So, mein letzter Eintrag ist schon ziemlich lange her. Der ein oder andere kennt sicher schon garnicht mehr meine Stimme! Dass ich gestern nicht nur einen sport- sondern auch einen blog-technischen Ruhetag genommen habe, war eigentlich nicht geplant. Schuld sind die blau-weissen aus der Nähe von Herne, wegen denen ich erst um halb eins zu Hause war. Aber alles der Reihe nach:
Nicht, dass es für mich neu wäre, dass zu einem erfolgreichen Training auch Regeneration in Form von Ruhetagen oder leichter Bewegung gehört, aber seit gestern weiß ich, wie sehr ein menschlicher Körper manchmal Regeneration nötig hat!
Offensichtlich war der Lauf am Dienstag doch ein bisschen zu viel für meinen komplett untrainierten Körper. Ich habe mir mal wieder selbst bewiesen, dass ich mich auf dem Nullpunkt jeglicher menschlichen Fitness befinde. Der ganze gestrige Tag war rein von Knie- und Wadenschmerzen geprägt. Ob das nur die generelle Belastung war, oder ob der hohe (harte) Asphaltanteil meiner Strecke eine größere Mitschuld hat, muss ich in den nächsten Tagen und Wochen mal beobachten.
In jedem Fall habe ich gestern eine ziemlich peinliche Figur abgegeben. Vom Bett zur Dusche habe ich gefühlte 5 Minuten gebraucht. Dabei habe ich mich wie jemand bewegt, der aufsteht und losläuft, obwohl ihm beide Beine eingeschlafen sind. Ich habe gleichgewichtsverlagernde Haken geschlagen wie es die Raumbreite meines Schlafzimmers zuließ…
Die Treppen runter zum Auto und die Treppen rauf ins Büro waren auch eine ganz, ganz jämmerliche Vorstellung. Vor allem im Büro musste ich mich zusammenreißen, da ich mein Vorhaben auf keinen Fall kommunizieren möchte. Lediglich meine Controlling-Kollegen wissen bescheid. Aber die hätten sich natürlich auch schon sehr gewundert, wenn ich ohne jede Begründung plötzlich jeden zweiten Tag schon um 5 Uhr abhause…
Aber zurück zum Thema:
Meinen Ruhetag habe ich gestern also dringend gebraucht und entsprechen genossen! Schon mittags war mir aber klar, dass ich auch den heutigen Donnerstag noch zum regenerieren brauchen würde. Da Ben mich mittlerweile aber fürs Wochenende wieder ausgeladen hat, bleibe ich guten Gewissens in der Schweiz und kann entsprechend am morgigen Freitag wieder laufen…
So weit so schlecht – aber der unangenehmste Teil des Tages sollte noch kommen. Eigentlich hätte dieser gestrige Ruhetag ja ganz unspektakulär ablaufen können. EIGENTLICH…
Dejan hatte Logistik & Controlling zu einem kleinen Umtrunk zu sich nach Hause eingeladen. Und da wir wussten, dass wir so jung nicht mehr zusammenkommen blieben einige Leute noch zum Fußballgucken. Der Abend endete spät und aus sportlicher Sicht enttäuschend. Die arbeitslosen Bergarbeiter sind eine Runde weiter und den entscheidenden Elfmeter hat das kleine Frankfurter Ghettokind gemacht. Spätestens jetzt, war der Abend also gelaufen.
Negativ getoppt wurde er nur noch von meiner Heimfahrt von Dejan: ein Teil meiner Laufstrecke liegt auf der Strasse, die ich auf dem Heimweg nehmen musste. Das war eigentlich nicht schlecht; konnte ich doch so mit dem Auto (also geeichtem Tachometer) checken, ob die Strecke wirklich so lang ist, wie von mir ausgemessen. Der geneigte Leser ahnt es schon: PUSTEKUCHEN! Sozusagen ein GAI (größter anzunehmender Irrtum). Wenn ich meine (befürchtete) Abweichung für dieses Stück hochrechne, dann könnte es sein, dass meine Route nicht 10 Kilometer lang ist, sondern nur etwa 8,8 Kilometer. Das wäre eine Katastrophe, mal davon abgesehen, dass die Werte, mit denen ich gestern noch sehr zufrieden war, damit völlig neu (und zwar negativ) einzuordnen wären.
Derzeit ist für mich schwer zu beurteilen, ob ich wirklich eine zu kurze Strecke ausgemessen habe, oder ob der Straßenteil, den ich gestern abgefahren bin, auch in meinen Berechnungen nur 2,2 Kilometer lang war. Dummerweise habe ich in meinen Aufzeichnungen keine kilometergenauen Streckenpunkte. Wie auch immer, da gibt es nur eine Möglichkeit…
Ich werde also am Samstag nochmals meinen Radumfang ausmessen, die Reifen komplett aufpumpen und die Strecke abfahren müssen. Ich kann nur hoffen, dass ich zumindest annähernd an die ursprünglichen 10 Kilometer komme. Aber dazu dann am Samstag mehr…
1 Kommentar:
Du lernst es nie. So wie Du isst, läufst Du auch! Und dann beklagst Du Dich über die Folgen...
Weißt Du wie sich der Bericht für mich anhört? Mimimi... ;-)
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