Sonntag, 17. August 2008

Schwimmen und so...

Zunächst mal ein kurzer Nachtrag zu meinem gestrigen Lauf. Denn wie es aussieht, ist die ganze Sache vielleicht doch nicht so problemlos gelaufen, wie ich zunächst dachte. Mir ist nämlich ein ziemlicher Fauxpas unterlaufen. Als ich gestern Abend noch die Schuhe „zum trocken aufhing“ und dafür meine Einlagen rausnahm, musste ich feststellen, dass das Standard-Fussbett aus dem Hause „Brooks“ noch im Schuh war. Ich hatte also meine Einlagen über die Standard-Einlagen gelegt und war damit gelaufen. Das ist so natürlich nicht der Plan. Zwar könnte man notfalls drüber nachdenken, ob ich das einfach immer mache, aber wie ich gestern erwähnte, fand ich die Schuhe nicht so 100%ig bequem; ich denke mal das dürfte der Grund dafür gewesen sein. Jetzt könnte man das zwar auch positiv sehen (könnte ja ein Grund für die schlechte Zeit und den schlechten Puls sein), aber als ich die Schuhe heute auf dem Weg zum Schwimmbad nur mit meinen Einlagen trug, merkte ich direkt, dass die Dinger direkt an den gereizten Blasenstellen rieb. Ich fürchte, ich laufe mir mit denen doch Blasen. Aber das werde ich morgen bei meinem nächsten Lauf erfahren...

Das Schwimmen war eigentlich nicht so aufregend. Eigentlich geht so ne RECOMP-Einheit mindestens eine Stunde, aber darauf hatte ich dann doch keinen Bock. Also beschloss ich einfach einen Kilometer ernsthaft zu schwimmen und dann noch 1-2 Bahnen locker rumzuplantschen. So tat ich es dann auch, was alles in allem etwa 40 Minuten dauerte. Und damit war mein Sportprogramm für heute auch schon wieder beendet!

Wenn es aber schon sportlich nicht viel zu berichten gibt, kann ich mich ja mal zu ein paar andere Sachen äussern, die mir auf dem Herzen liegen:

1. Zukunft:

Zwar hat sich an meinem Entschluss, die ABB und die Schweiz zu verlassen, nichts geändert, am Zeitpunkt aber wohl schon. Ich habe, nach den erfolgreicheren letzten Tagen, nun doch beschlossen, den Marathon in meiner Prioritätenliste wieder vor die Jobsuche zu schieben. Wenn ich beides könnte, würde ich es tun, aber ich habe weder die Zeit, meine Unterlagen vorzubereiten, noch hätte ich die Zeit für Vorstellungsgespräche etc… Neuer Plan ist also, die Jobsuche nach meinem Marathon (26. Oktober) zu intensivieren. Mal davon ausgehend, dass ich frühestens im November einen Job finde, bedeutet das (bei meiner Kündigungsfrist von 3 Monaten), dass ich frühestens ab 1. März 2009 wieder in Deutschland in Lohn und Brot stehe.

2. Andrea Ypsilanti

Was für eine dumme, dreist lügende F..... Es ist echt nicht zu fassen, was die sich erlaubt. So konsequent und kaltblütig dürfte bisher wohl noch niemand einen Wahlbetrug lanciert, bzw. ein Wahlversprechen gebrochen haben. Aus dieser Partei auszutreten war neben der Marathon-Anmeldung (*hüstel*) die beste Aktion, die ich dieses Jahr gebracht habe!!!

3. Olympia:

Dieses Wochenende habe ich erstmals ein wenig Olympia geschaut und ich muss sagen, dass ich den ziemlichen Hass hab. Kann doch nicht wahr sein, dass diese dopingkonsumierenden, menschenrechtsverletzenden Kommunisten-Schlitzköpfe den Medaillenspiegel gewinnen. Wie der Markus schon sagte: es ist einfach nur entsetzlich, wie diese kommunistischen Unterdrücker-Regime auf diesen Prestige-Effekt bauen. Ich habe nun ein paar Live-Berichte gesehen. Am Freitag sah ich noch ein paar Minuten Frauenfussball (das gibt nen separaten Punkt), Samstags vor meinem 15KM-Lauf kam dann Tischtennis und Handball. War echt sauspannend, aber wenn ich auch nur an die Chinesen im Medaillenspiegel denke, vergeht mir direkt wieder die Lust daran. ALLES GEDOPT!!! Im Übrigen habe ich auch festgestellt, dass ich NIEMALS an einem Turnier wie Olympia teilnehmen könnte. Von der Talentlosigkeit mal abgesehen, vor allem auch von meinen „social skills“. Ey, wenn ich gestern Timo Boll gewesen wäre, hätte ich dem komischen Japsen gegenüber original bei jedem von dessen dämlichen Punktgewinnen (inkl. Jubel) mal volles Pfund meinen Schläger in die Fresse gedonnert. Das hat echt saumässig genervt! Aber egal: der Timo hat ja gewonnen...

4. Frauenfussball

So, Frauenfussball. Also ich lege mich jetzt mal fest: das geht wirklich ÜBERHAUPTNICHT. Der nächste der behauptet, Frauenfussball wäre technisch, taktisch und in punkto FairPlay so sauber und deshalb so angenehm anzusehen, der FÄNGT SE!!! Das ist wirklich das allerletzte. Ich habe wirklich nur die zweite Hälfte der Verlängerung von Deutschland-Schweden gesehen und ich habe NOCH NIE in meinem Leben schlechteren Fussball gesehen. Das ist wirklich so was von erbärmlich. Auf Geschichten wie Schusstechnik und Spielübersicht wird offensichtlich ebenso wenig Wert gelegt wie auf einfachste taktische Dinge wie z.B. einen Konter vernünftig zu fahren. Baseball z.B. heisst bei Frauen nicht Baseball, sondern Softball. Vielleicht könnte man das für Frauen“fussball“ auch machen, damit der Begriff „Fussball“ nicht weiter verschandelt wird!

5. echter Fussball

Tja nun, der gestrige Bundesligatag war dann doch nicht so toll, wie es erstmal aussah. Der FC hat sein Spiel doch noch verloren. Und zu allem Übel teilen sich Hoppenheim und die arbeitslosen Bergarbeiter gemeinsam Platz 1 in der Liga. So war das dann eigentlich nicht geplant. Da kann ich ja nur hoffen, dass heute Abend auf die glorreiche SGE Verlass ist; in knapp 40 Minuten geht es los. Edlichendlichendlich hat das Warten ein Ende. Aber wie eigentlich des Öfteren habe ich mal wieder so ein richtig beschissenes Gefühl. Irgendwie glaub ich, dass da heute Abend nichts geht! Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren!

Tja nun, das war es von meiner Seite. Morgen Abend möchte ich gerne 12 Kilometer laufen; wieder mit den neuen Schuhen, aber diesmal „nur“ mit meinen orthopädischen Einlagen. Ich bin jetzt schon nervös und habe irgendwie kein gutes Gefühl...

Samstag, 16. August 2008

Premiere - 15 Kilometer

Premiere, Premiere, Premiere; Zack, Zack, Zack. 3 Premieren innerhalb von nichtmal einer Woche. Das lässt (meiner Meinung nach) die Leistung von z.B. Michael Phelps schon etwas spärlich erscheinen. Ernst beiseite; die Premieren zeigen: im Moment läuft es wirklich (wortwörtlich). A propos Premiere: ziehe mir grade die erste Konferenz der Saison 2008/2009 rein und bin froh, dass die sinnlose Sommerpause endlich vorbei ist. Der FC führt übrigens mit 0:1 beim FC Volkswagen – RESPEKT! Da kann ich ja nur froh sein, dass ich schon Karten für das Spiel nächste Woche hab: sonst würde wahrscheinlich noch ein Spitzenspiel-Zuschlag genommen werden! Noch viel erfreulicher aber: Jones (du Hurensohn) hat einen Tritt auf seine Glasknochen bekommen und musste verletzt raus. Ach herrlich, morgen noch ein Sieg gegen die türkische Hauptstadt und es kann von einem rundum erfolgreichen Saisonauftakt gesprochen werden!

Ach ja richtig, das ist ein Laufblog – kein Fussballblog. Heute lief ich also meine bisher weiteste Distanz: 15 Kilometer. Und grundsätzlich war die Leistung eigentlich relativ in Ordnung, auch wenn es noch an einigem gehapert hat. So lief ich ziemlich langsam, während ich mit meinem schlechtesten Allzeit-Puls kämpfen musste. War schon seltsam, nach etwa 500 Metern war der bei 169, und wollte auch nicht mehr runter – ganz im Gegenteil. Selbst zusätzliche Temporverringerungen konnten da nichts ausmachen. Allerdings habe ich auch schon diverse Erklärungen dafür parat. Meine Beine waren von vorgestern definitiv nicht ganz regeneriert. Zudem war es halt mal wieder ein Vormittagslauf kurz nach dem Aufstehen. Aus dem Bett bin ich so gegen halb Elf, losgelaufen etwa gegen 11.15 Uhr. Dazwischen habe ich ein bisschen Olympia geguckt: Handball und Tischtennis. Oh Mann, war das spannende. Schon da hatte ich nen Puls weit über 100. Gefrühstückt hatte ich nicht, damit lag meine letzte Mahlzeit circa 18 Stunden zurück. Könnte auch ein Grund für die schlechte Leistung gewesen sein, da ich förmlich merkte, wie mir die Kraft ausging. Unterm Strich kann man sagen: ohne Energien und ohne vollständig wachen Kreislauf geht nicht wirklich viel. Das sind definitiv zwei Punkte, die ich DRINGEND trainieren muss.

Klar ist aber auch, dass ich nicht kurz vor einem Lauf frühstücken kann. Aber im Nachhinein hätte ich vielleicht mal vorher einen Power-Riegel essen sollen. Zumal das Konsumieren dieser Power-Riegel und Power-Gels ebenfalls explizit trainiert werden muss. Wenns schlecht läuft, nimmt der Körper (Magen und Darm) die Dinger nicht gleich an. Naja, wie auch immer: das nächste Mal bin ich schlauer. Auch flüssigkeitstechnisch sehe ich Verbesserungsbedarf. Hatte eine Flask Wasser von meinem Laufgürtel dabei, aber das war zu wenig. Hatte die ganze Zeit über totalen Durst.

Die Facts zum Lauf lauten wie folgt: Distanz 15 Kilometer, Zeit: 1:40 Stunden, durchschnittlicher Puls 171 (!!!), höchster Puls 182.

Der Puls ist halt wirklich der negative Hammer. 171 sind einfach mal über 85% meines HFmax, eigentlich hätte ich den Lauf nur in 70% absolvieren sollen. Das wären zwar unmögliche 140 gewesen; aber ich hätte mir zumindest einen Puls von kleiner 160 gewünscht!

Nicht zu vergessen aber: es gibt nicht nur Grund zum Ärger. Ich habe einen 15 Kilometer-Lauf absolviert, ohne dass dabei grössere Probleme aufgetreten sind. Klar, die letzten 1-2 Kilometer bin absolut auf dem Zahnfleisch gelaufen. Das war echt eine Qual. Aber immerhin habe ich durchgehalten. Zudem habe ich mir mit meinen neuen Laufschuhen KEINE Blase gelaufen. Zwar ist meiner Problemstelle etwas gereizt, aber ich habe mich ja auch nicht an die Empfehlung des Verkäufers gehalten und bin eben nicht mit 5 Kilometern eingestiegen, sondern mit 15. Normalerweise sollte sich an der Stelle ja ein bisschen Hornhaut bilden. Dann würde sich das Problem wohl auch erledigen, bzw. verbessern. Mit der Stütze des Schuhs war ich absolut zufrieden, habe soweit keine überdurchschnittlichen Beschwerden in meinen Füssen. In Sachen Bequemlichkeit und Passform haben die Schuhe und ich aber noch nicht 100%ig zu uns gefunden, was aber nicht an der Länge lag. Da teile ich seit heute die Meinung des City-Sport-Verkäufers, dass ich die vertrage. Anyway, auch wenn ich die Brooks noch nicht vollends in mein Herz geschlossen habe (sozusagen von „Addiction“ noch nicht viel zu spüren ist), so war der Anfang doch einigermassen zufriedenstellend!

Tja nun: jetzt bin ich erstmal nur glücklich, dass ich den Lauf hinter mich gebracht habe und dass meine Haut und meine Knochen mitgemacht haben. Ich sprühe regelrecht Glückshormone aus denn vor allem freue ich mich, auf die nun folgenden 1,5 (quasi-) trainingsfreien Tage. Morgen will ich dann die am Freitag ausgefallene RECOMP machen; also etwa 60 Minuten schwimmen gehen! Den nächsten Lauf möchte ich gerne am Montag machen (vielleicht auch am Dienstag), dann aber erstmal wieder nur 12 Kilometer!

Freitag, 15. August 2008

Nächster Laufschuhversuch - Equipment VII

So, schwimmen war ich heute nicht, hauptsächlich wetterbedingt. Hier hat es heute einfach den ganzen Tag geregnet. Nun sollte man meinen, das sei nicht allzu schlimm, wenn man sowieso schwimmen gehen will. Aber das Wetter war mir selbst zu übel um auch nur vom Parkplatz zum Schwimmbad zu laufen, daher ließ ich es sein. Im Großen und Ganzen wohl auch keine ganz schlechte Entscheidung, denn ich merke wie absolut müde ich bin. Dieser heutige Ruhetag wird mir gut tun, und er verbessert die Aussicht auf die morgigen 15 Kilometer erheblich!

Trotz fehlender sportlicher Leistungen finde ich heute aber wieder ein Thema für den Blog; nämlich meine neuesten Laufschuhe. Gestern nach der Arbeit fuhr ich nach Lörrach, um mir dort endlich ein Paar zuzulegen, dass ich blasenfrei und bequem nutzen kann.

Von Thomas wurde mir dort das Lauffachgeschäft „City-Sport“ empfohlen; und das völlig zu Recht. Ein absolut überragendes Geschäft, mit hochkompetenter Beratung und einmaligem Service. Mein gestriger Verkäufer ist selbst Marathonläufer, was schon allein zu einer erheblichen Vertrauensvergrößerung führt. Eigentlich war ich mit der festen Absicht gekommen, auf JEDEN Fall Schuhe von New Balance zu kaufen. Sind ja schließlich die einzigen, mit denen ich blasenfrei laufe. Letztendlich sollte es dann aber doch anders kommen. Der Verkäufer empfahl mir AUFS HEFTIGSTE ein Paar „Brooks“ – keine Ahnung was das für ein Hersteller ist, habe ich gestern erstmals gehört. Nachdem ich ein paar verschieden Paare anhatte, empfahl er mir die Wahl zwischen einem aus dem Hause „Asics“ und eben dem von Brooks. Da ich mit Asics mit meinen letzten Schuhe schlechte Erfahrung gemacht hatte, nahm ich nun diese und bin sehr gespannt auf meinen ersten Lauf.

Die Bezeichnung des Schuhs ist übrigens „ADDICTION“, was englisch ist und soviel heißt wie Sucht, Hingabe oder Abhängigkeit. Na, da kann ich ja nur hoffen, dass in dem Fall der Name Programm ist:

Der Schuh ist extrem groß (lang), was mich schon ein bisschen irritiert. Allerdings hat der Verkäufer gesagt, dass ich das schon gut vertragen könnte. Ich habe nun zwar mehr als eine Daumenbreite Platz vorne im Schuh, aber ich muss es jetzt wohl einfach mal probieren. Meine Einlagen haben nun im Schuh ebenfalls 1-2 Zentimeter Spiel, durch den Druck beim Auftreten und Abrollen, dürften die sich aber eigentlich nicht bewegen. Peinlicherweise sehen die Schuhe an meinen Füßen echt aus wie Titanic-Rettungsboote. Sind halt schon einfach SEHR groß, aber morgen weiß ich mehr. Dann kann ich immer noch rummeckern…

Im Übrigen lief ich (nur zum ersten Eindruck für den Verkäufer) auch mal kurz meine alten New Balance. Und zu meinem Erstaunen sagte er, dass der Schuh meine Überpronation absolut ausreichen stützt. Das war eine gute Nachricht, da sie bedeutet, dass ich den Schuh notfalls auch mal zwischendurch laufen kann. Einzig die mittlerweile abgenutzt Dämpfung ist ein größeres Problem.

Ganz nebenbei ist mir auch noch was ziemlich peinliches passiert. Eigentlich dürfte ich es gar nicht erzählen, aber gut… Ich habe dem Verkäufer ziemlich ausgiebig erklärt, warum ich welche Schuhe gerne hätte, welche mir an der Ferse zu weit sind, oder vorne zu eng, welche meiner Meinung nach zu viel oder zu wenig stützen etc… Man könnte also meinen, dass ich zumindest ein wenig Ahnung hätte von Laufschuhen. Als ich bezüglich meiner neuen Riesenschlappen zum Anfang hin erwähnte, dass ich in denen zu viel Spiel an der Ferse hätte, sagte der Kollege nur: „Ja, kannste ja dann alles über die Schnürsenkel regeln; einfach in die allerletzte Öse ziehen“. Nach einem kurzen Blick auf den Schuh sah ich die hinterste Öse, die praktisch schon seitlich am Schuh verlief. Total überrascht und begeistert wäre mir beinahe ein „poch, was es heutzutage nicht alles gibt“ über die Lippen gerutscht. Gut so Matze, dass du DEIN MAUL gehalten hast. Denn wie ich mittlerweile feststellen musste, hat diese Öse original JEDER Laufschuh. Selbst meine 4 alten/aktuellen Paare haben alle diese Öse – ich habe sie einfach noch nie gesehen. Fuck, ist das peinlich. Der Typ hätte mich ja einfach mal nur für komplett bescheuert gehalten, wenn ich dazu was gesagt hätte. Positiver Nebeneffekt dieser Löcher: vielleicht lösen die bereits das Blasenproblem bei meinen bestehenden Schuhen.

Als wäre der Tag nicht mit den neuen Laufschuhen, den Anti-Blasen-Socken und der Erkenntnis der Bonus-Öse schon gut genug gewesen, kam dann noch der Oberhammer. Nachdem ich ihm erzählte, dass meine Asics ein totaler, blasenbildender Fehleinkauf waren (ich aber leider die 14-Tage-Rückgabefrist verpasst hatte), bot er mir an, die Schuhe einzuschicken und vom Hersteller eine Gutschrift einzufordern. Ich willigte natürlich ein und wenn’s gut läuft bekomme ich die Kohle für das Drecksding wieder. Diese würde ich dann natürlich bei City-Sport in ein zweites Paar vernünftige Schuhe investieren. Aber ein Schritt vor dem anderen; jetzt müssen erstmal die Brooks was taugen. Morgen haben sie ihre erste Bewährungsprobe, Lauf über 15 Kilometer. Um schon mal eine mögliche Wettkampfkombination einzustudieren werde ich dazu morgen auch meine Kompressionsstrümpfe tragen. Oh Mann, wenn das klappt wäre das der absolute Durchbruch. Ich drücke jetzt schon die Daumen wie Sau…

Mr. City-Sport hat zwar gesagt, ich solle die Schuhe behutsam an meine Füße heranführen (mal nur 2 Stunden privat tragen, dann nen Tag lang tragen, dann mal 5 Kilometer laufen, etc…) aber ich bin viel zu gespannt auf die Dinger als dass ich morgen nur 5 Kilometer laufen könnte. Allerdings halte ich mir die Option offen, den morgigen Lauf je nach Fußverhalten auf 10 Kilometer zu reduzieren!

So, ich knall echt gleich mitm Kopf aufn Tisch. Bin sowas von müde – unfassbar. Gehe jetzt auch direkt ins Bett pennen. Wobei halt, bei näherer Überlegung werde ich wohl mal meinen Fernseher ins Schlafzimmer hiefen und mir dann reinziehen wie Bauern und HIV die Saison entweihen. Die zweite Liga ließ sich heute schon mal sehr unterhaltsam an. Abgesehen davon, dass die Scheiß Holländer gleich erster Tabellenführer sind…

Noch ein kleiner Ausblick auf den nächsten Lauf: die Bedingungen morgen sollen fantastisch sein. Den ganzen Tag über liegen die Temperaturen zwischen 11 und 20 Grad Celsius; die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 0-40%. Ich würde mal sagen: ES IST ANGERICHTET!!!

Donnerstag, 14. August 2008

Premiere - Intervalltraining

Jaja kann man mal sehen: es hat bei mir derzeit ne ganze Menge Premieren. Heute stand erstmals ein Intervalltraining auf dem Plan, und das hatte es wortwörtlich in sich. Überhaupt war heute ein extrem ereignisreicher Tag. Ich habe neue Laufschuhe, neue Anti-Blasen-Laufsocken, einige neue Erkenntnisse und so weiter und so fort. Aber da ich morgen sowieso nur schwimmen gehe und entsprechend nicht allzu viel zu erzählen haben werde, berichte ich davon einfach morgen und gehe heute mal nur auf das Intervalltraining ein.

Den Sinn (Superkompensationseffekt & Wettkampfhärte) hatte ich ja schon mal erläutert, ebenso die praktische Vorgehensweise (Mischung aus sehr schnell & sehr langsam). Das ist natürlich alles Theorie, umso erfreulicher, dass ich heute mal zur Praxis gefunden habe. Es standen 7 x 400m – Intervalle auf dem Plan. Also immer 400m schnell, und dann 400m langsam, bis der Puls auf ein gewisses Maß sinkt. Davon 7 Durchgänge.

Das schwierigste war eigentlich, eine vernünftige 400m-Bahn zu finden. In Seeheim wär ich einfach ins Christian-Stock-Stadion gegangen – FERTIG AUS. Aber ich bin nun mal nicht in Seeheim und hier unten gibt es keine öffentlichen Stadien. Die einzige 400m-Tartan-Bahn, die ich hier kenne gehört dem FC Brugg und ist (ganz im Stile vom Berliner Olympiastadion) in blau gehalten:

Anyway, da ein Zaun aussen rum ist, kommt man wohl nur als FCB-Mitglied rein. Das macht für mich aber keinen Sinn, so ne Bahn brauche ich ja maximal 2-3 Mal. Als ich meine Kollegen nach einer öffentlich zugänglichen 400m-Bahn fragte, war die einstimmige Antwort: FINNENBAHN.

Jetzt stellt Ihr Euch vermutlich die Frage: was ist eine Finnenbahn? Nun, das tu ich ebenfalls, denn ich habe keine Ahnung. Mein Chef erklärte mir das als eine 400m-Bahn (vergleichbar mit einer normalen Tartanbahn), die aus einem ganz speziellen, knochen- und gelenkschonenden Material ist und irgendwo in der Pampa gebaut wird, damit alle Leute dort gesund laufen können. Aus was das Material aber ist, konnte er nicht erklären. Sobald man konkret werden muss, tun sich Schweizer extrem schwer; das kann man wirklich pauschal sagen. Hier ist einfach alles nur „speziell“. Zurück zur Finnenbahn: habe mir mal bei „Google Pics“ ein paar Bilder angeschaut. Das Material sieht aus, wie ne Mischung aus Sägespähnen und Rindenmulch. Hier mal ein neutrales Bild, aber da gibt’s auch echt ganz arg peinliche Bilder mit ganz arg peinlichen Leuten...

Naja, jedenfalls habe ich mich hier dann auf die Suche nach ner Finnenbahn gemacht. Gemäss Internet sollte es auch im Brugger Wald eine geben. Daher machte ich mich nach den Simpsons auf den Weg nach Brugg und auf eine endlose Suche nach diesem verdammten Ding. Gemäß Internet sollte da (wo auch immer) eine Finnenbahn UND ein Vita Parcours (die schweizer Antwort auf das, was wir einen Trimm-Dich-Pfad nennen) sein. Ich wurde von Passanten nach Nord und Süd, nach West und nach Ost geschickt, bis ich später zur Erkenntnis kommen musste, dass einige Leute wohl die Begriffe Finennbahn und Vita Parcours als Synonyme verwenden. Anyway, ich gab die Suche nach dieser exakt abgesteckten 400m-Strecke auf und beschloss, mir selbst eine 400m-Strecke auszumessen. Da ich aber nun schon mal am Vita Parcours war, lief ich dort eine Runde zum Aufwärmen, allerdings ohne die Übungen an den Stationen durchzuführen. Nach ungefähr 100 Meter laufen, stolperte ich allerdings über ne asoziale Wurzel und flog erstmal gepflegt SOWAS von auf die Fresse. Mannmannmann, war ich froh, dass das keiner gesehen hat – OBERPEINLICH. Aber innerhalb von ner Millisekunde hatte ich mich auch schon wieder aufgerappelt und war wieder unterwegs. War aber dank der ganzen Wurzeln eher ein Hindernislauf und mir persönlich war die Verletzungsgefahr viel zu hoch, als dass ich das nochmal machen würde. Geil, und sowas nennt sich dann „Vita Parcours“…

Als ich die Runde durch hatte, checkte ich meinen Fitness-Zustand am Vita-Parcours-Aushang. Ausgezeichnet = 14 Minuten, Gut = 16 Minuten, Befriedigend = 18 Minuten. Das waren die angegebenen Zeiten OHNE ÜBUNGEN. Ich checkte meine Uhr und konnte 10:19 Minuten vorweisen. Also entweder ich bin versehentlich nen Umweg gelaufen, oder aber die Tafel nimmt Wachkomapatienten als Referenz. Ganz, ganz seltsam…

Nun war ich bereit für meine Intervalle und lief (nach bestem Wissen und Gewissen) eine 400 Meter lange Strecke ab. Obs wirklich 400 waren, werde ich am Sonntag mal mitm Fahrrad ausmessen. Bin gespannt. Die Strecke war leider nicht ganz eben. Daher beschloss ich, die schnellen Sektionen bergauf zu machen, und die Pulsberuhigung bergab. Andersrum wäre es denke ich etwas witzlos gewesen.

Alter Schwede, das hat aber mal gebrannt!!! Schon nach den ersten 400 Metern war ich ziemlich fertig, nach dem zweiten Durchlauf war ich ziemlich im Arsch und ab der dritten komplett alle. Nach dem ersten Sprint noch nen Puls von 171, der sich nach der Beruhigungs-Sequenz auf 157 senkte. Das wurde aber beides immer höher. Später hatte ich am Ende des schnellen Laufs nen Puls von 187, der sich auch nach dem langsamen Teil nicht mehr unter 169 senken ließ. Zum Ende hin senkten sich dann aber auch beide Geschwindigkeiten. Schnell ging einfach immer schwieriger und beim langsamen Teil machte ich wirklich SO LANGSAM ICH NUR IRGENDWIE KONNTE. Klassisches Zeitspiel halt…

In der letzten Sprint-Runde gab ich nochmal alles, wobei mir dann auch etwas schwindlig und dunkel vor Augen wurde. Ein eindeutiges Zeichen, dass ich genug für heute hatte. Fazit: Intervalltraining ist echt asozial. Das einzig positive an den Abschnitten mit höherem Tempo ist wirklich nur, dass sie schneller vorbeigehen als die langsamen :-)

Wettkampfhärte gibt das sicherlich, da würde ich drauf wetten. Auch wenn es kurzfristig erstmal nur Schmerzen verursacht. Allerdings jetzt, etwas 1,5 Stunden nach dem Lauf, geht es mir eigentlich wieder richtig gut und ich bin sogar ein kleines bisschen stolz auf mich. Ja, tschuldigung… Trotzdem bin ich froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Gute Nachricht noch zum Schluss. Die Schuhe haben mitgemacht, keine Blasen. Allerdings bin ich jetzt auch mit Anti-Blasen-Socken und Blasenpflastern gelaufen. Kann ja auch nicht der Standard sein! Laufdaten: Zeit (für etwa 14 x 400 = 5600 Meter war 30:31 Minuten, durchschnittlicher Puls lag bei 171, maximaler Puls bei 187.

Morgen zur Entspannung 60 Minuten Schwimmen. Da freue ich mich wirklich drauf, denn ich brauche mal ne kleine Erholung! Morgen berichte ich dann auch über meine heutige Einkaufssession. Jetzt muss ich mal was zu Abend essen – 22.15 Uhr, typische Zeit dafür!

Mittwoch, 13. August 2008

Premiere - 12 Kilometer

Wie schrieb ich doch einst an einem erfolgreichen BWIN-Tag per SMS an Markus: Flutschflutschflutsch!!! Ja, so ist es. Im Moment läuft es echt überraschend gut. Das einzige Problem ist eigentlich die lange Pause zwischen meinem letzten Lauf am Freitag und dem heutigen. Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren.

Oftmals angekündigt, heute endlich durchgeführt: mein erster Lauf, der länger als 10 Kilometer war. Ich verlängerte meine Route um einen Kilometer, sodass ich mit Hin- und Rückweg auf 12 Kilometer kam. Zugegeben: ich weiß nicht ob es wirklich 12 Kilometer waren; könnten auch 11,5 oder 12,5 gewesen sein. Ist aber eigentlich ziemlich egal.

Zu meiner großen Verwunderung war die Zeit relativ passabel; 1:25 Stunden. Nicht der Knaller, aber definitiv auch nicht schlecht, zumal mein Puls auf einem absoluten Rekordtief war. Im Durchschnitt lag er bei 155, der Höchstwert war kurzzeitig bei 165. Wenn ich mir überlege, dass ich vor einigen Wochen noch 1:25 Stunden für die 10 Kilometer gebraucht habe; bei deutlich höherem Puls. Das ist echt nicht auszudenken... Der Grund für die solide Leistung waren wiederum optimale Bedingungen, knapp 20 Grad Celsius. Dazu war es sonnig und leicht windig; einfach nur hochangenehm.

Zwar sollte ich mich nach 12 Kilometern nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich lasse mich heute trotzdem schon mal zu einer Prognose hinreißen: an konditionellen Hürden wird mein Marathon definitiv nicht scheitern – HUNDERTPRO! Der Lauf heute lief sowas von glatt – auch wenn ich im Vergleich zu Freitag meinen Rhythmus eher selten gefunden habe. Ist immer noch eine übertriebene Konzentrationssache. Aber anyway: ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich die ganzen 12 Kilometer über (lufttechnisch) geradezu vor Kraft gestrotzt habe. Und ich glaube, ich hätte ewig laufen können, WIRKLICH EWIG.

Wenn ich mir um etwas Sorgen mache, dann sind das meine Gelenke und Knochen. Meine Knie haben sich den ganzen Lauf über komisch angefühlt; sie haben nicht geschmerzt, aber eben auch nicht so ganz happy gewirkt. Zudem habe ich seit ich zurück bin Probleme mit meinem linken Fuß. Da habe ich wirklich Schmerzen; ebenso wie nach meinem Lauf am Freitag. Die Gründe dafür könnten aber sehr unterschiedlich sein. Ich hoffe es liegt an den Schuhen; wie erwähnt meine alten New Balance, die natürlich seit dem Kauf (2004) kaum noch Dämpfung haben. Das könnte eigentlich schon so ziemlich alles bei Knien und Füßen erklären. Zudem wäre es möglich, dass sich mein Körper erst an meine neue Lauftechnik (die erheblich anstrengender ist für Knie und Füße) gewöhnen muss. Die dritte (und worst case) Variante wäre, dass die Lauftechnik doch noch nicht ganz richtig ist und ich Knie und Füße falsch belaste. Möglichkeit 4 wäre, dass meine Füße nicht für 10 Kilometer-Läufe ausgelegt sind, aber das ist Blödsinn, darum denke ich auch gar nicht weiter drüber nach!

Und als wären die Schmerzen im Fuß und das unangenehme Gefühl der Unsicherheit nicht schon schlimm genug, hat heute auch noch Schalke sein CL-Quali-Spiel gewonnen. Das ist echt einfach nur traurig.

So, wie sehen die nächsten Tage aus. Morgen werde ich wohl schon um 15 Uhr Feierabend machen und nach Lörrach düsen, um mir (hoffentlich) letztmals neue Schuhe zu kaufen. New Balance logischerweise. Morgen bietet sich bestens an, da ich nach meinem heutigen Lauf morgen sowieso keine große Distanz runterreißen könnte. Ich werde aber nach erfolgtem Einkauf erstmals ein Intervalltraining machen. Ich habe mir dafür die 7 x 400m-Intervalle ausgesucht. Also 400m Vollstoff, dann 400m Pulsberuhigung – und das ganze dann sieben Mal. Das wären 5600 Meter; inklusive warmlaufen sollten das nicht mehr als 7 Kilometer werden. Welche Schuhe ich nehme, weiß ich noch nicht. Bestimmt nicht meine alten New Balance; die sind für schnelle Läufe einfach zu klein, bzw. unbequem. Ob ich die neuen nehme, weiß ich aber auch noch nicht. Die würde ich gerne mit einem langsamen, langen Lauf an meine Füße heranführen. Vielleicht fällt die Wahl also auf meine Asics – mit Blasenpflaster dürfte das eigentlich kein Problem sein. Ich werde es morgen erleben! Am Freitag mache ich eine Stunde RECOMP im Schwimmbad, bevor ich dann am Samstag einen 15km-Lauf anstrebe. Sonntag wird zum Ruhetag; so verschwenderisch es mir auch erscheint, einen Ruhetag ausgerechnet auf nen Sonntag zu legen!

Ja nun, wenn ich morgen um 15 Uhr abziehen will, sollte ich besser gegen 7 Uhr auflaufen. Ergo: ich muss jetzt mal pennen. Bis morgen!

Dienstag, 12. August 2008

... das war wohl niX

Es gibt Momente, in denen ich einfach die Fresse halten sollte. Einer davon wäre zum Beispiel am Samstag gewesen, als ich mitten während einer Rede auf der Hochzeit einen Blick auf meine Handy wagte und mir ein (zumindest an unserem Tisch) unüberhörbares „YES!!! Zweinull!!!“ rausplatze. Ein anderer war gestern, als ich geblogt und gross prophezeit hatte, heute laufen zu gehen. Satz mit X? Genau...

Da ich schon früh im Büro auflief, plante ich um 16 Uhr zu gehen und dann einen 12-Kilometer-Lauf zu absolvieren. Daraus wurde aber nichts. Im Büro war ich bis 18.15 Uhr und ausserdem hat es in Strömen geregnet. Ins Fitnessstudio wollte ich aber auch nicht mehr, da ich vom Tag ziemlich ausgelaugt und vor allem ziemlich angepisst war. Ist wieder mal nicht allzu viel gut gelaufen heute. Tausend Sachen auf einmal und eine wichtiger als die andere. Dazu die SOX-Revision im Haus und eine Deadline für die Vorbereitung einer Business Review die morgen abläuft und die ich heute eigentlich schon einhalten wollte – PUSTEKUCHEN. Naja, nach morgen dürfte es dann aber wieder etwas ruhiger werden. Daher könnte ich ja jetzt eigentlich behaupten, dass ich morgen Laufen gehe, allerdings kann ich das nicht versprechen, sondern nur „Absichten“ durchspielen. Diese sehen folgendermaßen aus:

Option 1: ich gehe (bei gutem Wetter) nach der Arbeit Heim und laufe die 12 Kilometer in Riniken

Option 2: ich gehe (bei schlechtem Wetter) nach der Arbeit ins ABB-Fitness und laufe die Strecke dort

Option 3: ich fahre (bei schlechtem Wetter) nach Lörrach und kaufe mir neue Laufschuhe in einem Geschäft, dass mir mein stellvertretender Zeugwart Thomas aus Basel heute empfohlen hat

Option 4: ich halte einfach mal die Fresse und mach nicht schon wieder Ansagen, die ich am Ende doch nicht halten kann!

Den heutigen Abend verbringe ich mit dem Vervollständigen meiner Waschsession, mit weiterhin bitter nötigem Aufräumen dieser Wohung und damit, eine aufkommende Erkältung zu bekämpfen. Irgendwie bahnt sich da was grippeartiges an, allerdings habe ich den Fall schon ans SEK „Neocitran“ (die schweizer Antwort auf „Gripostad“) übergeben. Da kann eigentlich nix mehr schief gehen…

Nebenher versuche ich rauszufinden, wie es bei meiner glorreichen Eintracht gegen Real steht. Ist wirklich nirgendwo rauszufinden; absolut unfassbar. Aha, und in diesem Moment der Geistesblitz. Der HR hat nen Online-Videotext. Die Eintr8 führt seit der 7. Minute durch Bellaid mit 1:0. Lol, SCHEISS MADRID: „In Europa, kennt Euch keine Sau; in Europa, kennt Euch keine Sau!!!“ Und das gegen DIE Truppe von Real: Cassilas – Sergio Ramos, Pepe, Torres, Heinze – Diarra, Guti, van der Vaart, Robben – Raul, van Nistelrooy.

Herrje, was freue ich mich auf diese Saison. Bin grade am Überlegen, ob ich am WE Heim fahre und mir den Kick gegen die Hertha angucke. Mh, überlegüberleg…Anyway, jetzt muss ich weiter aufräumen und runter zur Waschmaschine. Schliesslich fängt um 22.15 UhrDr. Psycho an; bis dahin muss ich fertig sein!

Montag, 11. August 2008

verlängertes Lauffrei-Wochenende

In einer Stunde geht mein dritter fauler Tag in Folge zu Ende. Langsam werde ich ziemlich nervös, ganz davon zu schweigen, dass ich ein ziemlich schlechtes Gewissen habe. Morgen Abend muss ich auf jeden Fall wieder rausgehen laufen. Vielleicht auch drinnen; für morgen sind Gewitter angesagt. Demfall gehe ich nach der Arbeit ins Fitnessstudio meines Arbeitgebers und versuche dort mein Glück. Seh ich dann. Inzwischen überkommt mich aber auch schon wieder leichte Skepsis mit meiner Gesundheit. Seit heute habe ich phasenweise wieder die Schmerzen wie bei der Fußentzündung vor 6 Wochen. Ich fürchte irgendwie, dass die Einlagen möglicherweise doch nicht zu einer richtigen Entlastung des Fußballens führen. Zudem hatte ich das ganze Wochenende (nach meinem Knallerlauf am Freitag) ein komisches Gefühl im Fuß. Es waren nicht wirklich Schmerzen, aber zumindest das Gefühl, dass mein Fuß falsch belastet wurde und nun ein wenig rebellierte. Nun ja, ich will den Teufel mal nicht an die Wand malen – die nächsten Tage werden schon Aufschluss geben…

Am Samstag morgen klingelte schon um 5.30 Uhr mein Wecker. Noch im halben Tiefschlaf vervollständigte ich mein Reisegepäck und machte mich auf den Weg nach Hamburg, wo meine Cousine ein Jahr nach der standesamtlichen Hochzeit nun kirchlich geheiratet hat. Nach wenig spektakulärem Flug von Zürich nach Hamburg und einer ÖPNV-Tortour durch Hamburg kam ich dann endlich an der Reeperbahn an, wo ich aufgrund meiner glänzendes Ortskenntnisse nochmal circa 30 Minuten zum Hotel brauchte. Später merkte ich, dass man es auch in 5 Minuten hätte schaffen können. Naja, das nächste mal weiß ich bescheid! Das Hotelzimmer im „Empire Riverside Hotel“ entschädigte dann doppelt für die stressige Reise. Die eine Wand hatte bodentiefe Fenster mit Blick auf den Hamburger Hafen – ALTER SCHWEDE! Das war wirklich ein absoluter Knaller. Ich hätte auch locker einfach nur das ganze WE im Zimmer bleiben und rausschauen können – es war der totale Hammer! Allerdings ging es schon nach wenigen Minuten Verschnaufpause zur Trauung, die (obgleich meine Meinung zur Kirche hinlänglich bekannt sein dürfte) ausgesprochen schön war! Der viel größere Knaller war aber die Feier danach, die direkt neben unserem Hotel ebenfalls in einer Location mit Hafenblick stattfand. Unser Hotel war bei "K", die Location bei "J".Es war der oberste Stock eines 20 Stock hohen Gebäudes. Dieser Stock war komplett verglast und mit zwei riesigen Dachterrassen ausgestattet. Da konnte man sich einfach nur sattsehen an Hamburg und vor allem am Hafen. Wie der Brautvater später auch sagte: „Mehr Hamburg geht nicht!“. Man hatte einen perfekten Blick auf den Hafen, die Landungsbrücken befanden sich direkt am Fuß des Gebäudes (kleiner Tipp: bei "L"). Es ist schwer zu sagen, ob es bei Helligkeit oder bei Dunkelheit besser war. Es war beides der totale Hammer!

Dazu gab es eine spektakulär schöne Hochzeitsfeier; wie es immer so ist hauptsächlich dank diverser kreativer Beiträge von Verwandtschaft und Freunden. Ach ja, und die Eintracht hat auch gewonnen - 3:0. Bis circa 22.30 Uhr hielt ich sogar (entgegen meines eigentlichen Vorhabens) an meiner Alkoholabstinenz fest. Dann allerdings überkam mich die Lust auf ein Hopfenhaltiges Elektrolytgetränk. Allerdings habe ich maximal 4-5 von Dingern getrunken. Habe mich also keineswegs weggeräumt! Am Sonntagmorgen stand dann noch ein gemeinsames Frühstück an, bevor ich mit Corneli & Clemens zu einer kleinen Stadttour aufbrach. Eigentlich war die Eisenbahn-Miniatur-Wunderwelt angedacht, aber 50 Minuten Wartezeit schreckten da ziemlich ab. Leider taten wir uns schwer, ein adäquates Ersatzprogramm zu finden; daher schlugen wir dann (mehr schlecht als recht) ein paar Stunden die Zeit in Hamburg (bei Hamburger Wetter) tot, bevor ich dann zum Flughafen pilgerte. Dort traf ich – Sicherheitsfanatiker wie ich bin – ungefähr 2,5 Stunden vor Abflug ein und musste feststellen wie langweilig ein Flughafen so sein kann. Immerhin machte ich bei „Nachtzug nach Lissabon“ entscheidende Fortschritte. Oh Mann, ich mach echt drei Kreuze, wenn ich das Buch endlich hinter mich gebracht habe. Mein Plan war eigentlich, nach Ankunft in Turgi noch Laufen zu gehen. Daher hatte ich auch in meinem Auto auf dem ABB-Parkplatz meine Sportsachen zurechtgelegt. Da ich allerdings schon im Flugzeug und im Zug jeweils mehrfach eingeschlafen bin, verabschiedetet ich mich von dem Plan. War auch gut so; als ich gegen 21 Uhr am Auto ankam war ich stehend KO und wollte nurnoch ins Bett.

Nachdem ich auf Samstag und auf Sonntag nur 5 Stunden geschlafen hatte, bekam ich auf heute wenigstens 7 Stunden – ich hätte aber auch noch 4-5 mehr vertragen. War immer noch total platt vom Wochenende als ich im Büro auflief. Dazu sollte heute mal so ziemlich alles schief gehen, was irgendwie schief gehen konnte. Eben ein Tag an dem man lieber im Bett geblieben wäre. Zur Krönung erfuhr ich spontan, dass morgen die Revision bei uns aufläuft. Bzw. eher gesagt bei mir; meine beiden Kollegen sind urlaubsbedingt „out of office“. Für meine Freunde von der Revision kann ich nun morgen schon um 7.00 im Büro auflaufen und wahrscheinlich den ganzen Tag für irgendwelche Dokumente durch die Firma rennen. Naja… Anyway, da ich heute noch einiges für die Revision morgen (Dienstag) vorbereiten musste, kam ich erst spät heim und kümmerte mich um meinen Waschtag. Spätestens jetzt hatte ich das Laufen gestrichen; hätte niemals geklappt. Stattdessen kümmerte ich mich um meinen vernachlässigten Haushalt; und später noch um meine vernachlässigten Freunde aus Hahn und Seeheim.

Nastja und Morris werden sich morgen dreisterweise anschauen, wie die Eintracht gegen das weiße Ballett Europas ein Ergebnis von 1960 korrigiert. Es gibt echt Tage, da verfluche ich so dermaßen, dass ich hier unten arbeite... Naja, bin auf jeden Fall KAUM neidisch. Viel eher neidisch bin ich da auf die Conny, die vorhin von ihren kleinen Engeln aus der Eberstädter Schule geschwärmt hat. Das scheinen echt 16 ganz liebe, kleine Lämmer zu sein!!!

Nach meinem morgigen Lauf werde ich dann hoffentlich auch neue Erkenntnisse über die Dringlichkeit neuer Laufschuhe haben. Ich hoffe schon, dass ich irgendwie die nächsten 11 Tage mit meinen bisherigen Schuhen überstehe. Mittlerweile habe ich nämlich herausgefunden, dass es in der Schweiz praktisch keine Schuhgeschäfte mit Laufbandanalyse gibt, ebenso wenig auf der näheren deutschen Seite (Lörrach, Freiburg…). Ich werde mir also wohl wieder bei Engelhorn in Mannheim neue Schuhe holen. Dafür will ich dieses Wochenende aber nicht unbedingt extra in die Heimat fahren. Wie auch immer, ich hoffe meine Füße halten die alten New Balance wenigstens noch eine Woche aus!

Oh Mann, ich kann es gar nicht erwarten, bis ich endlich wieder laufen kann. Kann nur hoffen, dass das Wetter einigermaßen ist. Wetter.com kündigt für Riniken morgen Abend Gewitter an – aber wer glaubt schon Meteorologen?!? So, jetzt muss ich schlafen. In 7 Stunden kommt die Revision. Huschhusch ins Bett...

Freitag, 8. August 2008

New Balance rules!!! - 10 Kilometer Vol. 16

Echt unglaublich, ich kann es immer noch nicht fassen. Wenn Jonas, Tobic und ich (in einer Bierlaune) nicht in Holland sehr kontrovers die Themen Gott und Kirche diskutiert hätten, würde ich jetzt von einem Wunder sprechen. Ich glaube es gibt auch keine andere Erklärung dafür. Ich bin einfach nur ebenso überrascht wie erfreut. Habe eben trotz all der Rückschläge in den letzten Tagen und Wochen wieder meine 10 Kilometer bestritten – diesmal mit meinen alten Laufschuhen aus dem Hause „New Balance“. Und das war eine goldrichtige Entscheidung – ich bin meine Heimstrecke noch nie so gut gelaufen. Wie gesagt, ich bin immer noch total baff.

Jaja, kaum verwerfe ich meinen Trainingsplan, schon… äh… laufe ich befreit auf. Ich hatte erst dreimal einen tieferen Puls und nur einmal eine bessere Zeit. In der Kombination war das mit Abstand das beste Ergebnis! Guckst du hier (umso tiefer rot, umso besser):

Besonders positiv: ich hatte noch jede Menge Luft nach oben. Bzw. nach unten. Also auf jeden Fall in den positiven Bereich. Was der tiefe Puls von 158 ja auch beweist. Ich merke wirklich, wie kraftverschwendend meine alte Lauftechnik war und wie perfekt es jetzt mit der neuen läuft. Ich stelle zwar teilweise noch fest, dass ich (wenn ich nicht vollkommen konzentriert bin) wieder ins alte Muster zurückfalle. Wenn ich aber konzentriert bin, komme ich teilweise schon in einen Rhythmus, der mich regelrecht von selbst trägt und den ich vermutlich unendlich lang laufen könnte.

Zugegeben, ich bin heute bei absolut PERFEKTEN Bedingungen gelaufen. Es war (laut wetter.com) 15,5 Grad Celsius kühl, dazu hat es sehr angenehm leicht geregnet. Ich habe heute mal NICHT vor dem Laufen gegessen, sondern werde das jetzt erst tun. Last but not least haben meine Füße aber endlich mitgemacht. Offensichtlich hatte ich die ganze Zeit nur ein Schuh-Problem. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Füßen für die falschen Anschuldigungen und den Rufmord entschuldigen – vielleicht können wir ja trotzdem Freunde bleiben?!? Die eigentlichen Wichser, die mich hier zu sabotieren versuchen kommen aus dem Hause „Asics“ und „Adidas“. Gerade von Deutschen hätte ich sowas NIE gedacht und bin daher doppelt enttäuscht!

Bei aller Euphorie: das Problem, dass mein linker Zeigezeh vorne im Schuh anstösst, hatte ich heute wieder. Aber wie ich vorgestern schon erwähnte, sind mir diese Schuhe halt auch etwas zu klein. Von Blasenbildung oder ähnlichen Beschwerden ist dafür keine Spur; NICHT IM GERINGSTEN. Ich habe nichtmal eine gereizte Stelle. Danke Füße, Ihr seid die Besten!!!

Solange ich kurze Distanzen laufe – was ich für die nächsten Wochen noch vorhabe – reichen die Schuhe schon aus. Aber sobald ich auch nur auf die 15 Kilometer zugehen, sollte ich dann doch lieber neue haben. Daher werde ich vielleicht nächstes Wochenende unplanmässig nach Hause kommen und mir bei Engelhorn nochmal (hoffentlich letztmals) neue Schuhe kaufen.

So, morgen geht es auf die Hochzeit meiner Cousine nach Hamburg. Flieger geht so, dass ich schon um 6 Uhr aufstehen kann – wunderbar. Den ganzen Samstag werde ich mit Feierlichkeiten beschäftigt sein, am Sonntag werde ich erst um 20 Uhr in Zürich und entsprechend wohl nicht vor 21.30 Uhr in Turgi sein. Ob es dann noch mit Laufen klappt, bleibt abzuwarten. Oh Mann, Kinners ihr könnt Euch gar nicht vorstellen WIE BLENDEND es mir grade geht. Freude herrscht. Wenn jetzt noch Greuther Fürth gewinnt, und morgen die glorreiche SGE, dann ist das Wochenende nicht mehr zu toppen!

Lauf 16:
Zeit: 1:05 Stunden
Avr- HF: 158 / min
Geschw.: 9,23 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:13 Stunden (-11,0 %)
Avr. HF: 162 / min (-2,5 %)
Geschw.: 8,33 km/h (+12,3 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-21,7 %)
Avr. HF: 157 / min (+0,6 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+27,7 %)

Donnerstag, 7. August 2008

ausnahmsweise Ruhetag...

So, nach dem ganzen Frust am gestrigen Tag (nochmals entschuldigung für meine soziokulturell nicht immer korrekte Ausdrucksweise), hat sich mein Ärger mittlerweile etwas gelegt. Es bleibt aber bei meinen gestrigen Verkündigungen. Und heute ist erstmal Ruhetag – auch weil es draussen regnet. Es gibt nämlich sehr wohl schlechtes Wetter…

Seit ich von der Arbeit zu Hause bin trage ich meine alten Laufschuhe, die ich als erstes wieder aus einer verstaubten Ecke geholt habe. Leider passen sie nicht mehr richtig; hauptsächlich bedingt durch die Einlage. Werde diesen Schuh also nur 1-2 Mal austesten ob er blasenfrei geht und mir dann wohl definitiv nochmal New Balance Schuhe kaufen. Falls es immer noch Blasen gibt, weiß ich zumindest dass die Einlagen Schuld sind und werde sie anpassen lassen.

Morgen würde ich gerne wieder laufen, am ehesten Abends, aber dass muss ich abwarten! Bis dahin geniesse ich die Zeit, die ich mir wieder für mein restliches Leben genommen habe. Derzeit bin ich grade am aufräumen was eine wahnsinnige Freude ist. Da ist Laufen dann doch vielleicht etwas besser. Aber immerhin; vom Aufräumen hole ich mir keine Blasen; BISHER! Ansonsten befinde ich mich seit dem gestrigen Stadionbesuch in überragendstem Fußballfieber. Gucke neben dem Putzen die ganze Zeit irgendwelche Pipi-Langstrumpf-Eintracht-Videos. Hier mal meine 3 Favouriten:

1.) Heimspiel gegen Kallsruh, Viedeo aufgenommen von der Trainerbank. Und jetzt soll mir dreitausend Mal am Stück angucken, ohne dass mir langweilig wird. UEFA-Cup auswärts bei Bröndby IF:

2.) Heimspiel gegen Kallsruh, Viedeo aufgenommen von der Trainerbank. Und jetzt soll mir bitte nochmal irgendein Spieler oder Trainer erzählen, er würde auf dem Platz davon nichts mitbekommen:

3.) Nicht spektakulär aber gerade in dem Riesenstadion irgendwie schon ein Knaller. Letztes Jahr in Lüdenscheid:

So, jetzt ist fast halb 9 und da kommt doch tatsächlich im Schweizer Teleclub der Pokalauftakt des FC gegen irgendeinen Dorfverein live im Fernsehen. Für mich also Zeit mit dem blogen aufzuhören und mich dem zu widmen!