Mittwoch, 14. Mai 2008

Halterlose Strümpfe - Equipment II

Ich komme gerade von der E-Technik-Schulung und mein Kopf brennt immer noch. Ein kleiner Auszug aus dem heutigen Vortrag zum Thema elektrische Maschinen:

„Der prinzipielle Aufbau eines Transformators ist sehr einfach. Zwei Wicklungen umfassen einen geschlossenen Eisenkern, der sie auf diese Weise mit etwa demselben magnetischen Wechselfluss verkettet. Dadurch verhalten sich nach dem Induktionsgesetz die zwei Klemmenspannungen praktisch wie die Windungszahlen der Wicklungen. Der Transformator gibt also die über die Primärwicklung aufgenommene Leistung nach Abzug der inneren Verluste über die Sekundärwicklungen mit niederer oder höherer Spannung wieder ab. Der magnetische Kreis des Wechselfeldes muss mit Rücksicht auf die Wirbelstromverluste aus Blechen geschichtet sein, wozu heute durchwegs kernorientierte 0,3 bis 0,35 mm starke Bleche Verwendung finden. Die gegenseitige Isolation erfolgt heute mit einer sehr dünnen Silikat-Phospahtschicht, die bereits während dese Auswalzens der Bleche aufgebracht wird. Um den Innendurchmesser der Transformator-wicklungen möglichst gut auszunützen, nähert man durch eine 5 – 15 fache Stufung der Blechbreiten den Eisen-querschnitt an die Kreisform an.“

Aha, alles klar… Wir kommen nochmals zurück zum ersten Satz: „Der prinzipielle Aufbau eines Transformators ist sehr einfach“. Ich weiß nicht ob das Ironie, Sarkasmus, Provokation oder einfach nur eine komplette Verarsche sein soll. Warum checken die denn nicht, dass normale Leute sowas nicht verstehen. Im Gegenzug würde ich akzeptieren, dass E-Techniker alle Hochwasserhosen, hässliche Hemden und Birkenstock-sandalen anziehen. Deal? Und selbst wenn es den ein oder anderen Nicht-Techniker gibt, der obige Ausführungen verständlich (bis „sehr einfach“) findet. Dazu kommt, dass praktisch alle Kursteilnehmer vorher einen 8-Stunden-Arbeitstag hatten. Wo bitte soll dieses unnütze Wissen dann noch gespeichert werden?

Das einzig unterhaltsame war mein völlig übermüdeter Tischnachbar Dejan. Die 3stündige Kursdauer vertrieb ich mir mit dem Warten auf den Moment, in dem Dejans Kopf mit einem lauten Krachen auf die Tischplatte donnern würde. Zu seinem Glück war er aber gerade noch in der Lage, den Schlafzustand zu verhindern. Der Junge war übrigens ziemlich sauer auf mich; und zwar zu Recht. Ich hatte total vergessen, dass ich am Sonntag-Abend mit ihm und seinen Leuten in nen Yugo-Club gehen wollte. Echt saupeinlich und unangenehm, aber nach allem, was ich gehört habe, war es wohl besser so. Klang nach einem ziemlich anstrengendem Abend; vor allem für die Leber…

Aber nun zum eigentlichen Thema (mittlerweile habe ich mich auch wieder einigermaßen beruhigt). Heute stelle ich Euch mal meine leistungssteigernden Kompressionsstrümpfe vor.

Dabei handelt es sich um Strümpfe, die extrem fest am Fuß sitzen (sozusagen eine zweite Haut bilden) und bis unter die Kniekehlen gezogen wird. Sie erzeugen von außen einen Druck auf das Gewebe des umschlossenen Bereichs und bewirken so eine verbesserte Durchblutung / Versorgung mit Sauerstoff. Weiterhin stellen sie für Fuß und Bein eine integrierte Klimaanlage dar, da sie im trockenen Zustand wärmen und im feuchten Zustand kühlen.

Auf der Packung des Herstellers stehen folgende Attribute:

-> mehr Sauerstoff

-> mehr Energie

-> schnellere Erholung nach dem Sport

-> keine Blasen

Gut, das mit den Blasen kann ich nicht bestätigen. Schließlich habe ich mir meine große Blase erstmals geholt, als ich mit den Socken unterwegs war – da hatte ich aber auch erstmals meine neuen Schuhe an – und das die Schuld sind, ist nicht von der Hand zu weisen.

Ansonsten lügt die Packung aber nicht. Ich hatte bei dem Lauf einen besseren Puls und meine Beine waren am Ende des Laufs praktisch nicht müde. Ich muss sagen, dass mir ein absolutes Rätsel ist, wie die Dinger funktionieren, aber ich nehme zur Kenntnis, dass sie es tun. Ich hoffe mal, das ist nicht so ein Placebo-Effekt…

Der Verkäufer im Geschäft sprach von einer 5%igen Leistungssteigerung beim Marathon – ein Wert den auch diverse einschlägige Foren bestätigen. Ich glaube es auch, bzw. kann es mir wirklich gut vorstellen! Dieses fantastische Produkt kommt übrigens aus dem Hause CEP-Sportswear. Die geben in ihrer Produktbeschreibung noch diverse wissenschaftliche Erklärungen für Vorteile und die Wirkungsweise der Socken. Das ist für mich aber leider genauso verständlich, wie das „sehr einfache, prinzipielle Aufbau eines Transformators“.

Bisher habe ich die Strümpfe erst einmal angehabt und das auch nur zu Testzwecken. Da sie insbesondere die Regenerationszeit nach langen Läufen verkürzen, möchte ich sie nicht zu inflationär einsetzen, sondern wirklich nur auf Läufen von 15 (und mehr) Kilometern tragen!

Einzig problematisch an den Socken ist, dass man im Sommer nun mal eher kurzbeinig unterwegs ist und diese Socken doch schon ziemlich lächerlich aussehen. Ich muss mir dann überlegen, ob ich mich öffentlich der Lächerlichkeit preisgebe oder lieber in langen Hosen laufe. Naja, seh ich dann! Ein weiterer Nachteil ist, dass man für die Dinger soviel Kohle auf den Tisch legen muss, dass sich ein 500-Einwohner-Dorf in Uganda wohl drei Monate lang davon satt essen könnte. Aber ein Paar reicht mir ja auch erstmal, und das habe ich auch noch von meinen Eltern zu Ostern geschenkt bekommen!

So, bei Rückfragen zu den Socken meldet Euch einfach; andernfalls gehe ich davon aus, dass es verstanden wurde. Am Wochenende frage ich das ab!!!

Schön, dann werde ich mir jetzt noch die letzten 5 Minuten (vielleicht geht’s auch noch länger) vom UEFA-Cup-Finale ansehen. Oh man, Zenith St. Petersburg gegen Glasgow Rangers; das nenne ich ja mal Duell der Giganten. Ich muss schon sagen, dass „Cup der Verlierer“ letztendlich noch ein ziemlich wohlwollender Ausdruck für diese Veranstaltung ist!

Als positiver Abschluss des Tages bleibt noch festzuhalten, dass ich über das Fronleichnam-Wochenende hohen Besuch aus Bonn bekomme. Mein Personal-Trainer konnte mein Gepiense hier im Blog nicht mehr ertragen und wird mein Training jetzt mal im Stile eines Drill-Sergeants aufziehen. Das werden mal ein paar ziemlich FETTE TAGE!!!

Dienstag, 13. Mai 2008

Um mal politisch zu werden...

Den gestrigen Blasen-Pflege-Erholungs-und-Stretching-Abend vertrieb ich mir praktisch ausschließlich mit sinnlosem Fernsehen, wobei ich den Fehler machte, gegen 23.30 Uhr noch „The Texas Chainsaw Massacre“ anzusehen, was für mein sensibles Gemüt eindeutig zu viel war.

@ Sanne & Fabian: ich kann Euer abschätziges Lachen bis hierher hören!!! Die beiden sind nämlich vollständig schmerzfrei was Horror angeht und brauchen sowas glaub ich inzwischen schon zum Einschlafen… Der einzige Lacher entwich mir, als im Abspann erwähnt wurde, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Muahahaha, ich lach mich tot. Okay, vielleicht gab es mal ein Massaker in Texas, vielleicht auch von ner ganzen Familie. Aber das war es dann auch sicherlich. Ich WETTE, dass ansonsten NICHTS, aber auch ABSOLUT NICHTS mehr auf Tatsachen beruht. Aber wahrscheinlich reicht ersteres schon, um als „Basierend auf einer wahren Geschichte“ durchzugehen! Um besser einschlafen zu können, sah ich danach noch eine Folge „Mysteriöse Todesfälle“ auf RTL II. Hats aber auch nicht viel besser gemacht…

Wie schon angekündigt, habe ich mich heute nicht mit Leibesübungen erfreut, sondern einen komplett trainingsfreien Tag eingestreut. Ich machte allerdings so Feierabend, dass ich noch in Brugg das Hundeabwehrspray kaufen konnte. Allerdings konnte ich dann doch nicht – weil es so ein Zeug nicht im normalen Geschäft zu kaufen gibt. Pfff.. scheiß neutrale Pazifisten!!!

Aber mal im Ernst: Da „Hundeabwehrspray“ letztendlich nichts anderes ist, als normales Pfefferspray, darf das Zeug auch nur in Waffengeschäften verkauft werden. Ich werde mich also gedulden, und mir am Samstag in Darmstadt ein solches Ding zulegen. Ach ja, eines sollte noch erwähnt sein, damit mir nicht noch mehr Tierschützer ihre Morddrohungen auf den AB quatschen: Ich will das Zeug nicht benutzen um irgendwelche Hunde anzugreifen. Ich würde es auch nicht gegen kläffende oder an mir hochspringende Hunde benutzen, sondern ausschließlich in dem Fall, dass mich ein Hund wirklich anfällt oder beißt. Die Töle, die gestern kurz davor war, hätte mich mitten auf ner freien Wiese erwischt, wo weit und breit keine Hilfe gewesen wäre. Für DIESE Fälle brauche ich das Spray – sonst für nichts. Im Übrigen empfehle ich jedem, mal bei Google „Hundeabwehrspray“ einzugeben und sich durch diverse Hundefreunde-Foren zu lesen. Es ist echt phänomenal überragend jämmerlich Menschen argumentieren können. Ich bin immer noch fassungslos!

Fassungslos bin ich auch schon seit ein paar Tagen, in denen mich auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit folgendes Plakat anlacht:

Jawohl, es ist mal wieder soweit. Die Schweiz übt wieder mal die faschistische Revolution. Diemal hat sie sich aber nichtmal die Mühe gemacht, ein neues Plakat zu entwerfen. Das Gleiche hat die SVP auch schon vor 2 Jahren mal benutzt. Dieses Mal geht es aber ausnahmsweise (puh!) nicht gegen die Deutschen, sondern gegen Ausländer im Allgemeinen. Ich habe mich längst daran gewöhnt, dass Rassismus und Faschismus populäre Themen in der Schweiz sind, aber heute war dann mal wieder sowas wie ein kleiner Höhepunkt.

Heute flatterte nämlich die “Schweizerzeit“ in meinen Briefkasten. Dabei handelt es sich um eine Zeitung, die politisch wohl so verseucht ist, dass selbst die NPD sich nicht trauen würde, so etwas rauszugeben. Die gute Zeitung ist bis zum Rand gefüllt mit braunem Gedankengut zum Thema „Einbürgerungsstopp in der Schweiz“. Der Zeitung liegt verschiedenstes Propagandamaterial bei und als kleine Zugabe ein Überweisungsträger mit Begünstigtem „Kampfkasse gegen Masseneinbürgerungen“. ALLES KLAR!!!

Diese Zeitung ist wirklich nicht zu beschreiben; man bekommt Gänsehaut wenn man sie nur liest. Ich werde die Links hier zwar nicht posten, aber für weiter Interessierte, einfach mal nach „Schweizerzeit“ oder „SVP“ suchen…

Manchmal kann ich wirklich nicht glauben, wo ich hier bin… Ach ja: KOSOVO IS SERBIA! Wäre das auch mal wieder erwähnt!!!

[Copyright der Bilder: SVP.ch]

Montag, 12. Mai 2008

Doch nur die Kleine - 10 Kilometer Vol. 9

Zunächst Mal: meine nächste Investition, die ich für mein Marathontraining tätigen werde, ist ein Hunde-Pfeffer-Spray. Denn so ein Vieh hätte mir heute mir heute fast nen Herzinfarkt zugefügt. Wobei ich damit wohl noch gut bedient gewesen wäre. Zwischendurch hatte ich auch die Befürchtung, er würde mich anfallen, aufbrechen und bis auf die Knochen abnagen. Bevor ich das nächste Mal laufe, kaufe ich mir auf jeden Fall so ein Spray. Das ist kein Witz; ich laufe nie wieder ohne so Zeug. Da verzichte ich im Gegenzug lieber auf ne Flask mit Getränk…

Aber zurück zum eigentlich Lauf.

Dass ich heute nicht die 15, sondern nur die 10 Kilometer laufen würde, entschied ich bereits nach 3 Kilometern. Die Gründe sind blasentechnischer Natur; und damit meine ich die am Fuß. Nach besagten 3 Kilometern war sie wieder leicht zu spüren (trotz der anderen Schuhe) und mir war klar, dass dies auf den nächsten Kilometern nicht weniger werden würde.

Letztendlich war es gut so, denn nach 8 Kilometern war es dann wieder ziemlich unerträglich. Ich habe heute beschlossen, eine einwöchige Pause zu machen, damit sich das Ding ein bisschen zurückentwickelt. Derweil werde ich mir mal meine neuen Laufschuhe vornehmen, denn ich habe einen Verdacht, woran es liegt, dass ich von ihnen Blasen bekomme. Mehr kann Sherlock Holmes an dieser Stelle nicht verraten (um die Ermittlungen nicht zu behindern!).

Alles in allem war das heute ein ziemlich kurioser Lauf. Hatte ich bisher noch nie meinen Lauf unterbrechen müssen, so erlebte ich heute den „Lauf der Unterbrechungen“. Schon nach 300 Metern gingen meine Schuhe auf und ich musste sie binden, bei Kilometer 6 kam dann die Drecks-Töle ins Spiel, die mich dazu Zwang, etwa 100 Meter zu gehen und damit mit eskalierenden Gesten und ständigem „Ganz ruhig“-Gefasel auf die komplett durchdrehende Bestie einzuwirken. Die Geschichte trieb meinen bis dahin sehr passablen Puls dann auch Schlagartig auf 181 hoch. Danke nochmal, Waldi! Auf Kilometer 7 wurde ich dann von irgendwelchen Eingeborenen nach dem Weg zum „Zoo Hasli“ befragt. Das ist ziemlich lustig; sofern man den Zoo Hasli kennt. Ich sag mal so: da hat irgendne Familie die Idee gehabt, privat einen Zoo aufzumachen und vermutlich einfach ein paar Ratten und Marder in ein Gehege gelockt und das dann zugemacht. Anders ausgedrückt: Zebras gibt´s da nicht gerade! Ergo: wer seinen Feiertag damit verbringt, FREWILLIG in den Zoo Hasli zu gehen, der muss sonst schon ziemlich wenig Spaß im Leben haben. Aber gut, ich habe natürlich trotzdem bereitwillig den Weg erklärt. Ebenfalls noch auf Kilometer 7 bekam ich dann einen fiesen Stein in den Schuh und musste ihn noch mal komplett aus- und wieder anziehen.

Diese ganzen Unterbrechungen sind vor allem deshalb sehr bedauerlich, da ich einen guten Puls und auch eine nicht allzu schlechte Zeit vorzuweisen hatte. Letztendlich war die Zeit die gleiche wie beim letzten Lauf, der Puls aber besser. Ohne die ganzen Unterbrechungen hätte ich erstmals überhaupt in diesem dämlichen Training 3 Verbesserungen zum vorherigen Lauf gehabt (also 3x blau) – so wurde es dann leider nichts…

Morgen fahre ich vielleicht Fahrrad – allerdings steht morgen im Büro einiges auf dem Programm. Ich rechne daher mal nicht mit nem Feierabend vor 20 Uhr. Dann fahre ich sicher nicht mehr. Und sollte ich früher wegkommen, kaufe ich erstmal ein Hundespray! Mittwoch ist wieder E-Technik-Schulung. Mittlerweile bin ich echt froh, wenn ich es hinter mir habe. Letzten Mittwoch (Gasturbinen / Gaskombikraftwerke) hatte ich mal wieder meinen „Ich-versteh-nicht-ein-EINZIGES-Wort“-Tag. Wie auch immer, Mittwoch wird bei mir also sporttechnisch nix passieren. Donnerstag ist Kicken. Freitag fahrer ich nach Seeheim und werde schätzungsweise auch das ganze Wochenende nichts machen. Ich hoffe mal, dass sich die gesunde Haut an meinem Fuß bis Anfang nächste Woche ein bisschen Territorium zurückerkämpfen konnte! Ich sag dann bescheid :-)

Lauf 9:
Zeit: 1:18 Stunden
Avr- HF: 159 / min
Geschw.: 7,69 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (+/- 0,0 %)
Avr. HF: 161 / min (-1,2 %)
Geschw.: 7,69 km/h (+/ 0,0 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-6,0 %)
Avr. HF: 157 / min (+1,3 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+6,4 %)

Allzweckgürtel - Equipment I

Heute gibt es dann ausnahmsweise mal zwei Berichte – stehen doch zwei wichtige Themen an, die ich ungern miteinander vermischen möchte, da sie beide höchste Aufmerksamkeit verdient haben!

Denn heute fange ich endlich mal damit an, Euch meine mittlerweile grosse Menge an Laufutensilien etwas näher zu bringen. Heute stelle ich Euch vor, was ich morgen erstmals benutzen werde: meinen „Trinkflaschen-Lauf-Gürtel“. Um mal ein bisschen Werbung zu machen, das Ding kommt aus dem Hause „Run & Move“ Offiziell heißt es übrigens „Flask Belt Performer“, wobei Flask vermutlich für Flasche steht. Das Wort Flasche scheint das einzige sein, dass die Firma nicht übersetzen konnte. Ansonsten klingt es eigentlich ganz gut:

„Leichter Laufgürtel inkl. 175 ml Flasks. Praktische Tasche für Schlüssel, Taschentücher und nützliche Utensilien. Aufgesetzte Zipper Tasche für Münzen und Autoschlüssel. FLASKS VOR GEBRAUCH GUT AUSSPÜLEN“.

So sieht der Kollege übrigens aus:

Wie Ihr seht hat der Gürtel 4 Flasks. Das ist natürlich absolut pefekt, da man nicht einfach nur 700 Mililiter mit auf den Lauf nehmen kann, sondern auch noch verschiedene Getränke auswählen kann. Also z.B. einmal Hefeweizen, einmal Kaffee, einmal Kanne-Brot-Trunk und einmal Eierlikör. Echt super…

Ich habe den Gürtel (der aus dem Lothar-Leder-Laufshop in Darmstadt stammt) von Andrea, Marc und Ben zu Ostern geschenkt bekommen. Morgen werde ich ihn dann also endlich mal einweihen. Denn morgen stehen die 15 Kilometer auf dem Programm da ich schon nach 10 Kilometern leicht ausgetrocknet bin, ist ein wenig Flüssigkeit unterwegs sicherlich nicht schädlich. Allerdings wäre möglich, dass ich nicht den ganzen Gürtel anziehe, sondern mir einfach nur 2 volle Flasks davon in die Taschen meiner kurzen Laufhose stopfe. Schließlich will ich nicht zu professionell aussehen – zumindest solange ich mein Programm in Schrittgeschwindigkeit absolviere.

Wie auch immer, ich freue mich schon darauf das Teil (oder zumindest Teile davon) auszuprobieren und werde dann morgen ansagen ob und wie es geklappt hat!

Sonntag, 11. Mai 2008

Road to Frankfurt - Part II

Entgegen meinem eigentlichen Plan habe ich heute keine Radtour gemacht. Da ich gestern zu nachgerückter Stunde von der (sehr, sehr schönen) Hochzeitsfeier nach Hause gekommen bin, fiel es mir heute morgen auch etwas schwerer, aufzustehen. Erst gegen 11 Uhr habe ich es aus dem Bett geschafft. Mit Duschen und Frühstücken hat sich das dann bis 13 Uhr hingetrödelt.

Um 14.00 Uhr wollte ich dann Fußballgucken und verschob das Radfahren auf später. Nachdem ich dann den Kölnern beim aufsteigen zugeguckt hab, bin ich zum Putzen übergegangen, was mindestens so anstrengend war, wie die beiden Bergetappen mit dem Fahrrad zu absolvieren. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Kölner in meinem Freundeskreis (im Übrigen deutlich zu viele). Ich hoffe mal, Ihr habt es heute Abend/Nacht alle krachen lassen, wobei ich mir da keine allzu großen Sorgen mache... Auf ein Wiedersehen in Liga eins in 2008/2009. Mit der Chance für mich, ENDLICH mal einen Auswärtssieg der glorreichen SGE beim FC zu erleben...

Da ich vorhin noch zweimal kurz im Büro war, funktioniert es zeitlich heute gar nicht mehr mit dem Radfahren. Dafür habe ich aber mit dem Aufräumen/Putzen (mit dem ich derzeit immer noch beschäftigt bin) aber ein absolut adäquates Sportprogramm absolviert!

Weiterhin habe ich soeben meinen Trainings, bzw. Wettkampfplan vorangetrieben. Neben dem „Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf“ sind noch einige Wettkämpfe von mir zu absolvieren. So gehört beispielsweise 5 Wochen vor dem Frankfurt-Marathon ein Halb-Marathon zwingend dazu. Es gibt einige Läufe, die in der Zeit in Deutschland und der Schweiz stattfinden. Letztendlich blieben 2 Stück in der engeren Wahl: der „Einstein-(Halb)Marathon“ in Ulm, und der „Greifenseelauf“ am Greifensee (wie der Name schon sagt). Letztendlich habe ich mich für den Greifenseelauf entschieden – schon allein aus lokalen Gründen!



Der Greifensee liegt ungefähr 10 Kilometer Luftlinie östlich von Zürich. Der Start ist in Nänikon, das Ziel dann in Uster! Das ist alles schon etwas näher als Ulm, und außerdem ist der Greifenseelauf in der Schweiz wirklich ein bekanntes und geschätztes Event. Und zu guter Letzt muss ich mich ja irgendwann anfangen, ein bisschen mehr mit meiner neuen Heimat zu identifizieren!

Ziemlich unterhaltsam ist die Homepage des Laufes (deren Link Ihr oben rechts findet). Ein paar kleine Auszüge aus der Energieversorgung während des Laufes:

„Das offizielle Verpflegungsgetränk ist Rivella MARATHON“

„Coop offeriert bei km 11,5, km 16,0 und am Ziel Bananen. Außerdem überreicht Coop jedem am Ziel einen knackig-frischen Apfel, sowie jeder Frau auf der Halbmarathondistanz eine Coop-Rose.“

„Isostar Energy Gel: Bei Km 16,0 erhalten alle Halbmarathonläufer/innen die Möglichkeit einen Energiekick in Form von leicht verdaulichem Gel zu sich zu nehmen. Anwendung: Den Isostar Energy Gel einnehmen und bei der nächsten Verpflegungsstation (nach 100 m) ausreichend Wasser trinken, damit die Kohlenhydrate rasch zur Verfügung stehen.“

Weiterhin steht noch zur Debatte, dass ich am 19. Juli 2008 am „Citylauf Norderney“ teilnehme. Dazu konnte ich mich heute allerdings noch nicht endgültig entscheiden. Insbesondere der Zeitaufwand für die Anreise steht in einem diskutablen Verhältnis zur Lauflänge. Naja, abwarten und Bier trinken...

Samstag, 10. Mai 2008

Im dritten Anlauf - 10 Kilometer Vol. 8

Nach zwei vergeblichen Versuchen, habe ich am gestrigen Freitag wieder meine Hausstrecke absolviert. Die ersten beiden Versuche waren ziemlich erbärmlicher Natur. Ich hatte beschlossen, am Donnerstag früh morgens zu laufen – und diesmal wirklich FRÜH! Mein Plan war absolut wasserdicht: 5:40 Uhr aufwachen, 6:00 Uhr aufstehen und Kreislauf in Gang bringen, 6:30 Uhr loslaufen, 8:00 Uhr spätestens zurück sein & duschen, 8:30 Uhr Stretching, 9:00 Uhr im Büro auflaufen! Soviel zum Plan, anfangs klappte es auch ganz gut, aber eben nur anfangs...

Um 5.40 Uhr klingelte also der Wecker, was mich ziemlich glücklich machte. Als ich dann um 6.00 Uhr aus dem Bett gekrabbelt bin, habe ich mich einfach nur selbst verflucht, aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch entschlossen. Ich hab mich dann verkabelt und mein Laufzeug angezogen. Gegen etwa 6:03 Uhr war ich also parat, aber ich hatte immer noch 27 Minuten um meinen Kreislauf aufzuwecken. Also lief ich ein bisschen in de Wohnung rum und versuchte was zu essen. Nach 5 Minuten war ich aber schon wieder so müde, dass ich mich hinsetzten musste. Da blieb ich dann auch sitzen bis 6.30 Uhr um dann runter zu gehen und loszulaufen. Das war halt aber echt mal die erbärmlichste Nummer, die jemals zu sehen war. Ich bin sowas von vor mir hingestolpert, dass es schon nicht mehr lustig war. Nach 300 Metern (in denen ich zweimal fast auf die Fresse geflogen wäre – kein Witz) gab auf, lief zurück zu meiner Wohnung und direkt wieder ab ins Bett.

Bei der späteren Fehleranalyse erkor ich dann mein spätes Zu-Bett-gehen als Schuldigen für meine morgendliche Unsportlichkeit. Ich verordnete mir also für den Abend Bettruhe ab 23 Uhr um am Freitag einen neuerlichen Anlauf zu nehmen. Ich war Abends dann in Melligen, wo der FC Fislisbach (trainiert von einem Kollegen von mir) sein letztes Saisonspiel hatte. Der FCF gewann, weshalb noch das ein oder andere Bierchen verhaftet werden musste. Zu Hause war ich um halb zwei und damit hatte ich auch vom Gedanken verabschiedet, 4,5 Stunden später joggen zu gehen.

Also musste es am Freitag Abend passieren. Nach der Arbeit (und den Simpsons) lief ich dann um 19.10 Uhr los. Das Wetter war ein absoluter Traum – wie im übrigen die ganze Woche. Es war um sieben Uhr weitgehend abgekühlt aber immer noch sehr sommerlich. Genervt haben allerdings die Millionen von Viechern, die rumgeflogen sind. Ich musste praktisch die ganze Waldstrecke mit geschlossenem Mund laufen, außerdem andauern irgendwelche von den Dingern aus dem Gesicht wischen. Das war echt ziemlich anstrengend. Weiterhin ist im Augenblick wohl grosse Dünge-Zeit. Diese ganzen Felder stinken wirklich wie die Pest – ich glaube da hatte die Luft 0²-Anteile von weniger als einem Prozent.

Andererseits: man kann ja echt viel gegen diese kleinen Dörfer sagen, aber landschaftlich ist es da oben wirklich wunderwunderschön. Vor allem jetzt, wo einfach nur alles blüht. Werde am Sonntag auf meiner nächsten Radtour mal die Kamera mitnehmen und das festhalten. Aber bevor ich jetzt sentimental werde, zurück zu meinem Lauf!

Der lief eigentlich relativ gut, abgesehen von meinem Puls, der nicht so wirklich stabil ist. Leider lief ich wieder mit meinen Blasen-Mach-Schuhen. Ich hatte ja die Hoffnung, dass sich meine Füsse daran gewöhnen und sich vielleicht sowas wie Hornhaut (iehhh!!!) bildet. Aber Pustekuchen, die Blase war eigentlich schon fast wieder weg, seit gestern ist sie grösser denn je und hat inwzsichen schon ne eigene Blase. Das ist kein Witz: die Blase hat ne Blase. Ich habe sogar ein Foto davon gemacht, will Euch das aber nicht zumuten :-)

Diesmal spürte ich die Blase schon nach 3 Kilometern, wollte es heute aber durchziehen. Die Schmerzen waren letztendlich auch nicht so schlimm (vielleicht wird es ja wirklich langsam besser), sodass ich – wenn auch wieder mal mit Leistungseinbußen – zu Ende laufen konnte.

Die nächsten Schritte:

Heute fahre ich auf die Hochzeit eines Kollegen nach Lörrach – eigentlich wollte ich danach direkt weiterfahren nach Seeheim da unser Mietze-Kater Findus sehr, sehr krank ist. Seit gestern Abend gibt es aber Entwarnung. Er wurde operiert und ist jetzt den Umständen entsprechen wieder putzmunter. Damit bleibe ich das WE wohl doch hier. Morgen fahre ich nochmals meine neue Route ab und werde mir irgendwelche Kilometermarkierungen machen – im Zweifelsfall geistige. Abends gehe ich dann mit Dejan in irgendne Yugo-Disse; da scheint mich wohl einiges zu erwarten... Am Montag ist dann mein nächster Lauf. Eigentlich hatte ich 15 Kilometer geplant. Die mache ich auch wenn die Blase sich vernünftig erholt hat – wenn nicht werden es halt wieder nur 10. Das entscheid ich dann am Sonntag wohl spontan. Bis dahin wünsche ich Euch erstmal ein schönes, erholsames, verlängertes Wochenende!

Lauf 8:
Zeit: 1:18 Stunden
Avr- HF: 161 / min
Geschw.: 7,69 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:16 Stunden (+2,6 %)
Avr. HF: 169 / min (-4,7 %)
Geschw.: 7,69 km/h (-2,6%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-6,0 %)
Avr. HF: 157 / min (+2,5 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+6,4%)

Mittwoch, 7. Mai 2008

Short-Handed - Kicken III

Mittlerweile schreiben wir den 7. Mai 2008 (n.Chr.). 7. Mai – jetzt dürfte es auch dem Letzten aufgefallen sein: heute ist Annas Geburtstag. Also erstmal herzlichen Glückwunsch und alles Gute zu eben jenem Geburtstag! Sozusagen von Vaterlandsverräter zu Vaterlandsverräterin. Schließlich haben wir beide die BRD verlassen. Ich in die Schweiz, Anna nach Drüben; und man weiß nicht was schlimmer ist…

Gestern Abend war ich mal wieder sportlich; da stand mal wieder Fußball in Turgi auf dem Programm. Meine Beine waren einigermaßen frisch; vermutlich dank des intensiven Dehnens nach meinem letzten Lauf. Der Disziplin werde ich in Zukunft deutlich mehr Beachtung schenken…

Gegen 17.30 Uhr war Treffpunkt und das fantastische Wetter lockte heute mal wieder einige alte Kollegen-Gesichter aus ihren Löchern. Wir fingen mit 4-gegen-4 an und spielten am Ende tatsächlich 6-gegen-7 was unser neuer Rekord gewesen sein dürfte…

Die sportliche Leistung war ziemlich mager, dafür war diesmal die Grundqualität des Kicks höher – hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass heute nicht ganz so viele Holzfäller auf dem Platz waren wie letztes Mal (zumindest prozentual waren es weniger).

Ich spielte heute im Unterzahl-Team was zunächst nicht weiter problematisch erschien, da wir in allen anderen Belangen klar überlegen waren. In den Spielständen drückte sich das allerdings nicht aus. Bei den gefühlten 70 Grad Celsius machte sich die Unterzahl doch übelst bemerkbar. Der läuferische Kompensationsaufwand war asozial – und wenn man dann noch so lauffaule Leute wie mich in der Mannschaft hat, ist es natürlich doppelt bitter. Es dauerte einige Zeit, bis wir das Problem in den Griff bekamen; erst nach etwa 50 Minuten gingen wir erstmals mit 4:3 in Führung. Zur Halbzeit stand es dann 5:3 und mittlerweile hatte auch der Feind konditionelle Probleme. Die Pause hätte eigentlich gar nicht lang genug sein können, allerdings juckte es einige wohl so sehr in den Füßen, dass es schon nach 5 Minuten weiterging. Der zweite Teil der Veranstaltung lief allerdings unspektakulär ab, inzwischen waren wir klar überlegen und gewannen letztendlich mit circa 13:8.

Nach dem Spiel ging es Heim, wo Duschen & Dehnen auf dem Plan stand. Seitdem bin ich ununterbrochen beschäftigt mit lustigen Geschichten wie Wäsche waschen (jaja, es ist schon wieder Dienstags, ungerade Kalenderwoche), Geburtstagsgrüße schreiben (meine Tante hat heute nämlich auch Geburtstag), Beschwerdebrief an den aargauischen Fußballverband schreiben, administrative Sachen für die Hochzeit von Laura & Thomas am Samstag vorbereiten, aufräumen, Fußball gucken, …. Also lauter Sachen, die ich sonst nie freiwillig tun würde… Ich habe nichtmal geschafft, wie geplant, den Fabian anzurufen, was mir äußerst unangenehm ist! Sorry, ne? Werde das dann wohl am Donnerstag tun!

Anyway, morgen ist wieder E-Technik-Time. Am Montag (Strommarktliberalisierung & elektrische Bahnen) war es eigentlich sowohl interessant als auch verständlich. Mal sehen wie es morgen weitergeht. Auf jeden Fall mache ich morgen keinen Sport – erst am Donnerstag laufe ich wieder – aber entweder ganz früh morgens oder spät abends. Wer mich kennt, weiß, dass es wohl eher auf letzteres hinauslaufen wird…

Sonntag, 4. Mai 2008

Über die volle Distanz - 10 Kilometer Vol. 7

Den gestrigen Abend verbrachte ich nach dem Fußballgucken (argh! Es tut immer noch weh) damit, mir das Spiel von Mladost Aarau beim FC Dottikon anzuschauen. Dieses wurde in der 70. Minute beim Stand von 3:2 für Dottikon abgebrochen, nachdem sich Aarau die dritte rote Karte abgeholt hatte und dem Schiri wohl an die Wäsche wollte. Fakt ist aber: ich bin gestern in Dottikon Zeuge eines handfesten Fußballskandals geworden. Mladost hätte so oder so keine Chance gehabt – dieser Schiedsrichter hat sie von der ersten bis zur letzen Minute an konsequent verarscht! Durch die Niederlage (wird wohl so gewertet) ist Mladost abgestiegen – nach dem Spiel war ich mit ein paar von den Leuten noch einen trinken; dann war der Abend beendet.

Heute morgen war dann mal wieder ein Lauf angesagt. Ich wäre gerne schon um 8 Uhr oder spätestens um 9 Uhr gelaufen – habe es aber leider erst um kurz vor 11 losgeschafft! Mit den anderen Schuhen lief es problemlos; die Blase spürte ich erst auf den letzen Metern – war also kein Problem. Das war auch gut so, denn Probleme hatte ich auch so im Überfluss. Mein Puls war eine absolute Katastrophe. Ich bin heute extra nicht direkt nach dem Aufstehen losgelaufen, damit mein Kreislauf sich ans Wach-Sein gewöhnen kann. Offensichtlich war es aber immer noch zu früh. Zudem hatte ich von meiner gestrigen Radtour doch ziemlich schwere Beine und lahme Muskeln. Das Wetter war leider auch schon um 10 Uhr übertrieben heiß – nur am schattigen Waldrand war das auszuhalten. Zuletzt fiel mir unterwegs ein, dass ich gestern um 14 Uhr das letzte Mal etwas gegessen hatte.

Das sollen alles Erklärungen sein; keine Ausreden. Schließlich muss ich mich mit morgendlichen Läufen ebenso arrangieren wie mit dem Wetter. Auch, dass ich nichts gefrühstückt habe, ist meine eigene Schuld. Einzig gegen die nicht regenerierten Beine konnte ich nichts machen, aber gut… Wie gesagt: das sind keine Ausreden sondern mein verzweifelter Versuch, mir den schlechten Puls zu erklären.

Ob ich 10 oder 15 Kilometer laufen würde, wusste ich beim Start noch nicht. Als es aber aus dem Wald rausging und ich von der Sonne fast geschmolzen bin, entschied ich, heute wieder nur 10 Kilometer zu laufen. War wohl auch wirklich besser so…

Mit so einem schlechten Puls bin ich bisher noch nie gelaufen; absoluter Negativ-Rekord. So gesehen war der Lauf natürlich so sinnvoll wie Kickers Offenbach. Aber gut, ich bin irgendwie immer noch der Meinung, dass mir jede Art von Training nur gut tun kann…

Dennoch freue mich auf den morgigen, trainingsfreien E-Technik-Tag. Am Dienstag ist ABB-Kicken, am Mittwoch dann wieder E-Technik. Mein nächster Lauf findet am Donnerstag statt. Am Wochenende (wahrscheinlich Sonntag, da ich Samstag auf ner Hochzeit bin) möchte ich dann erstmals 15 Kilometer laufen. Ich hoffe, dass ich das irgendwie werde arrangieren können! Mal abwarten…

Lauf 7:
Zeit: 1:16 Stunden
Avr- HF: 169 / min
Geschw.: 7,89 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (-2,6 %)
Avr. HF: 159 / min (+6,3 %)
Geschw.: 7,69 km/h (+2,6%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-8,4 %)
Avr. HF: 157 / min (+7,6 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+9,2%)

Samstag, 3. Mai 2008

Zurück im Geschäft - 8 Kilometer Vol. 1

Seit meinem letzten Bericht von Dienstag hat sich einiges getan. Hauptsächlich leider im Büro, was meine Pläne mal wieder etwas über den Haufen geworfen hat. Am Mittwoch-Abend hatte ich wieder E-Technik-Schulung (Wärmepumpen und Wasserkraft-werke Teil 1) was ausnahmsweise sogar für mich mal einigermaßen verständlich war. Danach waren Dejan und ich in Baden noch einen trinken, allerdings nicht allzu lange, da ich am Donnerstag ja ins Büro musste.

Echt unglaublich. Als wäre es nicht schlimm genug, dass der 1. Mai und Christi Himmelfahrt (Schwyzertütsch: Uffahrt) auf einen Tag fallen. Dazu kam auch noch, dass der 1. Mai dieses Jahr auf einen Monatsanfang fiel – manchmal hab ich aber auch Pech. Da wir per 1. April ein neues Profitcenter eingeführt haben, mussten einige Anpassungen gemacht werden. Diese mussten unbedingt am Tag nach dem ersten Monatsabschluss nach PC-Einführung gemacht werden. Warum erkläre ich jetzt mal lieber nicht – könnte den Rahmen sprengen. Jedenfalls mussten am Donnerstag rund 150 Projekte vom PC „Projects“ ins PC „Products“ umgehängt werden. Grausame, manuelle Arbeit… Plan war, um 16 Uhr fertig zu sein. Danach wollte ich Laufen und dann gemütlich den Auftritt der Bayern in St. Petersburg angucken. Leider ging die ganze Geschichte bis 18.30 Uhr – das war zu spät zum Laufen.

Mein Boss bot mir allerdings an, dass ich am Freitag erst um 10.30 Uhr zur Arbeit auflaufen müsste, Voraussetzung war allerdings, dass ich am Freitag-Morgen laufe gehe. War ein Riesenplan, zumal ich mir ja eh vorgenommen hatte, mehr morgens zu laufen um meinen Kreislauf darauf zu trainieren!

Also bin ich Freitag morgens um 8.30 aufgestanden, direkt rein in meine Laufschuhe und losgestolpert. Schlimmerweise war ich schon nach 500 Metern in einer zu hohen Pulsfrequenz, die ich von da an einfach ignorierte und in gleichem Tempo weiterlief. Ich merke aber, dass morgens Laufen wirklich erhebliche Auswirkungen auf Puls & Leistung hat. Dazu kam natürlich, dass ich nicht entspannt gelaufen bin, weil ich die ganze Zeit im Hinterkopf hatte, dass ich einigermaßen bald im Büro auflaufen musste (Notiz im Geiste: am Tag meines Marathons alle Nachmittagstermine streichen!!!). Zu allem Überfluss lief ich mir dann auch noch eine Blase, die ich so bei Kilometer 5 spürte. Da ich aber jede Art von Häme der beiden Spammer Knoben und Giertz verhindern wollte, beschloss ich, auf die Zähne zu beißen und die Blase zu ignorieren. Nach 8 Kilomtern ging es aber gar nicht mehr und ich gab auf. Da hab ich die Schuhe ausgezogen und bin barfuss heimgelaufen. An der Stelle war ich bei 55:03 Minuten. Grundsätzlich ganz akzeptable Zeit für 8 Kilometer, aber dafür war mein Puls viel, viel zu hoch! Um kurz vor 10 Uhr lief ich dann im Büro auf, wo es Gott sei Dank ein ganz entspannter Arbeitstag war, da ungefähr 95% der Kollegen eine Brücke gemacht hatten und entsprechen kaum jemand da war, der irgendwelche Böcke schießen konnte.

Heute morgen stand ich wieder um 8 Uhr auf, um Sport zu machen. Wie gesagt: gerade morgens habe ich es bitter nötig. Besonders positiv zu erwähnen wäre, dass ich vom gestrigen Lauf keine Beeinträchtigungen spüren konnte. Den Knien ging es blendend, den Muskeln ebenfalls, den Füßen auch. Sehr erfreulich; vielleicht bringt das Training ja langsam doch zumindest ein bisschen was… Direkt nach dem Aufstehen hieß es heute für mich Radfahren. Wie ich schon mal erwähnt habe, möchte ich jeden zweiten Tag Laufen und dazwischen Radafahren oder Schwimmen, sogenannte RECOM (Regeneration and Compensation). Durch die E-Technikschulung kann ich Montags und Mittwochs nix machen, aber ansonsten will ich das jetzt schon durchziehen!

Meine Radtour nutzte ich, um meine nächsten Laufrunden zu bestimmen. Wobei es eigentlich keine Runden sind, sondern eher Laufschläuche. Werde in Zukunft einfach eine Strecke doppelt laufen (also Hin- und Rückweg). In diesem Hochgebirge hier gibt es einfach keine Möglichkeit 20 Kilometer zu laufen, ohne dass es asoziale Berge hat oder ohne dass man auf stark befahrene Straßen angewiesen ist. Wie dem auch sei: ich fuhr heute meine Routen für 15 Kilometer und auch gleich für 20 Kilometer ab. Danach machte ich einen Schlenker nach Lauffohr, weiter nach Turgi, von da aus nach Brugg. Von Brugg aus ging es dann über Umiken zurück nach Riniken. Und dieser Teil hat es auf dem Fahrrad in sich. Zwei Berge der ersten Kategorie die echt bösartig sind. Nach dem ersten wollte ich mich noch feiern, dass der Puls unter der aeroben Schwelle geblieben ist, dafür war ich in eben diesem Bereich am zweiten Berg schon nach ein paar Metern. Irgendwie hab ich mich dann nach Riniken hochgequält, wo ich froh war, dass es endlich vorbei war.

Morgen laufe ich wieder, wie viel weiß ich noch nicht. Werde die anderen Laufschuhe anziehen und damit hoffentlich die Blase kompensieren können. Sicherlich werde ich keine 8 Kilometer laufen (werde ich wohl nie wieder tun, war schließlich nur ein Versehen); sicherlich aber auch nicht die 20 Kilometer. Ich werde an meinem 10-Kilometer-Wendepunkt mal schauen wie es mir geht und dann ggf. spontan auf die 15 Kilometer gehen, aber das sehe ich dann schon….

Heute hab ich nichts großes mehr geplant. Bis vorgestern stand ich noch auf Abruf für die Operation „Schwabenüberfall“, allerdings habe ich nun beschlossen, nicht anzureisen. Werde mir den Quatsch im Fernsehen angucken:

http://frankfurtmainiacs.blogspot.com/2008/05/wenn-wir-auf-dem-gstesofa-stehn.html

Danach geht es dann nach Dottikon, um dort dem Dejan und „Mladost Aarau“ zuzuschauen. Wenn die heute nicht gewinnen, sind sie abgestiegen. Naja, wollen wir es mal nicht hoffen…