Nicht zuletzt aus Formatierung-Gründen habe ich in den letzten Tagen darauf verzichtet, hier weitere Berichte zu veröffentlichen. Dazu kam, dass auch aus Trainings-Sicht nicht allzu viel zu berichten war. Ich habe tatsächlich im kompletten Heimaturlaub nicht einen einzigen seriösen Lauf zu Stande gebracht. Sporttechnisch gab es seit Montag eigentlich nur folgendes zu vermelden:
Mittwoch:
Eigentlich wollte ich am Mittwoch mal wieder beim guten alten TV Jugenheim zum Badminton auflaufen. Leider waren gegen 17 Uhr nur postpubertäre Kinder am Start. Also bin ich Heim, um meine Seeheimer Laufroute auszumessen und dann auch zu laufen. Nach circa 70 Metern war diese Idee aber gestorben, da ich kurz davor war, das Fahrrad meines Vaters einfach in den Wald zu schmeissen. Ist ein sehr gewöhnungsbedürftiges Gefährt… Der Plan „Laufen“ wurde also wieder gestrichen. Stattdessen ging es zurück nach Jugenheim in die Halle; aber immer noch nur Kinder am Start. Leicht gereizt entschied ich dann, doch in Seeheim im Wald zu laufen, auch wenn ich keine 10km-Strecke ausgemessen hatte. Der auf dem Heimweg einsetzende Hagel liess mich dann aber nicht nur verzweifeln, sondern auch zum Entschluss kommen, dass ich an diesem Mittwoch mal wieder keinen Sport machen würde.
Freitag:
Am Freitag stand dann wieder Badminton auf dem Plan; und diesmal klappte es dann auch. So kam es dann also am Freitag in Jugenheim zum Showdown zwischen Markus und mir. Wobei Showdown sich grossartig anhört, und dieses Match alles andere als grossartig war. Mit 0:5 Sätzen hat mich der Kölner Türke abgefertigt. Das war ziemlich demütigend. Aber so bitter das auch ist; ich werde keine fadenscheinigen Ausreden suchen, um diese Niederlage zu erklären; auch wenn es natürlich am Material lag!!!
Sonntag:
Heute gegen 8.20 Uhr wurde ich dann physisch misshandelt. Erst kam der kleine Glatzkopf (auf Andreas Arm) in mein Zimmer um mich zu wecken. Danach wurde ich einem etwa 45minütigen Waldlauf unterzogen. Denn als wäre laufen am frühen Morgen nicht schon schlimm genug; war auch auch noch Drill-Sergeant Marc mit von der Partie. Für eine Zeit, in der ich mich normalerweise in der Tiefschlafphase befinde, waren Zeit und Puls eigentlich ganz akzeptabel. Die Distanz dürfte so 6,5 Kilometer betragen haben. Nach dem Frühstück durfte ich dann endlich meine Kompressions-Strümpfe („Wow – ich war SOOO überrascht!“) entgegen nehmen. Zudem bekam ich von Andrea einen „Mulifunktions-Getränke-und-sonstiges-Halter-Gürtel“. Dieses Equipment werde ich dann bei nächster Gelegenheit mal näher vorstellen. Auf jeden Fall setzt mich meine Ausrüstung langsam aber sicher unter Druck, zumindest eine einigermaßen akzeptable Leistung abzuliefern. Da gibt’s dann leider keine Ausreden wie beim Badminton! Auf dem Heimweg Richtung Schweiz habe ich dann noch einen kleinen Zwischenhalt in Freiburg an der Uniklinik gemacht. Echt beschämend wie die Staatsanwaltschaft hier vorgegangen ist. Ehrenwerte Sportmediziner werden hier der Kriminalität beschuldigt. Naja, ich bin nur kurz rein und hab meine Blutbeutel abgeholt. Liegen jetzt bei mir im Kühlschrank. Blöd nur, dass ich mir meine vielen roten Blutkörperchen nun selbst verabreichen muss. Da ich mir niemals selbst die Nadel setzen könnte, werde ich sie vermutlich einfach trinken! Prost!
Morgen wäre Laufen geplant, je nachdem was meine Beine dazu meinen!
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