...wir sind alles Frankfurter Jungs! Ja, damit mir nicht das gleiche passiert wie unserem brasilianischen Dickerchen, werde ich mir einen strengen, aber nicht zu strengen, Ernährungsplan auferlegen. Übrigens: Als Mitgestalter dieses Bildes und des Spruchs „Salat für Caio, Schnitzel für uns – wir sind alle Frankfurter Jungs!“ hat es Fabian sogar in die Bild-Zeitung geschafft. Die Frankfurter Zweigstelle hat es tatsächlich aus dem Forum kopiert und in seiner Ausgabe abgedruckt!
Mein Ernährungsplan enthält eigentlich keine sonderlichen Überraschungen. Es läuft unter dem, was generell einfach als gesunde Ernährung läuft. Mein Trainingsplan beginnt am 26. Juli 2008. Vorher werde ich im Urlaub in Holland zwar noch das ein oder andere Mal (wortwörtlich) in die Vollen gehen, aber danach werde ich mich in verschiedenen Bereichen deutlich einschränken!
Das Wort Ernährungsplan ist vielleicht nicht ganz richtig, da ich mir nicht einen täglichen Menüplan erarbeiten werde. Mir geht es eher darum, einen Rahmenvertrag mit mir selbst zu schliessen. Ab 26. Juli werde ich bis zum Marathon folgende Ernährungsveränderungen vollziehen:
1.) Alkohol:
Alkohol ist von nun an gestrichen. Entgegen meinen eigentlichen Planungen werde ich meinen Alkoholkonsum nicht einschränken, sondern vollkommen einstellen. Das bedeutet, auch nicht mehr 1-2 Bier im LA oder sonstwo zum Grillen. Ganz oder eben gar nicht. 3 Ausnahmen von meiner Alkoholabstinenz kann ich jetzt aber schon ankündigen. Am 9. August heiratet meine Cousine aus Hamburg und ich treffe auf Verwandtschaft, die nüchtern unmöglich zu ertragen ist. Da werde ich mir also biertechnisch keine Grenzen setzen. 2 Wochen später spielt die Eintracht in Köln und an dem Wochenende hat auch noch Joscha Geburtstag. Da werde ich also das ganze WE in Köln sein und die Nähe zum Kölsch wird da schon ihre Wirkung nicht verfehlen. Zu guter letzt fällt auch das Auswärtsspiel bei Hoffenheim (im CBS in Mannheim) in meine Trainingszeit. Bei diesem Spiel plane ich ja mindestens eine Gewaltstraftat gegen einen Hoffenheimer Zuschauer („Fan“ wäre wahrlich das falsche Wort). Und zu so was bin ich nüchtern natürlich nicht in der Lage. Ausserdem werde ich wohl mindestens einmal bei Sanne und Fabian übernachten, und auch diese beiden sind nüchtern kaum zu ertragen; dagegen wird die Hochzeit echt Ponyhof...
2.) Fett
Soweit das geht werde ich meinen Fett-Konsum auf eine Mindestmass minimieren. Das bedeutet NICHT, dass ich in der Kantine nurnoch gedünstetes Gemüse essen werde, aber unnötige Fette wie z.B. Butter auf Brötchen, grössere Mengen Grillfleisch oder Saucen (Ketchup, Mayonaise…) und Schokolade werde ich vermeiden!
3.) Zucker
Zucker ist in direkter Form praktisch vollständig gestrichen. Auch hier natürlich wieder mit Einschränkung. Ein Glas Kakao werde ich auch weiter gerne trinken, aber Süssigkeiten aller Art, Eis, Kuchen und z.B. Zucker in Tee oder Kaffee werde ich nicht mehr zu mir nehmen. Sollte ich das Gefühl bekommen, dass sich bei mir Unterzuckerung einstellt, kann ich ja immer noch Fanta trinken oder etwas kleines Süsses essen, aber von nun an passiert das nicht mehr konsequent!
4.) Coffein
Coffeinhaltige Getränke gibt es von nun an nicht mehr; was ich allerdings schon etwa 2 Monate beherzige. Zwar ist Coffein in geringen (bzw. „normalen“) Mengen kein Problem, allerdings stelle ich schon nach 1-2 Tassen Kaffee am Tag erhebliche Schlafstörungen fest. Wahrscheinlich vertrage ich das Zeug einfach nicht. Problematisch an Coffein ist, dass es zu einer Erhöhung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz führt. Dazu kommt, dass Coffein bis 2004 noch auf der Doppingliste stand und im Jahr 2000 sogar Radfahrer positiv auf Coffein getestet und daraufhin gesperrt wurden...
5.) Fazit
Ein Ernährungsplan hat natürlich den Sinn, die Bedingungen für den Marathon zu optimieren. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es bei mir auf eine Diät rausläuft, allerdings muss ich bis zum Wettkampf einiges an Gewicht verlieren; mindestens 6 Kilo, besser mal 8. Wenn ich auf oben genanntes ein bisschen achte und dazu meine Trainingspensum normal durchziehe, sollte sich das aber von selbst ergeben. Die oben genannten Energien werde ich hauptsächlich über Kohlenhydrate (Kartoffeln und Nudeln) und aber auch vermehrt Obst und Gemüse ersetzten. Oh mein Gott, das wird echt eine Qual… Getränketechnisch werde ich mich auf Mineralwasser verlassen und natürlich werde ich meinem Körper auch weiterhin kein Nikotin zumuten. A propos: seit eben bin ich 9 Monate; also praktisch eine komplette Schwangerschaft rauchfrei:
Sportlich gibt es wieder gute Nachrichten. Mein Oberschenkel hat wohl doch nix, konnte heute problemlos meinen Kilometer schwimmen. Ich war dabei original die einzige Person im ganzen Schwimmbad. Nicht mal einen Bademeister habe ich gesehen. Das Kassenhäuschen war nicht besetzt, sondern es hing nur ein Zettel „Bitte beim Bademeister melden“. War zum Schwimmen zwar überragend, aber schon irgendwie komisch. Das komplett leere Becken bei (dank dunkler Regenwolken) düsteren Lichtverhältnissen; war schon eigentlich die perfekte Kulisse für nen Horrorfilm. Naja, das sind so die Tage an denen ich dann froh darüber bin, dass ich letzten Sommer nichts getan habe. Erst im nächsten Jahr muss ich aufpassen, wenn dann Sanne ihren Rachefeldzug für den beim Umzug zu Bruch gegangenen Spiegel startet...
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