Samstag, 31. Mai 2008

Gesundheitscheck - Teil 1

Oh Mann, oh Mann… Das Wetterspektakel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe ich überlebt – auch wenn ich damit nicht immer gerechnet hätte. Im Übrigen wieder typisch, dass sich keiner Sorgen gemacht hat, sondern alle wieder nur die kapitalistischen Gedanken zum Ausdruck gebracht wurden. Naja, tolle Heuschrecken-Freunde!!! Das Gewitter (oder sagen wir besser: Der Krieg der Sterne) war dann am Freitag auch Tagesgespräch Nummer eins! Aber soweit war ich ja noch lange nicht – vorher musste ich ja noch was hinter mich bringen:

Denn am gestrigen Freitag hatte ich meinen Gesundheitscheck bei Herrn Dr. Lüthi schräg gegenüber von meiner Wohnung. Den Termin hatte ich um 9.30 Uhr – logischerweise war ich vorher also nicht arbeiten. Zunächst mal wurde ich einem Verhör unterzogen, in dem es um mein generelles Wohlbefinden, Krankheiten in der Familie und meine bisherige Lauferfahrung ging. Die Fragen schienen alle Sinn zu machen, auch wenn irgendwie im Subtext mitschwang, dass mein Hausarzt wohl kein Freund von Marathons ist. Er ließ auch verlauten, dass ich nicht unbedingt die körperliche Idealvoraussetzungen für einen Läufer habe, allerdings brachte er das alles nicht negativ rüber.

Für 2-3 Minuten schweiften wir ab in die wissenschaftlichen Tiefen des Marathon-Trainings. Mein Arzt vertritt die Meinung, dass es nicht möglich ist, für einen Marathon wirklich zu trainieren. Anfangs versuchte ich noch (basierend auf den Aussagen meines Buches) dagegen zu argumentieren. Leider muss ich aber zugeben, dass er mit all seien Aussagen vollkommen Recht hatte und auch ich bin jetzt der Meinung, dass es eigentlich nicht möglich ist, sich mit Training WIRKLICH auf einen Marathon vorzubereiten. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich es jetzt lasse… Und nichtsdestotrotz war es ziemlich cool mit dem Herrn darüber zu reden, da er halt einfach (logischerweise) extrem viel Ahnung von der ganzen sportwissenschaftlichen Materie hat...

Der Gesundheitscheck bestand eigentlich aus den üblichen Standard-Tests. Herz abhören, in den Hals gucken, Hals abtasten, etc… Als kleine Zugabe ging es dann weiter mit einem EKG und einer Lungenvolumen-Messung. Die Ergebnisse bekomme ich zwar erst am Mittwoch, aber irgendwie habe ich bei dem Lungenvolumen-Test ein ganz, ganz schlechtes Gefühl. Naja, abwarten...

Abwarten heißt es vor allem, da ich am Montag noch mal da auflaufen muss – einige Tests konnte ich am Freitag nämlich leider nicht machen. Ich konnte weder Blut, noch eine Urinprobe abgeben. Der Grund lag in beiden Fällen daran, dass ich wohl zu wenig getrunken hatte. Nachdem mir die Arzthelferin mehrmals den Arm durchstochen hatte, ohne dass Blut herauskam, fragte sie mich ob ich genug trinke. Ich bejahte das, erwähnte aber, dass ich „heute“ noch nichts getrunken hatte. Daraufhin war die Dame reichlich erstaunt und fragte „Den ganzen Tag nicht?“, worauf ich nur ein „Äh, was heißt den ganzen Tag – ich bin ja eben erst aufgestanden!“ entgegnen konnte. Es vergingen ein paar Sekunden der Ruhe, die wir wohl jeweils nutzten, um zu überlegen, WER von uns beiden jetzt bescheuert ist. Gesagt hat sie dazu aber nichts mehr...

Nun, da ich wohl innerlich total ausgetrocknet war, floss in meinen Venen wohl kein Blut. Aus gleichem Grund ergaben sich auch die blasentechnischen Probleme. Jetzt muss ich dann also am Montag um 9.00 Uhr noch mal hin und habe als Hausaufgabe bekommen, von Sonntag-Abend bis Montag-Morgen nichts anderes zu machen, als Wasser zu trinken. Naja, dat schaff ich schon!

Bei der Terminsuche für Blut&Urinabgabe und die Ergebnis-besprechung wurde es dann noch mal unterhaltsam, als ich sagte, dass ich es jederzeit einrichten könne. Die Frau daraufhin „Schoffet Ihr nöd?“. Echt unfassbar – kaum ist man mal entgegenkommend und zeitlich flexibel schon wird man als deutscher Sozialschmarotzer beschuldigt. Ja, manchmal hat man hier echt ein tolles Standing!

Als ich dann ins Büro kam, erfuhr ich, dass eine kurzfristige Mitarbeiter-Info einberufen wurde, in der verkündet wurde, dass unsere Geschäftführerin die Firma per 1. Juli verlassen werde. Daraus folgend wird es in den nächsten Monaten diverse Organisationsänderungen geben – die mitunter auch dazu führen könnten, dass meine mittelfristige Zukunftsplanung sich jetzt doch noch mal ändert. Naja, sehen wir dann...

Gestern Abend war ich dann noch in Fislisbach, um mir mit Cibi (einem weiteren Kollegen aus der Logistik) ein bisschen Amateurfußball anzugucken. Heute Abend um 18 Uhr schaue ich mir dann das Spiel vom FC Baden gegen den FC Biel an. Bei Baden zockt Elias mit und wenn sie heute gewinnen steigen sie in die Axpo Challenge League (die zweithöchste schweizer Liga) auf. Morgen werde ich dann wieder meine 10 Kilometer laufen – dann hoffentlich mal in etwas höherem Tempo!

Ach ja, hier übrigens noch mein neues T-Shirt, schön oder?

Noch 16 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND!

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