Heute stand mein dritter Lauf über 10 Kilometer an. Nach dem Zweiten konnte es ja nur besser werden. Meinen Körper war mittlerweile auch wieder mehr oder weniger einsatzfähig. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Firma Novartis. Denn mit einer dreitägigen Voltaren-Kur habe ich den Großteil meiner muskulären Probleme beseitigen können. Das Zeug ist wirklich fantastisch – sobald ich das nächste Mal in Deutschland bin, werde ich mich mit einer Leichtathletik-Verein-Jahresration dieser Ware eindecken. Sicher ist sicher… Denn hier unten werde ich das Zeug bestimmt NICHT mehr kaufen. Habe mir letzte Woche in der Apotheke eine Tube geholt: 20,60 Franken! WHAT??? Aber wie gesagt: absolutes Wundermittel. Wenn man bedenkt, dass ich zwischenzeitlich Schmerzen hatte, als würde mir jemand mit ’nem rostigen Nagel im offenen Knie rumrühren, ging es mir heute wieder geradezu blendend!
Den heutigen Lauf absolvierte ich nicht alleine, sondern in Begleitung von Kirsten. Allerdings war das eine Gesellschaft, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Denn bei Kirsten handelte es sich leider nicht um eine attraktive Personal Trainerin, sondern um das neueste Sturmtief, dass Ihr Deutschen (bzw. eigentlich die Schotten) uns in die Schweiz runter geschickt habt.
Die Bedingungen zum Laufen waren mehr als widrig. Schon im Büro ahnte ich, was auf mich zukommen würde. Es hat zwischen 11 und 15 Uhr permanent geregnet, wobei „Regen“ ein sehr netter Begriff dafür ist. Ab 15 Uhr gab es hin und wieder mal 15minütige Pausen; dann aber jeweils wieder sturzbachartige Regenfälle.
Als ich das Büro verließ war es am nieseln, als ich zu Hause war, hatte es aufgehört zu regnen. Also beeilte ich mich und lief sofort los. Was mir beim Laufen auffällt ist, dass ich erhebliches Verbesserungspotential in meiner Atemtechnik habe. Dazu werde ich dann aber den Robin noch mal anhauen müssen. Allerdings frühestens Ende der Woche, weil der Junge bis morgen noch Klausuren schreibt. Na ja, was sag ich Klausuren. Es geht um Fußball – sowas läuft bei mir unter Freizeit, aber okay…
Anbei nutze ich die Möglichkeit dem Robin alles Gute zu wünschen. Wäre nett wenn Ihr Euch dem anschließt und ihm morgen die Daumen drückt. Sicherheitshalber mal den ganzen Tag. Und wenn wir schon mal bei guten Wünschen sind, dann gleich auch mal gute Besserung an die Conny, die die ganze Woche krank geschrieben ist! Letztendlich eine konsequente Weiterführung der pädagogischen Arbeitszeit. Wenn man nachmittags frei hat, kann man eigentlich auch gleich ganz zu Hause bleiben! Aber das habe ich nicht gesagt – das war… äh… der Fabian! So, nun zurück zum Thema:
Nach 15 Minuten Laufen war immer noch kein Regen zu vermelden. Ich wollte grade damit anfangen, mich dafür zu feiern, dass ich dem Wetterbericht zum Trotz laufen gegangen bin, doch da ging es auch schon los….
LECK MICH AM ARSCH war das asozial!!! Es fing an mit Nieseln. Ich wollte grade anfangen zu lachen, als es dann richtig losging. Der Regen ist nur so runtergeschossen. Nach 3/8 Sekunden war ich schon klatschnass. Nach 3 Minuten Dauer-Prasselregen dachte ich das erste Mal darüber nach, es für heute gut sein zu lassen! Als die Klamotten komplett mit Wasser vollgezogen waren, fing der Wind an, wobei auch Wind ein putziger Ausdruck dafür ist. Ich glaube schon mit der ersten Windböe hatte ich mir Erfrierungen dritten Grades zugezogen.
Inzwischen hatte ich aber beschlossen, nicht aufzugeben, sondern weiterzulaufen. Allerdings war es weiter die Hölle. Egal in welche Richtung ich lief, der Wind schien permanent mitzuwechseln und klatschte mir den Regen permanent ins Gesicht. Alleine dadurch bekamt ich ständige Aggressionsattacken die meinen Puls hochschnellen ließen. Also entschied ich mich, diesen Lauf „aus der Wertung“ zu nehmen und meinen Puls von nun an zu ignorieren! Entsprechend erhöhte ich mein Tempo, um diese Tortour möglichst schnell hinter mich zu bringen. Der Regen wurde später leichter und etwa einen Kilometer vor meiner Wohnung hörte er auf.
Als ich zu Hause ankam, war ich immer noch vollständig durchnässt und unterkühlt. Meine Zeit war sogar auch ziemlich passabel; allerdings natürlich nicht unter gleichzeitiger Berücksichtigung meines Pulses.
Der Autor meines Marathon-Buches lässt sich in einem der Kapitel zu folgendem Satz hinreißen: „Es gibt kein schlechtes Jogging-Wetter, es gibt nur ungeeignete Laufbekleidung!“. Manchmal kann der Typ mit seinen markanten Klugscheißer- Sprüchen echt nerven. Aber à propos Klugscheißer-Sprüche: Unter Umständen empfiehlt es sich, hier in nächster Zeit mal die Kommentare zu lesen. Denn vermutlich wird der Gauleiter Giertz wieder die Geschichten auspacken wie er damals beim Bund 40km-Märsche mit 90 Kilo Gepäck gemacht hat. Das ganze bei 40 Grad Celsius im Schatten und gleichzeitigem Eisregen. Die Marschgeschwindigkeit war 18 km/h und das obwohl die Kameraden sogar (um Sprit zu sparen) abwechselnd ganze Leopard II getragen haben!
Wie dem auch sei. Seit heute bin ich der Meinung, dass es sehr wohl falsches Laufwetter gibt; heute durfte ich es erleben. Würde mich mal interessieren, welche Laufausrüstung für Orkantiefe vorgesehen ist. Bin für jede Art von Info offen…
Der Abschluss der Einheit bestand aus einem heißes Bad, gefolgt von 10 Minuten Stretching. Jetzt folgt noch meine Voltaren-Kur und dann ist es für heute geschafft! Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Das Laufen hat im Nachhinein auch Spaß gemacht (wobei dieses „Nachhinein“ erst irgendwann in der Badewanne losging). Zeit war gut, Puls war schlecht. Also unterm Strich akzeptabel! Nächster Lauf ist am Samstag Vormittag.
Greetz 4565
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Lauf 3:
Zeit: 1:15 Stunden
Avr- HF: 163 / min
Geschw.: 8,00 km/h
Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:30 Stunden (-16,7 %)
Avr. HF: 155 / min (+5,2 %)
Geschw.: 6,67 km/h (+20,0%)
Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-9,6 %)
Avr. HF: 157 / min (+3,8 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+10,7%)
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