Freitag, 29. August 2008

27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon - Starterinformationen

Tja, der Joscha hat sich mittlerweile aus der Verantwortung gezogen. Finde das zwar nicht ganz in Ordnung; WARUM FRAG ICH EIGENTLICH EXTRA??? Aber gut, man kann den Jungen ja nicht zu seinem Glück zwingen. Damit Ihr Euch mal ein etwa näheres Bild davon machen könnt, worauf ich mich mit meiner fixen Idee genau eingelassen habe (und was der Joscha so alles verpasst), hier mal ein paar Infos zum 27. Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon, der sich am 26. Oktober 2008 zutragen wird:

Die Streckenführung sieht wie folgt aus (zum vergrössern einfach anklicken):

Wenn man die ganzen Wendungen und Zickzackkurse (insbesonder im Start-/Zielbereich) sieht, kann man nur froh sein, dass ich so langsam laufe. Sonst würde mir bestimmt schwindlig werden. Erst jetzt wo ich mir den Plan mal genauer ansehe, wird mir bewusst, wie viel 42 Kilometer eigentlich sind. Junge, worauf hast du dich da eingelassen!?!

Die Startbereiche:

Gemäss der zu erwartenden Zielzeit werden die Läufer schon beim Start gestaffelt. Alle Läufe, die erstmals an einem Marathon teilnehmen, kommen in den hintersten Startblock, den sogenannten „Festhallen-Block“. Die absolute Elite startet ganz vorne im „Asics-Block“. Die genaue Abstufung sieht wie folgt aus:

Asics-Block: Internationale Spitzenläufer und Läufer mit Zielzeit bis 3:00 Stunden

Dresdner Kleinwort-Block: Läufer mit Zielzeit zwischen 3:00 und 3:30 Stunden

Skoda-Block: Läufer mit Zielzeit zwischen 3:30 und 4:00 Stunden

Maritim-Block: Läufer mit Zielzeit zwischen 4:00 und 4:30 Stunden

Rosbacher-Bock: Läufer mit Zielzeit zwischen 4:30 und 5:00 Stunden

Festhalle-Frankfurt-Block: Läufer mit Zielzeiten über 5:00 Stunden und alle Erstteilnehmer an einem Marathonlauf.

Das miese an meinem Starter-Block ist einfach, dass ich einerseits circa 700 Meter mehr laufen muss als die Läufer im ersten Block und ich vor allem nicht vom Start an 4:30-Stunden-Läufer um mich rum habe, sonder die starten 2 Blöcke vor mir. So kann ich mich aber leider nicht von anfang an, an Läufern in meinem Zeitbereich orientieren. Das könnte wirklich zum Problem werden! Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären.

Zielzeit-Orientierung:

Einen ziemlich coolen Service stellt der Veranstalter zur Verfügung. Es werden diverse Organisation-Leute mitlaufen, die darauf getrimmt sind, eine ganz ekxakte Zielzeit zu laufen, während sie übergrosse (für jeden erkennbare) Lufballons tragen, die mit der Zielzeit bedruckt sind. Es läuft also z.B. ein Läufer mit, der genau 4 Stunden für den Marathon braucht und einen Luftballon mit der Aufschrift „4:00 Stunden“ trägt. Die Kerle nennen sich Zug- bzw. Bremsläufer und helfen Marathonis, sich dank der Luftballons ständig an der eigenen Zielzeit zu orientieren. Mein Problem ist dabei: ich starte im Festhallen-Block und werde dadurch (laut Veranstalter) die Startlinie erst 10 Minuten nach dem ersten Läufer überqueren (Kilometer-Durchlaufzeiten). Das bedeutet, sämtliche Luftballons haben vom Startschuss an, bereits 10 Minuten Vorsprung auf mich! Zwar kann es auch motivierend sein, den ein oder anderen Läufer zu überholen, aber darauf würde ich gerne verzichten wenn ich von Anfang an gleichschnelle Läufer, bzw. die Lufballons um mich hätte. Aber auch da muss ich wohl durch.

Marathon-Regeln:

Wer die 42,195 Kilometer (fuckfuckfuckfuckfuck….) als schnellstes läuft, hat gewonnen! Den Marathon muss man innerhalb von 6:15 Stunden schaffen, sonst wird man nicht gewertet. Ziemlich cool, zwischendurch dachte ich mal, es wären nur 5:30 Stunden. Und noch viel besser: sofern man ankommt, erhält man in jedem Fall die Finisher-Medaille; auch wenn man 8-12 Stunden braucht!

Zeitmessung:

Für die Zeitmessung wird den Läufern (sofern sie keinen eigenen haben) ein Chip zur Verfügung gestellt, der an den Laufschuhen zu befestigen ist und der die Zeiten an den einzelnen Kontrollpunkten (Messmatten) misst. Für den Chip zahlt man 31 Euro, bekommt aber nach Rückgabe 25 Euro Pfand wieder zurück. So gesehen kostet der Chip also nur 6 Euro. Eine der Messmatten (bei Kilometer 35) ist eine „Spendenmatte“. Mit überlaufen dieser Matte werden automatisch 3 Euro an „Caritas Frankfurt“ gespendet. Dann zahlt man sozusagen nur 3 Euro für den Chip und tut mit 3 Euro etwas Gutes für Jermaines Nachkommen…

Zeitverfolgung aus der Ferne:

Ich bin mir nicht 100%ig sicher ob das auch in Frankfurt angeboten wird. Aber vermutlich gibt es die Möglichkeit, die einzelnen Zwischenzeiten auch aktuell online zu verfolgen. Wer von Euch also nicht am 26. Oktober 2008 nach Frankfurt kommen kann, von dem erwarte ich zumindest eine 6:15 Stunden lange Unterstützung aus der Ferne. Ob das aber wirklich möglich ist, versuche ich nochmal abzuklären. A propos nicht nach Frankfurt kommen können. Eine absolute Hiobsbotschaft kommt hierzu vom Deutschen Fussballbund. An besagtem Wochenende spielt der FC gegen wen? Genau, gegen die Pillendreher aus Vizekusen! Da kann ich jetzt schon sagen: ich nehme es keinem Kölner übel, wenn er (bei Spielansetzung am Sonntag) nicht kommen kann. Der DFB ist halt aber auch sowas von ne dumme Hure!!! Die Eintracht spielt in Cottbus; das lasse ich hingegen als Absagegrund NICHT durchgehen!!!

Verpflegung:

Es gibt Versorgungs- und Erfrischungsstellen aufgebaut. Abwechselnd alle 2,5 Kilometer. Bei den Erfrischungsstellen gibt es nur Wasser zum Trinken und Wasser zum Eintauchen der Erfrischungsschwämme (die man sich dann über den Kopf ausfringt). An den Versorgungsstellen gibt es zudem Tee und Nahrung (umso später das Rennen wird, umso grösser das Nahrungsangebot). Ab Kilometer 15 gibt es z.B. Bananen und Trockenobst, ab Kilometer 30 gibt es dann auch Cola.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich mit Eigenverpflegung versorgen zu lassen. Diese muss man morgens um 8.00 Uhr abgeben. Dieses Angebot wird aber nur ambitionierten Läufern mit Zielzeiten von maximal 2:45 Stunden zur Verfügung gestellt. Wäre das mit der Zeit nicht gewesen, hätte ich als ambitionierter Läufer natürlich davon gebraucht gemacht. Dann hätte ich den Pennern mal schön ne Rolle Pringles gegeben, mit der Bitte, sie mir bei Kilometer 8 zu reichen. Aber geht ja leider nicht…

Toiletten hat es analog zu den Versorgungsständen ebenfalls alle 2,5 Kilometer. Jeweils ganze 2 Stück. Ich dachte erst, ich lese nicht richtig. Auf der ganzen Strecke 32 Toiletten für 12.000 Läufer? Wie soll das bitte gehen? Gut, ich heisse weder Fabian, noch Tobi, aber trotzdem: immerhin nimmt man ja während so nem Marathon 4-6 Liter Flüssigkeit zu sich. Und davon schwitzt man nun mal nicht alles aus. Also ich bin mal sehr gespannt wie das gut gehen soll…

Zu beachten:

Wer seine Startnummer (bzw. die Schriftzüge darauf) verändert, verdeckt oder umknickt wird disqualifiziert. Wer sich auf seinem Lauf von einem Fahrradfahrer begleiten lässt, wird disqualifiziert. Wer eine der Zeitmessmatten nicht überläuft, die entsprechenden Zwischenzeiten also nicht nachweisen kann, wird disqualifiziert. Uiuiui, da schwebt ja der Hammer der Gerechtigkeit. Wobei die Frage erlaubt sei: welcher Schwachkopf hat sich bitte mal von nem Fahrradfahrer begleiten lassen, sodass sich die Regelmacher dazu genötigt sahen, dies zu verbieten???

Naja, wie auch immer. Immer wenn ich dieses Info-Heftchen hier lese werde ich sofort komplett nervös. Allerdings ist es eine positive Nervosität. Ich werde echt immer heisser dieses Ding zu laufen und kann nur hoffen, dass bis dahin alles einigermassen gut läuft.

Heute Abend war ich ein bisschen mit dem Fahrrad unterwegs. Es waren zwar nur 45 Minuten, aber es reichte, um meine 15 Kilometerstrecke komplett abzufahren und mir dabei genaue Kilometermarkierungen zu machen. Diese brauche ich, um meine Zeiten per Kilometer besser überwachen zu können und um schnelle Läufer bewusster zu absolvieren! Z.B. in Fällen, in denen es heisst: „die letzten 5 Kilometer im Marathonrenntempo (MRT)“ oder ähnliches.

Nun sitze ich hier und schaue den FC beim KSC. Was für ein übler Kick; irgendwie ganz anders als ihn der Joscha mir per Email angekündigt hatte. Und zu allem Übel wurde der normale Premiere-Zuschauer beinahe Live-Zeuge eines Todesfalls in der Bundesliga. Der Kölner Ümiz Özat hat seine Zunge verschluckt, ist umgefallen und liegen gebliegen. Erst nach einigen Minuten konnte Entwarnung gegeben werden. Das waren einfach nur Minuten, in denen es einem eiskalt den Rücken runtergelaufen ist. Der Schiri hat die Kölner sogar gefragt, ob sie weiterspielen wollen. Wollten sie, was eine gute Entscheidung war. Denn in diesem Moment treffen sie zum 2:0 durch Radu und tüten die ersten 3 Punkte in der neuen Saison ein. Glückwunsch!

Ich erfreue mich jetzt noch ein bisschen an meinen Knieschmerzen und gehe dann pennen. Morgen früh muss ich kurz nach Deutschland einkaufen. Danach heisst es dann mal wieder Intervalltraining: 7 x 1000 Meter. Das mache ich wieder im Stadion des FC Brugg. Danach holt sich die Eintrach in Wolfsburg ne Klatsche ab und den Sporttag schliesse ich mit dem Spiel FC Frick II – FC Wettingen 95 II, wo ein Kollege aus der Logistik mitspielt. Sonntag wird dann ein Ruhetag. Auf den freue ich mich jetzt schon wieder…

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