Sonntag, 1. Juni 2008

Schnell ist relativ - 10 Kilometer Vol. 12

Um genau zu sein ist schnell sogar äußerst RELATIV. Bezogen auf meine bisherigen 11 Läufe war mein Lauf heute nämlich sogar ziemlich (relativ) schnell, aber bezogen auf das Tempo, in dem ich den Marathon laufen muss, war das heute eher (relativ) langsam.

Seit heute habe ich extreme Zweifel an meinen Marathon-Fähigkeiten. Ziemlich klar ist jetzt schon: das Szenario am 26. Oktober 2008 wird ein Kampf gegen das Kehrfahrzeug. Eben jenes kommt im Ziel 6:15 Stunden nach Anpfiff an. Und ich gehe fest davon aus, dass dieses Biest und ich uns einen offenen Schlagabtausch liefern werden – mit absolut (nicht relativ!) offenem Ausgang!

Am 27. Juli muss ich in der Lage sein, die 10 Kilometer in 57:00 Minuten zu laufen. Heute bin ich die Strecke erstmals „ernsthaft“ gelaufen und habe 1:02 Stunden gebraucht. Das ist wirklich ein absolutes Drama. Es war zwar wieder ziemlich heiß und ich habe mir wieder eine Blase gelaufen (mit der ein Leistungseinbruch einherging), trotzdem muss ich es schaffen, die Strecke 5 Minuten schneller zu laufen. Das bedeutet, ich muss jeden Kilometer 30 Sekunden schneller laufen. Leider erschliesst sich mir im Moment nicht, wie ich das schaffen soll. Und wohlgemerkt: die 57:00 Minuten für die 10 Kilometer sind das absolute Minimum – eigentlich wäre es schon sinnvoll, die 10 Kilometer in etwa 50 Minuten laufen zu können. Aber das kann ich definitiv vergessen!

Ernüchternd ist vor allem, dass die 57 Minuten auf 10 Kilometer ja nicht bedeuten, dass ich das Tempo auch rund 42 Kilometer durchhalten kann. Würde ich das Schaffen, wäre die Zielzeit genau 4 Stunden, aber wie gesagt: das ist im Moment absolut undenkbar!!! Heute bin ich nichtmal 10 Km/h gelaufen. Gute Nacht…

Mein Puls war die ganze Zeit auch am absoluten (bzw. eher relativen) Limit. Zwischenzeitlich war er bei 186, was mit 93% vom HFmax viel zu hoch und letztendlich nicht wirklich gesund war. Der durchschnittliche Puls war bei 178, also bei 89% vom HFmax. Das wäre der klassische Schwellenlauf-Bereich, also der Bereich, bei dem der Körper den maximalen Trainingserfolg hat. Das werde ich dann beim nächsten Lauf merken, aber im Moment bin ich nicht sonderlich zuversichtlich! In 13 Tagen ist der Willi-Nickel-Stadtlauf und das wird ein DESASTER. Ich sehe mich schon überholt (bzw. abgehängt) werden von etlichen 90jährigen Senioren… Die nächsten 12 Tage werde ich definitiv beißen um das zu verhindern…

Tja, leider fällt mir im Moment nicht viel positives ein. Aber für den Moment kann ich wohl nur dranbleiben und mein Training etwas verschärfen. Klar ist auch: meine neuen Laufschuhe bekommen nurnoch eine letzte Chance. Das nächste Mal werde ich mir den Fuß ein bisschen tapen und sie dann noch mal probieren. Sollten ich dann immer noch Blasen davon bekommen, feuer ich sie weg!

Und wenn wir schon mal bei den (relativ) unerfreulichen Dingen sind, dann wäre noch zu erwähnen, dass der FC Baden es leider nicht geschafft hat, in die zweite schweizer Liga auszusteigen. Ein 1:1 gegen die Froschfresser aus Biel hat leider nicht gereicht (das Hinspiel in Biel endete 0:0). Zu allem Überfluss hat auch noch Deutschland gegen Serbien („Kosovo is Serbia“) gewonnen. Aber gut, was solls… NOCH 15 TAGE BIS ZUM VORRUNDENAUS – DEUTSCHLAND!!!

Den nächsten sportlichen Akzent setze ich am Dienstag beim ABB-Kicken. Morgen mache ich gar nichts, außer morgens vor der Arbeit zum Arzt gehen. Wie befohlen trinke ich schon den ganzen Tag Wasser wie ein Bekloppter. Eigentlich kann also nichts mehr schief gehen. Klar ist:

MORGEN WIRD BLUT FLIESSEN!!!

Lauf 12:
Zeit: 1:02 Stunden
Avr- HF: 178 / min
Geschw.: 9,68 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:19 Stunden (- 21,5 %)
Avr. HF: 160 / min (+11,3 %)
Geschw.: 7,59 km/h (+ 27,4 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-25,3 %)
Avr. HF: 157 / min (+13,4 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+33,9 %)

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