Donnerstag, 27. März 2008

Nebenbeschäftigung Schwimmen

Satz mit X: „Das war wohl nix!“. Nun ja, war schon ein eher erbärmlicher Auftritt den die Eidgenossen da gestern abgeliefert haben. Und ausgerechnet gestern Mittag habe ich um einen Kasten gewettet, dass die Schweizer die Gruppenphase überstehen. Hätte ich heute nicht noch mal gemacht, aber vielleicht kann ich die Wette ja bei BWIN absichern! Ja, ist ja gut: ich lass es sein!

Aber gut: Klatsche hin, Klatsche her. Ich muss mich schließlich auf meinen eigenen sportlichen Werdegang konzentrieren. Um bei diesem Arktis-Wetter nicht ganz untätig zu sein, beschloss ich mal wieder schwimmen zu gehen. Zu diesem Zweck verließ ich schon um 17 Uhr das Büro und fuhr zum Schwimmbad nach Nussbaumen (das Kaff heißt wirklich so!).

Das ist im Übrigen auch das Schwimmbad, an dem mir einst diese geisteskranke Irre in mein Auto gefahren ist (oder war es umgekehrt?). Ich sag nur: „ZWEIMAL!!!!“ Naja, die Bekloppte war heute nicht auf dem Parkplatz am Start; daher hat mein Auto den Trip auch gut überstanden; soviel kann ich schon mal vorwegnehmen!

Bevor es losgehen konnte, hab ich schnell noch mal die Baderegeln auswendig gelernt. Diese hier ist meine absolute Lieblingsregel:

Oh Mann, dieser ganze Schweiz-Aufenthalt wäre echt halb so schlimm, wenn die hier unten ein halbwegs normales Deutsch reden (und schreiben) würden! „Gartenbad“ bedeutet im übrigen einfach nur „Freibad“. Hier noch ein paar Stilblüten:

So, genug lustig gemacht über das Bergvolk. Jetzt zurück zu meinen sportlichen Aktivitäten. Mein Schwimmtraining bestand aus dem 1000 Meter langen abspulen von 25-Meter-Bahnen. Das ist zwar nicht die ganz große Herausforderung, hat mir für heute aber vollkommen gereicht. Festzustellen ist, dass Schwimmen doch deutlich angenehmer für Knochen und Gelenke ist – welch Überraschung.

Als ich dann nach 25:51 Minuten unter tosendem Beifall und lautstarken „Goldfisch, Goldfisch“-Sprechchören der Zuschauer aus dem Wasser stieg, war ich allerdings ziemlich ausgepumpt. Trotzdem hat es mal wieder großen Spaß gemacht, sodass ich morgen vermutlich wieder schwimmen gehen werde!

Mittwoch, 26. März 2008

Witterungsbedingte Pause

Seit ich wieder zurück in der Schweiz bin, habe ich sportlich NOCH WENIGER gemacht, als letzte Woche. Mit anderen Worten: GARNICHTS! Der Grund liegt schlicht und ergreifend am Wetter. Ach ja, der nächste, der behauptet, es gebe kein schlechtes Wetter, es gebe nur falsche Kleidung: der fängt ´se!

Es ist nunmehr seit 3 Tagen mehr oder weniger ohne Unterbrechung am schneien; was vor allem deshalb sehr ärgerlich ist, da ich ausgerechnet dieses Wochenende meine Robben-Keule in Seeheim vergessen habe! Naja, an Laufen ist aufgrund des Schnees nicht zu denken. Zwar bleibt er nur sehr wenig liegen und sobald es mal für ein paar Stunden nicht schneit; taut alles weg. Trotzdem ist es mir am Wald und auf den Feldern zu risikovoll zu laufen. Mal davon abgesehen, dass ich auch nicht laufen würde, wenn es NICHT schnein würde. Denn hier hat auch temperaturmässig der sibirische Winter eingesetzt. Schon der morgendliche Fußmarsch vom Parkplatz zum Büro ist eine Zumutung. Da ist von Outdoor-Aktivitäten bei meiner sommerlichen Sportbekleidung schon garnicht zu denken... Und zum Thema, es gibt kein falsches Wetter, blablabla. Ich würde gerne mal wissen, welche Kleidung bei diesem Wetter vorgesehen ist. Ein Eskimo-Schlafsack? Zu guter letzt bin ich Dienstag und heute eh erst um 7 aus dem Büro gekommen; da war es dann schlichtweg schon zu dunkel zum Laufen. Am Sonntag ist Zeitumstellung; von da an ist die Ausrede dann auch hinfällig!

Naja, als Ersatzprogramm werde ich morgen (mal davon ausgehend, dass die Temperaturen bis morgen nicht gerade um 8-10 Grad Celsius steigen) mal wieder ins Hallenbad gehen. Ist nicht nur eine gute Möglichkeit trotz Kälte Sport zu treiben, sondern auch noch viel knochen- und kneischonender als Laufen.

A propos Knie. Ich habe mich mal in bester "Sherlock Holmes"-Manier Recherchen über meine Knieschmerzen angestellt und bin zum Ergebnis gekommen, dass meine braunen Lederschuhe schuld sind. Wird sich jetzt die nächsten Tage zeigen, ob das stimmt. Dummerweise bekomme ich von den Schuhen, die ich heute anhatte, Fersenschmerzen. Wie würde RTL II dazu sagen: EIN TEUFELSKREIS!!!

Naja, wenns gut läuft, werde ich morgen dann mal einen kleinen Bericht über meine Fähigkeiten zu Wasser veröffentlichen. So, gleich geht der grosse Kick los! Auf das meine kleine Wahlheimat euren "dütschen" Snobs mal hübsch die Grenzen aufzeigt - HOPP SCHYWZ!!!

Sonntag, 23. März 2008

Zusammenfassung KW 12

Nicht zuletzt aus Formatierung-Gründen habe ich in den letzten Tagen darauf verzichtet, hier weitere Berichte zu veröffentlichen. Dazu kam, dass auch aus Trainings-Sicht nicht allzu viel zu berichten war. Ich habe tatsächlich im kompletten Heimaturlaub nicht einen einzigen seriösen Lauf zu Stande gebracht. Sporttechnisch gab es seit Montag eigentlich nur folgendes zu vermelden:

Mittwoch:

Eigentlich wollte ich am Mittwoch mal wieder beim guten alten TV Jugenheim zum Badminton auflaufen. Leider waren gegen 17 Uhr nur postpubertäre Kinder am Start. Also bin ich Heim, um meine Seeheimer Laufroute auszumessen und dann auch zu laufen. Nach circa 70 Metern war diese Idee aber gestorben, da ich kurz davor war, das Fahrrad meines Vaters einfach in den Wald zu schmeissen. Ist ein sehr gewöhnungsbedürftiges Gefährt… Der Plan „Laufen“ wurde also wieder gestrichen. Stattdessen ging es zurück nach Jugenheim in die Halle; aber immer noch nur Kinder am Start. Leicht gereizt entschied ich dann, doch in Seeheim im Wald zu laufen, auch wenn ich keine 10km-Strecke ausgemessen hatte. Der auf dem Heimweg einsetzende Hagel liess mich dann aber nicht nur verzweifeln, sondern auch zum Entschluss kommen, dass ich an diesem Mittwoch mal wieder keinen Sport machen würde.

Freitag:

Am Freitag stand dann wieder Badminton auf dem Plan; und diesmal klappte es dann auch. So kam es dann also am Freitag in Jugenheim zum Showdown zwischen Markus und mir. Wobei Showdown sich grossartig anhört, und dieses Match alles andere als grossartig war. Mit 0:5 Sätzen hat mich der Kölner Türke abgefertigt. Das war ziemlich demütigend. Aber so bitter das auch ist; ich werde keine fadenscheinigen Ausreden suchen, um diese Niederlage zu erklären; auch wenn es natürlich am Material lag!!!

Sonntag:

Heute gegen 8.20 Uhr wurde ich dann physisch misshandelt. Erst kam der kleine Glatzkopf (auf Andreas Arm) in mein Zimmer um mich zu wecken. Danach wurde ich einem etwa 45minütigen Waldlauf unterzogen. Denn als wäre laufen am frühen Morgen nicht schon schlimm genug; war auch auch noch Drill-Sergeant Marc mit von der Partie. Für eine Zeit, in der ich mich normalerweise in der Tiefschlafphase befinde, waren Zeit und Puls eigentlich ganz akzeptabel. Die Distanz dürfte so 6,5 Kilometer betragen haben. Nach dem Frühstück durfte ich dann endlich meine Kompressions-Strümpfe („Wow – ich war SOOO überrascht!“) entgegen nehmen. Zudem bekam ich von Andrea einen „Mulifunktions-Getränke-und-sonstiges-Halter-Gürtel“. Dieses Equipment werde ich dann bei nächster Gelegenheit mal näher vorstellen. Auf jeden Fall setzt mich meine Ausrüstung langsam aber sicher unter Druck, zumindest eine einigermaßen akzeptable Leistung abzuliefern. Da gibt’s dann leider keine Ausreden wie beim Badminton! Auf dem Heimweg Richtung Schweiz habe ich dann noch einen kleinen Zwischenhalt in Freiburg an der Uniklinik gemacht. Echt beschämend wie die Staatsanwaltschaft hier vorgegangen ist. Ehrenwerte Sportmediziner werden hier der Kriminalität beschuldigt. Naja, ich bin nur kurz rein und hab meine Blutbeutel abgeholt. Liegen jetzt bei mir im Kühlschrank. Blöd nur, dass ich mir meine vielen roten Blutkörperchen nun selbst verabreichen muss. Da ich mir niemals selbst die Nadel setzen könnte, werde ich sie vermutlich einfach trinken! Prost!

Morgen wäre Laufen geplant, je nachdem was meine Beine dazu meinen!

Dienstag, 18. März 2008

Urlaub = Entspannung - Keine Zeit für Sport

So, kurzzeitig unterbreche ich mal meinen Urlaub, um mich wieder mal meinem Blog zu widmen. In den letzten Tagen ist eigentlich nicht allzuviel Spannendes passiert. Daher gab es keinen Grund, hier alles vollzuspammen.

Der Samstag war FANtastisch, dank der glorreichen Frankfurter Fußballhelden. Nun ja, eine mittelgute Mannschaft hätte es in Karlsruhe aber nicht geschafft, das Spiel bis zum Ende hin offen zu halten. Selbst der KFC Uerdingen hätte wohl spätestens nach 70 Minuten mit 0:3 in Karlsruhe geführt. So war es "nur" ein 0:1, aber Auswärtssieg ist Auswärtssieg und es gibt einfach nur wenige Sachen im Leben, die überragender sind als mit circa 5000 gleichgesinnten Frankfurtern auswärts ein Fußballspiel zu besuchen. Unterstützung kam zudem von den Mannheimern, die niveaumässig bestens in unseren Block passen! Als einzig offene Frage bleibt, warum Fußballfans nicht vermummt sein dürfen, Polizisten hingegen sehr wohl. Ich bin dankbar für jede Info hierzu!

Am Sonntag ist kaum was passiert. An Sport war nach meinem Samstag-Lauf eh nicht zu denken. Gestern war ich dann in Mannheim um beim Engelhorn neue Laufschuhe zu kaufen. Nach intensiver Laufanalyse auf der 25 Meter langen Teststrecke (die ist wirklich cool), hatte ich dann auch ziemlich schnell ein Paar gefunden. Meine kurz später eintreffende Mutter ließ sich dann nicht nehmen, mir noch hochprofessionelle "Kompressions-Socken" zu kaufen. Soviel übrigens zum Thema dieses Jahr schenken wir uns zu Ostern nichts. Naja, die Strümpfe werde ich bei Gelegenheit mal genauer vorstellen. Die haben es nämlich echt drauf; sagt der Verkäufer. 5% Leistungssteigerung sind ja schonmal ein Wort. Mal gucken wieviel ich jetzt überhaupt noch zum Marathonlauf selbst beitragen muss! Aber von den Strümpfen weiß ich im Moment noch garnix; die bekomme ich erst zu Ostern. Dann werde ich ganz überrascht sein!

Da ich morgen mal wieder meinem alten Badminton-Verein einen Besuch abstatten möchte, werde ich heute übrigens auch nicht laufen. Sonst bin ich morgen wieder zu müde. Voraussichtlich werde ich also erst am Freitag das nächste Mal meine 10 Kilometer rennen. Dafür, dass ich mal geplant hatte, währende dem Urlaub richtig zu klotzen ist das schon alles ein bißchen wenig bisher...

So, das war mal das wichtigste der letzen und nächsten Tage. Ich werde wohl nach meinem Lauf am Freitag hier mal ein Update geben - schaun mer mal...

Greetz 4565

Übrigens: ich wette jetzt schonmal 5 Euro darauf, dass dieser Post komplett anders aussehen wird, als meine bisherigen. Vor allem in Bezug auf Zeilenabstand. Vom Formatierungsfaktor ist dieser Blog echt zum kotzen! EDIT: WETTE GEWONNEN! Werde meine Urlaubs-Posts sobald ich in der Schweiz bin, vernünftig formatieren!

Samstag, 15. März 2008

Back in black - 10 Kilometer Vol. 4

Manch einer mag sich wundern, über den Titel dieses Posts. Was zum Teufel hat mein Marathon-Training mit „back in black“ zu tun. Nun – EINIGES!!! Der Sinn ergibt sich natürlich einerseits aus meinem feschen Laufoutfit, dass sich komplett in Schwarz hält (zumindest jetzt im Winter wo ich mit langen Klamotten laufe). Hose schwarz, Jacke schwarz, Handschuhe schwarz, Mütze schwarz, Schuhe NICHT schwarz (auf der Sohle aber schon). Das ist auch einer der Gründe, warum ich unmöglich bei Dunkelheit trainieren könnte. Wahrscheinlich würde ich es nicht überleben; schließlich enthält meine Route fast 3 Kilometer auf der Schnellstrasse zwischen Villigen und Riniken!

Der Titel hat aber nicht nur damit zu tun, dass wieder heute zu früher Stunde, ein zwei Meter langes, schwarzes Etwas über irgendwelche gottverlassenen Felder in Riniken geschlurft ist. Der Titel erfasst viel mehr das Thema der heutigen „Mottofahrt“ nach Karlsruhe.

Wie es bei mir nun mal so ist, habe ich praktisch den gesamten Lauf nur an diesen heutigen Kick gedacht. Ich bin sowas von heiß, dass ich mich zügeln musste, heute nicht schon um 6 Uhr morgens aufzustehen und direkt loszufahren.

Warum erzähle ich das alles? Ganz einfach: weil die Lauferei sich langsam aber sicher zu einer Routine entwickelt. Das ist überhaupt nicht negativ gemeint; im Gegenteil: ich bin froh darüber. Dennoch bietet der heutige Lauf aber eben nicht die Fülle an Eindrücken und Erlebnissen, die ich jetzt unbedingt hier im Blog loswerden müsste. Mal davon abgesehen, dass ich beim passieren des Ortsausgangs von Rüfenach (etwa Kilometer 8) plötzlich Hunger auf Kuchen bekam! Wie Ihr seht. Alles nicht so spannend…

Meine Zeit war schwach, meine Herzfrequenz auch. Allerdings auch nichts worüber man sich jetzt schwarz („back in black“ – da schließt sich der Kreis) ärgern müsste. Unterm Strich bleibt festzustellen, dass mein Kreislauf wohl noch nicht für frühmorgendliche Läufe ausgelegt ist. Immerhin bin ich gelaufen - auch wenn Fortschritte für das bloße Auge nicht zu erkennen sind... Mit Spannung erwarte ich das Befinden meiner Beine heute Abend. Bisher habe ich nach meinen Läufen ja immer relaxt, mal gucken wie sich „3 Stunden im Block stehen“ auswirken.

Dazu übrigens noch was: wenn wir heute nicht MINDESTENS einen Punkt holt, werde ich NIE WIEDER vor einem Spiel der Eintracht laufen gehen. Nach dem unverdienten 1:1 gegen Bochum letzte Woche, müsste ich dann nämlich davon ausgehen, dass mein Laufen vor dem Spiel der Eintracht Pech bringt. Nur gut, dass ich nicht abergläubisch bin…

So, ich muss los. Die A5 wartet auf mich.

AUSWÄRTSIEG, AUSWÄRTSSIEG!!!

_____________________________________________



Lauf 4:
Zeit: 1:24 Stunden
Avr- HF: 160 / min
Geschw.: 7,14 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:15 Stunden (+12,0%)
Avr. HF:163 / min (-1,8%)
Geschw.: 8,00 km/h (-10,7%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (+1,2%)
Avr. HF: 157 / min (+1,9%)
Geschw.: 7,23 km/h (-1,2%)

Freitag, 14. März 2008

Trainingslager I

Nach zwei Wochen Höhentraining in Riniken (387 m.ü.NN) dürfte ich genug rote Blutkörperchen gebildet haben um mich vorerst wieder dem Training auf normalen Höhen zu widmen. Daher werde ich von morgen an ein einwöchiges Tiefentrainingslager in Seeheim (224 m.ü.NN) absolvieren.

Die Heimfahrt nutze ich noch, um dem Gastspiel der 11 hessischen Götterkicker in Karlsruhe beizuwohnen. Von da aus geht es dann in die Heimat, wo mein Training ab Montag wieder seinen normalen Lauf nehmen wird. Am Sonntag stehen erstmal wieder „administrative“ Dinge, wie z.B. Strecke ausmessen, an.

Bevor es zu den Badensern nach Kallsruh´ geht, wird morgen zum vorerst letzten Mal in Riniken gelaufen. Vorausgesetzt ich schaffe es, vor 9 Uhr aus dem Bett zu kommen. Da bin ich allerdings relativ guter Dinge! Über das (wahrscheinlich desaströse) Laufergebnis werde ich dann morgen hier noch berichten - wiederum vorausgesetzt die Zeit reicht dazu!

Heute gibt es nochmal ne Runde Krafttraining - wie gesagt: über den Begriff müssen wir nicht diskutieren. Aber wie soll ich es sonst nennen? Gestern habe ich nichts gemacht, daher kann ich das Laufen morgen schon garnicht mehr erwarten.

Nun, einige von Euch werde ich schon morgen Mittag antreffen (CU 13.32 KA HBF), auf den Rest freue ich mich dann in den nächsten Tagen. Sollte schon mal drin sein, das ein oder andere Bier zu verhaften! Wir werden sehen…

Mittwoch, 12. März 2008

Es gibt kein schlechtes Wetter - 10 Kilometer Vol. 3

Heute stand mein dritter Lauf über 10 Kilometer an. Nach dem Zweiten konnte es ja nur besser werden. Meinen Körper war mittlerweile auch wieder mehr oder weniger einsatzfähig. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Firma Novartis. Denn mit einer dreitägigen Voltaren-Kur habe ich den Großteil meiner muskulären Probleme beseitigen können. Das Zeug ist wirklich fantastisch – sobald ich das nächste Mal in Deutschland bin, werde ich mich mit einer Leichtathletik-Verein-Jahresration dieser Ware eindecken. Sicher ist sicher… Denn hier unten werde ich das Zeug bestimmt NICHT mehr kaufen. Habe mir letzte Woche in der Apotheke eine Tube geholt: 20,60 Franken! WHAT??? Aber wie gesagt: absolutes Wundermittel. Wenn man bedenkt, dass ich zwischenzeitlich Schmerzen hatte, als würde mir jemand mit ’nem rostigen Nagel im offenen Knie rumrühren, ging es mir heute wieder geradezu blendend!

Den heutigen Lauf absolvierte ich nicht alleine, sondern in Begleitung von Kirsten. Allerdings war das eine Gesellschaft, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Denn bei Kirsten handelte es sich leider nicht um eine attraktive Personal Trainerin, sondern um das neueste Sturmtief, dass Ihr Deutschen (bzw. eigentlich die Schotten) uns in die Schweiz runter geschickt habt.

Die Bedingungen zum Laufen waren mehr als widrig. Schon im Büro ahnte ich, was auf mich zukommen würde. Es hat zwischen 11 und 15 Uhr permanent geregnet, wobei „Regen“ ein sehr netter Begriff dafür ist. Ab 15 Uhr gab es hin und wieder mal 15minütige Pausen; dann aber jeweils wieder sturzbachartige Regenfälle.

Als ich das Büro verließ war es am nieseln, als ich zu Hause war, hatte es aufgehört zu regnen. Also beeilte ich mich und lief sofort los. Was mir beim Laufen auffällt ist, dass ich erhebliches Verbesserungspotential in meiner Atemtechnik habe. Dazu werde ich dann aber den Robin noch mal anhauen müssen. Allerdings frühestens Ende der Woche, weil der Junge bis morgen noch Klausuren schreibt. Na ja, was sag ich Klausuren. Es geht um Fußball – sowas läuft bei mir unter Freizeit, aber okay…

Anbei nutze ich die Möglichkeit dem Robin alles Gute zu wünschen. Wäre nett wenn Ihr Euch dem anschließt und ihm morgen die Daumen drückt. Sicherheitshalber mal den ganzen Tag. Und wenn wir schon mal bei guten Wünschen sind, dann gleich auch mal gute Besserung an die Conny, die die ganze Woche krank geschrieben ist! Letztendlich eine konsequente Weiterführung der pädagogischen Arbeitszeit. Wenn man nachmittags frei hat, kann man eigentlich auch gleich ganz zu Hause bleiben! Aber das habe ich nicht gesagt – das war… äh… der Fabian! So, nun zurück zum Thema:

Nach 15 Minuten Laufen war immer noch kein Regen zu vermelden. Ich wollte grade damit anfangen, mich dafür zu feiern, dass ich dem Wetterbericht zum Trotz laufen gegangen bin, doch da ging es auch schon los….

LECK MICH AM ARSCH war das asozial!!! Es fing an mit Nieseln. Ich wollte grade anfangen zu lachen, als es dann richtig losging. Der Regen ist nur so runtergeschossen. Nach 3/8 Sekunden war ich schon klatschnass. Nach 3 Minuten Dauer-Prasselregen dachte ich das erste Mal darüber nach, es für heute gut sein zu lassen! Als die Klamotten komplett mit Wasser vollgezogen waren, fing der Wind an, wobei auch Wind ein putziger Ausdruck dafür ist. Ich glaube schon mit der ersten Windböe hatte ich mir Erfrierungen dritten Grades zugezogen.

Inzwischen hatte ich aber beschlossen, nicht aufzugeben, sondern weiterzulaufen. Allerdings war es weiter die Hölle. Egal in welche Richtung ich lief, der Wind schien permanent mitzuwechseln und klatschte mir den Regen permanent ins Gesicht. Alleine dadurch bekamt ich ständige Aggressionsattacken die meinen Puls hochschnellen ließen. Also entschied ich mich, diesen Lauf „aus der Wertung“ zu nehmen und meinen Puls von nun an zu ignorieren! Entsprechend erhöhte ich mein Tempo, um diese Tortour möglichst schnell hinter mich zu bringen. Der Regen wurde später leichter und etwa einen Kilometer vor meiner Wohnung hörte er auf.

Als ich zu Hause ankam, war ich immer noch vollständig durchnässt und unterkühlt. Meine Zeit war sogar auch ziemlich passabel; allerdings natürlich nicht unter gleichzeitiger Berücksichtigung meines Pulses.

Der Autor meines Marathon-Buches lässt sich in einem der Kapitel zu folgendem Satz hinreißen: „Es gibt kein schlechtes Jogging-Wetter, es gibt nur ungeeignete Laufbekleidung!“. Manchmal kann der Typ mit seinen markanten Klugscheißer- Sprüchen echt nerven. Aber à propos Klugscheißer-Sprüche: Unter Umständen empfiehlt es sich, hier in nächster Zeit mal die Kommentare zu lesen. Denn vermutlich wird der Gauleiter Giertz wieder die Geschichten auspacken wie er damals beim Bund 40km-Märsche mit 90 Kilo Gepäck gemacht hat. Das ganze bei 40 Grad Celsius im Schatten und gleichzeitigem Eisregen. Die Marschgeschwindigkeit war 18 km/h und das obwohl die Kameraden sogar (um Sprit zu sparen) abwechselnd ganze Leopard II getragen haben!

Wie dem auch sei. Seit heute bin ich der Meinung, dass es sehr wohl falsches Laufwetter gibt; heute durfte ich es erleben. Würde mich mal interessieren, welche Laufausrüstung für Orkantiefe vorgesehen ist. Bin für jede Art von Info offen…

Der Abschluss der Einheit bestand aus einem heißes Bad, gefolgt von 10 Minuten Stretching. Jetzt folgt noch meine Voltaren-Kur und dann ist es für heute geschafft! Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Das Laufen hat im Nachhinein auch Spaß gemacht (wobei dieses „Nachhinein“ erst irgendwann in der Badewanne losging). Zeit war gut, Puls war schlecht. Also unterm Strich akzeptabel! Nächster Lauf ist am Samstag Vormittag.

Greetz 4565

_____________________________________________

Lauf 3:
Zeit: 1:15 Stunden
Avr- HF: 163 / min
Geschw.: 8,00 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:30 Stunden (-16,7 %)
Avr. HF: 155 / min (+5,2 %)
Geschw.: 6,67 km/h (+20,0%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-9,6 %)
Avr. HF: 157 / min (+3,8 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+10,7%)

Dienstag, 11. März 2008

4565

So, auf der Starterliste des "Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon 2008" hätte ich es schonmal geschafft. Seit heute tauche ich dort als (zu meiner Überraschung) einziger Gröpler auf. Auffällig ist, dass es einige "Grögers" gibt, die mitlaufen; 9 an der Zahl. Da muss irgendwo ein Nest sein...

Meine Starternummer ist die 4565, was für mich einfach zu merken ist, da das meinem wöchentlichen Nettolohn entspricht. Aber Ernst beiseite: es ist wirklich ein erhabenes Gefühl, dass meine Anmeldung jetzt in Stein (bzw. HTML) gemeißelt ist:

Die 4565 gefällt mir so gut, dass ich in Zukunft bitte nurnoch als "4565" oder wahlweise "Nummer 4565" angesprochen werden möchte. Wäre nett, wenn Ihr das alle einrichten könntet! Habe heute schon checken wollen, ob noch: 4565@ch.abb.com als Emailadresse in meiner Firma verfügbar ist, aber da ich es ja in Bezug auf meine Kollegen für mich behalten will, habe ich es dann doch gelassen!

So, ich fasse mich kurz: in 30 Sekunden ist Anpfiff in Mailand. Sportlich habe ich mich heute nicht betätigt und werde das wohl auch am Rest des Abends nicht tun. Morgen wird wieder gelaufen; mal sehen in welcher Zeit sich die 10 Kilometer dann anlassen!

Liebe Grüße

4565

Montag, 10. März 2008

Road to Frankfurt - Part I

Eigentlich hatte ich angedacht, für mein heutiges Krafttraining wieder den Fitnessraum meines Arbeitgebers zu nutzen. Als ich aber mit der Arbeit fertig war, war mir gar nicht mehr danach, auch meine Freizeit in den heiligen Hallen der Firma zu verbringen. Also absolvierte ich das „Krafttraining“ in meiner Wohnung. Das Wort „Krafttraining“ ist vielleicht ein bisschen übertrieben; wenn man bedenkt, wie üppig mein Angebot an privaten Fitnessgeräten ist. Hier mal mein Versuch, sämtliche Teile auf ein Foto zu quetschen:

Allerdings haben mich auch diese beiden Hanteln schon einigermassen gefordert! Krafttraining für den Marathon besteht eigentlich primär aus Übungen für Arme und Oberkörper. Denn man muss natürlich in der Lage sein, während der rund 42 Kilometer auch die Arme entsprechend mitzubewegen. Das war für mich bei meinen 10 Kilometerläufen schon recht anstrengend; zumal ich in der Vergangenheit mit einer falschen Armhaltung gelaufen bin.

Mein „Krafttraining“ bestand also aus Übungen für Arm-, Brust-, Rücken- und Bauchmuskulatur die insgesamt rund 40 Minuten dauerten. Ich weiss nicht mehr genau, ab wann es anstrengend wurde, aber am Ende war ich ziemlich kaputt!

Heute hatte ich aber nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen organisatorischen Teil auf der „Pendenzenliste“. Im Rahmen meiner Marathon-Vorbereitung muss ich diverse Einheiten unter Wettkampfbedingungen laufen. Dazu gehört mindestens ein Wettkampf über 10 Kilometer und mindestens ein Halbmarathon.

Ich habe für mich beschlossen, in diesen Läufen auf absolute Qualität zu achten und nur die besten und prestigeträchtigsten Läufe zu absolvieren um somit schon in den Testläufen auf die Crème de la Crème der Laufelite zu treffen. Als absoluter Leckerbissen in der deutschen Laufszene gilt der „Willi-Nickel-Stadtlauf“ in Pfungstadt (einem Nachbarort meiner deutschen Heimat). Am 14. Juni 2008 steht der „9. Willi-Nickel-Stadtlauf“ an und ich werde dabei sein. Die Startgebühr beträgt ganz 6 Euro – inklusive einem T-Shirt (da kann mir dann keiner erzählen, dass die nicht von indischen Kindern genäht wurden). Wer sich erst nach dem Meldeschluss (12. Juni 2008) anmeldet, zahlt allerdings 2 Euro mehr (oh-ha).

Die Distanz beträgt 8.400 Meter und passt damit blendend in meine geplanten Trainingsfortschritte. Der Lauf beginnt um 17.00 Uhr. Das bedeutet: wenn ich schnell genug bin, kann ich um 18 Uhr pünktlich zum Anpfiff von Schweden – Spanien (Gruppe D) vor einem glühenden Grill im Bangert oder ersatzweise der Odenwaldstrasse sitzen und mir halbliterweise eisgekühltes Bier und den ein oder anderen Brocken Fleisch genehmigen.

Jetzt brauch übrigens kein unqualifizierter Kommentar zum Thema Ernährungsprogramm kommen. Über das Thema bin ich mir noch nicht 100%ig einig. Ich werde es aber in den nächsten Wochen dann auch mal hier zur Sprache bringen...

Aber à propos unqualifiziert: vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere Person aus z.B. Weiterstadt, Seeheim oder Mannheim, die sich ebenfalls (nicht?) die Blösse gibt und die 8,4 Kilometer des „9. Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlaufes“ mitläuft. Ich bin für jeden (schlechter trainierten) Mitläufer dankbar!!!