Donnerstag, 26. März 2009

Der Weg zum Erfolg - 13 Trainingstipps!!!

Hier passiert mal wieder nicht besonders viel. Nachdem der Winter sich eigentlich schon verpisst hatte, beschloss er am Dienstag nochmal vorbeizuschauen! Seitdem kann man sich hier bei Temperaturen um den Nullpunkt und reichlich Niederschlägen (je nach Temperatur Regen oder Schnee) erfreuen! Ich hab kein Problem damit, ein Pienser zu sein; und bei dem Wetter gehe ich sicherlich nicht laufen! Zumal ich derzeit im Begriff dazu bin, krank zu werden! Das muss ich ja nicht noch zusätzlich unterstützen...

Bleibt die Frage offen, warum ich mich heute schon wieder melde! Ganz einfach: da ich im Tippen ein ganz großer bin, dachte ich mir "Mensch Junge, bevor das am 13. Juni ein Spaziergang wird, hilfst du deinen Versager-Freunden mal ein bißchen!"

Denn jetzt wo ich mich wieder hochkonzentriert im Training befinde (wenn auch NICHT im Moment), ist der Ausgang des Willi-Nickel-Stadtlaufes eigentlich schon so gut wie entschieden. Okay, für Euch geht es noch um einen sicherlich spannenden Kampf um Platz zwei, aber mir ist im Grunde relativ egal, wer von Euch der erste Verlierer wird!

Damit ich Euch nicht 3-4 Mal, sondern allenfalls 1-2 Mal überrunde, will ich Euch hier und heute ein bisschen in Eurem Training unterstützen. Schließlich bin ich Leistungssportler mit jeder Menge Erfahrung im Lauftraining. Deshalb verrate ich Euch heute die Tricks und Kniffe, die Ihr bei Eurem Training unbedingt beachten solltet, wenn der 13. Juni 2009 für Euch nicht vollends demütigend ablaufen soll.

Für ein erfolgreiches Training muss auf eine Vielzahl von Dingen geachtet werden. Nur die disziplinierte Kombination der folgenden 13 Punkte wird zum echten Trainingserfolg führen:

1.) Muttersöhnchen haben im Leistungssport keine Chance. Du mußt dir endlich Respekt verschaffen. Also hör auf rumzuheulen und benimm dich endlich wie ein... äh... Mädchen:
2.) Alkohol kann jeden Trainingserfolg zunichte machen. Ein Verzicht auf Alkohol ist daher unumgänglich, andernfalls drohst du alles kaputt zu machen, was du dir durch langes Training aufgebaut hast:
3.) Egal wie du auf andere wirkst: in erster Linie geht es darum, dass du mit deinem Verhalten leben kannst. Auch Adrian Monk mag seltsam sein, aber vor allem ist er genial. So abnormal und skurril dein Verhalten auch scheint – LASSE REDEN. Versuche nicht dich zu ändern, sondern das Beste aus deinen Ticks zu machen:

4.) Konzentriere dich auf DEIN Training. Ob deine Leistung reicht oder nicht hängt allein von dir selbst ab. Versuche nicht einfach nur besser zu sein, als die Konkurrenz. Hole das Maximum aus dir raus, dann ist das Rüberschauen zu deinen keuchenden Wettbewerbern überhauptnicht nötig:
5.) Die medizinische Versorgung ist extrem wichtig. Egal ob du eine Fussknochenwurzelköpfchenentzündung hast, oder nur einen harmlosen Knorpelschaden oder Kreuzbandriss. Achte auf die Auswahl deiner Ärzte; ihre Qualität kann über Sieg oder Niederlage entscheiden!
6.) Aberglaube ist schön und gut, aber er wird dich in deinem Vorhaben nicht weiterbringen. Also verabschiede dich von der schwachsinnigen Idee, dass dir einzelne Sachen oder Personen Glück oder Pech bringen:
7.) Niemals und unter keinen Umständen sollte man sich von Hunden aus der Ruhe bringen oder gar einschüchtern lassen. Egal ob Bello, Waldi oder Jermaine; immer souverän bleiben; Hunde spüren so etwas:
8.) Die richtige Taktik ist das A und O. Es ist völlig egal, was die Leute zu deiner Strategie sagen. So sinnlos sie auch erscheinen mag, wenn du von ihr überzeugt bist, dann befolge sie konsequent. Du allein weißt, was am besten für dich ist:
9.) Lerne Verantwortung zu übernehmen. Für dich, dein Training und die Tatsache, dass dein ständiger Erfolg dich bald zu einem sehr einsamen Menschen machen könnte. Geh nicht davon aus, dass du viel Unterstützung von den Neidern um dich rum erhältst. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied:
10.) Lerne endlich, ehrlich mit deinen Schwächen umzugehen. Hör auf, die Schuld auf andere, Unbeteiligte zu schieben. Nur deine Leistung entscheidet über Erfolg oder Versagen:
Ach „Ehre“, und dabei wolltest du doch aus Protest eigentlich garnix sagen...

11.) Leistungssportler stehen unter besonderem, öffentlichen Druck. Wer diesem nicht standhält, dem droht der totale geistige Kollaps. Also immer star(c)k bleiben und nicht verrückt machen lassen:

12.) In dieser kranken Welt da draußen laufen unzählige, völlig durchgedrehte Leute herum. Das sollte dir bewusst sein. Also leg dich nie, NIE, NIEMALS mit den falschen Leuten an! Diese Regel gilt übrigens nicht nur fürs WNSL-Training, sondern für alle Bereiche des Lebens:
13.) Von nix kommt nix. Um einen Trainingsfortschritt zu erreichen, muss man in erster Linie mal trainieren. Also raff dich auf, „escape the sofa“ um nicht zu sagen: LAUF, DU PIENSER!!!
Ich wünsche Euch viel Erfolg (bzw. sagen wir lieber: Spaß) bei Eurer Vorbereitung auf den 10. Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf!!! 13. Juni 2009 – noch 79 Tage!!!

Montag, 23. März 2009

0,5 x WNSL - 4,2 Kilometer Vol. 1

Seit meinem letzten Post ist eigentlich nicht spektakulär viel passiert. Am Wochenende war ich natürlich mal wieder in der Heimat. Am Freitag bin ich die A5 diesmal ein bisschen weiter hoch gefahren als sonst; ich war mit Andrea im Darmstädter Staatstheater. Christoph Maria Herbst hat aus „Millionär“ gelesen! Extrem lustig!!! Der Spaßfaktor wurde dann am Samstag nurnoch von Dieter Nuhr getoppt, dessen Show in St. Leon-Rot ich gemeinsam mit Conny und Markus beiwohnte! Das Wochenende hat auf jeden Fall mal für einigen Muskelkater gesorgt; allerdings im Zwerchfell. Naja, also wenn das Zwerchfell Muskeln hätte..

Auch sonst war der Samstag verhältnismäßig versöhnlich. Die Eintracht hat einen Punkt in Düsseldorf erspielt, was ich so niemals erwartet hätte. Wenn ich aber höre, welche Schikanen sich die NRW-Bullen mal wieder für friedliche Frankfurter Fußballfans ausgedacht hatten, bin ich gar nicht so traurig darüber, dass ich nicht hinkonnte! ALL COPS ARE BASTARDS!!! A propos Bullen: der Markus hat sich beim Derby in Köln bei den grünen Schlägern wohl einiges abgeguckt und seine neu erlernten Fähigkeiten dann direkt mal in die Tat umgesetzt. Das Spiel zwischen der TSV Trebur und der SKG Bickenbach wurde in der 93. Minute beim Stand von 2:2 aufgrund von Massentumulten abgebrochen. Kurz zu den Fakten: ein Treburer Zuschauer ist aufs Spielfeld gerannt um einem Bickenbacher Spielen einen Faustschlag zu versetzen. Daraufhin stürmten immer mehr Leute den Platz und es kam zu Tumulten und Schlägerein, was den Schiedsrichter dazu bewog, das Spiel abzubrechen! Ziemlich lustig ist unter dem Gesichtspunkt, wie es eine (Trebur-nahe) Zeitung gesehen hat:"Der Schlichtungsversuch von Spielausschussmitglied Reiner Roth wurde weder von Bickenbachern noch vom Schiedsrichter als solcher gesehen". Wie geil ist das denn? Ja ne, ist schon komisch, dass der Faustschlag des Treburers nicht als Schlichtungsversuch gesehen wurde! Oh Mann, was für Bauern...

Aber egal! Zurück zum Thema Muskelkater. Der hat sich nämlich aus meinen Beinen verabschiedet. Damit hat sich mir gestern nach Ankunft in der Schweiz die Möglichkeit ergeben, schon wieder laufen zu gehen! Die Chance habe ich natürlich vertan und bin so gestern erstmals einen halben WNSL gelaufen. Als ich am Dienstag meine Routen ausgemessen habe, habe ich natürlich auch eine 4,2 Kilometer-Strecke ausgemessen. Diese war gestern dann erstmals fällig. Als kleine Herausforderung gab ich mir selbst die Aufgabe, die zweite Hälfte der Gesamtstrecke schneller zu laufen als die erste. Das ist für mich nicht nur sowieso schon schwer, sondern vor allem deswegen eine Herausforderung, da es auf dem ersten Teil bergab und auf dem zweiten Teil bergauf geht. Eine zusätzliche Schwierigkeit stellte ich dann am Wendepunkt fest; auf dem Hinweg hatte ich Rückenwind; auf dem Rückweg also Gegenwind! Umso überraschender war, dass ich die zweiten 50% nicht nur genauso schnell war, sondern sogar 14 Sekunden schneller. Hinweg: 14:22 Minuten, Rückweg: 14:06 Minuten; Total: 28.28 Minuten. Dafür musste ich auf dem Heimweg allerdings auch ziemlich fies kämpfen. Meine Puls hatte vor dem Wendepunkt einen Schnitt von 159, auf dem Rückweg dann einen von 179. Mein höchster Puls war sogar 184. Ist alles kein Thema, aber gut war auch diese Leistung sicherlich nicht! Wenn ich die Zeit so noch mal laufen könnte wäre ich immer noch bei einer Gesamt-WNSL-Zeit von 56:56 Minuten! Also rund 17 Minuten (!) langsamer als ich gerne wäre, und 13 Minuten langsamer als bei meinem letztjährigen Lauf! Irgendwas stimmt noch nicht so ganz hab ich das Gefühl...

Aber es gibt auch eine positive Nachricht. Heute habe ich keinen Muskelkater – NICHT IM GERINGSTEN. Ich spüre kein bisschen, dass ich gestern Sport gemacht habe. Diesen Zustand werde ich natürlich nutzen und mir jetzt versuchen, einen vernünftigen Rhythmus anzutrainieren! Heute habe ich zwar nichts gemacht, aber heute war auch Waschtag; da habe ich keine Zeit für rumgerenne! Morgen plane ich dann aber wieder einen Lauf, ob ich den über 4,8 Kilometer, 8,4 Kilometer oder über 10 Kilometer mache, weiss ich noch nicht genau. Ich werde das spontan entscheiden! Auf diese drei Distanzen werde ich mich aber in den nächsten 2,5 Monaten beschränken. Ich bin mal sehr gespannt, wie sich das entwickelt...

Lauf 1:
Zeit: 28:28 Minuten
Avr. HF: 169 / min
Geschw.: 8,91 km/h

Vergleich zum erstem Lauf:
Zeit: - / -
Avr. HF: - / -
Geschw.: - / -

Vergleich zum letztem Lauf:

Zeit: - / -
Avr. HF: - / -
Geschw.: - / -

Donnerstag, 19. März 2009

Streckenausmessung

Sehr geehrte(r) Fahrzeughalter(in),

die im Auftrag der HSG Facility Management ABG, Wallisellen, durchgeführte Parkplatzkontrolle hat ergeben, dass Sie gegen das geltende und signalisierte Parkreglement verstossen haben. Der schriftlichen Aufforderung (am Fahrzeug angebrachter Steckzettel), die Parkgebühr-Nachforderung innert der Bedenkfrist einzuzahlen, wurde keine Folge geleistet:

Übertretung: D202 (die Parkkarte nicht aufgelegt)
Ort: ABB Schweiz AG Turgi, Nr. 43 Parkplatz B II
Zeit: 28.01.2009, 10:27
Fahrzeug: Personenwagen, AG371160, VW, GRU

Obwohl die Bedenkfrist abgelaufen ist, bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die Bezahlung der Parkgebühr-Nachforderung von Fr. 60,00 innerhalb der nächsten 10 Tage mit beigelegtem Einzahlungsschein nachzuholen.

Freundliche Grüße

Securitas AG
Parking Management
_______________________________

Mannmannmann, wie mich diese Firma derzeit abfuckt! Würde gerne mal wissen, welche andere paranoide Firma auf dieser Welt, ihre Mitarbeiter wie Kriminelle behandelt; von Siemans der Deutschen Bahn und der Telekom mal abgesehen :-) Zumindest eine Änderung meines Zeitplans habe ich heute Abend beschlossen. Ich fange ab sofort damit an, meine Bewerbungsunterlagen vorzubereiten. Und dann geht es so schnell los wie möglich!!! Aber vorher freue ich mich noch auf ein paar lustige Diskussionen mit der Firma Securitas und dem Facility-Verantwortlichen der ABB in Turgi. Meine soeben abgeschickte Email an Securitas hätte ich jetzt – im Nachhinein und vor allem nach einem Becks betrachtet – zwar nicht nochmal so geschrieben, aber man muss ja auch mal deutliche Worte finden dürfen! Ich merke, wie ich momentan in einer ziemlich guten Verfassung für derartige Diskussionen bin: ziemlich gereizt und eher verhalten kompromissbereit! Hach, was wird das noch interessant! Und dabei kann das Thema Auto(fahren) doch so lustig sein (vor allem ab Minute 0:45 wenn die Zeit mitläuft):

Aber jetzt habe ich mich für heute Abend schon genug mit dem Thema Auto rumgeärgert, also lassen wir es gut sein! Schliesslich gibt es noch jede Menge andere unerfreuliche Themen, auf die ich eingehen kann! So zum Beispiel darauf, dass ich mir gestern mal mein Fahrrad geschnappt und meine (in letzter Zeit gelaufenen) Runden ausgemessen habe! Erfreulich war, dass ich beide Runden kürzer geschätzt habe, als sie letztendlich waren! Trotzdem ist es kein Grund zur Freude! Denn die Runde ist nun auch nicht so viel länger, dass sie meine schlechte Zeit in irgendeiner Weise rechtfertigen würde!

Anyway, meine vorgestern gelaufene Runde war nicht 4,2 Kilometer lang, sondern 4,8 Kilometer. Und die kleine Runde, die ich vorher schon zweimal gelaufen bin, ist nicht 2 Kilometer, sondern 2,4 Kilometer lang! Wie gesagt: immerhin etwas, aber nach wie vor weiterhin jenseits von Gut und Böse! Meine Zielzeit für den WNSL 2009 sind weniger als 42:00 Minuten! Das wäre (wenn ich richtig rechne) eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 km/h. Und bei meinem vorgestrigen Lauf hatte ich (wenn ich mich abermals nicht verrechne) im Schnitt eine Geschwindigkeit von 8,40 km/h. Ähhhh… GEHT’S NOCH??? Wie soll denn das bitte klappen? Naja, wie vorgestern schon gesagt: ich habe ja noch ein bißchen Zeit! Ich sollte nur aufpassen, dass das für die nächsten 2,5 Monate nicht zu meinem Standardspruch wird!

Zu erwähnen wäre, dass ich - aufgrund meines Laufes – schon seit gestern unter fiesestem Muskelkater leide. Allerdings sehe ich das ausnahmsweise mal nicht negativ; im Gegenteil. Ist zwar etwas peinlich, nach 4,8 Kilometern so einen Muskelkater zu haben. Aber andererseits zeigt das ja nur, dass ich einfach nur auf dem Nullpunkt jeder menschlichen Fitness bin. Und damit wären dann Dreckszeit und Dreckstempo schon erklärt! Es ist noch einiges an Luft nach oben; und das werde ich VOLLUMFÄNGLICH rausholen!!!

Gestern hatte ich mit Radfahren ja auch schon eine RECOMP-Einheit – seitdem tut mir zudem noch mein… äh… Sitzfleisch weh! Ich bin schon eine wirklich jämmerliche Pfeife – ich weiß!!! Den restlichen Abend verbringe ich übrigens mit Aufräumen (das ist nach wie vor dringend notwendig) und packen! Morgen geht es wieder nach Deutschland. Abends bin ich im Staatstheater in Darmstadt (Christoph-Maria Herbst liesst aus „Millionär“ – WAS FÜR EIN FEST!!!) und Samstags Abends fahre ich mit Conny und Markus nach St. Leon-Rot zu Dieter Nuhr. Klingt also nach einem reichlich lustigen Wochenende; wenn da zwischendurch nicht noch der Eintracht-Kick in Düsseldorf wäre; das wird sicher nicht besonders lustig! Egal, ich erlebs ja nur vorm Fernseher!

So, 20:10 Uhr – ich muss Schluß machen: gleich fängt „Alarm für Cobra 11 an“. Werde mir nebst meinem Aufräumprogramm den Hamburger Auftritt in Istanbul angucken. Und ganz nebenher natürlich meine Muskelbeschwerden behandeln: „Spürstes in de Knoche reiße, trink en Ebbelwoi; en heiße!“. Äppler hab ich zwar nicht, aber immerhin Becks. In dem Sinne: Prost!!!

Mittwoch, 18. März 2009

Langstreckenlauf

Die letzten Tage sind schnell zusammengefasst. Eigentlich habe ich fast nur geschlafen. Zwischenzeitlich war ich regelmäßig arbeiten und am Wochenende bin ich mal wieder die A5 hoch und wieder runter gefahren. Besonders ins Herz geschlossen habe ich an diesem Wochenende mal wieder die deutsche Polizei. Angefangen hat es am Samstag, als ich Zeuge wurde, wie diverse Bullen (wortwörtlich) Schmiere standen, um einem Penner dabei zu helfen, den Tobi um ein paar Flaschen Kölsch zu erleichtern. Freunde, so was läuft unter Beihilfe! Dass die grün-weiße Punching-Crew rund um den Kick zwischen Köln und Gladbach nebenher noch jede Menge Schlägereien anzettelte, will ich hier erst gar nicht zum Thema machen! „Und wir schmeissen Stein um Stein…“. Getoppt wurde deren Job eigentlich nur (einmal mehr) von der Riege der deutschen Journalisten; wenn man Mitarbeiter des Express als solche bezeichnen will:Der schwarze Gästeblock sorgte für Angst und Schrecken im Stadion? Ach ja,… richtig… ich hätte fast geheult; 90 Minuten lang! Und es hat auch das ganze Stadion die ganze Zeit ganz aufgeschreckt rübergeguckt, in der ständigen Erwartung dass die Kartoffel-Bauern vom Niederrhein plötzlich losschlagen! Die Überschrift ist ebenfalls einfach nur „Express“ at it’s best! Die sollen mal nach Gaza oder Israel gehen und fragen, was man unter einem Raketenangriff versteht… Naja, ich werde es wohl nicht ändern können!

Neben den Rennereien in Köln haben die Cops aber etwas noch viel schlimmeres gemacht; nämlich in einer Baustelle auf der A5 ein Photo von mir geschossen! FUCK!!! Wobei man halt auch mal sagen muss, dass es eine Frechheit ist, wenn in einer Baustelle geblitzt wird, bei der KEINE Fahrbahnverengung vorlag und das ganze dann auch noch an einem Sonntag, an dem ja nun mal keine Bauarbeiten stattfinden! WICHSER!!! Aber kann man jetzt nix machen, und es dürften höchstens 90 statt der erlaubten 80 gewesen sein. Kann also nicht so teuer werden. Ganz davon abgesehen, dass ich als Nicht-EU-Bürger sicherlich juristische Immunität besitze, kläre das später mal mit meinem Anwalt!

Aber eigentlich ist das Gemecker über die Exekutive nicht der Grund weswegen ich mich melde. Vielmehr habe ich heute das (nach gestern schon wieder) fantastische Wetter genutzt um mein Lauftraining nun endgültig einzuläuten. Gegen 17 Uhr machte ich in Turgi Feierabend und begab mich gegen 17.30 Uhr bei bestem Laufwetter auf die Strasse. Für heute hatte ich geplant, mal wieder unter die Langstreckenläufer zu gehen. Ich lief gut 4 Kilometer, was zwar auf den ersten Blick nicht viel klingen mag, aber das sind sage und schreibe rund 50% der Wettkampfdistanz! 50%!!! Das habe ich während meines Marathontrainings kein einziges Mal geschafft! Allein daran kann man ablesen, dass ich heute deutlich besser in Form bin als ich es während des Marathontrainings je war.

Auffällig war zunächst dass auch die Bauern (ob des guten Wetters) keine Sekunde damit verloren haben, sämtliche Felder zu düngen. Der Gestank ist wirklich eine Zumutung. Aber egal, ich habe mir vorgenommen, nicht mehr so viel rumzupiensen; VORERST!

Zum Lauf an sich gibt es nicht so wirklich viel zu sagen. War zwar cool mal wieder zu laufen, aber doch auch irgendwie relativ langweilig. Ich habe versucht so rund wie möglich zu laufen (mein Laufstil hat mir ja seinerzeit einiges an Kopfzerbrechen bereitet). Irgendwie klappt das aber nicht so gut wie ich mir das vorstelle. Bzw. das Problem ist, dass ich mit dieser Lauftechnik automatisch schneller werde und so schon nach etwa 5 Minuten total kaputt bin. Ich sehe absolut keine Möglichkeiten, diese Sache 8,4 Kilometer am Stück durchzuhalten. Aber okay, ich habe (bzw. wir alle haben) ja noch genug Zeit; 88 Tage um genau zu sein!

Wie lang die Strecke war, weiß ich nicht genau. Ich sage einfach mal, es waren 4,2 Kilometer (machen wir es einfach). Meine Zeit war mit 34:16 Minuten geradezu lachhaft, vor allem im Hinblick darauf, dass ich verhältnismäßig schnell unterwegs war! Mein Durchschnittspuls waren 163, mein maximaler Puls lag bei 175. Daran sieht man schon, dass ich nicht alles gegeben habe. Meine früheren 10 Kilometer-Läufe habe ich aber eigentlich immer mit einem Puls von unter 160 absolviert! Ich sag mal so, mein heutiger Zustand hätte schon noch gereicht, um (wenn man hinter sich den Jonas keuchend näher kommen hört) noch mal ein bisschen zuzulegen. Aber sicher nicht über die ganze Strecke und sicher nicht genug, um jetzt Minuten an Zeit rauszuholen. Wir reden da eher vom Sekundenbereich!

Um die Zeit einfach mal zu verdoppeln, würde ich den WNSL derzeit in über einer Stunde laufen. Das kann ja eigentlich gar nicht sein!!! Besonders schlimm ist aber: das Tempo kann ich UNMÖGLICH doppelt so lang gehen; die Zeit würde also leider fernab dieser 1:08 Stunden liegen! Also NOCH natürlich… Ich hab ja Gott sei Dank noch etwas Zeit!

Wobei derzeit eigentlich meine einzige Hoffnung ist, dass ich mich verschätzt habe und heute mehr als 4,2 Kilometer gelaufen bin. Das werde ich morgen auf einer kleinen Radtour ausmessen! Danach kann ich mein heutiges Ergebnis etwas besser einordnen!

P.S.: I love William Gallas!!! Arsenal - Hull 2:1 (0:1)!!!

Mittwoch, 11. März 2009

Bonn - SCHON wieder

Zunächst mal eine erfreuliche Nachricht, der Karneval hat Riniken wieder verlassen und dabei keine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Als ich am Montag nach Hause kam, wurden gerade die letzten Brocken der Festlichkeiten abgeräumt. Jetzt ist wieder alles wie immer: grau und trostlos! Ich kann es gar nicht abwarten, bis das bunte Treiben endlich wiederkommt. Ein ganzes, langes Jahr warten – wie soll ich das nur aushalten?

Während die Fasnacht („under Strom“) in Riniken getobt hat, weilte ich im schönen Deutschland. Donnerstags abends war ich mal wieder zu Gast im Bangert wo ich Conny besuchte. Kurz später kam dann auch Markus mit einem 2:0-Auswärtssieg (und 290 Minuten ohne Gegentor) im Gepäck nach Hause. Nach ein paar Runden WII und Vogeltanz (vor allem hier war Markus sehr inspiriert) war der Abend dann leider aber auch schon wieder beendet!

Am Freitag Vormittag stattete ich dann Baby Ben einen kurzen Besuch ab. Der Kleine hat schon wieder etliche neue Funktionen erworben; ich sag mal: noch 1-2 Monate, dann müsste er eigentlich auf dem Level von Tobi sein. A propos Tobi; zu dem ging es dann direkt von Ben aus weiter. Obwohl es (wie immer wenn ich an diesem Wochenende im Auto sass) regnete und auch obwohl ich den ganzen Bonner Volleulen von Minute zu Minute näher kam, konnte ich regelrecht merken, wie meine Vorfreude auf das Wochenende stieg. Eigentlich weiss ich aber auch nicht wieso...

Gegen 15 Uhr lief ich in Godesberg auf, wo wir uns reisefertig machten und dann vor der Fahrt in den Pott noch Anne und Joscha einen kleinen Besuch im Krankenhaus abstatteten. Besonders bemerkenswert ist, dass der Junge sein Einzel-Zimmer („vermutlich Victoria-versichert“) direkt neben dem „Medizinischen Lager“ gebucht hatte. Zu allem Überfluss hat er von seinem Zimmer sogar einen direkten Zugang zu eben jenem medizinischen Lager; über die Behauptung, die Tür(e) würde zum Bad führen, kann ich nur herzhaft lachen! Tschuldigung für die fiese Qualität, aber da war so ein komisches, diesiges Krankenhauslicht:Die Nähe zum medizinischen Lager (bei dem die Tür(e) im übrigen - ohne Witz - das ganze Wochenende offen stand) erklärt vermutlich auch, warum es dem Bub den Umständen entsprechend ziemlich gut ging. Eufemiano „MC“ Fuentes schaut - was man so hört - auch mehrmals täglich vorbei. Und im Verlauf des Gesprächs verplapperte sich Joscha sogar und sprach z.B. davon, als er „neulich auf dem Flur rumgerannt“ sei. Er trainiert also bereits wieder! Als das Telefon klingelte und vermutlich „Femi“ (wie Joscha ihn inzwischen nennen darf) dran war, verabschiedeten Tobi und ich uns und machten uns auf den Weg nach Gelsenkirchen!

Unterwegs sammelten wir noch Jonas und Elena auf, bevor wir uns in einen etwa 95 Kilometer langen, stockenden Verkehr in Richtung „HartzIV-Arena“ begaben! Wobei zu betonen sei, dass mich die Frau aus dem Navi ein GANZ, GAAAAANZ kleines bisschen aggressiv gemacht hat. Aber egal… In GE kamen wir dann Just-in-Time an, allerdings nur mit mittelmäßiger Laune, da es nunmehr seit 48 Stunden ununterbrochen regnete und der Schlamm-Spaziergang vom Parkplatz zum Stadion nur latent lustig war. Pünktlich zum Anpfiff erreichten wir die Turnhalle und standen im (bzw. hinter) dem Gästeblock. Das fußballerische Treiben auf dem Platz war dann eigentlich nur die konsequente Krönung einer völlig vermurksten Tour. Die Schalker gewannen 1:0 und dass das Tor des Tages ausgerechnet NADW erzielte, brauch ich sicher nicht weiter zu betonen. Auch sonst konnte man sich nicht an sonderlich viel erfreuen. Das Stadion ist nicht nur von seinem ganzen Aufbau totaler Dreck, sondern es entwickelt sich während Heimspielen der Königsblauen zu einem einzigen Kommerzpalast! GEGEN DEN MODERNEN FUSSBALL!!! Die Stimmung auf Kölner Seite pendelte permanent zwischen „solala“ und „solide“, die Stimmung der Heimkurve war nicht existent! Meine Güte würde ich mich schämen, wenn ich dem blauen Haufen da angehören würde!!! Egal, zumindest die Heimfahrt lief einigermaßen flüssig (auch wenn die Navi-Schlampe uns wohl komplett verarschen wollte), sodass wir gegen 0:30 Uhr in Bonn aufschlugen und den Abend (witterungsbedingt) für beendet erklärten!

Der Samstag begann dann mit einem juristischen Paukenschlag. Der DFB hatte Joschas Doping-Freunde aus dem Hause SAP freigesprochen! Ich kann es überhaupt nicht fassen: langsam aber sicher GIBT es dann wirklich nurnoch den bewaffneten Widerstand, um sich gegen gekaufte Gerichtsurteile und permanente Bevorteilung der Hoppenheimer zu wehren! Nachdem dieser Schock verdaut war, tourten wir dann erstmal ein bisschen durch Bad Godesberg: Kaffee trinken, Einkaufen, den Doping-Fall besuchen, WII zocken, Konferenz gucken und hier und da mal ein Bierchen trinken!

Nach der Konferenz machten wir uns dann auf den Weg nach Köln, wo KEIN Schnitzel essen und jede Menge Alkohol auf dem Plan standen. Danach machte der Tobi dann die Drohung wahr, mit der er mich schon seit Jahren schon von Bonn-Besuchen abbringen will: KULTUR!!! Nachdem wir den ein oder anderen Drink eingenommen hatten, beschlossen wir tatsächlich, noch zu später Stund ins Museum zu gehen! Ins MUSEUM!!! Daran sieht man mal, wie diese bekloppten Rheinländer so ticken!!! Vielleicht sollte ich meine berufliche und private Zukunft doch eher im Raum „Jena“ oder „Salzgitter“ suchen. War auf jeden Fall mal wieder ein lustiger Abend, und ich kann betonen, dass der Museums-Aufenthalt nicht so schlimm war, wie man es mir phasenweise anzusehen glaubte. Ich war schlichtweg nicht mehr bei 100% meiner Kräfte – schieben wir es mal darauf...

Weil aller schlechten Dinge 3 sind, besuchten wir dann am Sonntag Vormittag (merklich angeschallert!) ein weiteres Mal den Kollegen Duhme. Als der dann aber sein Mittagessen bekam (Fleisch mit Reis und 2 Ampullen) verabschiedetet ich mich von Joscha und Anne, sowie kurz später dann auch noch von Tobi, der einen Entnüchterungsspaziergang durch den Godesberger Wald machen wollte. Was WIRKLICH sein Plan war, war leider nicht aus ihm rauszukriegen...

Auf der Heimfahrt machte ich noch einen Zwischenhalt in Messel, wo die SKG Bickenbach sich ebenso ein 0:0 ermauerte, wie zwei Stunden später die glorreiche SGE in Bielefeld! Der Maggus ist somit seit sage und schreibe 380 Minuten ohne Gegentor! Wenn man mal bedenkt, dass er zuvor durchschnittlich alle 31 Minuten hinter sich greifen musste, dann ist das eine wahrlich respektable Leistung! Da sieht man aber halt auch, wie das WNSL-Training jetzt schon anschlägt!!!

Die letzten 72 Stunden habe ich dann eigentlich größtenteils geschlafen! Mindestens 36 Stunden davon auf jeden Fall, wenn nicht mehr. Montags auf meinem Heimweg stattete ich noch der „WNSL-2009-Crew, Sektion Mannheim“ einen Besuch ab, bevor ich gegen 16 Uhr in der Schweiz aufschlug und mich gleich wieder meinem besten Freund – dem Bett – widmete! Auch gestern Abend war das nicht besser, völlig übermüdet ging ich bereits um 19.15 Uhr ins Bett, wo ich dann auch umgehend einschlief. Somit verpasste ich sage und schreibe 19 Tore in 4 Champions-League-Spielen. Das sind einfach mal rund alle 5 Minuten ein Tor; oh Mann wäre das eine Konferenz gewesen!!! Ganz davon abgesehen, dass mir das gleiche passiert ist, als letzte Woche Leprakusen und Bayern im Pokal aufeinandergetroffen sind. Um Fabians Idee mal aufzugreifen, sollte ich diese Fähigkeit dringend zu Geld machen. Also Markus, wannimmer ich ein Spiel nicht gucke, weil es mir zu langweilig ist oder ich zu müde bin, gebe ich dir kurz bescheid; und du setzt dann unser komplettes Vermögen (und ggf. das von Conny auch noch) auf „over 2,5“, okay? Okay!

Von meiner sportlichen Karriere gibt es nicht viel zu berichten. Heute war ich mittags schwimmen, war aber das einzige Mal für diese Woche. In der Hoffnung, dass das Wetter demnächst mal etwas besser wird, werde ich mich dann alsbald sowieso nurnoch aufs Laufen konzentrieren! Langsam aber sicher freue ich mich da schon wieder richtig drauf. Mal sehen wie lang diese Freude anhält...

Am Freitag geht es wieder Heim, und Samstags dann unglaublicherweise SCHON WIEDER nach Köln. Maggus und ich werden uns den Derbysieg gegen Gladbach angucken; dummerweise verpasse ich dadurch unser Derby gegen SAP; aber man muss halt auch mal Prioritäten setzen, gell Fabian? Ne, mal im Ernst: das wird dann vorerst das letzte FC-Spiel sein, dass ich mir im Stadion angucke. Sonst befürchte ich einen echten und bleibenden Imageschaden!

Sehr unerfreulich war heute dann, was den Nachrichten zu entnehmen war: *KLICK* Mein Chef-Chef hat im Jahr 2008 sage und schreibe 20 MCHF verdient; und das obwohl er erst im September angefangen hat! Wenn man diese 4 Monate auf ein Jahr hochrechnet, dann bedeutet das einen Jahreslohn von gerade mal 60 Millionen Schweizer Franken. Dieser Chef-Chef ist übrigens auch derselbe, der vor 4 Wochen ein Kosteneinsparungsprogramm lanciert hat; um die Verwaltungskosten zu senken; zu denen bei ABB natürlich auch das „General Management“ zählt. Was für ein v*********, b*******, i********* und a********* A********!

Wobei der eigentlich – wenn man heute mal Nachrichten guckt – noch harmlos ist. Was motiviert eigentlich eine kleine, 17jährige Missgeburt dazu, morgens mit dem Plan aufzustehen, ein paar Leute abzuknallen? Moralisch verwerflicher sind da eigentlich nur Journalisten. Denn es kann mir niemand, WIRKLICH NIEMAND erzählen, dass sich die Leute in den oberen Ebenen von RTL über dieses Ereignis NICHT gefreut haben! Naja, bevor ich mich aufrege, sage ich lieber gar nichts mehr!! Schon ein krankes Land, in dem wir da leben! Ne, moment: schon ein krankes Land in dem IHR da lebt, so rum ist´s richtig...

Sobald es von meiner Seite wieder irgendwas sportliches zu berichten gibt, melde ich mich! Wird aber sicherlich 5-6 Tage dauern!

@ Jens, Jonas, Joscha & Tobi: Ihr könnt Euch ruhig auch mal melden!!! :-)

Mittwoch, 4. März 2009

Alaaf, Ahoi und Helau!!!

Nun, Gott sei Dank gibt es keine M1er, die hier mitlesen. So gesehen kann ich das „Helau“ direkt wieder streichen. Aber besonders der Fabian, der alte Jeck, freut sich bestimmt wie bekloppt über ein fröhliches „AHOI“ (...ahoiahoi, vum Necka in de Rhoi enoi; un noch e Schorle noi, ahoiahoi)!!!! Und über die Bonner brauchen wir garnet reden; die könnten das glaub ich das ganze Jahr über haben. Wobei: sagt man in Bonn eigentlich auch „Alaaf“? Naja, müsst Ihr mir dann mal bei Gelegenheit erklären...

Da ich aber gleich noch mal aufs Thema „Fasching & Karneval“ eingehen werde, alle mal bitte gut aufpassen, jetzt kommt eine sehr wichtige Ansage betreffend der Fotos in diesem Post. Wer von Euch auf die Idee kommen sollte, diese Fotos für irgendwelche niederen Zwecke zu nutzen, der fängt se!!! Und zwar RICHTIG!!! Das gilt insbesondere für den Kollegen aus Basel; sollte eines dieser Fotos in irgendeiner Weise bei ABB in Umlauf geraten, weiß ich warum! Aber auch für alle anderen gilt: sollte jemand auf die Idee kommen, die Dinger in irgendeiner Form weiterzuverbreiten oder für Späße wie den Desktop-Hintergrund zu verwenden, dem schlag ich die faulen Zähne in den hässlichen Hals! Ansage beendet!!!

Jetzt aber erstmal zum sportlichen Teil. Ist schließlich schon über ne Woche her, dass ich zuletzt was geschrieben hab. Da wird es natürlich mal wieder Zeit, Euch über meine Trainingsfortschritte auf dem Laufenden zu halten. Wobei es Trainingsfortschritte – soviel kann ich schon mal vorwegnehmen – leider nicht gibt!

Letzte Woche war ich nur ein einziges Mal schwimmen. Eigentlich wollte ich jeden Tag gehen, aber es kam ständig irgendwas dazwischen. Hauptsächlich irgendwelche Meetings über die Mittagspause; am Donnerstag wurde ich dann sogar gleich einem ganztägigen „Project Risk Management“-Training unterzogen! Ach herrlich, was freu ich mich jetzt schon auf meinen nächsten Arbeitgeber, der derlei Späße hoffentlich nicht auf dem Programm hat... Ich muss ihn nurnoch finden!!! Einen versöhnlichen Abschluss der Schulung gab es gestern, als ich die Prüfung mit Bravour bestand. Wenn auch unter freundlicher Mithilfe des Kollegen Giertz, der mir die Komplett-Lösung geschickt hat. Allerdings ist das Wort KOMPLETT etwas irreführend; denn es haben rund 50% der Antworten gefehlt. Trotz allem: der gute Wille zählt, DANKE FABIAN! Und ich bleibe dabei, eigentlich habe ich sogar 46 Fragen (ergo 92%) richtig beantwortet. Die Orgalime-Frage (Nummer 14) habe ich nämlich 1-zu-1 aus dem Gesetzt abgeschrieben! ABB-Prüfungsmafia!!!Aber zurück zum Thema: nachdem ich letzte Woche über nur einmal Schwimmen war, MUSSTE ich am Wochenende natürlich laufen gehen. Dies tat ich dann auch am Sonntag. Wie schon beim letzten Mal, beschränkte ich die T(ort)our wieder auf einen ca. 2-Kilometer-Lauf. Da diesmal kein Schnee und Eis auf dem Boden auszumachen war, war ich reichlich zuversichtlich, die Strecke deutlich schneller hinter mich zu bringen! Ich kam mir unterwegs auch deutlich schneller vor. Umso ernüchternder war dann der Blick auf die Uhr als ich ziemlich platt wieder zu Hause ankam. Ich war ganze Acht Sekunden schneller als bei meinem letzten Lauf. Der Fabian hat, völlig zu Recht, die These aufgestellt, dass sich diese Mini-Differenz ja fast durch einen Messfehler erklären lässt! Zwei Meter später auf „Start“ gedrückt, 3 Meter zu früh auf „Stop“ und schon ist die Leistung einfach nur genau die gleiche!

Egal ob gleiche Zeit oder dann doch zumindest 8 Sekunden schneller: Dieser Lauf, bzw. die Zeit, war schon ein ziemlich trauriges Szenario. Ich habe zwar nicht alles gegeben, war aber definitiv im oberen Bereich! Es gibt noch viel zu tun. Um das ganze aber positiv zu formulieren: schlechter kann es nicht mehr werden; die nächsten Wochen werden also zwangsläufig fantastisch!!!

Angefangen haben diese „Wochen“ damit, dass ich gestern & heute schwimmen war. Das will ich morgen ebenfalls tun! Zudem möchte ich diese Woche gerne noch einmal Laufen! Das müsste dann auch morgen passieren. Aber da glaube ich spontan eher weniger dran; dank Abschluss komm ich abends eher spät Heim, und dann ist es schon zu dunkel um raus zu gehen!

Ab Freitag wird dann Riniken, bzw. die ganze Schweiz von der Seuche befallen, die M1, Köln und seit einigen Jahren auch Mannheim regelmäßig in seinen alkoholisierten Bann zieht. Dass die Schweizer etwas langsamer sind, ist ja bekannt! Beim Karneval, aka Fasching ist das nicht anders: ganze 2 Wochen dauert es, bis der Spass aus Deutschland in die Schweiz runterzieht. Diese Woche geht der Quatsch im Aargau los, ab Freitag dann in Riniken:Der ein oder andere erkennt vielleicht sogar die HGÜ-Masten im Hintergrund; die waren ja auch in meinem letzten Video mal zu sehen. Jaja, so hat jedes Dorf eben seine Wiedererkennungsmerkmale! Auf dem Bild gut zu lesen: in Riniken geht die Fasnacht vom 5.-8. März 2009. Das bedeutet für mich: ich habe mir vom 5.-8. März frei genommen. Denn ich würde mich gerne wieder mal verkleiden und Fasnacht feiern, wie ich das grade neulich vor ein paar Jahren gemacht habe:Ich verbitte mir übrigens jeden Scherz über das „Marienkäfer-Kostüm“. In meiner Familie wurde Pazifismus eben schon immer GROß geschrieben. Ich habe nicht (so wie Ihr Assi-Kinder) als Cowboy oder Indianer mit Knarren rumgeballert. Ich bin völlig unbeschadet und gewaltfrei aufgewachsen. Dadurch erklärt sich vermutlich auch mein friedliches Gemüt und mein ausgeglichener Charakter; der auch und insbesondere bei meinen Stadionbesuchen immer wieder zum Vorschein tritt!

Der kleine Ben entstammt leider keinem so wohlerzogenen Elternhaus und ging deshalb bei seinem ersten richtigen Faschingsfest auch als Pirat („Captain Sharky“):Und in bester Kölner oder M1er Tradition hat er sich auch schon die Grundregeln der Alkoholaufnahme zur Faschingszeit angeeignet, "Kommando Stiefelsaufen 2009":Das Bild ist aber eher dadurch zu erklären ist, dass der kleine Tollpatsch die Flasche in den Stiefel hat rutschen lassen. Und was macht man dann, wenn man Durst hat? Genau, man trinkt es einfach direkt aus dem Stiefel!

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Den Urlaub nehme ich mir natürlich nicht um dem bunten Treiben beizuwohnen, sondern um möglichst viele Kilometer zwischen mich und Riniken zu bringen! Seit gestern bauen die hier schon direkt vor meiner Wohnung die "Festhütte" auf! Ich werde mich am Donnerstag nach der Arbeit auf den Weg gen deutsche Heimat machen. Deshalb ist auch Donnerstag und Freitag kein Training möglich! Freitag bis Sonntag bin ich dann in Bonn, bevor es wieder zurück in die Schweiz geht! Melden werde ich mich hier also frühestens am Montag wieder! Wer weiß, vielleicht war ich ja dann schon wieder 8 Sekunden schneller gelaufen – wir werden sehen...

Zum Abschluss noch eine weiter Stilblüte von unser aller Freund Dietmar Hopp. Der Typ hat mal wieder orgentlich einen rausgehauen: „Dietmar Hopp hat für die Ausschreitungen beim Derby zwischen Karlsruhe und Stuttgart die Tradition der beiden Vereine verantwortlich gemacht:
„Hoffenheim wird oft mit fehlender Tradition in Zusammenhang gebracht. Wenn ich sehe, wie beim Baden-Württemberg-Derby so eine Art Krieg den Fußball überkommt. Da kann ich nur sagen: Tradition, nein danke“
sagte Hopp mit einem Seitenhieb auf die etablierten Clubs!“ Ey halt doch die Fresse, du armer, alter, geltungssüchtiger Mann!!! Warum hast du dann eigentlich vor der Saison das „1899“ in Vereinsnamen und -wappen aufgenommen??? Ich kann bald nicht mehr!!! Egal, umso mehr bin ich jetzt schon in der Stimmung für Freitag!!!

Sonntag, 22. Februar 2009

Und er bewegt sich doch - Back in the Game!!!

So sieht’s aus. BACK IN THE GAME ist in jederlei Hinsicht das Stichwort! Denn nicht nur ich bin zurück in meinem Lauftraining, sondern was noch viel wichtiger ist: die glorreiche SGE hat Ihre Ausgangsposition in der Tabelle am gestrigen Nachmittag maßgeblich verbessert. Allerdings ist dies hier (verdammt noch mal) kein Fußball-Blog. Aber um das gestrige Spiel kurz zusammenzufassen kann ich mich eigentlich (endlich mal) aus meinem letztjährigen Blog-Eintrag selbst zitieren:Naja, ein paar Abstriche müsste man wohl bei dem Uerdingen-Teil machen. Gestern hätte gepasst: „Nun ja, eine mittelmäßige Mannschaft hätte es gestern aber nicht geschafft, gegen uns zu verlieren. Selbst der KFC Uerdingen hätte uns wohl locker mit 3:1 nach Hause geschickt!“. Anyway: Orange KAos FFM – AUSWÄRTSSIEG!!!Der ganze Auftritt in Karlsruhe war eigentlich ziemlich glatt und ziemlich orange. Für mich war es ein durchweg gelungener Tag, abgesehen davon, dass Journalisten einfach nur eine so bemitleidenswerte, jämmerliche Berufsgruppe sind. Aber wie schon gesagt: das soll hier nicht das Thema werden. Dazu gibt es ja bekanntlich den separaten Mainiacs-Blog.Als kleines Fazit bleibt aber: ich habe diese Saison 4 Auswärtsspiel der Eintracht gesehen und dabei 10 Punkte mitgenommen. Das bedeutet, ich war bei allen 3 Auswärtssiegen dabei und was der Punkt in Köln wert ist, haben wir alle spätestens gestern erleben können! Noch mal Respekt und Glückwunsch an die Kölner, die mich den gestrigen Nachmittag über mit gefühlten 652 SMS "beglückten"...

Neben der Eintracht hat auch der FC Bury einmal mehr gewonnen; langsam wird die Sache beängstigend; der britische FCB steht mittlerweile auf einem Aufstiegsplatz!!! Und Andy Bishop hat schon wieder getroffen. Schlaflose Nächte, Joscha?Nun aber zum (aktiven) sportlichen Teil: da gestern Abend in Riniken kein Schnee mehr lag, beschloss ich, heute nicht im ABB-Fitnessraum in Turgi laufen zu gehen, sondern direkt mit meinem Outdoor-Training einzusteigen. Die Entscheidung veranlasste mich dazu, gestern Nacht um halb eins noch mal ins Büro zu fahren, um eine kurze Mail zu verschicken. Das hätte ich sonst nämlich für heute geplant, wenn ich eh in Turgi bin. Meine Fahrt nach Turgi und von dort zurück wurde begleitet von einer Polizeikontrolle, die skurriler kaum hätte sein können. Aus rechtlichen Gründen kann ich darauf jetzt aber nicht eingehen.

Als ich dann heute Nacht wieder nach Hause kam, war ich dann ob meines Plans mehr als stolz. Es war zwar kalt, aber ein paar Minuten joggen zu gehen, traute ich mir trotzdem zu. Als ich dann heute morgen aber vom kratzen eines Schneeschiebers geweckt wurde, erschien mir mein Plan plötzlich doch nicht mehr optimal. 2 Sekunden später war der Rollladen oben und ich erblickte den Hausmeister, wie er gerade 10 Zentimeter Neuschnee zu eliminieren versuchte! Oh Mann: Mordsplan!!!

Mir ging es mittlerweile aber ums Prinzip, sodass ich beschloss loszulaufen, sobald es aufgehört hatte zu schneien! Als es dann zumindest etwas weniger schneite, startete ich meinen ersten Lauf seit rund 6 Monaten. Diesmal werde ich mich nicht von Anfang an übernehmen, deshalb beschloss ich, für heute nur 15 Minuten zu laufen. Auf Asphalt ging das auch alles ganz gut, da dort kaum Schnee lag. Am Wald hatte es dann aber eine etwa 10 Zentimeter hohe Schneeschicht, die es etwas schwieriger machte. Auf die Fresse zu fliegen konnte ich zwar verhindern, aber das war teilweise schon eine ziemliche Herausforderung. Zudem geht das Laufen bei so tiefem Schnee (ähnlich wie beim Kicken auf einem tiefen Rasen) ziemlich in die Beine. Somit war ich bei Ende meines Laufes (16:34 Minuten Laufzeit) dann auch ordentlich fertig.

Heute lief ich mit meinen „Brooks“ und eigentlich war alles in Ordnung. Allerdings wäre es auch ziemlich traurig, wenn bei einem 15-Minuten-Lauf wieder Blasen aus den Füssen sprießen würden. So gesehen will ich es mal nicht überbewerten. Für den WNSL habe ich allerdings einen anderen Favoriten, den ich laufen will. Das verrate ich aber jetzt nicht, sonst bricht einer von Euch hier am Ende noch ein und zerstört den Schuh...

Ich war – wie schon gesagt – ziemlich am Ende. Sowohl von der Luft her, als auch von den Muskeln. Die nächsten Wochen werde ich mich jetzt langsam aber sicher in meinen Distanzen steigern und irgendwann dann hoffentlich auch mit dem Tempo. Wie lang mein heutiger Lauf war, weiß ich nicht genau, es werden sicher nicht mehr als 2,5 Kilometer gewesen sein, eher sogar nur zwei!

Die Woche über werde ich vermutlich wieder 1-2 Mal schwimmen gehen und dann zwischendurch auch sicherlich noch mal einen Lauf einstreuen; wann, wie und wie lang ich das mache, werde ich dann sehen! Jetzt widme ich mich mal meinem prall gefüllten Kühlschrank und erfreue mich an Live-Fußball auf Teleclub! Sobald es etwas Wichtiges zu berichten gibt, melde ich mich wieder!

[Copyright der Bilder ultras-frankfurt.de]

Ach ja, eins muss ich nochmal betonen: AUSWÄRTSSIEG, AUSWÄRTSSIEG!!!

Freitag, 20. Februar 2009

Outtakes -1-

Da es nicht viel zu erzählen gibt, erzähle ich heute konsequenterweise einfach mal nicht viel. Am Sonntag steige ich (wenn ich es denn mache) wieder in mein Lauftraining ein. Dafür werde ich den Fitnessraum meines Arbeitgebers in Anspruch nehmen. Ich bin schlichtweg zu weich um mich bei derartigen Temperaturen aus dem Haus zu wagen. Ganz davon abgesehen, dass sich bein Blick aus meinem Küchenfenster derzeit folgendes Bild ergibt. Bei dem Schnee flieg ich ja alle 20 Meter auf die Fresse – SPÄTESTENS!Allerdings habe ich heute trotzdem die Möglichkeit, mein Lauftraining voll und ganz in den Mittelpunkt dieses Blogs zu stellen (wie es ja ursprünglich auch mal angedacht war). Der Joscha hat ja mal gefordert, ich solle hier mehr selbst erstellte Videos post; und da er mittlerweile in einem Zustand ist, in dem das Lesen sehr schwer fällt, gehe ich auf diesen Wunsch natürlich sehr gerne ein! Vor allem da ich gestern beim Stöbern tatsächlich auf ein paar alte Videos gestossen bin, die ich irgendwann auf einem meiner Läufe (um genau zu sein auf diesem hier)mal aufgenommen habe. Diese will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Ich würde mal sagen, der Titel „Outtakes“ ist nicht ganz abwegig - denn die Leistungs ist jetzt nicht gerade Rekordverdächtig... Ich habe jetzt einfach mal alle Videos aneinandergereiht; dank Fabians IT-Support habe sogar ich Volltrottel das technisch geschafft!

Am Anfang habe ich die Cam damals immer hochkant genommen; erst zum Ende hin habe ich sie dann auch öfters mal quer gehalten. Ich entschuldige mich also schon im Voraus für die Nackenstarre, die Ihr vom gucken bekommt. Ach ja: und ich fange – stilistisch nicht einwandfrei – jedes Video mit dem Wort „So“ an. War mir damals beim Laufen gar nicht aufgefallen, aber bei meinem nächsten Lauf mit Kamera werde ich es natürlich abstellen!
Tja nun (klingt irgendwie besser als "so"), morgen fahre ich mit Thomas aus Basel nach Karlsruhe um ein paar sportliche Missverständnisse gerade zu rücken! Die 3 Punkte in Karlsruhe sind fest eingeplant, und das dürfte eigentlich auch nicht so schwer werden: der FC Bury hat letzte Woche schließlich einmal mehr vorgemacht, wie man auswärts gewinnt. Das hier ist übrigens nicht das gleiche Bild wie vor 2 Wochen. Es haben zwar wieder nach einem 0:1-Halbzeitrückstand Andy & Andy getroffen und somit das Spiel gedreht. Aber letztes Mal war es gegen Luton, und diesmal (wie man sieht) gegen Grimsby!Ich kann nur hoffen, dass wir es morgen ähnlich tun. Ansonsten wird das noch zu einer reichlich ungemütlichen Saison. Ich bin wie immer eher pessimistisch, aber dafür habe ich sonst morgen auf der Rückfahrt auch noch genug Zeit. Lustig wird es in jedem Fall. Weniger als 5´000 Gäste werden vermutlich nicht nach Karlsruhe kommen und erfreulicherweise wurde das Spiel vom Waldhof gegen Kassel abgesagt. Wäre also gut möglich, dass die Mannheimer uns auch in diesem Jahr wieder mit ihrer Anwesenheit beglücken... Die Staatsmacht hat übrigens ähnliche Regeln aufgestellt wie letztes Jahr; aber diesmal immerhin etwas freundlicher formuliert. Sei´s drum: ACAB – Acht Chemnitzer am Bierstand!!!

Nach dem Kick bei den Badensern geht es dann direkt danach wieder zurück in die Schweiz, schließlich muss ich am Sonntag für meine erneuten Gehversuche topfit sein. Topfit ist das Stichwort; ich gehe jetzt ins Bett!ORANGE KAOS FFM - AUSWÄRTS- & DERBYSIEG!!!

Dienstag, 17. Februar 2009

Trainingsstatus - Vol. 2

Unfassbar, da hat man EINMAL im Leben ein kleines technisches Problem, schon quängelt der Fabian rum! Aber allein für die Originalität des Kommentars, bleibt mir garnichts anderes übrig, als den alten äh.. "Post"... zu lassen wie er war und einen neuen zu kreieren!

Quängeln scheint aber eh zu Fabians Lieblingsbeschäftigung geworden zu sein. Aber bevor ich jetzt auf das jämmerliche Rumgepiense von Fabian, Jonas und Tobi eingehe, widme ich mich erstmal dem wichtigsten Part des Tages: herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum Geburtstag, kleines Schwesterchen! Ich muss allerdings betonen, dass die Auswahl dieses Geburtstages nun wirklich mehr als unglücklich ist; bitte fürs nächste Mal beachten! Denn heute hat nicht nur Corneli Geburtstag, sondern auch unser allerseits geliebter Staat namens „Kosovo“. Tja nun, ich sagen mal nichts dazu; nur so viel: es liegt allein in der Hand von Serbien, wie viel weitere Geburtstage hinzukommen! KOSOVO IS SERBIA; und wird es auch immer bleiben!!!

Aber jetzt mal ein paar Worte zu den drei Kleinen. Ist schon putzig, wie Ihr Euch aufregt. Wo ist das Problem an 70 Fragen in meinem Quiz? Dass Ihr Volleulen kaum eine davon beantworten könnt, war mir doch sowieso klar; da es größtenteils Fragen sind, die eine gewisse Grundintelligenz erfordern. Und wenn Euch das zu schwierig ist, dann braucht Ihr ja nicht teilzunehmen. Es gibt Leute die bereits abgegeben haben und die sich über ausbleibende Konkurrenz sehr freuen würden. Äh... „Melanie“ hat sogar explizit gefordert, dass keine weiteren Fragebögen mehr angenommen werden. Wie auch immer, festzuhalten ist in jedem Fall: wenn viele Leute darauf verzichten, eine Lösung einzuschicken, könnten schon die richtige Beantwortung der „5er-Bremse“-Fragen ausreichen um einen hochattraktiven Preis abzugreifen! Aber egal, die Preise sollten ja nicht im Vordergrund stehen; schließlich entstammen wir einer wenig materiell veranlagt Generation!

Aber nun wieder zum eigentlichen Thema dieses Blogs: mein Post „Wettbewerbsverzerrung“ scheint erfreulicherweise zu einem Umdenken der Athleten geführt zu haben! Nachdem ich damals auf die geheimen und hinterhältigen Trainingseinheiten diverser Wettbewerber aufmerksam gemacht, so ist nun festzustellen, dass plötzlich (und endlich) mit offenem Visier gekämpft wird!

Namentlich zu nennen wären hier die vorbildlichen Sportsmänner Fabian, Tobi und Markus. Das geschulte Auge merkt: die im zweiten Absatz genannten Querulanten konnten so alle ihren schlechten Ruf zumindest teilweise wieder rehabilitieren. Alle außer Jonas; der bleibt vorerst geächtet, was ziemlich böse für ihn enden könnte. Denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, beim WNSL 2009 niemand von Euch mehr als zweimal zu überrunden (Stichwort: soziale Verantwortung); aber im Fall von Jonas sehe ich davon nun ab!

Wie schon gesagt: die andere beiden, sowie Markus, gehen derweil sehr offen mit ihrer hohen Trainingsintensität um. Besonders lobend zu erwähnen ist hierbei der Schlafzimmer-Radler Markus. Er hat - aus freien Stücken – zugegeben, zweimal die Woche in Seeheim laufen zu gehen; wohlgemerkt neben dem Training in Bickenbach, das ebenfalls zweimal stattfindet! Der Junge scheint sich übrigens metergenau auf die 8,4 Kilometer auf dem Pfungstädter Asphalt vorzubereiten. Denn folgendes konnte ich unter freundlicher Mithilfe von... äh... „Carla“ (aka „Melanie“) vorletzte Woche im Bangert konfiszieren: Ja, so sieht’s aus! Der Markus misst seine Laufstrecken via „Google Maps“ ab und läuft sie dann in aller Regelmäßigkeit! Besonders dreist an der Route: er passiert dabei mein Elternhaus, was ich eigentlich nur als reine Provokation auffassen kann. Aber okay, halten wir ihm zugute, dass er offen damit umgeht!

Damit wären wir auch schon beim zweiten, der endlich keinen Hehl mehr daraus macht, dass er mehr Sport treibt als arbeitet – dem Fabian. Da der Service in Bezug auf Kost und Logis in Seckenheim aber immer phänomenal ist, wollte ich hier eh nie den Eindruck von Kritik aufkommen lassen. Nichtsdestotrotz, Sanne hat ein paar kompromittierende Fotos machen können, die sie mir (unter technischer Durchführung von Fabian) am Samstag-Abend zukommen ließ: Nicht zu übersehen ist die beängstigend professionelle Ausrüstung; da merkt man halt schon, dass der Fubu in Sachen Equipment nichts dem Zufall überlässt und ziemlich tief in die Tasche gegriffen hat - ausschliesslich Markenklamotten. Nochmal betont sei: es ist gut möglich, dass das Material am 13. Juni 2009 zum entscheidenden Faktor wird. Neben der Ausrüstung fällt aber auch auf, welch entschlossenen, konzentrierten und ehrgeizigen Blick der „Man in tights“ da an den Tag legt. Wenn das nicht die Zielstrebigkeit in Person ist, dann weiß ich auch nicht mehr!

Last and least wäre da noch der Tobi aus dem schönen Bonn. Auch ihm kann man neuerdings nicht mehr vorwerfen, mit seiner WNSL-Planung hinter dem Berg zu halten. Ob das jetzt aber als positiv zu werten ist, darüber kann man diskutieren! Denn statt der heimlichen Stille kommen jetzt neuerdings großsspurige Sprüche aus der ehemaligen Bundeshauptstadt. Zunächst mal hat er angekündigt, dass er den Lauf mindesten als Drittplatzierter beenden möchte; Platz 4 wäre bereits eine Enttäuschung. Das überraschte mich nicht sonderlich; schließlich halte ich es für absolut möglich, dass der Topic hinter mir und noch einem (oder einer – gell, Elena?) anderen von Euch Hanseln keuchend im Ziel ankommt. Ein gesicherter Platz im Mittelfeld erschien mir für seine begrenzte sportliche Leidensfähigkeit doch sehr realistisch. Erst später offenbarte er dann, dass er nicht von unserer kleinen, geselligen Runde sprach, sondern von allen Teilnehmern am Hauptlauf. Nun, das kann eigentlich nur bedeuten, dass er a) mittlerweile komplett den Verstand verloren hat, oder b) er es tatsächlich ernst meint und mit echten Ambitionen aufläuft. Auch wenn ich eher zu Variante „A“ tendiere, so sollte man „B“ besser nicht ganz außer Acht lassen. Zumal er ja – ich berichtete – zweimal die Woche laufen geht und zudem über das „überragendste Equipment der Welt“ verfügt. Nehmen wir die ganze Sache mal positiv: Tiefstapelei kann man dem Jungen wirklich nicht vorwerfen!

Und damit man mir dann nicht irgendwann auch „Wettbewerbsverzerrung“ vorwirft, noch ein kurzes Update zu meinem Trainingsplan – ist ja schließlich auch mein Blog: ich gehe derzeit zweimal die Woche schwimmen und werde spätestens am Sonntag in mein Lauftraining einsteigen. Spätestens wenn ich meinen Rhythmus einigermaßen gefunden habe, kann es für Euch beim WNSL nurnoch darum gehen, den Rückstand auf mich möglichst klein zu halten. Ganz nebenbei verzichte ich unter der Woche sogar auf jede Art von Alkohol; wenn auch zugegebenermaßen aus finanziellen Gründen. By the way, hier mal ein brandaktuelles Photo (5 Minuten alt) von meinem Kühlschrank:Hier zum Vergleich wie ein Kühlschrank an Tagen aussah, wenn Joscha und Tobi sich zu einem Besuch in Mannheim bequemt haben:Ab Freitag könnte das auch wieder so ähnlich aussehen; denn ich werde meinen Hartz-IV-Monat auf feige und unsportliche Art und Weise umgehen; am Freitag werde ich nach Waldshut einkaufen gehen. Ich habe einfach keine Lust mehr auf das komische Zeug, das sich noch in meinem Vorratsschrank befindet. Dazu übrigens noch ein paar kurze Infos. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, kommt der „Momente der Sehnsucht“-Tee doch nicht von Tobi und Joscha; die beiden haben mir damals „Bäuchlein“-Tee geschenkt; wer das Photo vom damaligen Kühlschrank gesehen hat, der weiß auch warum „Bäuchlein“-Tee damals dringend nötig war. Woher der „Momente der Sehnsucht“-Tee kam, wird aber wohl für immer ein Rätsel bleiben. Meine Mutter hat ihn angeblich nicht angeschleppt; damit muss er sich schon in der Schwetzinger Vorstadt in meinem Besitz befunden haben. Also entweder gehörte er dem heutigen Geburtstagskind (nicht dem Kosovo), oder aber Corneli’s ehemaliger Mitbewohnerin. So oder so, die Entscheidung, die Ware dem Recycling zuzuführen, ist mir nicht allzu schwer gefallen... Macht´s gut, Ihr Momente der Sehnsucht!Am Freitag meld ich mich noch mal mit einem kurzen Ausblick aufs Wochenende und meinen Wiedereinstieg ins aktive Läuferdasein! Bis dahin: macht mir keine Schande und trainiert nicht so viel!!!