Donnerstag, 14. August 2008

Premiere - Intervalltraining

Jaja kann man mal sehen: es hat bei mir derzeit ne ganze Menge Premieren. Heute stand erstmals ein Intervalltraining auf dem Plan, und das hatte es wortwörtlich in sich. Überhaupt war heute ein extrem ereignisreicher Tag. Ich habe neue Laufschuhe, neue Anti-Blasen-Laufsocken, einige neue Erkenntnisse und so weiter und so fort. Aber da ich morgen sowieso nur schwimmen gehe und entsprechend nicht allzu viel zu erzählen haben werde, berichte ich davon einfach morgen und gehe heute mal nur auf das Intervalltraining ein.

Den Sinn (Superkompensationseffekt & Wettkampfhärte) hatte ich ja schon mal erläutert, ebenso die praktische Vorgehensweise (Mischung aus sehr schnell & sehr langsam). Das ist natürlich alles Theorie, umso erfreulicher, dass ich heute mal zur Praxis gefunden habe. Es standen 7 x 400m – Intervalle auf dem Plan. Also immer 400m schnell, und dann 400m langsam, bis der Puls auf ein gewisses Maß sinkt. Davon 7 Durchgänge.

Das schwierigste war eigentlich, eine vernünftige 400m-Bahn zu finden. In Seeheim wär ich einfach ins Christian-Stock-Stadion gegangen – FERTIG AUS. Aber ich bin nun mal nicht in Seeheim und hier unten gibt es keine öffentlichen Stadien. Die einzige 400m-Tartan-Bahn, die ich hier kenne gehört dem FC Brugg und ist (ganz im Stile vom Berliner Olympiastadion) in blau gehalten:

Anyway, da ein Zaun aussen rum ist, kommt man wohl nur als FCB-Mitglied rein. Das macht für mich aber keinen Sinn, so ne Bahn brauche ich ja maximal 2-3 Mal. Als ich meine Kollegen nach einer öffentlich zugänglichen 400m-Bahn fragte, war die einstimmige Antwort: FINNENBAHN.

Jetzt stellt Ihr Euch vermutlich die Frage: was ist eine Finnenbahn? Nun, das tu ich ebenfalls, denn ich habe keine Ahnung. Mein Chef erklärte mir das als eine 400m-Bahn (vergleichbar mit einer normalen Tartanbahn), die aus einem ganz speziellen, knochen- und gelenkschonenden Material ist und irgendwo in der Pampa gebaut wird, damit alle Leute dort gesund laufen können. Aus was das Material aber ist, konnte er nicht erklären. Sobald man konkret werden muss, tun sich Schweizer extrem schwer; das kann man wirklich pauschal sagen. Hier ist einfach alles nur „speziell“. Zurück zur Finnenbahn: habe mir mal bei „Google Pics“ ein paar Bilder angeschaut. Das Material sieht aus, wie ne Mischung aus Sägespähnen und Rindenmulch. Hier mal ein neutrales Bild, aber da gibt’s auch echt ganz arg peinliche Bilder mit ganz arg peinlichen Leuten...

Naja, jedenfalls habe ich mich hier dann auf die Suche nach ner Finnenbahn gemacht. Gemäss Internet sollte es auch im Brugger Wald eine geben. Daher machte ich mich nach den Simpsons auf den Weg nach Brugg und auf eine endlose Suche nach diesem verdammten Ding. Gemäß Internet sollte da (wo auch immer) eine Finnenbahn UND ein Vita Parcours (die schweizer Antwort auf das, was wir einen Trimm-Dich-Pfad nennen) sein. Ich wurde von Passanten nach Nord und Süd, nach West und nach Ost geschickt, bis ich später zur Erkenntnis kommen musste, dass einige Leute wohl die Begriffe Finennbahn und Vita Parcours als Synonyme verwenden. Anyway, ich gab die Suche nach dieser exakt abgesteckten 400m-Strecke auf und beschloss, mir selbst eine 400m-Strecke auszumessen. Da ich aber nun schon mal am Vita Parcours war, lief ich dort eine Runde zum Aufwärmen, allerdings ohne die Übungen an den Stationen durchzuführen. Nach ungefähr 100 Meter laufen, stolperte ich allerdings über ne asoziale Wurzel und flog erstmal gepflegt SOWAS von auf die Fresse. Mannmannmann, war ich froh, dass das keiner gesehen hat – OBERPEINLICH. Aber innerhalb von ner Millisekunde hatte ich mich auch schon wieder aufgerappelt und war wieder unterwegs. War aber dank der ganzen Wurzeln eher ein Hindernislauf und mir persönlich war die Verletzungsgefahr viel zu hoch, als dass ich das nochmal machen würde. Geil, und sowas nennt sich dann „Vita Parcours“…

Als ich die Runde durch hatte, checkte ich meinen Fitness-Zustand am Vita-Parcours-Aushang. Ausgezeichnet = 14 Minuten, Gut = 16 Minuten, Befriedigend = 18 Minuten. Das waren die angegebenen Zeiten OHNE ÜBUNGEN. Ich checkte meine Uhr und konnte 10:19 Minuten vorweisen. Also entweder ich bin versehentlich nen Umweg gelaufen, oder aber die Tafel nimmt Wachkomapatienten als Referenz. Ganz, ganz seltsam…

Nun war ich bereit für meine Intervalle und lief (nach bestem Wissen und Gewissen) eine 400 Meter lange Strecke ab. Obs wirklich 400 waren, werde ich am Sonntag mal mitm Fahrrad ausmessen. Bin gespannt. Die Strecke war leider nicht ganz eben. Daher beschloss ich, die schnellen Sektionen bergauf zu machen, und die Pulsberuhigung bergab. Andersrum wäre es denke ich etwas witzlos gewesen.

Alter Schwede, das hat aber mal gebrannt!!! Schon nach den ersten 400 Metern war ich ziemlich fertig, nach dem zweiten Durchlauf war ich ziemlich im Arsch und ab der dritten komplett alle. Nach dem ersten Sprint noch nen Puls von 171, der sich nach der Beruhigungs-Sequenz auf 157 senkte. Das wurde aber beides immer höher. Später hatte ich am Ende des schnellen Laufs nen Puls von 187, der sich auch nach dem langsamen Teil nicht mehr unter 169 senken ließ. Zum Ende hin senkten sich dann aber auch beide Geschwindigkeiten. Schnell ging einfach immer schwieriger und beim langsamen Teil machte ich wirklich SO LANGSAM ICH NUR IRGENDWIE KONNTE. Klassisches Zeitspiel halt…

In der letzten Sprint-Runde gab ich nochmal alles, wobei mir dann auch etwas schwindlig und dunkel vor Augen wurde. Ein eindeutiges Zeichen, dass ich genug für heute hatte. Fazit: Intervalltraining ist echt asozial. Das einzig positive an den Abschnitten mit höherem Tempo ist wirklich nur, dass sie schneller vorbeigehen als die langsamen :-)

Wettkampfhärte gibt das sicherlich, da würde ich drauf wetten. Auch wenn es kurzfristig erstmal nur Schmerzen verursacht. Allerdings jetzt, etwas 1,5 Stunden nach dem Lauf, geht es mir eigentlich wieder richtig gut und ich bin sogar ein kleines bisschen stolz auf mich. Ja, tschuldigung… Trotzdem bin ich froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Gute Nachricht noch zum Schluss. Die Schuhe haben mitgemacht, keine Blasen. Allerdings bin ich jetzt auch mit Anti-Blasen-Socken und Blasenpflastern gelaufen. Kann ja auch nicht der Standard sein! Laufdaten: Zeit (für etwa 14 x 400 = 5600 Meter war 30:31 Minuten, durchschnittlicher Puls lag bei 171, maximaler Puls bei 187.

Morgen zur Entspannung 60 Minuten Schwimmen. Da freue ich mich wirklich drauf, denn ich brauche mal ne kleine Erholung! Morgen berichte ich dann auch über meine heutige Einkaufssession. Jetzt muss ich mal was zu Abend essen – 22.15 Uhr, typische Zeit dafür!

Mittwoch, 13. August 2008

Premiere - 12 Kilometer

Wie schrieb ich doch einst an einem erfolgreichen BWIN-Tag per SMS an Markus: Flutschflutschflutsch!!! Ja, so ist es. Im Moment läuft es echt überraschend gut. Das einzige Problem ist eigentlich die lange Pause zwischen meinem letzten Lauf am Freitag und dem heutigen. Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren.

Oftmals angekündigt, heute endlich durchgeführt: mein erster Lauf, der länger als 10 Kilometer war. Ich verlängerte meine Route um einen Kilometer, sodass ich mit Hin- und Rückweg auf 12 Kilometer kam. Zugegeben: ich weiß nicht ob es wirklich 12 Kilometer waren; könnten auch 11,5 oder 12,5 gewesen sein. Ist aber eigentlich ziemlich egal.

Zu meiner großen Verwunderung war die Zeit relativ passabel; 1:25 Stunden. Nicht der Knaller, aber definitiv auch nicht schlecht, zumal mein Puls auf einem absoluten Rekordtief war. Im Durchschnitt lag er bei 155, der Höchstwert war kurzzeitig bei 165. Wenn ich mir überlege, dass ich vor einigen Wochen noch 1:25 Stunden für die 10 Kilometer gebraucht habe; bei deutlich höherem Puls. Das ist echt nicht auszudenken... Der Grund für die solide Leistung waren wiederum optimale Bedingungen, knapp 20 Grad Celsius. Dazu war es sonnig und leicht windig; einfach nur hochangenehm.

Zwar sollte ich mich nach 12 Kilometern nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich lasse mich heute trotzdem schon mal zu einer Prognose hinreißen: an konditionellen Hürden wird mein Marathon definitiv nicht scheitern – HUNDERTPRO! Der Lauf heute lief sowas von glatt – auch wenn ich im Vergleich zu Freitag meinen Rhythmus eher selten gefunden habe. Ist immer noch eine übertriebene Konzentrationssache. Aber anyway: ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich die ganzen 12 Kilometer über (lufttechnisch) geradezu vor Kraft gestrotzt habe. Und ich glaube, ich hätte ewig laufen können, WIRKLICH EWIG.

Wenn ich mir um etwas Sorgen mache, dann sind das meine Gelenke und Knochen. Meine Knie haben sich den ganzen Lauf über komisch angefühlt; sie haben nicht geschmerzt, aber eben auch nicht so ganz happy gewirkt. Zudem habe ich seit ich zurück bin Probleme mit meinem linken Fuß. Da habe ich wirklich Schmerzen; ebenso wie nach meinem Lauf am Freitag. Die Gründe dafür könnten aber sehr unterschiedlich sein. Ich hoffe es liegt an den Schuhen; wie erwähnt meine alten New Balance, die natürlich seit dem Kauf (2004) kaum noch Dämpfung haben. Das könnte eigentlich schon so ziemlich alles bei Knien und Füßen erklären. Zudem wäre es möglich, dass sich mein Körper erst an meine neue Lauftechnik (die erheblich anstrengender ist für Knie und Füße) gewöhnen muss. Die dritte (und worst case) Variante wäre, dass die Lauftechnik doch noch nicht ganz richtig ist und ich Knie und Füße falsch belaste. Möglichkeit 4 wäre, dass meine Füße nicht für 10 Kilometer-Läufe ausgelegt sind, aber das ist Blödsinn, darum denke ich auch gar nicht weiter drüber nach!

Und als wären die Schmerzen im Fuß und das unangenehme Gefühl der Unsicherheit nicht schon schlimm genug, hat heute auch noch Schalke sein CL-Quali-Spiel gewonnen. Das ist echt einfach nur traurig.

So, wie sehen die nächsten Tage aus. Morgen werde ich wohl schon um 15 Uhr Feierabend machen und nach Lörrach düsen, um mir (hoffentlich) letztmals neue Schuhe zu kaufen. New Balance logischerweise. Morgen bietet sich bestens an, da ich nach meinem heutigen Lauf morgen sowieso keine große Distanz runterreißen könnte. Ich werde aber nach erfolgtem Einkauf erstmals ein Intervalltraining machen. Ich habe mir dafür die 7 x 400m-Intervalle ausgesucht. Also 400m Vollstoff, dann 400m Pulsberuhigung – und das ganze dann sieben Mal. Das wären 5600 Meter; inklusive warmlaufen sollten das nicht mehr als 7 Kilometer werden. Welche Schuhe ich nehme, weiß ich noch nicht. Bestimmt nicht meine alten New Balance; die sind für schnelle Läufe einfach zu klein, bzw. unbequem. Ob ich die neuen nehme, weiß ich aber auch noch nicht. Die würde ich gerne mit einem langsamen, langen Lauf an meine Füße heranführen. Vielleicht fällt die Wahl also auf meine Asics – mit Blasenpflaster dürfte das eigentlich kein Problem sein. Ich werde es morgen erleben! Am Freitag mache ich eine Stunde RECOMP im Schwimmbad, bevor ich dann am Samstag einen 15km-Lauf anstrebe. Sonntag wird zum Ruhetag; so verschwenderisch es mir auch erscheint, einen Ruhetag ausgerechnet auf nen Sonntag zu legen!

Ja nun, wenn ich morgen um 15 Uhr abziehen will, sollte ich besser gegen 7 Uhr auflaufen. Ergo: ich muss jetzt mal pennen. Bis morgen!

Dienstag, 12. August 2008

... das war wohl niX

Es gibt Momente, in denen ich einfach die Fresse halten sollte. Einer davon wäre zum Beispiel am Samstag gewesen, als ich mitten während einer Rede auf der Hochzeit einen Blick auf meine Handy wagte und mir ein (zumindest an unserem Tisch) unüberhörbares „YES!!! Zweinull!!!“ rausplatze. Ein anderer war gestern, als ich geblogt und gross prophezeit hatte, heute laufen zu gehen. Satz mit X? Genau...

Da ich schon früh im Büro auflief, plante ich um 16 Uhr zu gehen und dann einen 12-Kilometer-Lauf zu absolvieren. Daraus wurde aber nichts. Im Büro war ich bis 18.15 Uhr und ausserdem hat es in Strömen geregnet. Ins Fitnessstudio wollte ich aber auch nicht mehr, da ich vom Tag ziemlich ausgelaugt und vor allem ziemlich angepisst war. Ist wieder mal nicht allzu viel gut gelaufen heute. Tausend Sachen auf einmal und eine wichtiger als die andere. Dazu die SOX-Revision im Haus und eine Deadline für die Vorbereitung einer Business Review die morgen abläuft und die ich heute eigentlich schon einhalten wollte – PUSTEKUCHEN. Naja, nach morgen dürfte es dann aber wieder etwas ruhiger werden. Daher könnte ich ja jetzt eigentlich behaupten, dass ich morgen Laufen gehe, allerdings kann ich das nicht versprechen, sondern nur „Absichten“ durchspielen. Diese sehen folgendermaßen aus:

Option 1: ich gehe (bei gutem Wetter) nach der Arbeit Heim und laufe die 12 Kilometer in Riniken

Option 2: ich gehe (bei schlechtem Wetter) nach der Arbeit ins ABB-Fitness und laufe die Strecke dort

Option 3: ich fahre (bei schlechtem Wetter) nach Lörrach und kaufe mir neue Laufschuhe in einem Geschäft, dass mir mein stellvertretender Zeugwart Thomas aus Basel heute empfohlen hat

Option 4: ich halte einfach mal die Fresse und mach nicht schon wieder Ansagen, die ich am Ende doch nicht halten kann!

Den heutigen Abend verbringe ich mit dem Vervollständigen meiner Waschsession, mit weiterhin bitter nötigem Aufräumen dieser Wohung und damit, eine aufkommende Erkältung zu bekämpfen. Irgendwie bahnt sich da was grippeartiges an, allerdings habe ich den Fall schon ans SEK „Neocitran“ (die schweizer Antwort auf „Gripostad“) übergeben. Da kann eigentlich nix mehr schief gehen…

Nebenher versuche ich rauszufinden, wie es bei meiner glorreichen Eintracht gegen Real steht. Ist wirklich nirgendwo rauszufinden; absolut unfassbar. Aha, und in diesem Moment der Geistesblitz. Der HR hat nen Online-Videotext. Die Eintr8 führt seit der 7. Minute durch Bellaid mit 1:0. Lol, SCHEISS MADRID: „In Europa, kennt Euch keine Sau; in Europa, kennt Euch keine Sau!!!“ Und das gegen DIE Truppe von Real: Cassilas – Sergio Ramos, Pepe, Torres, Heinze – Diarra, Guti, van der Vaart, Robben – Raul, van Nistelrooy.

Herrje, was freue ich mich auf diese Saison. Bin grade am Überlegen, ob ich am WE Heim fahre und mir den Kick gegen die Hertha angucke. Mh, überlegüberleg…Anyway, jetzt muss ich weiter aufräumen und runter zur Waschmaschine. Schliesslich fängt um 22.15 UhrDr. Psycho an; bis dahin muss ich fertig sein!

Montag, 11. August 2008

verlängertes Lauffrei-Wochenende

In einer Stunde geht mein dritter fauler Tag in Folge zu Ende. Langsam werde ich ziemlich nervös, ganz davon zu schweigen, dass ich ein ziemlich schlechtes Gewissen habe. Morgen Abend muss ich auf jeden Fall wieder rausgehen laufen. Vielleicht auch drinnen; für morgen sind Gewitter angesagt. Demfall gehe ich nach der Arbeit ins Fitnessstudio meines Arbeitgebers und versuche dort mein Glück. Seh ich dann. Inzwischen überkommt mich aber auch schon wieder leichte Skepsis mit meiner Gesundheit. Seit heute habe ich phasenweise wieder die Schmerzen wie bei der Fußentzündung vor 6 Wochen. Ich fürchte irgendwie, dass die Einlagen möglicherweise doch nicht zu einer richtigen Entlastung des Fußballens führen. Zudem hatte ich das ganze Wochenende (nach meinem Knallerlauf am Freitag) ein komisches Gefühl im Fuß. Es waren nicht wirklich Schmerzen, aber zumindest das Gefühl, dass mein Fuß falsch belastet wurde und nun ein wenig rebellierte. Nun ja, ich will den Teufel mal nicht an die Wand malen – die nächsten Tage werden schon Aufschluss geben…

Am Samstag morgen klingelte schon um 5.30 Uhr mein Wecker. Noch im halben Tiefschlaf vervollständigte ich mein Reisegepäck und machte mich auf den Weg nach Hamburg, wo meine Cousine ein Jahr nach der standesamtlichen Hochzeit nun kirchlich geheiratet hat. Nach wenig spektakulärem Flug von Zürich nach Hamburg und einer ÖPNV-Tortour durch Hamburg kam ich dann endlich an der Reeperbahn an, wo ich aufgrund meiner glänzendes Ortskenntnisse nochmal circa 30 Minuten zum Hotel brauchte. Später merkte ich, dass man es auch in 5 Minuten hätte schaffen können. Naja, das nächste mal weiß ich bescheid! Das Hotelzimmer im „Empire Riverside Hotel“ entschädigte dann doppelt für die stressige Reise. Die eine Wand hatte bodentiefe Fenster mit Blick auf den Hamburger Hafen – ALTER SCHWEDE! Das war wirklich ein absoluter Knaller. Ich hätte auch locker einfach nur das ganze WE im Zimmer bleiben und rausschauen können – es war der totale Hammer! Allerdings ging es schon nach wenigen Minuten Verschnaufpause zur Trauung, die (obgleich meine Meinung zur Kirche hinlänglich bekannt sein dürfte) ausgesprochen schön war! Der viel größere Knaller war aber die Feier danach, die direkt neben unserem Hotel ebenfalls in einer Location mit Hafenblick stattfand. Unser Hotel war bei "K", die Location bei "J".Es war der oberste Stock eines 20 Stock hohen Gebäudes. Dieser Stock war komplett verglast und mit zwei riesigen Dachterrassen ausgestattet. Da konnte man sich einfach nur sattsehen an Hamburg und vor allem am Hafen. Wie der Brautvater später auch sagte: „Mehr Hamburg geht nicht!“. Man hatte einen perfekten Blick auf den Hafen, die Landungsbrücken befanden sich direkt am Fuß des Gebäudes (kleiner Tipp: bei "L"). Es ist schwer zu sagen, ob es bei Helligkeit oder bei Dunkelheit besser war. Es war beides der totale Hammer!

Dazu gab es eine spektakulär schöne Hochzeitsfeier; wie es immer so ist hauptsächlich dank diverser kreativer Beiträge von Verwandtschaft und Freunden. Ach ja, und die Eintracht hat auch gewonnen - 3:0. Bis circa 22.30 Uhr hielt ich sogar (entgegen meines eigentlichen Vorhabens) an meiner Alkoholabstinenz fest. Dann allerdings überkam mich die Lust auf ein Hopfenhaltiges Elektrolytgetränk. Allerdings habe ich maximal 4-5 von Dingern getrunken. Habe mich also keineswegs weggeräumt! Am Sonntagmorgen stand dann noch ein gemeinsames Frühstück an, bevor ich mit Corneli & Clemens zu einer kleinen Stadttour aufbrach. Eigentlich war die Eisenbahn-Miniatur-Wunderwelt angedacht, aber 50 Minuten Wartezeit schreckten da ziemlich ab. Leider taten wir uns schwer, ein adäquates Ersatzprogramm zu finden; daher schlugen wir dann (mehr schlecht als recht) ein paar Stunden die Zeit in Hamburg (bei Hamburger Wetter) tot, bevor ich dann zum Flughafen pilgerte. Dort traf ich – Sicherheitsfanatiker wie ich bin – ungefähr 2,5 Stunden vor Abflug ein und musste feststellen wie langweilig ein Flughafen so sein kann. Immerhin machte ich bei „Nachtzug nach Lissabon“ entscheidende Fortschritte. Oh Mann, ich mach echt drei Kreuze, wenn ich das Buch endlich hinter mich gebracht habe. Mein Plan war eigentlich, nach Ankunft in Turgi noch Laufen zu gehen. Daher hatte ich auch in meinem Auto auf dem ABB-Parkplatz meine Sportsachen zurechtgelegt. Da ich allerdings schon im Flugzeug und im Zug jeweils mehrfach eingeschlafen bin, verabschiedetet ich mich von dem Plan. War auch gut so; als ich gegen 21 Uhr am Auto ankam war ich stehend KO und wollte nurnoch ins Bett.

Nachdem ich auf Samstag und auf Sonntag nur 5 Stunden geschlafen hatte, bekam ich auf heute wenigstens 7 Stunden – ich hätte aber auch noch 4-5 mehr vertragen. War immer noch total platt vom Wochenende als ich im Büro auflief. Dazu sollte heute mal so ziemlich alles schief gehen, was irgendwie schief gehen konnte. Eben ein Tag an dem man lieber im Bett geblieben wäre. Zur Krönung erfuhr ich spontan, dass morgen die Revision bei uns aufläuft. Bzw. eher gesagt bei mir; meine beiden Kollegen sind urlaubsbedingt „out of office“. Für meine Freunde von der Revision kann ich nun morgen schon um 7.00 im Büro auflaufen und wahrscheinlich den ganzen Tag für irgendwelche Dokumente durch die Firma rennen. Naja… Anyway, da ich heute noch einiges für die Revision morgen (Dienstag) vorbereiten musste, kam ich erst spät heim und kümmerte mich um meinen Waschtag. Spätestens jetzt hatte ich das Laufen gestrichen; hätte niemals geklappt. Stattdessen kümmerte ich mich um meinen vernachlässigten Haushalt; und später noch um meine vernachlässigten Freunde aus Hahn und Seeheim.

Nastja und Morris werden sich morgen dreisterweise anschauen, wie die Eintracht gegen das weiße Ballett Europas ein Ergebnis von 1960 korrigiert. Es gibt echt Tage, da verfluche ich so dermaßen, dass ich hier unten arbeite... Naja, bin auf jeden Fall KAUM neidisch. Viel eher neidisch bin ich da auf die Conny, die vorhin von ihren kleinen Engeln aus der Eberstädter Schule geschwärmt hat. Das scheinen echt 16 ganz liebe, kleine Lämmer zu sein!!!

Nach meinem morgigen Lauf werde ich dann hoffentlich auch neue Erkenntnisse über die Dringlichkeit neuer Laufschuhe haben. Ich hoffe schon, dass ich irgendwie die nächsten 11 Tage mit meinen bisherigen Schuhen überstehe. Mittlerweile habe ich nämlich herausgefunden, dass es in der Schweiz praktisch keine Schuhgeschäfte mit Laufbandanalyse gibt, ebenso wenig auf der näheren deutschen Seite (Lörrach, Freiburg…). Ich werde mir also wohl wieder bei Engelhorn in Mannheim neue Schuhe holen. Dafür will ich dieses Wochenende aber nicht unbedingt extra in die Heimat fahren. Wie auch immer, ich hoffe meine Füße halten die alten New Balance wenigstens noch eine Woche aus!

Oh Mann, ich kann es gar nicht erwarten, bis ich endlich wieder laufen kann. Kann nur hoffen, dass das Wetter einigermaßen ist. Wetter.com kündigt für Riniken morgen Abend Gewitter an – aber wer glaubt schon Meteorologen?!? So, jetzt muss ich schlafen. In 7 Stunden kommt die Revision. Huschhusch ins Bett...

Freitag, 8. August 2008

New Balance rules!!! - 10 Kilometer Vol. 16

Echt unglaublich, ich kann es immer noch nicht fassen. Wenn Jonas, Tobic und ich (in einer Bierlaune) nicht in Holland sehr kontrovers die Themen Gott und Kirche diskutiert hätten, würde ich jetzt von einem Wunder sprechen. Ich glaube es gibt auch keine andere Erklärung dafür. Ich bin einfach nur ebenso überrascht wie erfreut. Habe eben trotz all der Rückschläge in den letzten Tagen und Wochen wieder meine 10 Kilometer bestritten – diesmal mit meinen alten Laufschuhen aus dem Hause „New Balance“. Und das war eine goldrichtige Entscheidung – ich bin meine Heimstrecke noch nie so gut gelaufen. Wie gesagt, ich bin immer noch total baff.

Jaja, kaum verwerfe ich meinen Trainingsplan, schon… äh… laufe ich befreit auf. Ich hatte erst dreimal einen tieferen Puls und nur einmal eine bessere Zeit. In der Kombination war das mit Abstand das beste Ergebnis! Guckst du hier (umso tiefer rot, umso besser):

Besonders positiv: ich hatte noch jede Menge Luft nach oben. Bzw. nach unten. Also auf jeden Fall in den positiven Bereich. Was der tiefe Puls von 158 ja auch beweist. Ich merke wirklich, wie kraftverschwendend meine alte Lauftechnik war und wie perfekt es jetzt mit der neuen läuft. Ich stelle zwar teilweise noch fest, dass ich (wenn ich nicht vollkommen konzentriert bin) wieder ins alte Muster zurückfalle. Wenn ich aber konzentriert bin, komme ich teilweise schon in einen Rhythmus, der mich regelrecht von selbst trägt und den ich vermutlich unendlich lang laufen könnte.

Zugegeben, ich bin heute bei absolut PERFEKTEN Bedingungen gelaufen. Es war (laut wetter.com) 15,5 Grad Celsius kühl, dazu hat es sehr angenehm leicht geregnet. Ich habe heute mal NICHT vor dem Laufen gegessen, sondern werde das jetzt erst tun. Last but not least haben meine Füße aber endlich mitgemacht. Offensichtlich hatte ich die ganze Zeit nur ein Schuh-Problem. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Füßen für die falschen Anschuldigungen und den Rufmord entschuldigen – vielleicht können wir ja trotzdem Freunde bleiben?!? Die eigentlichen Wichser, die mich hier zu sabotieren versuchen kommen aus dem Hause „Asics“ und „Adidas“. Gerade von Deutschen hätte ich sowas NIE gedacht und bin daher doppelt enttäuscht!

Bei aller Euphorie: das Problem, dass mein linker Zeigezeh vorne im Schuh anstösst, hatte ich heute wieder. Aber wie ich vorgestern schon erwähnte, sind mir diese Schuhe halt auch etwas zu klein. Von Blasenbildung oder ähnlichen Beschwerden ist dafür keine Spur; NICHT IM GERINGSTEN. Ich habe nichtmal eine gereizte Stelle. Danke Füße, Ihr seid die Besten!!!

Solange ich kurze Distanzen laufe – was ich für die nächsten Wochen noch vorhabe – reichen die Schuhe schon aus. Aber sobald ich auch nur auf die 15 Kilometer zugehen, sollte ich dann doch lieber neue haben. Daher werde ich vielleicht nächstes Wochenende unplanmässig nach Hause kommen und mir bei Engelhorn nochmal (hoffentlich letztmals) neue Schuhe kaufen.

So, morgen geht es auf die Hochzeit meiner Cousine nach Hamburg. Flieger geht so, dass ich schon um 6 Uhr aufstehen kann – wunderbar. Den ganzen Samstag werde ich mit Feierlichkeiten beschäftigt sein, am Sonntag werde ich erst um 20 Uhr in Zürich und entsprechend wohl nicht vor 21.30 Uhr in Turgi sein. Ob es dann noch mit Laufen klappt, bleibt abzuwarten. Oh Mann, Kinners ihr könnt Euch gar nicht vorstellen WIE BLENDEND es mir grade geht. Freude herrscht. Wenn jetzt noch Greuther Fürth gewinnt, und morgen die glorreiche SGE, dann ist das Wochenende nicht mehr zu toppen!

Lauf 16:
Zeit: 1:05 Stunden
Avr- HF: 158 / min
Geschw.: 9,23 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:13 Stunden (-11,0 %)
Avr. HF: 162 / min (-2,5 %)
Geschw.: 8,33 km/h (+12,3 %)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-21,7 %)
Avr. HF: 157 / min (+0,6 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+27,7 %)

Donnerstag, 7. August 2008

ausnahmsweise Ruhetag...

So, nach dem ganzen Frust am gestrigen Tag (nochmals entschuldigung für meine soziokulturell nicht immer korrekte Ausdrucksweise), hat sich mein Ärger mittlerweile etwas gelegt. Es bleibt aber bei meinen gestrigen Verkündigungen. Und heute ist erstmal Ruhetag – auch weil es draussen regnet. Es gibt nämlich sehr wohl schlechtes Wetter…

Seit ich von der Arbeit zu Hause bin trage ich meine alten Laufschuhe, die ich als erstes wieder aus einer verstaubten Ecke geholt habe. Leider passen sie nicht mehr richtig; hauptsächlich bedingt durch die Einlage. Werde diesen Schuh also nur 1-2 Mal austesten ob er blasenfrei geht und mir dann wohl definitiv nochmal New Balance Schuhe kaufen. Falls es immer noch Blasen gibt, weiß ich zumindest dass die Einlagen Schuld sind und werde sie anpassen lassen.

Morgen würde ich gerne wieder laufen, am ehesten Abends, aber dass muss ich abwarten! Bis dahin geniesse ich die Zeit, die ich mir wieder für mein restliches Leben genommen habe. Derzeit bin ich grade am aufräumen was eine wahnsinnige Freude ist. Da ist Laufen dann doch vielleicht etwas besser. Aber immerhin; vom Aufräumen hole ich mir keine Blasen; BISHER! Ansonsten befinde ich mich seit dem gestrigen Stadionbesuch in überragendstem Fußballfieber. Gucke neben dem Putzen die ganze Zeit irgendwelche Pipi-Langstrumpf-Eintracht-Videos. Hier mal meine 3 Favouriten:

1.) Heimspiel gegen Kallsruh, Viedeo aufgenommen von der Trainerbank. Und jetzt soll mir dreitausend Mal am Stück angucken, ohne dass mir langweilig wird. UEFA-Cup auswärts bei Bröndby IF:

2.) Heimspiel gegen Kallsruh, Viedeo aufgenommen von der Trainerbank. Und jetzt soll mir bitte nochmal irgendein Spieler oder Trainer erzählen, er würde auf dem Platz davon nichts mitbekommen:

3.) Nicht spektakulär aber gerade in dem Riesenstadion irgendwie schon ein Knaller. Letztes Jahr in Lüdenscheid:

So, jetzt ist fast halb 9 und da kommt doch tatsächlich im Schweizer Teleclub der Pokalauftakt des FC gegen irgendeinen Dorfverein live im Fernsehen. Für mich also Zeit mit dem blogen aufzuhören und mich dem zu widmen!

Mittwoch, 6. August 2008

Das wars vorerst mal...

Echt ziemlich erbärmlich, dass ich gestern noch von irgendwelchen Zielen geträumt habe, denn heute lief es SOWAS VON BEHINDERT, dass ich entschlossen habe, den Trainingsplan per sofort nicht mehr weiterzumachen. Ich habe mir heute einfach eingestanden, dass ich den einfach nicht schaffen werde. Wohlgemerkt: ich trete am 26. Oktober 2008 in Frankfurt zum Marathon an. Allerdings werde ich mich darauf nicht mit dem angedachten Trainingsplan vorbereiten. Auch sonst habe ich diverse Veränderungen beschlossen, aber alles von Anfang an:

Heute morgen wollte ich vor der Arbeite laufen, was ich nach Aufstehen um 6.45 Uhr aber direkt verwarf, da mein Rücken trotz der gestrigen Wärmekur (inkl. Wärmflaschen bis spät in die Nacht wie ein billiger Rheumapatient) überhauptnicht wollte. Ich entschied, es am Nachmittag mit Laufen zu probieren und ging ins Büro, von wo ich schon um 16 Uhr zurückkehrte. Mittlerweile hatte ich erfahren, dass heute der heisseste Tag des Jahres werden sollte; nicht gerade die perfekte Grundlagen für einen Lauf um 16 Uhr.

Zur perfekten Vorbereitung entschied ich mich heute mal wieder für andere Laufschuhe – mein zweitneuesten von Adidas, die mir schon immer Probleme mit Blasen gemacht haben. Zur Vorsorge klebte ich mir schon gestern Abend ein Compeed-Pflaster auf die übliche Stelle, sodass ich dann heute um 16 Uhr fast ohne Rückenschmerzen und vermeintlich bestens ausgestattet auf die Piste ging.

Schon nach Kilometer 2 war eine erneute Blasenbildung aber weit fortgeschritten. Es ist echt UNFASSBAR, das Ding hat sich einfach schön direkt am Rand vom Blasenpflaster gebildet. Ich weiß einfach nicht mehr weiter!!! Zudem wäre ich an dem Sauerstoffanteil von weniger als 0% in der Luft beinahe erstickt. Und endlich kamen auch die Rückenschmerzen wieder. Bei Kilometer 5,5 brach ich daher ab und traf folgende Entscheidungen:

1.) Der Trainingplan ist gestrichen. Wenn ich nichtmal 3 Kilometer laufen kann, ohne eine Blase zu bekommen, wäre es leicht vermessen, davon auszugehen, dass ich jemals 20-35 Kilometer in einem Training absolvieren kann. Davon mal abgesehen, dass ich nach jeder Blase ein bisschen regenerieren muss und ich ja die 10 Kilometer nur mit Ach und Krach überstehen (und sich sogar dabei immer mindestens eine neue Blase bildet).

2.) Ich werde ab sofort so viel trainieren wie möglich, mich aber an keiner Art von Plan mehr orientieren. Und wenn ich bis zum 26. Oktober immer noch keinen Lauf über 10 Kilometer gemacht habe, dann scheiß ich drauf und lauf im Marathon halt nur 10 Kilometer und gehe danach die restlichen 32 Kilometer. Notfalls trainiere ich bis zum Marathon gar nicht mehr, und gehe dann komplett unfit in den Wettkampf. Ist mir SCHEISSEGAL. Ich sollte schließlich nicht so tun, als hätten diese dümmlichen 10 KM-Blasenläufe auch nur IRGENDEINEN SINN! Mit dem Verzicht auf den Trainingsplan verhinder ich wenigstens auch, dass ich mich hier Tag für Tag aufs Neue beim blogen der Lächerlichkeit preisgebe. Darauf habe ich ebenfalls keinen Bock mehr!

3.) Ich werde von nun an nicht mehr mit meinen neuen Assics-Schuhen und ebenfalls nicht mehr mit meinen zweitneuesten Adidas-Schuhen laufen. Ab sofort nutze ich nurnoch meine alten New Balance. Sollte ich mir mit denen immer noch Blasen laufen, weiß ich wenigstens, dass es an den Einlagen liegt, und kann sie bei Pompa nochmal anpassen lassen. Bei den New Balance ist zwar die Dämpfung längst hin, aber das ist im Prinzip vollkommen egal. Das Buch sagt, man soll mindestens zwei verschiedene Paare nutzen und täglich wechseln, da man sich sonst die Füße ruiniert. Allerdings: meine Erfahrungen haben gezeigt, dass ich mir mit meinen beiden neuen Paaren die verfickten Füße ruiniere. Ich wüsste nicht, was die ungedämpften New Balance noch Schlimmeres anrichten könnten, als täglich eine neue Blase. Wenn es mit den Schuhen einigermaßen klappt, kann ich mich immer noch dazu entscheiden, mir neue New Balance zusätzlich zu kaufen, und diese dann abwechselnd zu tragen. Überhaupt nehme ich mir generell zu Herzen, weniger auf irgendwelche schwachsinnigen Gesundheitstipps zu hören. Ich halte mich an absolut alles was vorgeschrieben wird, habe aber trotzdem permanent irgendwelche Kleinigkeiten, die mich außer Gefecht setzen. Was könnte ich also dadurch verschlimmern, dass ich nicht mehr alles 100%ig beachte? Das alles soll allerdings nicht heißen, dass ich jetzt fahrlässig oder vorsätzlich meine Gesundheit ruiniere...

4.) Der Ernährungsplan bleibt bestehen

5.) In meinen täglichen Terminplanungen nimmt das Marathontraining per sofort wieder einen der hinteren Ränge ein. In meiner Freizeit setze ich erste Priorität jetzt mal auf die Suche nach einem neuen Job. Ich muss echt erstmal dringend raus aus diesem Drexx-Land hier. Weiterhin hat mein Besuch des dramatischen Kicks des FC Basel die Augen geöffnet. Fußball ist JEDERZEIT wichtiger als Laufen. Das bedeutet, die Wochenenden gehören der Eintracht und nicht dieser Lauf-Scheiße hier. Gelaufen wird nur, wenn ich nicht ins Stadion gehe, und kein Eintr8-Spiel im Fernsehen kommt. Ebenso ist eigentlich jedes Spiel auf dieser Welt dem Joggen vorzuziehen; und sei es aus der zweiten österreichischen Liga. Dank Teleclub komme ich sogar in den Genuss davon. Aber à propos unterklassiger Fußball: der FC Basel hat in einem dramatischen Kick gegen IFK Göteborg mit 4:2 die Oberhand behalten und steht in der nächsten Runde zur CL-Qualifikation. Und dieses Spiel heute Abend hat wieder Lust gemacht auf jede Menge Fußball!!! Aber neben dem Fußball werde ich meine Freizeit wieder vermehrt anderen Dingen widmen, seien es Freunde, Familie, Aufräumen, Lesen oder was auch immer. In Zukunft laufe ich, wenn ich Lust darauf habe; nicht wenn ein gehirnamputierter Trainingsplan es vorschreibt!

6.) Am 26. Oktober 2008 trete ich zu diesem verf*** Drecks-Marathon an. Notfalls ohne einen einzigen Tag Training vorher und im Zweifelsfall lasse ich mir danach auch die Füße abhacken. Auf diese dämlichen, blasenproduzierenden Drexx-Dinger scheiß ich inzwischen nämlich ebenfalls...

So, jetzt geht´s mir besser. Entschuldigung bitte für die Fäkalsprache, aber manchmal kann man es mit normalen Worten eben nicht ausdrücken. Huch, ich muss ins Bett. Und da ich viel zu müde bin, diesen Scheiß-Text (ooops, schon wieder) jetzt noch Korrektur zu lesen, folgende Info: Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung!!!

Gute Nacht!

Dienstag, 5. August 2008

Zielsetzung

Wäre ich gestern lieber mal nicht zu euphorisch gewesen. Heute sieht die ganze Geschichte schon wieder ganz anders aus. Ich habe asozial Rückenschmerzen; vergleichbar mit denen, die ich mit 16 damals bei meinem Bandscheibenschaden hatte. Allerdings wird es so schlimm nicht sein; mittlerweile kenne ich die Schmerzen und weiß auch den Grund dafür. Ich habe mich vor dem Laufen zu schlecht aufgewärmt, bzw. danach zu schlecht gedehnt. Das ist ärgerlich und kostet mich den heutigen Tag – hoffentlich ziehe ich die Lehren daraus...

Rückenschmerzbedingt bin ich heute schon um 5 Uhr heimgegangen und versorge mich seitdem mit heißen Kompressen und ABC-Salbe. Letztere hätte ich aber lieber weglassen sollen; das Zeug bringt mich irgendwann nochmal um! Seit ich zu Hause bin liege ich außerdem im Bett und habe mich eben nur dazu aufgerafft, mir den Laptop zu holen – zum blogen nachher muss ich dann schon wieder aufstehen. Ich könnte echt durchdrehen.

Nachher will ich aber auf jeden Fall versuchen nochmal ein paar Dehnübungen und ein paar leichte Krafteinheiten zu machen. Mit der Betonung auf LEICHT. Fahrradfahren habe ich ersatzlos gestrichen – das geht gar nicht. Soweit ich meinen Rücken aber kenne, dürfte morgen wieder mehr oder weniger alles in Ordnung sein. Das muss es auch, da morgen die nächsten 10 Kilometer auf dem Programm stehen. Dummerweise werde ich diese morgen Vormittag laufen müssen, da es ja Abends zum FCB geht (Hopp Basel!!!). Aus diesem Grund gehe ich heute auch früh pennen und hoffe mal, dass ich dann morgen einigermaßen gut aus der Kiste komme. Sollten alle Stricke reißen, fahre ich zwischen Arbeit und FCB doch noch mal kurz heim; aber das ist eigentlich nicht in meinem Sinn!

Da ich nun aber heute nicht viel zu erzählen habe, kann ich mich mal ein wenig meinen persönlichen Zielen beim sportlichen GAU am 26. Oktober 2008 widmen. Ursprünglich wollte ich einfach „nur“ den Marathon in weniger als 4 Stunden laufen, inzwischen habe ich aus verschiedensten Gründen aber entschlossen, mir mehrere Ziele zu setzen, um im Zweifelsfall nicht ganz enttäuscht zu werden. Zumal die 4 Stunden-Zeit wohl nicht mehr erreichbar ist. Mein Marathon-Buch prognostiziert bei meinem derzeitigen Fitnessstand eine erreichbare Zielzeit von etwa 4:45 Stunden. Aber egal, meine Ziele für den Marathon bauen aufeinander auf und lauten wie folgt:

  1. Ankommen
  2. Nicht Letzter werden
  3. Schneller als mein Chef laufen (4:22 Stunden)
  4. Nicht mehr als doppelt so lang brauchen wie der Sieger
  5. Schneller als 4:00 Stunden laufen
  6. Schneller als mein Schwager laufen (3:55 Stunden)

Ziel 1 & 2 würde ich WENN wohl zusammen schaffen. Ich denke mal falls ich ankomme, wird schon noch irgendein Hansel hinter mir bleiben. Notfalls lauf ich die ganze Zeit im Windschatten vom vorletzten und grätsche den dann in der letzten Runde ab. Aber mal Ernst beiseite: letztes Jahr sind 9´156 Läufer angekommen; gestartet waren rund 12´000. Das bedeutet eine Ausfallquote von knapp 15%. Macht mir schon ein bisschen Sorgen. Im Übrigen: Ankommen alleine reicht nicht ganz. Als Finisher gilt, wer (ohne Betrügereien) innerhalb von 6:15 Stunden im Ziel ist. Oh Mann, ich sehe das Reinigungsfahrzeug und mich schon nach 6:14 Stunden Kopf-an-Kopf in die Zielgerade einbiegen. Dann werden wir sehen, wer den längeren Atem hat...

Ziel 3 wäre der absolute Hammer, vor allem wenn ich mich an das überhebliche Lächeln meines Bosses erinner, als ich ihm von meinem Vorhaben berichtet habe. Die Stunde des Siegers kommt für jeden irgendwann!!!

Ziel 4 ist das Ziel auf das wohl am schwersten, aber noch realistisch ist (was für 5 & 6 nicht gilt). Könnte letztlich auch sein, dass ich Ziel 4 erreiche, die Nummer 3 aber nicht. Allerdings war die Sieger-Zeit letztes Jahr 2:07:58 Stunden und auch in den letzten 5 Jahren war kein Sieger "langsamer" als 2:10 Stunden.

Das Ziel 5 habe ich mittlerweile schon abgeschrieben, aber ganz aus den Augen lassen möchte ich es nicht. Wer weiß, vielleicht bekomme ich ja noch den totalen Flash und es kommt ein großer (um nicht zu sagen RIESIGER) Leistungssprung! Ja, und wenn ich schon am Träumen bin, dann mache ich mal gleich weiter. Sollte sich bei Kilometer 35 abzeichnen, dass ich sogar die Zeit meines Schwagers schlagen kann, würde ich natürlich ALLES dafür geben und (bei Erfolg) mit Weltfamilienbestzeit meinen Rücktritt vom Marathonsport verkünden! Oh mein Gott, WÄRE DAS EIN FEST!!!

Naja, Träumen kann ich dann immer noch; erstmal sollte ich vielleicht ein bisschen was tun. Morgen 10 Kilometer Frühlauf ohne irgendwelche Wehwehchen wären in jedem Fall ein guter Anfang...

Montag, 4. August 2008

Tag 1 - So soll es sein, so kann es bleiben....

...so hab ich es mir gewünscht. Alles passt perfekt zusammen, weil endlich Alles stimmt!

Naja, ALLES ist vielleicht etwas übertrieben. Dreimal dürfter raten raten: ne Blase. Aber das war auch ein amateurhafter Fehler meinerseits – hab die bekannte Stelle nicht abgeklebt; somit habe ich die Blase grob fahrlässig in Kauf genommen!

Das Wetter war angenehm kühl, es hat ganz leicht geregnet, was ebenfalls angenehm war. Die neue Lauftechnik stimmt mich immer noch positiv, auch wenn ich damit nach wie vor nicht schaffe, richtig langsam zu laufen. Neben der Blase machte ich erneut den Fehler, kurz vor dem Lauf zu essen. Aber ich hätte nicht gewusst, wie das zu verhindern. Als ich nach Hause kam, war ich am verhungern und direkt loslaufen wollte ich noch nicht, da es noch zu heiss draussen war. Also blieb mir nichts anderes übrig als zu essen. War zwar nicht optimal, aber gut. War jetzt auch keine Katastrophe...

Meine Beine waren zwar irgendwie immer noch etwas müde, aber das Laufen hat übertrieben Spaß gemacht. Es kam mir auch nicht nur deutlich schneller vor als sonst; es war auch deutlich schneller. Habe für die 8 Kilometer nun 50:23 Minuten gebraucht. Gut, die 8 Kilometer habe ich nicht abgemessen, sondern sie basieren auf einer Schätzung, aber selbst wenn es nur 7,5 Kilometer waren, wäre das eine gute Zeit für mich. Zumal ich bei einem Durchschnittspuls von 163 noch in einem verhältnismäßig tiefen Bereich bin. Darüber hinaus bin ich mir relativ sicher, dass ich ein ziemlich konstantes Tempo gelaufen bin, was eigentlich am wichtigsten für mich ist!

Mein komisches Zeh-Problem ist heute nicht aufgetreten, allerdings ist da vorhin (vor dem Laufen) jede Menge komisches Blut rausgekommen (iiiieeehhh!). Hat mich schon etwas besorgt, aber ich habe heute die Schuhe extrem fest zugeschnürt und dadurch scheine ich wohl nicht mehr mit dem Fuß nach vorne zu rutschen. Ich hoffe, das war jetzt keine Eintagsfliege (evtl. bedingt durch die NUR 8 Kilometer), aber ganz ausschließen kann ich es leider nicht! Durch meine neue, fesche und körperbetonte Laufhose habe ich nun zudem keine Probleme mehr am Oberschenkel.

Wie auch immer: so kann es weitergehen. Das tut es morgen mit Krafttraining. Allerdings werde ich dieses nicht machen, sondern zunächst mal meine 10 Kilometer-Strecke nochmal mit dem Fahrrad abfahren und mir Kilometer-Markierungen machen; dann werde ich auch wissen, ob ich heute wirklich 8 Kilometer gelaufen bin. Danach mache ich ein paar Koordinationsübungen auf dem Fußballplatz – vorausgesetzt der FC Riniken trainiert nicht. Zum Ende werde ich dann zumindest noch ein bisschen „Krafttraining“ machen – sofern man das bei meinem privaten Equipment so nennen kann! Nächster Lauf ist am Mittwoch Vormittag; da ich Abends im St. Jakobs-Park in Basel bin und mir die CL-Quali zwischen dem FCB und IFK Göteborg reinziehe!

Ach ja: ich habe noch einen Auftrag zu vergeben. Ich bin – getrieben durch die Einlagen, die mich dazu nötigen, ein komplett neues Schuhsortiment aufzubauen – auf der Suche nach einem Paar Schuhe. In Darmstadt und Mannheim habe ich schon alles abgegrast. Auch im Internet kann ich es nicht finden. Es geht dabei um jenes Paar (*klick*) in Größe 11 (= EU 45,5-46). Der ehrliche Finder bekommt eine attraktive Prämie! Das mit dem CHF/EUR-Kurs hat sich im Übrigen erstmal erledigt. Der Franken steht im Moment so beschissen, dass ich eh komplett ruiniert bin. Also FAST...