So sieht’s aus; heute war ich endlich (ENDLICHENDLICHENDLICH) mal wieder meine 10 Kilometer laufen. TEUFEL, ist das lange her. Am 14 Juni – also vor 6 Wochen – war der 8,6-Kilometer lange Willi-Nickel-Stadtlauf und seitdem plag(t)en mich die Fußschmerzen. Mit den 10´000 Metern ist es sogar noch länger her, die habe ich letztmals am 1. Juni – also vor 2 Monaten – abgespult. Umso schöner, dass es heute mal wieder ging; auch wenn das Wort „abgespult“ wohl keine adäquate Leistungsbeschreibung darstellt. Ich musste vom ersten Meter an kämpfen!
Ich bin gegen 19 Uhr losgelaufen und habe dabei mal wieder alle Grundregeln des Laufens missachtet. Ich hatte unmittelbar vor dem Lauf gut gegessen. Draußen waren es gefühlte 30 Grad Celsius, dazu ein Sauerstoffanteil in der Luft, der irgendwo weit unter einem Prozent gelegen haben muss; ich habe schon gepumpt, als ich nur die Tür aufgemacht hatte. Als kleinen Bonus konnte man dann praktisch nur durch die Nase atmen, da ich sonst noch eine weitere Mahlzeit (diverse Variationen an Insekten) zu mir genommen hätte. Zuletzt stank es auf den Feldern wieder nach Gülle, dass es kein Halten mehr gab. Aber was solls, rumheulen hilft nix; mit den Bedingungen muss ich jetzt wohl irgendwie klarkommen.
Da ich mich, nach einigen Tipps von „Pompa Orhopädie“ heute sehr stark meiner Lauftechnik widmete und dafür der Grossteil meiner Konzentration draufging, hatte ich weder meine Geschwindigkeit, noch meinen Puls unter Kontrolle. Beide waren somit etwas höher als ich für diesen ersten Lauf nach 6 Wochen Nichtstun eigentlich geplant hatte. Aber unterm Strich muss ich schon sagen, dass ich relativ zufrieden war. Bin auf jeden Fall schon schlechter gelaufen!
Nachdem das Wetter Anfangs noch ziemlich unangenehm war, wurde es später RICHTIG unangenehm. Als ich kehrt machte sah ich, dass über Riniken ein Grauer Regenschleier hing. Das war echt sehr krass, da ich mich (etwa einen Kilometer Luftlinie und 20 Höhenmeter darüber) nicht allzu weit entfernt befand, aber im strahlenden Sonnenschein lief. Dann fing mit einem Krachen von dem ich heute Nacht wahrscheinlich noch Albträume bekommen werde eine Regen an, wie er sich (wortwörtlich) gewaschen hatte. Ich war innerhalb von vielleicht 5-6 Sekunden KOMPLETT durchnässt, meine Schuhe waren ohne Witz randvoll mit Wasser zugelaufen – was mir im Übrigen ziemliche Sorgen um meine Einlagen bereitete – und meine Füße/Socken machten bei jedem Auftreten ein widerliches Gefühl und ein ebenso widerliches Geräusch. Erst circa 300 Meter vor meiner Wohnung ließ der Regen etwas nach. Nachdem ich das Wasser aus meinen Schuhen habe ablaufen lassen und die Füße aus den Socken rausgeschnitten habe, kam dann auch schon (surprise, surprise) mein neuer, täglicher Begleiter meinen Einlagen-Zeit zum Vorschein. Rüüüüschdüschh – ich habe mir SCHON WIEDER eine GOTTDERDAMMTE Blase gelaufen! Allerdings ist die erstmal mit Vorsicht zu genießen, da mein Wasservollgesogener Socken natürlich schon etwas extrem in dem klitschnassen Schuh rumgerutscht ist. Ich beobachte das die nächsten Tage und dann muss ich eben noch mal zum Abschleifen. Ist kein Problem, habe 4 Monate Garantie auf die Lappen!
Fazit: das Laufen hat richtig weh getan, hauptsächlich durch das Wetter. Meine Füße und Knie müssen sich auch noch an die Einlagen gewöhnen und spielen noch nicht so 100%ig mit. Trotzdem strotze ich schon jetzt wieder vor absoluter Motivation (wohlgemerkt: Motivation, NICHT KRAFT) und würde am liebsten direkt wieder loslaufen. Ich hoffe, das kann ich morgen dann tun, aber mal abwarten. Auf jeden Fall bin ich total heiß auf das Training und gerade der ganze Frust der trainingsfreien Zeit hat meinen Willen, dieses 42,195 KM-Monster zu packen nurnoch mehr gesteigert! Jetzt heißt es dann halt klotzen und beißen...
Ach ja, mit einem zusätzlichen Sportprogramm habe ich mir übrigens heute noch den Abend versüßt (für den Fall, dass sich jemand wundert, warum ich um 2 Uhr Nachts noch bloge). Beim Versuch, eine Waschmaschine anzustellen, ist mir diese nämlich ausgelaufen. Dummerweise habe ich das erst gemerkt, als ich runter kam um meine Wäsche rauszuholen. Und Ausgelaufen bedeutet nicht, dass ETWAS ausgelaufen ist, sondern halt doch ALLES. Im gesamten Waschkeller stand etwa 1 Zentimeter hoch das Wasser; beinahe wäre es schon in den Flur geflossen. Mit einem mittelgroßen Lappen machte ich mich an die Arbeit und bin vor 30 Minuten (nach etwa 2 Stunden Arbeit) fertig geworden – SCHÖN WARS! Und ich hab ja auch sonst nichts zu tun...
Morgen wäre eigentlich kicken, aber ohne mich. Ich lasse kicken jetzt bis zum Marathon komplett aus. Die Verletzungsgefahr ist mir einfach zu groß und ab sofort darf ich keine Trainingseinheiten mehr aufgrund von irgendwelchen Blessuren verpassen. Dazu kommt, dass „wir“ vorletzte schon den zweiten Knochenbruch in nichtmal einem Jahr hatten. Diesmal war es aber eine Schien/Wadenbeinbuch, also richtig übel! Das brauch ich jetzt für die nächsten 3 Monate mal gar nicht! Stattdessen versuche ich morgen wieder zu laufen, aber das lasse ich von meinen Beinen und Füssen abhängen!
Lauf 13:
Zeit: 1:10 Stunden
Avr- HF: 172 / min
Geschw.: 8,57 km/h
Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:02 Stunden (+12,9 %)
Avr. HF: 178 / min (-3,4 %)
Geschw.: 9,68 km/h (-11,4 %)
Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (-15,7 %)
Avr. HF: 157 / min (+9,6 %)
Geschw.: 7,23 km/h (+18,6 %)
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