Ich denke also, man tritt niemand bei der UBS zu nahe, wenn man das abgelaufene Jahr aus Sicht der Bank als „eher durchwachsen“ bezeichnet! Soweit, so schlecht. Schuld an diesem Rekordverlust ist aber natürlich nicht die UBS selbst, sondern die Häuslebauer in Kalifornien & Florida – die ein paar Häuser zu viel gebaut und dadurch die gesamte Weltwirtschaft in eine Krise geschickt haben! Shame on you!!! Da die Bank für die negative Entwicklung nun mal nichts kann, haben sich natürlich auch die leitenden Manager nichts vorzuwerfen. Was spricht also dagegen, das Management mit einer Bonuszahlung für das fantastische Jahr 2008 zu belohnen? Nichts; genau das dachte sich auch die Bank und entschied, an sein Management eine Erfolgsprämie in Höhe von 2.16 Milliarden Schweizer Franken auszuschütten! Das ist eine „216“ mit 7 Nullen (womit wir meinem Gehalt dann auch schon ein ganzes Stück näher gekommen wären).
Nun mag sich der geneigte Leser fragen: wenn man einen Verlust von knapp 20 Milliarden Franken macht, wie finanziert man denn dann Bonuszahlungen in Höhe von rund 2 Milliarden Franken? Ganz einfach: durch eine Milliardenhilfe vom schweizer Staat, bzw. besser gesagt durch eine Milliardenhilfe der Steuerzahler! Allerdings wollte die Bank wohl im Gegenzug für diese peinliche Situation ihren guten Willen zeigen und ihr Kostenbewusstsein stärken. Heute wurde verkündet: im Jahr 2009 können sich 10.000 Banker der UBS einen neuen Job suchen! Das ist dann wohl „soziale Verantwortung“ der ganz besonderen Art!
Den Ausblick auf 2009 beherrscht aber ein völlig anderes Thema; wen interessieren schon Milliardenverschwendungen an unfähige Mitarbeiter oder 10.000 kleine Bank-Handlanger, die ihren Job verlieren? „Oberste Priorität“ so der Vorstand heute „hat das Ziel, 2009 im Investmentbanking wieder profitabel zu werden.“ Die Aktie dankt und gewinnt heute innerhalb von einer Stunde 5% an Wert. Können eigentlich Vorstände der UBS tagsüber in den Spiegel schauen? Und nachts gut schlafen? Mannmannmann, was für ignorante H*rensöhne!!!Aber egal, es kann eh nicht mehr lange dauern bis auch der letzte normale Mensch das Vertrauen in die Wirtschaft verloren hat. Warum also lange darüber aufregen? Davon abgesehen gibt es doch auch so viele schöne Themen im Leben, wie z.B. den Marathon! Darüber wird viel zu wenig geredet; was ich dann heute zumindest mal wieder ändern möchte!
Denn mit diesem Post ziehe ich mein Gesamtfazit zum Versuchs, einen Marathon zu laufen! Auf den ersten Blick ist schnell gesagt, was mir von dieser Erfahrung geblieben ist: ein Hüftschaden (in Verbindung mit "Tractusreiben über Trochanter major mit konsekutiver Perarthropathia coxae"), ein Schuldenberg von 1783 Euro und diese formschöne Urkunde:
Trotzdem brauche ich eigentlich nicht lange darüber nachzudenken, ob sich mein kläglicher Versuch jetzt gelohnt hat oder nicht. Denn hier habe ich mich längst festgelegt: ich bereue nichts! Allerdings ist es natürlich auch so, dass ich nicht durchweg positiv auf diese komplette Übung hier zurückschaue. Es gab einiges was suboptimal war, das wurde mir im Lauf meines Trainings mehr und mehr klar! Letztlich hatte ich zwei Probleme, die anfangs relativ übersichtlich daherkamen, sich aber immer weiter vergrößerten. Im Prinzip so lang, bis der Abbruch auf Anraten meines Arztes die logische Konsequenz war:Das erste Problem war meine körperliche Wehleidigkeit, die mich in ihrem Umfang (das kann ich nur immer wieder betonen) ebenso überrascht wie enttäuscht hat. Da ich diesen Punkt aber in meiner theoretischen und praktischen Trainingsaufbereitung zur Genüge breitgetreten habe, will ich mich auf das andere Problem konzentrieren, das aber in gewisser Weise mit meinem körperlichen Versagen verbunden ist: die Zeit!
Schon frühzeitig wurde mir bewusst, dass der Faktor Zeit beim ganzen Training definitiv kritisch werden würde. Wenn ich das nächste Mal einen Marathon laufen will, nehme ich mir auf jeden Fall 6 Monate Urlaub – ansonsten ist das einfach viel zu stressig. Es gibt zwar hunderttausende Marathon-Läufer, die das ganze Projekt nebenher zu Job und sonstigen Verpflichtungen durchführen. Aber ich gehöre eben nicht zu denen…
Das Training war äußerst zeitintensiv. Im Prinzip gab es keinen Tag, an dem ich nicht irgendwie mit dem Thema Marathon beschäftigt war. In den meisten Fällen war es natürlich sportliche Betätigung, aber in aller Regelmäßigkeit waren es auch Arztbesuche, Entspannungsbäder, Material-Einkäufe oder eben einfach nur das Blogen!
Vor allem das Schreiben wurde letztlich immer mehr zu einer lästigen Pflichtaufgabe. Denn erfreuliches gab es von meiner Seite ja schon relativ früh nichts mehr zu vermelden. Und wie man sich bestimmt vorstellen kann, ist es mit der Zeit ziemlich demütigend, wenn man ständig und immer wieder niederschreiben muss, dass eigentlich nichts so funktioniert wie man es sich wünscht! Abgesehen davon, dass es demoralisierend war, wurde der Blog auch mehr und mehr zu meinem großen Zeitdieb.
Ich habe praktisch jeden Tag bis spät abends (oder früh morgens) vor dem Rechner gesessen und meine Erlebnisse niedergeschrieben. Das war phasenweise schon ziemlich anstrengend, zumal es gar nicht so einfach ist, ein so langweiliges Thema wie Laufen, einigermaßen unterhaltsam zu machen – vor allem dann nicht wenn man physisch müde ist. Anfangs liess sich das noch verbergen, aber mit zunehmender Gesamt-Erschöpfung wurde meine Motivation immer kleiner und die Qualität dieses Blogs litt maßgeblich darunter; was ich aber erst später (nachdem ich das Buch geschenkt bekommen und gelesen hatte) realisierte. Besonders anstrengend waren aber die Posts über die ganzen Theorie-Themen; in denen ich ja selbst ein totaler Amateur war. Die ganzen Sachen mit meinem Spatzenhirn zu verstehen war schon hart, aber das dann auch noch so umzuformulieren, dass sogar Ihr absoluten Vollpfosten das checkt, war teilweise wirklich ein Ding der Unmöglichkeit!
Gleiches Problem habe ich übrigens auch mit diesem Thema hier. Wenn ich alles thematisieren wollte, könnte ich dieses Fazit wahrscheinlich 15 Word-Seiten lang schreiben. Aber es ist nicht nur ein ziemlich unangenehmes Thema, sondern auch zum Lesen nicht sonderlich spannend und unterhaltsam. Ich versuche mich also kurz zu fassen :-)
Mein Leben, bestehend aus Arbeit, Laufen, Blogen, Freunden und Familie unter einen Hut zu bringen wurde mit zunehmender Trainingsintensität immer schwieriger! Im Lauf der Zeit wurde dann auch totale Nebensächlichkeiten zum Problem; z.B. Wäsche waschen. Mein alle 14 Tage stattfindender Waschtag wurde mehr und mehr zu einem logistischen Problem. Zumal mein Dasein als Sportler die zu bewältigenden Wäschemengen massiv erhöhte! Andere Haushaltstätigkeiten stellte ich sogar mehr oder weniger komplett ein. Staubsaugen, aufräumen und vor allem Geschirr abwaschen machte ich mit der Zeit immer weniger. Im Büro reihte ich eine 35-Stunden-Woche an die nächste; wenn überhaupt! Meine „To do“-Stapel wurden höher und höher. Es hat zwar niemand etwas gesagt, aber viel länger hätte ich mein limitiertes Arbeitspensum dort wohl nicht mehr durchziehen können. Der Spruch in meinem Marathonbuch („Keine Zeit gibt es nicht, das ist ein heiliger Grundsatz beim Marathontraining.“) konnte mir nurnoch ein sarkastisches Lachen abgewinnen!
Und eigentlich wollte ich ja auch nicht mein ganzes Leben diesem einen Lauf im Oktober in Frankfurt unterordnen. Eigentlich wollte ich die Zeit mit Freunden und Familie (vor allem Baby Ben) nicht einschränken. Wenn man aber (mindestens) 350 Kilometer von allen wegwohnt, dann ist das nicht immer ganz leicht. Die Wochenenden habe ich eigentlich entweder in Deutschland bei Euch verbracht, oder aber komplett mit Training (und dem was dazugehört) verplant. Richtige „Rumschlack-Freizeit“ hatte ich vom Zeitpunkt der Anmeldung an, überhaupt nicht mehr. Wobei ich auch betonen muss: nach meinem Trainingsabbruch, hatte ich plötzlich wiederum viel zu viel Freizeit. Ich habe von einem Tag auf den anderen kein einziges Mal mehr trainiert, sondern nurnoch rumgeschlackt und meine Zeit (und mein Geld) komplett in Bereiche wie Elitepartner und BWIN gesteckt; jeweils mit eher überschaubarem Return on Investment! Egal, zurück zum Thema!
Spätestens in den letzten Wochen vor dem „Aus“ wurde die ganze Sache dann endgültig zu einer Belastung! Denn der ganze Stress war kurz davor, mir über den Kopf zu wachsen. Ich bekam definitiv zu wenig Schlaf, ich war permanent körperlich erschöpft und hatte zudem kaum eine Minute Zeit um einfach mal nur abzuschalten! Die normalen Wochentage waren mit Arbeit, Training und Blogen komplett ausgefüllt und meine Wochenenden und Urlaube in Deutschland bis zur letzten Minute durchgeplant (was aber nicht bedeuten soll, dass ich sie deswegen nicht trotzdem genossen habe!)
Meine Läufe machte ich längst nicht mehr (wie gefordert) im ausgeruhten Zustand, sondern ich fing wieder an zu laufen, sobald es einigermaßen ging. Auf meinen langen Läufen merkte ich außerdem, dass ich mich ziemlich nah an den Rande meiner Leistungsfähigkeit brachte. So fing es dann auch an, dass ich den Glauben an mich selbst verlor. Das meine ich gar nicht selbst bemitleidend, sondern einfach nur als Feststellung. Ich wusste, dass ich den Marathon nicht schaffen würde, bzw. es sicher nicht allzu gesund gewesen wäre, das durchzuziehen!
Als ich zu meinem finalen Arzttermin ging, hoffte ich darauf, dass er mir empfehlen würde, die Geschichte sein zu lassen. Als er es dann tatsächlich tat, war ich regelrecht erleichtert. Erleichtert darüber, dass die ganze körperliche Qual endlich vorbei war, dass ich endlich wieder Freizeit hatte und vor allem: dass sich das Thema erledigt hatte, ohne dass ich selbst aufgegeben hätte! Das hätte ich nämlich niemals gemacht!!! Anyway: am Tag, als ich (bzw. mein Arzt) die Aufhör-Entscheidung traf, ging es mir Abends zum ersten Mal nach langer Zeit wieder wirklich gut!
Das erste was ich gemacht habe, war übrigens abwaschen :-) Und danach habe ich aufgeräumt! Man muss nur auf nen Marathon trainieren; dann fangen solche Sachen plötzlich an, Spaß zu machen! Die Erleichterung dass alles vorbei war, war zwar ziemlich cool, viel größer war allerdings die Enttäuschung, dass ich wohl niemals in meinem Leben einen Marathon laufen werde. Diese Enttäuschung besteht nach wie vor; was mir vor allem letzte Woche auffiel, als ich die Daten zum Frankfurt-Marathon zusammentrug. Hm, und jetzt fuckt mich das ganze schon wieder ab! Bevor jetzt hier negative Stimmung aufkommt, gehe ich besser über zu den positiven Aspekten des Projektes „42,195“.
Denn Spaß hat mir nicht nur das Abwaschen am ersten Tag nach Trainings-Abbruch gemacht. Ich hatte eigentlich jede Menge Spaß bei der ganzen Aktion. Die Menge an Spaß war auch deutlich größer als die an Ärgernissen; auch wenn man das nicht glauben würde, wenn man mein Fazit bis hierher gelesen hat!
Den meisten Spaß hatte ich natürlich immer und immer wieder bei meinen sportlichen Gehversuchen. Egal ob es kurze oder lange Läufe waren, langsame, schnelle oder Intervallläufe. Das Laufen selbst bereitete mir eigentlich ohne Einschränkung Spaß, auch wenn mir das in vielen Fällen erst nach dem Lauf so richtig bewusst wurde :-) Klar haben die Blasen mich wahnsinnig gemacht, natürlich hatte ich mehr als nur Respekt vor der dem Killer-Köter, zweifelsohne hatte ich 6 Monate lang mehr oder weniger permanent Muskelkater. Aber was ist das schon in Relation zum Glück das man erlebt, wenn man wieder langsam in sowas wie einen „sportlichen Rhythmus gelangt“? Nach den ersten Wochen der Eingewöhnung, konnte ich tatsächlich Lernfortschritte erkennen, ergo: den Aufbau von Kondition. Es waren zwar nur ganz kleine Schritte, aber für jemanden wie mich (auf dem Nullpunkt jedmöglicher menschlicher Fitness) ein absolutes Glücksgefühl! Vom Fitnesszustand meiner aktiven Badminton-Zeit bin ich zwar Lichtjahre entfernt, aber verglichen mit dem Start dieses Projekts bin ich heute regelrecht ausdauertrainiert!
Über meine anderen sportlichen Betätigungen während des Training brauche ich ja gar nicht reden. Das Kicken war (auch wenn ich es hasse zu verlieren) eigentlich immer ein Fest. Das Schwimmen ebenso! Die Intervalle haben mich fast zum kotzen gebracht, aber danach fühlt man sich einfach nur als könnte man Bäume ausreißen! Absolut unbeschreiblich...
Neben den Läufen fand ich auch die Theorie total interessant und ich bin schon auch ein bisschen stolz darauf, dass ich den ganzen Quatsch jetzt ziemlich gut kapiere; „ziemlich gut“ für einen Laien wohlgemerkt. Bis vor einem Jahr wusste ich über Ausdauertraining NICHTS. Ich hatte keine Ahnung wie aerobe und anaerobe Energiebereitstellungen funktionieren, ich wusste nicht, was Laktat genau ist. Mir war nicht klar, wofür der Körper überhaupt „Kohlenhydrate“ braucht und Wörter wie „Superkompensation“ hatte ich sogar überhaupt noch nie gehört! Das hat sich jetzt geändert und mittlerweile vertrete ich fast die Meinung, dass sowas zum Allgemeinwissen gehört. Ist aber natürlich immer eine subjektive Wahrnehmung...
Meine Ausrüstung zum Laufen ist im Laufe der Zeit immer professioneller geworden. Ich würde fast behaupten, dass ich heute zum Laufen perfekt ausgestattet bin. Mit dieser Ausrüstung gibt es dann wirklich absolut keine Entschuldigung mehr, warum ich nicht laufen gehen könnte. Außer im Moment: denn das einzige was mir tatsächlich fehlt, sind Laufhandschuhe und eine Laufmütze; aber an dem Zustand änder ich in den nächsten Tagen etwas! Einen großen Teil meines Equipments bekam ich von Euch geschenkt; an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür! Vor allem meine Eltern und Andrea haben mich mit allem möglichen Zeug unterstützt. Aber auch Fabian, dank dem ich eine Tube „Eimermachers Pferdesalbe“ mein Eigentum nennen darf! Ebenso wie eine Tube „Teufelskralle – Muskel- und Gelenkgel“; um mal nur zwei der vielen Produkte zu nennen...
Aber auch über Eure sonstige Unterstützung habe ich mich immer riesig gefreut. Conny & Markus explizit zu nennen, als Supporter und Wasserträger (es war nicht die erste, sondern die vierte (!) Runde) beim Willi-Nickel-Stadtlauf 2008. Aber auch Eure Anrufe und Mails mit guten und (mitunter auch) schlechten Wünschen, sowie Eure Tipps, Anregungen und Nachfragen bezüglich meines Trainings haben immer zu meiner Erheiterung beigetragen!
Und last but not least bleibt natürlich auch noch der Blog, an dem ich oben ja nur wenig gute Wörter gelassen habe. Wobei das natürlich nur die eine Seite der Medaille war. Auf der anderen Seite war das Schreiben natürlich auch sehr motivierend. Ich weiß nicht wie oft ich mich selbst mit meinem Sportprogramm belogen hätte, wenn ich hier nicht der totalen Überwachung ausgeliefert gewesen wäre. Ich hatte SO OFT übelste Lust, meine Läufe frühzeitig abzubrechen (wegen Blasen, Muskeln oder Knochen), aber wannimmer ich diesen Punkt während dem Laufen mit mir selbst diskutiert habe, kam ich zum Entschluss: „Nee, lass mal lieber. Da lachen sie im Blog wieder über dich!“. Ich wollte ja nicht als Pienser rüberkommen, was mir zugegebenermaßen aber nur selten gelang :-) Besonders interessant: wannimmer ich aus Sorge vor Blog-Häme auf die Zähne biss und weitertrainierte, dachte ich komischerweise an eine bestimmte Person: den Jonas! Keine Ahnung warum ausgerechnet Jonas. Offensichtlich habe ich tief in mir ein Selbstwertgefühl, das hauptsächlich davon angetrieben wird, von dem Jungen keinen dummen Spruch gedrückt zu bekommen!
Vom motivierenden Effekt mal ganz abgesehen, war aber der generelle Spaß am Schreiben natürlich das Entscheidende. Wenn es mir nicht so ein Freude gemacht hätte, über meine Lauferlebnisse zu berichten, dann hätte ich das sicher nicht in der Ausführlichkeit dieses Blogs getan. Und das besondere war halt auch, dass ich praktisch immer irgendetwas zu berichten hatte. Im Prinzip gab es keinen einzigen Lauf, während dem sich nicht irgendein neues (und zumeist kurioses) Thema ergeben hätte; es war wirklich nicht zu fassen. Meine obige Aussage, das blogen sei zu einer „lästigen Pflichtaufgabe“ geworden, ist daher auch nicht zu wörtlich zu nehmen. Wäre es wirklich lästig gewesen, hätte ich es ja nicht gemacht. Es hat mir zweifelsohne Spaß gemacht! Andererseits muss ich auch betonen: meine 4monatige Blog-Pause kam auch nicht ganz von ungefähr! Ich habe dann einfach mal eine Pause gebraucht...
Mein Marathon-Buch hat ja empfohlen, „ein Trainings-Tagebuch zu führen, da es einerseits motiviert und zudem eine interessante (und später amüsante) Lektüre darstellt.“ Interessant ist bekanntlich relativ, aber motiviert hat mich die Sache zweifelsohne und amüsieren tut mich das heute auch; wenn auch nicht in der Weise, wie es eigentlich bei einem Lauf-Tagebuch gedacht sein sollte! Schließlich blicke ich heute nicht amüsiert auf meine jämmerlichen Leistungen am Anfang zurück und denke mir: „Ach Junge, 10km gelaufen und rumgeheult? Na da lachste doch heute drüber!“. Vielmehr habe ich, als ich mein „Lauf, du Pienser“-Buch gelesen habe gemerkt, dass in diesem Blog schon der ein oder andere Knaller enthalten ist; auch wenn es natürlich ein Unding ist, über seine eigenen Witze zu lachen! Deswegen lasse ich das jetzt auch...
FAZIT: die ganze Geschichte hat mir definitiv mehr Spaß als Ärger bereitet; darüber dass ich den Wettkampf nicht mitlaufen konnte, bin ich auch heute noch sehr traurig, aber bevor ich mit 40 ein künstliches Hüftgelenk habe, verzichte ich doch lieber auf rund 42 Kilometer pure Freude. Das Laufen ist mir wirklich ans Herz gewachsen, was ich hoffentlich auch in der Zukunft beibehalten kann. Zum Projekt „4565 versucht einen Marathon“ ist alles gesagt – dieser Blog hat somit keine weitere Daseinsberechtigung!!!
In den nächsten Tagen geht es hier allerdings nochmal ums Thema Marathon; um genauer zu sein um das Thema „Lauf, du Pienser“. Spätestens am Donnerstag wird es hier einen Fragebogen mit einer Vielzahl von Fragen zu diesem Blog geben! Wer möchte, kann an diesem Quiz teilnehmen und mir seine Antworten per Email zukommen lassen (Einsendeschluss wird verkündet). Die drei Teilnehmer mit den meisten Punkten erhalten bei der WNSL-Feier am 13. Juni 2009 einen attraktiven Preis (die Preise sind wirklich attraktiv!!!). Es empfiehlt sich also, die Sache ernst zu nehmen!
Vom Quiz mal abgesehen, verkommt diese Seite dann in Zukunft zum Willi-Nickel-Stadtlauf-2009-Blog; ist ja auch ein schöner und vor allem sehr prestigeträchtiger Wettkampf!
3 Kommentare:
Da hast du dich jetzt geoutet! Aber es ist schon verständlich von einem fetten Sack wie mir nicht auch noch verrissen zu werden.
Mich würde interessieren, ob sich dein Selbstwertgefühl in Bezug auf meine Person nur auf das Laufen oder aber auch auf andere Lebenslagen bezieht. Sonst müsste ich mich sehr geehrt fühlen und mir täglich etwas neues, dich defamierendes ausdenken. Was bei dir lieber 4565, gelinde gesagt, kaum ein Problem darstellen dürfte...
Ich war heute laufen, und DU???
Temperatur: 3.2°C
Himmel: bedeckt
Wind: Westwind, 14.4 km/h
Man, was habe ich für eine Zeit in die Seggener Feldwege gezimmert...
Dafür dass ich laut Jogmap am 14.10.2008 (???) das letzte mal laufen war, bin ich zufrieden.
Geh Du ruhig weiter schwimmen...Pittiplatsch!
Ja, er war wirklich laufen und ich habe sogar Beweisfotos. Hatte auch versucht sie Dir gestern per MMS zu schicken, aber irgendwie kam die Nachricht nicht über die Grenze... mmhhh... Dopingkontrolle??
Wahrscheinlich war es aber auch besser so. Bei seiner Ausrüstung (ich rede von der "Lauf"-Ausrüstung Ihr Schweine!!) würdest Du sowieso nur vor Neid erblassen. :)
Ich sag nur "tight" ;)
Hach, ich tu jetzt mal wieder so als würde ich etwas arbeiten..
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