Freitag, 22. August 2008

Trainingspause & Ausblick Wochenende

Da ich nun im Büro sitze und meine teure Arbeitszeit natürlich nicht fürs blogen aufwenden sollte, nur rein kurzer Statusbericht; viel zu erzählen gibt es eh nicht!

Mein gestriger Lauf hat nicht stattgefunden, da ich um 16 Uhr auf dem Umtrunk (schwyzertütsch: Apero) eingeladen war, dem ich bis rund 21 Uhr beiwohnte. Als ich heim kam war es zu dunkel zum Laufen. Mein Vorhaben, den Lauf stattdessen heute morgen zu machen, müsste ich müdigkeitsbedingt ebenfalls verwerfen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass mir meine Beine das absolut danken!

Ich werde heute im Lauf des Tages entscheiden, ob ich heute Abend oder morgen früh laufe. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Allerdings denke ich, dass es eher auf morgen früh rausläuft. Da ich ja am Sonntag nicht laufen kann, hätte ich sonst wieder mehr als 2 Tage Pause zwischen meinen Läufen; und das will ich eigentlich nicht!

Heute mache ich etwa gegen 14 Uhr Feierabend und werde auf dem Heimweg in Lörrach bei City-Sport vorbeifahren. Dort werde ich mit dem Verkäufer gemeinsam erörtern, ob ich meine Laufschuhe behalten oder umtauschen sollte! Weiterhin werde ich mir ggf. ein zusätzliches Paar besorgen. Das werde ich dann aber sehen…

Am Samstag (vermutlich nach einem morgendlichen Lauf) geht es dann mit dem Zug nach Bonn, wo ich Tobic besuche und gemeinsam mit der ganzen Brigade Godesberg in Joschas Geburtstag reinfeiern werde. Am Sonntag steht dann das alljährliche Punkte-Lieferant-Spiel beim 1. FC Köln an. Wenn wir diesmal wieder verlieren, mache ich der Eintracht einen Vorschlag: in Zukunft einfach nicht mehr zu Spielen beim 1. FC Köln antreten. Spart einerseits Reisekosten und andererseits kann es sich sogar noch gut auf die Tordifferenz auswirken. Nicht angetreten bedeutet ja, dass das Spiel nur 0:3 gewertet wird!

Anyway, nach dem Spiel fahre ich dann mit meinen Eintracht-Buben zurück in hessische Gefilde, wo ich in Seeheim die Nacht verbringen und dann am Montag zurück in die Schweiz tingeln werde. An besagtem Montag mache ich dann entweder RECOMP (Radfahren, Schwimmen oder Wohnung putzen) oder einen kleinen Lauf. Aber auch das werde ich dann sehen…

Mittwoch, 20. August 2008

1-2-3-2-1 Fahrtenspiel - Intervalle Episode 2

Ich habe Schmerzen!

Eigentlich ist damit alles gesagt, und ich könnte diesen Post hier getrost beenden. Da ich aber (was meine Marathonanmeldung und mein langjähriges Dasein als Eintracht-Fan zeigt) stark masochistisch veranlagt bin, kann ich die ganze Misere auch nochmal in allen Einzelheiten aufarbeiten.

Der Tag begann mit einer fantastischen Neuigkeit. Als ich heute ins Büro kam, hatte ich eine Email vom Platzwart des FC Brugg in meinem Postfach. Der Platz gehört nicht dem Fussballclub, sondern der Stadt Brugg und die Tartanbahn ist allen Menschen öffentlich zugänglich. Einzig der Trainingsbetrieb des FC Brugg darf bei etwaigen Aktivitäten auf der Bahn nicht gestört werden! Mach ich natürlich nicht...

Damit war meine Vorfreude auf das heutige Training eigentlich ungetrübt, auch wenn sich später herausstellen sollte, dass ich die Tartanbahn gar nicht gebraucht hätte... Nach der Arbeit war ich kurz zu Hause um mich kurz auszuruhen und umzuziehen. Gegen halb 8 machte ich mich dann auf den Weg nach Brugg. Zuerst dachte ich noch darüber nach, das Fahrrad zu nehmen. Aber da ich wusste, dass ich sowieso (auch ohne eine Bergetappe als Finish) Blut kotzen würde, liess ich es sein. Und das war auch gut so!

Am Sportplatz angekommen stellte ich fest, dass die Laufbahn von vermutlich privaten Leuten sehr rege genutzt wird; ich also wohl keinen Sonderfall darstelle. Nachdem ich meine Tasche abgelegt hatte, machte ich mich gleich ans aufwärmen. Aber schon auf diesen 3-4 Runden merkte ich, dass meine Beine alles andere als regeneriert waren. Das sind sie zwar grundsätzlich nicht zu 100%, aber im heutigen Fall fühlten sich meine Beine fast an, wie am Montag als ich von meinem Lauf zurückkam. Ich WUSSTE, dass heute wirklich gar nichts ging. Da ich jetzt aber schon mal die ganzen 2 Minuten extra hergefahren war, wollte ich zumindest ein kleines (Intervall-)Training machen.

Ich erinnerte mich an meine alte Vorstellung vom 1-2-3-2-1-Fahrtenspiel; nämlich die Einheiten als Minuten zu nehmen und machte mich entsprechend an dieses Training. Das ist im übrigen auch der Grund, warum ich letztlich keine Tartanbahn gebraucht hätte; für Minuten muss man ja keine Distanzen kennen.

Schon in der ersten Tempominute merkte ich, dass Kilometer wirklich GARNICHT gegangen wären. Ich machte zwischen den Tempoabschnitten immer 30 Sekunden langsam, musste diese Passagen aber schon bald verlängern, da ich komplett fertig war. Zwar dauerte das ganze Fahrtenspiel „nur“ etwa 15 Minuten, allerdings fühlte ich mich danach wie nach einem Gewaltmarsch der übelsten Sorte. Nach 2-3 Minuten Pause ging es mir dann aber wieder ganz gut; ZU GUT offensichtlich. Denn ich entschied mich für eine zweite Runde Fahrtenspiel. Dies tat zwar anfangs wieder besonders weh, wurde aber besser, so dass es mir zum Ende hin beinahe „Spass“ machte. Es ist aber wirklich krass, wie man sich während dem Laufen Schmerzen zufügt, beisst, und einfach weitermacht. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man alleine dadurch Kräfte freisetzt, weil man seine Beine eh nicht mehr spürt und man zudem Stolz darauf ist, durchzuhalten, bzw. durchgehalten zu haben! Vor allem jetzt, gut 3 Stunden danach, ströme ich irgendwie Glückshormone aus wie ein Bekloppter. Obgleich meine Knie, Oberschenkel und Waden brennen wie die Sau und ich heute nur sehr schwer werde einschlafen können!

Leider habe ich keine vernünftigen Aufzeichnungen zu meinem heutigen Lauf. Der Grund ist, dass ich vergass auf „Stop“ zu drücken als ich fertig war. Erst nachdem ich schon wieder im Auto nach Riniken sass, fiel mir das ein. Aber unterm Strich ist die Analyse von Puls und Zeit bei Intervallläufen natürlich eh etwas schwierig. Daher: sei’s drum!

In meinen letzten zwei Laufminuten kam mir dann eine noch bessere Idee für das Fahrtenspiel. Ich hätte die 1-2-3-2-1 Einheiten weder in Kilometern, noch in Minuten absolvieren sollen. Ich hätte einfach Runden nehmen sollen. Wäre bei vorhandener 400m-Bahn absolut perfekt gewesen. Aber gut, falls ich nochmal so ein Fahrtenspiel mache, weiss ich bescheid!

Als Fazit für heute bleibt aber auch bestehen, dass ich es tunlichst vermeiden sollte, müde zu trainieren. Das heute war definitiv nicht besonders intelligent, allerdings kann man ja auch nicht von „Übertrainiertheit“ reden, wenn man einmal mit Muselkater läuft. Dazu gehört schon ein bisschen mehr. Mein Problem ist, morgen will ich eigentlich wieder laufen. Wollen ist zwar relativ, aber ich habe am Freitag keine Zeit zu laufen; ebenso wie Sonntag. Und wenn ich nun morgen wegen Müdigkeit nicht laufe, dann müsste ich ja zwei Tage Pause machen; das will ich natürlich auch nicht. Stichwort Superkompensation; zu lange sollte man nach einem Intervalltraining nicht bis zum nächsten Lauf warten… Ich denke schon, dass ich morgen laufen werde; wenn auch einen SEHR ruhigen Lauf, der eher so was wie Auslaufcharakter haben wird!

Dienstag, 19. August 2008

Wetterbeding trainingsfrei - Vorbereitung Intervalle Vol. 2

Heute ist einer dieser Tage, an denen ich zufrieden darüber bin, dass ich meinen Trainingsplan in die Tonne getreten habe. Laut Trainingsplan gibt es kein schlechtes Wetter ebenso gibt es kein „keine Zeit“. DOCH, gibt es wohl; guck doch einfach mal ausm Fenster!!!

Da ich mir für heute eh nur Fahrradfahren ausgesucht hatte, konnte ich die Geschichte (aufgrund akuten Regenfalls) ohne schlechtes Gewissen absagen. Grundsätzlich wollte ich eh nur meine Laufstrecke abfahren und mir (geistige) Kilometermarkierungen machen. Zudem wollte ich am meinem Waldrand-Abschnitt 1-, 2- und 3-Kilometer lange Strecken für mein Intervalltraining abmessen. Die brauche sich für morgen. Aber da Fahrradfahren ja nicht so wahnsinnig anstrengend ist, sollte es machbar sein, dass ich diese Ausmessungen erst morgen unmittelbar vor den Intervallen durchführe.

Ein kleinen Schock habe ich gestern übrigens noch bekommen, als ich mir in meinem Buch die Passage Intervallläufe nochmal verinnerlicht habe. Hierbei hat mich (aus aktuellem Anlass) natürlich insbesondere das 1-2-3-2-1-Fahrtenspiel interessiert. By the way: dem Sadist, der die Geschichte „Spiel“ genannt hat, gehört mal sowas von übelst die Fresse poliert. Aber okay, keine Gewaltphantasien an dieser Stelle. Ja, zurück zu meinem Schock. Bei diesem Fahrtenspiel war ich eigentlich davon ausgegangen, dass man 1 Minute schnell, eine Minute langsam, 2 Minuten schnell, 2 Minuten langsam, etc… laufen sollte. Hatte mich schon regelrecht auf morgen gefreut. Hätte ja bedeutet, dass ich gerade mal 18 Minuten trainieren müsste; davon nur 9 Minuten mit hoher Intensität. Hatte sogar schon drüber nachgedacht, die Geschichte dann einfach zweimal zu absolvieren. Und selbst das wäre ja – mit gerade mal 18 Minuten Training – eher ein Witz. Das mit dem Witz nehme ich seit gestern zurück. Denn wie ich feststellen musste, stehen die Ziffern beim Fahrtenspiel nicht für Minuten, sondern für Kilometer. Und dazwischen vor allem nicht die gleiche Distanz in langsam, sondern jeweils nur 3 Minuten Pulsberuhigung. Oh fuck! Oh fuck, OH FUCK!!!

Wenn ich daran denke, wie ich bei den 400m-Intervallen eingebrochen bin, wie soll das dann bitte morgen bei 3000 Metern werden? Ich muss ja fast schon lachen (so traurig das auch ist) wenn ich nur daran denke wie ich mich morgen zurichten werde. Und dazwischen grade mal 180 Sekunden langsam, das geht echt gar nicht. Naja, mal abwarten...

Mit dem Abmessen der Strecke habe ich natürlich ein kleines Problem. Erstens ist meine Waldstrecke keine 3 Kilometer lang und selbst wenn sie es wäre, würde mir das nicht ausreichen. Bräuchte eine mindestens 10 Kilometer lange Strecke, da ich es ja nicht schaffe in den jeweils 3 Minuten Zwischenphase die 1, 2 oder 3 Kilometer zurückzulaufen und dann wieder direkt an der richtigen Kilometermarkierung rauszukommen. Ein Dilemma… Da mir dieser Umstand gestern schon klar wurde, kam ich zum Ergebnis, dass mir eigentlich nur ne richtige Tartanbahn helfen kann. Aus diesem Grund habe ich auch (per Mail) nochmal beim FC Brugg angefragt, ob ich auch als Nicht-Mitglied auf den Rundkurs darf. Bisher noch keine Antwort und ich fürchte die bekomme ich auch vor morgen nicht. Ersatzweise kann ich die Distanzen also entweder nach bestem Wissen und Gewissen laufen, oder aber ich gehe nach Turgi zur ABB aufs Laufband. Da habe ich allerdings nicht so wirklich Bock drauf. Ist halt einfach nicht das gleiche wie draussen und (zumindest sofern das Wetter mitspielt) sollte das eher die Notlösung werden, als der Normalfall.

Zwei sehr positive Nachrichten haben sich gestern übrigens noch ergeben. Ich habe (in weiser Voraussicht) die 3 Tage nach meinem Marathon Urlaub genommen, um dann zumindest ein paar Tage regenerieren zu können. Nun hat mich mein Chef gestern gefragt, ob ich nicht die ganze Woche Urlaub nehmen will. Ich konnte es gar nicht fassen. Hatte extra nur bis Mittwoch beantragt und hätte nie von selbst gefragt ob ich die ganze Woche haben kann, da ich mit den zwei Zusatztagen ja die komplette letzte Oktoberwoche verpasse. Unglaublich, damit verpasse ich in meinen fast 3 Jahren ABB erstmals überhaupt einen Monatsabschluss – das hat es wirklich noch nie gegeben. Habe meinen Chef auch auf den Monatsabschluss hingewiesen, aber für ihn war es in Ordnung. Später kam es noch besser. Keine Ahnung, ob sie ihm irgendwas ins Frühstück gemischt haben, aber als wir dann schon beim Thema Marathon waren, bot er mir für den Fall, dass ich den Marathon in 4:30 Stunden schaffe, sage und schreibe 5 KÄSTEN BIER an. Es handelt sich dabei zwar wahrscheinlich nur um schweizer Bier, aber immer noch besser als nix. Damit wäre natürlich meine „Finishen ist alles“-Motivation nochmal zu überdenken...

Ansonsten noch eine schlechte Nachricht: mein Orthopädie-Fachgeschäft-Berater ist bis Mitte September in Flitterwochen. Somit kann ich die Einlagen bis 12. September nicht anpassen lassen. Das bedeutet für mich zunächst einmal, dass ich am Freitag meine Brooks-Schuhe umtausche und mir andere hole (sie aber als mögliche Alternative im Hinterkopf behalte). Vielleicht behalte ich auch die Brooks und hole mir am Freitag noch ein zusätzliches Paar. Aber das lasse ich vom (mit Sicherheit objektiven) Rat des Verkäufers abhängig machen. Ich werde es sehen! So, „Dr. Psycho“ ist leider Dienstags nicht mehr; die Staffel ist zu Ende. Stattdessen kommt aber die neue Staffel „Switch Reloaded“, was ein mehr als adäquater Ersatz ist! Morgen nach meinem (mentalen Misshandlungs-) Lauf melde ich mich wieder; sofern ich ihn überlebe!

Montag, 18. August 2008

Ich hab´s gewusst - 12 Kilometer

Ich hab´s gewusst, ich hab´s gewusst, ICH HAB´S GEWUSST. Kaum nehme ich die anderen Einlagen raus aus den Schuhen, schon laufe ich mir Blasen damit. Ich muss allerdings einschränkend sagen, dass ich die Blase während dem Laufen nicht gespürt habe. Habe es die ganze Zeit nur für eine gereizte Stelle gehalten. Nachdem ich die Schuhe aber ausgezogen hatte, wurde ich leider eines Besseren belehrt.

Die Folge wird zunächst sein, dass ich am Mittwoch nochmal einen Termin bei meinen Einlagen-Machern ausmachen werde. Die sollen vielleicht nochmal ein paar Milimeter wegnehmen. Dann kommt am Donnerstag der nächste Test mit den Schuhen. Sollte es dann aber immer noch nicht besser sein, werde ich sie wohl umtauschen müssen. Wäre kein allzu grosses Drama; da ich mit ihnen eh noch nicht so 100%ig zufrieden bin. Musste heute auf meinem Lauf auch kurzzeitig pausieren; da eine Stelle an meinen Zehen geschrubbt hat. Das Problem liess sich zwar über das Verstellen der Lasche ablegen, aber ich glaube danach fing die Blasenbildung an. Wie gesagt: Donnerstag kommt nochmal ein Test; falls die Brooks den nicht bestehen, fahr ich auf dem Heimweg am Freitag über Lörrach und hole mir andere. Problem: MIR LÄUFT DIE ZEIT WEG!!! Ich kann jetzt nicht noch zehnmal irgendwelche Schuhe testen und diese dann vor allem schon gar nicht „langsam“ mit kurzen Läufen an meine Füsse heranführen. Ab übernächste Woche laufe ich wohl nicht mehr unter 15 Kilometer – wann soll ich da neue Schuhe „behutsam“ aufbauen?

Ansonsten habe ich mich heute mal wieder mit den widrigen Bedingungen hier oben rumgeärgert. Es war eigentlich viel zu heiß zum Laufen. Dazu stinkt es auf dem ganzen Lauf überall nach Kuh- und Pferdescheiße, bzw. allgemein nach Dünger. Das ist echt nicht zu ertragen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, werden so auch Viecher en masse angelockt. Und diese Drecks-Fliegen etc. haben mich teilweise echt über mehrere Minuten begleitet und belästigt. Dazu hat’s teilweise echt ganze Schwärme von kleinen Fliegen. Da kann man nicht mit offenem Mund laufen. Und was das für meine Sauerstoffversorgung, alias meinen Puls, bedeutet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Alles in Allem kann man echt nur sagen, dass ich hier unter absolut irregulären Bedingungen arbeiten muss. Daher bereite ich derzeit ein Klage vorm CAS vor.

Von oben Umständen abgesehen war der Lauf eigentlich ganz in Ordnung. Meine Beine waren nur leider komplett übermüdet. Und ab sofort muss ich darauf gut achten, und nicht mehr darauf oder darüber trainieren. Superkompensation ist nur möglich, wenn der Körper ausreichend regeneriert ist. Schlimmstenfalls führt mein „Übertraining“ (wenn es das denn wäre) zu einer negativen Superkompensation; die absolute Horrorvorstellung für Ausdauertraining!!! Anyway, werde mein Training wohl bald ein bisschen zurückschrauben. Aber erst Ende der Woche!

Ich beschloss, heute mit einem bewusst tiefen Puls zu laufen. Denn wenn ich im Moment irgendetwas dringend brauche, dann sind es Läufe im aeroben Bereich. Durch die brütende Hitze und meine müden Beine musste das Tempo sehr zurückstecken um einen tiefen Puls zu erreichen! So gesehen war der Lauf eigentlich dann auch ganz erfolgreich. Einer Zeit von 1:29 Stunden stand eine Durchschnittspuls von 158 gegenüber. Von der Zeit sollte ich 2 Minuten abziehen, da ich ungefähr so lang brauchte um (im Schneidersitz auf dem Waldweg sitzend) meinen Schuh zurechtzuzubbeln. Allerdings hat sich in der Zeit natürlich auch mein Puls beruhigt; daher lasse ich die Zeit einfach drin. Mein Höchstpuls war 170; ich schätze mal das war irgendwo bergauf inmitten eines meiner Insekten-Aggressions-Anfällen. Aber selbst wenn nicht wäre 170 noch gerade so am Rande des akzeptablen – zumindest für einen kurzen Moment.

Oh fuck, schon wieder nach 12. Das liegt vor allem daran, dass mich Fabian und Tobic jeweils stundenlang am Telefon belästigt haben. Schrecklich sowas... Jup, und jetzt mache ich dann mal lieber Feierabend. Muss außerdem noch dringend meine Oberschenkel daumendick mit Entmüdungscreme einreiben. Richtig gelesen! Entmüdungscreme; NICHT Enthaarungscreme – ich nutze schließlich nicht alle Produkte der Firma meiner Schwester; nur weil ich sie kostenlos bekomme. Wobei das auf jeden Fall ne Option wäre. Mit Beine rasieren könnte ich wahrscheinlich locker auf einen Schlag 2 Kilo abnehmen. Würde mich meinem Marathon-Kampfbericht schon mal etwas näher bringen. A propos: Ernährungsplan läuft soweit super, auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass er (in Fett-/Gewichtsabbau ausgedrückt) wirklich anschlägt. Ist schon clever wenn man einerseits Gewicht abbauen muss und dann aber andererseits keine Batterien für seine Waage hat. Naja, anderes Thema.

Zurück zur eigentlichen Sache: die Entmüdungscreme werde ich dringend brauchen. Denn morgen ist RECOMP Fahrradfahren auf dem Programm. Und das für mich die absolute Hölle; da kann von Regeneration/Kompensation mal gar keine Rede sein. Wenn ich mich da nur an meine letzte Radtour erinnere (und vor allem an den Morgen danach) wird mir ganz anders. Am Mittwoch laufe ich dann wieder; und dann wird es ganz übel. Ich habe mir da ein 1-2-3-2-1-Fartenspiel reingelegt. Das klingt jetzt erstmal ganz lustig, aber hinter diesem närrischen Begriff verbirgt sich leider wieder ein Intervalltraining. Naja, we´ll see!

Sonntag, 17. August 2008

Schwimmen und so...

Zunächst mal ein kurzer Nachtrag zu meinem gestrigen Lauf. Denn wie es aussieht, ist die ganze Sache vielleicht doch nicht so problemlos gelaufen, wie ich zunächst dachte. Mir ist nämlich ein ziemlicher Fauxpas unterlaufen. Als ich gestern Abend noch die Schuhe „zum trocken aufhing“ und dafür meine Einlagen rausnahm, musste ich feststellen, dass das Standard-Fussbett aus dem Hause „Brooks“ noch im Schuh war. Ich hatte also meine Einlagen über die Standard-Einlagen gelegt und war damit gelaufen. Das ist so natürlich nicht der Plan. Zwar könnte man notfalls drüber nachdenken, ob ich das einfach immer mache, aber wie ich gestern erwähnte, fand ich die Schuhe nicht so 100%ig bequem; ich denke mal das dürfte der Grund dafür gewesen sein. Jetzt könnte man das zwar auch positiv sehen (könnte ja ein Grund für die schlechte Zeit und den schlechten Puls sein), aber als ich die Schuhe heute auf dem Weg zum Schwimmbad nur mit meinen Einlagen trug, merkte ich direkt, dass die Dinger direkt an den gereizten Blasenstellen rieb. Ich fürchte, ich laufe mir mit denen doch Blasen. Aber das werde ich morgen bei meinem nächsten Lauf erfahren...

Das Schwimmen war eigentlich nicht so aufregend. Eigentlich geht so ne RECOMP-Einheit mindestens eine Stunde, aber darauf hatte ich dann doch keinen Bock. Also beschloss ich einfach einen Kilometer ernsthaft zu schwimmen und dann noch 1-2 Bahnen locker rumzuplantschen. So tat ich es dann auch, was alles in allem etwa 40 Minuten dauerte. Und damit war mein Sportprogramm für heute auch schon wieder beendet!

Wenn es aber schon sportlich nicht viel zu berichten gibt, kann ich mich ja mal zu ein paar andere Sachen äussern, die mir auf dem Herzen liegen:

1. Zukunft:

Zwar hat sich an meinem Entschluss, die ABB und die Schweiz zu verlassen, nichts geändert, am Zeitpunkt aber wohl schon. Ich habe, nach den erfolgreicheren letzten Tagen, nun doch beschlossen, den Marathon in meiner Prioritätenliste wieder vor die Jobsuche zu schieben. Wenn ich beides könnte, würde ich es tun, aber ich habe weder die Zeit, meine Unterlagen vorzubereiten, noch hätte ich die Zeit für Vorstellungsgespräche etc… Neuer Plan ist also, die Jobsuche nach meinem Marathon (26. Oktober) zu intensivieren. Mal davon ausgehend, dass ich frühestens im November einen Job finde, bedeutet das (bei meiner Kündigungsfrist von 3 Monaten), dass ich frühestens ab 1. März 2009 wieder in Deutschland in Lohn und Brot stehe.

2. Andrea Ypsilanti

Was für eine dumme, dreist lügende F..... Es ist echt nicht zu fassen, was die sich erlaubt. So konsequent und kaltblütig dürfte bisher wohl noch niemand einen Wahlbetrug lanciert, bzw. ein Wahlversprechen gebrochen haben. Aus dieser Partei auszutreten war neben der Marathon-Anmeldung (*hüstel*) die beste Aktion, die ich dieses Jahr gebracht habe!!!

3. Olympia:

Dieses Wochenende habe ich erstmals ein wenig Olympia geschaut und ich muss sagen, dass ich den ziemlichen Hass hab. Kann doch nicht wahr sein, dass diese dopingkonsumierenden, menschenrechtsverletzenden Kommunisten-Schlitzköpfe den Medaillenspiegel gewinnen. Wie der Markus schon sagte: es ist einfach nur entsetzlich, wie diese kommunistischen Unterdrücker-Regime auf diesen Prestige-Effekt bauen. Ich habe nun ein paar Live-Berichte gesehen. Am Freitag sah ich noch ein paar Minuten Frauenfussball (das gibt nen separaten Punkt), Samstags vor meinem 15KM-Lauf kam dann Tischtennis und Handball. War echt sauspannend, aber wenn ich auch nur an die Chinesen im Medaillenspiegel denke, vergeht mir direkt wieder die Lust daran. ALLES GEDOPT!!! Im Übrigen habe ich auch festgestellt, dass ich NIEMALS an einem Turnier wie Olympia teilnehmen könnte. Von der Talentlosigkeit mal abgesehen, vor allem auch von meinen „social skills“. Ey, wenn ich gestern Timo Boll gewesen wäre, hätte ich dem komischen Japsen gegenüber original bei jedem von dessen dämlichen Punktgewinnen (inkl. Jubel) mal volles Pfund meinen Schläger in die Fresse gedonnert. Das hat echt saumässig genervt! Aber egal: der Timo hat ja gewonnen...

4. Frauenfussball

So, Frauenfussball. Also ich lege mich jetzt mal fest: das geht wirklich ÜBERHAUPTNICHT. Der nächste der behauptet, Frauenfussball wäre technisch, taktisch und in punkto FairPlay so sauber und deshalb so angenehm anzusehen, der FÄNGT SE!!! Das ist wirklich das allerletzte. Ich habe wirklich nur die zweite Hälfte der Verlängerung von Deutschland-Schweden gesehen und ich habe NOCH NIE in meinem Leben schlechteren Fussball gesehen. Das ist wirklich so was von erbärmlich. Auf Geschichten wie Schusstechnik und Spielübersicht wird offensichtlich ebenso wenig Wert gelegt wie auf einfachste taktische Dinge wie z.B. einen Konter vernünftig zu fahren. Baseball z.B. heisst bei Frauen nicht Baseball, sondern Softball. Vielleicht könnte man das für Frauen“fussball“ auch machen, damit der Begriff „Fussball“ nicht weiter verschandelt wird!

5. echter Fussball

Tja nun, der gestrige Bundesligatag war dann doch nicht so toll, wie es erstmal aussah. Der FC hat sein Spiel doch noch verloren. Und zu allem Übel teilen sich Hoppenheim und die arbeitslosen Bergarbeiter gemeinsam Platz 1 in der Liga. So war das dann eigentlich nicht geplant. Da kann ich ja nur hoffen, dass heute Abend auf die glorreiche SGE Verlass ist; in knapp 40 Minuten geht es los. Edlichendlichendlich hat das Warten ein Ende. Aber wie eigentlich des Öfteren habe ich mal wieder so ein richtig beschissenes Gefühl. Irgendwie glaub ich, dass da heute Abend nichts geht! Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren!

Tja nun, das war es von meiner Seite. Morgen Abend möchte ich gerne 12 Kilometer laufen; wieder mit den neuen Schuhen, aber diesmal „nur“ mit meinen orthopädischen Einlagen. Ich bin jetzt schon nervös und habe irgendwie kein gutes Gefühl...

Samstag, 16. August 2008

Premiere - 15 Kilometer

Premiere, Premiere, Premiere; Zack, Zack, Zack. 3 Premieren innerhalb von nichtmal einer Woche. Das lässt (meiner Meinung nach) die Leistung von z.B. Michael Phelps schon etwas spärlich erscheinen. Ernst beiseite; die Premieren zeigen: im Moment läuft es wirklich (wortwörtlich). A propos Premiere: ziehe mir grade die erste Konferenz der Saison 2008/2009 rein und bin froh, dass die sinnlose Sommerpause endlich vorbei ist. Der FC führt übrigens mit 0:1 beim FC Volkswagen – RESPEKT! Da kann ich ja nur froh sein, dass ich schon Karten für das Spiel nächste Woche hab: sonst würde wahrscheinlich noch ein Spitzenspiel-Zuschlag genommen werden! Noch viel erfreulicher aber: Jones (du Hurensohn) hat einen Tritt auf seine Glasknochen bekommen und musste verletzt raus. Ach herrlich, morgen noch ein Sieg gegen die türkische Hauptstadt und es kann von einem rundum erfolgreichen Saisonauftakt gesprochen werden!

Ach ja richtig, das ist ein Laufblog – kein Fussballblog. Heute lief ich also meine bisher weiteste Distanz: 15 Kilometer. Und grundsätzlich war die Leistung eigentlich relativ in Ordnung, auch wenn es noch an einigem gehapert hat. So lief ich ziemlich langsam, während ich mit meinem schlechtesten Allzeit-Puls kämpfen musste. War schon seltsam, nach etwa 500 Metern war der bei 169, und wollte auch nicht mehr runter – ganz im Gegenteil. Selbst zusätzliche Temporverringerungen konnten da nichts ausmachen. Allerdings habe ich auch schon diverse Erklärungen dafür parat. Meine Beine waren von vorgestern definitiv nicht ganz regeneriert. Zudem war es halt mal wieder ein Vormittagslauf kurz nach dem Aufstehen. Aus dem Bett bin ich so gegen halb Elf, losgelaufen etwa gegen 11.15 Uhr. Dazwischen habe ich ein bisschen Olympia geguckt: Handball und Tischtennis. Oh Mann, war das spannende. Schon da hatte ich nen Puls weit über 100. Gefrühstückt hatte ich nicht, damit lag meine letzte Mahlzeit circa 18 Stunden zurück. Könnte auch ein Grund für die schlechte Leistung gewesen sein, da ich förmlich merkte, wie mir die Kraft ausging. Unterm Strich kann man sagen: ohne Energien und ohne vollständig wachen Kreislauf geht nicht wirklich viel. Das sind definitiv zwei Punkte, die ich DRINGEND trainieren muss.

Klar ist aber auch, dass ich nicht kurz vor einem Lauf frühstücken kann. Aber im Nachhinein hätte ich vielleicht mal vorher einen Power-Riegel essen sollen. Zumal das Konsumieren dieser Power-Riegel und Power-Gels ebenfalls explizit trainiert werden muss. Wenns schlecht läuft, nimmt der Körper (Magen und Darm) die Dinger nicht gleich an. Naja, wie auch immer: das nächste Mal bin ich schlauer. Auch flüssigkeitstechnisch sehe ich Verbesserungsbedarf. Hatte eine Flask Wasser von meinem Laufgürtel dabei, aber das war zu wenig. Hatte die ganze Zeit über totalen Durst.

Die Facts zum Lauf lauten wie folgt: Distanz 15 Kilometer, Zeit: 1:40 Stunden, durchschnittlicher Puls 171 (!!!), höchster Puls 182.

Der Puls ist halt wirklich der negative Hammer. 171 sind einfach mal über 85% meines HFmax, eigentlich hätte ich den Lauf nur in 70% absolvieren sollen. Das wären zwar unmögliche 140 gewesen; aber ich hätte mir zumindest einen Puls von kleiner 160 gewünscht!

Nicht zu vergessen aber: es gibt nicht nur Grund zum Ärger. Ich habe einen 15 Kilometer-Lauf absolviert, ohne dass dabei grössere Probleme aufgetreten sind. Klar, die letzten 1-2 Kilometer bin absolut auf dem Zahnfleisch gelaufen. Das war echt eine Qual. Aber immerhin habe ich durchgehalten. Zudem habe ich mir mit meinen neuen Laufschuhen KEINE Blase gelaufen. Zwar ist meiner Problemstelle etwas gereizt, aber ich habe mich ja auch nicht an die Empfehlung des Verkäufers gehalten und bin eben nicht mit 5 Kilometern eingestiegen, sondern mit 15. Normalerweise sollte sich an der Stelle ja ein bisschen Hornhaut bilden. Dann würde sich das Problem wohl auch erledigen, bzw. verbessern. Mit der Stütze des Schuhs war ich absolut zufrieden, habe soweit keine überdurchschnittlichen Beschwerden in meinen Füssen. In Sachen Bequemlichkeit und Passform haben die Schuhe und ich aber noch nicht 100%ig zu uns gefunden, was aber nicht an der Länge lag. Da teile ich seit heute die Meinung des City-Sport-Verkäufers, dass ich die vertrage. Anyway, auch wenn ich die Brooks noch nicht vollends in mein Herz geschlossen habe (sozusagen von „Addiction“ noch nicht viel zu spüren ist), so war der Anfang doch einigermassen zufriedenstellend!

Tja nun: jetzt bin ich erstmal nur glücklich, dass ich den Lauf hinter mich gebracht habe und dass meine Haut und meine Knochen mitgemacht haben. Ich sprühe regelrecht Glückshormone aus denn vor allem freue ich mich, auf die nun folgenden 1,5 (quasi-) trainingsfreien Tage. Morgen will ich dann die am Freitag ausgefallene RECOMP machen; also etwa 60 Minuten schwimmen gehen! Den nächsten Lauf möchte ich gerne am Montag machen (vielleicht auch am Dienstag), dann aber erstmal wieder nur 12 Kilometer!

Freitag, 15. August 2008

Nächster Laufschuhversuch - Equipment VII

So, schwimmen war ich heute nicht, hauptsächlich wetterbedingt. Hier hat es heute einfach den ganzen Tag geregnet. Nun sollte man meinen, das sei nicht allzu schlimm, wenn man sowieso schwimmen gehen will. Aber das Wetter war mir selbst zu übel um auch nur vom Parkplatz zum Schwimmbad zu laufen, daher ließ ich es sein. Im Großen und Ganzen wohl auch keine ganz schlechte Entscheidung, denn ich merke wie absolut müde ich bin. Dieser heutige Ruhetag wird mir gut tun, und er verbessert die Aussicht auf die morgigen 15 Kilometer erheblich!

Trotz fehlender sportlicher Leistungen finde ich heute aber wieder ein Thema für den Blog; nämlich meine neuesten Laufschuhe. Gestern nach der Arbeit fuhr ich nach Lörrach, um mir dort endlich ein Paar zuzulegen, dass ich blasenfrei und bequem nutzen kann.

Von Thomas wurde mir dort das Lauffachgeschäft „City-Sport“ empfohlen; und das völlig zu Recht. Ein absolut überragendes Geschäft, mit hochkompetenter Beratung und einmaligem Service. Mein gestriger Verkäufer ist selbst Marathonläufer, was schon allein zu einer erheblichen Vertrauensvergrößerung führt. Eigentlich war ich mit der festen Absicht gekommen, auf JEDEN Fall Schuhe von New Balance zu kaufen. Sind ja schließlich die einzigen, mit denen ich blasenfrei laufe. Letztendlich sollte es dann aber doch anders kommen. Der Verkäufer empfahl mir AUFS HEFTIGSTE ein Paar „Brooks“ – keine Ahnung was das für ein Hersteller ist, habe ich gestern erstmals gehört. Nachdem ich ein paar verschieden Paare anhatte, empfahl er mir die Wahl zwischen einem aus dem Hause „Asics“ und eben dem von Brooks. Da ich mit Asics mit meinen letzten Schuhe schlechte Erfahrung gemacht hatte, nahm ich nun diese und bin sehr gespannt auf meinen ersten Lauf.

Die Bezeichnung des Schuhs ist übrigens „ADDICTION“, was englisch ist und soviel heißt wie Sucht, Hingabe oder Abhängigkeit. Na, da kann ich ja nur hoffen, dass in dem Fall der Name Programm ist:

Der Schuh ist extrem groß (lang), was mich schon ein bisschen irritiert. Allerdings hat der Verkäufer gesagt, dass ich das schon gut vertragen könnte. Ich habe nun zwar mehr als eine Daumenbreite Platz vorne im Schuh, aber ich muss es jetzt wohl einfach mal probieren. Meine Einlagen haben nun im Schuh ebenfalls 1-2 Zentimeter Spiel, durch den Druck beim Auftreten und Abrollen, dürften die sich aber eigentlich nicht bewegen. Peinlicherweise sehen die Schuhe an meinen Füßen echt aus wie Titanic-Rettungsboote. Sind halt schon einfach SEHR groß, aber morgen weiß ich mehr. Dann kann ich immer noch rummeckern…

Im Übrigen lief ich (nur zum ersten Eindruck für den Verkäufer) auch mal kurz meine alten New Balance. Und zu meinem Erstaunen sagte er, dass der Schuh meine Überpronation absolut ausreichen stützt. Das war eine gute Nachricht, da sie bedeutet, dass ich den Schuh notfalls auch mal zwischendurch laufen kann. Einzig die mittlerweile abgenutzt Dämpfung ist ein größeres Problem.

Ganz nebenbei ist mir auch noch was ziemlich peinliches passiert. Eigentlich dürfte ich es gar nicht erzählen, aber gut… Ich habe dem Verkäufer ziemlich ausgiebig erklärt, warum ich welche Schuhe gerne hätte, welche mir an der Ferse zu weit sind, oder vorne zu eng, welche meiner Meinung nach zu viel oder zu wenig stützen etc… Man könnte also meinen, dass ich zumindest ein wenig Ahnung hätte von Laufschuhen. Als ich bezüglich meiner neuen Riesenschlappen zum Anfang hin erwähnte, dass ich in denen zu viel Spiel an der Ferse hätte, sagte der Kollege nur: „Ja, kannste ja dann alles über die Schnürsenkel regeln; einfach in die allerletzte Öse ziehen“. Nach einem kurzen Blick auf den Schuh sah ich die hinterste Öse, die praktisch schon seitlich am Schuh verlief. Total überrascht und begeistert wäre mir beinahe ein „poch, was es heutzutage nicht alles gibt“ über die Lippen gerutscht. Gut so Matze, dass du DEIN MAUL gehalten hast. Denn wie ich mittlerweile feststellen musste, hat diese Öse original JEDER Laufschuh. Selbst meine 4 alten/aktuellen Paare haben alle diese Öse – ich habe sie einfach noch nie gesehen. Fuck, ist das peinlich. Der Typ hätte mich ja einfach mal nur für komplett bescheuert gehalten, wenn ich dazu was gesagt hätte. Positiver Nebeneffekt dieser Löcher: vielleicht lösen die bereits das Blasenproblem bei meinen bestehenden Schuhen.

Als wäre der Tag nicht mit den neuen Laufschuhen, den Anti-Blasen-Socken und der Erkenntnis der Bonus-Öse schon gut genug gewesen, kam dann noch der Oberhammer. Nachdem ich ihm erzählte, dass meine Asics ein totaler, blasenbildender Fehleinkauf waren (ich aber leider die 14-Tage-Rückgabefrist verpasst hatte), bot er mir an, die Schuhe einzuschicken und vom Hersteller eine Gutschrift einzufordern. Ich willigte natürlich ein und wenn’s gut läuft bekomme ich die Kohle für das Drecksding wieder. Diese würde ich dann natürlich bei City-Sport in ein zweites Paar vernünftige Schuhe investieren. Aber ein Schritt vor dem anderen; jetzt müssen erstmal die Brooks was taugen. Morgen haben sie ihre erste Bewährungsprobe, Lauf über 15 Kilometer. Um schon mal eine mögliche Wettkampfkombination einzustudieren werde ich dazu morgen auch meine Kompressionsstrümpfe tragen. Oh Mann, wenn das klappt wäre das der absolute Durchbruch. Ich drücke jetzt schon die Daumen wie Sau…

Mr. City-Sport hat zwar gesagt, ich solle die Schuhe behutsam an meine Füße heranführen (mal nur 2 Stunden privat tragen, dann nen Tag lang tragen, dann mal 5 Kilometer laufen, etc…) aber ich bin viel zu gespannt auf die Dinger als dass ich morgen nur 5 Kilometer laufen könnte. Allerdings halte ich mir die Option offen, den morgigen Lauf je nach Fußverhalten auf 10 Kilometer zu reduzieren!

So, ich knall echt gleich mitm Kopf aufn Tisch. Bin sowas von müde – unfassbar. Gehe jetzt auch direkt ins Bett pennen. Wobei halt, bei näherer Überlegung werde ich wohl mal meinen Fernseher ins Schlafzimmer hiefen und mir dann reinziehen wie Bauern und HIV die Saison entweihen. Die zweite Liga ließ sich heute schon mal sehr unterhaltsam an. Abgesehen davon, dass die Scheiß Holländer gleich erster Tabellenführer sind…

Noch ein kleiner Ausblick auf den nächsten Lauf: die Bedingungen morgen sollen fantastisch sein. Den ganzen Tag über liegen die Temperaturen zwischen 11 und 20 Grad Celsius; die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 0-40%. Ich würde mal sagen: ES IST ANGERICHTET!!!

Donnerstag, 14. August 2008

Premiere - Intervalltraining

Jaja kann man mal sehen: es hat bei mir derzeit ne ganze Menge Premieren. Heute stand erstmals ein Intervalltraining auf dem Plan, und das hatte es wortwörtlich in sich. Überhaupt war heute ein extrem ereignisreicher Tag. Ich habe neue Laufschuhe, neue Anti-Blasen-Laufsocken, einige neue Erkenntnisse und so weiter und so fort. Aber da ich morgen sowieso nur schwimmen gehe und entsprechend nicht allzu viel zu erzählen haben werde, berichte ich davon einfach morgen und gehe heute mal nur auf das Intervalltraining ein.

Den Sinn (Superkompensationseffekt & Wettkampfhärte) hatte ich ja schon mal erläutert, ebenso die praktische Vorgehensweise (Mischung aus sehr schnell & sehr langsam). Das ist natürlich alles Theorie, umso erfreulicher, dass ich heute mal zur Praxis gefunden habe. Es standen 7 x 400m – Intervalle auf dem Plan. Also immer 400m schnell, und dann 400m langsam, bis der Puls auf ein gewisses Maß sinkt. Davon 7 Durchgänge.

Das schwierigste war eigentlich, eine vernünftige 400m-Bahn zu finden. In Seeheim wär ich einfach ins Christian-Stock-Stadion gegangen – FERTIG AUS. Aber ich bin nun mal nicht in Seeheim und hier unten gibt es keine öffentlichen Stadien. Die einzige 400m-Tartan-Bahn, die ich hier kenne gehört dem FC Brugg und ist (ganz im Stile vom Berliner Olympiastadion) in blau gehalten:

Anyway, da ein Zaun aussen rum ist, kommt man wohl nur als FCB-Mitglied rein. Das macht für mich aber keinen Sinn, so ne Bahn brauche ich ja maximal 2-3 Mal. Als ich meine Kollegen nach einer öffentlich zugänglichen 400m-Bahn fragte, war die einstimmige Antwort: FINNENBAHN.

Jetzt stellt Ihr Euch vermutlich die Frage: was ist eine Finnenbahn? Nun, das tu ich ebenfalls, denn ich habe keine Ahnung. Mein Chef erklärte mir das als eine 400m-Bahn (vergleichbar mit einer normalen Tartanbahn), die aus einem ganz speziellen, knochen- und gelenkschonenden Material ist und irgendwo in der Pampa gebaut wird, damit alle Leute dort gesund laufen können. Aus was das Material aber ist, konnte er nicht erklären. Sobald man konkret werden muss, tun sich Schweizer extrem schwer; das kann man wirklich pauschal sagen. Hier ist einfach alles nur „speziell“. Zurück zur Finnenbahn: habe mir mal bei „Google Pics“ ein paar Bilder angeschaut. Das Material sieht aus, wie ne Mischung aus Sägespähnen und Rindenmulch. Hier mal ein neutrales Bild, aber da gibt’s auch echt ganz arg peinliche Bilder mit ganz arg peinlichen Leuten...

Naja, jedenfalls habe ich mich hier dann auf die Suche nach ner Finnenbahn gemacht. Gemäss Internet sollte es auch im Brugger Wald eine geben. Daher machte ich mich nach den Simpsons auf den Weg nach Brugg und auf eine endlose Suche nach diesem verdammten Ding. Gemäß Internet sollte da (wo auch immer) eine Finnenbahn UND ein Vita Parcours (die schweizer Antwort auf das, was wir einen Trimm-Dich-Pfad nennen) sein. Ich wurde von Passanten nach Nord und Süd, nach West und nach Ost geschickt, bis ich später zur Erkenntnis kommen musste, dass einige Leute wohl die Begriffe Finennbahn und Vita Parcours als Synonyme verwenden. Anyway, ich gab die Suche nach dieser exakt abgesteckten 400m-Strecke auf und beschloss, mir selbst eine 400m-Strecke auszumessen. Da ich aber nun schon mal am Vita Parcours war, lief ich dort eine Runde zum Aufwärmen, allerdings ohne die Übungen an den Stationen durchzuführen. Nach ungefähr 100 Meter laufen, stolperte ich allerdings über ne asoziale Wurzel und flog erstmal gepflegt SOWAS von auf die Fresse. Mannmannmann, war ich froh, dass das keiner gesehen hat – OBERPEINLICH. Aber innerhalb von ner Millisekunde hatte ich mich auch schon wieder aufgerappelt und war wieder unterwegs. War aber dank der ganzen Wurzeln eher ein Hindernislauf und mir persönlich war die Verletzungsgefahr viel zu hoch, als dass ich das nochmal machen würde. Geil, und sowas nennt sich dann „Vita Parcours“…

Als ich die Runde durch hatte, checkte ich meinen Fitness-Zustand am Vita-Parcours-Aushang. Ausgezeichnet = 14 Minuten, Gut = 16 Minuten, Befriedigend = 18 Minuten. Das waren die angegebenen Zeiten OHNE ÜBUNGEN. Ich checkte meine Uhr und konnte 10:19 Minuten vorweisen. Also entweder ich bin versehentlich nen Umweg gelaufen, oder aber die Tafel nimmt Wachkomapatienten als Referenz. Ganz, ganz seltsam…

Nun war ich bereit für meine Intervalle und lief (nach bestem Wissen und Gewissen) eine 400 Meter lange Strecke ab. Obs wirklich 400 waren, werde ich am Sonntag mal mitm Fahrrad ausmessen. Bin gespannt. Die Strecke war leider nicht ganz eben. Daher beschloss ich, die schnellen Sektionen bergauf zu machen, und die Pulsberuhigung bergab. Andersrum wäre es denke ich etwas witzlos gewesen.

Alter Schwede, das hat aber mal gebrannt!!! Schon nach den ersten 400 Metern war ich ziemlich fertig, nach dem zweiten Durchlauf war ich ziemlich im Arsch und ab der dritten komplett alle. Nach dem ersten Sprint noch nen Puls von 171, der sich nach der Beruhigungs-Sequenz auf 157 senkte. Das wurde aber beides immer höher. Später hatte ich am Ende des schnellen Laufs nen Puls von 187, der sich auch nach dem langsamen Teil nicht mehr unter 169 senken ließ. Zum Ende hin senkten sich dann aber auch beide Geschwindigkeiten. Schnell ging einfach immer schwieriger und beim langsamen Teil machte ich wirklich SO LANGSAM ICH NUR IRGENDWIE KONNTE. Klassisches Zeitspiel halt…

In der letzten Sprint-Runde gab ich nochmal alles, wobei mir dann auch etwas schwindlig und dunkel vor Augen wurde. Ein eindeutiges Zeichen, dass ich genug für heute hatte. Fazit: Intervalltraining ist echt asozial. Das einzig positive an den Abschnitten mit höherem Tempo ist wirklich nur, dass sie schneller vorbeigehen als die langsamen :-)

Wettkampfhärte gibt das sicherlich, da würde ich drauf wetten. Auch wenn es kurzfristig erstmal nur Schmerzen verursacht. Allerdings jetzt, etwas 1,5 Stunden nach dem Lauf, geht es mir eigentlich wieder richtig gut und ich bin sogar ein kleines bisschen stolz auf mich. Ja, tschuldigung… Trotzdem bin ich froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Gute Nachricht noch zum Schluss. Die Schuhe haben mitgemacht, keine Blasen. Allerdings bin ich jetzt auch mit Anti-Blasen-Socken und Blasenpflastern gelaufen. Kann ja auch nicht der Standard sein! Laufdaten: Zeit (für etwa 14 x 400 = 5600 Meter war 30:31 Minuten, durchschnittlicher Puls lag bei 171, maximaler Puls bei 187.

Morgen zur Entspannung 60 Minuten Schwimmen. Da freue ich mich wirklich drauf, denn ich brauche mal ne kleine Erholung! Morgen berichte ich dann auch über meine heutige Einkaufssession. Jetzt muss ich mal was zu Abend essen – 22.15 Uhr, typische Zeit dafür!

Mittwoch, 13. August 2008

Premiere - 12 Kilometer

Wie schrieb ich doch einst an einem erfolgreichen BWIN-Tag per SMS an Markus: Flutschflutschflutsch!!! Ja, so ist es. Im Moment läuft es echt überraschend gut. Das einzige Problem ist eigentlich die lange Pause zwischen meinem letzten Lauf am Freitag und dem heutigen. Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren.

Oftmals angekündigt, heute endlich durchgeführt: mein erster Lauf, der länger als 10 Kilometer war. Ich verlängerte meine Route um einen Kilometer, sodass ich mit Hin- und Rückweg auf 12 Kilometer kam. Zugegeben: ich weiß nicht ob es wirklich 12 Kilometer waren; könnten auch 11,5 oder 12,5 gewesen sein. Ist aber eigentlich ziemlich egal.

Zu meiner großen Verwunderung war die Zeit relativ passabel; 1:25 Stunden. Nicht der Knaller, aber definitiv auch nicht schlecht, zumal mein Puls auf einem absoluten Rekordtief war. Im Durchschnitt lag er bei 155, der Höchstwert war kurzzeitig bei 165. Wenn ich mir überlege, dass ich vor einigen Wochen noch 1:25 Stunden für die 10 Kilometer gebraucht habe; bei deutlich höherem Puls. Das ist echt nicht auszudenken... Der Grund für die solide Leistung waren wiederum optimale Bedingungen, knapp 20 Grad Celsius. Dazu war es sonnig und leicht windig; einfach nur hochangenehm.

Zwar sollte ich mich nach 12 Kilometern nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich lasse mich heute trotzdem schon mal zu einer Prognose hinreißen: an konditionellen Hürden wird mein Marathon definitiv nicht scheitern – HUNDERTPRO! Der Lauf heute lief sowas von glatt – auch wenn ich im Vergleich zu Freitag meinen Rhythmus eher selten gefunden habe. Ist immer noch eine übertriebene Konzentrationssache. Aber anyway: ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich die ganzen 12 Kilometer über (lufttechnisch) geradezu vor Kraft gestrotzt habe. Und ich glaube, ich hätte ewig laufen können, WIRKLICH EWIG.

Wenn ich mir um etwas Sorgen mache, dann sind das meine Gelenke und Knochen. Meine Knie haben sich den ganzen Lauf über komisch angefühlt; sie haben nicht geschmerzt, aber eben auch nicht so ganz happy gewirkt. Zudem habe ich seit ich zurück bin Probleme mit meinem linken Fuß. Da habe ich wirklich Schmerzen; ebenso wie nach meinem Lauf am Freitag. Die Gründe dafür könnten aber sehr unterschiedlich sein. Ich hoffe es liegt an den Schuhen; wie erwähnt meine alten New Balance, die natürlich seit dem Kauf (2004) kaum noch Dämpfung haben. Das könnte eigentlich schon so ziemlich alles bei Knien und Füßen erklären. Zudem wäre es möglich, dass sich mein Körper erst an meine neue Lauftechnik (die erheblich anstrengender ist für Knie und Füße) gewöhnen muss. Die dritte (und worst case) Variante wäre, dass die Lauftechnik doch noch nicht ganz richtig ist und ich Knie und Füße falsch belaste. Möglichkeit 4 wäre, dass meine Füße nicht für 10 Kilometer-Läufe ausgelegt sind, aber das ist Blödsinn, darum denke ich auch gar nicht weiter drüber nach!

Und als wären die Schmerzen im Fuß und das unangenehme Gefühl der Unsicherheit nicht schon schlimm genug, hat heute auch noch Schalke sein CL-Quali-Spiel gewonnen. Das ist echt einfach nur traurig.

So, wie sehen die nächsten Tage aus. Morgen werde ich wohl schon um 15 Uhr Feierabend machen und nach Lörrach düsen, um mir (hoffentlich) letztmals neue Schuhe zu kaufen. New Balance logischerweise. Morgen bietet sich bestens an, da ich nach meinem heutigen Lauf morgen sowieso keine große Distanz runterreißen könnte. Ich werde aber nach erfolgtem Einkauf erstmals ein Intervalltraining machen. Ich habe mir dafür die 7 x 400m-Intervalle ausgesucht. Also 400m Vollstoff, dann 400m Pulsberuhigung – und das ganze dann sieben Mal. Das wären 5600 Meter; inklusive warmlaufen sollten das nicht mehr als 7 Kilometer werden. Welche Schuhe ich nehme, weiß ich noch nicht. Bestimmt nicht meine alten New Balance; die sind für schnelle Läufe einfach zu klein, bzw. unbequem. Ob ich die neuen nehme, weiß ich aber auch noch nicht. Die würde ich gerne mit einem langsamen, langen Lauf an meine Füße heranführen. Vielleicht fällt die Wahl also auf meine Asics – mit Blasenpflaster dürfte das eigentlich kein Problem sein. Ich werde es morgen erleben! Am Freitag mache ich eine Stunde RECOMP im Schwimmbad, bevor ich dann am Samstag einen 15km-Lauf anstrebe. Sonntag wird zum Ruhetag; so verschwenderisch es mir auch erscheint, einen Ruhetag ausgerechnet auf nen Sonntag zu legen!

Ja nun, wenn ich morgen um 15 Uhr abziehen will, sollte ich besser gegen 7 Uhr auflaufen. Ergo: ich muss jetzt mal pennen. Bis morgen!