Donnerstag, 12. August 2010
Zur Statistik...
Montag, 21. Juni 2010
Videoanalye-Ersatz
Ich verabschiede mich jetzt zu meinen drei letzten Arbeitstagen für die ABB Schweiz. Ab Mittwoch Abend bin ich dann endlich und endgültig wieder zu Hause!! Bleibt nur zu hoffen dass ich dann auch noch eine WM-Urlaubswoche unter Beteiligung der deutsche Elf erleben darf. Dafür ist ein Sieg am Mittwoch gegen Ghana zweifelsohne Pflicht. Nur für den unwahrscheinlichen Fall dass das nicht klappen sollte, heisst das Sekundärziel: Prince Boateng so zurichten, dass er vor 2014 keinen Fußballplatz mehr ohne Hilfe von Rollstuhl oder Krücken betreten kann!! Ich verlasse mich drauf dass das eingehalten wird!!
Sonntag, 20. Juni 2010
WNSL 2010 - Wettkampf I
Die Vorbereitungen für den Lauf waren zwar einigermassen stressig, aber im Grossen und Ganzen lief eigentlich alles reibungslos. Am Freitag gegen 18 Uhr waren die Salate (dank meiner überragenden Schnippel-Künste) fertig, die Betten gemacht, das Grillfleisch gekauft und das Bier gekühlt. Und pünktlich wie die Feuerwehr lief dann auch schon die erste Fraktion Bonner auf: Elena und Jonas.
Die vorabendlichen Aktivitäten der Teilnehmer waren zumindest schonmal eine Klasse besser als im letzten Jahr. Diesmal wurde beim Bier nicht zaghaft zugegriffen – im Gegenteil. Jonas und ich fröhnten am leckeren Pfungstädter als wäre der Lauf schon vorbei und auch Markus (der später mit Conny vorbeikam) hatte schon merklich einen im Tee. Das sollten wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder beibehalten – zumal ich (und ich glaube auch alle anderen) keineswegs beeinträchtigt durch Restalkohol in den Wettkampf gegangen sind.
So ganz konnten wir uns von den Mustern des letzten Jahres allerdings dann doch nicht trennen. Samstags zum Mittagessen gab es Bananen und Jonas und ich konnten nicht anders als uns wenige Minuten vor dem Lauf noch ne Runde „Power Gel – Caffeinated Black Current“ zu genehmigen. Ich bin mir sicher es hat was genutzt…
Nachdem uns am späten Vormittag schon Joscha und Anne mit ihrer Anwesenheit... äh... beglückt (?) haben, trudelten dann gegen 14 Uhr auch Sanne und Fabian in Seeheim ein. Anne hatte das Wochenende sogar ihrer Magisterarbeit vorgezogen; sowas nenne ich das "Richtige Setzen von Prioritäten!!". Die Strecke wollten wir dieses Jahr zwar nicht nochmal ablaufen (die ist eh immer gleich, sofern die Eberstädter Strasse nicht grade umgebaut wird), aber um zumindest schonmal die diesjährigen Laufshirts abzuholen, statteten wir dem WNSL dann bereits gegen 14.30 Uhr einen ersten Besuch ab. Irgendjemand hatte noch nen Witz gemacht, dass die T-Shirts dieses Jahr bestimmt pink seien. Nun, es sollte leider kein Witz bleiben.
Nachdem wir uns von diesem farblichen Schock erholt hatten, ging es nach Seeheim zum Umziehen, frisch machen und Markus einsammeln. Schon gegen 15.30 Uhr waren wir dann zurück in Pfungstadt; bereit ganz, GANZ GROSSES zu leisten!! Am Start waren nun die Läuferinnen: Renate, Andrea, Elena, Janina sowie die männlichen Teilnehmer Joscha, Jonas, Markus, Fabian, Marc, Jens und meine Wenigkeit. Frenetisch angefeuert wurden wir von: Anne, Sanne, Corneli, Heinz, Ben, den Dippel-Eltern sowie den Mahler-Nachbarn.
Corneli weigerte sich leider im Vorfeld als Läuferin teilzunehmen, mit der Begründung sie müsse sich schliesslich wie im letzten Jahr darum kümmern, Videos vom Lauf zu machen. Leider stellte sie dann aber am Samstag fest, dass sie ihre Kamera vergessen hatte. Ganz professioneller Auftritt, Schwesterchen!! Wenn sowas nochmal vorkommt, wirst du direkt vor Ort nachgemeldet und musst mitlaufen!! Da brauchst du auch garnicht so zu grinsen...
Um 16.15 Uhr kam dann ENDLICH der Startschuss und es konnte losgehen: Bevor ich mich auch nur einigermassen aus diesem Massenstart-Gewühl rausgearbeitet hatte, hatte Marc auch schon 10 Meter Vorsprung – den ich allerdings direkt schliessen konnte und tatsächlich von dem Moment an keinen Meter mehr von seiner Seite (bzw. seinem Rücken) wich. Tja, leider (oder Gott sei Dank) kann ich dieses Jahr garnicht von unserem Lauf im „Peleton“ berichten. Das ist zwar einerseits schade, da es letztes jahr schon ziemlich lustig war wie wir da als Gruppe gelaufen sind. Aber wenigstens war ich dieses Jahr nicht permanente gejagt von Laufschwein, Reinigungsfahrzeug und den Veranstaltern die endlich Feierabend machen wollten.
Besonders neu war für mich das Gefühl, dass ich plötzlich den Vorsprung auf andere Leute erhöhen konnte, statt wie üblich den Rückstand. Bei jeder Kehre auf der Eberstädter Strasse konnte ich feststellen wie Marcs und mein Vorsprung auf Markus (der war Anfangs noch dritter) von Runde zu Runde anstieg – ZIEMLICH COOL :-)
Symptomatisch übrigens für das gesamte Wochenende dass die beiden auch auf diesem Bild natürlich am Saufen sind! Das kleine "Jonas-Fabian"-Peloton wurde gejagt von Joscha (so schnell unterwegs dass es überhaupt nicht möglich war ihn zentriert auf nem Foto festzuhalten)...Geredet wurde diesmal auch nicht viel - nur bei einer Kehre als ich Jonas und Fabian entgegenkam zeigte mir Jonas den Vogel verbunden mit einem "Ihr spinnt doch!". Ich hatte aber leider weder Luft noch Zeit um ihm nochmal explizit zu erklären dass nicht ICH das Tempo mache, sondern mein Schwager. Marc und ich haben während dem Lauf kein einziges Wort geredet, nur einmal als uns der Sieger überrundet hat konnten wir uns zu einer 3sekündigen Hass- und Schimpftirade aufraffen. Weiteres Reden wäre aber auch nicht möglich gewesen: mein Schnaufen wurde von Meter zu Meter schlimmer, wobei ich zwischendurch versuchte meine Erschöpfung irgendwie zu verbergen um Marc nicht zu zeigen welch angeschossenes Reh da hinter ihm herhetzte. Äh, moment: hab ich mich eben als Reh bezeichnet?? Ich wollte eigentlich Gazelle sagen :-) Anyway, hätte Marc sich einmal rumgedreht hätte er meine Notlage wahrscheinlich erkannt – zumindest laut diverser Zeugenaussagen hab ich nämlich angeblich „Fressen gezogen dass einem Angst und Bange werden konnte“. Keine Ahnung was das bedeuten soll... Ich kann nur sagen: so schlimm wie von innen kann ich von aussen garnicht ausgesehen haben! Und ich finde dieses Bild hier verdeutlicht dass ich mindestens genausoviel Freude bei der Sache habe, wie mein Schwager:
Aber gut, kann ja nicht jeder so einen spasserfüllten Gesichtsausdruck haben wie unser ausstralischer Feigling im Vorjahr:Beim Wasserholen vor der letzten Runde hab ich mich dann leider jämmerlich verschluckt und nen Hustenanfall zum besten gegeben den man vermutlich noch bis Griesheim hören konnte. Auch Marc bekam den natürlich mit, sodass ich jederzeit mit ner Attacke von ihm rechnete. Wie er mir nach dem Lauf erzählte hat er sogar kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, entschied sich dann aber doch dafür dass eine „Attacke in der Food-Zone“ unmoralisch wäre. Sehr fair!!
Bei der unteren Kehre auf der Eberstädter Strasse – als ich meinen Hustenanfall grade überwunden hatte – war es dann aber mit Geduld und Gutmütigkeit bei meinem Schwager vorbei und er attackierte mit einer leichtne Tempoverschärfung. Ich war zwar schon komplett im Arsch, aber 900 Meter vor dem Ende konnte ich ihn jetzt natürlich auch nicht weglaufen lassen. Keine Ahnung wie, aber ich bin an ihm drangeblieben und zu meiner unfassbaren Überraschung war ich nach der zweitne Kehre sogar mal kurzzeitig vor ihm. Das war allerdings schon 5 Sekunden später wieder vorbei, als Marc seine zweite Attacke fuhr um dann nach der Einbiegung in diese Passage (oder was das sein soll) endgültig zum Endspurt ansetzte. Ich weiss selbst nicht wie ich es geschafft habe, aber auch diese beiden Tempoerhöhungen konnte ich mitgehen. Zwar wurde mir 50 Meter vor der Ziellinie etwas schwarz vor Augen, aber ich konnte die Ziellinie überqueren bevor mich der Erstickungstod ereilte!
Zwar brauchte ich ein paar Sekunden um wieder zu Luft und Besinnung zu kommen, aber danach hab ich glaub ich eine Milliarde Glückshormone ausgestossen. Oh Mann, ging es mir da gut (und wenn ich das so schreibe merke ich: es hält noch immer an!).Um mal in der Sprache von „Michael Page“ zu bleiben: ich war fast ein bisschen begeistert!!
Marc und ich tranken eine Erfrischung, gingen duschen, aßen eine Kleinigkeit, gaben das ein oder andere Interview für die lokale Presse und kommentierten dann fürs Fernsehen den Zieleinlauf unserer Konkurrenten. Zunächst gaben sich Janina und Jens ein echtes Fotofinish, wobei Jens (vermutlich um eine Beziehungskrise zu vermeiden) seiner Liebsten den Vortritt liess:
Besonders spannend war dann das Battle dass sich Fabian, Jonas und Markus lieferten. Markus war 3,5 Runden vor den anderen beiden, um sich dann in der Passage kurz vorm Ziel überflügeln zu lassen. Die Wortwahl die Markus den Überholenden hinterrief kann hier im Blog leider aus Jugendschutzgründen nicht genutzt werden. Besonders erfreulich: Markus hat - bevor auch nur wieder bei Sauerstoff war - direkt eine Kampfansage fürs nächste Jahr geäussert. Genau so soll es sein. Nach dem WNSL ist vor dem WNSL - die Vorbereitung hat am Sonntag den 13. Juni 2010 begonnen!
In einem fulminanten Endspurt schüttelte Fabian dann auch noch Jonas ab und liess einen Meter vor der Ziellinie sogar noch einen weiteren Zivilisten hinter sich. Diese konnte vermutlich nicht so ganz nachvollziehen was die Aktion sollte und war – wie man hier sehen kann – merklich geschockt:
Was war das eigentlich, Fabian? Wolltest du dem Typ nen Herzinfarkt zufügen oder konntest einfach nicht mehr bremsen? Naja, war auf jeden Fall ne reife Leistung. Und der Junge schien auch selbst sehr angetan gewesen zu sein von seiner Leistung; er hat regelrecht gekotzt vor Glück!! Für den Fairness-Preis konnte er sich hingegen auch in diesem Jahr nicht empfehlen. Während er im letzten Jahr Marc unsportlich überrumpelt hast (Stichwort: Hast du noch Körner?), liess er sich sich an diesem Wochenende von seinem Pacemaker Jonas an Markus heranziehen, um dann beide einfach stehen zu lassen. Fabian, wie schon im letzten Jahr: PFUI!!
Gefolgt wurde dieses Trio dann von Joscha. Ich nehme das Wort Enttäuschung ja nur ungerne in den Mund… Aber von Joscha als erfahrenstem Läufer auf der 4,8km-Distanz wäre wohl schon etwas mehr zu erwarten gewesen. Immerhin: er konnte seine Vorjahreszeit um rund 15 Sekunden auf 29:01 Minuten verbessern. Alter, wenn du jedes Jahr 15 Sekunden schneller wirst, dann dürftest du das Ding in 51 Jahren gewinnen – ich drücke die Daumen!! Der Sieger hat die 4,8 Kilometer tatsächlich in 16:25 Minuten hinter sich gebracht. Keine Ahnung wie er das gemacht hat, aber eigentlich will ich es auch garnicht wissen.
Kurz nach Joscha kam dann Elena ins Ziel. Die Hoffnung dass Elena auch dieses Jahr wieder einen Podiumsplatz für die WNSL-Finisher ergattern könnte, wurde leider nicht erfüllt, aber man kann ja auch nicht immer Titel mit nach Hause bringen. Nächstes Jahr rechnen wir dann aber wieder fest mit dir!!
Last but not least wurden die WNSL-Finisher dann komplettiert durch Renate und Andrea. Wobei meine Mama dadurch glänzte dass sie schon 50 Meter vor der Ziellinie dachte sie sei bereits im Ziel und sich in einen Plausch mit irgendwelchen Zuschauern verwickeln liess. Allerdings wurde sie von mehrern Leuten eindringlich darauf hingewiesen dass sie doch vielleicht zuerst den Lauf zu Ende bringen solle – hat sie dann auch geschafft!!
Andreas hatte leider von der ersten Runde an mit Seitenstechen zu kämpfen. Trotzdem reichte es um einigermassen locker vor Ben im Ziel einzutrudeln - und irgendwie schafft auch Andrea so auszusehen als sei es nicht anstrengend gewesen:
Trotzdem muss(kann/will ich insebsondere den weiblichen Mitgliedern meiner Familie ein dickes Lob und ganz grossen Respekt aussprechen. Äh… also den weiblichen Familienmitglieder die MITGELAUFEN sind natürlich! Corneli, du solltest dich in die Ecke stellen und für die vergessene Kamera schämen!! Aber im Ernst: einzige ärgerlich an der Laufleistung von Renate und Andrea ist eigentlich die Platzierung. Letztes Jahr hätte man mit den Superzeiten locker nen Mittelfeldplatz gemacht, dieses Jahr hat es leider nur zum hinteren Drittel gereicht. Aber wenn man mal bedenkt wie viele Leute während des Laufs aufgegeben haben und garnicht erst gewertet wurden, ist das natürlich auch nicht verwunderlich...
Nachdem alle im Ziel angekommen waren und wieder einigermassen Sauerstoff getankt hatten, erfreuten wir uns zunächst an unseren 2-25 Nachwettkampfgetränken – „Pfunstädter Weizen alkoholfrei“. Wenn man so dehydriert ist wie wir schmeckt das Zeug wirklich köstlich!! Inzwischen war auch der Hauptlauf gestartet wo wir uns darauf konzentrierten die beiden ältestens Teilnehmer/innen zu unterstützen. Oh Mann, ich lach mich kaputt wenn ich an den alten Kerl zurückdenke der immer so verschämt abgewunken hat wenn wir da draussen Terror gemacht haben :-)
Den Hauptlauf sehen wir uns natürlich nur an um uns an der späteren Siegerehrung unser wohlverdientes (!!) Mannschafts-Bier abzuholen. Dass wir 10 Liter sicher hatten (als Mannschaft mit mindetens 10 Läufern) war uns frühzeitig klar, aber bereits am Vorabend als wir uns die Meldungen ansahen stand plötzlich im Raum dass wir sogar als drittgrösste Gruppe auf 20 Liter hoffen konnten. Gegen 17.15 Uhr als die Ergebnisse veröffentlich wurden wurde das dann tatsächlich Realität und es brannte mal kurz sowas wie Jubel auf. 20 Liter bei 11 Läufern war wirklich die optimale Input/Output-Rentabilität. Und es gab nicht nur 4 Dosen Bier, sondern auch noch ein "Siegerfoto" auf dem Podium:
Jetzt wo der sportliche Teil fertig war, hiess es eigentlich nurnoch das Bier sicher nach Hause zu bringen und sich dann dem angenehmen Teil des Abens zu widmen. Nachdem wir uns alle einigermassen frisch gemacht hatten (ich glaube so wirklich FRISCH war keine/r der Läufer/innen mehr) standen die letzten Vorbereitungen an. Wie schon beim Zieleinlauf waren auch hier Männlein und Weiblein strikt getrennt. Während die Damen (mittlerweile hatte sich auch Conny zur Truppe gesellt) sich in der Küche ums Schnibbeln von Gemüse (oder so) kümmerten...
Am nächsten morgen waren dann alle auch schon wieder erstaunlich fit - so fit dass das geplante Fussballspiel sogar auch noch stattfinden konnte. Einzig Joscha versuchte sich vor dem Kicken zu drücken indem er und Anne einfach nicht zum Frühstück erschienen. Irgenwann hatten sie dann aber doch ein Einsehen und kamen hoch!! Joscha ist es auch der für den WNSL-2011 eine Petition einreichen wollte, dass aufs Fussballspielen verzichtet wird - dafür ist es aber leider zu spät. Denn das hätte fristgerecht 365 Tage vorm Wettkampf schriftlich bei mir eingehen müssen - und ich habe bis heute noch nix kriegt. Eigentlich aber auch unverständlich, denn Joscha entwickelte sich im Lauf des Spiels zum eiskalten und vom Feind gefürchteten Knipser (sozusagen der "Harry Decheiver" Seeheims).
Was den Lauf angeht, werden im nächsten Jahr die Karten natürlich völlig neu gemischt. Der Bluffer aus Australien könnte durchaus wieder im Starterfeld zu finden sein, ebenso der Jens aus Bonn wäre ein interessanter Kandidat um die WNSL-Finisher nicht nur in der Breite sondern auch in der Spitze zu bereichern. Und vielleicht gäbe es in Bonn ja noch ne DDR-Leistungssportlerin und nen FDP-Lobbyisten die zu begeistern wären. Dafür müssten meine Eltern dann nurnoch nen Anbau machen - aber die haben ja Zeit...
A propos Eltern: an dieser Stelle dann mal ein großes Dankeschön an meine Eltern für die ganze Vorbereitung, Organisation und logistische Unterstützung an diesem Wochenende. Alleine hätte ich das definitiv nicht geschafft und es hätte als Beilage zum Grillfleisch sicherlich keinen Salat und kein Gemüse gegeben, sondern allenfalls Tostbrot. Und übernachten hätte auch niemand gekonnt. Also liebe Eltern: VIELEN DANK!!
An dieser Stelle kann ich nurnoch verweisen auf die nächsten Blogeinträge. Ich werde zumindest mal ein Picasa-Webalbum mit den Bildern hochladen, und ebenfalls werde ich noch einen Post zur Statistik liefern - für Hilfe bin ich natürlich dankbar, Jonas :-) Videos wird es wie bereits erwähnt dieses Jahr leider nicht geben. Aber notfalls schaut Ihr Euch einfach die vom letzten Jahr an und stellt Euch vor sie wären vom letzten Wochenende.
Zuletzt bleibt mir eigentlich nurnoch Euch für Eure Anreise nach Seeheim, für Euren läuferischen Einsatz beim WNSL beziehungswiese Eure Teilnahme am Wochenende generell zu danken. Ich denke und hoffe mal Ihr habt Euch genauso gut amüsiert wie ich!!
Donnerstag, 17. Juni 2010
WNSL 2010 - Platzhalter
Ist bestimmt bald soweit, denn seit heute bin ich zumindes schonmal wieder ein richtiger Deutscher. Der Zoll hat mich tatsächlich reingelassen, meine "Übersiedlung" ist erfolgreich vonstatten gegangen!!
Ich denke mal am Sonntag schaffe ich es, erste Eindrücke vom letzten Wochenende zu vermitteln!!
Freitag, 11. Juni 2010
Nur noch ein Tag...
Ansonsten gibt es eigentlich ganz gute Nachrichten von der WNSL-Front. Die Vorbereitungen laufen zwar noch auf Hochtouren (wobei ich mal wieder mit meinen beachtlichen Fähigkeiten als Kartoffelschäler und Gurkenschneider glänzen kann), aber wir sind sehr optimistisch dass bis morgen Abend (bzw. heute Abend) alles fertig ist. Auf meine Email bezüglich kulinarischer Wünsche kam leider kaum Feedback. Lediglich das von Joscha gewünschte "Ragout aus Känguruh-Embryo" habe ich heute vorbereiten müssen - war aber kein Thema... Mein Training hätte im Übrigen auch schlimmer sein können. Jetzt habe ich zwar ein paar Tage fast nix gemacht, aber heute war ich mal wieder Laufen – und zwar unter echten WNSL-2009-Bedingungen. Die Luftfeuchtigkeit lag vermutlich knapp über 100%, während sich der Sauerstoffanteil in der Luft bei gut 0% bewegte. Dennoch (bzw. gerade deswegen) war der Lauf durchaus okay. Zeiten werde ich zwar nicht nennen – ich will dem Taktierer aus Weiterstadt ja keine Infos geben wo ich in etwa stehe – aber ich kann betonen dass ich selbst überrascht war – und zwar POSITIV!
Aber á propos „Klima“: wetter.com prognostiziert für morgen Abend Regen – damit wäre der Biergarten als Anlaufstelle wohl gestorben. Das dürfte aber zu verkraften sein, wir finden sicherlich ne Beschäftigung die man auch drinnen machen kann (Stichwort: WM-Vize-Eröffnungsspiel). Am Samstag während unseres Laufs rechnet wetter.com mit 22-24 Grad Celsius, bei leichten Regenschauern. Nun, das mag zwar nicht optimal sein, aber ich denke wir sind uns einig: alles ist besser als die gefühlten 70 Grad im letzten Jahr! 22 Grad klingen echt gut, und der Regen wäre sicher ne nette Erfrischung zwischendurch.
Zumal wir auf viele helfende Hände am Streckenrand nicht werden hoffen können. Dieses Jahr wird es gerade mal 4 „WNSL-Finisher“-Supporter geben: Anne, Corneli, Sanne und Heinz. Bei sage und schreibe 11 Läufern (also einem Verhältnis Nicht-Läufer zu Läufer von 4/11) wird es sicherlich Engpässe in der Wasserversorgung geben!!
So, bevor ich jeden Moment im Sitzen einpenne, verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche Euch noch einen schönen Freitag und eine gute Anreise ins Hessenland!! Auf einen lustigen und... äh... erfolgreichen (?) WNSL 2010!!
mit einem Lächeln im Gesicht,
doch was mal aus dir werden soll,
das weisst du nicht!
Der eine hats, der andere nicht,
doch das hast du nicht so gemacht!
Dein Weg führt dich in dunkle Straßen,
hörst du wie man über dich lacht…
Dienstag, 1. Juni 2010
Kicken & Trainingsausblick
Was ist eigentlich grade im politischen Deutschland los? Wieso treten plötzlich alle Politiker zurück? Und vor allem: welcher Volltrottel bringt denn bitte die potentiellen Nachfolger ins Gespräch? Ey, falls es Stoiber wird hoffe ich mal dass die Entscheidung noch in den nächsten 30 Tagen getroffen wird – denn dann ziehe ich ernsthaft in Erwägung doch noch ein paar Jahre hier unten zu bleiben. Ich weiß garnicht was ich zu Stoiber sagen soll, außer (um einfach mal meine Eltern zu zitieren): DAS hätte Deutschland nicht verdient!! Ey, was wäre denn das für ne Freakshow? Westerwelle als Aussenminister, Stoiber als Bundespräsident!! Ich glaube da wäre der diplomatische Schaden auch nicht größer wenn wir morgen auf die Idee kämen Frankreich zu überfallen und den dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen… Leider klingen ja auch die anderen Kandidaten nicht viel besser. Nichts gegen Frau Käßmann, aber ob unser neues Staatsoberhaupt unbedingt ne Person sein muss die besoffen über rote Ampeln fährt… naja, das wäre mir jetzt nicht so richtig vermittelbar!! Andererseits: ALLES ist besser als Stoiber & Schäuble!!
Anyway um in Panik auszubrechen bleibt – sobald die Wahl getroffen ist – immer noch genug Zeit. Also stellen wir dieses Thema erstmal hinten an und widmen uns den erfreulichen Dingen des Lebens: momentan beschäftige ich mich mit meinem 55. und LETZTEN Monatsabschluss bei der ABB Schweiz. Ich freue mich schon seit Monaten über alle möglichen Arbeiten die ich letztmals machen musste, aber der letzte Monatsabschluss ist echt noch mal was ganz besonderes!! Soviel Glückshormone wie ich eigentlich ausschütten müsste, habe ich garnicht - UNFASSBAR!! Vor mir liegen jetzt noch 9 Arbeitstage, wenn es einigermaßen normal läuft sollte das ein Kinderspiel werden...
Aber á propos „Kinderspiel“: heute stand mit dem ABB-Kicken endlich mal wieder Sport in seiner erfreulichen Form auf dem Programm. Auch wenn ich mittlerweile sogar die Laufbahn des FC Brugg in mein Herz geschlossen habe, macht es doch einfach 1000 Mal mehr Spaß mit anderen „Kindern“ einem Ball hinterherzutollen.
Besonders erfreulich aus meiner Sicht ist, dass mein Training sich tatsächlich langsam aber sicher auszuzahlen scheint. Denn heute konnte ich so viel laufen wie definitiv lange nicht mehr – vielleicht sogar wie noch nie. Darüber hinaus war auch der fußballerische Part – im Gegensatz zum abgrundtiefschlechten Getrete letzte Woche – im Großen und Ganzen zufriedenstellend. War zwar jetzt nicht der Hammer, aber definitiv auch schonmal schlechter!
Zwar verhinderte der Fußballplatz (der Name ist eigentlich ein einziger Witz – ich habe schon Kartoffelacker gesehen die in nem besseren Zustand waren) jede Form von Spielkultur. Aber damit hatte ich ja nicht alleine zu kämpfen; wir hatten alle so unsere Probleme mit dem Geläuf. Das Spiel haben wir zwar gewonnen, aber da die anderen absolut keine Chance hatten war das leider nicht grade ne große Herausforderung. Wir haben zwar mehrmals durchgewechselt um die Truppen ausgeglichener zu gestalten und die letzte Stunden sogar in Unterzahl gespielt. Aber trotzdem war das ganze viel zu einfach. Keine Ahnung wie das ausgegangen ist (es ist völlig unmöglich da mitzuzählen) aber schätzungsweise dürfte es sich irgendwo bei nem 35:15 bewegt haben.
Last but not least: meine Knie (die ja am Samstag Bekanntschaft mit dem Schotterparkplatz in Brugg gemacht haben) sind schon fast wieder wie neu – lief heute völlig problemlos. Aber gut, gegen so ein deutsches Immunsystem können schweizer Kieselsteine halt auch einfach nichts ausrichten!!
So sehr ich mich momentan an meinem reibungslosen Training und der Verbesserung meiner Fitness erfreue, so skeptisch sehe ich den nächsten 2 Wochen entgegen. Denn dummerweise steht gerade jetzt eine Zeit an in der ich so gut wie kein Training unterbringen kann. Den Donnerstag werde ich tagsüber (trotz Fronleichnam) leider im Büro verbringen, bevor abends ein Abschiedsabend mit meinen Controlling-Kollegen in Zürich ansteht. Die bisherigen Planungen klingen ziemlich verheissungsvoll; vor allem aber klingen sie nicht danach dass man danach innerhalb von 72 Stunden schon wieder bei 0,0 Promille sein könnte. Naja, abwarten und Bier trinken! Am Freitag habe ich sicherheitshalber mal kein Training angesetzt – am Samstag muss ich abermals ins Büro (mein letzter Monatsabschluss erfordert nochmal etwas mehr Engagement). Erst am Sonntag steht die nächste Einheit an – ob das dann eher lang und langsam oder kurz und schnell wird entscheide ich spontan.
Montag feier ich in der Firma meinen Ausstand (schwyzerdeutsch: Farewell-Apero), der wird sich auch bis ziemlich spät in den Abend ziehen! Dienstag steht zwar ABB-Kicken an, aber in erster Linie werden da wohl die vorabendlichen Restbestände an Äppler und Pils vernichtet – der sportliche Teil dürfte ne eher untergeordnete Rolle spielen. Und am Mittwoch den 9. Juni geht es direkt nach der Arbeit zurück ins Hessenland – wo ich vermutlich zu spät ankomme um noch bei Helligkeit laufen zu gehen. Meine letzte Trainingseinheit werde ich als irgendwann im Lauf des Donnerstag ansetzen. Am Freitag stehen noch ein paar Vorbereitungen in meiner Seeheimer Sommerresidenz an, bevor irgendwann abends dann das Bonner Elend einfällt!!
Vor dem WNSL bleiben mir also nurnoch 3 Einheiten: zwei Mal Laufen sowie ein Mal Kicken unter dem Einfluss von Alkohol. So sieht ne seriöse Wettkampfplanung aus :-) Egal, um die 3 Kästen Bier zu gewinnen wird es am 12. Juni sowieso nicht reichen. Aber ich kündige schonmal vollmundig an: Letzter werde ich definitiv auch nicht!
Aber a propos „Bonner Elend“ und „Alkohol“: Jonas, vielen Dank für dein Angebot. Jetzt wo ich mal gegooglet habe um was es sich bei einem Pittermänchen handelt, würde ich mal sagen: immer her damit!! Zwar muss man bei mir/uns ja eigentlich kein Hunger oder Durst leiden, aber da Bier zu den Dingen gehört von denen man nie zuviel haben kann, ist ein Fäßchen Kölsch natürlich jederzeit gern gesehen!!
So, vermutlich wird es die nächsten Tage etwas ruhiger hier – frühestens am Sonntag werde ich mich wieder melden. Aber angesichts der Tatsache dass da wohl eh nur ein öder, kurzer WNSL in Brugg ansteht, verzichte ich vielleicht auch darauf, Euch hier damit zu langweilen!! Ansonsten habe ich heute ja die „latest news“ per Email verschickt – bitte gründlich lesen und die entsprechenden Anweisungen befolgen :-)
Samstag, 29. Mai 2010
Triathlon
Freitag, 28. Mai 2010
WNSL-2010-Meldung
Tja nun, ich blicke heute zwar auf eine Woche zurück in der so ziemlich alles schief gelaufen ist was auch nur schief laufen konnte, aber sehen wir es positiv: seit heute ist sie – zumindest arbeitstechnisch – beendet und das Wochenende steht vor der Tür. Darüber hinaus habe ich ab heute nurnoch ganze 11 Arbeitstage bei ABB zu absolvieren - das ist wirklich hoch erfreulich. Auf der anderen Seite sind es aber auch nurnoch 15 Tage bis zu WNSL - das ist alles andere als gut. So dicht können Glück und Pech halt manchmal zusammenliegen...
Immerhin: seit heute sind wir endlich allesamt für den 11. Willi-Nickel-Stadtlauf gemeldet – wobei: ob das jetzt ne gute oder doch eher ne schlechte Nachhricht ist, lass ich einfach mal dahingestellt. Gestiftet wird dieses Vergnügen auch in diesem Jahr von meinem „Rauchfrei“-Fonds. Alle Leute die sich nach meiner letzten Mail auf den Lauf committet haben sind eingetragen (guckst du hier: *klick* > Meldungen ansehen)– jetzt heisst es die Strecke einfach nur ohne grössere Schäden hinter sich zu bringen.
Besonders interessant - auch und insbesondere für uns - sind folgende Infos zum diesjährigen WNSL:
Zunächst mal die wichtige Erkenntnis dass auch bei den 3 grössten Gruppen das Bier als "Flatrates" ausgeschüttet wird und nicht jeder Läufer ein 5-Liter-Fässchen bekommt - wer hat das Gerücht eigentlich in die Welt gesetzt? Zwar sehe ich es nicht wirklich als realistisch an dass wir zu den 3 grössten Gruppen gehören werden, aber mit mindestens 10 Leuten sichern wir uns zumindest 10 Liter köstlichstes Pfungstädter Pils. Momentan sind wir zwar erst zu neunt, aber aus dem Freundeskreis meiner Schwester haben sich 2 Leute bereit erklärt für unsere Truppe anzutreten. Die konnte ich nur bisher noch nicht anmelden da mir Nachname und Geburtsjahr nicht bekannt sind. Anyway, die 10 Liter sind uns schonmal sicher! Und dieses Mal holen wir uns – im Gegensatz zum letzten Jahr – auch auf jeden Fall unser „Nachwettkampfgetränk“ ab. Wahrscheinlich „Justus Weizen alkoholfrei“ – na lecker...
Die kompletten Meldeunterlagen für den diesjährigen Willi-Nickel-Stadtlauf findet Ihr im Übrigen hier: WNSL 2010
So, das war es für heute auch schon wieder. Damit ich die Geschichte auch wirklich überlebe habe ich morgen ne spektakuläre Trainingseinheit angesetzt. Sollte ich die wirklich durchziehen meld ich mich auf jeden Fall morgen Abend noch mit den Details :-)
Dienstag, 25. Mai 2010
WNSL 2010 - Nur noch 18 Tage...
Ansonsten gibt es leider keine spektakulär guten Nachrichten. Aber da es schon wieder ein paar Tage her ist dass ich mich letztmals über meinen katastrophalen Fitnesszustand ausgelassen habe – habe ich mich heute mal wieder zu einem Blog-Beitrag durchgerungen. Mein Verzicht aufs bloggen liegt in erster Linie daran dass ich mit Umzugsorga, Wochenendheimfahrten und Jobübergabe genug zu tun habe. Aber da der WNSL ja schon in weniger als 3 Wochen stattfifndet, macht es wohl mal wieder Sinn sich zu melden.
Wie vor kurzem per Mail verkündet kann das Wochenende auf jeden Fall wie geplant über die Bühne gehen – mein Umzug ist auf den 17. Juni terminiert. Und da kann ich dann auch schonmal direkt ankündigen: wer glaubt übernächsten Samstag vor mir über die Ziellinie laufen zu müssen der/die hat dann zur Strafe beim Umzug zu helfen. Ich würde es mir also gut überlegen!!
Mein Training könnte zwar besser und intensiver sein, aber definitiv auch schlechter. Am letzten (minitiös durchgeplanten *räusper*) Wochenende war ich immerhin zweimal (bzw. eher gesagt 1,5 Mal) laufen und am heutigen Dienstag stand dann mal wieder das ABB-Kicken in Turgi an. Ich glaube zwar so schlecht wie heute habe ich in meinem Leben noch nie Fussball gespielt, aber auch hier zählt natürlich: der gute Wille zählt und schlecht trainiert ist (hoffentlich!!) immer noch besser als garnicht trainiert. Die Hitze hat zwar meine sowieso schon beschämende Laufbereitschaft nochmals verringert, aber so konnte ich heute dann zumindest schonmal unter „WNSL 2009“-Bedingungen trainieren. Wir hatten nämlich gefühlte 62 Grad Celsius – im Schatten. Ich dachte schon nach dem Aufwärmen (der Begriff ist eigentlich blanker Hohn!!) dass ich ersticke. So gesehen schon ne absolute Meisterleistung die heutige Übung ohne Folgeschäden überlebt zu haben…
Fazit: meine aktuelle Leistungsfähigkeit reicht definitiv nicht aus um am 12. Juni irgendwas zu reissen – aber von dem Gedanken hatte ich mich eh längst verabschiedet :-) und zumindest bin ich ÜBERHAUPT am Trainieren – das war ja auch schonmal anders.
Aber a propos Fussball: wie letztes Jahr könnten wir eigentlich auch dieses Jahr wieder Sonntags im Stadion kicken gehen. Diesmal haben wir dann ja nur 4,8 Kilometer in den Beinen – da werden wir sonntags sicherlich alle fit sein wie ein junges Reh. Anyway: wäre also gut wenn Ihr das nötige Zeug zum Kicken mitbringen könntet (Schienenbeinschoner, Organspendeausweis, das übliche eben). Die 18er-Alu-Stollen könnt Ihr daheim lassen – gespielt wird wie letztes Jahr auf dem Gummi-Kleinfeld. Ach ja, und auch hier gilt natürlich: wenn jemand meint am Samstag beim WNSL vor mir im Ziel sein zu müssen, kann ich gesundheitliche Langzeitschäden leider nicht ausschliessen. Und es will ja keiner (wie unser Capitano) die WM verletzt von draussen verfolgen, oder?
Aber zurück zum Training: was man von Euch hört ist mal wieder ne Ansammlung von Tiefstapelei und der grundsätzlichen Verleugnung jeden Trainings. Wenigstens weilt der Vorjahressieger (sowohl im Laufen als auch im Tiefstapeln) dieser Jahr im Ausland – aber es gibt ja noch genug andere. Die einen behaupten sie würden nur 3 Kilometer schaffen, andere wollen seit Monaten nicht mehr Laufen gewesen sein. Auch der Markus wird wahrscheinlich wie letztes Jahr „nicht trainiert haben“ um sich dann irgendwann während des Laufs mit den Worten „wenn ich so langsam laufe kriege ich Knieschmerzen“ nach vorne zu verabschieden. Naja, bin wirklich sehr gespannt auf den 12. Juni…
Eine kleine Dummheit habe ich mir auch noch geleistet. Ich habe mit Mar(c)athon um 3 Kästen köstlichstes Pils gewettet dass ich auf die 4,8 Kilometer schneller bin als er. KEINE AHNUNG was mich dazu geritten hat . Ich hatte definitiv keinen Tropfen Alkohol getrunken – schon alles ein bisschen seltsam… Naja, da ich den Vergleich unmöglich gewinnen kann, habe ich dieses Wochenende vorsorglich schonmal das erste Drittel des Einsatzes geliefert.
So, jetzt lege ich mal meine Knochen auf Eis – damit der Muskelkater in den nächsten 1-2 Wochen abgeklungen ist :-) Heute mittag habe ich zufällig gesehen dass man nun für den WNSL melden kann. Das werde ich auf jeden Fall spätestens am Wochenende für uns alle machen!
Ich wünsche Euch eine schöne Woche, esst und trinkt reichlich und trainiert nicht so viel!!
Dienstag, 30. März 2010
(Demütigender) Trainingseinstieg
Nun, die erfreulichste Nachricht seit Jahren habe ich am Freitag ja bereits publik gemacht. Oh Mann wie sensationell: endlich geht es wieder zurück!! Und obwohl dieser Freitag schon ab 12.44 Uhr eigentlich nicht mehr zu toppen war, hat es die Eintracht tatsächlich geschafft noch einen drauf zu setzen. Soviel Glück kann man eigentlich innerhalb von 12 Stunden garnicht erleben – umso krasser dass ich es trotzdem erleben durfte. Am Samstag hat dann auch noch der FC nachgezogen und Hannover im eigenen Stadion gedemütigt. Und sogar der Bookie des Spiels bei BWIN war ganz offensichtlich FC-Fan:
Eigentlich hätte man meinen können dass ich es am Wochenende richtig hätte knallen lassen. Davon kann aber keine Rede sein. Vielmehr hat mich die totale Frühjahrsmüdigkeit erwischt – wahrscheinlich befeuert von der Tatsache dass endlich der Druck dieser ganzen Jobsuche vorbei ist. Wie auch immer: eigentlich habe ich hauptsächlich geschlafen und in den wenigen Wachstunden fleissig angefangen Umzugskisten zu packen. Ich verliere wirklich keine Sekunde!
Nun gut: die räumliche Entfernung zu Pfungstadt ist also endlich überwunden – das bedeutet dass ich spätestens ab nächstem Jahr dann unter lokalen Bedingungen trainieren kann – was zu einer WEITEREN Leistungssteigerung führen dürfte :-) Was der neue Job aber für den WNSL 2010 bedeutet bleibt erstmal noch abzuwarten. Fakt ist: ich werde vermutlich irgendwann Mitte/Ende Juni umziehen müssen. Natürlich versuche ich einzrichten, dass die Übung nicht grade am WNSL-Wochenende über die Bühne geht, aber so 100%ig ausschliessen kann ich es leider nicht…
Aber davon ausgehend dass unsere Zusammenkunft wie geplant stattfindet habe ich meine Neuer-Job-Wochenend-Euphorie mit in den Montag reingezogen und bin in mein Training eingestiegen. Am gestrigen Montag war ich nach der Arbeit in Brugg auf der Laufbahn – wo ich die vermutlich lächerlichste sportliche Leistung bot, die dieses Stadion jemals erlebt hat. Oh Gott war das peinlich. Ich bin nichtmal 2 Kilometer gerannt – DAS IST KEIN WITZ. Nach 4,5 Runden habe ich total erschöpft mit Seitenstechen und nem vermutlich völlig überhöhten Puls ausgestiegen weil halt auch wirklich GARNIX ging. Mir war schwindlig, ich war kurzatmig, meine Lunge hat gepfiffen – UNFASSBAR!! Das Lungenpfeifen habe ich übrigens auch heute noch. Langsam fang ich wirklcih an mir Sorgen zu machen. Von den 4,5 Runden bin ich zwischendurch sogar ne halbe Runde gegangen. Ich habe keine Ahnung was los war – ich glaube ich bin momentan tatsächlich so unfit wie noch niemals zuvor in meinem Leben!
Naja, so wirklich Sorgen mache ich mir im Hinblick auf den 12. Juni noch nicht. Die Zeit sollte schon noch reichen um mir zumindest ein nötiges Grundmaß an Kondition zuzulegen. Aber ich denke mal dafür muss ich dann mindestens 3 Mal pro Woche auf die Strecke. Schaun wir mal… Heute und morgen werde ich nicht laufen gehen – Quartalsabschluss. Und am Donnerstag werde ich mich dann auf die A5 begeben um im stockenden Osterverkehr nach Seeheim zu fahren. Wie ich mich kenne werde ich auch das WE in Seeheim nicht laufen – aber nächste Woche steige ich dann (eventuell) richtig ins Training ein – gestern war einfach nur ein Ausrutscher...
Da ich die nächsten 5 Tage sicher nicht zum bloggen komme, wünsche ich schonmal ein schönes (verlängertes) Wochenende und seid so gut: trainiert nicht so viel!!!
Freitag, 19. März 2010
Wochenende
So, haben wir es also mal wieder geschafft. Es ist Freitag und ich denke wir sind uns einige: dieses Wochenende haben wir uns ganz besonders verdient. Also, wir alle ausser dem Tobi der sich irgendwo am australischen Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Junge, mach mal was Produktives!!!
So sehr ich mich über das Wochenende freue, so schlimm wird dafür der morgige Tag. Denn da geht es dfür mich mal wieder ins „Herzen von Europa“ wo sich die Eintracht dem großen FCB entgegenstellt. Das wird sicherlich ne ganz grosse Nummer. Die recht Seite dürfte morgen ziemlich leer sein - Ochs und der Sympath Franz sind gesperrt. Und auch der der andere Sympath (Teber) war im letzten Spiel böse und darf nicht mitkicken. Ich denke mal Ribery wird sich vor Langeweile kaputtlachen. Das ist gleichzeitig meine einzige Hoffnung!
Und auf der anderen Seite siehts eigentlich noch viel fieser aus. Arjen Robben hat es morgen mitm Spycher zu tun. MITM SPYCHER!!! Hab grad eben mal gecheckt ob es jemand gibt der die Wette „Spycher muss nach 30 Minuten mit Schleudertrauma ausgewechselt werden“ anbietet. Leider lässt sich darauf aber kein Buchmacher ein – die wissen schon warum… Aber trotz der Vorraussetzungen: ich freu mich übertrieben auf das Spiel. Und sei es notfalls auch nur weil mir BWIN die Klatsche ordentlich vergolden wird :-)
Ansonsten kann ich nur allen empfehlen, mal auf die Uhr zu gucken. Wir haben nämlich den 19. März 2010. Das bedeutet zum einen dass in nichtmal 3 Monaten der Lauf ist und zum anderen dass in 9 Tagen mein phänomenales Trainingsprogramm für den WNSL 2010 beginnt. Nächsten Sonntag (also am ersten Tag nach der Zeitumstellung) wird der Asphalt in Riniken wieder zum Glühen gebracht. Wie ich inzwischen gehört habe, gibt es aber auch schon wieder Streber die längst mit dem Training angefangen haben. Conny hat mir gepetzt dass der Markus schon wieder laufen war – was ihm wiederum garnicht recht war. Jaja, wie letztes Jahr – abends vorher erzählt er sicher wieder dass er nix gemacht hat. Ebenfalls trainiert wird auch schon in Weiterstadt – und zwar bemerkenswerter Weise nicht von Marc. Vielmehr ist es Andrea den der Ehrgeiz gepackt hat und die bereits in der Hochphase des Trainings ist.
Andrea hat mich im Übrigen auf ein Problem hingewiesen dass wir beim WNSL bekommen könnten. Denn fraglich ist ob unsere schlagkräftige Truppe wirklich in der Lage ist aufgrund unserer Teamgrösse einen hopfenhaltigen Preis einzuheimsen. Ich glaube die 3 grössten Teams bekommen pro Teilnehmer ein 5-Liter-Fässchen. Aber letztes Jahr gab es tatsächlich folgende Teams:
1.) Tennis and Friends (23 Teilnehmer)
2.) Klein Gallien (19 Teilnehmer)
3.) Concordia Pfungstadt (15 Teilnehmer)
4.) Wellness-Team (14 Teilnehmer)
5.) Hubert GmbH (11 Teilnehmer)
6.) SSCP (6 Teilnehmer)
…
15.) WNSL-Finisher 2009 (1 Teilnehmer) --> was ne lächerliche Truppe, gell Joscha?
Nun, was auf der Hand liegt: unsere kleine Truppe wird an besagtem 13. Juni so einiges tun – aber sicherlich kein Bier gewinnen. Die Frage ist nun ob und wie wir unser Team so aufpumpen können, dass wir zumindest mal unter die ersten 3 kommen. Ich schätze mal 15-20 Leute brauch man dafür in jedem Fall. Ein paar Leute werden wir in Südhessen sicher noch auftreiben können – dennoch sollten wir uns schonmal mit dem Gedanken anfreunden, dass es unter Umständen keinen „Return on Investment“ in flüssiger Form geben könnte.
Tja nun, für intelligente Vorschläge bin ich wie immer offen. Von meiner Seite wars das für heute. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und werde mich dann vermutlich am nächsten Sonntag das nächste Mal melden – wenn ich meinen Wiedereinstieg ins Training „gemeistert“ habe...
Montag, 8. März 2010
center.tv allez-allez!!!
… center.tv allez-allez!
CENTER.TV, CENTER.TV, CENTER.TV ALLEZ-ALLEZ!!!
Am Wochenende stand der von langer Hand geplante Köln-Besuch auf dem Programm und an der Tatsache dass ich hier und heute schreibe kann man erkennen: ich habe es überlebt. Und das war nicht unbedingt immer zu erwarten. Schon der Samstag-Morgen war reichlich frustrierend als ich nach dem Aufstehen circa 5 Zentimetern Neuschnee entgegenblickte – und es wurde von Sekunde zu Sekunde mehr. Die spanischen, portugisischen und griechischen LKW-Fahrer ohne Sommerreifen entschlossen sich daher kurzerhand dazu, die A3 mit quergestellten Lastwagen zu vollsperren. Erfreulicherweise ist Südhessen so gut infrastrukturiert, dass wir spontan auf die A67 ausweichen konnten. Von den Eisschollen auf den Fahrbahnmarkierungen (die bei jedem Spurwechsel Geräusche machte, als würde sich der Unterboden jeden Moment verabschieden) mal abgesehen, konnten wir uns eigentlich nicht beschweren. Auf der Gegenspur der A67 kam es hingegen etwa 1 Stunde nachdem wir dort vorbeigefahren waren zu einer fiesen Massenkarambolage. Etwa 30 Autos sind da ineinandergerast. Der Grund war bemerkenswerter Weise nicht der Schnee, sondern die tiefstehende Sonne!
Ja ne, ist klar: ständig über den Winter motzen und wenn dann die Sonne kommt ist es auch wieder nicht recht!! Naja, hoffen wir mal das Beste für den Schwerverletzen!! Unsere Reise nach Köln verlief – gemessen an den Witterungsbedingungen – wirklich blendend. Gegen 12 Uhr kurvten wir die Karre ins Parkhaus des „IBIS Center-Süd“, ein fantastisches 1-Sterne-Hoten ganz in der Nähe des Tiebolds Ecks. Hier trafen wir wenige Minuten später auf Elena, Jona, Joscha, Peter und … äh… wer wars noch??? Egal, sehr lustige Truppe die sich von nun an dem leckeren Kölsch hingab und dem Kick des FC gegen den Rekordmeister aus München entgegenfieberte.
Gegen 15 Uhr liefen wir dann im Müngersdorfer Stadion auf, wo der Pöbel auf die Süd ging, während wir uns unseren Plätzen auf der Haupttribüne widmeten! Markus verzichtete allerdings im Lauf des Spiels nicht darauf, mehrmals zu erwähnen dass er eigentlich („jetzt wo ich ein paar Bier im Kopp hab“) viel lieber in der Süd stehen würde. Danke Mann, das nächste Mal sagst du das bitte bevor ich 120 Euro für diese Snob-Plätze raushaue :-) Mannmannmann, und für sowas verkaufe ich extra Teile von meinem Teakholzbestand in Costa Rica…!!
Zum Spiel gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Angeblich ist es 1:1 ausgegangen, was ich aber nicht mit Sicherheit bezeugen kann - ich persönlich habe ein 0:0 gezählt. Wirklich unglaublich: ich habe noch nie in Frankfurt im Stadion irgendwas gegessen oder getrunken. Erstens weil ich diese totale Abzocke nicht unterstütze, aber eben auch weil ich nichts vom Spiel verpassen will. Am Samstag war ich ZWEIMAL draussen um für Getränkenachschub zu sorgen. Jetzt darf mal jeder raten in welchen Minuten die beiden Tore fielen!! Oh Mann – ich bin echt der totale Trottel. Beim Tor für den FC hatte ich sogar noch den Markus mit rausgenommen. Beim zweiten Mal bin ich dann mit den Worten „geht ja nicht, dass du auch noch das zweite FC-Tor verpasst“ alleine gegangen. Naja, es kam alles etwas anders. Für mich war das Spiel also ein ödes 0:0. Immerhin ein Abseitstor von Poldi sowie einen Lattenschuss (Poldi), einen Unterlattenkopfball (Schweinsteiger) und einen Pfostenschuss (Fronck) bekam ich geboten.
Nach dem Kick ging es weiter zu „Oma Kleinmann“ um dort ein Schnitzelchen zu verzehren. Zu diesem Anlass reisten dann sogar noch Anne, Anja, Vivien, Jens und Lars (ich bleibe einfach mal bei den echten Namen…) an. Die mittlerweile 10köpfige Gruppe machte sich dann später noch auf zu…. ja… irgender Cocktailbar in der Zülpicher Straße. Ich war auf jeden Fall schonmal da, aber keine Ahnung wie der Laden heisst.
Im Verlauf des Abends verstärkte sich ein Phänomen immer mehr. Die Schwerkraft der Kölschgläser veränderte sich permanent. Es war echt eine reine Kunst, die Dinger aufrecht auf dem Tisch zu halten. Liegt vermutlich daran dass die Teile total schmal und relativ hoch konzipiert sind. Wer baut auch sowas? Anyway, die Dinger haben ganz plötzlich angefangen, ständig umzufallen. Nachdem es schon weder für den FC noch für die Eintracht zu 3 Punkten gereicht hatte, verlor ich dann auch noch den internen Kölsch-Wurf-Wettbewerb gegen Markus. Zwar konnte ich zweimal in Führung gehen (1:0 und 2:1), aber am Ende setzte sich Markus dann doch deutlich durch. Beim 2:4 hab ich gefrustet aufgehört zu zählen. Naja, halten wir zumindest fest: ich habe ihm in diesem Duell nichts geschenkt!!
Tja nun, ich glaube im Großen und Ganzen waren alle froh als wir dann endlich gegangen sind. Haben wir uns eigentlich verabschiedet oder sind wir einfach abgehauen? Ich weiß nur noch dass der Jens uns auf seinem Angeber-Handy den Weg zurück zum Hotel gezeigt hat. Einschliesslich der Worte „Ach das ist ja ganz nah; da seid Ihr in 5 Minuten!“. Tja nun, vermutlich hätte jeder einbeinige Blinde mit 12 Promille den Weg schneller gefunden als wir. Wir haben dann tatsächlich – für etwa 800 Meter – eine knappe Stunde gebraucht. Das lag aber nur zum Teil an der fehlenden Ortskenntnis. Viel mehr waren wir doch etwas… äh… unkoordiniert. So machten wir zwischendurch Rast um uns einen Döner zu kaufen, hatten aber plötzlich zwei komische, asiatische Falaffel in der Hand die sich wirklich am Rande zur Körperverletzung bewegten. Markus glänzte dann noch damit dass er irgendwelche privaten Autos die vorbeifuhren für Taxis hielt und zielsicher auf eines zuging, verbunden mit den Worten „Komm, lass uns das einfach nehmen!“. Ich konnte ihn aber im Letzten Moment noch vom Einsteigen abhalten. Überglücklich erreichten wir dann irgendwann unser Hotel – zwischendurch hatte ich schon daran gezweifelt dass wir es jemals schaffen.
Über den nächsten Tag lässt sich nicht viel sagen; zumindest nicht viel gutes. Gegen 10 Uhr verliessen wir das Hotel und besorgten zunächst mal ein paar Einheiten „Rheinisches Schwarzbrot“ – um Markus gesundheitliche Existenz auch über diesen Tag hinaus hin zu sichern. Auf dem Heimweg redeten wir maximal 20 Sätze. Bestehend aus 19 Mal: Markus: „Ich hab solche Kopfschmerzen!“, Ich: „Und mir ist schlecht!“. Nur einmal wichen wir aus auf „Was ein geiles Wetter!“, „Aber echt!“. Naja egal, reden war einfach viel zu anstrengend.
In Seeheim hab ich den Brotlieferant wieder im Bangert abgegeben und bin dann für 3 Stunden zum Schlafen zu meinen Eltern gefahren bevor es für mich zurück in die Schweiz ging. War auf jeden Fall ein ziemlich glattes Wochenende mit – wie immer! – äußerst netter Begleitung der Division Godesberg. Auf eine baldige Wiederholung – aber doch auch nicht ZU bald. Jetzt brauch ich erstmal 8 Wochen Urlaub zur Erholung!
So, und damit dieser ganze Text auch eine Berechtigung hat hier im Blog zu stehen kommen wir noch kurz auf den WNSL 2010 zu sprechen. Vom Kollgen F.G. aus Mannheim kam massive Kritik an der Auswahl des Laufes auf. Sein Wunsch wäre es weiterhin den langen Lauf zu meistern. Also Fabian, wie per Sametime schon angekündigt: wir müssen nach dem Jedermannslauf/Jedefraulauf eh 60 Minuten bis zur Siegerehrung (und zur Bierausschüttung) warten. So gesehen kannst du diese Stunde gerne mit der Teilnahme am Hauptlauf überbrücken. Die uneingeschränkte Unterstützung aller „WNSL-Finisher-2010“ während des Laufs wäre dir sicher!
Donnerstag, 25. Februar 2010
WNSL 2010 - Blog Reloaded

Jawohl, Ihr habt richtig gelesen. Meine grüne Golfrakete hat die 200.000 Kilometer geknackt. Wirklich unfassbar: das sind umgerechnet rund 4‘740 Marathons, bzw. 23‘256 WNSL-Hauptläufe oder 41‘667 WNSL-Jedermannsläufe. Womit wir dann auch schon beim eigentlichen Thema des heutigen Posts wären. Bevor ich darauf eingehe allerdings zunächst nochmal ein paar Worte zum Thema „doodle“.Was ist der Sinn von „Doodle“?
Der Sinn von „doodle“ ist, schnell und umkompliziert einen passenden Termin zu finden oder aber zu einem anderen Thema eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Dies funktioniert indem die aufgerufenen Teilnehmer ihre Stimme für eine der möglichen Alternativen abgeben. Innerhalb kürzester Zeit kann so die demokratische Mehrheit ermittelt werden.
Was ist nicht der Sinn von „Doodle“?
Das Prinzip „doodle“ sieht nicht vor, dass die Wahlberechtigten mehrfach zur Stimmabgabe aufgerufen werden müssen, die dann anonym oder mit sinnlosesten Eigennamen ihre Wahl treffen, was den Abstimmungsinitator wiederum dazu nötigt, sämtliche Personen des Emailverteilers persönlich zu kontaktieren und in mühevollster Kleinarbeit zu ermitteln, welcher Schwachsinnige welche schwachsinnige Antwort gegeben hat. Und als allerletztes ist der Sinn von „doodle“, dass man letztlich persönlich vorstellig werden muss um zunächst in Mannheim die Stimmen der Familie und dann in Bonn die Stimmen einiger „Freunde“ (unter dem Vorwand einer Abschiedsfeier) einzuholen.
Sei es drum, viele haben ihre Stimme ja dann doch abgegeben, zusammen mit den persönlich eingeholten Stimmen kommen wir zu einer Wahlbeteiligung die das Prädikat „Beschlussfähig“ verdient. Das Ergebnis ist letztlich ein knapper aber doch eindeutiger Sieg für den „Jedermannslauf/Jedefraulauf“ – also den Wettbewerb über 4,8 Kilometer.
Angesichts der Tatsache dass unsere beiden Profiläufer Tobi und Jens im Jahr 2010 nicht teilnehmen werden, ist diese Wahl wohl auch für diejenigen akzeptabel die eigentlich für den 8,6km-Hauptlauf abgestimmt hatten. Die Vorteile des kurzen Laufs sind hinlänglich bekannt (weniger Trainingsvorbereitung, mehr trinken am Vorabend, weniger Qual während des Laufs, mehr verbliebene Kraft für die Feier am Abend), jetzt kann ich nur hoffen dass auch in diesem Jahr die „5-Liter-pro-Teilnehmer-der-5-grössten-Gruppen“-Regelung der Pfungstädter Brauerei gilt. Naja, lassen wir uns einfach überraschen!!!
Die Entscheidung über die Distanz ist für uns alle natürlich wichtig um nun unsere Trainingsplanung genau auf die Strecke und auf den 12. Juni 2010 auslegen zu können. Nun wissen wir also bescheid: ES KANN LOSGEHEN!
Ich für meinen Teil kann ankündigen: mein Trainingsplan beginnt am Sonntag, den 28. März 2010. Da ist nämlich Zeitumstellung und ich kann endlich wieder meine Lieblingslaufzeit (19 Uhr) bei Helligkeit geniessen. Nötig habe ich tatsächlich einiges; denn seit dem WNSL 2009 habe ich (kein Scherz) sage und schreibe 2 Mal Sport gemacht. Einmal bei nem Firmenfussballturnier (über die Frechheit die ich da abgeliefert habe hülle ich mal den Mantel des Schweigens) und einmal beim offiziellen Fussball-Weitschuss-Wettbewerb in Seeheim-Jugenheim (ausgetragen zwischen Maggus und mir) bei dem ich immerhin einen hervorragenden zweiten Platz einfahren konnte. Anyway, wird Zeit dass ich meine Laufschuhe mal ein bisschen entstaube und dann ab Ende März wieder richtig Vollgas (*hüstel*) gebe
So, das war es von meiner Seite für heute. Ich wünsche Euch schonmal ein schönes Wochenende und einen guten Start ins Training. Ich kann schonmal ankündigen: dieses Jahr muss man topfit sein um mich zu schlagen :-)
Donnerstag, 16. Juli 2009
Videoanalyse
Anbei erhaltet Ihr eine ausführliche Videoanalyse der Geschehnisse vom 13. Juni 2009. Die besagten Videos des WNSL 2009 habe ich zwar bereits vor 3 Wochen zusammengebastelt, aber ich komme tatsächlich erst heute dazu, diese sinnlosen Worte hier zu Papier (bzw. zu Blog) zu bringen!.
Mit dieser Aktion habe ich nicht nur meinen Computer, sondern vor allem auch meine Nerven an den Rand der Verzweiflung gebracht. War mehrere Male kurz davor, Bill Gates anzurufen und den Typ aber SOWAS von rund zu machen. Der verdammte "Windows Movie Maker" ist eine einzige, grosse Provokation an jeden "Hobby-Film-Schneider"! Zumindest wenn man so technische Voraussetzungen hat wie ich, also nen 6 Jahre alten Rechner, bei dem ich schon jeden Tag aufs Neue froh bin wenn er überhaupt hochfährt..
Die Verarbeitung des Bildmaterials hat zwar übertriebenen Spass gemacht, allerdings war die ganze Sache wie erwähnt ziemlich Nerven- und Zeitintensiv. Allein das runterladen von irgendwelchen "Codecs" hat mich etwa einen halben Manntag gekostet. Danach musste ich das vorhandene Bildmaterial sage und schreibe ZWEIMAL konvertieren - da es kein Freeware-Programm gab mit dem das direkt gegangen wäre - beziehungsweise ich zu blöd war eins zu finden. Das Ganze hat auch nochmal etwa nen halben Tag gedauert! Das zusammenwurschteln der ganzen Videofetzen dann nochmal ungefähr 24 Stunden, das war aber auf jeden Fall der coolste Teil der ganzen Geschichte! Clevererweise habe ich besagte Tätigkeiten am Stück gemacht. Habe praktisch 48 Stunden vorm Rechner gesessen und sogar vergessen etwas zu essen. So kann man auch abnehmen - die Taktik merke ich mir auf jeden Fall!
Ein besonderer Dank geht an Frau Heiser, die die Videos (damals noch in ihrer Rolle als Frau Gröpler) unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens erstellt hat. "Embedded in Pfungstadt - Report of a crisis". Vielen Dank dafür, Schwesti! Wobei: nächstes Jahr wäre es cool, wenn du auch die Preisverleihung für unsere Läufer mit aufnehmen könntest (ach ne: du läufst ja nächstes Jahr selbst mit...). Mannmannmann, die Elena arbeitet monatelang für den Erfolg und dann wird das nicht auf Video dokumentiert! Coolerweise hört man meine Schwester im Hintergrund reden als sie dachte, sie würde nicht filmen! Und dann die Kamera auszumachen in dem Moment wo die Preisverleihung losgeht! Naja, jede(r) fängt mal an :-)
WNSL-2009 -> Finisher & Supporter
WNSL-2009 -> Zieleinlauf der Finisher
Falls jemand die Viedos haben möchte, mir einfach bescheid sagen! Per Mail verschicken geht nicht, die sind zu gross. Aber ich kann sie irgendwo zum Download ablegen (dann auch in besserer Qualität)!
NOCH 17 TAGE BIS ZUM DERBY!!!
Sonntag, 28. Juni 2009
Pressespiegel WNSL 2009 - Part II
Ich glaube mit so nem Kracher ist noch nie ein Trainer bei Eintracht Frankfurt in die Pflichtspiele gestartet. Und wenn da was schief gehen sollte, dann ist das Thema "Skibbe" in Frankfurt wohl schon vor dem ersten Liga-Spiel durch...
Oh Mann, noch nen ganzen Monat warten - das halte ich nicht aus!!!
Um mich ein bißchen abzulenken, kann ich heute das Thema "Pressespiegel" abschliessen; leider äußerst unspektakulär! Denn wie schon letztes Jahr hat die "Pfungstädter Woche" (alias "PfuWo") mal wieder kaum ein Wort über den WNSL verloren. Es gibt nur ein mickriges Kinderphoto mit einem lieblosen Text. Tolle Berufsgruppe, Joscha!!! Hier ist dieser journalistische Gourmet-Happen:
Dafür gibt es aber in den nächsten Tagen eine Zusammenfassung der Ereignisse vom 13. Juni 2009. Mein kleines Schwesterchen (die rasende Reporterin Karla Kolumna) hat alles gefilmt (naja FAST alles) und ich habe mir dieses Wochenende die Zeit damit vertrieben, das ein bißchen zusammenzufriemeln! Auf das Ergebnis darf man gespannt sein :-)
AUF NACH OF! TREFFPUNKT FFM/SÜDBAHNHOF!
DIE NUMMER EINS AM MAIN SIND WIR!!!
Samstag, 27. Juni 2009
Walter Frosch
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Wenn man nicht gerade aus Hamburg oder Kaiserslautern kommt oder sich intensiv mit den Legender der deutschen Fußballgeschichte beschäftigt, wird einem der Name Walter Frosch wohl auf Anhieb eher nichts sagen. Allerdings ist das ein Zustand der schnellstmöglich behoben werden sollte, denn über diesen Mann gibt es JEDE MENGE zu berichten!
Die reinen Daten seiner Fußballerkarriere scheinen wenig spektakulär: in jeweils ungefähr 60 Spielen verteidigte der gelernte Schornsteinfeger aus Ludwigshafen zwischen 1974 und 1979 in der 1. und 2. Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern und den FC St. Pauli; nach dem Zwangabstieg spielte er noch bis 1982 für Pauli im Amateurbereich weiter.
Ein knallharter Abwehrrecke, der auch ganz gerne mal die eine oder andere Gelbe Karte in Kauf nahm. Als Walter Frosch in der Zweitliga-Saison 1976/77 in 37 Einsätzen sage und schreibe 27-mal gelb sah, entschied sich der DFB, die Gelbsperre in den Regelkatalog aufzunehmen. Bemerkenswert: in seiner ganzen Karriere mußte er kein einziges Mal mit eienm Platzverweis vom Platz!
Doch viel erwähnenswerter sind die Anekdoten des durchaus talentierten Ex-Fußballers. Sein erster Bundesligatrainer in Kaiserslautern, Erich Ribbeck, bescheinigte ihm schon früh: "Wenn Sie solider leben würden, könnten Sie viel höher spielen!" Und auch Frosch weiß heute: "Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe!"
So wird erzählt, daß Frosch am Abend vor dem Bundesligaspiel Kaiserslautern gegen Schalke 04 "beim Griechen nur zwei, drei Ouzo trinken" wollte. Doch als immer mehr Freunde dazustießen, wurde es immer später und er immer voller. Als Frosch am nächsten Tag um 13 Uhr zum Spiel auf dem Betzenberg erschien - nachdem er nachts um 3 Uhr noch selbst einen "400m-Lauf - um 10 Liter Bier" initiert hatte, den er trotz 100m-Vorsprung seiner Freunde selbstverständlich gewann - erklärte er seine fies geröteten Augen auf Nachfrage des Trainers Ribbeck mit "Bindehautentzündung!".
Im Spiel sollte er dann gegen Erwin Kremers, seines Zeichens immerhin damaliger Nationalstürmer und einigermaßen schnell, verteidigen und löste das auf seine ganz eigene Weise: "Den habe ich am Anfang dreimal über die Bande gehauen, daß da Feierabend war. Nach 18 Minuten wurde er ausgewechselt. In den letzten zehn Minuten bin ich noch fünfmal nach vorne gelaufen, habe immer geschrien, dass ich den Ball haben wollte, und war froh, dass ich nicht angespielt wurde. Die Fans waren begeistert. Standing Ovations, Froschi bester Mann. Ribbeck meinte hinterher: 'Naja, von Ihrer Bindehautentzündung hat man ja nicht viel gemerkt.'"
Bereits während seiner Profikarriere soll Walter Frosch über 60 Zigaretten am Tag verqualmt haben. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Tagesdosis wurde er vom Bundestrainer Derwall sogar zur B-Nationalmannschaft eingeladen. Des Rauchers Antwort: "Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl."
Nach zwei Jahren Betze paßte der Lebemann Frosch seine Arbeitsstelle seinem Lebensstil an und wechselte zum FC St. Pauli nach Hamburg, wo er auch heute noch lebt, und eine Art Legendenstatus innehat. Nach 5 Krebsoperationen ist Frosch nun zwangsweise rauchfrei, hat aber immer noch starkes Verlangen, wie er der Bild-Zeitung in einem Interview verriet: "Ich würde lieber eine rauchen als vögeln."
Walter Frosch betreibt heute passenderweise die Stadion-Gaststätte von Victoria Hamburg.
Donnerstag, 25. Juni 2009
WNSL 2009 - Statistik
Sein dazugehörtiges File habe ich mit grösstem Vergnügen entgegengenommen. Wunderbar, endlich das machen was Controller am besten können. Laien würden es als „Zahlen fälschen“ bezeichnen; ich nenne es „Zahlen anders interpretieren“!
Um Jonas Berechnungen zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis zu bringen, war sicherlich einiges an „Nacharbeit“ notwendig. Entsprechend habe ich meinen heutigen Tag genau darauf ausgerichtet: also direkt mal heute nen halben Tag Urlaub genommen, alle Rolläden runtergemacht, Telefon ausgestöpselt, Handys auf lautlos, ein paar Kannen Kaffe gekocht und das ein oder andere Tütchen Power-Gel untergerührt! Und schon konnte es losgehen!!!
Zu meiner unfassbaren Überraschung war dies aber gar nicht nötig. Denn laut Jonas Berechnungen hatte ich beim WNSL 2009 tatsächlich die grösste mechanische Leistung erbracht. Ja gut, *räusper* daran hatte ich eigentlich auch nicht wirklich gezweifelt. Mir war schon während und kurz nach dem Lauf klar, dass ich einmal mehr unfassbares geleistet hatte. Im Grossen und Ganzen muss man allerdings sagen, dass die Assumptions vom Jonas vielleicht nicht in allen Belangen perfekt waren. Wohlgemerkt, meine waren sogar fast richtig, also am Sieg meinerseits kann es keine Zweifel geben (der Rechtsweg ist ausgeschlossen!!!), aber ich glaube dem Markus hast du mit seinem Gewicht schon ziemlich geschmeichelt. Auch sonst sind die Angaben vielleicht etwas wage, aber bevor wir jetzt alle nach ihrem Gewicht fragen, nehmen wir einfach mal die vorhandenen Daten. Ich habe noch ein paar kleine Anpassungen gemacht und komme zu folgendem Ergebnis:
1. 4565 -> 282,85 Watt
2. Jonas -> 273,67 Watt
3. Fabian -> 242,08 Watt
4. Markus -> 230,33 Watt
5. Joscha -> 213,82 Watt
6. Tobi -> 205,19 Watt
7. Marc -> 200,76 Watt
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass der Tobi eine schlechte Leistung gebracht hat. Aber wenn man eben das Kampfgewicht von ner jungen Katze hat, dann ist es klar, dass man die paar Kilos auch locker über den Pfungstädter Asphalt schweben lassen kann! Zur genutzten Formel:
Mechanische Leistung =
Masse*Erdbeschleunigung*Hubhöhe*Schrittanzahl/Laufzeit
Die Erdbeschleunigung ist - das weiß sicher noch jeder aus der Schule - 9,81m/s². Als Schrittanzahl wurde aus pragmatischen Gründen die Annahme 1 Schritt = 1 Meter festgelegt. Bevor jetzt irgendwelche anderen Zahlendreher kommen: JA ICH WEISS, dass ich von diesr Auslegung relativ gesehen profitiere! Aber unterm Strich ist das völlig egal...
Weiter habe ich mir – mit mathematisch deutlich kleinerem Aufwand – unsere Durchschnittsgeschwindigkeiten errechnet:
1. Sebastian Vettel (in Silverstone) -> 223,39 km/h
2. Uwe Bernd (1. Mann) -> 19,19 km/h
3. Regina Blatz (1. Frau) -> 15,67 km/h
4. Tobi -> 12,61 km/h
5. 4565 2008 -> 11,55 km/h
6. Markus -> 10,89 km(h
7. Jonas -> 10,79 km/h
8. 4565 2009 -> 10,73 km/h
9. Fabian -> 10.64 km/h
10. Marc -> 10,42 km/h
11. Elena -> 9,97 km/h
12. Joscha -> 9,83 km/h
13. Laufschwein -> 9,52 km/h
Wenn ich mir die Geschwindigkeiten so anschaue, dann frage ich mich (bzw. den Joscha) ja schon: bist du sicher, dass du zwischendurch auch gegangen bist? Ich kann das ja fast mal nicht glauben, dass da grössere Laufpassagen drin sind! Sonst wärst du da ja mal locker 13-14 km/h gelaufen! Mannmannmann, der Junge wird uns wahrscheinlich schon im nächsten Jahr alle fertig machen!
Aus den Geschwindigkeiten folgend (um ausnahmsweise mal wieder die ursprüngliche Idee dieses Blogs zu thematisieren), sind hier die Zeiten, die wir mit der WNSL-Leistung bei einem Marathon gelaufen wären. Sollte klar sein, dass wir das Tempo allesamt auch noch weitere 34 Kilometer (bzw. der Joscha 38 Kilometer) hätten gehen können; kein Frage:
1. Dem Haile sein Weltrekord -> 2:04 Stunden
2. Uwe Bernd -> 2:12 Stunden
3. Regina Blatz -> 2:42 Stunden
4. Tobi -> 3:21 Stunden
5. 4565 2008 -> 3:39 Stunden
6. Markus -> 3:52 Stunden
7. Jonas -> 3:55 Stunden
8. 4565 2009 -> 3:56 Stunden
9. Fabian -> 3:58 Stunden
10. Marc -> 4:03 Stunden
11. Elena -> 4:14 Stunden
12. Joscha -> 4:17 Stunden
13. Laufschwein -> 4:26 Stunden
Nicht zu glauben: wir haben alle erlebt, wie dieser Uwe Bernd mehrmals an uns vorbeigezogen ist - und vor allem: in WELCHEM TEMPO. Wenn man sich überlegt: selbst dieses Tempo konstant beim Marathon zu laufen reicht noch nicht aus, um den Weltrekord zu machen! Da fehlen immer noch sage und schreibe 8 Minuten!!! Ähhhh, wie soll das bitte gehen?
Ein Wort noch zu Marc: wenn man bedenkt, dass der Junge erst vor einigen Jahren noch einen Marathon in 3:54 Stunden gelaufen ist (und er mit seiner WNSL-Zeit hochgerechnet nur auf 4:03 Stunden kommt), dann lässt sich gut erkennen, dass der 13. Juni 2009 nicht gerade der Höhepunkt seiner läuferischen Leistungsfähigkeit war!
Soviel für heute zum Thema Statistik. Ich denke mal es ist jetzt auch genug gesagt; Zweifel daran dass ich die beste (mechanische) Leistung gebracht habe, dürften endgültig ausgeräumt sein. Alles ist gut!!!
Eine abschließende (dann doch nicht so gute) Bemerkung muss ich dann aber noch zu meinem Lieblingsland loswerden: wenn es in Deutschland so weitergeht wie es sich in den letzten Tagen andeutet, dann sollte ich vielleicht doch lieber noch das ein oder andere Jahrzehnt hier unten bleiben! Die OECD erwartet bis Ende 2009 in Deutschland 5,1 Millionen Arbeitslose, gestern wurde eine neue Rekordverschuldung beschlossen und angeblich liebäugelt man damit, zur Finanzierung den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf 19% anzuheben... GEHT’S NOCH??? Wenn jetzt auch noch Guido Westerwelle Aussenminister wird, dann bleibe ich sicher hier in der Schweiz! Da muss ich mich zumindest nicht mehrmals täglich für Spaß-Guido schämen und bekomme beim Einkaufen sogar die deutsche Mehrwertsteuer zurück!
Neben diesen politischen Trauermeldungen gibt es noch eine weitere Hiobsbotschaft. Die Berufsakademie Mannheim gibt es nicht mehr (sie heißt jetzt: „Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim“). Und dann kann es auch kein Wunder sein, dass ich keinen Job finde, wenn ich mich mit dem Zeugnis einer Hochschule bewerbe, die es nicht gibt!
Dienstag, 23. Juni 2009
WNSL 2009 - Wettkampf II (Gästeblog)
Der Kollege Jonas aus Bonn hat sich dazu herabgelassen ein paar Worte (oder ein paar mehr...) über seine Eindrücke vom WNSL-Wochenende zu verlieren! Wer sich nicht mehr erinnern kann, wie der Jonas aussah; es ist der Typ links im orangefarbenen Pullover:
Sehr cool, vielen Dank Junge! Und dann will ich auch jetzt nicht viel weiter rumquatschen. Ungekürzt und unzensiert:WHO THE FUCK IS WILLI-NICKEL?
Von Jonas
Wie schreibt man denn überhaupt einen solchen Lauftext? Laut Matthi ist dies ja quasi die einzige Möglichkeit sich bis zum Marathon zu quälen. Beim lieben Matthias fällt hierbei dann aber auf, dass er den Blog eher dazu nutzt einem gewissen Kreis Mitmenschen seine Tageserlebnisse zu erzählen, als das er seine Trainingsqualen dokumentiert. Sei es drum, das andere funktioniert und ist immer gut zu lesen! Von kaum einem anderen Menschen wusste ich letztes Jahr so detailliert was ihm widerfahren ist, ob man das hingegen auch wissen möchte steht auf einem anderen Blog. Dem pointierten Schreibstil von Matthi kann ich kaum Paroli bieten, aber ich kann viel und lange schreiben!
Zurück zum Lauftext oder auch direkt hinein in den Lauf, denn der Gedanke den ich während des Wettkampfes hegte ist bezeichnend für das ganze Wochenende „Warum tue ich mir das an?“. Nicht das ich das Wochenende an sich meine, das war schlicht genial, aber es gab doch immer wieder Szenen in denen diese Frage aufkam:
- Im Biergarten sitzend über Apfelschorle nachdenkend
- Beim Frühstück auf ausgewogene Ernährung achtend
- So viele Bananen essend, das es für eine Tierparkfütterung gereicht hätten
- Powergel... (Ohne Worte)
- Magnesiumkuren trinkend, obwohl das Bier im Kühlschrank stand
- Die Auswahl des Laufdresses auf die Temperaturen anpassend
- Beängstigt mir die Startnummer am Körper statt am Shirt zu befestigen
- Usw. usw.
Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen „Läufer“ gesehen.
Angekommen in Pfungstadt war mir eigentlich direkt klar, das die meisten Kinder die dort am Start waren fitter sind als ich. Als sich dann noch zwei dürre Kiddies eine Runde neben uns warmgelaufen haben, dachte ich es reicht, ich steige aus. War das ganze nicht von einer Brauerei organisiert? Wo war der Grill, wieso gab es keinen Schnaps und wieso waren die T-Shirts in XL erst vergriffen und wurden dann wiedergefunden nachdem ich demütig das Shirt in L entgegen genommen hatte. Das schlechte Gewissen und der guten Vorsatz abzunehmen waren direkt wieder in meinem Kopf. Und wieder die Frage: „Was mache ich hier?“.
Im gleichen Moment sah ich jedoch auch Licht am Horizont, naja zumindest ein klein wenig. Die Startunterlagen wurden in einem Teamumschlag überreicht! Nun war mir klar, dass egal was nachher passieren würde, meine Schmach auf die ganze Truppe zurückfallen würde. Sogar auf Tobi!
Nach einer folgenden kurzen Aufwärmrunde im Auto standen wir dann tatsächlich, auf den Punkt vorbereitet, in Pfungstadt, es konnte losgehen, alles war perfekt. Nur leider hatten wir für den falschen Lauf gemeldet, bzw. viel schlimmer WURDEN für den falschen Lauf gemeldet! Diese Fremdbestimmung beim anmelden von Laufevents ist eine recht zweifelhafte Praxis! Wobei es mir die Chance gibt ganz eventuell zurückzuschlagen. Das hingegen würde mich auch eine Stufe mit 4565 stellen… Mal sehen was passiert… man sieht sich immer zweimal im Leben!
Joschas Start zum 4,8 km Lauf und die damit verbundene Leistung toppten dann problemlos alles andere. Ich habe den Jungen ja noch in seiner Vorbereitung erlebt und dort war regelmäßig nach 3 km Schluss. Und das war ganz sicher nicht geblufft, das Schnauben einer alten, ungeölten Dampflok klang harmonisch gegen das was aus Joscha herauskam. Umso großartiger fand ich die Runden die er in den Pfungstadt Asphalt gebrannt hat. Das war wirklich ganz großes Kino! Nicht ohne Grund war „der Vorläufer“ für einen Oscar nominiert.
Danach kam es nun zum harten Ausscheidungsrennen über 8,4 km, sechs Runden Schmerz, Hass und Erniedrigung. Kurz vor dem Start suchte ich mir die Hinterläufe von Matthi um meine Tatik von Beginn an durchziehen zu können, am Matthi bleiben und ihn kurz vor Ende wegchecken. Der Startschuss fiel und plötzlich rast der Junge los. Ich dachte kurzzeitig tatsächlich, das Matthi sich den größten Bluff der Sportgeschichte ausgedachte hatte. Mit dem Tempo der ersten fünf Meter wäre er locker auf dem Treppchen gewesen. Gott sei Dank ließ er die Katze noch einmal im Dorf und erkannte rechtzeitig, dass Freunde wichtiger sind als sportliche Erfolge; das sollte allerdings nicht allen anwesenden WNSL-Finishern-2009 so gehen.
Die folgenden Runden waren bullenheiß, viel zu anstrengend und eigentlich nur davon geprägt regelmäßig überrundet zu werden. Ich war schon recht froh, dass es der Sieger nicht schon in der ersten Runde geschafft hatte! Besonders froh war ich allerdings darüber, dass es keiner barfuss geschafft hat; eine solche Demütigung kann und will ich mir nicht zumuten!
Das Rennen plätscherte so vor sich hin, bis sich Markus an der Eberstädter kurz überlegte ein Eis holen zu gehen. Ihm scheint dann aber eingefallen zu sein, dass er das besser nach dem Rennen macht und daher lieber schon mal vor läuft. Zweitbester Bluff des Tages!
König der Pokerspieler ist und bleibt aber der Tobi. Fast beleidigt wirkte er als wir aus der Schweiz heimkehrten und Matthi über seinen Leistungsstand in Kenntnis setzten. „Was habt ihr denn für einen Scheiß erzählt“, waren seine Worte. Dabei hatten wir nur klar und deutlich formuliert, dass wir uns Sorgen machen von Tobi überrundet zu werden. Diese Sorge stellte sich als mehr als berechtigt heraus. Von Beginn an wart Tobi nicht mehr gesehen und erst beim Thema Überrundung wurde klar dass er noch mitläuft. Elena selber war davon betroffen, was mich zu der Feststellung bringt, dass Tobi von dem Begriff Gentleman noch nichts gehört haben kann! Du kannst doch nicht einfach eine Frau schlagen und sie dann auch noch erniedrigen! Pfui Spinne!
Für Matthi und mich bestätigte sich das Problem Knoben in der vorletzten Runde. „Überrundet der uns noch?“, nach dieser Frage entschied ich mich für eine Taktikänderung: Prio 1: nicht von Tobi überrundet werden, Prio 2: vor Matthi ankommen. Das meine Körner noch für beides reichen sollten war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar und ich bin meinem Körper im nachhinein dafür sehr dankbar.
Die Akte Knoben möchte ich mit folgender Auszeichnung schließen: Bester Bluff des Tages! Damit gemeint ist jedoch nicht die bestätigte Favoritenrolle, sondern seine Anmerkung, dass er uns niemals überrundet hätte.
Ansonsten kann ich, wie Kollege Matthi auch, zu dieser Leistung nur gratulieren! Das war richtig stark!
Das Ende des Laufes war dann auch das Ende der Qualen. Mit meiner Zeit war ich mehr als zufrieden, die wohl erst durch den Hauseigenen Fanclub möglich geworden ist. Unterstützung und Verpflegung an der Strecke waren absolut top!
Dies scheint mir auch die richtige Stelle zu sein für die grandiose Verpflegung im Hause der Odenwaldstraße zu danken. Eine solche Gastfreundschaft, bei der man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat fehl am Platze zu sein (selbst wenn man morgens Leute mit Lockenwicklern in der Küche antrifft), habe ich selten erlebt. Vielen, vielen Dank dafür, ich freue mich schon auf das nächste mal!
Auch nach dem Lauf kam meine Frage noch einmal auf „Warum tue ich mir das an?“. Es war der Zeitpunkt, als mir Matthi mein viertes Steak auf den Teller legte...
Vielen dank für ein richtig geiles WNSL Wochenende!

