Samstag, 8. März 2008

Der erste kleine Frust - 10 Kilometer Vol. 2

Nach meiner dreitägigen Ruhepause stand heute also mein zweiter Lauf über 10 Kilometer (!!!) an. Schonmal vorab: es war enttäuschend! Gegen 9 Uhr fiel ich aus dem Bett und machte mich gegen 9.30 Uhr auf die Socken um 1:23 Stunden als derzeit bestehende Riniken-Weltwochenbestzeit zu schlagen.

Dummerweise hatte auch das „Kommando Wintereinbruch“ seine zweite Aktion des Jahres 2008 auf den heutigen Tag gelegt! Es lag erstmals Schnee – allerdings so wenig, dass die Laufbedingungen nicht eingeschränkt waren… Nichtsdestotrotz zog ich es heute vor, mich etwas wärmer anzuziehen als am Dienstag. Eingepackt wie ein sibirischer Eislochangler verließ ich meine Wohnung.

Die ersten 2 Kilometer waren noch einigermaßen angenehm. Danach waren meine Muskeln aber wieder auf dem Niveau von vorgestern. Waren heute irgendwie ziemlich schwer die Beine und vor allem mein linker Oberschenkel konnte mal gar nicht. Entsprechend habe ich mein Tempo ein wenig reduzieren müssen – von da an machten die Muskeln widerwillig mit…

Eigentlich lief alles ganz gut. Zumindest bis ich an meiner 5km-Marke (also genau der Hälfte) das erste Mal auf meine Laufzeit sah. 45:45 Minuten war ich bereits gelaufen. Das würde bedeuten, dass ich bei gleichem Tempo eine Gesamtzeit von etwa 1:32 erlaufen würde – also 9 Minuten langsamer als am Dienstag. Zwar habe ich bewusst das Tempo gedrückt, insbesondere um meinen Puls tiefer zu halten. Allerdings war mein Bestreben natürlich, dass die Puls-Senkung prozentual höher ausfallen würde, als meine Zeit-Erhöhung. Das war aber nicht der Fall, da ich meinen Puls gegenüber Dienstag sicher nicht um 10% gesenkt hatte.

Ich wurde etwas nervös und erhöhte das Tempo – damit aber auch logischerweise meinen Puls. Also versuchte ich einfach mein ganz normales Level zu laufen, ohne meine Zeit weiter zu berücksichtigen.

Auf den letzten 3-4 Kilometern fing ich dann mit der Ursachenforschung für meine schlechte Leistung an. Anders gesagt: ich suchte nach passablen Ausreden um diese Katastrophe zu erklären. Da wäre zum einen, dass ich offensichtlich doch noch nicht regeneriert war; ich also das nächste Mal mindestens 3 Tage (wenn nicht sogar 4 Tage) zu Erholung einplanen würde. Ich merkte auch, dass Laufen direkt nach dem Aufstehen nichts für mich ist – wahrscheinlich war mein Organismus einfach noch nicht bereit für die volle Ladung Sport am frühen Morgen. Zuletzt fiel mir noch ein, dass ich ohne Frühstück aus dem Haus gegangen war, mir also möglicherweise wichtige Energien fehlten. Zwar frühstücke ich nie; normalerweise laufe ich aber auch nicht zum wach werden 10 Kilometer.

Aber wie gesagt: das sind alles Ausreden und die reichen leider nicht aus um über ein enttäuschendes Ergebnis hinwegzutäuschen. Meine Gesamtlaufzeit am Ende war 1:30 Stunden; mein durchschnittlicher Puls bei 155. Unter dem Strich also eine deutliche Verschlechterung zum ersten Lauf!

Meine Euphorie ist erst einmal dahin, als positives Fazit bleibt eigentlich nur noch, dass es schlechter wirklich nicht mehr werden kann. Ich kann nur hoffen, dass mir die Eintracht heute nicht noch den Rest gibt. Wäre schon echt die Krönung wenn mir zum zweiten Mal innerhalb von 4 Tagen blau-weisse, arbeitslose Berg(und Nokia-)arbeiter den Tag versauen.

Mein Stretching-Programm für heute habe ich soeben auch absolviert. Ab sofort steht also Regeneration an. Morgen auch – evtl. verbunden mit ein paar Koordinationsübungen. Schaun wir mal ob morgen so lustig bin…

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Lauf 2:
Zeit: 1:30 Stunden
Avr- HF: 155 / min
Geschw.: 6,67 km/h

Vergleich zum letzten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (+8,4 %)
Avr. HF: 157 / min (-1,3 %)
Geschw.: 7,23 km/h (-7,8%)

Vergleich zum ersten Lauf:
Zeit: 1:23 Stunden (+8,4 %)
Avr. HF: 157 / min (-1,3 %)
Geschw.: 7,23 km/h (-7,8%)

2 Kommentare:

Fabien hat gesagt…

Man soll ja immer erst das Positive ansprechen. Gut finde ich, dass Du Dich heute am heiligen Ausschlafsamstag dazu bewegt hast, laufen zu gehen. Und das zu so früher Stunde! Nur zum weniger Guten...weißte, ich war ja beim Bund. Und da sind wir beim Gefechtsmarsch (Kampfstiefel, Rucksack mit 20kg, vier volle Magazine, ABC-Schutzmaske, Klappspaten, Wasserflasche, Gewehr G3 in Vorhalte etc.) mit einem Schnitt von 6km/h gelaufen. Und das 20km lang...
Alla, hau rein :-)

les parents hat gesagt…

Hi Matthi,
egal, wie schnell Du läufst - wir sind stolz auf Dich. Und glücklich - denn künftig wirst Du sicher, wenn Du mit dem Zug aus der Schweiz kommst, den Weg von Mannheim nach Seeheim als Trainingsstrecke nutzen.

Unser Navigator sagt, dass dies genau 42 km sind - Du brauchst also nur noch einmal ums Haus laufen, um die 42,1 km zu erreichen.
Das erspart Dir den Anruf, wann Du am Bahnhof abgeholt werden möchtest. Klingel einfach an der Haustür und wir werden Dir mit Freuden öffnen ...

Bleib am Ball bzw. am Lauf ...
liebe Grüße
les parents