Freitag, 11. Juli 2008

Wundereinlagen - Equipment V

Tja, noch immer gibt es von mir aus sportlicher Sicht nichts neues zu berichten. Am Mittwoch habe ich versucht mit meinen Einlagen erstmals zu laufen. Der Arzt hatte gesagt, ich sollte beim ersten Mal wirklich nur ne Runde ums Haus laufen. Selbst das war allerdings schon mehr als übel. Nach 3 Minuten musste ich schon abbrechen, weil mein rechter Fuss aber auch mal GARNICHT mitmachen wollte! Gestern habe ich es erst garnicht probiert; der rechte Fuss kann orginal NIX mehr. Zumindest der linke findet die Einlage aber regelrecht bequem. Und heute habe ich wieder einen Termin abgemacht und werde meine rechte Einlage ein bisschen zurechtfeilen lassen! Ich hoffe mal, dass sie dann bis spätestens Mittwoch auf einem Niveau sind, dass ich im Urlaub wirklich richtig laufen gehen kann!

Nun, da ich ja nun nicht laufen kann, kann ich mich hier mal wieder mit was anderem beschäftigen. Überhaupt ist es in den letzten Tagen ja etwas ruhiger hier geworden; das liegt aber daran, dass mein verdammter Rechner sich ebenso anstellt wie mein rechter Fuss. Anyway, heute werde ich Euch dann (wenn wir eh schon beim Thema sind) mal meine Wundereinlagen vorstellen. So sehen die Kerle aus:

Sie bestehen aus einem harten, schalenähnlichen Untergrund und aus einer festen, aber leicht nachgebenden Schicht darüber, die insbesondere meine Innenseite nach oben drückt (damit ich wieder lerne auf dem Aussenrand zu laufen), als auch meinen Fuss mittig unter dem vorderen Fussballen nach oben drückt, damit ich eben nicht mehr zentral auf dem Fussballen auftrete.

Wie ich letzte Woche schonmal erwähnt habe, ist diese Praxis mit total krassem High-Tech-Zeug ausgestattet mit dem meine Füsse genau untersucht wurden. Zudem macht das Personal einen hochgradig kompetenten Eindruck. Entsprechend bietet sich mir ja an, mal ein kleines bisschen Werbung für „Orthopädie und Rehatechnik Pompa“ zu machen. Am interessantesten ist natürlich die ganze Technik, von daher werde ich jetzt mal erklären (bzw. abschreiben) wie der ganze Einlagen-Herstellungsprozess so verläuft:

So sieht es aus, das Einlagenherstellungssystem:

Und so funktioniert es: Durch ein drei-dimensionales Einlesen des Fusses besteht die Möglichkeit auf dem Computer die Einlagen/Fussbettungen mittels CAD Software zu modellieren und so auf die Problematik jedes einzelnen Fusses einzugehen.

Zudem wird jeder Fuss auch noch von unten gescannt um die Entwicklung beispielsweise der Hornhaut zu dokumentieren.

Durch die Druckmessplatte von Medicapteurs wird wie bis anhin die Fussfehlstellung erkannt und nach Ärztlicher Verordnung mittels Einlagen/Fussbettungen therapiert. In dieser Messplatte befinden sich tausende kleine Drucksensoren die den Fuss unter Belastung ausmessen. Anhand dieser Messung kann erkannt werden ob auch in der Statik der Beine/Bewegungsapparat irgendwelche Defizite zu erkennen sind. Solche Defizite können Beispielsweise eine X-Bein-, O-Bein-Stellung oder sogar eine Beinlängendifferenz beinhalten.

Nach all den Messungen wird die Einlage/Fussbettung auf dem Computer mittels CAD Software modelliert und schliesslich mit einer CNC Fräsmaschine aus einem Schaumstoffblock unterschiedlicher Shore Härte gefräst.

Ja, so entstehen sie, die kleinen Wunderdinger (Copyright an Text und Bildern liegt im Übrigen bei der Firma Pompa in Hausen). Wie man sieht steck da also ne ganze Menge Technology mit drin. Meine Füsse gewöhnen sich auch langsam an die neuen Bedingungen. Zumindest mein linker. Der Rechte hat noch ein paar Probleme, weshalb ich auch nachher noch mal zur „Orthopädie & Rehatechnik Pompa“ fahren und sie ein bisschen anpassen lassen werde!

Diese Teile kosten zwar tatsächlich 400 CHF, allerdings ob der ganzen benötigten Technik, des überaus kompetenten Personals und des krassen Service (ich kann praktisch sooft hingehen wie ich will, bis die Einlagen endgültig passen) absolut vertretbar! Schliesslich gehe ich davon aus, dass sie ihren Dienst tun werden; wenn es auch noch etwas dauert bis meine Füsse sich daran gewöhnen...

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