Sonntag, 18. Mai 2008

Platz Bello, sonst brennts - Equipment III

Wochenende vorbei – schön wars! Am Freitag Abend (nach der hochspannenden) Wasserkraftwerk-Exkursion ging es nach Seeheim um dort endlich mal wieder mit Conny und Markus ein paar Drinks einzunehmen. Samstag morgen habe ich dann wieder was fürs Marathon-Training gemacht; diesmal Kraft-Training. Habe die Sommerreifen auf mein Auto und den Corsa meiner Eltern gezogen. Danach war ich mal ziemlich platt… Später ging es dann zur Eintracht, wo es zu einem standesgemäßen Sieg gegen den MSV Duisburg kam. Getreu dem Motto „Ich jubel auch nicht, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe, und es kommt Wasser raus“, kündigte ich an, mich erst ab dem 6ten Tor für die Eintracht enthusiastisch zu freuen. Leider sollte es dazu nie kommen, sodass ich das Stadion hochgradig enttäuscht verließ. Die Stimmung hob sich erst wieder, als ich in Weiterstadt bei meinem kleinen Patenkind war. Der Kleine ist echt der Hammer. Seit meinem letzten Besuch hat er sich einige neue Funktionen angeeignet und täglich kommen welche hinzu. Aus gegebenem Grund muss ich allerdings in Erwägung ziehen, mein Amt als Patenonkel niederzulegen. Es könnte zu unüberbrückbaren Differenzen in Erziehungsfragen kommen:

Es ist wirklich unfassbar. Ich verzichte großzügig darauf, Ben einen Eintr8-Strampler zu schenken; und wie wird es einem gedankt??? Echt nicht zu glauben, werde mir das auch nicht mehr lange ansehen, sondern demnächst das Jugendamt einschalten.

Naja, erziehungstechnisch sind sie nicht gerade die besten; als Gastgeber zum Grillen aber umso mehr. Es gab ein pompöses Angebot an Speisen und Getränken, dass sogar Corneli & Clemens aus Mannheim anlocken konnte. Den Abend beendete ich damit, dass ich der Verwandtschaft 20 Euro beim Pokern abnahm; also nicht jedem sondern insgesamt, aber immer noch besser als nichts...

Heute ging es dann zurück in die Schweiz, wo im Prinzip den ganzen Tag putzen angesagt war. Zwischendurch noch ein bisschen Zweitligafußball, was aber auch nicht gerade herzerwärmend war. Die SAP-Außenstelle Sinsheim darf nächstes Jahr in der Bundesliga mitspielen, was die Chancen um ein tausendfaches erhöht, dass ich mich im nächsten Jahr vielleicht doch mal zu einer „Straftat im Rahmen eines Fußballspiels“ hinreißen lasse. Wahrlich ein SCHWARZER TAG FÜR DEN DEUTSCHEN FUßBALL. Einziger Lichtblick war der Abstieg der Offenbacher Kickers, die allerdings als Trost mitnehmen können, dass sie zu den historischen Gründungsmitgliedern der eingleisigen dritten Liga gehören. Ist doch auch was...

Nun aber zum eigentlichen Thema. Wie vor einigen Tagen bereits angekündigt, hatte ich mir vorgenommen, ein Pfeffer-Spray zur Abwehr blutrünstiger Hunde zu beschaffen. Nach einigen eigenen Strapazen, sowie diversen Strapazen meiner Eltern kam ich heute dann endlich in den Besitz des Sprays. Meine Eltern haben es dann schon geschafft, das Wunderzeug in einem Waffenladen in Darmstadt zu ergattern. Ich Pazifist würde sowas ja niemals kaufen, aber meine Eltern sind in der Beziehung halt eiskalt. Im Endeffekt habe ich es ja nun nicht selbst gekauft, aber ich kann von meinen Kauf-Versuchen hier unten berichten, dass man wirklich von den Menschen geächtet wird. Als ich im Geschäft danach gefragt habe, waren die Leute wirklich entsetzt (und hätten wohl am liebsten die Bullen gerufen), dass jemand auch nur auf die Idee kommen könnte, einen Hund mit Pfeffer-Spray zu malträtieren. Aber gut...

Das Zeug dass ich da jetzt habe, nennt sich übrigens „Red Pepper Spray“ und sieht wie folgt aus:

Auf der Packung lässt sich folgendes ablesen:

„Diese Reizstoffsprühgeräte enthalten den natürlichen Wirkstoff OC (Oleoresin Capsicum). Sie dürfen in der BRD von Privatpersonen nur zur Tierabwehr eingesetzt werden (Tierabwehrspray). Bei diesem Verwendungszweck unterliegen sie nicht dem deutschen Waffengesetz und dessen Prüfvorschriften.“ Bedeutet das, dass ich sie zwar nicht in Deutschland, aber in der Schweiz sehr wohl auch gegen Menschen einsetzen kann? Ich denke mal JA und ich dulde keine Art von anderweitigen Belehrungen in den Kommentaren.

Nun, in Zukunft werde ich also meine Läufe mit dieser kleinen, gelben Patrone laufen. Zusätzlich nehme ich aber auch noch das hier mit, schließlich sollte man es immer erstmal im Guten probieren:

Ach ja, nochmals zu betonen für alle, die mich immer noch für einen Unmensch halten. Ich benutze das Spray hoffentlich nie und WENN, DANN nur zur Notwehr, also wenn mich ein aggressiver Wauzi wirklich anfallen und/oder beißen sollte.

Wer oben fleißig aufgepasst hat, hat festgestellt, dass meine Eltern das Zeug gekauft haben. Ich weiß nicht, ob sie evtl. noch ne Rechnung schicken; denn andernfalls könnte ich das Ding wohl unter „Geschenk“ einordnen. Cool, wer hat eigentlich sonst schon mal von seinen Eltern Waffen geschenkt bekommen? Ja-ha, dacht ich mir doch! Wie auch immer: das bisher all mein vorgestelltes Ausrüstungsgut Geschenke sind, ist mittlerweile wirklich auffällig und schlimmerweise zieht sich das wie ein roter Faden durch mein komplettes Zeug. Auch die nächsten Equipment-Sachen sind Geschenke, aber was soll man machen? Ablehnen ist ja auch unhöflich, ne?

Morgen passiert kein Sport – dafür (ENDLICH!!!) die letzte Einheit „E-Technik“. Am Dienstag ist dann wieder ABB-Kicken an der Reihe. Mittwoch kommt dann Tobi, was die Chancen auf Sport in den darauf folgenden Tagen auch nicht gerade vergrößert! Aber das sehen wir dann!

Ach ja, fast hätt ichs vergessen: Shalalalalalalalala, Jones du H****sohn, H****sohn, JONES DU H****SO-HOHN!!! Noch 29 Tage bis zum Vorrundenaus, Deutschland!!!

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