Samstag, 3. Mai 2008

Zurück im Geschäft - 8 Kilometer Vol. 1

Seit meinem letzten Bericht von Dienstag hat sich einiges getan. Hauptsächlich leider im Büro, was meine Pläne mal wieder etwas über den Haufen geworfen hat. Am Mittwoch-Abend hatte ich wieder E-Technik-Schulung (Wärmepumpen und Wasserkraft-werke Teil 1) was ausnahmsweise sogar für mich mal einigermaßen verständlich war. Danach waren Dejan und ich in Baden noch einen trinken, allerdings nicht allzu lange, da ich am Donnerstag ja ins Büro musste.

Echt unglaublich. Als wäre es nicht schlimm genug, dass der 1. Mai und Christi Himmelfahrt (Schwyzertütsch: Uffahrt) auf einen Tag fallen. Dazu kam auch noch, dass der 1. Mai dieses Jahr auf einen Monatsanfang fiel – manchmal hab ich aber auch Pech. Da wir per 1. April ein neues Profitcenter eingeführt haben, mussten einige Anpassungen gemacht werden. Diese mussten unbedingt am Tag nach dem ersten Monatsabschluss nach PC-Einführung gemacht werden. Warum erkläre ich jetzt mal lieber nicht – könnte den Rahmen sprengen. Jedenfalls mussten am Donnerstag rund 150 Projekte vom PC „Projects“ ins PC „Products“ umgehängt werden. Grausame, manuelle Arbeit… Plan war, um 16 Uhr fertig zu sein. Danach wollte ich Laufen und dann gemütlich den Auftritt der Bayern in St. Petersburg angucken. Leider ging die ganze Geschichte bis 18.30 Uhr – das war zu spät zum Laufen.

Mein Boss bot mir allerdings an, dass ich am Freitag erst um 10.30 Uhr zur Arbeit auflaufen müsste, Voraussetzung war allerdings, dass ich am Freitag-Morgen laufe gehe. War ein Riesenplan, zumal ich mir ja eh vorgenommen hatte, mehr morgens zu laufen um meinen Kreislauf darauf zu trainieren!

Also bin ich Freitag morgens um 8.30 aufgestanden, direkt rein in meine Laufschuhe und losgestolpert. Schlimmerweise war ich schon nach 500 Metern in einer zu hohen Pulsfrequenz, die ich von da an einfach ignorierte und in gleichem Tempo weiterlief. Ich merke aber, dass morgens Laufen wirklich erhebliche Auswirkungen auf Puls & Leistung hat. Dazu kam natürlich, dass ich nicht entspannt gelaufen bin, weil ich die ganze Zeit im Hinterkopf hatte, dass ich einigermaßen bald im Büro auflaufen musste (Notiz im Geiste: am Tag meines Marathons alle Nachmittagstermine streichen!!!). Zu allem Überfluss lief ich mir dann auch noch eine Blase, die ich so bei Kilometer 5 spürte. Da ich aber jede Art von Häme der beiden Spammer Knoben und Giertz verhindern wollte, beschloss ich, auf die Zähne zu beißen und die Blase zu ignorieren. Nach 8 Kilomtern ging es aber gar nicht mehr und ich gab auf. Da hab ich die Schuhe ausgezogen und bin barfuss heimgelaufen. An der Stelle war ich bei 55:03 Minuten. Grundsätzlich ganz akzeptable Zeit für 8 Kilometer, aber dafür war mein Puls viel, viel zu hoch! Um kurz vor 10 Uhr lief ich dann im Büro auf, wo es Gott sei Dank ein ganz entspannter Arbeitstag war, da ungefähr 95% der Kollegen eine Brücke gemacht hatten und entsprechen kaum jemand da war, der irgendwelche Böcke schießen konnte.

Heute morgen stand ich wieder um 8 Uhr auf, um Sport zu machen. Wie gesagt: gerade morgens habe ich es bitter nötig. Besonders positiv zu erwähnen wäre, dass ich vom gestrigen Lauf keine Beeinträchtigungen spüren konnte. Den Knien ging es blendend, den Muskeln ebenfalls, den Füßen auch. Sehr erfreulich; vielleicht bringt das Training ja langsam doch zumindest ein bisschen was… Direkt nach dem Aufstehen hieß es heute für mich Radfahren. Wie ich schon mal erwähnt habe, möchte ich jeden zweiten Tag Laufen und dazwischen Radafahren oder Schwimmen, sogenannte RECOM (Regeneration and Compensation). Durch die E-Technikschulung kann ich Montags und Mittwochs nix machen, aber ansonsten will ich das jetzt schon durchziehen!

Meine Radtour nutzte ich, um meine nächsten Laufrunden zu bestimmen. Wobei es eigentlich keine Runden sind, sondern eher Laufschläuche. Werde in Zukunft einfach eine Strecke doppelt laufen (also Hin- und Rückweg). In diesem Hochgebirge hier gibt es einfach keine Möglichkeit 20 Kilometer zu laufen, ohne dass es asoziale Berge hat oder ohne dass man auf stark befahrene Straßen angewiesen ist. Wie dem auch sei: ich fuhr heute meine Routen für 15 Kilometer und auch gleich für 20 Kilometer ab. Danach machte ich einen Schlenker nach Lauffohr, weiter nach Turgi, von da aus nach Brugg. Von Brugg aus ging es dann über Umiken zurück nach Riniken. Und dieser Teil hat es auf dem Fahrrad in sich. Zwei Berge der ersten Kategorie die echt bösartig sind. Nach dem ersten wollte ich mich noch feiern, dass der Puls unter der aeroben Schwelle geblieben ist, dafür war ich in eben diesem Bereich am zweiten Berg schon nach ein paar Metern. Irgendwie hab ich mich dann nach Riniken hochgequält, wo ich froh war, dass es endlich vorbei war.

Morgen laufe ich wieder, wie viel weiß ich noch nicht. Werde die anderen Laufschuhe anziehen und damit hoffentlich die Blase kompensieren können. Sicherlich werde ich keine 8 Kilometer laufen (werde ich wohl nie wieder tun, war schließlich nur ein Versehen); sicherlich aber auch nicht die 20 Kilometer. Ich werde an meinem 10-Kilometer-Wendepunkt mal schauen wie es mir geht und dann ggf. spontan auf die 15 Kilometer gehen, aber das sehe ich dann schon….

Heute hab ich nichts großes mehr geplant. Bis vorgestern stand ich noch auf Abruf für die Operation „Schwabenüberfall“, allerdings habe ich nun beschlossen, nicht anzureisen. Werde mir den Quatsch im Fernsehen angucken:

http://frankfurtmainiacs.blogspot.com/2008/05/wenn-wir-auf-dem-gstesofa-stehn.html

Danach geht es dann nach Dottikon, um dort dem Dejan und „Mladost Aarau“ zuzuschauen. Wenn die heute nicht gewinnen, sind sie abgestiegen. Naja, wollen wir es mal nicht hoffen…

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