,5 Stunden später joggen zu gehen.

Also musste es am Freitag Abend passieren. Nach der Arbeit (und den Simpsons) lief ich dann um 19.10 Uhr los. Das Wetter war ein absoluter Traum – wie im übrigen die ganze Woche. Es war um sieben Uhr weitgehend abgekühlt aber immer noch sehr sommerlich. Genervt haben allerdings die Millionen von Viechern, die rumgeflogen sind. Ich musste praktisch die ganze Waldstrecke mit geschlossenem Mund laufen, außerdem andauern irgendwelche von den Dingern aus dem Gesicht wischen. Das war echt ziemlich anstrengend. Weiterhin ist im Augenblick wohl grosse Dünge-Zeit. Diese ganzen Felder stinken wirklich wie die Pest – ich glaube da hatte die Luft 0²-Anteile von weniger als einem Prozent.

Andererseits: man kann ja echt viel gegen diese kleinen Dörfer sagen, aber landschaftlich ist es da oben wirklich wunderwunderschön. Vor allem jetzt, wo einfach nur alles blüht. Werde am Sonntag auf meiner nächsten Radtour mal die Kamera mitnehmen und das festhalten. Aber bevor ich jetzt sentimental werde, zurück zu meinem Lauf!

Der lief eigentlich relativ gut, abgesehen von meinem Puls, der nicht so wirklich stabil ist. Leider lief ich wieder mit meinen Blasen-Mach-Schuhen. Ich hatte ja die Hoffnung, dass sich meine Füsse daran gewöhnen und sich vielleicht sowas wie Hornhaut (iehhh!!!) bildet. Aber Pustekuchen, die Blase war eigentlich schon fast wieder weg, seit gestern ist sie grösser denn je und hat inwzsichen schon ne eigene Blase. Das ist kein Witz: die Blase hat ne Blase. Ich habe sogar ein Foto davon gemacht, will Euch das aber nicht zumuten :-)

Diesmal spürte ich die Blase schon nach 3 Kilometern, wollte es heute aber durchziehen. Die Schmerzen waren letztendlich auch nicht so schlimm (vielleicht wird es ja wirklich langsam besser), sodass ich – wenn auch wieder mal mit Leistungseinbußen – zu Ende laufen konnte.

Die nächsten Schritte:

Heute fahre ich auf die Hochzeit eines Kollegen nach Lörrach – eigentlich wollte ich danach direkt weiterfahren nach Seeheim da unser Mietze-Kater Findus sehr, sehr krank ist. Seit gestern Abend gibt es aber Entwarnung. Er wurde operiert und ist jetzt den Umständen entsprechen wieder putzmunter. Damit bleibe ich das WE wohl doch hier. Morgen fahre ich nochmals meine neue Route ab und werde mir irgendwelche Kilometermarkierungen machen – im Zweifelsfall geistige. Abends gehe ich dann mit Dejan in irgendne Yugo-Disse; da scheint mich wohl einiges zu erwarten... Am Montag ist dann mein nächster Lauf. Eigentlich hatte ich 15 Kilometer geplant. Die mache ich auch wenn die Blase sich vernünftig erholt hat – wenn nicht werden es halt wieder nur 10. Das entscheid ich dann am Sonntag wohl spontan. Bis dahin wünsche ich Euch erstmal ein schönes, erholsames, verlängertes Wochenende!

Lauf 8:
Zeit: 1:18 Stunden
Avr- HF: 161 / min
Geschw.: 7,69 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:16 Stunden (+2,6 %)
Avr. HF: 169 / min (-4,7 %)
Geschw.: 7,69 km/h (-2,6%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-6,0 %)
Avr. HF: 157 / min (+2,5 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+6,4%)

Mittwoch, 7. Mai 2008

Short-Handed - Kicken III

Mittlerweile schreiben wir den 7. Mai 2008 (n.Chr.). 7. Mai – jetzt dürfte es auch dem Letzten aufgefallen sein: heute ist Annas Geburtstag. Also erstmal herzlichen Glückwunsch und alles Gute zu eben jenem Geburtstag! Sozusagen von Vaterlandsverräter zu Vaterlandsverräterin. Schließlich haben wir beide die BRD verlassen. Ich in die Schweiz, Anna nach Drüben; und man weiß nicht was schlimmer ist…

Gestern Abend war ich mal wieder sportlich; da stand mal wieder Fußball in Turgi auf dem Programm. Meine Beine waren einigermaßen frisch; vermutlich dank des intensiven Dehnens nach meinem letzten Lauf. Der Disziplin werde ich in Zukunft deutlich mehr Beachtung schenken…

Gegen 17.30 Uhr war Treffpunkt und das fantastische Wetter lockte heute mal wieder einige alte Kollegen-Gesichter aus ihren Löchern. Wir fingen mit 4-gegen-4 an und spielten am Ende tatsächlich 6-gegen-7 was unser neuer Rekord gewesen sein dürfte…

Die sportliche Leistung war ziemlich mager, dafür war diesmal die Grundqualität des Kicks höher – hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass heute nicht ganz so viele Holzfäller auf dem Platz waren wie letztes Mal (zumindest prozentual waren es weniger).

Ich spielte heute im Unterzahl-Team was zunächst nicht weiter problematisch erschien, da wir in allen anderen Belangen klar überlegen waren. In den Spielständen drückte sich das allerdings nicht aus. Bei den gefühlten 70 Grad Celsius machte sich die Unterzahl doch übelst bemerkbar. Der läuferische Kompensationsaufwand war asozial – und wenn man dann noch so lauffaule Leute wie mich in der Mannschaft hat, ist es natürlich doppelt bitter. Es dauerte einige Zeit, bis wir das Problem in den Griff bekamen; erst nach etwa 50 Minuten gingen wir erstmals mit 4:3 in Führung. Zur Halbzeit stand es dann 5:3 und mittlerweile hatte auch der Feind konditionelle Probleme. Die Pause hätte eigentlich gar nicht lang genug sein können, allerdings juckte es einige wohl so sehr in den Füßen, dass es schon nach 5 Minuten weiterging. Der zweite Teil der Veranstaltung lief allerdings unspektakulär ab, inzwischen waren wir klar überlegen und gewannen letztendlich mit circa 13:8.

Nach dem Spiel ging es Heim, wo Duschen & Dehnen auf dem Plan stand. Seitdem bin ich ununterbrochen beschäftigt mit lustigen Geschichten wie Wäsche waschen (jaja, es ist schon wieder Dienstags, ungerade Kalenderwoche), Geburtstagsgrüße schreiben (meine Tante hat heute nämlich auch Geburtstag), Beschwerdebrief an den aargauischen Fußballverband schreiben, administrative Sachen für die Hochzeit von Laura & Thomas am Samstag vorbereiten, aufräumen, Fußball gucken, …. Also lauter Sachen, die ich sonst nie freiwillig tun würde… Ich habe nichtmal geschafft, wie geplant, den Fabian anzurufen, was mir äußerst unangenehm ist! Sorry, ne? Werde das dann wohl am Donnerstag tun!

Anyway, morgen ist wieder E-Technik-Time. Am Montag (Strommarktliberalisierung & elektrische Bahnen) war es eigentlich sowohl interessant als auch verständlich. Mal sehen wie es morgen weitergeht. Auf jeden Fall mache ich morgen keinen Sport – erst am Donnerstag laufe ich wieder – aber entweder ganz früh morgens oder spät abends. Wer mich kennt, weiß, dass es wohl eher auf letzteres hinauslaufen wird…

Sonntag, 4. Mai 2008

Über die volle Distanz - 10 Kilometer Vol. 7

Den gestrigen Abend verbrachte ich nach dem Fußballgucken (argh! Es tut immer noch weh) damit, mir das Spiel von Mladost Aarau beim FC Dottikon anzuschauen. Dieses wurde in der 70. Minute beim Stand von 3:2 für Dottikon abgebrochen, nachdem sich Aarau die dritte rote Karte abgeholt hatte und dem Schiri wohl an die Wäsche wollte. Fakt ist aber: ich bin gestern in Dottikon Zeuge eines handfesten Fußballskandals geworden. Mladost hätte so oder so keine Chance gehabt – dieser Schiedsrichter hat sie von der ersten bis zur letzen Minute an konsequent verarscht! Durch die Niederlage (wird wohl so gewertet) ist Mladost abgestiegen – nach dem Spiel war ich mit ein paar von den Leuten noch einen trinken; dann war der Abend beendet.

Heute morgen war dann mal wieder ein Lauf angesagt. Ich wäre gerne schon um 8 Uhr oder spätestens um 9 Uhr gelaufen – habe es aber leider erst um kurz vor 11 losgeschafft! Mit den anderen Schuhen lief es problemlos; die Blase spürte ich erst auf den letzen Metern – war also kein Problem. Das war auch gut so, denn Probleme hatte ich auch so im Überfluss. Mein Puls war eine absolute Katastrophe. Ich bin heute extra nicht direkt nach dem Aufstehen losgelaufen, damit mein Kreislauf sich ans Wach-Sein gewöhnen kann. Offensichtlich war es aber immer noch zu früh. Zudem hatte ich von meiner gestrigen Radtour doch ziemlich schwere Beine und lahme Muskeln. Das Wetter war leider auch schon um 10 Uhr übertrieben heiß – nur am schattigen Waldrand war das auszuhalten. Zuletzt fiel mir unterwegs ein, dass ich gestern um 14 Uhr das letzte Mal etwas gegessen hatte.

Das sollen alles Erklärungen sein; keine Ausreden. Schließlich muss ich mich mit morgendlichen Läufen ebenso arrangieren wie mit dem Wetter. Auch, dass ich nichts gefrühstückt habe, ist meine eigene Schuld. Einzig gegen die nicht regenerierten Beine konnte ich nichts machen, aber gut… Wie gesagt: das sind keine Ausreden sondern mein verzweifelter Versuch, mir den schlechten Puls zu erklären.

Ob ich 10 oder 15 Kilometer laufen würde, wusste ich beim Start noch nicht. Als es aber aus dem Wald rausging und ich von der Sonne fast geschmolzen bin, entschied ich, heute wieder nur 10 Kilometer zu laufen. War wohl auch wirklich besser so…

Mit so einem schlechten Puls bin ich bisher noch nie gelaufen; absoluter Negativ-Rekord. So gesehen war der Lauf natürlich so sinnvoll wie Kickers Offenbach. Aber gut, ich bin irgendwie immer noch der Meinung, dass mir jede Art von Training nur gut tun kann…

Dennoch freue mich auf den morgigen, trainingsfreien E-Technik-Tag. Am Dienstag ist ABB-Kicken, am Mittwoch dann wieder E-Technik. Mein nächster Lauf findet am Donnerstag statt. Am Wochenende (wahrscheinlich Sonntag, da ich Samstag auf ner Hochzeit bin) möchte ich dann erstmals 15 Kilometer laufen. Ich hoffe, dass ich das irgendwie werde arrangieren können! Mal abwarten…

Lauf 7:
Zeit: 1:16 Stunden
Avr- HF: 169 / min
Geschw.: 7,89 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (-2,6 %)
Avr. HF: 159 / min (+6,3 %)
Geschw.: 7,69 km/h (+2,6%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-8,4 %)
Avr. HF: 157 / min (+7,6 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+9,2%)

Samstag, 3. Mai 2008

Zurück im Geschäft - 8 Kilometer Vol. 1

Seit meinem letzten Bericht von Dienstag hat sich einiges getan. Hauptsächlich leider im Büro, was meine Pläne mal wieder etwas über den Haufen geworfen hat. Am Mittwoch-Abend hatte ich wieder E-Technik-Schulung (Wärmepumpen und Wasserkraft-werke Teil 1) was ausnahmsweise sogar für mich mal einigermaßen verständlich war. Danach waren Dejan und ich in Baden noch einen trinken, allerdings nicht allzu lange, da ich am Donnerstag ja ins Büro musste.

Echt unglaublich. Als wäre es nicht schlimm genug, dass der 1. Mai und Christi Himmelfahrt (Schwyzertütsch: Uffahrt) auf einen Tag fallen. Dazu kam auch noch, dass der 1. Mai dieses Jahr auf einen Monatsanfang fiel – manchmal hab ich aber auch Pech. Da wir per 1. April ein neues Profitcenter eingeführt haben, mussten einige Anpassungen gemacht werden. Diese mussten unbedingt am Tag nach dem ersten Monatsabschluss nach PC-Einführung gemacht werden. Warum erkläre ich jetzt mal lieber nicht – könnte den Rahmen sprengen. Jedenfalls mussten am Donnerstag rund 150 Projekte vom PC „Projects“ ins PC „Products“ umgehängt werden. Grausame, manuelle Arbeit… Plan war, um 16 Uhr fertig zu sein. Danach wollte ich Laufen und dann gemütlich den Auftritt der Bayern in St. Petersburg angucken. Leider ging die ganze Geschichte bis 18.30 Uhr – das war zu spät zum Laufen.

Mein Boss bot mir allerdings an, dass ich am Freitag erst um 10.30 Uhr zur Arbeit auflaufen müsste, Voraussetzung war allerdings, dass ich am Freitag-Morgen laufe gehe. War ein Riesenplan, zumal ich mir ja eh vorgenommen hatte, mehr morgens zu laufen um meinen Kreislauf darauf zu trainieren!

Also bin ich Freitag morgens um 8.30 aufgestanden, direkt rein in meine Laufschuhe und losgestolpert. Schlimmerweise war ich schon nach 500 Metern in einer zu hohen Pulsfrequenz, die ich von da an einfach ignorierte und in gleichem Tempo weiterlief. Ich merke aber, dass morgens Laufen wirklich erhebliche Auswirkungen auf Puls & Leistung hat. Dazu kam natürlich, dass ich nicht entspannt gelaufen bin, weil ich die ganze Zeit im Hinterkopf hatte, dass ich einigermaßen bald im Büro auflaufen musste (Notiz im Geiste: am Tag meines Marathons alle Nachmittagstermine streichen!!!). Zu allem Überfluss lief ich mir dann auch noch eine Blase, die ich so bei Kilometer 5 spürte. Da ich aber jede Art von Häme der beiden Spammer Knoben und Giertz verhindern wollte, beschloss ich, auf die Zähne zu beißen und die Blase zu ignorieren. Nach 8 Kilomtern ging es aber gar nicht mehr und ich gab auf. Da hab ich die Schuhe ausgezogen und bin barfuss heimgelaufen. An der Stelle war ich bei 55:03 Minuten. Grundsätzlich ganz akzeptable Zeit für 8 Kilometer, aber dafür war mein Puls viel, viel zu hoch! Um kurz vor 10 Uhr lief ich dann im Büro auf, wo es Gott sei Dank ein ganz entspannter Arbeitstag war, da ungefähr 95% der Kollegen eine Brücke gemacht hatten und entsprechen kaum jemand da war, der irgendwelche Böcke schießen konnte.

Heute morgen stand ich wieder um 8 Uhr auf, um Sport zu machen. Wie gesagt: gerade morgens habe ich es bitter nötig. Besonders positiv zu erwähnen wäre, dass ich vom gestrigen Lauf keine Beeinträchtigungen spüren konnte. Den Knien ging es blendend, den Muskeln ebenfalls, den Füßen auch. Sehr erfreulich; vielleicht bringt das Training ja langsam doch zumindest ein bisschen was… Direkt nach dem Aufstehen hieß es heute für mich Radfahren. Wie ich schon mal erwähnt habe, möchte ich jeden zweiten Tag Laufen und dazwischen Radafahren oder Schwimmen, sogenannte RECOM (Regeneration and Compensation). Durch die E-Technikschulung kann ich Montags und Mittwochs nix machen, aber ansonsten will ich das jetzt schon durchziehen!

Meine Radtour nutzte ich, um meine nächsten Laufrunden zu bestimmen. Wobei es eigentlich keine Runden sind, sondern eher Laufschläuche. Werde in Zukunft einfach eine Strecke doppelt laufen (also Hin- und Rückweg). In diesem Hochgebirge hier gibt es einfach keine Möglichkeit 20 Kilometer zu laufen, ohne dass es asoziale Berge hat oder ohne dass man auf stark befahrene Straßen angewiesen ist. Wie dem auch sei: ich fuhr heute meine Routen für 15 Kilometer und auch gleich für 20 Kilometer ab. Danach machte ich einen Schlenker nach Lauffohr, weiter nach Turgi, von da aus nach Brugg. Von Brugg aus ging es dann über Umiken zurück nach Riniken. Und dieser Teil hat es auf dem Fahrrad in sich. Zwei Berge der ersten Kategorie die echt bösartig sind. Nach dem ersten wollte ich mich noch feiern, dass der Puls unter der aeroben Schwelle geblieben ist, dafür war ich in eben diesem Bereich am zweiten Berg schon nach ein paar Metern. Irgendwie hab ich mich dann nach Riniken hochgequält, wo ich froh war, dass es endlich vorbei war.

Morgen laufe ich wieder, wie viel weiß ich noch nicht. Werde die anderen Laufschuhe anziehen und damit hoffentlich die Blase kompensieren können. Sicherlich werde ich keine 8 Kilometer laufen (werde ich wohl nie wieder tun, war schließlich nur ein Versehen); sicherlich aber auch nicht die 20 Kilometer. Ich werde an meinem 10-Kilometer-Wendepunkt mal schauen wie es mir geht und dann ggf. spontan auf die 15 Kilometer gehen, aber das sehe ich dann schon….

Heute hab ich nichts großes mehr geplant. Bis vorgestern stand ich noch auf Abruf für die Operation „Schwabenüberfall“, allerdings habe ich nun beschlossen, nicht anzureisen. Werde mir den Quatsch im Fernsehen angucken:

http://frankfurtmainiacs.blogspot.com/2008/05/wenn-wir-auf-dem-gstesofa-stehn.html

Danach geht es dann nach Dottikon, um dort dem Dejan und „Mladost Aarau“ zuzuschauen. Wenn die heute nicht gewinnen, sind sie abgestiegen. Naja, wollen wir es mal nicht hoffen…