Sonntag, 1. Juni 2008

Schnell ist relativ - 10 Kilometer Vol. 12

Um genau zu sein ist schnell sogar äußerst RELATIV. Bezogen auf meine bisherigen 11 Läufe war mein Lauf heute nämlich sogar ziemlich (relativ) schnell, aber bezogen auf das Tempo, in dem ich den Marathon laufen muss, war das heute eher (relativ) langsam.

Seit heute habe ich extreme Zweifel an meinen Marathon-Fähigkeiten. Ziemlich klar ist jetzt schon: das Szenario am 26. Oktober 2008 wird ein Kampf gegen das Kehrfahrzeug. Eben jenes kommt im Ziel 6:15 Stunden nach Anpfiff an. Und ich gehe fest davon aus, dass dieses Biest und ich uns einen offenen Schlagabtausch liefern werden – mit absolut (nicht relativ!) offenem Ausgang!

Am 27. Juli muss ich in der Lage sein, die 10 Kilometer in 57:00 Minuten zu laufen. Heute bin ich die Strecke erstmals „ernsthaft“ gelaufen und habe 1:02 Stunden gebraucht. Das ist wirklich ein absolutes Drama. Es war zwar wieder ziemlich heiß und ich habe mir wieder eine Blase gelaufen (mit der ein Leistungseinbruch einherging), trotzdem muss ich es schaffen, die Strecke 5 Minuten schneller zu laufen. Das bedeutet, ich muss jeden Kilometer 30 Sekunden schneller laufen. Leider erschliesst sich mir im Moment nicht, wie ich das schaffen soll. Und wohlgemerkt: die 57:00 Minuten für die 10 Kilometer sind das absolute Minimum – eigentlich wäre es schon sinnvoll, die 10 Kilometer in etwa 50 Minuten laufen zu können. Aber das kann ich definitiv vergessen!

Ernüchternd ist vor allem, dass die 57 Minuten auf 10 Kilometer ja nicht bedeuten, dass ich das Tempo auch rund 42 Kilometer durchhalten kann. Würde ich das Schaffen, wäre die Zielzeit genau 4 Stunden, aber wie gesagt: das ist im Moment absolut undenkbar!!! Heute bin ich nichtmal 10 Km/h gelaufen. Gute Nacht…

Mein Puls war die ganze Zeit auch am absoluten (bzw. eher relativen) Limit. Zwischenzeitlich war er bei 186, was mit 93% vom HFmax viel zu hoch und letztendlich nicht wirklich gesund war. Der durchschnittliche Puls war bei 178, also bei 89% vom HFmax. Das wäre der klassische Schwellenlauf-Bereich, also der Bereich, bei dem der Körper den maximalen Trainingserfolg hat. Das werde ich dann beim nächsten Lauf merken, aber im Moment bin ich nicht sonderlich zuversichtlich! In 13 Tagen ist der Willi-Nickel-Stadtlauf und das wird ein DESASTER. Ich sehe mich schon überholt (bzw. abgehängt) werden von etlichen 90jährigen Senioren… Die nächsten 12 Tage werde ich definitiv beißen um das zu verhindern…

Tja, leider fällt mir im Moment nicht viel positives ein. Aber für den Moment kann ich wohl nur dranbleiben und mein Training etwas verschärfen. Klar ist auch: meine neuen Laufschuhe bekommen nurnoch eine letzte Chance. Das nächste Mal werde ich mir den Fuß ein bisschen tapen und sie dann noch mal probieren. Sollten ich dann immer noch Blasen davon bekommen, feuer ich sie weg!

Und wenn wir schon mal bei den (relativ) unerfreulichen Dingen sind, dann wäre noch zu erwähnen, dass der FC Baden es leider nicht geschafft hat, in die zweite schweizer Liga auszusteigen. Ein 1:1 gegen die Froschfresser aus Biel hat leider nicht gereicht (das Hinspiel in Biel endete 0:0). Zu allem Überfluss hat auch noch Deutschland gegen Serbien („Kosovo is Serbia“) gewonnen. Aber gut, was solls… NOCH 15 TAGE BIS ZUM VORRUNDENAUS – DEUTSCHLAND!!!

Den nächsten sportlichen Akzent setze ich am Dienstag beim ABB-Kicken. Morgen mache ich gar nichts, außer morgens vor der Arbeit zum Arzt gehen. Wie befohlen trinke ich schon den ganzen Tag Wasser wie ein Bekloppter. Eigentlich kann also nichts mehr schief gehen. Klar ist:

MORGEN WIRD BLUT FLIESSEN!!!

Lauf 12:
Zeit: 1:02 Stunden
Avr- HF: 178 / min
Geschw.: 9,68 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:19 Stunden (- 21,5 %)
Avr. HF: 160 / min (+11,3 %)
Geschw.: 7,59 km/h (+ 27,4 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-25,3 %)
Avr. HF: 157 / min (+13,4 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+33,9 %)

Samstag, 31. Mai 2008

Gesundheitscheck - Teil 1

Oh Mann, oh Mann… Das Wetterspektakel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe ich überlebt – auch wenn ich damit nicht immer gerechnet hätte. Im Übrigen wieder typisch, dass sich keiner Sorgen gemacht hat, sondern alle wieder nur die kapitalistischen Gedanken zum Ausdruck gebracht wurden. Naja, tolle Heuschrecken-Freunde!!! Das Gewitter (oder sagen wir besser: Der Krieg der Sterne) war dann am Freitag auch Tagesgespräch Nummer eins! Aber soweit war ich ja noch lange nicht – vorher musste ich ja noch was hinter mich bringen:

Denn am gestrigen Freitag hatte ich meinen Gesundheitscheck bei Herrn Dr. Lüthi schräg gegenüber von meiner Wohnung. Den Termin hatte ich um 9.30 Uhr – logischerweise war ich vorher also nicht arbeiten. Zunächst mal wurde ich einem Verhör unterzogen, in dem es um mein generelles Wohlbefinden, Krankheiten in der Familie und meine bisherige Lauferfahrung ging. Die Fragen schienen alle Sinn zu machen, auch wenn irgendwie im Subtext mitschwang, dass mein Hausarzt wohl kein Freund von Marathons ist. Er ließ auch verlauten, dass ich nicht unbedingt die körperliche Idealvoraussetzungen für einen Läufer habe, allerdings brachte er das alles nicht negativ rüber.

Für 2-3 Minuten schweiften wir ab in die wissenschaftlichen Tiefen des Marathon-Trainings. Mein Arzt vertritt die Meinung, dass es nicht möglich ist, für einen Marathon wirklich zu trainieren. Anfangs versuchte ich noch (basierend auf den Aussagen meines Buches) dagegen zu argumentieren. Leider muss ich aber zugeben, dass er mit all seien Aussagen vollkommen Recht hatte und auch ich bin jetzt der Meinung, dass es eigentlich nicht möglich ist, sich mit Training WIRKLICH auf einen Marathon vorzubereiten. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich es jetzt lasse… Und nichtsdestotrotz war es ziemlich cool mit dem Herrn darüber zu reden, da er halt einfach (logischerweise) extrem viel Ahnung von der ganzen sportwissenschaftlichen Materie hat...

Der Gesundheitscheck bestand eigentlich aus den üblichen Standard-Tests. Herz abhören, in den Hals gucken, Hals abtasten, etc… Als kleine Zugabe ging es dann weiter mit einem EKG und einer Lungenvolumen-Messung. Die Ergebnisse bekomme ich zwar erst am Mittwoch, aber irgendwie habe ich bei dem Lungenvolumen-Test ein ganz, ganz schlechtes Gefühl. Naja, abwarten...

Abwarten heißt es vor allem, da ich am Montag noch mal da auflaufen muss – einige Tests konnte ich am Freitag nämlich leider nicht machen. Ich konnte weder Blut, noch eine Urinprobe abgeben. Der Grund lag in beiden Fällen daran, dass ich wohl zu wenig getrunken hatte. Nachdem mir die Arzthelferin mehrmals den Arm durchstochen hatte, ohne dass Blut herauskam, fragte sie mich ob ich genug trinke. Ich bejahte das, erwähnte aber, dass ich „heute“ noch nichts getrunken hatte. Daraufhin war die Dame reichlich erstaunt und fragte „Den ganzen Tag nicht?“, worauf ich nur ein „Äh, was heißt den ganzen Tag – ich bin ja eben erst aufgestanden!“ entgegnen konnte. Es vergingen ein paar Sekunden der Ruhe, die wir wohl jeweils nutzten, um zu überlegen, WER von uns beiden jetzt bescheuert ist. Gesagt hat sie dazu aber nichts mehr...

Nun, da ich wohl innerlich total ausgetrocknet war, floss in meinen Venen wohl kein Blut. Aus gleichem Grund ergaben sich auch die blasentechnischen Probleme. Jetzt muss ich dann also am Montag um 9.00 Uhr noch mal hin und habe als Hausaufgabe bekommen, von Sonntag-Abend bis Montag-Morgen nichts anderes zu machen, als Wasser zu trinken. Naja, dat schaff ich schon!

Bei der Terminsuche für Blut&Urinabgabe und die Ergebnis-besprechung wurde es dann noch mal unterhaltsam, als ich sagte, dass ich es jederzeit einrichten könne. Die Frau daraufhin „Schoffet Ihr nöd?“. Echt unfassbar – kaum ist man mal entgegenkommend und zeitlich flexibel schon wird man als deutscher Sozialschmarotzer beschuldigt. Ja, manchmal hat man hier echt ein tolles Standing!

Als ich dann ins Büro kam, erfuhr ich, dass eine kurzfristige Mitarbeiter-Info einberufen wurde, in der verkündet wurde, dass unsere Geschäftführerin die Firma per 1. Juli verlassen werde. Daraus folgend wird es in den nächsten Monaten diverse Organisationsänderungen geben – die mitunter auch dazu führen könnten, dass meine mittelfristige Zukunftsplanung sich jetzt doch noch mal ändert. Naja, sehen wir dann...

Gestern Abend war ich dann noch in Fislisbach, um mir mit Cibi (einem weiteren Kollegen aus der Logistik) ein bisschen Amateurfußball anzugucken. Heute Abend um 18 Uhr schaue ich mir dann das Spiel vom FC Baden gegen den FC Biel an. Bei Baden zockt Elias mit und wenn sie heute gewinnen steigen sie in die Axpo Challenge League (die zweithöchste schweizer Liga) auf. Morgen werde ich dann wieder meine 10 Kilometer laufen – dann hoffentlich mal in etwas höherem Tempo!

Ach ja, hier übrigens noch mein neues T-Shirt, schön oder?

Noch 16 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Alarm!!!

Oh fuck, das ist mehr als ein einfaches Gewitter! Hat von Euch jemand „Der Schwarm“ gelesen? Die Donner laufen jetzt irgendwo unter der Kategorie „Dresden 1945“. Und der Regen kommt mir auch nicht mehr ganz normal vor. Nur gut, dass ich auf nem Berg wohne... Falls mir trotzdem was zustossen sollte: meine Stadionhefte gehen an den Morris, das Lidl-Pfand an den Fabian und mein Cash an die Jugendabteilung der Eintracht!!!

Rückblick, Ausblick und Kicken V

Die letzten Tage mal grob zusammengefasst:

Am Dienstag hatte ich eigentlich geplant, erstmals einen schnellen 10-Kilometer-Lauf zu machen. Ist allerdings daran gescheitert, dass mir bereits nach 200 Metern ohne Ausnahme jeder Muskel und Knochen abseits des Oberschenkels schmerzte. Das war echt ein komisches Gefühl. Oberschenkel, Knie, Schienenbein, Waden, Fuss, Ferse, Zehen, alles…. Teilweise lag es an meinen verdammten Adidas-Blasenschuhen in denen es mit Einlagen dann richtig unangenehm wurde!

Am Dienstag musste ich also feststellen: ich komme um die Konsultation von zwei Ärzten leider nicht herum. Ich werde umgehend sowohl einen generellen Gesundheitscheck bei meinem Hausarzt machen, als auch einen Termin bei einem Orthopäden. Langsam kriege ich nämlich echt etwas Bammel, dass ich meine Füße und Knie gerade kaputt mache…

Bereits gestern habe ich daher zwei Arzttermine ausgemacht – einen davon allerdings für mein Auto (in der Werkstatt Baschnagel in Windisch). Den anderen habe ich bei meinem Hausarzt im Spycherweg (überragender Straßenname!!!) ausgemacht. Da werde ich morgen um 9.30 Uhr antanzen und mir das medizinische OKAY für den Marathon abholen. Bin mal gespannt, was die so alles machen. Soll 45 Minuten dauern, kann also nicht NUR Herzabhören sein (auch wenn die Schweizer generell etwas langsamer sind)!

Ansonsten war heute mal wieder ABB-Kicken. War ziemlich heftig, da wir nur zu fünft waren und daher 2:2 auf ein Tor spielten. Jeweils der Torschütze musste ins Tor gehen und der Torwart wechselte in die jeweilige „Mannschaft“. Das ganze hatte den Vorteil, dass man bei den gefühlten 80 Grad Celsius und der Luftfeuchtigkeit von 85% manchmal ein bisschen im Tor ausruhen konnte. Dennoch gaben wir nach nicht mal 60 Minuten auf, da wir alle einem Herzinfarkt nahe waren. Zumindest aber war dieser Kick technisch und taktisch DEUTLICH ansehnlicher als die letzten beiden Male…

Ach ja, ein Wort noch an die schwäbische Piense: Fabian, ich habe dich ungefähr hundert Mal gefragt, wann denn der Termin zum Umziehen ist, du hast mir nie einen genannt – Gründe seien mal dahingestellt. Es reicht ein einfacher Hinweis mit Datum und Uhrzeit – in den meisten Fällen werde ich es dann einrichten können!

Geil, jetzt fängts hier grad an zu gewittern. Von mir aus kann es hektoliterweise regnen – und das Thermometer darf gerne auch unter 5 Grad fallen – ich bin für jede Art von Abkühlung dankbar. Alter Schwede, 6 Donner und circa 20 Blitze in 2 Minuten. Das könnte ja richtig rund gehen...

So, noch mein obligatorisches Wort zur deutschen Nationalmannschaft: das kleine Ghettokind aus Bonames brauche ich ja nicht mehr zu beleidigen; also lasse ich es. Dennoch kann ich mir weiterhin nicht verkneifen: Noch 18 Tage bis zum Vorrundenaus, DEUTSCHLAND! Wobei ich beim Spiel gegen Kroatien inzwischen sogar „uns“ die Daumen drücke!

Melde mich morgen mit den Ergebnissen vom „El Doctore“ – nächster sportlicher Akt ist am Sonntag – da werde ich dann die 10 Kilometer mal schnell angehen!

Sonntag, 25. Mai 2008

Und gleich nochmal - 10 Kilometer Vol. 11

Puh, das Übel wäre ich also auch wieder los. Habe den Tobi heute nach Waldshut gefahren und am Bahnhof dann auch aufgepasst, dass er wirklich abgefahren ist. Naja, die 5 Tage haben ihm allerdings trotzdem gereicht, um meine Wohnung in ein einziges Chaos zu verwandeln. Hier sieht es wirklich aus wie beim Giertz im Handschuhfach!

Nachdem ich aus Waldshut zurück war, hab ich ein bisschen Formel 1 geschaut und ein erstes Planfeststellungsverfahren für die Aufräumaktion eingeläutet. Insgesamt war ich noch immer ziemlich zerschlagen vom Wochenende – was nicht zuletzt daran lag, dass wir Kölsch-Technisch ein Pensum vorlegten, das man sonst nur von irischen Hafenarbeitern kennt!

Das erste was mir heute morgen nach dem Aufstehen aber in den Sinn kam, war LAUFEN. Deshalb machte ich mich dann heute gegen 16.30 Uhr auf die Socken um wieder meine Hausroute in Angriff zu nehmen. Heute lief ich erstmals mit Einlagen, die meine schäppen Füße ein bisschen nach Innen drücken sollen. Seit meiner vorletzten Lauf habe ich nämlich nach dem Laufen immer Schmerzen am linken Außenfuß. Wohlgemerkt: NACH dem Laufen, komischerweise nicht WÄHRENDDESSEN.

Mit den Einlagen lief es eigentlich ganz gut. Wenn die Fußschmerzen allerdings nicht weggehen sollten, muss ich wohl demnächst mal einen Orthopäden aufsuchen. Naja, ich muss eh bald mal zum Arzt, habe meiner Mama versprochen, vor dem Marathon-Training so nen Fitness-Cardio-Test machen zu lassen. Wer weiß, vielleicht überweist der mich ja dann direkt weiter an nen Orthopäden. Seh ich dann…

Der Lauf heute war (im Gegensatz zu dem mit Tobi zusammen) ziemlich miserabel. Ich war genauso schnell wie am Freitag, hatte aber einen um 8 Impulse höheren Puls. Gründe dafür könnte ich genug finden. Wetter war heiß, die Einlagen ungewohnt, meine Beine nicht richtig regeniert, circa 2 Promille Restalkohol vom Wochenende, Sodbrennen und Magen-Darm-Beschwerden, ...

Die Liste ist wahrlich lang, aber trotzdem nervt es mich, dass ich schon wieder keine konstante Verbesserung feststellen kann. Anbei mal die Graphik mit meinen bisherigen Trainingsergebnissen. Zur Erklärung, der „Verhältnis“-Graph errechnet sich aus dem Produkt aus Minuten und durchschnittlichem Puls, geteilt durch 100.

Für jeden logisch dürfte sein, dass für alle diese Kurven gilt: je tiefer, desto besser!

Folgendes: ich bin Controller und verdiene mein Geld per se damit, dass ich auf teilweise höchst diskutable Art und Weise versuche, irgendwelchen Graphiken positive Trends oder Werte anzudichten. In diesem Fall stehe allerdings sogar ich vor dem Problem, dass ich keine, aber auch absolut keine positive Entwicklung erkennen kann. Entscheidend ist letztendlich die rote Linie, aber bei der kann von Verbesserung (also fallende Kurve) leider keine Rede sein. Naja, ich bin dankbar für jeden, der hier irgendwelche positiven Tendenzen erkennen kann. Ich warte!!!

So, jetzt muss ich langsam mal ins Bett. Muss auch noch ein bisschen fehlenden Schlaf aufholen. Aber werd ich schon schaffen. Jetzt bleibt mir eigentlich erstmal nur, dem Pat-Helmes-Rot-Weiß-Essen-Tobi für den spontanen Besuch hier unten zu danken. War echt glatt dass du da warst und dann bis bald in Bonn oder eben wieder hier unten. Ach ja, eines verzeihe ich dir übrigens nicht: du hast meinen Schreibtischstuhl verstellt. DANKE VIELMALS, das bekomme ich nie wieder so gut hin...

Lauf 11:
Zeit: 1:19 Stunden
Avr- HF: 160 / min
Geschw.: 7,59 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:19 Stunden (+/- 0,0 %)
Avr. HF: 152 / min (+5,3 %)
Geschw.: 7,59 km/h (+/- 0,0 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-4,8 %)
Avr. HF: 157 / min (+1,9 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+5,1 %)

Mit Pacemaker - 10 Kilometer Vol. 10

Wie erwähnt hat sich der Tobi dazu herabgelassen, mich in den letzten 5 Tagen mal mit seiner Anwesenheit zu beglücken. Was wir die letzten Tage gemacht haben, ist eigentlich schnell erzählt und handelt zumeist von Kölsch und/oder Grillfleisch. Theoretisch hatten wir einige touristische Attraktionen auf dem Plan, letztendlich waren wir allerdings nur am Donnerstag in Bern. War solala, da die Stadt irgendwie nur bei richtig gutem Wetter auch Spaß macht. So war es ganz nett, aber leider eben auch nicht mehr…

Am Freitag Mittag konnten wir uns dann dazu durchringen, meine 10 Kilometer-Strecke zu absolvieren. Gegen 16 Uhr ging es bei reichlich warmen Wetter los. Es war eine wirklich nette Abwechslung, diesen Höllenritt mal nicht alleine, sondern in Begleitung zu machen. Alleine wird es dann halt doch irgendwann etwas langweilig… Der ganze Lauf war (zumindest aus meiner Sicht) ziemlich angenehm, da Tobi zwar nicht unbedingt als Pacemaker, aber dafür als Pulse-Maker fungierte. So einen tiefen Durschnittspuls (152) hatte ich bisher noch nie, dazu war die Zeit von 1:19 auch durchaus akzeptabel. Besonders seltsam war der tiefe Puls vor allem deshalb, weil wir eigentlich mindestens 30% des Laufes am quatschen waren. Aber gut…

Tobias absolvierte den Lauf übrigens absolut souverän und ohne erkennbare Schwächen – darüber hinaus trug er aufgrund von skurrilen, zwischenzeitlichen Geh-Passagen sehr zur Belustigung des Autoren bei. Aber mal im Ernst: die 10 Kilometer, untrainiert und mit Handicap an Fuß und Knie: RESPEKT!!!

Danach widmeten wir uns wieder (WOHLVERDIENT!!!) dem, was wir am besten können:

Am Samstag konnte ich mich dann wenigstens noch mal richtig darüber abfucken, was mir Comunio zugelost hat. Soll jetzt keiner mit so nem Blödsinn wie „Ist doch nur ein Spiel“ kommen. Hier geht es um viel mehr… Konsequenterweise habe ich wenigstens in beiden Comunios Dreck zugelost bekommen. Naja, muss ich jetzt wenigstens nicht nur halb rumquängeln!!!

Insgesamt war das ganze Wochenende eigentlich extrem übertrieben glatt – allerdings aus Marathon-Trainings-Sicht nicht allzu relevant. Von daher ein Mantel des Schweigens über die rund 500 Ernährungsplan-Verfehlungen, die ich (bzw. wir) uns am geleistet haben. War aber trotzdem – oder halt gerade deswegen – ziemlich nett!!!

Lauf 10:
Zeit: 1:19 Stunden
Avr- HF: 152 / min
Geschw.: 7,59 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:18 Stunden (- 1,3 %)
Avr. HF: 159 / min (-4,4 %)
Geschw.: 7,69 km/h (- 1,3 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-4,8 %)
Avr. HF: 157 / min (-3,2 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+5,1 %)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Eine folgenschwere Entdeckung - Kicken IV

Nun, ich war kurz davor, einfach meinen Bericht von letzen Donnerstag mit „Copy-Paste“ rüberzunehmen, den das Kicken war auch heute wieder absolut grausam. Einzig erfreulich war, dass der heutige Blasen-Belastungstest als bestanden bezeichnet werden kann. Lief absolut schmerzfrei – trotz der kleinen Schuhe.

Alles andere heute war aber einfach nur zum Vergessen! Die Teams waren wieder etwas unausgeglichen zusammengestellt, was mich aber nicht störte, da Herausforderungen ja etwas interessantes sind. Nach zwei Minuten hatte ich aber schon keinen Bock mehr. Wir verlieren SOWAS von brutal dumm – und diesmal kann ich mich (puuuhhh!) davon definitiv ausnehmen. EINFACHSTE taktische Dinge wie „zurücklaufen, nachdem man den Ball verliert“, „ausgeruht wird hinten“ oder „wenn niemand frei steht, dann spielt man halt keinen Ball“ konnte ich heute ohne Übertreibung bestimmt 200 Mal zum besten geben. Geändert hat sich nichts – so ungefähr muss es sein, kleinen Kindern etwas zu vermitteln. Allerdings ist das ein Umstand, den mich im Kreise meiner Kollegen öfter feststellen kann. Heute im Büro war ich schon gegen 10 Uhr wieder kurz vorm Nervenzusammenbruch, weil….na egal! Ich werde mich jetzt nicht in Rage reden… Die letzte Stunde war dann doppelt brutal, da wir von da an mit 3 gegen 4 noch zusätzlich in Unterzahl waren….

Theoretisch haben wir den Kick am Ende sogar gewonnen. Kurz vor Schluss hieß es „Letztes Tor entscheidet“ und wir waren tatsächlich diejenigen, die die Kugel als nächstes ins Tor stolperten. Ob der (circa) 12:25-Niederlage betonte ich aber sofort, dass wir diesen Sieg so nicht annehmen. Ein bisschen Stolz hat man ja auch…

Kurios wurde es dann nach dem Kicken. Da checkte ich kurz meine Trainingsergebnisse auf der Uhr und stellte doch tatsächlich fest, dass mein maximaler Puls während des Kickens bei 201 war. Das ist natürlich insofern eine wichtige Erkenntnis, als dass ich vorher von 200 als HFmax ausgegangen bin. Ich habe also mein komplettes Training bisher falsch aufgebaut. Ich hätte meine bisherigen Läufe in einer Pulsfrequenz von 161 statt 160 laufen dürfen. Das stellt natürlich alles auf den Kopf. Jetzt, wo ich die ganze Zeit falsch trainiert habe, wäre es vielleicht besser, das Training zu beenden und den Marathon abzusagen. Ich werde darüber nachdenken…

Aber mal im Ernst: grundsätzlich ist das natürlich eine fantastische Erkenntnis, da dies bedeutet, dass ich meinen Körper mehr belasten kann, als zunächst angenommen. Allerdings ist natürlich eine HFmax-Erhöhung um einen Punkt ein mittlerer Witz und spielt in meinem Training keine Rolle (nicht im Geringsten!).

So, mittlerweile ist es fast ein Uhr. Ich bin eigentlich nurnoch wach, da ich (an meinem geliebten Waschtag) noch auf eine letzte Maschine warte, die derzeit läuft. Das Zeug muss ich dann noch aufhängen und dann geht es aber sowas von direkt ins Bett.

Morgen ist es dann endlich soweit und mein Pacemaker aus Bonn trifft um 16.14 Uhr in Waldshut ein. Ob er die Fahrt trotz der (exakt) fünfstündigen Kölsch-Versorgungslücke gut überstanden hat, sehen wir dann. Ich bin aber guter Dinge!

Shalalalalalalalala, Jones du H****sohn, H****sohn, JONES DU H****SO-HOHN!!! Noch 26 Tage bis zum Vorrundenaus, Deutschland!!!

Sonntag, 18. Mai 2008

Platz Bello, sonst brennts - Equipment III

Wochenende vorbei – schön wars! Am Freitag Abend (nach der hochspannenden) Wasserkraftwerk-Exkursion ging es nach Seeheim um dort endlich mal wieder mit Conny und Markus ein paar Drinks einzunehmen. Samstag morgen habe ich dann wieder was fürs Marathon-Training gemacht; diesmal Kraft-Training. Habe die Sommerreifen auf mein Auto und den Corsa meiner Eltern gezogen. Danach war ich mal ziemlich platt… Später ging es dann zur Eintracht, wo es zu einem standesgemäßen Sieg gegen den MSV Duisburg kam. Getreu dem Motto „Ich jubel auch nicht, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe, und es kommt Wasser raus“, kündigte ich an, mich erst ab dem 6ten Tor für die Eintracht enthusiastisch zu freuen. Leider sollte es dazu nie kommen, sodass ich das Stadion hochgradig enttäuscht verließ. Die Stimmung hob sich erst wieder, als ich in Weiterstadt bei meinem kleinen Patenkind war. Der Kleine ist echt der Hammer. Seit meinem letzten Besuch hat er sich einige neue Funktionen angeeignet und täglich kommen welche hinzu. Aus gegebenem Grund muss ich allerdings in Erwägung ziehen, mein Amt als Patenonkel niederzulegen. Es könnte zu unüberbrückbaren Differenzen in Erziehungsfragen kommen:

Es ist wirklich unfassbar. Ich verzichte großzügig darauf, Ben einen Eintr8-Strampler zu schenken; und wie wird es einem gedankt??? Echt nicht zu glauben, werde mir das auch nicht mehr lange ansehen, sondern demnächst das Jugendamt einschalten.

Naja, erziehungstechnisch sind sie nicht gerade die besten; als Gastgeber zum Grillen aber umso mehr. Es gab ein pompöses Angebot an Speisen und Getränken, dass sogar Corneli & Clemens aus Mannheim anlocken konnte. Den Abend beendete ich damit, dass ich der Verwandtschaft 20 Euro beim Pokern abnahm; also nicht jedem sondern insgesamt, aber immer noch besser als nichts...

Heute ging es dann zurück in die Schweiz, wo im Prinzip den ganzen Tag putzen angesagt war. Zwischendurch noch ein bisschen Zweitligafußball, was aber auch nicht gerade herzerwärmend war. Die SAP-Außenstelle Sinsheim darf nächstes Jahr in der Bundesliga mitspielen, was die Chancen um ein tausendfaches erhöht, dass ich mich im nächsten Jahr vielleicht doch mal zu einer „Straftat im Rahmen eines Fußballspiels“ hinreißen lasse. Wahrlich ein SCHWARZER TAG FÜR DEN DEUTSCHEN FUßBALL. Einziger Lichtblick war der Abstieg der Offenbacher Kickers, die allerdings als Trost mitnehmen können, dass sie zu den historischen Gründungsmitgliedern der eingleisigen dritten Liga gehören. Ist doch auch was...

Nun aber zum eigentlichen Thema. Wie vor einigen Tagen bereits angekündigt, hatte ich mir vorgenommen, ein Pfeffer-Spray zur Abwehr blutrünstiger Hunde zu beschaffen. Nach einigen eigenen Strapazen, sowie diversen Strapazen meiner Eltern kam ich heute dann endlich in den Besitz des Sprays. Meine Eltern haben es dann schon geschafft, das Wunderzeug in einem Waffenladen in Darmstadt zu ergattern. Ich Pazifist würde sowas ja niemals kaufen, aber meine Eltern sind in der Beziehung halt eiskalt. Im Endeffekt habe ich es ja nun nicht selbst gekauft, aber ich kann von meinen Kauf-Versuchen hier unten berichten, dass man wirklich von den Menschen geächtet wird. Als ich im Geschäft danach gefragt habe, waren die Leute wirklich entsetzt (und hätten wohl am liebsten die Bullen gerufen), dass jemand auch nur auf die Idee kommen könnte, einen Hund mit Pfeffer-Spray zu malträtieren. Aber gut...

Das Zeug dass ich da jetzt habe, nennt sich übrigens „Red Pepper Spray“ und sieht wie folgt aus:

Auf der Packung lässt sich folgendes ablesen:

„Diese Reizstoffsprühgeräte enthalten den natürlichen Wirkstoff OC (Oleoresin Capsicum). Sie dürfen in der BRD von Privatpersonen nur zur Tierabwehr eingesetzt werden (Tierabwehrspray). Bei diesem Verwendungszweck unterliegen sie nicht dem deutschen Waffengesetz und dessen Prüfvorschriften.“ Bedeutet das, dass ich sie zwar nicht in Deutschland, aber in der Schweiz sehr wohl auch gegen Menschen einsetzen kann? Ich denke mal JA und ich dulde keine Art von anderweitigen Belehrungen in den Kommentaren.

Nun, in Zukunft werde ich also meine Läufe mit dieser kleinen, gelben Patrone laufen. Zusätzlich nehme ich aber auch noch das hier mit, schließlich sollte man es immer erstmal im Guten probieren:

Ach ja, nochmals zu betonen für alle, die mich immer noch für einen Unmensch halten. Ich benutze das Spray hoffentlich nie und WENN, DANN nur zur Notwehr, also wenn mich ein aggressiver Wauzi wirklich anfallen und/oder beißen sollte.

Wer oben fleißig aufgepasst hat, hat festgestellt, dass meine Eltern das Zeug gekauft haben. Ich weiß nicht, ob sie evtl. noch ne Rechnung schicken; denn andernfalls könnte ich das Ding wohl unter „Geschenk“ einordnen. Cool, wer hat eigentlich sonst schon mal von seinen Eltern Waffen geschenkt bekommen? Ja-ha, dacht ich mir doch! Wie auch immer: das bisher all mein vorgestelltes Ausrüstungsgut Geschenke sind, ist mittlerweile wirklich auffällig und schlimmerweise zieht sich das wie ein roter Faden durch mein komplettes Zeug. Auch die nächsten Equipment-Sachen sind Geschenke, aber was soll man machen? Ablehnen ist ja auch unhöflich, ne?

Morgen passiert kein Sport – dafür (ENDLICH!!!) die letzte Einheit „E-Technik“. Am Dienstag ist dann wieder ABB-Kicken an der Reihe. Mittwoch kommt dann Tobi, was die Chancen auf Sport in den darauf folgenden Tagen auch nicht gerade vergrößert! Aber das sehen wir dann!

Ach ja, fast hätt ichs vergessen: Shalalalalalalalala, Jones du H****sohn, H****sohn, JONES DU H****SO-HOHN!!! Noch 29 Tage bis zum Vorrundenaus, Deutschland!!!

Freitag, 16. Mai 2008

Noch 31 Tage bis zum Vorrundenaus

Seit heute ist es definitiv: von nun an hasse ich die deutsche Nationalmannschaft!

Fiel es mir in der Vergangenheit schon schwer, Sympathien für sie aufzubringen, so ist es nun endgültig vorbei! "JJ", alias "NADW", alias "Hurensohn" darf mit zur EM fahren. Ich fasse die ganze Nominierung eigentlich nicht, aber das ist der Gipfel der Dummheit, den ein Nationaltrainer jemals anstellen konnte.

Da nehme ich ja lieber Erich Ribbeck oder Berti Vogts zurück!

Ich drücke nun jedem Land bei der EM die Daumen, abgesehen von dem, nördlich der Schweiz. Ich werde am 8. Juni den Polen die Daumen drücken; am 12. Juni den Kroaten (so schwer das auch wird) und am 16. Juni dann den Ösis (wird auch nicht leichter).

Danach hat der Spuk hoffentlich ein Ende - auch wenn meine Hoffnungen nicht allzu gross sind. Naja, vielleicht habe ich ja auch ganz grosses Glück und bin im Zweifelsfall beim Halbfinal-Aus der Deutschen in Basel live dabei. Wäre eine kleine Entschädigung!

Bin immer noch fassungslos und die Frage des WARUM wird mir wohl niemand beantworten können! Im Moment fällt es mir schwer, diesen Post jetzt nicht bis zum Rand mit Beleidigungen zu füllen. Daher breche ich jetzt lieber einfach ab...