Heute stand das Ausmessen einer geeigneten Laufroute für meine zukünftigen Trainingseinheiten an. Die Voraussetzungen dafür waren wie folgt:
-> etwa 10 km lang
-> möglichst eben
-> Anteil an asphaltiertem Untergrund sollte nicht mehr als 30% betragen
Bis vor einer Woche hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich eine Laufstrecke von 10km mal als „kleine Runde“ bezeichnen würde. Doch die Zeiten haben sich geändert und ich weiss nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll…
Der erste Punkt der drei Bedingungen war trotzdem grundsätzlich nicht das Problem; die anderen beiden hingegen schon. Da Riniken de facto auf einem Berg liegt, lässt sich keine Runde finden, die 10 km lang und zugleich eben ist. Es sei denn man sucht sich eine 1km-Strecke und läuft diese zehnmal, worauf ich aber keine Lust habe. Somit musste ich ein paar kleine Hügel in meine Route mit einbeziehen, es hielt sich für Rinikener Verhältnisse aber sehr in Grenzen. Der Asphalt-Anteil beträgt leider rund 60%, aber auch daran liess sich leider nichts ändern. Das ist zwar nicht so erfreulich für die Gelenke, aber früher oder später wird der Laufanteil auf hartem Boden sowieso erhöht.
Meine Laufrunde habe ich also heute mit dem Fahrrad ermittelt. Dabei sei festzustellen, dass ich schon am oberen Ende der Garagenauffahrt tief im anaeroben Bereich war. Auch die weitere Fahrt war einigermassen anstrengend, vor allem die letzten 3 Kilometer waren die Hölle, da Orkantief „Emma“ offensichtlich ihre kleiner Schwester (vermutlich „Frieda“) vorbeigeschickt und mich mit jeder Menge Gegenwind beglückt hat.
Als Fazit bleibt, dass die Route per Fahrrad für meinen Fitnesszustand schon eine Herausforderung war. Wie soll das also erst mit dem Laufen klappen? Nun ja, gelaufen bin ich die Strecke heute noch nicht, da mein Tag spät anfing und auch die ganze Fahrrad-Abfahr-Geschichte sich länger gezogen hat, als geplant. Morgen wird es im Büro spät, daher habe ich gönne ich mir noch mal einen Ruhetag. Erst am Dienstag werde ich die Strecke also erstmals zu Fuss bewältigen; und das mit 70-75% meines HFmax, also einem Wert zwischen 140 und 150.
Ich bin mir nicht sicher, wie lange das dauern wird, aber ich rechne mit dem Schlimmsten! Am Dienstag bin ich dann schlauer wie weit ich von den Mindestvoraussetzungen entfernt bin, die ich bis 12 Wochen vor Marathon vorweisen muss.
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