Sonntag, 20. Juni 2010

WNSL 2010 - Wettkampf I

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber besser spät als nie kommt hier der erste Teil der WNSL-2010-Aufarbeitung. Heute gibt es also den Bericht zum Lauf(-Wochenende), die nächsten Tage folgend dann wie letztes Jahr auch die Statistiken zum Lauf. Auf eine Videoanalyse müssen wir dieses Jahr leider verzichten, leider konnten die Journalisten keine Aufnahmen des Laufs machen. Aber zum diletantischen Versagen meiner kleinen Schwester an späterer Stelle nochmal mehr…

Die Vorbereitungen für den Lauf waren zwar einigermassen stressig, aber im Grossen und Ganzen lief eigentlich alles reibungslos. Am Freitag gegen 18 Uhr waren die Salate (dank meiner überragenden Schnippel-Künste) fertig, die Betten gemacht, das Grillfleisch gekauft und das Bier gekühlt. Und pünktlich wie die Feuerwehr lief dann auch schon die erste Fraktion Bonner auf: Elena und Jonas.

Die vorabendlichen Aktivitäten der Teilnehmer waren zumindest schonmal eine Klasse besser als im letzten Jahr. Diesmal wurde beim Bier nicht zaghaft zugegriffen – im Gegenteil. Jonas und ich fröhnten am leckeren Pfungstädter als wäre der Lauf schon vorbei und auch Markus (der später mit Conny vorbeikam) hatte schon merklich einen im Tee. Das sollten wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder beibehalten – zumal ich (und ich glaube auch alle anderen) keineswegs beeinträchtigt durch Restalkohol in den Wettkampf gegangen sind.

So ganz konnten wir uns von den Mustern des letzten Jahres allerdings dann doch nicht trennen. Samstags zum Mittagessen gab es Bananen und Jonas und ich konnten nicht anders als uns wenige Minuten vor dem Lauf noch ne Runde „Power Gel – Caffeinated Black Current“ zu genehmigen. Ich bin mir sicher es hat was genutzt…

Nachdem uns am späten Vormittag schon Joscha und Anne mit ihrer Anwesenheit... äh... beglückt (?) haben, trudelten dann gegen 14 Uhr auch Sanne und Fabian in Seeheim ein. Anne hatte das Wochenende sogar ihrer Magisterarbeit vorgezogen; sowas nenne ich das "Richtige Setzen von Prioritäten!!". Die Strecke wollten wir dieses Jahr zwar nicht nochmal ablaufen (die ist eh immer gleich, sofern die Eberstädter Strasse nicht grade umgebaut wird), aber um zumindest schonmal die diesjährigen Laufshirts abzuholen, statteten wir dem WNSL dann bereits gegen 14.30 Uhr einen ersten Besuch ab. Irgendjemand hatte noch nen Witz gemacht, dass die T-Shirts dieses Jahr bestimmt pink seien. Nun, es sollte leider kein Witz bleiben.

Nachdem wir uns von diesem farblichen Schock erholt hatten, ging es nach Seeheim zum Umziehen, frisch machen und Markus einsammeln. Schon gegen 15.30 Uhr waren wir dann zurück in Pfungstadt; bereit ganz, GANZ GROSSES zu leisten!! Am Start waren nun die Läuferinnen: Renate, Andrea, Elena, Janina sowie die männlichen Teilnehmer Joscha, Jonas, Markus, Fabian, Marc, Jens und meine Wenigkeit. Frenetisch angefeuert wurden wir von: Anne, Sanne, Corneli, Heinz, Ben, den Dippel-Eltern sowie den Mahler-Nachbarn.

Corneli weigerte sich leider im Vorfeld als Läuferin teilzunehmen, mit der Begründung sie müsse sich schliesslich wie im letzten Jahr darum kümmern, Videos vom Lauf zu machen. Leider stellte sie dann aber am Samstag fest, dass sie ihre Kamera vergessen hatte. Ganz professioneller Auftritt, Schwesterchen!! Wenn sowas nochmal vorkommt, wirst du direkt vor Ort nachgemeldet und musst mitlaufen!! Da brauchst du auch garnicht so zu grinsen...

Um 16.10 Uhr ging es dann in die Startaufstellung und ich würde mal sagen wir waren alle ein bisschen aufgeregt - auch wenn das auf dem Mannschaftsphoto nicht unbedingt zu erkennen ist: Mein persönliches Ziel für diesen Lauf war natürlich eng an die Wette mit meinem Schwager verbunden. Diese sah vor dass der Verlierer (mit mindestens 5 Sekunden Rückstand) dem Sieger 3 Kästen feinstes Pils zu überlassen hatte. Mein Vorhaben war also klar: die Zielline spätestens 4,99 Sekunden hinter Mar(c)athon zu überqueren. Daher liess ich ihn schon bei der Startaufstellung keine Sekunde aus den Augen.

Um 16.15 Uhr kam dann ENDLICH der Startschuss und es konnte losgehen: Bevor ich mich auch nur einigermassen aus diesem Massenstart-Gewühl rausgearbeitet hatte, hatte Marc auch schon 10 Meter Vorsprung – den ich allerdings direkt schliessen konnte und tatsächlich von dem Moment an keinen Meter mehr von seiner Seite (bzw. seinem Rücken) wich. Tja, leider (oder Gott sei Dank) kann ich dieses Jahr garnicht von unserem Lauf im „Peleton“ berichten. Das ist zwar einerseits schade, da es letztes jahr schon ziemlich lustig war wie wir da als Gruppe gelaufen sind. Aber wenigstens war ich dieses Jahr nicht permanente gejagt von Laufschwein, Reinigungsfahrzeug und den Veranstaltern die endlich Feierabend machen wollten.

Besonders neu war für mich das Gefühl, dass ich plötzlich den Vorsprung auf andere Leute erhöhen konnte, statt wie üblich den Rückstand. Bei jeder Kehre auf der Eberstädter Strasse konnte ich feststellen wie Marcs und mein Vorsprung auf Markus (der war Anfangs noch dritter) von Runde zu Runde anstieg – ZIEMLICH COOL :-)

Die Geschwindigkeit von Marc und mir war so hoch dass man uns praktisch mit dem blossen Auge kaum sehen konnte - was dieses verschwommene Bild mal beispielhaft verdeutlicht:
Das Rennen war zwar saumässig anstrengend, weil ich definitiv schneller gelaufen bin als mir lieb war. Aber es war auch reichlich unspektakulär – da ich einfach nur die ganze Zeit darauf achtete meinen Anschluss an Marcs Füsse nicht zu verlieren. Als wir letztes Jahr zu 5 untwerwegs waren, war es eigentlich viel lustiger mit allen Ausbruchversuchen (die ja bekanntlich IMMER erfolgreich waren).

Ein kleines WNSL-Hauptfeld bildetet sich zwar auch, aber das bestand eigentlich "nur" aus Fabian und Jonas - die sich (ähnlich wie Marc und ich) gegenseitig keinen Zentimeter schenkten. Fabian wurde im Übrigen dazu genötigt, dass wunderschöne Wettkampf-Shirt aufzutragen. Achtung, nicht direkt in die Flamme gucken - sonst wird man blind: Symptomatisch übrigens für das gesamte Wochenende dass die beiden auch auf diesem Bild natürlich am Saufen sind! Das kleine "Jonas-Fabian"-Peloton wurde gejagt von Joscha (so schnell unterwegs dass es überhaupt nicht möglich war ihn zentriert auf nem Foto festzuhalten)... ...und Elena (bei der der Gesichtsausdruck auch deutlich lustvoller aussah als z.B. bei mir)...
... und versuchte wiederum selbst die Lücke auf den Vorjahresvize Markus (gleich noch einer der aussieht wie das blühende Leben!!)zu verkürzen:

Geredet wurde diesmal auch nicht viel - nur bei einer Kehre als ich Jonas und Fabian entgegenkam zeigte mir Jonas den Vogel verbunden mit einem "Ihr spinnt doch!". Ich hatte aber leider weder Luft noch Zeit um ihm nochmal explizit zu erklären dass nicht ICH das Tempo mache, sondern mein Schwager. Marc und ich haben während dem Lauf kein einziges Wort geredet, nur einmal als uns der Sieger überrundet hat konnten wir uns zu einer 3sekündigen Hass- und Schimpftirade aufraffen. Weiteres Reden wäre aber auch nicht möglich gewesen: mein Schnaufen wurde von Meter zu Meter schlimmer, wobei ich zwischendurch versuchte meine Erschöpfung irgendwie zu verbergen um Marc nicht zu zeigen welch angeschossenes Reh da hinter ihm herhetzte. Äh, moment: hab ich mich eben als Reh bezeichnet?? Ich wollte eigentlich Gazelle sagen :-) Anyway, hätte Marc sich einmal rumgedreht hätte er meine Notlage wahrscheinlich erkannt – zumindest laut diverser Zeugenaussagen hab ich nämlich angeblich „Fressen gezogen dass einem Angst und Bange werden konnte“. Keine Ahnung was das bedeuten soll... Ich kann nur sagen: so schlimm wie von innen kann ich von aussen garnicht ausgesehen haben! Und ich finde dieses Bild hier verdeutlicht dass ich mindestens genausoviel Freude bei der Sache habe, wie mein Schwager:

Aber gut, kann ja nicht jeder so einen spasserfüllten Gesichtsausdruck haben wie unser ausstralischer Feigling im Vorjahr:

Beim Wasserholen vor der letzten Runde hab ich mich dann leider jämmerlich verschluckt und nen Hustenanfall zum besten gegeben den man vermutlich noch bis Griesheim hören konnte. Auch Marc bekam den natürlich mit, sodass ich jederzeit mit ner Attacke von ihm rechnete. Wie er mir nach dem Lauf erzählte hat er sogar kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, entschied sich dann aber doch dafür dass eine „Attacke in der Food-Zone“ unmoralisch wäre. Sehr fair!!

Bei der unteren Kehre auf der Eberstädter Strasse – als ich meinen Hustenanfall grade überwunden hatte – war es dann aber mit Geduld und Gutmütigkeit bei meinem Schwager vorbei und er attackierte mit einer leichtne Tempoverschärfung. Ich war zwar schon komplett im Arsch, aber 900 Meter vor dem Ende konnte ich ihn jetzt natürlich auch nicht weglaufen lassen. Keine Ahnung wie, aber ich bin an ihm drangeblieben und zu meiner unfassbaren Überraschung war ich nach der zweitne Kehre sogar mal kurzzeitig vor ihm. Das war allerdings schon 5 Sekunden später wieder vorbei, als Marc seine zweite Attacke fuhr um dann nach der Einbiegung in diese Passage (oder was das sein soll) endgültig zum Endspurt ansetzte. Ich weiss selbst nicht wie ich es geschafft habe, aber auch diese beiden Tempoerhöhungen konnte ich mitgehen. Zwar wurde mir 50 Meter vor der Ziellinie etwas schwarz vor Augen, aber ich konnte die Ziellinie überqueren bevor mich der Erstickungstod ereilte!

Zwar brauchte ich ein paar Sekunden um wieder zu Luft und Besinnung zu kommen, aber danach hab ich glaub ich eine Milliarde Glückshormone ausgestossen. Oh Mann, ging es mir da gut (und wenn ich das so schreibe merke ich: es hält noch immer an!).Um mal in der Sprache von „Michael Page“ zu bleiben: ich war fast ein bisschen begeistert!!

Marc und ich tranken eine Erfrischung, gingen duschen, aßen eine Kleinigkeit, gaben das ein oder andere Interview für die lokale Presse und kommentierten dann fürs Fernsehen den Zieleinlauf unserer Konkurrenten. Zunächst gaben sich Janina und Jens ein echtes Fotofinish, wobei Jens (vermutlich um eine Beziehungskrise zu vermeiden) seiner Liebsten den Vortritt liess:Besonders spannend war dann das Battle dass sich Fabian, Jonas und Markus lieferten. Markus war 3,5 Runden vor den anderen beiden, um sich dann in der Passage kurz vorm Ziel überflügeln zu lassen. Die Wortwahl die Markus den Überholenden hinterrief kann hier im Blog leider aus Jugendschutzgründen nicht genutzt werden. Besonders erfreulich: Markus hat - bevor auch nur wieder bei Sauerstoff war - direkt eine Kampfansage fürs nächste Jahr geäussert. Genau so soll es sein. Nach dem WNSL ist vor dem WNSL - die Vorbereitung hat am Sonntag den 13. Juni 2010 begonnen!

In einem fulminanten Endspurt schüttelte Fabian dann auch noch Jonas ab und liess einen Meter vor der Ziellinie sogar noch einen weiteren Zivilisten hinter sich. Diese konnte vermutlich nicht so ganz nachvollziehen was die Aktion sollte und war – wie man hier sehen kann – merklich geschockt:

Was war das eigentlich, Fabian? Wolltest du dem Typ nen Herzinfarkt zufügen oder konntest einfach nicht mehr bremsen? Naja, war auf jeden Fall ne reife Leistung. Und der Junge schien auch selbst sehr angetan gewesen zu sein von seiner Leistung; er hat regelrecht gekotzt vor Glück!! Für den Fairness-Preis konnte er sich hingegen auch in diesem Jahr nicht empfehlen. Während er im letzten Jahr Marc unsportlich überrumpelt hast (Stichwort: Hast du noch Körner?), liess er sich sich an diesem Wochenende von seinem Pacemaker Jonas an Markus heranziehen, um dann beide einfach stehen zu lassen. Fabian, wie schon im letzten Jahr: PFUI!!

Gefolgt wurde dieses Trio dann von Joscha. Ich nehme das Wort Enttäuschung ja nur ungerne in den Mund… Aber von Joscha als erfahrenstem Läufer auf der 4,8km-Distanz wäre wohl schon etwas mehr zu erwarten gewesen. Immerhin: er konnte seine Vorjahreszeit um rund 15 Sekunden auf 29:01 Minuten verbessern. Alter, wenn du jedes Jahr 15 Sekunden schneller wirst, dann dürftest du das Ding in 51 Jahren gewinnen – ich drücke die Daumen!! Der Sieger hat die 4,8 Kilometer tatsächlich in 16:25 Minuten hinter sich gebracht. Keine Ahnung wie er das gemacht hat, aber eigentlich will ich es auch garnicht wissen.

Kurz nach Joscha kam dann Elena ins Ziel. Die Hoffnung dass Elena auch dieses Jahr wieder einen Podiumsplatz für die WNSL-Finisher ergattern könnte, wurde leider nicht erfüllt, aber man kann ja auch nicht immer Titel mit nach Hause bringen. Nächstes Jahr rechnen wir dann aber wieder fest mit dir!!

Last but not least wurden die WNSL-Finisher dann komplettiert durch Renate und Andrea. Wobei meine Mama dadurch glänzte dass sie schon 50 Meter vor der Ziellinie dachte sie sei bereits im Ziel und sich in einen Plausch mit irgendwelchen Zuschauern verwickeln liess. Allerdings wurde sie von mehrern Leuten eindringlich darauf hingewiesen dass sie doch vielleicht zuerst den Lauf zu Ende bringen solle – hat sie dann auch geschafft!!

Andreas hatte leider von der ersten Runde an mit Seitenstechen zu kämpfen. Trotzdem reichte es um einigermassen locker vor Ben im Ziel einzutrudeln - und irgendwie schafft auch Andrea so auszusehen als sei es nicht anstrengend gewesen:

Trotzdem muss(kann/will ich insebsondere den weiblichen Mitgliedern meiner Familie ein dickes Lob und ganz grossen Respekt aussprechen. Äh… also den weiblichen Familienmitglieder die MITGELAUFEN sind natürlich! Corneli, du solltest dich in die Ecke stellen und für die vergessene Kamera schämen!! Aber im Ernst: einzige ärgerlich an der Laufleistung von Renate und Andrea ist eigentlich die Platzierung. Letztes Jahr hätte man mit den Superzeiten locker nen Mittelfeldplatz gemacht, dieses Jahr hat es leider nur zum hinteren Drittel gereicht. Aber wenn man mal bedenkt wie viele Leute während des Laufs aufgegeben haben und garnicht erst gewertet wurden, ist das natürlich auch nicht verwunderlich...

Nachdem alle im Ziel angekommen waren und wieder einigermassen Sauerstoff getankt hatten, erfreuten wir uns zunächst an unseren 2-25 Nachwettkampfgetränken – „Pfunstädter Weizen alkoholfrei“. Wenn man so dehydriert ist wie wir schmeckt das Zeug wirklich köstlich!! Inzwischen war auch der Hauptlauf gestartet wo wir uns darauf konzentrierten die beiden ältestens Teilnehmer/innen zu unterstützen. Oh Mann, ich lach mich kaputt wenn ich an den alten Kerl zurückdenke der immer so verschämt abgewunken hat wenn wir da draussen Terror gemacht haben :-)

Den Hauptlauf sehen wir uns natürlich nur an um uns an der späteren Siegerehrung unser wohlverdientes (!!) Mannschafts-Bier abzuholen. Dass wir 10 Liter sicher hatten (als Mannschaft mit mindetens 10 Läufern) war uns frühzeitig klar, aber bereits am Vorabend als wir uns die Meldungen ansahen stand plötzlich im Raum dass wir sogar als drittgrösste Gruppe auf 20 Liter hoffen konnten. Gegen 17.15 Uhr als die Ergebnisse veröffentlich wurden wurde das dann tatsächlich Realität und es brannte mal kurz sowas wie Jubel auf. 20 Liter bei 11 Läufern war wirklich die optimale Input/Output-Rentabilität. Und es gab nicht nur 4 Dosen Bier, sondern auch noch ein "Siegerfoto" auf dem Podium:

Jetzt wo der sportliche Teil fertig war, hiess es eigentlich nurnoch das Bier sicher nach Hause zu bringen und sich dann dem angenehmen Teil des Abens zu widmen. Nachdem wir uns alle einigermassen frisch gemacht hatten (ich glaube so wirklich FRISCH war keine/r der Läufer/innen mehr) standen die letzten Vorbereitungen an. Wie schon beim Zieleinlauf waren auch hier Männlein und Weiblein strikt getrennt. Während die Damen (mittlerweile hatte sich auch Conny zur Truppe gesellt) sich in der Küche ums Schnibbeln von Gemüse (oder so) kümmerten...


... nahmen sich die Herren dem Entfachen des Feuers an: Marcs Bezeichnung "türkischer Abend" war für die Situation mehr als zutreffend! Um ein Haar hätte der Joscha übrigens das Feuer komplett zerstört; nur durch unser beherztes Eingreifen konnten wir die Glut noch im letzten Moment retten. Oder wars umgekehrt? Ist ja auch egal...

Der Rest des Abends war dann eigentlich so wie wir ihn gewohnt sind, viel trinken, viel essen und noch mehr trinken. Der Lauf war eigentlich nur die erste Stunde lang noch ein Thema. Wir waren uns ziemlich schnell einig, dass wir auch Zukunft den kurzen Lauf absolvieren werden. Zum einen weil nur dort die Chance auf Bier besteht und andererseits weil es beim Jedermann/Jederfrau-Lauf zumindest annährend "mitlaufen" kann und nicht wie beim Hauptlauf einfach nur hinterher!! Und ich denke mal wir haben dieses Jahr alle etwas mehr Spaß gehabt als letztes Mal. Und die die keinen Spaß hatten, mussten die Tortur wenigstens nur 4,8 statt 8,4 Kilometer ertragen!


Am nächsten morgen waren dann alle auch schon wieder erstaunlich fit - so fit dass das geplante Fussballspiel sogar auch noch stattfinden konnte. Einzig Joscha versuchte sich vor dem Kicken zu drücken indem er und Anne einfach nicht zum Frühstück erschienen. Irgenwann hatten sie dann aber doch ein Einsehen und kamen hoch!! Joscha ist es auch der für den WNSL-2011 eine Petition einreichen wollte, dass aufs Fussballspielen verzichtet wird - dafür ist es aber leider zu spät. Denn das hätte fristgerecht 365 Tage vorm Wettkampf schriftlich bei mir eingehen müssen - und ich habe bis heute noch nix kriegt. Eigentlich aber auch unverständlich, denn Joscha entwickelte sich im Lauf des Spiels zum eiskalten und vom Feind gefürchteten Knipser (sozusagen der "Harry Decheiver" Seeheims).

Was den Lauf angeht, werden im nächsten Jahr die Karten natürlich völlig neu gemischt. Der Bluffer aus Australien könnte durchaus wieder im Starterfeld zu finden sein, ebenso der Jens aus Bonn wäre ein interessanter Kandidat um die WNSL-Finisher nicht nur in der Breite sondern auch in der Spitze zu bereichern. Und vielleicht gäbe es in Bonn ja noch ne DDR-Leistungssportlerin und nen FDP-Lobbyisten die zu begeistern wären. Dafür müssten meine Eltern dann nurnoch nen Anbau machen - aber die haben ja Zeit...

A propos Eltern: an dieser Stelle dann mal ein großes Dankeschön an meine Eltern für die ganze Vorbereitung, Organisation und logistische Unterstützung an diesem Wochenende. Alleine hätte ich das definitiv nicht geschafft und es hätte als Beilage zum Grillfleisch sicherlich keinen Salat und kein Gemüse gegeben, sondern allenfalls Tostbrot. Und übernachten hätte auch niemand gekonnt. Also liebe Eltern: VIELEN DANK!!

An dieser Stelle kann ich nurnoch verweisen auf die nächsten Blogeinträge. Ich werde zumindest mal ein Picasa-Webalbum mit den Bildern hochladen, und ebenfalls werde ich noch einen Post zur Statistik liefern - für Hilfe bin ich natürlich dankbar, Jonas :-) Videos wird es wie bereits erwähnt dieses Jahr leider nicht geben. Aber notfalls schaut Ihr Euch einfach die vom letzten Jahr an und stellt Euch vor sie wären vom letzten Wochenende.

Zuletzt bleibt mir eigentlich nurnoch Euch für Eure Anreise nach Seeheim, für Euren läuferischen Einsatz beim WNSL beziehungswiese Eure Teilnahme am Wochenende generell zu danken. Ich denke und hoffe mal Ihr habt Euch genauso gut amüsiert wie ich!!

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