Montag, 16. Juni 2008

WNSL - Wettkampf I

Am gestrigen Samstag stand mein erster Wettkampf auf dem Plan; der 9. Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf über eine Distanz von 8,4 Kilometer. Meine Vorbereitung war kurz und erbärmlich – das kann man nicht anders sagen. Aber das sollte man nicht überbewerten, schliesslich habe ich mittel- bis langfristig ein anderes Ziel als kleine Stadtläufe. Da ich unter höchst schweren Beinen litt, war ich weder Donnerstag noch Freitag beim Schwimmen. Ich nutzte die Zeit stattdessen zum regenieren, sodass ich mich am Samstag eigentlich ziemlich gut fühlte. Von Rückenschmerzen war auch nichts mehr zu spüren. Ich war also bereit, etwas ganz, ganz Grosses zu leisten!

Ich stand gegen 9.30 Uhr auf und fuhr nach einem gesunden Frühstück nach Pfungstadt um dort meine Startunterlagen abzuholen. Auf der Homepage des TSV Pfungstadt war so ziemlich keine Info zu finden, wann die Startnummernausgabe erfolgen solle, wann man sich zum Start einfinden solle und vor allem wo!

Immerhin der Ort der Startnummernausgabe war angegeben: die Pfungstädter Volksbank. Also fuhr ich dorthin um festzustellen, dass es dort nichts gab. Ich fuhr noch zur anderen VoBa, doch auch dort war nichts von Startnummern zu sehen! Ich gab auf und besuchte erstmal Conny und Markus. Dort schauten wir gemeinsam im Internet nach und stellten fest, dass die Startnummernausgabe nun an der Lessingschule stattfinden sollte. Da die beiden auch nichts besseres zu tun hatten, fuhren wir nochmals gemeinsam hin. An der Lessingschule wurden wir an die alte Feuerwache verwiesen, dort wiederum vermeldete jemand, dass man die Startnummern bei der Volksbank bekam. Hier schloss sich der Kreis, aber kurz später stellte sich raus, dass die Nummernausgabe definitiv an der alten Feuerwache erfolgen würde. Nach einem kurzen Kaffee waren wir wieder da, wurden aber abermals auf 30 Minuten vertröstet. Diesmal nutzten wir die Zeit für das probeweise Ablaufen der Strecke. Das war schon zu gehen ziemlich übel und zog sich scheinbar endlos. Und von diesen Runden hatte ich später 6 am Stück zu laufen… Immerhin: die Idealline und sämtliche Schikanen kannte ich nun. Zurück an der Feuerwache wurde ich abermals um 10 Minuten vertröstet – erst gegen 14 Uhr erhielt ich dann endlich meine Startnummmer 13 und das obligatorische WNSL-Shirt:

Da ich zu Hause vor Nervosität bekloppt zu werden drohte, verbrachte ich die Zeit bis zum Lauf bei meiner Ersatzfamilie im Bangert. Um 16.25 Uhr (also 35 Minuten vor Startschuss) fuhren wir nach Pfungstadt, wo das Drama seinen Lauf nahm...

Als wir das Auto parkten, trafen wir auf Leute, die nicht nur hochprofessionell gekleidet waren, sondern sich auch noch warmliefen, in einem Tempo, in dem ich den Wettkampf angehen wollte. Anfangs dachte ich noch, das seien Ausnahmen, allerdings wurden es immer mehr, sodass sich sogar Markus zu einem hämischen „Du wirst Letzter!“ hinreissen liess!

Allerdings ist sonst zu betonen, dass sich meine Fans vorbildlich verhielten. Leider waren es nicht viele; die meisten waren dabei wirklich um keine Ausrede verlegen. Da wurde wirklich alles genannt: Strassenfeste, Umzugsarbeiten für die neue Wohnung, vorgeschobene Krankenhausaufenthalte, zu weite Anfahrtswege (Topic; als wären 250 Kilometer aus Bonn für solch einen Anlass zu viel...) oder eben einfach nur sonstige Verpflichtungen. Nun, ich ziehe meine Lehren daraus. Jetzt wo sich am Samstag bei meinen Fans die Spreu vom Weizen getrennt hat, weiss ich wenigstens, auf wen wirklich verlass ist. Vielen Dank jedenfalls an den ersten offiziellen Matthiosos-Fanclub (sozusagen den MFC Bangert). War wirlich cool, dass ihr die ganze Zeit dabei wart. Sowohl beim Ablaufen der Strecke, als auch bei der Vor-Wettkampfphase und nicht zuletzt natürlich während dem Rennen. Ich weiss wirklich nicht, ob ich zu Ende gelaufen wäre, wenn Ihr nicht dabei gewesen wäret!

Ich verabschiedete mich von Conny und Markus und ging direkt zum Startpunkt, wo ich dann 10 Minuten hypernervös auf und ab lief. So gesehen war ich froh, als es endlich losging und sich der Tross aus circa 35 Männer und 20 Frauen in Bewegung setzte. Nach wenigen Minuten war meine Freude aber auch schon wieder vergangen. Denn bereits nach etwa 800 Metern merkte ich, dass ich nichtmal das Leistungsniveau des Durchschnitts mitgehen konnte. Ich versuchte also, mein eigenes Tempo zu laufen, war aber damit immer noch etwas zu schnell. Was ich dringend lernen muss ist, meine Kräfte vernünftig einzuteilen. Bis heute schaffe ich das ja nichtmal bei einem 8.4-Kilometer-Lauf.

Meine Rundenzeiten wurden konstant schlechter. Die ersten Runde lief ich in 6:15 Minuten; die letzte dann in 7:48 Minuten. Schlimm war: bereits Mitte der zweiten Runde war ich komplett fertig und kurz vorm Aufgeben. Ende der vierten Runde brauchte ich dann auch noch Wasser, dass mir vom Fanclub natürlich gerne gereicht wurde!

Ziemlich cool war, dass ich so langsam war, dass der „Sprecher“ sich immerhin dreimal die Zeit nahm, mich persönlich, namentlich zu nennen. So ertönte beim Überqueren der Start/Zielliene jedes Mal ein „Und die Nummer 13, Matthias GRxxxxER – ohne Verein“ im tiefsten Pungschter-Deutsch. Das hat wirklich motiviert...

Als positiven Lerneffekt kann ich mitnehmen, dass es etwas völlig anderes ist, in Riniken zu laufen oder an einem Stadtlauf teilzunehmen. Es liefen alle möglichen Leute herum, ebenso wie Radfahrer. Es parkten Autos ungünstig auf der Strasse und nicht zuletzt hat man viele Konkurrenten um sich herum die einen einfach ablenken!

Allerdings muss ich sagen: meine Beine waren eigentlich ganz gut, mein Rücken vollkommen in Ordnung, die Schuhe machten auch keine Probleme und zu heiss war es ebenfalls nicht. Die Bedingungen waren also gut – ich konnte mich nicht beschweren!

Die 6 Runden absolvierte ich in einer Gesamtzeit von 43:34 Minuten, was zwar eigentlich zu meiner Zufriedenheit war, aber es reichte bei den Männern dann halt doch nur zum vorletzten Platz. Immerhin etwa 5 Frauen liess ich hinter mir. Das klingt eigentlich alles nicht so schlimm, aber das ist halt auch nur die halbe Wahrheit. Ich habe vielleicht schon das ein oder andere Mal hier im Blog ein bisschen übertrieben aber was ich jetzt erzähle ist nichts als die Wahrheit (NADW):

- bereits in Runde zwei wurde ich erstmals überrundet
- der Sieger lief die Strecke in 24 Minuten; ich wie erwähnt etwa mit dem Faktor 2
- es lief ein barfüssiger, alter Mann mit, der mich zweimal überrundete

Alles in allem war es trotzdem eine coole Erfahrung – zumal ich die Nervosität total unterschätzt habe und die beim Marathon wahrscheinlich noch tausendmal grösser sein wird! So gesehen bin ich im Nachhinein dann doch froh, dass ich diese Tortour über mich habe ergehen lassen. Anbei mein Zustand am Zieleinlauf: Hier ein kleines Video von meinem Lauf. Das war das Ende der vierten Runde, als ich zum Wasser holen kam. Ich verbitte mir jeden Scherz über meinen (nennen wir es ) eigenwilligen Laufstil. Ich weiss, dass das ziemlich erbärmlich aussieht, aber was soll ich machen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass das mein Laufstil in müdem Zustand ist, und ich sonst eigentlich runder laufe. Auf Nachfrage bei meinen Fans (dass ich "ja wohl nicht immer so laufe, oder?") bekam ich allerdings nur ein betretenes Schweigen; woraus ich wohl leider die schlimmsten Schlüsse ziehen muss...



Höchst erniedrigend wurde es dann übrigens noch mal auf dem Heimweg – auch das ist nicht gelogen oder übertrieben. Mann kann sagen, dass ich nach dem Zieleinlauf praktisch DIREKT mit Conny und Markus den Weg zum Auto angetreten habe, um die beiden pünktlich zum Anpfiff Schweden-Spanien zu Hause abzuliefern. Wir fuhren dann entsprechend auch direkt von Pfungstadt nach Seeheim rüber. Auf der Hälfte des Weges (etwa 2 Kilometer) kamen uns dann einge Läufer entgegen, die gemeinsam mit mir gestartet waren – unter anderem der Barfüssige und die Siegerin der Frauen. Die waren offensichtlich beim Auslaufen und kamen mir (obwohl ich wirklich UNMITTELBAR nach meinem Zieleinlauf losgefahren war) wieder aus Seeheim entgegen. Es war wirklich deprimierend.

Umso schöner war dafür der Ausgang des Abends, der unter dem Motto „Chill and Grill im Bangert“ stand. Ja, der moderne Leistungssportller sucht die Nähe zu seinen Fans und lässt sich auch nicht lumpen, einen ganzen Abend mit ihnen zu verbringen!

So, das war es erstmal zum Thema Willi-Nickel-Stadtlauf. Nochmals ein Dank an meine Begleiter Conny und Markus, die im Übrigen auch die Bilder und das Video gemacht haben. Ich hab mich echt saumässig gefreut! VIELEN DANK!!!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Vorbereitung WNSL - Teil 2

Ja, bevor die Conny wieder rumquängelt schreibe ich mal lieber wieder was. Soeben komme ich von meinem heutigen Lauf. Wobei „soeben“ ein netter Ausdruck ist – ich weiß nicht warum aber inzwischen braucht mein Rechner (bzw. mein Bildschirm) knapp 45 Minuten um hochzufahren. Heute stand also meine zweite Vorbereitung auf den WSNL am Samstag an. Begleitet werde ich dort übrigens von meinem Schwager Marc, der sich keine Blöße gibt und an diesem prestigeträchtigen Lauf ebenfalls teilnimmt!

Leider hat mein Rücken auch heute noch geschmerzt, allerdings ist es viel, viel besser als gestern! Daher entschied ich während des Tschechen-Kicks gegen Portugal, dass ich in der Pause bis zum nächsten Spiel noch mal meine 5 Kilometer laufe.

Aufgrund der Rückenschmerzen beschloss ich, nur eine leichte Intensität an den Tag zu legen. Das ganze passierte bei strömendem Nieselregen, der aber warm und absolut angenehm war! Plan war, langsam anzufangen und dann mit der Zeit die Intensität zu erhöhen. Nach nur 50 Metern war aber klar, dass ich keine Chance auf solch einen Langstrecken-Steigerungslauf hatte. Stattdessen entschloss ich, die 5 Kilometer mit vielen verschiedenen Passagen – bestehend aus Laufen, Rennen und Gehen (inkl. Dehnen) – zu absolvieren. Die Alternative wäre gewesen, es ganz zu lassen, da ich mit dem Rücken nicht komplett durchlaufen konnte! Letztendlich schaffte ich aber nichtmal die 5 Kilometer, sondern es waren maximal 3,5 Kilometer – davon auch noch ein grosser Teil den ich gegangen bin. Der Rücken machte am Ende einfach gar nicht mehr mit. Oh Mann, das kann ich jetzt echt so gut brauchen wie ein Loch im Kopp! Die letzten 500 Meter vertrieb ich mir während dem Gehen mit diversen Dehnübungen, sodass ich jetzt im Moment schmerzfrei bin. Ich kann nur hoffen, dass das jetzt so bleibt...

Nun bin ich wieder da und bin ganz froh, dass ich zumindest diese Kurzeinheit gemacht habe – auch wenn mir jetzt natürlich die Zeit bis Samstag brutal wegläuft! Meine Zeit war zwar 32:29 Minuten; gemessen an den vielen Geh-Passagen aber nicht verwunderlich!

Nun freue ich mich erstmal auf Schweiz-Türkei – was nicht nur mir so geht, sondern diesem ganzen Land hier. Die sowieso schon übernationalen Schweizer haben es geschafft, noch mal mehr Fahnen und Fähnchen (bzw. Fähnli) aufzuhängen als sowieso schon. Hier überall redet niemand von irgendwas anderem als dem Kick gegen Türken. Und auch von der Döner-Fraktion habe ich vorhin am Bahnhof etliche gesehen! Mal sehen, das könnte heute Abend zum ersten großen Hassduell während des Turniers werden... Mein ägyptischer Kollege Ramadan ist von den ganzen Diskussionen und den Nachfragen total genervt und hat gestern (damit es sofort jeder weiß) folgende Info an seinen Arbeitsplatz gehängt:

Aber wo wir es vorhin doch grade von „Fähnli“ hatten. Ich habe heute in der Zeitung einen geradezu erschütternden Bericht darüber gelesen, warum die Deutschen in der Schweiz kaum ihre Fähnchen ans Auto klemmen. Der Grund ist ganz einfach, sie haben Angst vor Vandalismus:

http://www.20min.ch/tools/suchen/story/14400871

Das traurige ist, das ist wirklich wahr. Keine Ahnung was die gegen „uns“ haben, aber gut – kann man nix machen! Zurück zu meinem Sport: Mir verbleiben nurnoch Donnerstag und Freitag zur Vorbereitung. Da ich morgen Abend eingeladen bin, werde ich in der Mittagspause schwimmen gehen. Am Freitag mach ich das entweder nochmal oder ich lasse es bleiben, würde dann aber gar nichts mehr machen können. Fahre ja nach der Arbeit direkt nach Mannheim zum Fubu...

Daher verabschiede ich mich jetzt erstmal wieder. Ich werde mich am Sonntag dann mal melden wie es in Pfungstadt funktioniert hat. Die nächste Woche habe ich 3 Tage Urlaub und 2 Tage Home-Office und werde diese Zeit komplett in Seeheim verbringen! Dankbar wäre ich (ganz im Ernst!) für eine Info, falls jemand mitbekommt, dass der Euro auf einen Kurs von unter 1,595 CHF fällt. Sobald das passiert, bitte kurze SMS an mich. Dafür gibt es dann auch eine Belohnung, die der absolute Knaller ist. Kann ich jetzt aber natürlich nicht verraten, um die Spannung oben zu halten. Zu überwachen ist der Kurs z.B. hier:

http://waehrungen.finanztreff.de/devisen_einzelkurs_uebersicht,b,743,l,276,s,EURCHF.html

So, ich wünsche Euch einen schönen Abend und freue mich darauf, die meisten von Euch am Wochenende und nächste Woche zu sehen!

HOPP SCHWIIZ!!!

Dienstag, 10. Juni 2008

Vorbereitung WNSL - Teil 1

Ich hätte wohl auch sagen können: „Vorbereitung Willi-Nickel-Stadtlauf – Teil 1“ aber Abkürzungen klingen natürlich viel wichtiger; vor allem wenn sie solch einen mystischen Touch haben!

Ein kurzer Rückblick auf das Wochenende. Nach Hause ging es erst am Samstag morgen, wo ich in Mannheim am Bahnhof aufgesammelt wurde. Von dort fuhr ich dann mehr oder weniger direkt nach Weiterstadt um mein Patenkind Ben zu besuchen. Ach ja, Andrea und Marc waren auch da… Danach ging es weiter in den Bangert zur Wohn- und Lebensgemeinschaft Dähn/Sterna wo ich erstmal Essen gemäß Ernährungsplan bekam. Spaghetti (Kohlenhydrate), Hackfleischsoße (Proteine, Fett) und Früchtejoghurt (Vitamine und noch mehr Proteine). Außerdem trank ich jede Menge Wasser, wenn auch vermischt mit Hopfen und Malz. Im Lauf des Abends ging dann endlich auch die EM los, leider mit einer Schlappe meiner Wahlheimat! Seitdem beherrscht die EM eigentlich mehr oder weniger meinen Alltag. Am Sonntag stand dann noch ein Familienfest (theoretisch der Hochzeitstag meiner Eltern, praktisch auch!) auf dem Plan. Seit Sonntag Abend um 19 Uhr bin ich nun wieder in der Schweiz und erfreue mich an der Pause der Fußballpause!

Tja, nun. Die EM ist in vollem Gange und lässt sich dabei ziemlich erfreulich an. Dank der polnischen Medien habe ich im letzten Moment auch noch meine nationalistische Ader geweckt und drücke nun doch auch den Deutschen die Daumen. Vor allem aber natürlich den Holländern und ein bisschen den Tschechen und Schweizern. Zudem bin ich für jede Mannschaft, die gegen Kroatien und Italien spielt!

Die Mafiosi (nicht nur die Italiener, sondern auch die Russen) haben ja schon mal eine herrliche Klatscher erhalten, während (Hup) Holland (Hup) und Deutschland fulminanten Götterfußball gezeigt haben. Mein Sportprogramm in den letzten Tagen war hingegen weder sonderlich ausgedehnt, noch erwähnenswert erfolgreich. Ich bin ja echt mal gespannt, was am Samstag beim Willi-Nickel-Stadtlauf rauskommt. Da die Zeit zwischen den beiden EM-Spielen nicht reicht um meine 10 Kilometer zu laufen, habe ich beschlossen, mich zwischendurch auf 5 Kilometer – dafür aber schnell – zu konzentrieren!

Gestern habe ich diese Distanz dann erstmals hinter mich gebracht. Zielzeit waren 27:56 Minuten, was mit einem einfachen „schändlich“ ziemlich gut umschrieben ist. Wenn ich diese Zeit auf 8,6 Kilometer (WNSL-Distanz) hochrechne, käme ich auf eine Zeit von 48 Minuten. Wenn man nun bedenkt, dass ich zum Ende hin einen üblen Einbruch hatte, kann man nicht davon ausgehen, dass ich die 8,6 Kilometer am Samstag im Schnitt meiner 5 Kilometer gestern werde laufen können. Mein Ziele für Samstag lauten also: 1. Unter 50 Minuten bleiben. 2. Nicht Letzter werden.

Wie ich zumindest erstes Ziel erreichen will, ist mir bisher aber noch schleierhaft. Heute hatte ich eigentlich Krafttraining angesetzt, morgen wieder Laufen und Donnerstag wieder Krafttraining. Dummerweise habe ich mir aber irgendwie den Rücken kaputt gemacht. Ich kann nur hoffen, dass es nur ein Hexenschuss oder ein eingeklemmter Nerv ist und nicht wieder die Bandscheiben. Fakt ist, dass ich bei jeder kleinsten Bewegung einen Schmerz verspüre, als würde mir jemand mit einem rostigen Nagel in ner offenen Wunde rumrühren.

Ich kann beim Laufen z.B. nicht zuerst den rechten Fuß vor den linken setzen, sondern schaffe es nur, das rechte Bein nachzuziehen, was äußerst peinlich aussieht und mich heute auf dem Weg zum Parkplatz ziemlich gequält hat. Beim Dehnen kümmere ich mich normalerweise um sämtliche relevanten Teile meines Körpers; nur einen ignoriere ich hierbei konsequent: meinen Rücken. Die Dehn-Übungen in meinem Buch sehen einfach so peinlich, lächerlich aus, dass ich sie einfach auslasse. In Zukunft werde ich das ändern, da das sicherlich der Grund dafür ist!

Krafttraining ging heute also nicht, stattdessen habe ich die ganze Zeit meinen Rücken mit Dehnübungen versorgt und mit allen möglichen Cremes eingerieben. Leider wird es bisher nicht besser und mittlerweile tut sogar einfach nur sitzen und liegen weh. Bin mir grade nicht so sicher, ob ich morgen überhaupt aufstehen kann…

Sollte morgen wieder alles gut gehen, würde ich meinen Trainingsplan normal fortsetzen. Also morgen zwischen den beiden EM-Kicks die 5 Kilometer laufen und am Donnerstag mich dann mit Krafttraining oder Schwimmen beschäftigen! Am Freitag fahre ich nach der Arbeit direkt nach Mannheim wo ich erstmals die heiligen Hallen von Sanne und Fabian besichtigen werde. Zwischendurch unterbrochen von ein bisschen EM und vielleicht dem ein oder anderen Bierchen. Aber natürlich nicht zu viel; denn am Samstag beginnt dann ja endlich mein lange herbeigesehnter Kampf um Titel….

Freitag, 6. Juni 2008

Jetzt geht´s los!!!

So, melde mich doch schonmal kurz etwas früher. Workshop ist vorbei, war solala. Ging leider etwas länger, daher habe ich in Turgi den letzten Zug nach Mannheim verpasst. Werde also frühestens morgen nach Seeheim kommen.

Der Sport beim Workshop war dann überraschenderweise tatsächlich Klettern. Wir waren im Hochseilgarten Todtnau und ich muss echt zugeben, dass die ganze Sache – nach ein paar Minuten der Überwindung – ziemlich cool war. Fürs Laufen war absolut keine Zeit, da wir praktisch keine Sekunde Pause hatten.

So gesehen gibt es von mir auch nichts zu berichten. Daher verabschiede ich mich, mit einer kleinen Einstimmung auf das Eingreifen der deutschen Elf in die EM 2008 am Sonntag:


Mittwoch, 4. Juni 2008

Soweit gesund - Gesundheitscheck Teil 2

Also, die Ergebnisse von meinem Gesundheitscheck bekam ich heute mitgeteilt. Im großen und ganzen ist bei mir eigentlich alles in Ordnung. Mein Blut wurde getestet auf Cholesterin, rote und weiße Blutkörperchen und auf den Zuckergehalt. Hierbei ergaben sich normale, gesunde Werte. Mein Cardiogramm war ebenso nicht zu bemängeln. Einzig mein Lungenvolumen liegt ein bisschen unter der Norm, allerdings kann das stark Tagesformabhängig sein, wie mein Arzt mir heute erklärte.

Sein Fazit war daher, dass es grundsätzlich für mich unbedenklich ist, einen Marathon zu laufen. Allerdings wies er darauf hin, dass ja kein Belastungs-EKG oder derartiges gemacht wurde und dass zudem die Belastung des Körpers beim Marathon (-Training) so hoch ist, dass er aufgrund der gemachten Tests keinen „Freifahrtschein“ ausstellen könne. Das hatte ich aber auch so geahnt…

Er liess mich allerdings nicht gehen ohne zu betonen, dass meine körperlichen Voraussetzungen nicht gerade für einen Langläufer zu gebrauchen sind, sondern eher für einen Zehnkämpfer! Langläufer sollten eher leichte, drahtige Leute sein und nicht ungedingt athletisch veranlagt wie ich.

Als weiteren Tipp (wobei Tipp untertrieben ist, er hätte wohl am liebsten gehabt, dass ich ein Versprechen abgebe) gab er mir mit auf den Weg, dass ich beim Marathon KEINE Zielzeit anstreben sollte. Bei meinem ersten Marathon sollte ich als Ziel doch ausschließlich haben, „Finisher“ zu werden!

Weiterhin riet er mir davon ab, in meinem Training Schwellen- und Intervallläufe zu machen. Dabei handelt es sich um Läufe in höheren Pulsregionen, die den Körper stärker belasten, dadurch aber auch einen höheren Trainingseffekt haben. Diese beiden Arten von Läufen sind absolut unerlässlich, wenn man seine Zeit verbessern will. So gesehen werde ich auf sie nicht verzichten können.

Zusammenfassend betonte er nochmals, dass ein Marathon nicht optimal trainiert werden kann, da man im Training niemals in der Lage sein wird, seinem Körper die Belastung zuzufügen wie er sie im Marathon erfährt. Dieser Zustand totaler Erschöpfung und Ausgelaugtheit ist nicht trainierbar und daher ist in jedem Fall während des Marathons absolute Vorsicht geboten.

Auch wenn sich das jetzt nicht so wirklich klasse anhört sollte man das Ergebnis nicht als negativ werten. Mein Arzt hat die Sache auch nicht negativ rübergebracht, sondern lediglich warnend. Letztendlich bleibt die Aussage: Meine Voraussetzungen sind suboptimal, aber grundsätzlich ist die Übung unbedenklich“. Clevererweise habe ich vergessen, nach einem Orthopäden zu fragen. Ich werde aber jetzt erst noch mal ein paar Trainingeinheiten verstreichen lassen und dann – wenn notwenig – einen Orthopäden aufsuchen. Im Moment fühlen sich Beine, Füße und Knie gut an!

Ich bleibe sicherlich bei meinem Ziel, den Marathon in einer bestimmten Zeit zu laufen. Alleine das Ziel zu „finishen“ reicht mir einfach nicht. Dazu werden dann auch einige Schwellen- und Intervallläufe notwendig sein – das ist leider unverzichtbar. Trotzdem werde ich mir die Empfehlungen meines Arztes zu Herzen nehmen. Ich werde mein Zeitziel und das dazugehörige Training nicht um jeden Preis erzwingen. Sollte ich merken, dass es nicht reicht, werde ich mein Ziel entweder nach hinten korrigieren oder aber doch nur das „finishen“ versuchen. Aber das sehe ich dann…

Viel erfreulicher als die medizinischen Meldungen aus Riniken sind allerdings die heutigen medizinischen Meldungen aus Bonn / Bad Godesberg. Joscha von den Bonner SC – Sturmtruppen scheint auf dem deutlichen Weg der Besserung zu sein nachdem er uns letzte Woche mit einer absoluten Hiobsbotschaft geschockt hatte. Das freut mich EXTREMSTENS zu hören zumal mir die ganze Geschichte in der letzen Woche tatsächlich die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hat. Sieh zu, dass du umgehend wieder bei voller Gesundheit bist, Junge!!!

So, jetzt muss ich packen. Mein Workshop in Todtnau (Arsch der Welt!) geht von morgen bis Freitag. Auf der Homepage von unserem Event-Veranstalter habe ich heute schlimmerweise gelesen, dass nur wenige Minuten vom Tagungsgebäude der „Kletterpark“ ist. Na da kann ich ja fast mal ahnen, woraus unser Sportprogramm bestehen wird. Klettern, fuck. Das muss doch nicht sein…

Samstag und Sonntag werde ich dann in Seeheim sein, allerdings an beiden Tagen kurze aber schnelle Läufe machen. Erst am Sonntag Abend werde ich wieder hier sein und dann auch erst wieder meinen Blog füttern. Nächster 10Km-Lauf wird am Dienstag (also gestern in einer Woche sein). Am Samstag drauf beginnt dann mein Kampf um Titel – der Pfungstädter Willi-Nickel-Stadtlauf startet. Das wird ein richtiges Desaster. Trotzdem freu ich mich drauf!

Noch 12 Tage bis zum Vorrundenaus, noch 4 Tage bis zur ersten Gruppenniederlage gegen Polen!

Dienstag, 3. Juni 2008

Wenigstens gewonnen - Kicken VI

Ich muss mich ein wenig kurz fassen, denn meine Wasch-Session läuft immer noch. Was bedeutet, dass ich alle paar Minuten runter rennen muss um die saubere Wäsche aufzuhängen und eine neue Maschine anzustellen. Sagte ich eigentlich schon, dass ich zum Waschen ausschließlich Vanish Oxy Action ™ benutze? Darauf lege ich absolut hohen Wert! Vanish ™ bekommt mehr Flecken raus als jedes andere (herkömmliche) Waschmittel. Selbst die Graßflecken auf meinen Klamotten wenn ich vom Kicken komme sind für Vanish ™ kein Problem. Dieses Produkt hat mein Leben verbessert. Zumal ich jetzt meine Wäsche auch nicht mehr vorbehandeln muss wie es sonst immer der Fall war. Ich liebe Vanish ™. Wenn Vanish ™ eine Frau wäre, würde ich sie heiraten!

Wusstet Ihr eigentlich, dass die Eltern von Meister Proper Geschwister sind? Weiterhin ist der Fuchs von Spee ne tollwütige Schwuchtel!!! Und der Weiße Riese inklusive seinen Fleckzwergen sind allesamt Hurensöhne!!! Ich vertraue beim Waschen auf jeden Fall nurnoch auf Vanish™.

Das Kicken heute war mal wieder einigermaßen niederschmetternd. Zwar hat es heute mal wieder zu einem Sieg gereicht, aber personell waren wir eigentlich so deutlich überlegen, dass man den Feind zu Null wegmachen muss. Wir haben dann ein bisschen durchgewechselt, so dass es etwas ausgeglichener war, aber wir waren trotzdem noch viel stärker. Umso ärgerlicher, dass wir nur verhältnismäßig knapp gewonnen und dabei Tore von etwa dieser Qualität gefangen haben:

Unterm Strich war es ungefähr so schwer gegen uns zu treffen. Und wenn der Gegner die Dinger mal nicht selbst gemacht haben, dann haben wir natürlich gerne nachgeholfen:

Nichtsdestotrotz war ich heute aber zumindest mit meiner Leistung sehr zufrieden. Damit will ich gar nicht mal darauf hinaus, dass ich beachtliche Leistung gebracht habe, sondern ich war vielmehr mit meiner Laufbereitschaft sehr zufrieden. Ich hatte mir heute nämlich als Ziel gesetzt „zu Laufen bis ich kotze“. Ganz soweit kam ich zwar nicht, aber ich habe mir heute definitiv körperliche Schmerzen zugefügt. Ich glaube zwar eigentlich nicht, dass ich irgendwelche masochistischen Veranlagungen habe, aber trotzdem fühlte ich mich dabei (und ich tue das auch immer noch) absolut blendend!

Sinnloserweise bin ich auch dann gerannt, wenn es überhaupt keinen triftigen Grund dafür gab. So bin ich z.B. nach jedem Angriff wie ein Bekloppter zurückgesprintet, auch wenn der Feind kein Anzeichen gemacht hat, zu kontern. Ich hoffe mal, niemand von meinen Mitspielern ist das aufgefallen und die halten mich jetzt für vollkommen bescheuert. Aber das kann ich mir kaum vorstellen…

Aber wenn wir schon mal bei fußballerischen Erfolgen sind. Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass mein absoluter Lieblingsverein auf lokaler Amateurfußballer-Ebene letzte Woche den Aufstieg geschafft hat. Jawohl so ist es: Germania Eberstadt ist von der „ Kia Kreisklasse A Darmstadt“ in die „Bezirksliga West Darmstadt“ aufgestiegen und dabei haben sie die Penner von der Spvgg Seeheim-Jugenheim hinter sich gelassen. Was für ein Fest. Wobei natürlich festzuhalten wäre, dass Germania eigentlich nur mein zweitliebster Amateurverein ist. Noch großartiger ist natürlich die SKG Bickenbach. Das ist nicht nur der einzige Verein für den ich jemals (für ein knappes Jahr) die Fußballstiefel geschnürt habe, sondern insbesondere der neue Verein vom Markus und dadurch natürlich per se zu unterstützen!

So, das war es dann aber auch mit Fußball für heute. Jetzt bin ich zu Hause und erfreue mich an den Schmerzen in meinen Beinen – WIRKLICH! Außerdem freu ich mich, dass mein Waschtag in den letzten Zügen liegt. Im Moment läuft die letzte Maschine, dann bin ich komplett fertig! Ist auch absolut notwendig, da es für mich übermorgen auf einen zweitägigen Workshop in den Schwarzwald geht. Thema: „Die Führungsgrundsätze der ABB Schweiz“. Naaaaa-ja...

Meine Laufschuhe nehme ich auf jeden Fall mit, aber da es am Donnerstag Abend bis 20 Uhr läuft und am Freitag schon um 8 Uhr wieder losgeht, werde ich wohl eher nicht zum Laufen kommen. Da aber ein Teil des Workshops auch Team-Finding mit sportlicher Aktivität sein wird, bin ich wenigstens definitiv nicht ganz untätig. Aber was für ein Sport das sein wird, weiß ich im Moment noch nicht. Muss ich mich wohl überraschen lassen...

Danach geht es für mich mehr oder weniger direkt nach Seeheim, da ich am Wochenende zu einer Familienfeier einberufen wurde. Die Pachteé steigt am Sonntag und irgendwann danach werde ich wieder zurück in die Schweiz fahren. Ist aber nicht so schlimm; schließlich spielt Sonntags Abends nur Deutschland :-) . Ach ja, noch 13 Tage bis zum Vorrundenaus!

Montag, 2. Juni 2008

Wasser & Brot - Ernährung I

Nun, entgegen meiner gestrigen Ankündigung floss auch heute leider kein Blut. Die (diesmal andere) Arzthelferin durfte sich heute versuchen und durchstach vier weitere Male meinen bemitleidenswerten Arm. Blut kam aber kein einziges Mal raus. Die Dame sagte mir, dass sie sowas in 26 Jahren Arzthelferin-Dasein noch nicht erlebt hat. Es blieb uns aber nichts anderes übrig, als die Übung abzubrechen und aufzugeben! Stattdessen hat sie mir dann ein paar tropfen kapilläres Blut aus dem Finger (bzw. 2 Fingern) geholt. Das kapilläre Blut ist zwar nicht für alle Tests zu gebrauchen, aber die wichtigsten Sachen können damit schon ermittelt werden. Was das alles ist, erzähle ich am Mittwoch nach meiner Ergebnisbesprechung.

Das Blut lief also nicht obwohl ich zwischen Sonntag 20 Uhr und Montag 8:50 Uhr locker 3 Liter Wasser getrunken hatte. Entsprechend musste ich heute Nacht mehrmals raus und auch im Büro war ich mehrfach unterwegs. Hab gehört, da soll Granufink helfen… Entsprechend einfach gestaltete sich heute dafür aber die Urinprobe. Somit habe ich die letzten beiden Tests heute mehr oder weniger erfolgreich absolviert und es heißt jetzt warten auf Mittwoch.

Da der heutige Tag ein sportfreier ist, kann ich die Gunst der Stunde mal nutzen und das ein oder andere Wort zu meiner Ernährungsumstellung in den nächsten Wochen und Monaten verlieren!

Grundsätzlich lässt sich dazu sagen, dass ich die ganze Geschichte nicht übertreiben werde. Ich werde auch weiter essen was mir schmeckt, dabei aber zumindest den ein oder anderen Kompromiss mit mir selbst schliessen.

Was der Körper grundsätzlich zu seiner Versorgung braucht sind die folgenden 7 Bausteine der Ernährung:

1. Kohlenhydrate:

Kohlenhydrate sind der wichtigste Energielieferant des Körpers, da sie am leichtesten zugänglich sind. Sie werden in Form von Zucker in den Muskeln und der Leber gespeichert. Wenn der Körper die leichtverfügbaren Kohlenhydrate aufgebraucht hat, liefern zunächst Fette, dann auch Eiweiße die Energie. Die tägliche Ernährung sollte zu 50-60% aus Kohlenhydraten bestehen (z.B. Nudeln, Vollkornbrot, Bananen, Kartoffeln,…).

2. Fette:

Fette sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte der größte Energieträger des Körpers. Sie liefern mehr als die doppelte Menge Energie wie Kohlenhydrate oder Eiweiße. Der unmittelbare Energiebedarf wird aber (dummerweise!) durch Kohlenhydrate gedeckt, da die Fettverbrennung für den Organismus aufwändiger ist. Ey, der Organismus ist so ne dumme, faule Sau!!! Jegliche Energie, die dem Körper über den Bedarf hinaus zugefügt wird, speichert er in Fettdepots. Das lagert er solange ein, bis ein Defizit in der Energiebereitstellung eintritt. Fette sollten 3% der täglichen Ernähung ausmachen.

3. Eiweiße:

Eiweiße, auch bekannt unter dem Begriff Proteine, sind ein unverzichtbarer Bau- und Reparaturstoff der menschlichen Zellen. Sie sind außerdem maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt. Proteine werden im Sport für den Muskelaufbau benötigt und sind in konzentrierter Form daher insbesondere im Kraftsport verbreitet. Enthalten sind Proteine insbesondere in Eiern, Milch, Fisch und Hülsenfrüchten. Idealerweise besteht die tägliche Ernährung des menschlichen Körpers aus 37% Eiweißen.

4. Mineralstoffe:

Mineralstoffe sind keine Energieträger; der Körper braucht sie aber insbesondere zum Aufbau von Knochen (Kalzium, Phosphor) und zur Regulierung des Stoffwechsels (Kalium, Natrium). Magnesium wiederum wird z.B. zum Aufbau und zur Stabilisierung von Muskeln und Knochen gebraucht, Eisen verbessert die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung im Blut. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Mineralstoffe eine grosse Menge von Funktionen haben. Der menschliche Körper ist aber nicht in der Lage, Minerale zu bilden – sie müssen daher über die Nahrung zugefügt werden!

Hier eine Liste mit den wichtigsten Mineralen, ihrem Hauptvorkommen in Lebensmitteln, Ihrer Wirkung und dem jeweiligen Tagesbedarf

http://jumk.de/bmi/mineralstofftabelle.php

5. Vitamine:

Vitamine sind ebenfalls keine Energieträger, werden aber für anderer lebenswichtige Funktionen benötigt. Diese Funktionen können unterschiedlichster Art sein. Vitamin C z.B. stärkt das Immunsystem, hilft gegen Astma und Erkältungskrankheiten. Vitamin E spielt vor allem beim Fettstoffwechsel und beim Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle, hilft aber ebenso der Stärkung des Immunsystems. Die Vitamin-B-Komplexe fördern die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (B1), den Eiweißstoffwechsel und Sauerstofftransport (B2), die Blutbilung und den Zuckerspiegel (B6) und sie bilden rote Blutkörperchen für den Ausdauersport (B12). B12 braucht man also nur, wenn man keine eigenen Plastiktütchen im Kühlschrank der Freiburger Uni-Klinik eingelagert hat! Für den Ausdauersport sind insbesondere Vitamin C, Vitamin E sowie Vitamin B1 wichtig. Da der Körper Vitamine nicht (bzw. kaum) speichern kann, müssen sie täglich neu zugeführt werden.

6. Ballaststoffe:

Ballaststoffe fördern eine geregelte Verdauung und schützt vor diversen Erkrankungen des Enddarms. Ballaststoffe besitzen keinen Brennwert, da sie als Quell- und Füllstoff keinen Energiebeitrag leisten. Bei ihnen handelt es sich um Gerüst- oder Stützsubstanzen von Pflanzen, die der Darmflora von Nutzen sind.

7. Wasser

Last but not least der wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Dieser besteht nicht nur zu etwa 70% aus Wasser, sondern er kann auch nur wenige Tage ohne die Zuführung von Wasser überleben. Wasser hat so vielfältige Funktionen, dass es den Rahmen sprengen würde, hier vereinzelt darauf einzugehen. Als wichtigste Funktionen dienen sie dem Stoffwechsel und VOR ALLEM der Wärmeregulierung des Körpers. Der Mensch sollte stets auch ein Gleichgewicht seiner Wasserbilanz achten (egal ob er zum Blutabnehmen muss oder nicht). Zuviel Wasser kam man fast nicht aufnehmen – deutlich größer ist das Risiko einer Dehydrierung wenn zu wenig getrunken wird.

Auf das Thema Nahrungsergänzungsmittel werde ich hier nicht eingehen da ich mich keinem dieser Mittel bedienen werde. Zwar sind Nahrungsergänzungsmittel nicht (grundsätzlich) verboten, allerdings haben sie ein Image das nicht zu meiner sauberen (muahaha!) Vorstellung von Wettkampf passt. Meine einzigen Drogen und leistungssteigernden Mittel sind Pfungstädter Pils und Erdinger Weißbier!

Anyway, was bedeutet nun obige Wissenschaft für mich. Zunächst mal werde ich mich der obigen Energienverteilung (60% Kohlenhydrate, 37% Eiweiße, 3% Fett) etwas annähern. Ich denke, dass ich dazu ein bisschen weniger Fett zu mir nehmen müsste und ein bisschen mehr Eiweiße. Einschränken werde ich in den nächsten Monaten definitiv meinen Alkoholkonsum. Der ist zwar sowieso schon nicht allzu hoch, allerdings werde ich in Zukunft auch bei Anlässen, die einen höheren Alkoholkonsum ermöglichen würden, etwas kürzer treten. Weiterhin werde ich verstärkt Nudeln essen. Jetzt könnte zwar die Conny anmerken, dass ich sowieso schon jeden Tag Nudeln esse, aber sie könnte es halt auch einfach lassen! In der Kantine werde ich in Zukunft mindestens 3 Mal die Woche Salat essen – das hat aber nicht nur etwas mit der Gesundheit zu tun, sondern auch damit, dass der normale Kantinenfrass einfach so übelst schwer im Magen liegt, dass ich mich normalerweise erst gegen 15 Uhr wieder aus meinem Wachkoma lösen kann.

Kaffee habe ich übrigens letzten Montag von meiner Liste gestrichen und ich werde auch garantiert bis zum Marathon keinen Kaffee mehr trinken. Ich werde außerdem den Konsum von Eis und fetthaltigen Süßigkeiten einschränken (bis einstellen). Weiterhin werde ich zeitnah anfangen, mich auch in meiner Freizeit ein bisschen mehr mit Obst und Gemüse zu versorgen. Aber das wird sicherlich ein schwerer Schritt! Der schwerste und schlimmste Schritt ergibt sich aber aus meiner sommerlichen Trainingszeit. Normalerweise pflegte ich einen Sommer nicht ohne mindestens einmal grillen pro Wochenende zu verbringen. Ich fürchte, dass ich diese Leidenschaft zwar nicht ganz einstellen, aber doch zumindest deutlich einschränken werde müssen. Nur gut, dass ich mit Tobi vorletztes Wochenende schon ungefähr 23 Mal gegrillt habe. Vielleicht hält das den Sommer über…

Übermäßig viel Proteine benötige ich nicht, da ich ja keinen übertriebenen Muskelaufbau beabsichtige. Logischerweise gehört auch bei meinem Training ein gewisser Muskelaufbau dazu, aber eben nicht im Maße wie das z.B. ein BodyBulider tut. Und die 37% Eiweiße in der regulären Ernährung sollten mir da schon vollkommen ausreichen…

So, das war es erstmal zum Thema Ernährung: jetzt müsst Ihr mich leider entschuldigen – ich muss mich meinem Waschtag widmen. Also eigentlich habe ich heute gar keinen Waschtag, sondern erst morgen, aber im Moment ist die Waschküche frei und diese Chance sollte man nicht ungenutzt lassen! Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich meine Wäsche grundsätzlich NUR mit Vanish Oxy Action™ wasche?

Dieses Produkt hat mich vollkommen überzeugt und erfüllt (bzw. übertrifft sogar) alle meine Erwartungen an ein Waschmittel! Ich kann Euch allen nur empfehlen – und Euch gleichzeitig bitten – dieses überragende Produkt von nun an zu benutzen. Es ist wirklich fantastisch! Für mehr Informationen:

http://www.vanish.de/

Und das gilt natürlich für alle Produkte aus dem Vanish ™ -Sortiment:

So, jetzt will ich Euch nicht länger davon abhalten, in den Laden zu rennen und es zu kaufen. Einige Geschäfte haben bis um 22 Uhr offen, also worauf wartet Ihr noch? Hopphopp!!!!

Sonntag, 1. Juni 2008

Schnell ist relativ - 10 Kilometer Vol. 12

Um genau zu sein ist schnell sogar äußerst RELATIV. Bezogen auf meine bisherigen 11 Läufe war mein Lauf heute nämlich sogar ziemlich (relativ) schnell, aber bezogen auf das Tempo, in dem ich den Marathon laufen muss, war das heute eher (relativ) langsam.

Seit heute habe ich extreme Zweifel an meinen Marathon-Fähigkeiten. Ziemlich klar ist jetzt schon: das Szenario am 26. Oktober 2008 wird ein Kampf gegen das Kehrfahrzeug. Eben jenes kommt im Ziel 6:15 Stunden nach Anpfiff an. Und ich gehe fest davon aus, dass dieses Biest und ich uns einen offenen Schlagabtausch liefern werden – mit absolut (nicht relativ!) offenem Ausgang!

Am 27. Juli muss ich in der Lage sein, die 10 Kilometer in 57:00 Minuten zu laufen. Heute bin ich die Strecke erstmals „ernsthaft“ gelaufen und habe 1:02 Stunden gebraucht. Das ist wirklich ein absolutes Drama. Es war zwar wieder ziemlich heiß und ich habe mir wieder eine Blase gelaufen (mit der ein Leistungseinbruch einherging), trotzdem muss ich es schaffen, die Strecke 5 Minuten schneller zu laufen. Das bedeutet, ich muss jeden Kilometer 30 Sekunden schneller laufen. Leider erschliesst sich mir im Moment nicht, wie ich das schaffen soll. Und wohlgemerkt: die 57:00 Minuten für die 10 Kilometer sind das absolute Minimum – eigentlich wäre es schon sinnvoll, die 10 Kilometer in etwa 50 Minuten laufen zu können. Aber das kann ich definitiv vergessen!

Ernüchternd ist vor allem, dass die 57 Minuten auf 10 Kilometer ja nicht bedeuten, dass ich das Tempo auch rund 42 Kilometer durchhalten kann. Würde ich das Schaffen, wäre die Zielzeit genau 4 Stunden, aber wie gesagt: das ist im Moment absolut undenkbar!!! Heute bin ich nichtmal 10 Km/h gelaufen. Gute Nacht…

Mein Puls war die ganze Zeit auch am absoluten (bzw. eher relativen) Limit. Zwischenzeitlich war er bei 186, was mit 93% vom HFmax viel zu hoch und letztendlich nicht wirklich gesund war. Der durchschnittliche Puls war bei 178, also bei 89% vom HFmax. Das wäre der klassische Schwellenlauf-Bereich, also der Bereich, bei dem der Körper den maximalen Trainingserfolg hat. Das werde ich dann beim nächsten Lauf merken, aber im Moment bin ich nicht sonderlich zuversichtlich! In 13 Tagen ist der Willi-Nickel-Stadtlauf und das wird ein DESASTER. Ich sehe mich schon überholt (bzw. abgehängt) werden von etlichen 90jährigen Senioren… Die nächsten 12 Tage werde ich definitiv beißen um das zu verhindern…

Tja, leider fällt mir im Moment nicht viel positives ein. Aber für den Moment kann ich wohl nur dranbleiben und mein Training etwas verschärfen. Klar ist auch: meine neuen Laufschuhe bekommen nurnoch eine letzte Chance. Das nächste Mal werde ich mir den Fuß ein bisschen tapen und sie dann noch mal probieren. Sollten ich dann immer noch Blasen davon bekommen, feuer ich sie weg!

Und wenn wir schon mal bei den (relativ) unerfreulichen Dingen sind, dann wäre noch zu erwähnen, dass der FC Baden es leider nicht geschafft hat, in die zweite schweizer Liga auszusteigen. Ein 1:1 gegen die Froschfresser aus Biel hat leider nicht gereicht (das Hinspiel in Biel endete 0:0). Zu allem Überfluss hat auch noch Deutschland gegen Serbien („Kosovo is Serbia“) gewonnen. Aber gut, was solls… NOCH 15 TAGE BIS ZUM VORRUNDENAUS – DEUTSCHLAND!!!

Den nächsten sportlichen Akzent setze ich am Dienstag beim ABB-Kicken. Morgen mache ich gar nichts, außer morgens vor der Arbeit zum Arzt gehen. Wie befohlen trinke ich schon den ganzen Tag Wasser wie ein Bekloppter. Eigentlich kann also nichts mehr schief gehen. Klar ist:

MORGEN WIRD BLUT FLIESSEN!!!

Lauf 12:
Zeit: 1:02 Stunden
Avr- HF: 178 / min
Geschw.: 9,68 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:19 Stunden (- 21,5 %)
Avr. HF: 160 / min (+11,3 %)
Geschw.: 7,59 km/h (+ 27,4 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-25,3 %)
Avr. HF: 157 / min (+13,4 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+33,9 %)

Samstag, 31. Mai 2008

Gesundheitscheck - Teil 1

Oh Mann, oh Mann… Das Wetterspektakel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe ich überlebt – auch wenn ich damit nicht immer gerechnet hätte. Im Übrigen wieder typisch, dass sich keiner Sorgen gemacht hat, sondern alle wieder nur die kapitalistischen Gedanken zum Ausdruck gebracht wurden. Naja, tolle Heuschrecken-Freunde!!! Das Gewitter (oder sagen wir besser: Der Krieg der Sterne) war dann am Freitag auch Tagesgespräch Nummer eins! Aber soweit war ich ja noch lange nicht – vorher musste ich ja noch was hinter mich bringen:

Denn am gestrigen Freitag hatte ich meinen Gesundheitscheck bei Herrn Dr. Lüthi schräg gegenüber von meiner Wohnung. Den Termin hatte ich um 9.30 Uhr – logischerweise war ich vorher also nicht arbeiten. Zunächst mal wurde ich einem Verhör unterzogen, in dem es um mein generelles Wohlbefinden, Krankheiten in der Familie und meine bisherige Lauferfahrung ging. Die Fragen schienen alle Sinn zu machen, auch wenn irgendwie im Subtext mitschwang, dass mein Hausarzt wohl kein Freund von Marathons ist. Er ließ auch verlauten, dass ich nicht unbedingt die körperliche Idealvoraussetzungen für einen Läufer habe, allerdings brachte er das alles nicht negativ rüber.

Für 2-3 Minuten schweiften wir ab in die wissenschaftlichen Tiefen des Marathon-Trainings. Mein Arzt vertritt die Meinung, dass es nicht möglich ist, für einen Marathon wirklich zu trainieren. Anfangs versuchte ich noch (basierend auf den Aussagen meines Buches) dagegen zu argumentieren. Leider muss ich aber zugeben, dass er mit all seien Aussagen vollkommen Recht hatte und auch ich bin jetzt der Meinung, dass es eigentlich nicht möglich ist, sich mit Training WIRKLICH auf einen Marathon vorzubereiten. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich es jetzt lasse… Und nichtsdestotrotz war es ziemlich cool mit dem Herrn darüber zu reden, da er halt einfach (logischerweise) extrem viel Ahnung von der ganzen sportwissenschaftlichen Materie hat...

Der Gesundheitscheck bestand eigentlich aus den üblichen Standard-Tests. Herz abhören, in den Hals gucken, Hals abtasten, etc… Als kleine Zugabe ging es dann weiter mit einem EKG und einer Lungenvolumen-Messung. Die Ergebnisse bekomme ich zwar erst am Mittwoch, aber irgendwie habe ich bei dem Lungenvolumen-Test ein ganz, ganz schlechtes Gefühl. Naja, abwarten...

Abwarten heißt es vor allem, da ich am Montag noch mal da auflaufen muss – einige Tests konnte ich am Freitag nämlich leider nicht machen. Ich konnte weder Blut, noch eine Urinprobe abgeben. Der Grund lag in beiden Fällen daran, dass ich wohl zu wenig getrunken hatte. Nachdem mir die Arzthelferin mehrmals den Arm durchstochen hatte, ohne dass Blut herauskam, fragte sie mich ob ich genug trinke. Ich bejahte das, erwähnte aber, dass ich „heute“ noch nichts getrunken hatte. Daraufhin war die Dame reichlich erstaunt und fragte „Den ganzen Tag nicht?“, worauf ich nur ein „Äh, was heißt den ganzen Tag – ich bin ja eben erst aufgestanden!“ entgegnen konnte. Es vergingen ein paar Sekunden der Ruhe, die wir wohl jeweils nutzten, um zu überlegen, WER von uns beiden jetzt bescheuert ist. Gesagt hat sie dazu aber nichts mehr...

Nun, da ich wohl innerlich total ausgetrocknet war, floss in meinen Venen wohl kein Blut. Aus gleichem Grund ergaben sich auch die blasentechnischen Probleme. Jetzt muss ich dann also am Montag um 9.00 Uhr noch mal hin und habe als Hausaufgabe bekommen, von Sonntag-Abend bis Montag-Morgen nichts anderes zu machen, als Wasser zu trinken. Naja, dat schaff ich schon!

Bei der Terminsuche für Blut&Urinabgabe und die Ergebnis-besprechung wurde es dann noch mal unterhaltsam, als ich sagte, dass ich es jederzeit einrichten könne. Die Frau daraufhin „Schoffet Ihr nöd?“. Echt unfassbar – kaum ist man mal entgegenkommend und zeitlich flexibel schon wird man als deutscher Sozialschmarotzer beschuldigt. Ja, manchmal hat man hier echt ein tolles Standing!

Als ich dann ins Büro kam, erfuhr ich, dass eine kurzfristige Mitarbeiter-Info einberufen wurde, in der verkündet wurde, dass unsere Geschäftführerin die Firma per 1. Juli verlassen werde. Daraus folgend wird es in den nächsten Monaten diverse Organisationsänderungen geben – die mitunter auch dazu führen könnten, dass meine mittelfristige Zukunftsplanung sich jetzt doch noch mal ändert. Naja, sehen wir dann...

Gestern Abend war ich dann noch in Fislisbach, um mir mit Cibi (einem weiteren Kollegen aus der Logistik) ein bisschen Amateurfußball anzugucken. Heute Abend um 18 Uhr schaue ich mir dann das Spiel vom FC Baden gegen den FC Biel an. Bei Baden zockt Elias mit und wenn sie heute gewinnen steigen sie in die Axpo Challenge League (die zweithöchste schweizer Liga) auf. Morgen werde ich dann wieder meine 10 Kilometer laufen – dann hoffentlich mal in etwas höherem Tempo!

Ach ja, hier übrigens noch mein neues T-Shirt, schön oder?

Noch 16 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND!