Dienstag, 3. Februar 2009

Fakten: 27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon

So, wie angekündigt fasse ich hier und heute mal ein paar Zahlen & Fakten vom „27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon“ zusammen, den ich bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen nicht mitlaufen konnte. Wie klingt das eigentlich? Gesundheitliche Gründe...

Neben den KPI´s präsentiere ich Euch auch noch 2 Videos vom Marathon, die mir (als gemeldetem Läufer) freundlicherweise zugeschickt wurden. Ich kann nur hoffen, dass ich mit dem Einstellen der Dinger (und auch der Bilder) keine Copyrights verletze. Falls doch wäre es cool, wenn Ihr mich mal im Gefängnis besuchen würdet! Edit: da es Stunden dauert, diese Videos hochzuladen, erfreue ich Euch nur mit einem der beiden! Das muss für heute reichen! Edit II: ich werd wahnsinnig, auch nach 3 Stunden ist noch nichtmal das erste Video hochgeladen. Das Ding ist wohl doch ein bisschen zu groß. Damit es jetzt aber zumindest irgendein Filmchen gibt, hier der Link zum Streckenprofil-Video. Das ist zwar eigentlich ziemlich sinnfrei, aber ich bin trotzdem total begeistert davon: *klick*

Oh Shit, ich muss zugeben: es tut mir in der Seele weh, diese ganzen Videos anzugucken. Wenn ich die Bilder vor mir sehe, merke ich wieder, wie gerne ich da mitgelaufen wäre und wie enttäuscht ich jetzt bin. Naja, was will man machen… Und bevor ich sentimental werde, gehe ich jetzt endlich zu den Fakten über:

Gewonnen hat die Übung – welch Überraschung – ein Kenianer. Er heißt Robert Kiprono Cheruiyot und lief den Marathon in 2:07:21 Stunden. Wenn ich gewusst hätte, dass DIE Zeit reicht, wäre ich vermutlich doch mitgelaufen. Denn das hätte ich jetzt auch grad noch geschafft! Zweiter und Dritter wurden ebenfalls Kenianer – wäre vielleicht mal ne Überlegung wert, diese Nation aus rein spannungstechnischen Gründen von derlei Wettwerben auszuschließen!Der Robert setzte sich gegen insgesamt 8´061 andere, gestartete Läufer durch. Ursprünglich gemeldet hatten 9´941 Herren, aber die restlichen 1´879 (immerhin knappt 20%) hatten wohl ihre Turnbeutel vergessen. Ebensogut möglich wäre natürlich, dass sie eine Fußknochenwurzelköpfchenentzündung oder ein „Tractusreiben über Trochanter major mit konsekutiver Perarthropathia coxae“ hatten – das sind ja so die typischen Verletzungen… Von den 8´062 gestarteten Männern kamen 7´828 vor dem Reinigungsfahrzeug im Ziel an! Das sind immerhin 97,1% - RESPEKT!Frauen waren 2´105 gemeldet, 1´686 traten letztlich an (abermals rund 20% Schwund) von denen es 1´641 ins Ziel schafften. Das ist mit 97,3% dann sogar eine noch besser Quote als bei den Männern! Noch mehr RESPEKT! Aus patriotischer Sicht besonders erfreulich: bei den Frauen gewann eine Deutsche: Sabrina Mockenhaupt von „Köln Marathon“.Für alle die keine Lust haben, es im Kopf auszurechnen: insgesamt waren also 12´046 Personen gemeldet, von denen 9´748 angetreten und immerhin 9´469 angekommen sind. Was mit den 279 armen Seelen passiert ist, die nicht angekommen sind, ließ sich leider nicht herausfinden…

Die Teilnehmer kamen aus 71 verschiedenen Nationen, von denen natürlich Deutschland die größte Delegation stellte (91,9%). Auf Platz zwei (129 Teilnehmer) lagen die Franzosen, gefolgt von Großbritannien (122), der Türkei (113) und Österreich (112). Ich gehe allerdings davon aus, dass die 113 Türken durchschnittlich keinen allzu weiten Anfahrtsweg hatten. Aus der Schweiz waren immerhin 65 Leute am Start! Die größte Überseenation stellten die Amerikaner; wobei auch hier davon auszugehen ist, dass der ein oder andere vielleicht in Deutschland lebt! Aus Kenia, dem Land des Siegers, starteten 49 Läufer! Ein Läufer kam von den „United Stated Minor Outlying Islands“ wobei mich eher das Gefühl beschleicht, der Gute hat sich das Land einfach mal ausgedacht...

Noch ein paar Zahlen zum Verbrauch während des Wettkampfs: 22´000 Startnummern, 88´000 Sicherheitsnadeln, 12´000 Schwämme, 565´000 Trinkbecher, 80´000 Bananen, 20´000 Äpfel, 4´780 Liter Tee, 10´000 Trauben, 140´000 Liter Getränke (hm… inklusive Tee?), 20´000 Nüsse & Trockenfrüchte, 13´000 Wärmefolien, 17´000 Medaillen! Quizfrage: mit wie vielen Sicherheitsnadeln wurde jede einzelne Startnummer befestigt?Tja, soviel zu diesem Thema. Das war jetzt mal ein Post geprägt von Zahlen, Daten und Statistiken - dabei geht einem Controller natürlich das Herz auf! Womit ich dann auch schon den perfekten Übergang zu meinem nächsten Post habe. In dem werde ich nämlich ein kleines kostenrechnerisches Fazit dieses Projekts ziehen. Ich werde auf den Cent genau darlegen, was mich die ganze Geschichte gekostet hat – das sind die Tage an denen es sich dann endlich mal auszahlt, dass ich penibelst Haushaltsbuch führe :-)

A propos: derzeit durchlebe ich eine ganz besondere Herausforderung in puncto Kostenbewusstsein. Ich werde im Februar – unfreiwilligerweise – eine kleine „Hartz IV“ – Übung einstreuen. Ich habe letzte Woche versehentlich zu viel Kohle nach Deutschland überwiesen und habe jetzt einen kleinen CHF-Liquiditätsengpass. Ich muss bis Ende Februar mit 65 Franken auskommen: Okay, 20 Franken habe ich auch noch cash, außerdem noch 140 Franken in Reka-Schecks – damit könnte ich an BP-Tankstellen einkaufen :-) Da die Kaufkraft von 65 Franken in der Schweiz in etwa der Kaufkraft von 30 Euro in Deutschland entspricht, werden die nächsten 3 Wochen (oh mein Gott, 3 WOCHEN????) sicherlich lustig! Naja, am Wochenende bin ich in Deutschland; bevor ich verhunger kann ich mir meine Lebensmittel ja dort kaufen...

Ah huch! Jetzt hat sich die ganze Gesichte hier so lang gezogen (das lag nur an den Videos), dass wir mittlerweile längst den 3. Februar haben! Damit an dieser Stelle mal einen herzlichen Glückwunsch und alles Gute an den alten Gelbverbrenner-Finanzhai Markus; der hat nämlich heute Geburtstag! Ich rufe heute Abend mal an; vielleicht habe ich ja Glück und du sitzt dann ausnahmsweis mal nicht auf dem Hometrainer!

[Copyright der Bilder: offizielle "Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon"-CD 2008]

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