Dienstag, 30. März 2010

(Demütigender) Trainingseinstieg

Nun, die erfreulichste Nachricht seit Jahren habe ich am Freitag ja bereits publik gemacht. Oh Mann wie sensationell: endlich geht es wieder zurück!! Und obwohl dieser Freitag schon ab 12.44 Uhr eigentlich nicht mehr zu toppen war, hat es die Eintracht tatsächlich geschafft noch einen drauf zu setzen. Soviel Glück kann man eigentlich innerhalb von 12 Stunden garnicht erleben – umso krasser dass ich es trotzdem erleben durfte. Am Samstag hat dann auch noch der FC nachgezogen und Hannover im eigenen Stadion gedemütigt. Und sogar der Bookie des Spiels bei BWIN war ganz offensichtlich FC-Fan:

Eigentlich hätte man meinen können dass ich es am Wochenende richtig hätte knallen lassen. Davon kann aber keine Rede sein. Vielmehr hat mich die totale Frühjahrsmüdigkeit erwischt – wahrscheinlich befeuert von der Tatsache dass endlich der Druck dieser ganzen Jobsuche vorbei ist. Wie auch immer: eigentlich habe ich hauptsächlich geschlafen und in den wenigen Wachstunden fleissig angefangen Umzugskisten zu packen. Ich verliere wirklich keine Sekunde!

Nun gut: die räumliche Entfernung zu Pfungstadt ist also endlich überwunden – das bedeutet dass ich spätestens ab nächstem Jahr dann unter lokalen Bedingungen trainieren kann – was zu einer WEITEREN Leistungssteigerung führen dürfte :-) Was der neue Job aber für den WNSL 2010 bedeutet bleibt erstmal noch abzuwarten. Fakt ist: ich werde vermutlich irgendwann Mitte/Ende Juni umziehen müssen. Natürlich versuche ich einzrichten, dass die Übung nicht grade am WNSL-Wochenende über die Bühne geht, aber so 100%ig ausschliessen kann ich es leider nicht…

Aber davon ausgehend dass unsere Zusammenkunft wie geplant stattfindet habe ich meine Neuer-Job-Wochenend-Euphorie mit in den Montag reingezogen und bin in mein Training eingestiegen. Am gestrigen Montag war ich nach der Arbeit in Brugg auf der Laufbahn – wo ich die vermutlich lächerlichste sportliche Leistung bot, die dieses Stadion jemals erlebt hat. Oh Gott war das peinlich. Ich bin nichtmal 2 Kilometer gerannt – DAS IST KEIN WITZ. Nach 4,5 Runden habe ich total erschöpft mit Seitenstechen und nem vermutlich völlig überhöhten Puls ausgestiegen weil halt auch wirklich GARNIX ging. Mir war schwindlig, ich war kurzatmig, meine Lunge hat gepfiffen – UNFASSBAR!! Das Lungenpfeifen habe ich übrigens auch heute noch. Langsam fang ich wirklcih an mir Sorgen zu machen. Von den 4,5 Runden bin ich zwischendurch sogar ne halbe Runde gegangen. Ich habe keine Ahnung was los war – ich glaube ich bin momentan tatsächlich so unfit wie noch niemals zuvor in meinem Leben!

Naja, so wirklich Sorgen mache ich mir im Hinblick auf den 12. Juni noch nicht. Die Zeit sollte schon noch reichen um mir zumindest ein nötiges Grundmaß an Kondition zuzulegen. Aber ich denke mal dafür muss ich dann mindestens 3 Mal pro Woche auf die Strecke. Schaun wir mal… Heute und morgen werde ich nicht laufen gehen – Quartalsabschluss. Und am Donnerstag werde ich mich dann auf die A5 begeben um im stockenden Osterverkehr nach Seeheim zu fahren. Wie ich mich kenne werde ich auch das WE in Seeheim nicht laufen – aber nächste Woche steige ich dann (eventuell) richtig ins Training ein – gestern war einfach nur ein Ausrutscher...

Da ich die nächsten 5 Tage sicher nicht zum bloggen komme, wünsche ich schonmal ein schönes (verlängertes) Wochenende und seid so gut: trainiert nicht so viel!!!

Freitag, 19. März 2010

Wochenende

So, haben wir es also mal wieder geschafft. Es ist Freitag und ich denke wir sind uns einige: dieses Wochenende haben wir uns ganz besonders verdient. Also, wir alle ausser dem Tobi der sich irgendwo am australischen Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Junge, mach mal was Produktives!!!

So sehr ich mich über das Wochenende freue, so schlimm wird dafür der morgige Tag. Denn da geht es dfür mich mal wieder ins „Herzen von Europa“ wo sich die Eintracht dem großen FCB entgegenstellt. Das wird sicherlich ne ganz grosse Nummer. Die recht Seite dürfte morgen ziemlich leer sein - Ochs und der Sympath Franz sind gesperrt. Und auch der der andere Sympath (Teber) war im letzten Spiel böse und darf nicht mitkicken. Ich denke mal Ribery wird sich vor Langeweile kaputtlachen. Das ist gleichzeitig meine einzige Hoffnung!

Und auf der anderen Seite siehts eigentlich noch viel fieser aus. Arjen Robben hat es morgen mitm Spycher zu tun. MITM SPYCHER!!! Hab grad eben mal gecheckt ob es jemand gibt der die Wette „Spycher muss nach 30 Minuten mit Schleudertrauma ausgewechselt werden“ anbietet. Leider lässt sich darauf aber kein Buchmacher ein – die wissen schon warum… Aber trotz der Vorraussetzungen: ich freu mich übertrieben auf das Spiel. Und sei es notfalls auch nur weil mir BWIN die Klatsche ordentlich vergolden wird :-)

Ansonsten kann ich nur allen empfehlen, mal auf die Uhr zu gucken. Wir haben nämlich den 19. März 2010. Das bedeutet zum einen dass in nichtmal 3 Monaten der Lauf ist und zum anderen dass in 9 Tagen mein phänomenales Trainingsprogramm für den WNSL 2010 beginnt. Nächsten Sonntag (also am ersten Tag nach der Zeitumstellung) wird der Asphalt in Riniken wieder zum Glühen gebracht. Wie ich inzwischen gehört habe, gibt es aber auch schon wieder Streber die längst mit dem Training angefangen haben. Conny hat mir gepetzt dass der Markus schon wieder laufen war – was ihm wiederum garnicht recht war. Jaja, wie letztes Jahr – abends vorher erzählt er sicher wieder dass er nix gemacht hat. Ebenfalls trainiert wird auch schon in Weiterstadt – und zwar bemerkenswerter Weise nicht von Marc. Vielmehr ist es Andrea den der Ehrgeiz gepackt hat und die bereits in der Hochphase des Trainings ist.

Andrea hat mich im Übrigen auf ein Problem hingewiesen dass wir beim WNSL bekommen könnten. Denn fraglich ist ob unsere schlagkräftige Truppe wirklich in der Lage ist aufgrund unserer Teamgrösse einen hopfenhaltigen Preis einzuheimsen. Ich glaube die 3 grössten Teams bekommen pro Teilnehmer ein 5-Liter-Fässchen. Aber letztes Jahr gab es tatsächlich folgende Teams:

1.) Tennis and Friends (23 Teilnehmer)
2.) Klein Gallien (19 Teilnehmer)
3.) Concordia Pfungstadt (15 Teilnehmer)
4.) Wellness-Team (14 Teilnehmer)
5.) Hubert GmbH (11 Teilnehmer)
6.) SSCP (6 Teilnehmer)
…
15.) WNSL-Finisher 2009 (1 Teilnehmer) --> was ne lächerliche Truppe, gell Joscha?

Nun, was auf der Hand liegt: unsere kleine Truppe wird an besagtem 13. Juni so einiges tun – aber sicherlich kein Bier gewinnen. Die Frage ist nun ob und wie wir unser Team so aufpumpen können, dass wir zumindest mal unter die ersten 3 kommen. Ich schätze mal 15-20 Leute brauch man dafür in jedem Fall. Ein paar Leute werden wir in Südhessen sicher noch auftreiben können – dennoch sollten wir uns schonmal mit dem Gedanken anfreunden, dass es unter Umständen keinen „Return on Investment“ in flüssiger Form geben könnte.

Tja nun, für intelligente Vorschläge bin ich wie immer offen. Von meiner Seite wars das für heute. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und werde mich dann vermutlich am nächsten Sonntag das nächste Mal melden – wenn ich meinen Wiedereinstieg ins Training „gemeistert“ habe...

Montag, 8. März 2010

center.tv allez-allez!!!

… center.tv allez-allez!

CENTER.TV, CENTER.TV, CENTER.TV ALLEZ-ALLEZ!!!

Am Wochenende stand der von langer Hand geplante Köln-Besuch auf dem Programm und an der Tatsache dass ich hier und heute schreibe kann man erkennen: ich habe es überlebt. Und das war nicht unbedingt immer zu erwarten. Schon der Samstag-Morgen war reichlich frustrierend als ich nach dem Aufstehen circa 5 Zentimetern Neuschnee entgegenblickte – und es wurde von Sekunde zu Sekunde mehr. Die spanischen, portugisischen und griechischen LKW-Fahrer ohne Sommerreifen entschlossen sich daher kurzerhand dazu, die A3 mit quergestellten Lastwagen zu vollsperren. Erfreulicherweise ist Südhessen so gut infrastrukturiert, dass wir spontan auf die A67 ausweichen konnten. Von den Eisschollen auf den Fahrbahnmarkierungen (die bei jedem Spurwechsel Geräusche machte, als würde sich der Unterboden jeden Moment verabschieden) mal abgesehen, konnten wir uns eigentlich nicht beschweren. Auf der Gegenspur der A67 kam es hingegen etwa 1 Stunde nachdem wir dort vorbeigefahren waren zu einer fiesen Massenkarambolage. Etwa 30 Autos sind da ineinandergerast. Der Grund war bemerkenswerter Weise nicht der Schnee, sondern die tiefstehende Sonne!

Ja ne, ist klar: ständig über den Winter motzen und wenn dann die Sonne kommt ist es auch wieder nicht recht!! Naja, hoffen wir mal das Beste für den Schwerverletzen!! Unsere Reise nach Köln verlief – gemessen an den Witterungsbedingungen – wirklich blendend. Gegen 12 Uhr kurvten wir die Karre ins Parkhaus des „IBIS Center-Süd“, ein fantastisches 1-Sterne-Hoten ganz in der Nähe des Tiebolds Ecks. Hier trafen wir wenige Minuten später auf Elena, Jona, Joscha, Peter und … äh… wer wars noch??? Egal, sehr lustige Truppe die sich von nun an dem leckeren Kölsch hingab und dem Kick des FC gegen den Rekordmeister aus München entgegenfieberte.

Gegen 15 Uhr liefen wir dann im Müngersdorfer Stadion auf, wo der Pöbel auf die Süd ging, während wir uns unseren Plätzen auf der Haupttribüne widmeten! Markus verzichtete allerdings im Lauf des Spiels nicht darauf, mehrmals zu erwähnen dass er eigentlich („jetzt wo ich ein paar Bier im Kopp hab“) viel lieber in der Süd stehen würde. Danke Mann, das nächste Mal sagst du das bitte bevor ich 120 Euro für diese Snob-Plätze raushaue :-) Mannmannmann, und für sowas verkaufe ich extra Teile von meinem Teakholzbestand in Costa Rica…!!

Zum Spiel gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Angeblich ist es 1:1 ausgegangen, was ich aber nicht mit Sicherheit bezeugen kann - ich persönlich habe ein 0:0 gezählt. Wirklich unglaublich: ich habe noch nie in Frankfurt im Stadion irgendwas gegessen oder getrunken. Erstens weil ich diese totale Abzocke nicht unterstütze, aber eben auch weil ich nichts vom Spiel verpassen will. Am Samstag war ich ZWEIMAL draussen um für Getränkenachschub zu sorgen. Jetzt darf mal jeder raten in welchen Minuten die beiden Tore fielen!! Oh Mann – ich bin echt der totale Trottel. Beim Tor für den FC hatte ich sogar noch den Markus mit rausgenommen. Beim zweiten Mal bin ich dann mit den Worten „geht ja nicht, dass du auch noch das zweite FC-Tor verpasst“ alleine gegangen. Naja, es kam alles etwas anders. Für mich war das Spiel also ein ödes 0:0. Immerhin ein Abseitstor von Poldi sowie einen Lattenschuss (Poldi), einen Unterlattenkopfball (Schweinsteiger) und einen Pfostenschuss (Fronck) bekam ich geboten.

Nach dem Kick ging es weiter zu „Oma Kleinmann“ um dort ein Schnitzelchen zu verzehren. Zu diesem Anlass reisten dann sogar noch Anne, Anja, Vivien, Jens und Lars (ich bleibe einfach mal bei den echten Namen…) an. Die mittlerweile 10köpfige Gruppe machte sich dann später noch auf zu…. ja… irgender Cocktailbar in der Zülpicher Straße. Ich war auf jeden Fall schonmal da, aber keine Ahnung wie der Laden heisst.

Im Verlauf des Abends verstärkte sich ein Phänomen immer mehr. Die Schwerkraft der Kölschgläser veränderte sich permanent. Es war echt eine reine Kunst, die Dinger aufrecht auf dem Tisch zu halten. Liegt vermutlich daran dass die Teile total schmal und relativ hoch konzipiert sind. Wer baut auch sowas? Anyway, die Dinger haben ganz plötzlich angefangen, ständig umzufallen. Nachdem es schon weder für den FC noch für die Eintracht zu 3 Punkten gereicht hatte, verlor ich dann auch noch den internen Kölsch-Wurf-Wettbewerb gegen Markus. Zwar konnte ich zweimal in Führung gehen (1:0 und 2:1), aber am Ende setzte sich Markus dann doch deutlich durch. Beim 2:4 hab ich gefrustet aufgehört zu zählen. Naja, halten wir zumindest fest: ich habe ihm in diesem Duell nichts geschenkt!!

Tja nun, ich glaube im Großen und Ganzen waren alle froh als wir dann endlich gegangen sind. Haben wir uns eigentlich verabschiedet oder sind wir einfach abgehauen? Ich weiß nur noch dass der Jens uns auf seinem Angeber-Handy den Weg zurück zum Hotel gezeigt hat. Einschliesslich der Worte „Ach das ist ja ganz nah; da seid Ihr in 5 Minuten!“. Tja nun, vermutlich hätte jeder einbeinige Blinde mit 12 Promille den Weg schneller gefunden als wir. Wir haben dann tatsächlich – für etwa 800 Meter – eine knappe Stunde gebraucht. Das lag aber nur zum Teil an der fehlenden Ortskenntnis. Viel mehr waren wir doch etwas… äh… unkoordiniert. So machten wir zwischendurch Rast um uns einen Döner zu kaufen, hatten aber plötzlich zwei komische, asiatische Falaffel in der Hand die sich wirklich am Rande zur Körperverletzung bewegten. Markus glänzte dann noch damit dass er irgendwelche privaten Autos die vorbeifuhren für Taxis hielt und zielsicher auf eines zuging, verbunden mit den Worten „Komm, lass uns das einfach nehmen!“. Ich konnte ihn aber im Letzten Moment noch vom Einsteigen abhalten. Überglücklich erreichten wir dann irgendwann unser Hotel – zwischendurch hatte ich schon daran gezweifelt dass wir es jemals schaffen.

Über den nächsten Tag lässt sich nicht viel sagen; zumindest nicht viel gutes. Gegen 10 Uhr verliessen wir das Hotel und besorgten zunächst mal ein paar Einheiten „Rheinisches Schwarzbrot“ – um Markus gesundheitliche Existenz auch über diesen Tag hinaus hin zu sichern. Auf dem Heimweg redeten wir maximal 20 Sätze. Bestehend aus 19 Mal: Markus: „Ich hab solche Kopfschmerzen!“, Ich: „Und mir ist schlecht!“. Nur einmal wichen wir aus auf „Was ein geiles Wetter!“, „Aber echt!“. Naja egal, reden war einfach viel zu anstrengend.

In Seeheim hab ich den Brotlieferant wieder im Bangert abgegeben und bin dann für 3 Stunden zum Schlafen zu meinen Eltern gefahren bevor es für mich zurück in die Schweiz ging. War auf jeden Fall ein ziemlich glattes Wochenende mit – wie immer! – äußerst netter Begleitung der Division Godesberg. Auf eine baldige Wiederholung – aber doch auch nicht ZU bald. Jetzt brauch ich erstmal 8 Wochen Urlaub zur Erholung!

So, und damit dieser ganze Text auch eine Berechtigung hat hier im Blog zu stehen kommen wir noch kurz auf den WNSL 2010 zu sprechen. Vom Kollgen F.G. aus Mannheim kam massive Kritik an der Auswahl des Laufes auf. Sein Wunsch wäre es weiterhin den langen Lauf zu meistern. Also Fabian, wie per Sametime schon angekündigt: wir müssen nach dem Jedermannslauf/Jedefraulauf eh 60 Minuten bis zur Siegerehrung (und zur Bierausschüttung) warten. So gesehen kannst du diese Stunde gerne mit der Teilnahme am Hauptlauf überbrücken. Die uneingeschränkte Unterstützung aller „WNSL-Finisher-2010“ während des Laufs wäre dir sicher!

Donnerstag, 25. Februar 2010

WNSL 2010 - Blog Reloaded

Es ist schon ein paar Tage her dass ich mich letztmals über meinen guten alten Blog gemeldet habe. Vereinzelt wurde schon die ein oder andere Kritik geäussert. Mal etwas zivilisierter („Du könntest ruhig mal wieder was schreiben“), mal auch etwas ruppiger („Ich guck regelmässig rein und was sehe ich: immer nur die blöde Katze!“). Nun, der Grund für meine monatelange Stille war schlichtweg, dass sich das ursprüngliche Thema meines Blogs ja längst erledigt hat und der alljährliche WNSL bietet jetzt auch nicht so viel Stoff, dass man damit ein ganzes Jahr füllen könnte. Nun ist es aber bald wieder soweit, sodass es durchaus Sinn macht, den Blog nun wieder in Betrieb zu nehmen.

Am gestrigen Tag hat übrigens ein historisches Ereignis stattgefunden. Ihr habt es leider alle verpasst, aber ich war live dabei und habe ein paar Fotos gemacht um Euch dann zumindest im Nachhinein teilhaben lassen zu können:Jawohl, Ihr habt richtig gelesen. Meine grüne Golfrakete hat die 200.000 Kilometer geknackt. Wirklich unfassbar: das sind umgerechnet rund 4‘740 Marathons, bzw. 23‘256 WNSL-Hauptläufe oder 41‘667 WNSL-Jedermannsläufe. Womit wir dann auch schon beim eigentlichen Thema des heutigen Posts wären. Bevor ich darauf eingehe allerdings zunächst nochmal ein paar Worte zum Thema „doodle“.

Was ist der Sinn von „Doodle“?
Der Sinn von „doodle“ ist, schnell und umkompliziert einen passenden Termin zu finden oder aber zu einem anderen Thema eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Dies funktioniert indem die aufgerufenen Teilnehmer ihre Stimme für eine der möglichen Alternativen abgeben. Innerhalb kürzester Zeit kann so die demokratische Mehrheit ermittelt werden.

Was ist nicht der Sinn von „Doodle“?
Das Prinzip „doodle“ sieht nicht vor, dass die Wahlberechtigten mehrfach zur Stimmabgabe aufgerufen werden müssen, die dann anonym oder mit sinnlosesten Eigennamen ihre Wahl treffen, was den Abstimmungsinitator wiederum dazu nötigt, sämtliche Personen des Emailverteilers persönlich zu kontaktieren und in mühevollster Kleinarbeit zu ermitteln, welcher Schwachsinnige welche schwachsinnige Antwort gegeben hat. Und als allerletztes ist der Sinn von „doodle“, dass man letztlich persönlich vorstellig werden muss um zunächst in Mannheim die Stimmen der Familie und dann in Bonn die Stimmen einiger „Freunde“ (unter dem Vorwand einer Abschiedsfeier) einzuholen.

Sei es drum, viele haben ihre Stimme ja dann doch abgegeben, zusammen mit den persönlich eingeholten Stimmen kommen wir zu einer Wahlbeteiligung die das Prädikat „Beschlussfähig“ verdient. Das Ergebnis ist letztlich ein knapper aber doch eindeutiger Sieg für den „Jedermannslauf/Jedefraulauf“ – also den Wettbewerb über 4,8 Kilometer.

Angesichts der Tatsache dass unsere beiden Profiläufer Tobi und Jens im Jahr 2010 nicht teilnehmen werden, ist diese Wahl wohl auch für diejenigen akzeptabel die eigentlich für den 8,6km-Hauptlauf abgestimmt hatten. Die Vorteile des kurzen Laufs sind hinlänglich bekannt (weniger Trainingsvorbereitung, mehr trinken am Vorabend, weniger Qual während des Laufs, mehr verbliebene Kraft für die Feier am Abend), jetzt kann ich nur hoffen dass auch in diesem Jahr die „5-Liter-pro-Teilnehmer-der-5-grössten-Gruppen“-Regelung der Pfungstädter Brauerei gilt. Naja, lassen wir uns einfach überraschen!!!

Die Entscheidung über die Distanz ist für uns alle natürlich wichtig um nun unsere Trainingsplanung genau auf die Strecke und auf den 12. Juni 2010 auslegen zu können. Nun wissen wir also bescheid: ES KANN LOSGEHEN!

Ich für meinen Teil kann ankündigen: mein Trainingsplan beginnt am Sonntag, den 28. März 2010. Da ist nämlich Zeitumstellung und ich kann endlich wieder meine Lieblingslaufzeit (19 Uhr) bei Helligkeit geniessen. Nötig habe ich tatsächlich einiges; denn seit dem WNSL 2009 habe ich (kein Scherz) sage und schreibe 2 Mal Sport gemacht. Einmal bei nem Firmenfussballturnier (über die Frechheit die ich da abgeliefert habe hülle ich mal den Mantel des Schweigens) und einmal beim offiziellen Fussball-Weitschuss-Wettbewerb in Seeheim-Jugenheim (ausgetragen zwischen Maggus und mir) bei dem ich immerhin einen hervorragenden zweiten Platz einfahren konnte. Anyway, wird Zeit dass ich meine Laufschuhe mal ein bisschen entstaube und dann ab Ende März wieder richtig Vollgas (*hüstel*) gebe

So, das war es von meiner Seite für heute. Ich wünsche Euch schonmal ein schönes Wochenende und einen guten Start ins Training. Ich kann schonmal ankündigen: dieses Jahr muss man topfit sein um mich zu schlagen :-)

Donnerstag, 16. Juli 2009

Videoanalyse

Wird Zeit die Geschichte hier mal endlich zu einem Ende zu bringen; sonst muss ich für den Blog am Ende noch ein weiteres Quartal zahlen! Ne, kleiner Scherz - Controller blogen natürlich kostenlos! Aber egal, gibt wichtiges zu klären, also zurück zum Wesentlichen.

Anbei erhaltet Ihr eine ausführliche Videoanalyse der Geschehnisse vom 13. Juni 2009. Die besagten Videos des WNSL 2009 habe ich zwar bereits vor 3 Wochen zusammengebastelt, aber ich komme tatsächlich erst heute dazu, diese sinnlosen Worte hier zu Papier (bzw. zu Blog) zu bringen!.

Mit dieser Aktion habe ich nicht nur meinen Computer, sondern vor allem auch meine Nerven an den Rand der Verzweiflung gebracht. War mehrere Male kurz davor, Bill Gates anzurufen und den Typ aber SOWAS von rund zu machen. Der verdammte "Windows Movie Maker" ist eine einzige, grosse Provokation an jeden "Hobby-Film-Schneider"! Zumindest wenn man so technische Voraussetzungen hat wie ich, also nen 6 Jahre alten Rechner, bei dem ich schon jeden Tag aufs Neue froh bin wenn er überhaupt hochfährt..

Die Verarbeitung des Bildmaterials hat zwar übertriebenen Spass gemacht, allerdings war die ganze Sache wie erwähnt ziemlich Nerven- und Zeitintensiv. Allein das runterladen von irgendwelchen "Codecs" hat mich etwa einen halben Manntag gekostet. Danach musste ich das vorhandene Bildmaterial sage und schreibe ZWEIMAL konvertieren - da es kein Freeware-Programm gab mit dem das direkt gegangen wäre - beziehungsweise ich zu blöd war eins zu finden. Das Ganze hat auch nochmal etwa nen halben Tag gedauert! Das zusammenwurschteln der ganzen Videofetzen dann nochmal ungefähr 24 Stunden, das war aber auf jeden Fall der coolste Teil der ganzen Geschichte! Clevererweise habe ich besagte Tätigkeiten am Stück gemacht. Habe praktisch 48 Stunden vorm Rechner gesessen und sogar vergessen etwas zu essen. So kann man auch abnehmen - die Taktik merke ich mir auf jeden Fall!

Ein besonderer Dank geht an Frau Heiser, die die Videos (damals noch in ihrer Rolle als Frau Gröpler) unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens erstellt hat. "Embedded in Pfungstadt - Report of a crisis". Vielen Dank dafür, Schwesti! Wobei: nächstes Jahr wäre es cool, wenn du auch die Preisverleihung für unsere Läufer mit aufnehmen könntest (ach ne: du läufst ja nächstes Jahr selbst mit...). Mannmannmann, die Elena arbeitet monatelang für den Erfolg und dann wird das nicht auf Video dokumentiert! Coolerweise hört man meine Schwester im Hintergrund reden als sie dachte, sie würde nicht filmen! Und dann die Kamera auszumachen in dem Moment wo die Preisverleihung losgeht! Naja, jede(r) fängt mal an :-)

Die Qualität bitte ich zu entschuldigen. Aber ich musste das Video so klein wie möglich halten. War schon so schwer genug es hier einzustellen. Lange Rede, kein Sinn; jetzt ohne viel Worte und mit aufgedrehtem Ton:

WNSL-2009 -> Finisher & Supporter

Ein Wort mal zum Bildmaterial an sich; vom Tobi mal abgesehen: wenn man uns so laufen sieht, würde man nicht unbedingt auf den Gedanken kommen, dass es sich bei der Veranstaltung um ein WETTRENNEN gehandelt hat...

WNSL-2009 -> Zieleinlauf der Finisher


Falls jemand die Viedos haben möchte, mir einfach bescheid sagen! Per Mail verschicken geht nicht, die sind zu gross. Aber ich kann sie irgendwo zum Download ablegen (dann auch in besserer Qualität)!

NOCH 17 TAGE BIS ZUM DERBY!!!

Sonntag, 28. Juni 2009

Pressespiegel WNSL 2009 - Part II

Oh Mann, oh Mann, OH MANN!!!! Es ist nicht eines von vielen Highligts, es ist DAS HIGHLIGHT!!! Und das gibt es direkt zum Beginn der Saison! Es geht zum dritten Mal innerhalb von 6 Jahren zum DFB-Pokal-Duell ins Furunkel am Frankfurter Ostend!!! Ohmannohmannohmann, ich bin jetzt schon sowas von heiß!!! Warum kann nicht jetzt einfach schon der 31. Juli sein???
Ich glaube mit so nem Kracher ist noch nie ein Trainer bei Eintracht Frankfurt in die Pflichtspiele gestartet. Und wenn da was schief gehen sollte, dann ist das Thema "Skibbe" in Frankfurt wohl schon vor dem ersten Liga-Spiel durch...Oh Mann, noch nen ganzen Monat warten - das halte ich nicht aus!!!Um mich ein bißchen abzulenken, kann ich heute das Thema "Pressespiegel" abschliessen; leider äußerst unspektakulär! Denn wie schon letztes Jahr hat die "Pfungstädter Woche" (alias "PfuWo") mal wieder kaum ein Wort über den WNSL verloren. Es gibt nur ein mickriges Kinderphoto mit einem lieblosen Text. Tolle Berufsgruppe, Joscha!!! Hier ist dieser journalistische Gourmet-Happen:
Joah, und viel mehr gibt es zur Presse eigentlich auch nichts zu sagen. Außer natürlich dass es schade ist, dass dieser prestigeträchtige Lauf keine weitere Erwähnung bei Presse, Funk & Fernsehen findet. Nichtmal das Seeheimer "Wochenblatt" hat sich dazu geäußert; Shame on you!!!

Dafür gibt es aber in den nächsten Tagen eine Zusammenfassung der Ereignisse vom 13. Juni 2009. Mein kleines Schwesterchen (die rasende Reporterin Karla Kolumna) hat alles gefilmt (naja FAST alles) und ich habe mir dieses Wochenende die Zeit damit vertrieben, das ein bißchen zusammenzufriemeln! Auf das Ergebnis darf man gespannt sein :-)

AUF NACH OF! TREFFPUNKT FFM/SÜDBAHNHOF!

DIE NUMMER EINS AM MAIN SIND WIR!!!

Samstag, 27. Juni 2009

Walter Frosch

Vorab: vielen Dank an Marc fürs Weiterleiten dieser Info, und natürlich auch an die unbekannte Person der Weiten des Internets, die diese Infos zusammengetragen hat:
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Wenn man nicht gerade aus Hamburg oder Kaiserslautern kommt oder sich intensiv mit den Legender der deutschen Fußballgeschichte beschäftigt, wird einem der Name Walter Frosch wohl auf Anhieb eher nichts sagen. Allerdings ist das ein Zustand der schnellstmöglich behoben werden sollte, denn über diesen Mann gibt es JEDE MENGE zu berichten!

Die reinen Daten seiner Fußballerkarriere scheinen wenig spektakulär: in jeweils ungefähr 60 Spielen verteidigte der gelernte Schornsteinfeger aus Ludwigshafen zwischen 1974 und 1979 in der 1. und 2. Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern und den FC St. Pauli; nach dem Zwangabstieg spielte er noch bis 1982 für Pauli im Amateurbereich weiter.

Ein knallharter Abwehrrecke, der auch ganz gerne mal die eine oder andere Gelbe Karte in Kauf nahm. Als Walter Frosch in der Zweitliga-Saison 1976/77 in 37 Einsätzen sage und schreibe 27-mal gelb sah, entschied sich der DFB, die Gelbsperre in den Regelkatalog aufzunehmen. Bemerkenswert: in seiner ganzen Karriere mußte er kein einziges Mal mit eienm Platzverweis vom Platz!

Doch viel erwähnenswerter sind die Anekdoten des durchaus talentierten Ex-Fußballers. Sein erster Bundesligatrainer in Kaiserslautern, Erich Ribbeck, bescheinigte ihm schon früh: "Wenn Sie solider leben würden, könnten Sie viel höher spielen!" Und auch Frosch weiß heute: "Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe!"

So wird erzählt, daß Frosch am Abend vor dem Bundesligaspiel Kaiserslautern gegen Schalke 04 "beim Griechen nur zwei, drei Ouzo trinken" wollte. Doch als immer mehr Freunde dazustießen, wurde es immer später und er immer voller. Als Frosch am nächsten Tag um 13 Uhr zum Spiel auf dem Betzenberg erschien - nachdem er nachts um 3 Uhr noch selbst einen "400m-Lauf - um 10 Liter Bier" initiert hatte, den er trotz 100m-Vorsprung seiner Freunde selbstverständlich gewann - erklärte er seine fies geröteten Augen auf Nachfrage des Trainers Ribbeck mit "Bindehautentzündung!".

Im Spiel sollte er dann gegen Erwin Kremers, seines Zeichens immerhin damaliger Nationalstürmer und einigermaßen schnell, verteidigen und löste das auf seine ganz eigene Weise: "Den habe ich am Anfang dreimal über die Bande gehauen, daß da Feierabend war. Nach 18 Minuten wurde er ausgewechselt. In den letzten zehn Minuten bin ich noch fünfmal nach vorne gelaufen, habe immer geschrien, dass ich den Ball haben wollte, und war froh, dass ich nicht angespielt wurde. Die Fans waren begeistert. Standing Ovations, Froschi bester Mann. Ribbeck meinte hinterher: 'Naja, von Ihrer Bindehautentzündung hat man ja nicht viel gemerkt.'"

Bereits während seiner Profikarriere soll Walter Frosch über 60 Zigaretten am Tag verqualmt haben. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Tagesdosis wurde er vom Bundestrainer Derwall sogar zur B-Nationalmannschaft eingeladen. Des Rauchers Antwort: "Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl."

Nach zwei Jahren Betze paßte der Lebemann Frosch seine Arbeitsstelle seinem Lebensstil an und wechselte zum FC St. Pauli nach Hamburg, wo er auch heute noch lebt, und eine Art Legendenstatus innehat. Nach 5 Krebsoperationen ist Frosch nun zwangsweise rauchfrei, hat aber immer noch starkes Verlangen, wie er der Bild-Zeitung in einem Interview verriet: "Ich würde lieber eine rauchen als vögeln."

Walter Frosch betreibt heute passenderweise die Stadion-Gaststätte von Victoria Hamburg.

Donnerstag, 25. Juni 2009

WNSL 2009 - Statistik

Der Jonas war nicht nur so fleissig, seinen WNSL-Bericht zu schreiben. Sondern darüber hinaus hat er sich auch die Mühe gemacht und ein bisschen Statistik zum Willi-Nickel-Stadtlauf zu erstellen! Konkret hat er die am 13. Juni von uns erbrachte Mechanische Leistung errechnet.

Sein dazugehörtiges File habe ich mit grösstem Vergnügen entgegengenommen. Wunderbar, endlich das machen was Controller am besten können. Laien würden es als „Zahlen fälschen“ bezeichnen; ich nenne es „Zahlen anders interpretieren“!

Um Jonas Berechnungen zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis zu bringen, war sicherlich einiges an „Nacharbeit“ notwendig. Entsprechend habe ich meinen heutigen Tag genau darauf ausgerichtet: also direkt mal heute nen halben Tag Urlaub genommen, alle Rolläden runtergemacht, Telefon ausgestöpselt, Handys auf lautlos, ein paar Kannen Kaffe gekocht und das ein oder andere Tütchen Power-Gel untergerührt! Und schon konnte es losgehen!!!

Zu meiner unfassbaren Überraschung war dies aber gar nicht nötig. Denn laut Jonas Berechnungen hatte ich beim WNSL 2009 tatsächlich die grösste mechanische Leistung erbracht. Ja gut, *räusper* daran hatte ich eigentlich auch nicht wirklich gezweifelt. Mir war schon während und kurz nach dem Lauf klar, dass ich einmal mehr unfassbares geleistet hatte. Im Grossen und Ganzen muss man allerdings sagen, dass die Assumptions vom Jonas vielleicht nicht in allen Belangen perfekt waren. Wohlgemerkt, meine waren sogar fast richtig, also am Sieg meinerseits kann es keine Zweifel geben (der Rechtsweg ist ausgeschlossen!!!), aber ich glaube dem Markus hast du mit seinem Gewicht schon ziemlich geschmeichelt. Auch sonst sind die Angaben vielleicht etwas wage, aber bevor wir jetzt alle nach ihrem Gewicht fragen, nehmen wir einfach mal die vorhandenen Daten. Ich habe noch ein paar kleine Anpassungen gemacht und komme zu folgendem Ergebnis:

1. 4565 -> 282,85 Watt
2. Jonas -> 273,67 Watt
3. Fabian -> 242,08 Watt
4. Markus -> 230,33 Watt
5. Joscha -> 213,82 Watt
6. Tobi -> 205,19 Watt
7. Marc -> 200,76 Watt

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass der Tobi eine schlechte Leistung gebracht hat. Aber wenn man eben das Kampfgewicht von ner jungen Katze hat, dann ist es klar, dass man die paar Kilos auch locker über den Pfungstädter Asphalt schweben lassen kann! Zur genutzten Formel:

Mechanische Leistung =
Masse*Erdbeschleunigung*Hubhöhe*Schrittanzahl/Laufzeit

Die Erdbeschleunigung ist - das weiß sicher noch jeder aus der Schule - 9,81m/s². Als Schrittanzahl wurde aus pragmatischen Gründen die Annahme 1 Schritt = 1 Meter festgelegt. Bevor jetzt irgendwelche anderen Zahlendreher kommen: JA ICH WEISS, dass ich von diesr Auslegung relativ gesehen profitiere! Aber unterm Strich ist das völlig egal...

Weiter habe ich mir – mit mathematisch deutlich kleinerem Aufwand – unsere Durchschnittsgeschwindigkeiten errechnet:
1. Sebastian Vettel (in Silverstone) -> 223,39 km/h
2. Uwe Bernd (1. Mann) -> 19,19 km/h
3. Regina Blatz (1. Frau) -> 15,67 km/h
4. Tobi -> 12,61 km/h
5. 4565 2008 -> 11,55 km/h
6. Markus -> 10,89 km(h
7. Jonas -> 10,79 km/h
8. 4565 2009 -> 10,73 km/h
9. Fabian -> 10.64 km/h
10. Marc -> 10,42 km/h
11. Elena -> 9,97 km/h
12. Joscha -> 9,83 km/h
13. Laufschwein -> 9,52 km/h

Wenn ich mir die Geschwindigkeiten so anschaue, dann frage ich mich (bzw. den Joscha) ja schon: bist du sicher, dass du zwischendurch auch gegangen bist? Ich kann das ja fast mal nicht glauben, dass da grössere Laufpassagen drin sind! Sonst wärst du da ja mal locker 13-14 km/h gelaufen! Mannmannmann, der Junge wird uns wahrscheinlich schon im nächsten Jahr alle fertig machen!

Aus den Geschwindigkeiten folgend (um ausnahmsweise mal wieder die ursprüngliche Idee dieses Blogs zu thematisieren), sind hier die Zeiten, die wir mit der WNSL-Leistung bei einem Marathon gelaufen wären. Sollte klar sein, dass wir das Tempo allesamt auch noch weitere 34 Kilometer (bzw. der Joscha 38 Kilometer) hätten gehen können; kein Frage:

1. Dem Haile sein Weltrekord -> 2:04 Stunden
2. Uwe Bernd -> 2:12 Stunden
3. Regina Blatz -> 2:42 Stunden
4. Tobi -> 3:21 Stunden
5. 4565 2008 -> 3:39 Stunden
6. Markus -> 3:52 Stunden
7. Jonas -> 3:55 Stunden
8. 4565 2009 -> 3:56 Stunden
9. Fabian -> 3:58 Stunden
10. Marc -> 4:03 Stunden
11. Elena -> 4:14 Stunden
12. Joscha -> 4:17 Stunden
13. Laufschwein -> 4:26 Stunden

Nicht zu glauben: wir haben alle erlebt, wie dieser Uwe Bernd mehrmals an uns vorbeigezogen ist - und vor allem: in WELCHEM TEMPO. Wenn man sich überlegt: selbst dieses Tempo konstant beim Marathon zu laufen reicht noch nicht aus, um den Weltrekord zu machen! Da fehlen immer noch sage und schreibe 8 Minuten!!! Ähhhh, wie soll das bitte gehen?

Ein Wort noch zu Marc: wenn man bedenkt, dass der Junge erst vor einigen Jahren noch einen Marathon in 3:54 Stunden gelaufen ist (und er mit seiner WNSL-Zeit hochgerechnet nur auf 4:03 Stunden kommt), dann lässt sich gut erkennen, dass der 13. Juni 2009 nicht gerade der Höhepunkt seiner läuferischen Leistungsfähigkeit war!

Soviel für heute zum Thema Statistik. Ich denke mal es ist jetzt auch genug gesagt; Zweifel daran dass ich die beste (mechanische) Leistung gebracht habe, dürften endgültig ausgeräumt sein. Alles ist gut!!!

Eine abschließende (dann doch nicht so gute) Bemerkung muss ich dann aber noch zu meinem Lieblingsland loswerden: wenn es in Deutschland so weitergeht wie es sich in den letzten Tagen andeutet, dann sollte ich vielleicht doch lieber noch das ein oder andere Jahrzehnt hier unten bleiben! Die OECD erwartet bis Ende 2009 in Deutschland 5,1 Millionen Arbeitslose, gestern wurde eine neue Rekordverschuldung beschlossen und angeblich liebäugelt man damit, zur Finanzierung den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf 19% anzuheben... GEHT’S NOCH??? Wenn jetzt auch noch Guido Westerwelle Aussenminister wird, dann bleibe ich sicher hier in der Schweiz! Da muss ich mich zumindest nicht mehrmals täglich für Spaß-Guido schämen und bekomme beim Einkaufen sogar die deutsche Mehrwertsteuer zurück!

Neben diesen politischen Trauermeldungen gibt es noch eine weitere Hiobsbotschaft. Die Berufsakademie Mannheim gibt es nicht mehr (sie heißt jetzt: „Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim“). Und dann kann es auch kein Wunder sein, dass ich keinen Job finde, wenn ich mich mit dem Zeugnis einer Hochschule bewerbe, die es nicht gibt!

Dienstag, 23. Juni 2009

WNSL 2009 - Wettkampf II (Gästeblog)

So! Ich beginne meinen Post mal wieder mit meinem Lieblingswort, wobei MEIN Post eigentlich falsch ist. Denn hier und heute kommt es zu einer absoluten Premiere bei "Lauf du Pienser": dem Beitrag eines Gastautoren!

Der Kollege Jonas aus Bonn hat sich dazu herabgelassen ein paar Worte (oder ein paar mehr...) über seine Eindrücke vom WNSL-Wochenende zu verlieren! Wer sich nicht mehr erinnern kann, wie der Jonas aussah; es ist der Typ links im orangefarbenen Pullover:Sehr cool, vielen Dank Junge! Und dann will ich auch jetzt nicht viel weiter rumquatschen. Ungekürzt und unzensiert:
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WHO THE FUCK IS WILLI-NICKEL?
Von Jonas

Nach einem solch perfekt organisiertem Wochenende steht es dem Matthi auch zu, seinen Wunsch erfüllt zu bekommen: ein Beitrag zu seinem Blog. Auch wenn dieser der härtesten Zensur ausgesetzt sein sollte und jedes meiner Wort verfälscht wird. Aber wir sind hier ja nicht bei der New York Times, gell Jermaine...

Wie schreibt man denn überhaupt einen solchen Lauftext? Laut Matthi ist dies ja quasi die einzige Möglichkeit sich bis zum Marathon zu quälen. Beim lieben Matthias fällt hierbei dann aber auf, dass er den Blog eher dazu nutzt einem gewissen Kreis Mitmenschen seine Tageserlebnisse zu erzählen, als das er seine Trainingsqualen dokumentiert. Sei es drum, das andere funktioniert und ist immer gut zu lesen! Von kaum einem anderen Menschen wusste ich letztes Jahr so detailliert was ihm widerfahren ist, ob man das hingegen auch wissen möchte steht auf einem anderen Blog. Dem pointierten Schreibstil von Matthi kann ich kaum Paroli bieten, aber ich kann viel und lange schreiben!

Zurück zum Lauftext oder auch direkt hinein in den Lauf, denn der Gedanke den ich während des Wettkampfes hegte ist bezeichnend für das ganze Wochenende „Warum tue ich mir das an?“. Nicht das ich das Wochenende an sich meine, das war schlicht genial, aber es gab doch immer wieder Szenen in denen diese Frage aufkam:

- Im Biergarten sitzend über Apfelschorle nachdenkend
- Beim Frühstück auf ausgewogene Ernährung achtend
- So viele Bananen essend, das es für eine Tierparkfütterung gereicht hätten
- Powergel... (Ohne Worte)
- Magnesiumkuren trinkend, obwohl das Bier im Kühlschrank stand
- Die Auswahl des Laufdresses auf die Temperaturen anpassend
- Beängstigt mir die Startnummer am Körper statt am Shirt zu befestigen
- Usw. usw.

Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen „Läufer“ gesehen.

Angekommen in Pfungstadt war mir eigentlich direkt klar, das die meisten Kinder die dort am Start waren fitter sind als ich. Als sich dann noch zwei dürre Kiddies eine Runde neben uns warmgelaufen haben, dachte ich es reicht, ich steige aus. War das ganze nicht von einer Brauerei organisiert? Wo war der Grill, wieso gab es keinen Schnaps und wieso waren die T-Shirts in XL erst vergriffen und wurden dann wiedergefunden nachdem ich demütig das Shirt in L entgegen genommen hatte. Das schlechte Gewissen und der guten Vorsatz abzunehmen waren direkt wieder in meinem Kopf. Und wieder die Frage: „Was mache ich hier?“.

Im gleichen Moment sah ich jedoch auch Licht am Horizont, naja zumindest ein klein wenig. Die Startunterlagen wurden in einem Teamumschlag überreicht! Nun war mir klar, dass egal was nachher passieren würde, meine Schmach auf die ganze Truppe zurückfallen würde. Sogar auf Tobi!

Nach einer folgenden kurzen Aufwärmrunde im Auto standen wir dann tatsächlich, auf den Punkt vorbereitet, in Pfungstadt, es konnte losgehen, alles war perfekt. Nur leider hatten wir für den falschen Lauf gemeldet, bzw. viel schlimmer WURDEN für den falschen Lauf gemeldet! Diese Fremdbestimmung beim anmelden von Laufevents ist eine recht zweifelhafte Praxis! Wobei es mir die Chance gibt ganz eventuell zurückzuschlagen. Das hingegen würde mich auch eine Stufe mit 4565 stellen… Mal sehen was passiert… man sieht sich immer zweimal im Leben!

Joschas Start zum 4,8 km Lauf und die damit verbundene Leistung toppten dann problemlos alles andere. Ich habe den Jungen ja noch in seiner Vorbereitung erlebt und dort war regelmäßig nach 3 km Schluss. Und das war ganz sicher nicht geblufft, das Schnauben einer alten, ungeölten Dampflok klang harmonisch gegen das was aus Joscha herauskam. Umso großartiger fand ich die Runden die er in den Pfungstadt Asphalt gebrannt hat. Das war wirklich ganz großes Kino! Nicht ohne Grund war „der Vorläufer“ für einen Oscar nominiert.

Danach kam es nun zum harten Ausscheidungsrennen über 8,4 km, sechs Runden Schmerz, Hass und Erniedrigung. Kurz vor dem Start suchte ich mir die Hinterläufe von Matthi um meine Tatik von Beginn an durchziehen zu können, am Matthi bleiben und ihn kurz vor Ende wegchecken. Der Startschuss fiel und plötzlich rast der Junge los. Ich dachte kurzzeitig tatsächlich, das Matthi sich den größten Bluff der Sportgeschichte ausgedachte hatte. Mit dem Tempo der ersten fünf Meter wäre er locker auf dem Treppchen gewesen. Gott sei Dank ließ er die Katze noch einmal im Dorf und erkannte rechtzeitig, dass Freunde wichtiger sind als sportliche Erfolge; das sollte allerdings nicht allen anwesenden WNSL-Finishern-2009 so gehen.

Die folgenden Runden waren bullenheiß, viel zu anstrengend und eigentlich nur davon geprägt regelmäßig überrundet zu werden. Ich war schon recht froh, dass es der Sieger nicht schon in der ersten Runde geschafft hatte! Besonders froh war ich allerdings darüber, dass es keiner barfuss geschafft hat; eine solche Demütigung kann und will ich mir nicht zumuten!

Das Rennen plätscherte so vor sich hin, bis sich Markus an der Eberstädter kurz überlegte ein Eis holen zu gehen. Ihm scheint dann aber eingefallen zu sein, dass er das besser nach dem Rennen macht und daher lieber schon mal vor läuft. Zweitbester Bluff des Tages!

König der Pokerspieler ist und bleibt aber der Tobi. Fast beleidigt wirkte er als wir aus der Schweiz heimkehrten und Matthi über seinen Leistungsstand in Kenntnis setzten. „Was habt ihr denn für einen Scheiß erzählt“, waren seine Worte. Dabei hatten wir nur klar und deutlich formuliert, dass wir uns Sorgen machen von Tobi überrundet zu werden. Diese Sorge stellte sich als mehr als berechtigt heraus. Von Beginn an wart Tobi nicht mehr gesehen und erst beim Thema Überrundung wurde klar dass er noch mitläuft. Elena selber war davon betroffen, was mich zu der Feststellung bringt, dass Tobi von dem Begriff Gentleman noch nichts gehört haben kann! Du kannst doch nicht einfach eine Frau schlagen und sie dann auch noch erniedrigen! Pfui Spinne!

Für Matthi und mich bestätigte sich das Problem Knoben in der vorletzten Runde. „Überrundet der uns noch?“, nach dieser Frage entschied ich mich für eine Taktikänderung: Prio 1: nicht von Tobi überrundet werden, Prio 2: vor Matthi ankommen. Das meine Körner noch für beides reichen sollten war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar und ich bin meinem Körper im nachhinein dafür sehr dankbar.

Die Akte Knoben möchte ich mit folgender Auszeichnung schließen: Bester Bluff des Tages! Damit gemeint ist jedoch nicht die bestätigte Favoritenrolle, sondern seine Anmerkung, dass er uns niemals überrundet hätte.

Ansonsten kann ich, wie Kollege Matthi auch, zu dieser Leistung nur gratulieren! Das war richtig stark!

Das Ende des Laufes war dann auch das Ende der Qualen. Mit meiner Zeit war ich mehr als zufrieden, die wohl erst durch den Hauseigenen Fanclub möglich geworden ist. Unterstützung und Verpflegung an der Strecke waren absolut top!

Dies scheint mir auch die richtige Stelle zu sein für die grandiose Verpflegung im Hause der Odenwaldstraße zu danken. Eine solche Gastfreundschaft, bei der man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat fehl am Platze zu sein (selbst wenn man morgens Leute mit Lockenwicklern in der Küche antrifft), habe ich selten erlebt. Vielen, vielen Dank dafür, ich freue mich schon auf das nächste mal!

Auch nach dem Lauf kam meine Frage noch einmal auf „Warum tue ich mir das an?“. Es war der Zeitpunkt, als mir Matthi mein viertes Steak auf den Teller legte...

Vielen dank für ein richtig geiles WNSL Wochenende!