Premiere, Premiere, Premiere; Zack, Zack, Zack. 3 Premieren innerhalb von nichtmal einer Woche. Das lässt (meiner Meinung nach) die Leistung von z.B. Michael Phelps schon etwas spärlich erscheinen. Ernst beiseite; die Premieren zeigen: im Moment läuft es wirklich (wortwörtlich). A propos Premiere: ziehe mir grade die erste Konferenz der Saison 2008/2009 rein und bin froh, dass die sinnlose Sommerpause endlich vorbei ist. Der FC führt übrigens mit 0:1 beim FC Volkswagen – RESPEKT! Da kann ich ja nur froh sein, dass ich schon Karten für das Spiel nächste Woche hab: sonst würde wahrscheinlich noch ein Spitzenspiel-Zuschlag genommen werden! Noch viel erfreulicher aber: Jones (du Hurensohn) hat einen Tritt auf seine Glasknochen bekommen und musste verletzt raus. Ach herrlich, morgen noch ein Sieg gegen die türkische Hauptstadt und es kann von einem rundum erfolgreichen Saisonauftakt gesprochen werden!
Ach ja richtig, das ist ein Laufblog – kein Fussballblog. Heute lief ich also meine bisher weiteste Distanz: 15 Kilometer. Und grundsätzlich war die Leistung eigentlich relativ in Ordnung, auch wenn es noch an einigem gehapert hat. So lief ich ziemlich langsam, während ich mit meinem schlechtesten Allzeit-Puls kämpfen musste. War schon seltsam, nach etwa 500 Metern war der bei 169, und wollte auch nicht mehr runter – ganz im Gegenteil. Selbst zusätzliche Temporverringerungen konnten da nichts ausmachen. Allerdings habe ich auch schon diverse Erklärungen dafür parat. Meine Beine waren von vorgestern definitiv nicht ganz regeneriert. Zudem war es halt mal wieder ein Vormittagslauf kurz nach dem Aufstehen. Aus dem Bett bin ich so gegen halb Elf, losgelaufen etwa gegen 11.15 Uhr. Dazwischen habe ich ein bisschen Olympia geguckt: Handball und Tischtennis. Oh Mann, war das spannende. Schon da hatte ich nen Puls weit über 100. Gefrühstückt hatte ich nicht, damit lag meine letzte Mahlzeit circa 18 Stunden zurück. Könnte auch ein Grund für die schlechte Leistung gewesen sein, da ich förmlich merkte, wie mir die Kraft ausging. Unterm Strich kann man sagen: ohne Energien und ohne vollständig wachen Kreislauf geht nicht wirklich viel. Das sind definitiv zwei Punkte, die ich DRINGEND trainieren muss.
Klar ist aber auch, dass ich nicht kurz vor einem Lauf frühstücken kann. Aber im Nachhinein hätte ich vielleicht mal vorher einen Power-Riegel essen sollen. Zumal das Konsumieren dieser Power-Riegel und Power-Gels ebenfalls explizit trainiert werden muss. Wenns schlecht läuft, nimmt der Körper (Magen und Darm) die Dinger nicht gleich an. Naja, wie auch immer: das nächste Mal bin ich schlauer. Auch flüssigkeitstechnisch sehe ich Verbesserungsbedarf. Hatte eine Flask Wasser von meinem Laufgürtel dabei, aber das war zu wenig. Hatte die ganze Zeit über totalen Durst.
Die Facts zum Lauf lauten wie folgt: Distanz 15 Kilometer, Zeit: 1:40 Stunden, durchschnittlicher Puls 171 (!!!), höchster Puls 182.
Der Puls ist halt wirklich der negative Hammer. 171 sind einfach mal über 85% meines HFmax, eigentlich hätte ich den Lauf nur in 70% absolvieren sollen. Das wären zwar unmögliche 140 gewesen; aber ich hätte mir zumindest einen Puls von kleiner 160 gewünscht!
Nicht zu vergessen aber: es gibt nicht nur Grund zum Ärger. Ich habe einen 15 Kilometer-Lauf absolviert, ohne dass dabei grössere Probleme aufgetreten sind. Klar, die letzten 1-2 Kilometer bin absolut auf dem Zahnfleisch gelaufen. Das war echt eine Qual. Aber immerhin habe ich durchgehalten. Zudem habe ich mir mit meinen neuen Laufschuhen KEINE Blase gelaufen. Zwar ist meiner Problemstelle etwas gereizt, aber ich habe mich ja auch nicht an die Empfehlung des Verkäufers gehalten und bin eben nicht mit 5 Kilometern eingestiegen, sondern mit 15. Normalerweise sollte sich an der Stelle ja ein bisschen Hornhaut bilden. Dann würde sich das Problem wohl auch erledigen, bzw. verbessern. Mit der Stütze des Schuhs war ich absolut zufrieden, habe soweit keine überdurchschnittlichen Beschwerden in meinen Füssen. In Sachen Bequemlichkeit und Passform haben die Schuhe und ich aber noch nicht 100%ig zu uns gefunden, was aber nicht an der Länge lag. Da teile ich seit heute die Meinung des City-Sport-Verkäufers, dass ich die vertrage. Anyway, auch wenn ich die Brooks noch nicht vollends in mein Herz geschlossen habe (sozusagen von „Addiction“ noch nicht viel zu spüren ist), so war der Anfang doch einigermassen zufriedenstellend!
Tja nun: jetzt bin ich erstmal nur glücklich, dass ich den Lauf hinter mich gebracht habe und dass meine Haut und meine Knochen mitgemacht haben. Ich sprühe regelrecht Glückshormone aus denn vor allem freue ich mich, auf die nun folgenden 1,5 (quasi-) trainingsfreien Tage. Morgen will ich dann die am Freitag ausgefallene RECOMP machen; also etwa 60 Minuten schwimmen gehen! Den nächsten Lauf möchte ich gerne am Montag machen (vielleicht auch am Dienstag), dann aber erstmal wieder nur 12 Kilometer!
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